Beiträge von BieBoss

    H......
    1. Variante: die Ruten beginnen zu wedeln - ich atme auf!
    2. Variante: die Ruten bleiben steif, das Nackenfell geht hoch und der fremde Rüde schiebt seinen Kopf über Carlo's Rücken - ab da werde ich nervös!

    ........

    Carlo beginnt dann meistens beschwichtigend mit der Rute schnell an zu wedeln. Öfter ohne Erfolg. Manchmal hole ich ihn dann einfach weg, weil ich merke, dass er selber nicht weg kann!
    .......

    Also, ich würde in DEM Moment (Var. 2) nicht mehr abrufen. Dein Hund kann da grad net, der hat stillzustehen in dem Moment in den Augen des anderen Hundes, und die Geste zu akzeptieren, dann ist alles gut. Und Dein Hund reagiert mit dem Beschwichtigen ja richtig - wenn das ohne Erfolg ist, reicht das dem Anderen wahrscheinlich noch nicht.....

    Wenn Du ihn in dem Moment rausholst, kann es passieren, daß der andere Hund daher eine Korrektur setzt - dann lieber abwarten.

    Höchstens, daß man dann einfach weitergeht, um Abstand zu den Hunden zu gewinnen - in dem Moment, wo Du hingehst und Deinem Hund damit Beistand signalisierst (auch wenn Du eigentlich die Beiden trennen willst!), könnte Dein Hund, statt zu beschwichtigen, sich wehren, weil er denkt, Fraule unterstütz ihn gerade, die kommt ihm zu Hilfe. Damit erreichst Du u.U. genau das Falsche.

    Bossi ist manchmal beim "Abruf" ("Kommst mit, Bossli?" - ich verwende dann kein zwingendes HIER, weil so kann er selbst entscheiden, in welchem Moment er folgt, dann gibt´s keine Probleme) richtig erleichtert, weil ich ihn damit aus ner Situation raushole, die er so gar net haben wollte, weil er nicht in Prollstimmung ist, und den Anderen eigentlich toll fand oder so. er kommt daher dann auch gerne mit. Aber wichtig ist es eben, daß er den Zeitpunkt entscheidet, wann er gehen kann, und das kann er einfach am besten abschätzen.

    Und die Nervosität wenn möglich im Griff behalten - ansonsten könnte Dein Hund sicheinbilden, er müßte Dich verteidigen, weil Du nervös wurdest - und wieder erreichst Du genau das Gegenteil von dem, was Du eigentlich wolltest......

    Hatte bei Bossi einmal nen Rüdenbesitzer (Hund war irgendso n Kleinterrier, Westie oder so, der nur aus Neugier gekommen war, Situation aber dann kurz vorm Kippen - wär aber nix passiert, ich kann Bossi rausrufen bei sowas), der ist dann dazwischen - in dem Moment ist es eskaliert, sein Hündchen ging auf Bossi - zum Glück hat der sich abrufen lassen, und Herrchen war in dem Moment auch schon beim Hund und hat den am Halsband gekrallt, daß der nicht die Zähne des eigenen Hundes in der Hand hatte, war reine Glückssache - versucht hatte es der Kleine...... :ugly:

    PocoLoco: genau so ein Border(mix)tier haben wir hier auch - der wird immer, wenn ich ihn sehe, mittels Bällchenwerfen narrisch gemacht. Wenn ich den sehe, ist der hektisch mit der Nase am Boden unterwegs, um sein Balli zu suchen, nimmt die Umgebung und andere Hunde gar nicht mehr wahr. Mit Bossi mach ich da nen weeeeeiten Bogen drumrum, schätze, eine Begegnung würde genauso laufen wie die von Dir beschriebene. Aber der Hund wird ja soooo gut ausgelastet...... Ist immer mit zwei Frauen unterwegs, und die werfen das Bällchen immer mit so nem Plastik-Wurfarm - schätze, die freuen sich, weil sie ihren Hund so engagiert "auslasten"..... Nachdem ich die aber nur sehe, wenn ich mit Bossi unterwegs bin, konnte ich sie aber noch nicht darauf ansprechen, ob sie sich dessen bewußt sind, was die da mit dem armen Hund anstellen...... Vielleicht ist das ja der, von dem Du sprichst, und die sind zu uns gezogen? :headbash: :headbash: :-)

    @Brauni2012:
    "Geraten wurde mir, dass ich dann ganz ruhig und besonnen durch diese
    Situation durchlaufen soll, um sie zu entschärfen. Quasi in der Mitte
    der beiden durchlaufe.... Und dann ggf. Carlo mitnehmen soll.
    Was haltet ihr davon?"

