Beiträge von BieBoss

    r.goth: Freut mich, daß mein Geschreibsel verstanden wurde und ein bißchen hilft :-)

    Aber nicht vergessen: die Zeitbeispiele sind exemplarische Beispiele, und natürlich variabel. Wie hier irgendwo schon geschrieben, ob das 9 oder 11 Minuten Spielen am Tag sind, oder die um 11.13 Uhr oder um 13.47 Uhr am Tag stattfinden, ist schon wurscht. Was zählt, ist die Größenordnung, damit Du ne Vorstellung bekommst, was gemeint ist, von der Menge her.

    Kann Dir sonst (wenn Du Dich akribisch an gewisse Zeiten hälst) nämlich echt passieren, daß der Hund genau um diesen Zeitpunkt herum auf Dauer plötzlich mit einer Erwartungshaltung vor Dir steht: "JETZT ist Zeit zu spielen - SPIEL mit mir! Jetzt! SOFORT!" *gg Führt nämlich unter Umständen zu einem Hund, der seine Spielzeit/Futterzeit etc. lautstark bellend einfordert. Sowas ist doof, wenn man normalerweise abends um 19.13 füttert, und dann aber mal aufm Heimweg vom Einkaufen leider im Stau steht, und erst 19.57 Uhr heimkommt. Der Hund tobt dann daheim, und Fraule sitzt schwitzend im Auto, weil sie weiß, der Hund ist 19.13 Uhr Futter gewohnt und erwartet das. Verstehst Du? insofern: Richtwerte einführen, ja - z.B.: Futter gibt´s nach dem 2. und 5. Gassi oder so. Aber die Zeiten dürfen schon variieren. Einfach, um Dich selbst nicht stressen zu müssen, weil man im Leben halt öfter mal nicht täglich zum selben Zeitpunkt für den Hund verfügbar sein wird.

    Ich glaube prinzipiell ein ständiges Duell mit der Umwelt um die Frage "Wer ist interessanter?" zu spielen, wird irgendwann in die Hose gehen. Spätestens dann wenn der Jungrüde eine läufige Hündin in der Nase hat. Für Hunde gibt es einfach Dinge, die draußen interessanter sind als der Halter. Ich kann jetzt auch nicht viel mit Stöckchen, "leckeren" Pipipfützen, etc. anfangen. Und ich finde, man muss seinem Hund das auch zugestehen.
    Daher finde ich es prinzipiell sinnvoller, wenn man einen ordentlichen Rückruf und ein Ankersignal aufbaut, als sich darauf zu verlassen, dass man im Ernstfall interessanter ist, als jeder Außenreiz. Zudem wird es irgendwann schwierig sein, immer noch eins draufzusetzten, was die Interessantheit betrifft. Erst hat man das Leckerlie, dann das Super-Leckerlie, dann das Super-Super-Leckerlie, etc. Wo soll das hinführen?

    Hm - das hat schon nen Sinn. Der Hund lernt so, daß es beim Halter immer aufregend sein kann, daß öfter mal bei ihm was passiert. Hat zur Folge, daß der Hund sich gerne und häufig am Halter orientiert, immer mal herkommt und zu mir guckt, mich immer "im Hinterkopf" hat, und die Ohren eher auf "empfangsbereit" stehen, selbst wenn er grad irgendwo schnuppert. Er ist also quasi "erreichbar", egal, was Du grad machst, weil "es könnt ja bei Fraule was Aufregendes passieren".

    Der Sinn ist also nicht, daß Du Dich so interessant machst, daß der Hund nicht mehr weggeht von Dir (wer will schon nen Hund, der an einem klebt, da kann ich gleich die Leine dranlassen), sondern einfach nur, daß der Hund "empfangsbereit" bleibt für Deine Kommandos und sich GERNE an Dir orientiert.

    Falls er wegläuft, braucht´s selbstverständlich trotzdem einen funktionierenden Abruf oder gar Abbruch (Jagdverhalten oder die von Dir als Beispiel genannte läufige Hündin o.ä.), das ist schon klar. :-)

    Und zum Thema Ankersignal - wer braucht schon dauernd spezielle "Signale"...... *gg Ich benutze einfach die normale Sprache, wenn ein Hund etwas tun soll, und dabei ist, meinem Kommando zu gehorchen. Beispiel: Abruf. Hund hört mich, dreht sich zu mir und guckt erstmal. Dann lobe ich fürs umdrehen (ein fröhlich quietschendes "Jawoooolll, auf geht´s! Hopphopphopp!") und zeige ihm damit, daß er auf dem richtigen Weg ist.

