Beiträge von BieBoss

    Dankeschön *rotwerd...... :-)

    Naja - ich hab gewußt, daß Frieda keine anderen Hunde mag, deswegen hatte ich sie ja auch an dem Tag damals in der Box gesichert. Hab einfach ihr Verhalten und auch ihre Kraft unterschätzt, ganz ehrlich.

    Ich hab damals einfach gedacht, "das kriegen wir schon, hab ja schon nen Jagdi, kann mit denen", und daß die vom Tierschutz etwas übertreiben. Nunja - haben sie aber nicht *gg Die waren echt vollkommen offen und ehrlich gewesen, und ich hab mit denen mehrfach hin und her geschrieben, wie wir das handhaben könnten mit ihr, ob ich die wirklich haben möchte etc. Hatte dann nach dem Vorfall auch mal mit der Vermittlerin gesprochen/geschrieben, daß das so nicht geht - und bekam dann eine Antwort in dem Sinne, ob ich das verstünde unter "wir könnten mit Allem umgehen". Hm - sehr direkt, aber Recht hatte sie! Dann fing ich zu überlegen an. Untergebracht hätte ich die nicht bekommen, Tierheim für einen Hund, der mit anderen Hunden nicht kann - ne Katastrophe. Zurück in die Auffangstation - ne! Hätt ich net gekonnt. Dann blieb uns fast nichts mehr übrig, als uns was zu überlegen - aber ganz ehrlich, die war so lieb zu Menschen, und ich hab mich auf den ersten Blick so verliebt, ich hätte sie nicht mehr hergeben können. Mit dem Rest mußten wir halt dann leben - wir haben immerhin das ganze Paket "gekauft" *gg (ich mußte nichtmal was bezahlen, die waren so glücklich, für Frieda eine Möglichkeit gefunden zu haben). Meine Tochter konnten anfangs gar nicht mit ihr, v.a. nachdem die auf Biene losgegangen war. Die mußte ich dann auch noch überzeugen, damit Frieda bleiben konnte. Immerhin mußte sie ja dann auch gassigehen mit ihr.

    Wie gesagt, ich bereue es nicht - mit Menschen ist sie immer unproblematisch gewesen, konnte von Anfang an alleinbleiben, selbst im fremden Hotelzimmer, war stubenrein (hat allerdings nix vertragen und deswegen erstmal ein Jahr -oder sogar eineinhalb? Habs verdrängt...- auf alles Neue mit Durchfall reagiert.....), konnte vorm Metzger warten (aber nur, wenn ich sie im Auge hatte in der Zeit!), kein Problem beim Autofahren, kein Problem durch ihre Blindheit (manche Hunde sind ja da etwas unsicher). Die wickelt heut noch jeden um den Finger.

    OK - sie kann wenig Grundgehorsam - aber bei ihr gabs da echt andere Prioritäten *ggg Da verzichte ich gern auf ein Fußgehen o.ä.....

    Immerhin - auf dem letzten 6er/9er DF-Treffen war sie sogar dabei (ja, da hatte ich meinen mutigen Tag *gg), und alle DF-Hunde (auch meine *gg) leben noch! Kannst ja mal gucken, sind Fotos dabei in dem Thread (in der Rubrik Treffen). Das war mir mehr wert als alles Fußgehen dieser Welt, echt! Hätte damals nicht davon zu träumen gewagt, daß das mal möglich sein würde. Frieda ist jetzt übrigens schon 14 (geschätzt, ist ja ein Straßenfund) - aber topfit, meine kleine Kröte..... :herzen1:

    Wenn der Hund Euch gegenüber dann nicht aggressiv reagieren sollte eine ganze Weile, dann liegts an den Hunden untereinander. Das wäre erstmal der Jackpot. Denn ein Hund, der auf Menschen ginge, ohne daß man rausfindet, warum, ist ne wandelnde Zeitbombe, und da müßte man dann echt gucken, in welchen Verhältnissen der am besten untergebracht und gearbeitet würde. Jedenfalls net in ner Familie mit Kindern. Und hundliche Aggression kann man handhaben. Mit Maulkorb, mit Hunde trennen, mit Üben (Gewöhnung unter Einsatz von Maulkorb und Trainer), mit Management. Aber das muß man dann sehen.