    Nix - wenn Du Obiges gelesen hast, wirst Du verstehen, daß es dann reine Glückssache ist, wenn die Hunde nicht aufeinander gehen, und dann erwischt´s Dein Bein, wenn Du "Glück" hast..... Äääääh - ne, echt net.... :-) :-) Wenn Du sowas machst, weil der andere Hund dafür bekannt ist, zu verletzen o.ä., und Du den eigenen Hund retten willst, bitteschön (dann würd ich das evtl. auch riskieren) - aber dann mußt halt echt einkalkulieren, selbst auch "unter die Räder" zu kommen; dessen muß man sich bei sowas bewußt sein (und dann ist nicht der andere "böse Hund" schuld, oder dessen Halter muß die Arztrechnung begleichen, sondern man selbst - denn so ein Verhalten fällt schon fast unter fahrlässig). Rotbunte: das rote Tuch war gemein..... :ugly: :ugly: Aber auf den Punkt gebracht.... :-)

    Solange Du unsicher bist, würde ich auch eher Fremdhundkontakte meiden - und ansonsten evtl. mal nen guten Trainer suchen, der Dir Hunde-Sprache (Körpersprache) etwas näherbringt, damit Du auch lernst, fremde Hunde besser einzuschätzen. Das dauert anfangs etwas, das ist vollkommen normal, muß man halt erst lernen. Aber das gibt Dir Sicherheit, wenn Du erkennen kannst, ob einer auf Stunk aus ist, oder Dein Hund gerade eher friedlich oder "auf Proll" gestimmt ist. Viel hat mir da diese CD von Blaschke-Berthold geholfen:

    Dort wird ganz detailliert erklärt anhand von Beispielsituationen, welcher Hund sich in einer Begegnung wie fühlt, was er zeigt, und wie er warum reagiert. Im Real Life nimmt man nicht immer jede Geste aller Beteiligten zugleich wahr, aber auf CD kann man eine Begegnung detailliert wiederholen bzw. ansehen und genau rausarbeiten, welche Bewegung an welchem Hund was bedeuten kann, bzw. im Gesamtkontext bedeutet. Und so wird man mit dem Einschätzen genauer und v.a. auch schneller, was in echten Begegnungen dann natürlich wichtig ist.

    Für mich hört sich das auch an, als hätte der Hund schlichtweg nichts kennengelernt, weil keiner sich richtig gekümmert hat, und ist daher jetzt unter Dauerstreß, weil er mit tausend neuen Dingen konfrontiert wird, u.a. eben auch Hunden unterwegs.

    Wenns das tatsächlich ist, dann würde ich erstmal ganz langsam anfangen: Immer dieselbe Gassirunde, ganz langsam gehen, ab und an einfach auf ne Bank setzen, sofern vorhanden, und den Hund die Umgebung einfach nur beobachten lassen. Damit sie erstmal diese eine Runde kennenlerntmit allen ihren Möglichkeiten - die Leute dort, die Hunde, die dort ausgeführt werden, die Umgebung, die sie erschnüffeln kann, etc.

    Erstmal keine Hundeschule, weil das glaub ich zu viel wäre. Aber später evtl. mal gezielt Hundebegegnungen in bekannter und als "sicher" erlebter Umgebung inszenieren - mit einzelnem Hund, den man kennt, der ruhig und souverän reagiert. Mit dem zusammen dann auch evtl. mal ne Runde laufen. Aber wie gesagt: in bekannter Umgebung, erstmal kurze Begegnung. Und dann aber an dem Tag nichts Anderes mit Action mehr machen, das muß der Hund erstmal verarbeiten.

    Hunde auch erstmal aus der Entfernung angucken. Gebt Ihr eine Alternative - Hund muß nicht hingehen, darf aber gucken, was der andere Hund so treibt. Bis dieser weg ist. Dann heimlaufen. Gebt dem Hund eine Alternative zum "Theatermachen". Bei uns ist das ein Fuß, das wird Eurer sicher noch nicht können. Kann auch ein Sitz sein oder ein WEITER oder KOMM MIT oder so. Einfach, damit er weiß, was er tun soll, wenn da ein Hund kommt, der ihn ja offenbar nervös macht.