    Kartoffelpelle: Ich finds auch voll albern, immer für alle Tricks nen neuen "Fachbegriff" zu kreieren.... Naja, mit irgendwas müssen die Leut ja ihr Geld verdienen *gg

    Was haben denn die kleinen Hunde, die ihr im Rettungsdienst erlebt für Kenndecken? Die kleinste, die in meiner Staffel noch "frei" war ist Smilla zu groß und ich habe Zweifel ob es noch kleinere von der Stange gibt. Das müsste ich bei Gelegenheit mal in Erfahrung bringen...

    Ich bin am Überlegen, ob ich die vorhandene Kenndecke für Smilla ändern (lassen) soll oder ihr eine maßanfertigen lasse - aber das ist nicht ganz billig.

    Hihi - hier ist unsere Zwergenkenndecke (mittleres Bild):
    http://www.juh-rhs-mittelfranken.de/index.php?opti…id=1&Itemid=105

    Ist ne Sonderanfertigung des Herstellers, bei dem wir unsere "normalen" Kenndecken beziehen. Und trotzdem war sie noch zu groß, ich mußte den Brustgurt noch obenb versetzen und enger machen..... :-) Ein bisserl zu weit isser immer noch (noch enger geht net, weiß ich sonst die Schnallen abmontieren müßte) - wenn die Biene ganz frisch geschoren ist, passiert´s manchmal, daß sie mit einem Vorderfuß vorne durchsteigt, und das Ding sie dann gar fesselt *gg Aber nachdem sie immer relativ in Sichtweite arbeitet, kann ich ihr dann sofort helfen, und das kommt echt nur vor, wenn sie gaaanz kurz geschoren ist. Viel enger geht net, weil die Decke sonst im Winter mit mehr Fell zu eng wird, und wie gesagt, ich sonst die Schnalle entfernen müßte, dann geht das Teil vorne nimmer auf.

    Hat übrigens die Staffel gezahlt damals, wie die normal großen Kenndecken auch.

    Dazu nochwas:
    "Also mich lieber seiner Tätigkeit anschließen, mal losrennen, wenn ich nach hause möchte, aber durchaus ebenso während des Spaziergangs mit ihm beobachten oder mit ihm erkunden, was im nächsten Erdloch steckt? Also nur das machen, worauf er Bock hat?"

    Ne - DU entscheidest, wann was gemacht wird. Und das kann heißen, daß er sich jetzt mal ne Viertelstunde die Welt von ner Bank aus anguckt, und Ihr dann wieder geht. Kann aber auch sein, daß Ihr dann von der Bank aufsteht, noch ein Stückerl rennt und dann heimgeht.

    Oder daß Ihr unterwegs seid, einfach nur zusammen ganz "langweililg" (für den Menschen) rumschlendert, und seine Nase die Welt entdecken laßt, und an einer Stelle des Spaziergangs (unbemerkt vom Hund) ne Handvoll Leckerli ins Laub fallen laßt. Dann bücken und spannend rufen: "Fifi, schau mal, was ich da entdeckt habe!" dabei noch am Bodeln "buddeln", damit hast Du seine komplette Aufmerksamkeit sicher. Ganz bestimmt wird er dann kommen, mit Dir zusammen an der Stelle buddeln/schnuppern, und die Leckerli finden. Was lernt er? Auf Herrchen/Frauchen achten lohnt, der findet immer so tolle Sachen. Und wenn sowas öfter passiert, wird der Hund automatisch rausfinden, daß ein Auge bei Herrchen/Frauchen immer lohnt, und im Hinterkopf immer ein Stückweit bei Euch sein. Auch wenn er aussieht, als schnuppert er sich überall nur konzentriert durch - er hat ein offenes Ohr für Euch. Das einmal auf nem Spaziergang, dann ruhig heimgehen ohen besondere Vorkommnisse. Ins Körbchen schicken, verarbeiten lassen. Nach 2 Tagen vielleicht wieder austesten. Oder was Anderes machen. Aber auch nur kurz oder einmalig aufm Spaziergang.