    Die Frage ist immer - ist man bereit, selbst unter Umständen sehr lange Zeit mit solchen Einschränkungen zu leben. Wußte man vorher von dem Verhalten, oder hat man nen lieben Familienhund für die Kinder gesucht. Von dem Traum müßte man sich dann verabschieden, und eben die Frage stellen, will ich das so leben, und wie kann ich das in meinem Alltag handhaben, bin ich in der Lage, jedes Risiko für Kinder (aber auch Besucher oder Passanten auf der Straße etc.) auszuschließen durch mein Management. Macht der Partner mit? Wie schauts aus mit Urlaub? Schwierige Hunde mitzunehmen, könnte logistisch eine Herausforderung werden. Ich hab Frieda dann nicht mehr mit Biene oder Bossi allein im Auto gelassen. Zusammen m Hotelzimmer ging auch nicht. Inzwischen hab ich Auto mit Trenngitter, da geht das, inzwischen bleibt Frieda auch ruhig mit allen beiden im Auto, inzwischen schläft sie im Hotel ruhig in ihrer Box, während die anderen beiden frei sind. Gehen wir frühstücken, wandert vorher mal die eine, mal die andere Fraktion in die Gitterbox im Auto, der Rest bleibt auf dem Zimmer. Kein Problem, nur Management. Gassi alle zusammen, würde bei 2 Personen aber auch getrennt funktionieren. Wir machen nen Kompromiß im Urlaub: alle Hunde zusammen, Tochter kümmert sich um die 2 Räuber und ich um Frieda. Aber wir könenn zusammen gehen, alles ist ruhig inzwischen - aber sind auch seitdem 6 Jahre vergangen..... :-)

    Das kann mögicherweise über Jahre gehen, oder gar, so lange dieser Hund lebt. Und man sollte natürlich auch berücksichtigen, was der Hund noch für Chancen hat in seinem Leben, wenn der als "unkontrolliert beißend" ins Tierheim zurückgeht. Die eigenen Finanzen sind auch nicht ganz ausschlaggebend, denn die Trainer arbeiten ja auch net alle umsonst, und auch der Doc wird den Hund nicht umsonst durchchecken.


    So ein Hund ist ne Aufgabe - und man muß echt gucken, ob man sich dem gewachsen fühlt. Aber wenns hinterher halbwegs entspannt läuft, ist es umso schöner, die gemachten Erfolge zu sehen. Aber Ihr allein entscheidet, ob Ihr das bereit seid, auf Euch zu nehmen, oder das Eure Möglichkeiten übersteigt. Frage ist halt dann, wohin mit dem Hund..... Das Tierheim - könnte sein, daß jetzt in der Urlaubszeit die Leute nicht oft da sind im Büro, da würd ich erstmal noch abwarten, ob ne Rückmeldung kommt. Notfalls mal dort persönlich aufschlagen, und anfragen, ob die weitere Infos zum Hund geben könnten, oder der Tierheimtrainer zur Verfügung stünde - kostenlos, selbstverständlich! (Ob der was taugt, müßt Ihr halt gucken.....) Wenn die sich aber gar nimmer melden, dann könnt Ihr Euch an drei Fingern abzählen, warum..... (dann haben die wahrscheinlich vorher schon gewußt, was das für ein Hund ist).

    Was auch herauszufinden wäre (unter Aufsicht des Trainers und Maulkorbsicherung!), ist, wie der Hund auf andere Hunde reagiert. Vielleicht ist´s nur euer Ersthund, auf den er so reagiert?


    Und laßt den Trainer auch mal draufschauen, was hier schonmal angedeutet wurde: evtl. sieht der Hund sich einfach als "Chef" unter den Hunden, was den Übergriff auf Mica beim Anleinen von diesem erklären könnte. Sprich "Erst ICH, dann der da" oder so. Wenn dem so ist, könnten Ihr mit Eurer Bevorzugung Eures Ersthundes diese Aggro-Anfälle auch erst provoziert haben. Daß der Hund sich dann mal rumdreht und den Menschen packt, kann einfach nur ne Überspungshandlung im Eifer des Gefechts sein, der muß deswegen net generell auf Menschen aggressiv reagieren: er korrigiert den anderen Hund, der sich in seinen Augen "vordrängt", irgendwas will ihn daran hindern - daß das Eure Hand ist, hat er dann evtl. einfach erst zu spät gesehen..... Würde auch erklären, warums schlimmer wird: Ihr versteht einfach nicht, daß ER der Chef ist (sein möchte *hust...), also muß er jedesmal deutlicher werden, wenn Ihr WIEDER den Ersthund zuerst anleint, statt ihn zuerst zu nehmen. Aber das ist nur eine von vielen Möglichkeiten, das muß man echt vor Ort sehen und (möglichst unter Ausschluß von Risiken) austesten.