    Freilauf würde ich dem Hund so erstmal nicht gewähren - Jagdtrieb ist da zweifellos vorhanden, und wenn so viel Neues auf ihn einstürmt, nicht, daß der Euch dann abhaut, weil er irgendwo erschrickt...... Am Jagdtrieb würde ich erst dann arbeiten, wenn der Hund draußen ruhiger geworden ist - vorher macht das überhaupt keinen Sinn, weil er draußen in keinster Weise aufnahmefähig ist in so aufgeregtem Zustand. Ist bei so nem Hund auch ein "Nebenkriegsschauplatz" - da gibt es Wichtigeres zu bewältigen, damit der Alltag für das Kerlchen streßfreier wird!

    Generell: versucht, den Hund mehr an Euch orientiert zu kriegen, indem Ihr mit ihm Dinge unternehmt, die er allein nicht bewältigen kann. Das kann ein einfacher querliegender Baumstamm sein, den er sich nicht allein zu erklettern traut, oder eine Brücke, oder ein "komischer" Untergrund. Sodaß der Hund merkt, mit Euch erlebt er tolle Sachen, Ihr helft ihm bei Unsicherheiten, mit Euch kann man auch Spaß haben (z.B. ruhige Leckerlisuchspiele im Garten o.ä.).
    Nimmt er unterwegs Leckerli oder spielt er? Dann kann man auch sowas einsetzen, um dann immer wieder zu bestätigen, wenn Hundi Euch auch nur anguckt, auf Euch wartet, oder sowas - halt zeigt, daß er EUCH im Hinterkopf hat. Kann aber sein, daß das anfangs noch net klappt - wenn der Streßpegel extrem ist, futtern die Hunde nicht unbedingt, und möchten dann u.U. auch (noch!) nicht spielen.

    Bleibt ruhig und konsequent, gebt ihm die benötigte Stabilität, zeigt ihm die Welt "da draußen", und bewältigt gemeinsam alle Herausforderungen unterwegs. Und nie vergessen: das Kerlchen macht das nicht, um euch zu ärgern - der kennt einfach noch nicht viel..... :-) Und Neues immer nur in "homöopathischen" Dosen - danach Zeit geben, das zu verarbeiten.

    Erfüllen denn diese kleinen Käfige im Zoohandel die Haltungsvorschriften? Falls nein, warum werden die dann verkauft und falls ja, dann sollte sich daran echt mal was ändern...Aber klar, es interessiert einfach keinen.

    .......

    Naja - die Käfigchen im Handel erfüllen genausowenig die Bedürfnisse wie z.B. ein Teletakt. Aber zu kaufen gibt´s beides, einfach weils erlaubt ist, es zu haben. Nur die Verwendung halt net. Bei Vögeln reden sich die Leut halt vor sich selbst damit raus, daß die ja eh "immer" Freiflug kriegen und nur drin schlafen (weil der Kleine halt schön billig is). Und dann stellen die Leutchen wohl fest, daß das Vögerl net freiwillig in den Käfig zurückgeht (oh Wunder *gg) - also bleibts drin, statt nen größeren zu kaufen... und schon ist´s aus mit Freiflug, und der kleine Käfig ne Dauerbehausung...... Mir ist es auch ein Rätsel, aber geh mal in ne Zoohandlung und kauf einen (!) Sittich, frag nach nem Käfig, da werden immer noch diese Löcher empfohlen von angeblichen "Fachkräften", und keiner erwöhnt irgendwelche Vorschriften mit Mindestflugflächen für die Tiere... Da liegt noch so viel im Argen.......

    Theobroma: die verursachen nicht so schlimme Bißwunden, wenn sie falsch gehalten werden. Gerade Vögel rupfen sich evtl. selbst bei schlechter Haltung, aber massakrieren nicht den Besitzer. Und in der Wohnung fällts auch "schön" nicht auf, sodaß kein Nachbar es sieht...

    Und wer keine Vögel hält, kennt deren Bedürfnisse und gesetzliche Platz- und Haltungsvorschriften sicher nicht... :-(

    Meine sind anfangs uach net rein.