    Ich würde daheim ehrlich eher Langeweile kultivieren. Vielleicht EINE Spielzeit 10 Minuten am Tag - und mehr net.

    Zum Abruf: übt den Abruf daheim. z.B: zur Futterzeit, aber ohne Ablenkung (Musik, Telefonieren, Nachbars Hund daneben geht da erstmal nicht!). Futter in die Hand nehmen (wenn Ihr Handfütterung wollt, gerne das Futter mit dem Rascheln der Futtertüte demonstrativ rausholen), dann rufen, und wenn er kommt, geben. (Kommt er net, war der Abstand zu groß - --> nächstes Mal versuchen, wenn er Euch schon grade anguckt. Die Situation so wählen, daß er eigentlich gar nichts Falsches machen kann.). Dann übt Ihr daheim, während Musik läuft oder der Fernseher, oder die Kinder quatschen (oder halt adäquate Ablenkung, weiß ja net, was Ihr so habt daheim, ob Ihr überhaupt Kinder habt). Wenn das klappt, dann können die Kinder (Freunde!) auch mal spielen, während Ihr zum Essen ruft, oder Ihr steht im nächsten Zimmer und ruft ihn ausm Wohnzimmer in die Küche. Der Hund wird mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen, v.a. wenn Ihr immer dieselben Futterzeiten habt. Erst, wenn das daheim unter dieser Ablenkung klappt, dann versuche ich das draußen mal - beim an der Schlepp angeleinten (!) Hund. Weil er dann nicht weiterrennen kann, ohne mich zu beachten. Kommt er net - stehenbleiben, spätestens dann guckt er sich um, warum Du stehenbleibst, und dann kannst ihn sofort loben für die Reaktion und weiter herlocken mit dem Abruf und Leckerli in der Hand. Wenn das funktioniert, auch hier wieder stufenweise die Ablenkung steigern. Mal in der Nähe eines Parkplatzes, mal 50 Meter neben einem Spielplatz, mal an der Straße laufend. Erst, wenn das klappt, könnt Ihr ohne Leine testen - und da erstmal wieder komplett ohne große Ablenkung. Will heißen: Wiese, aber kein Lärm, Kinder, spielende Leute oder Hunde in der Nähe. Klappt das: Ablenkung hinzufügen. Gaaaanz viele kleine Steps. Ein zuverlässiger Abruf ist schwierig, gerade unter Ablenkung, und wenn da die Basis schon net sitzt, funktioniert der sicher später niemals, wenn auf einer Picknickwiese 50 Hunde spielen, und Eurer grad ner Katze nachsetzen will, während die Kapelle zum Sonntagsfrühschoppen aufspielt..... *gg (Beispielsituationen....)


    ....


    Bindung: wohl unzureichend ausgedrückt: wir machen slalom, eine leckerlie-straße, die zum spielzeug führt, futter aus nem' wasser-pott fischen, wir suchen leckerlies, ich renne los mit ihm über die wiese, ich streichle ihn, setz mich in den pool am balkon mit ihm, versteck mich, versteck seine spielsachen, lass ihn apportieren oder was auch immer und das echt täglich -...........
    aber draußen achtet er wenig auf mich, egal wie ich verzweifelt versuche, wie ein teenie beim justin bieber konzert aufmerksamkeit auf mich zu ziehen (oi, schon wieder unfug). Vlt. langweilt ihn das, weil wir in der wohnung schon zu viel machen, gibt's das?

    Also - Du bespielst ihn quasi von früh bis spät drinnen, und wunderst Dich dann, daß Du draußen nimmer interessant bist? Draußen gibts andere Leute, andere Hunde, tausend Piipstellen - alles muß unterscht und kennengelernt werden. Dich hat er doch drinnen den ganzen Tag! Mit dem fett markierten Satz bist Du also in meinen Augen zu 100% auf dem richtigen Dampfer.....