    Mit Baumann seid Ihr dabei sicher nicht schlecht aufgehoben. Jedermann würde ich da nicht ranlassen, daher oben auch die Bemerkung, daß ich nciht weiß, ob der jeweilige Tierheim-Trainer dann was taugt.

    Übrigens: wenn die Attacken nur auf Euren Hund gehen, dann ist eigentlich ne gesundheitliche Ursache eher auszuschließen, denk ich, dann liegts am Verhältnis der Hunde (also auf Ersthund bezogen), oder generell an ner Hundeunverträglichkeit (alle Hunde). Vielleicht gibt das dann nach ner Weile schonmal nen Anhaltspunkt, wenn der echt nur bei Situationen mit anderen Hunden abgeht. Wäre cool, weil das einfach leichter zu handhaben ist als ein Hund, der auch Menschen grund- und wahllos mal angreift und mal nicht (und da dran glaub ich net - irgendeinen Grund gibt´s immer - man muß nur rausfinden, was, und was der Hund vorher zeigt - das kann halt schwierig sein).

    So - so viel erstmal für den Anfang. Eure wichtigste Entscheidung, denke ich, ist schon gefallen, denn sonst würdet Ihr keinen Trainer suchen, wenn Ihr nicht bereit wärt, das anzugehen.

    Seid mutig, traut Euch, laßt Euch von kleinen Rückschlägen nicht beeindrucken... Ich werde weiter mitlesen und hoffe, ihr kommt schnell auf die Ursache. Schützt den Ersthund erstmal, vorerst kein Kontakt mehr mit dem Großen ohne Aufsicht und Maulkorb- am besten gar kein Kontakt (bis der Trainer draufgeschaut hat), dann kann keiner der beiden was mißverstehen und irgendwelche Sachen, die er am Anderen nicht "mag", im Hinterkopf aufstauen....

    Ich bin heute froh, daß ich es gewagt habe, wir leben relativ entspannt, meine Hunde gehen aber auch net drauf, wenn Frieda mal schnappt, sondern weichen aus (ja, auch der Terrier *gg) und machen einen Bogen um sie beim Spazierengehen. Sie haben gelernt, uns zu vertrauen, daß wir Frieda im Griff haben, und Frieda hat gelernt, daß Ihr bei uns nichts passiert und sie nicht immer gleich selbst aktiv werden muß. Ich habe ein Zeitfenster bei ihr, in dem ich eingreifen kann, sodaß nichts mehr eskaliert.

    Aber man muß sich natürlich auch bewußt
    sein, wenn die Ursache für das Verhalten in Deprivation oder solchen
    Dingen liegen sollte, daß man nicht alles wegtrainiert bekommen
    könnte... Solltet Ihr noch weitere Fragen haben, immer her damit - ich
    helf gerne mit Ideen weiter. Ein Trainer bin ich selbst ja net, aber ich
    denke, in den 6 Jahren mit Frieda bisher haben wir viel erreicht, und
    noch mehr dazugelernt :-) Manchmal reicht es ja auch, gemachte
    Erfahrungen zu teilen.... :-)

    Ich würde an Eurer Stelle erstmal komplett trennen. Getrennte Zimmer, wenn möglich. Wenn Kinder da sind, und anfangs zur Gewöhnung: Schlüssel ins Schloß. Sobald man rausgeht aus dem Zimmer von Max, Schlüssel rumdrehen und auf die Türe oben legen. Dann kann es nicht passieren, daß mal ein Kind oder man selbst reingeht und vergißt, die Türe zu schließen o.ä.

    In der Zeit versuchen, ob Max nur mit Euch zusammen ein normales Verhalten zu zeigen in der LAge ist. Bindungsarbeit, gehorsam - und langsam vorsichtig ausloten, in welchen Situationen er ausrastet (wenn er das ohne Kontakt zum Ersthund überhaupt tut!). Trainer, der Euch anguckt, das Verhalten des Hundes einzuschätzen versucht, und Euch erklärt, wie Ihr den Hund am besten lesen könnt, um frühestmöglich eingreifen zu können bei Aggressionsanzeichen. Und parallel auch nen guten Tierarzt aufsuchen, der den Hund mal komplett durchcheckt, da das Verhalten auch on Schmerzen o.ä. kommen kann, wenn er ansonsten ja ganz friedlich ist.