    Biene ging dann irgendwann, weil sie´s lächerlich fand, daß Bossi nicht rein wollte. Meine Tochter und ich hatten uns auf gegenüberliegenden Seiten eines Baches aufgestellt, eine mit dem Territier, die Andere mit dem Zerrseil, und den Hund heiß auf das Teil gemacht. er stand geifernd und käffend am Ufer, kam aber net auf die Idee, rüberzuschwimmen. Da faßte sich Biene ein Herz und schwamm rüber :-)

    Bossi folgte ihr, und ab da wurde es besser. Im ersten Jhr nur für Spieli. Im zweiten Jahr auch mal unaufgefordert erfrischt, wenns heiß war. Ab dem dritten Jahr stürzte er sich mit Begeisterung in die Fluten (20 cm tief *hust) des Bächleins, sobald wir da waren. Heut gehört´s zu nem schönen Gassigang einfach dazu, auch mal zu plantschen.

    Biene geht auch heute nur, wenns grad mindestens 50 Grad draußen hat, und die Füßchen vebrennen - naja, so ungefähr, ich übertreibe. Die geht mit den Füßen rein, säuft, und geht wieder raus. Reicht ja schon. Wenn ich will, da´ß sie schwimmt, werf ich halt Stocki, das holt sie dann schon - aber nur, wenn ich Bossi halte, der schneidet ihr sonst den Rückweg ausm Wasser ab, weil er den Stock will. Das is gemein, dann geht sie nimmer rein.

    Frieda brachte das mit, ich war ganz platt - war an nem größeren Fluß mit ihr Gassi, auf einmal geht die rein und schwimmt einfach los..... *gg Problem: die hört net auf mich, daher geht´s net ohne Leine, und ich kann ja net 50 Meter leine ins Wasser lassen - daher gehen immer nur kurze Runden. Aber daheim im Bächlein, da ddarf sie rein und geht dann imm kneippen, am Bachufer entlang über die Steine. :-)

    Die Hundebox :-)

    Dazu Rettungshundezubehör: Kenndecke, Arbeitsleine für den Weg an den Start, Suchleine 20 Meter für die Arbeit an Autobahnen/Straßen entlang, Erste-Hilfe-Rucksack. Isomatte fürs Staffel-Training. Puder und Spieli für den Hund. Zum Training auch Leckerli und Funkgerät, manchmal GPS (je nach Gebiet). Campingstuhl für Trainingspausen. Den Hund. *gg Futter für Fraule für Pausen. Wasser für Hund und Fraule.

    Beim Einsatz: s.o., zzgl. Einsatzklamotten, Leckerli, Funkgerät, Batterien und GPS (das Batteriebetriebene Zeugs ist sonst net im Auto, weil die Akkus/Batterien sonst bei Hitze den Geist aufgeben). Und den Hund *gg Wasser, aber kein Futter für Fraule. Hund hat ja Leckerli, und ich denk, ein paar Stunden Einsatz ohne Futter für Fraule kann man überleben.

    Zum Trailen, also freizeitmäßig, zusätzlich: die 2. Box für Frieda, 2 Geschirre, 2 lange Leinen. Gefüllte Leckerlidosen. Decke für die Box (damits net so heiß ist in der Box). Wasser für die Hunde, und beide Trail-Hunde.

    Was mich immer begleitet: Handy, und das Navi im Auto.

    Meine Terris haben damit kein Probem, die können das genießen. Selbst als ich mal im Zug unterwegs war, saß ein 30-35jähriger geistig zurückgebliebener Mann, der mit seiner Mutter unterwegs war (sie und ich waren dann ins Gespräch gekommen) neben mir, flirtete Bossi fröhlich an, und nahm ihn dann einfach mal eben auf den Schoß und in den Arm - ein Wildfremder für den Hund! Puh - da hättet Ihr mich springen sehen können *gg) Bossi nahm´s gelassen - hat a weng gehechelt (also genießen war das in dem Fall net *gg), aber hat sichs gefallen lassen. Ich denk, der ist so einer, der merkt, daß das lieb gemeint ist. Bei uns genießt ers, zum Schlafen kuschelt er sich an meine Tochter, und fordert sie richtig dazu auf, ihn in den Arm zu nehmen, die Füßchen kuschelt er in ihre Hände :-)

    Biene braucht so keiner zu kommen - die findet Streicheln eh doof, selbst von mir, fordert es gaaaaanz selten mal oder toleriert es dann. Sie liebt es nur, kontaktzuliegen, auf mir zu liegen, neben mir im Bett zu liegen. Aber fange ich an zu streicheln, haut sie ab *gg Und Fremde brauchen das net zu probieren, da weicht sie aus - es sei denn, ich hab Leckerli einstecken, dann guckt sie mich an: "Hey, ich ertrag das so brav, gib mir was!"..... :-) Aber so richtig umarmen, das würde ich niemandem raten - die tendiert dazu, in Richtung der Leute zu schnappen, wenn die ihre Grenzen nicht erkennen, da muß ich immer aufpassen und die Leute dann bitten, aufzuhören mit antatschen.