    Ansonsten: buhle nicht um die Gunst des Hundes. Sondern entscheide Du, wann gespielt wird, und wie lange. Wenn der Hund Dich zum Spiel auffordert drinnen, geh doch einfach mal nicht darauf ein, sondern beschäftige Dich draußen unterwegs mit ihm. Bäume kennenlernen, die Wiese durchschnuppern (da kannst ne Handvoll Leckerlis "verlieren" vorher). Solche Dinge. Irgendwo hinsetzen und einfach nur zusammen beobachten, was sich da tut - wo laufen die Leute hin, was macht der Hund da drüben, wie spielen die Kinder auf dieser Seite. Das ist aufregend genug. Der setzt sich nämlich hin, um sich die Zeit zu nehmen, etwas genauer zu betrachten. Nicht, weil er nimmer kann, oder Du langweilig bist - sondern, um sich was Neues welpengemäß anzugucken. Gib ihm doch die Zeit.

    Nochwas: der Hund schläft am Tag 20 Stunden, Welpen bis zu 22 Stunden. Berücksichtige das bei Deinem Programm. Wenn der Hund draußen war, und Neues erleben konnte, dann braucht er erstmal ne Mütze Schlaf. Du kannst ihm schon sein Futter geben vorm Schlafen - aber nach so viel Erleben draußen nochmal ne Runde spielen, wär mir zu viel. Der muß doch erstmal die neuen Eindrücke von draußen verarbeiten.

    Dann lieber, wenn er wach ist, kurz Pipi im Garten/vorm Haus, und dann ne Runde spielen in der Wohnung oder im Garten. Dann wieder Ruhen lassen. Der muß lernen, Dinge zu verarbeiten, aber auch, daß Ihr nicht seine "Hanskaspers" zur Alleinunterhaltung seid.

    Daß ein Hund abends bisserl durchdreht, speziell nach dem Futtern, ist normal - machen meine heute noch. Naja, Biene und Frieda zumindest. Bossi verzieht sich dann ins Körbchen. Weil Prinz auf der Erbse Bossi, wenn er seinen Schlaf ab 22 Uhr net kriegt, am nächsten Tag vollkommen platt ist, der will echt dann ab 22 Uhr seine Ruhe - und wer stört, wird angemault. *gg

    WAS du an Spielen machst, finde ich gut - aber dosier das vorsichtig, Du hast noch ein ganzes Leben mit dem Hund Zeit für die einzelnen Spiele. Mal bisserl Leckerlisuche in der Wiese, mal ein bisserl Pool am nächsten Nachmittag. Und dazwischen aber immer wieder ein Tag, an dem schlichtweg mal gaaar nix Besonderes passiert, zum Erholen.

    Bedenke: der Hund ist neu bei Dir. Mußte Dich und Familie erstmal kennenlernen. Hausregeln kennenlernen, welche Zimmer darf ich betreten, wo steht das Futter/Wasser, wann gibts Futter, wer spielt mit mir, wann soll ich schlafen, wie - ich soll nicht auf den Tisch/das Sofa/das Bett....?, Schränke werden nicht angefressen, wie soll er sich verhalten, wenns klingelt, er muß lernen, an der Leine zu laufen, den Nachbarn nicht anzukläffen, nicht zu jedem hinzurennen, Du kommst ihm dazu mit ganz vielen Kommandos - und dann noch jeden Tag irgendeine oder gar mehrere Actionpunkte - das ist, wie wenn ich Dich 8 Stunden am Tag 7 Tage die Woche in nen Sprachkurs schicke. Irgendwann steigst Du aus, weil Du Dir nix mehr merken kannst, das Hirn ist überfordert, du bist müde, Du hörst gar nimmer zu, wenn der Lehrer was sagt, weil die Aufnahmekapazität am Ende ist. Und Du fängst an, alles zu verwechseln. Letztlich hast Du einfach keinen Bock mehr und ignorierst den Lehrer. Irgendwo ist also Schluß und Du bist überfordert. und genau das passiert mit nem Welpen/Junghund schnell, weil man nicht daran denkt, daß allein das Kennenlernen des neuen Tagesablaufs, neuer Regeln, und der neuen Familie den Kleinen schon ganz gut auslastet. Das ist allein schon spannend und aufregend für einen Welpen, der grad erst von seiner Mutter weggerissen wurde. Und wenn sie dann hochdrehen, können sie nimmer einschlafen - wie die kleinen Kinder-, fangen an zu quengeln, oder schnappen hilflos um sich, oder toben einfach zu heftig rum, bis sie quasi umfallen.

    Hm - Problem mit den Leckerlis is halt, daß er zwar schön kommt - aber wenn er von Anderen gerufen wurde.

    Da ist die Frage, was Dir wichtiger ist: daß das kommen bei jedem sitzt (u.a. auch beim Sitter!), oder daß er nicht hinrennt, wenn Fremde ihn rufen oder gar von der anderen Straßenseite aus anlocken.

    Also entweder gut finden, oder komplett unterbinden, sodaß er dann KEIN Leckerli kriegt von den Anderen, wenn nicht ER gerufen wurde. Und evtl. absprechen, daß wenn Ihr zusammen unterwegs seid, der Abruf aus dem Namen des Hundes besteht, nicht aus einem generellen "KOMM" oder so. Wenn ich explizit die Biene mit ihrem Namen rufe, und Bossi kommt auch, kriegt der kein Leckerli. Evtl. verbale Zuwendung, aber kein Leckerli. Sie war gerufen worden.

    3 Hunde unter 45 cm, es wird immer aufgesammelt, wo nötig und möglich- also net bei Durchfall oder am Feldrand/im Wald, aber schon auf Wiesen (wegen möglicher Verwendung als Futterwiesen) und Feldern (wenn da überhaupt mal einer reingeht für Geschäfte). Im Wald / aufm Feld dann nur, wenn was auf den Weg gehen würde.

    Weiblich, über 40. Und ich HASSE es, in die Haufen Anderer zu treten, während ich meine aufsammel. Achja genau: daher kanns passieren, daß ich an Wegen, die aussehen wie ein einziges Hundeklo (die ich normalerweise meide wie die Pest) im Dunklen nix aufhebe, weil ich net sehe, wo ich reintrete.

    Hahaha - der Artikel ist gut: "..., reden Sie ruhig auf ihn ein...". Und dann noch ne Empfehlung zur Tierkommunikation. und: "Die Katze wird nicht gejagt!" versteht der Hund bestimmt ganz toll....

    Man könnte auch ein Gebet sprechen - sicher genauso effektiv bei nem richtigen Jagdhund.... :-)

    Ich hab meine damals erstmal ein paar Tage getrennt in der Wohnung gelassen. Waren die Hunde im Wohnzimmer, waren die Katzen woanders. Irgendwann dann tauschen - so können sie erstmal gegenseitig den Geruch kennenlernen.

    Dann das "persönliche" Kennenlernen mit Hund an der Leine - am Halsband! Im Geschirr hat man nie so ganz im Griff, wie weit der Hund an die Katze rankommt, wenn die in der Nähe ist, und mit nur wenig Nachgeben erwischt er die sonst.

    Dafür einfach ein paar Tage nur kurz zusammenlassen, wenn man den Hund an der Leine hat. Fixiert der Hund oder spult sich hoch, gibt´s ein deutliches und energisches Abbruchsignal- hilft besser als ein Gebet oder ruhiges Zureden. NEIN. Punkt. Bleibt er ruhig stehen, kann man ruhig und leise (! um ihn nicht hochzupushen) loben. Dann rausgehen, während er noch ruhig ist - Katzen sind unspektakulär, nix zum Aufregen, das wollte ich ihm so vermitteln. Immer wieder mal im Tagesablauf. Die Katzis sind normal, die hüpfen jetzt öfter hier rum.

    Bleibt der Hund ruhig bei Annäherung der Katze, loben - und man kann dann auch mal die Katze streicheln (auf Abstand achten, damit der Hund nicht rankommt, wenn er dumme Ideen entwickeln sollte *gg).

    Ich hab dem ansonsten klargemacht, daß das MEINE Katzen sind, daß ich anständiges Benehmen wünsche ihnen gegenüber, und langsames Verhalten. Nicht Rumgerenne in der Wohnung. Dabei spielt er sich nur hoch. Die Katzen würden mitmachen, scheuchen auch mal die Hunde - aber ich mag das nicht, weil ich Angst hab, der Jagdtrieb bricht beim Hund durch und er packt sie.