    Hab ne Nachbarin, die nimmt Biene immer gleich auf den Arm, wenn sie sie sieht, und tatscht sie dann auch noch aufm Kopf und überall - das findet Biene echt blöd und wedelt dann auf Teufel komm raus - das Beschwichtigen wird dann als Freude interpretiert..... :headbash: Naja, momentan seh ich sie nicht oft, aber beim nächsten Mal sag ich ihr das echt, weil das muß ja net sein - nur weil die Maus so klein ist, einfach vom Boden entfernen....

    Czarek, deine Antwort finde ich unmöglich.......
    ...


    Hab schwere Depressionen und Autismus und ich kann mit sowas gar nicht umgehen. Ich werde dieses Forum lieber wieder verlassen. Tut mir leid, dass ich so unverschämt war hier um Hilfe und Ratschläge zu bitten.

    Einerseits ja - Czarek hätte es etwas höflicher formulieren können, andererseits hat sie/er (?) hier nur ihre/seine Meinung geschrieben, und Du wolltest doch wissen, was die anderen Leser dazu denken. Und wenn die Meinung dann nicht Deiner entspricht, ist es auch nicht recht :-)

    Abgesehen davon kann ja der Schreiber hier nicht riechen, daß Du an Depressionen leidest (geht ja auch keinen was an, ich beziehe mich nur drauf, weil Du´s selbst geschrieben hast), und nicht mit Kritik umgehen zu können glaubst... Das hat er/sie bestimmt nicht mit der Absicht geschrieben, Dich zu kränken.

    Du brauchst Dich hier nicht zu rechtfertigen, ganz klar - aber wenn jemand anderer Meinung ist, kann man die doch einfach stehenlassen, oder erklären, warum man nichts gemacht hat oder so. Also - reicht Euch die Hand und vertragt Euch wieder :-) Sind doch hier net im Kindergarten, und Schmollen wird Dich net weiterbringen mit der Dame!

    Meine persönliche Meinung: ich würde die Dame fragen, ob sie schonmal dran gedacht hat, daß es bestimmt viele Schüler gibt, die gerne einen Hund hätten, aber keinen bekommen - und die evtl. gerne täglich nach der Schule ne Runde mit dem Hund gehen udn spielen würden. Ohne Bezahlung, nur, weil sie gerne einen Hund hätten, oder für nen symbolischen Appel und n Ei. Hätte den netten Nebeneffekt, daß auch sie selbst wieder ein bisserl Ansprache hätte durch einen jungen Menschen, vielleicht würde sie das freuen.

    Also: Kopf hoch, laß die Depri daheim :-) und frag die Dame einfach - sie wird Dich schon net beißen, vielleicht freut sie sich sogar über etwas Ansprache (und Du gewinnst ne nette Bekannte)! Ich finde es schön, wenn jemand das Problem der Mitmenschen wahrnimmt, und vielleicht auf diese Weise helfen kann - ne Anzeige beim VetAmt wäre die Alternative, die andere Leute wählen würden, aber das fände ich sehr häßlich. Nachher landet der Hund im Tierheim, und da geht´s ihm sicher auch net besser - im Zwinger hat er auch net mehr Auslauf....

    Ist schwierig zu sagen.

    Fettfüttern fällt für mich schon unter Tierquälerei, hab hier paar so Kandidaten: ein Dackelchen (rot langhaar), die ist jünger als meine Hunde, und wenn sie Bossi zum Spielen auffordert, macht sie 3 Schritte hinterher und kann nimmer - weil sie schlicht zu fett ist und sich kaum rühren kann. So ist sie echt ne ganz Liebe, schade um das Tier. Aussage der Besitzerin, die ich daraufhin angesprochen habe (Vetamt tut bei sowas eh nix, weil keine Handhabe): ja, sie paßt schon auf, aber da kann man halt nix machen, weil irgendwer in der Familie imnmer uneinsichtig sei und was reinstecke in den Hund. Sie ist sich dessen also bewußt, aber nicht willens, sich zugunsten des Hundes durchzusetzen. Ein Vet-Amt wird da nix bewirken, die kümmern sich sonst gut um den Hund, gehen Gassi, auch ohne Leine, der spielt schön mit dem Kind der Familie, da gabs noch nie Probleme.