    Wenn der Hund all das dann irgendwann ruhig mitmacht, dann kann mans mal ohne Leine versuchen. Aber NUR mit Ausweichmöglichkeiten für die Katzis (irgendwo Flucht nach oben ermöglichen, wo kein Hund hinkommt, und die Katzen müssen die Möglichkeiten gut kennen! Flucht nach draußen würd ich etz net empfehlen, sonst kommt Katzi 4 Wochen nimmer heim vor Schreck....). nd erstmal nur 1-2 Minuten, dann wieder trennen, um die Impulskontrolle des Jagdhundes nicht überzustrapazieren. Wenn das gut klappt, kann man die Zeiträume dann vorsichtig ausdehnen. Wichtig: in der ersten Zeit IMMER ein Auge auf dem Hund haben dabei, nichts parallel machen, kein Bügeln oder Kochen. Da wäre man im Fall des Falles nicht schnell genug.

    Bei Bossi hatte ich großes Glück: der steht auf Katzen nur, wenn sie abhauen wollen. Solange ne Katze stehenbleibt (auch fremde), ist er nur freudig interessiert und würde gerne begrüßen. Dummerweise begrüßt er aber oft so stürmisch (man muß hinrennen - die könnten ja sonst weg sein, bis man da ist und hallo sagen kann. Bei Katzen wie bei Hunden.), daß die Katzis abhauen - und dann zeigt sich der Jagdtrieb.... Nachdem unsre Katzi an Hunde gewöhnt war, bleib der einfach stehen und ließ Bossi schnuppern, und gut war. Aufgeregt, klar - aber Bossi hat den nie attackiert. Der große Kater kam erst säter, asl Bossi schon sehr nett mit dem Kleinen konnte, und hat sich das Verhalten abgeguckt. Heute steht Bossi oft beim Kleinen und putzt ihm das Gesicht *gg Bei Fremdkatzis unterwegs bremse ich ihn aus, damit er nicht gleich freudig hinrast, das geht inzwischen gut, und wenn ich zu langsam bin und er schon losgerannt ist, muß ich abrufen oder notfalls Abbruchsignal geben, das funktioniert toll.

    Generell: ich selbst trenne die Katzen von den Hunden IMMER, wenn ich nicht dabei bin. Jagdhund ist Jagdhund bleibt Jagdhund...... Sicher ist sicher.

    Hm - das hatte ich mir gleich gedacht, wollte Dich aber net entmutigen..... :-)

    In so kurzer Zeit einen Garten aus dem Zustand zu einer Ruhe-Idylle zu machen, braucht mehr Zeit als 1-2 Jahre, und wenn die Mittel da auch noch begrenzt sind (weil man net einsieht, für so kurze Zeit oder einen gemieteten Garten so viel auszugeben, wäre ja auch sinnlos), dann kann man da nicht viel erreichen....

    Allerdings hab ich in meinem Mietgarten, den ich jetzt seit 15 Jahren habe, ganz viele Pflanzen einfach nur geschenkt bekommen. Vor allem von einem Freund, der zu große bzw. überzählige Büsche in seinem Garten rausgehauen hat, weil kein Platz mehr war. Und die wachsen jetzt recht schnell und vermehren sich gerne. Heckenrose, eine Haselnuß, lauter so Zeugs. Dann tuts einem auch nicht gar so weh, wenn man davon was zurücklassen muß, weil man nicht Tausende investiert hat in Pflanzen. Jetzt hab ich ne ca. 4 Meter hohe Haselnuß zum Nachbarn hin, und kleine Ableger hinterm Zaun zum Park hin, wo die Leute besonders gern reingaffen. Die sind nächstes Jahr sicher große genug, um kompletten Sichtschutz zum Park hin zu bieten.

    Als weiteren Sichtschutz hab ich mitten im Garten meine große Hütte mit schönem Sitzplatz davor versehen, und das Ganze dann mit Pflanzen (Walnußbaum, Weigelien, Heckenrosen) so eingebaut, daß keiner mehr reinschauen kann, wenn wir dort sitzen. Von oben dichtet der Baum ab (kann also auch vom Balkon aus keiner reinglotzen), nach vorne und seitlich die Weigelien und Heckenrosen.