    Zweiter Fall: ein Mops. Ebenfalls jünger als meine Hunde, dürfte jetzt ca. 7 Jahre alt sein. Auch der kann sich kaum rühren geschweige denn atmen. Ich kenn den aus Welpenschul-Zeiten aus meiner Gruppe, war ein sehr agiles Exemplar seiner Art. Jetzt hat er über 12 Kilo und kann sich nimmer rühren.

    In beiden Fällen habe ich versucht, den Haltern ins Gewissen zu reden, bei dem Mops auf den Tierarzt verwiesen und Herzprobleme udn ein kurzes Leben angekündigt. Der Doc sagt angeblich, der sei ein bisserl moppelig, aber es ginge noch. Ich hab den Damen Besitzerinnen nur gesagt, wenn der Doc, der ja sein Geld mit ihnen verdienen möchte, das so ausdrückt, sei das äußerst diplomatisch gewesen für "der is zu fett" - aber das wollten die nicht sehen.

    Nebenbei: die Damen sehen auch net besser aus..... :-( (wobei es mir beim Menschen wurscht ist, weil die das für sich selbst entscheiden können, ob sie sich das antun möchten, und auch was dagegen tun können, wenn sie möchten - aber ein Tier kann sich halt net wehren.....)

    Hab auch mal ner panischen Yorkie-Halterin, die ihren Hund angesichts meiner zwei frei bei mir laufenden und völlig desinteressierten "Riesenmonster" (5 und 9,5 Kilo) an der Leine am Halsband hochzug und wie ein Lasso über dem Kopf schwang, um ihn "zu retten", mit Anzeige beim Tierschutz gedroht, wenn ich das nochmal sehen würde. Hat geholfen, künftig hat sie sich gebückt und ihn hochgenommen, und inzwischen darf er einfach weiterlaufen - und lebt trotzdem *ggg

    Mit Anzeigen ist es halt so ne Sache - da braucht man immer Beweise, sonst reden sich die Leute eh wieder raus. Und nur überfüttern ist ja normalerweise gut gemeint, das Tier leidet nicht offensichtlich, und da werden auch die Behörden nichts machen können. Wenn nicht genug gefüttert wird, und das Tier zum Gerippe mutiert, können die evtl. eher was tun, weil man halt sieht, daß das Tier nicht gesund oder geschwächt ist.

    Insofern sag ich zum Thema "ab wann anzeigen": nur dann, wenn eine Anzeige Erfolg verspricht (und sei es ein weiterer Eintrag in ne Akte, in der schon was drinsteht, der dann vielleicht sogar schlußendlich das Faß zum Überlaufen und die Behörden zum Tätigwerden bringen könnte), und wenn man selbst beim Halter nichts ausrichten kann.

    Aber sicherlich nicht, wenn mal einer im Affekt den Hund mit nem leichten Klaps auf den Hintern abstraft, weil der unvermittelt auf die Straße gesprungen ist. Sowas würd ich höchstens ansprechen aber sicher nicht anzeigen. Ich denk immer, mit Ruhe und logisch nachvollziehbaren Begründungen erreicht man sicher mehr als mit Anzeigen, denn bei ner Anzeige machen die Leute eh dicht und tun genau das Gegenteil von dem, was man sich für den Hund/das Tier wünschen würde.

    .......

    • sowie das Aussetzen, in der Absicht sich seiner zu entledigen.

    Ach, Du - wenn jemand sowas macht, ist es wohl für das Tier eher keine Quälerei, sondern zu dessen Nutzen..... So traurig das klingen mag, aber wenn jemand sich auf diese Weise eines Tiers entledigt, dann hat er das Tier eh nicht verdient, und für das Tier ist das eher positiv, wenns dort wegkommt (solang mans net im Wald anbindet und verhungern läßt; ausgesetzte Hunde werden ja heutzutage dochin den meisten Fällen recht schnell aufgegabelt, weil die in vertrauter Umgebung, d.h. Wohngebieten,nach Futter suchen).