    Protokoll schreiben, wann und in welchen zusammenhängen Aggressivität auftritt. Auch dabei beachten, obs in den Vortagen stressige Situationen (Überforderung!) gab, denn evtl. läßt er so einfach nur gesammelten Streß nach jeweils einigen Tagen ab.

    Versucht, eine Aufgabe zu finden, die ihm Spaß macht, und mit der Ihr ihn auslasten könnt. Sucharbeit, Dummyarbeit, Trocksen - vollkommen wurscht, was - einfach nur das Hirn müde kriegen mit irgendwas. Beim Arbeiten kann der Hund den Streß loswerden, runterkommen, und wer ausgelastet ist, rastet im Alltag vielleicht weniger schnell aus.

    Wenn der Hund nichts kennt, behutsam an neue Situationsn heranführen, und beobachten, wie er das wegsteckt. Am besten mit dem Trainer zusammen, der den Hund evtl. besser lesen kann.

    Versucht, rauszufinden, auf was er reagiert als Belohnung. Mein Terrier rennt gerne, zerrt am Zerrseil, fängt geworfene Leckerli o.ä. Das könnte aber auch Suchen sein, Buddeln, Streicheln. Jeder Hund hat da andere Prioritäten, was ihm drinnen/draußen besser gefällt (Bossi nahm anfangs draußen keinerlei Leckerli).

    Dann könnt Ihr damit außerhalb des Hauses jedes Signal bestätigen, das zeigt, der Hund orientiert sich an Euch. Ein Umdrehen, wo Ihr bleibt, ein Mitgehen von alleine oder auf Kommando, ein Abwarten an der Kreuzung, welche Richtung Ihr einschlagen wollt. All dies bestätigen. Das zeigt ihm, die Zusammenarbeit mit Euch lohnt sich. Er wird sich dann stärker an Euch orientieren und auch Kommandos besser befolgen. Ihr dürft nicht vergessen: solang Ihr noch vollkommen neu für Ihn seid, warum sollte er Eure Kommandos befolgen. Ihr müßt ihn ja erstmal überzeugen, daß ihr in der Lage seid, die Führung zu übernehmen im Team. Und wenn er bislang auch nichts kannte, ist naturgemäß draußen die Ablenkung sehr sehr hoch! Da würde ich auch anfangs gar nicht groß was verlangen, sondern ihn erstmal einfach die Umgebung/Eure Welt kennenlernen lassen. Wenige Regeln daheim, noch weniger draußen, aber die konsequent eingehalten. Unter Beachtung des rassebedingten Sturkopfs. Sprich, zeigt ihm, daß es sich lohnt, zu gehorchen, und nicht auf "Machtspielchen" einlassen. Wenn er net grad hören möchte, gibts halt kein Leckerli, und Ihr geht dann weiter und nehmt ihn mit, evtl. mti einem "Schade" oder so als Negativmarker. An der nächsten Ecke gibt´s ne neue Chance, sich das Leckerli (Spiel oder was auch immer er gern mag) zu verdienen.

    Wichtig, ist es find ich, erstmal rauszufinden, ob der Hund auch ohne Anwesenheit Eures Ersthundes aggressive Reaktionen zeigt, wenn ja, in welchen Situationen, in welchem Ausmaß. Wie erkennt Ihr mögliche aggressive Stimmungen, was macht Ihr in solchen Situationen (sofort ablassen, Schritt zurückgehen. Nicht ganz weggehen! Sonst lernt er, daß er mit Knurren o.ä. Euch beeindrucken kann!), seitlich drehen -nicht frontal zu ihm stehen, Beschwichtigungsverhalten zeigen. Gebt ihm dann Raum. Denn das Ziel seines aggressiven Verhaltens ist ja sicherlich, daß ihr weggeht, oder aufhört, das zu tun, was Ihr eben grad macht. Wenn Ihr ihm dann Raum gebt, merkt er, Ihr versteht seine Sprache, und er fühlt sich nicht mehr bedrängt, lernt, Euch zu vertrauen. Dann kann mans vorsichtig nochmal versuchen, dabei darauf achten, was er vorher evtl. an meiner Körpersprache nicht verstanden haben könnte.). KEINESFALLS solche Situationen mit Gewalt beantworten - wenn Euch also ein Trainer raten sollte, Euch den Hund dann erstmal zu packen, wenn der knurrt - werft den Kerl umgehend raus! Gewalt schafft kein Vertrauen seitens des Hundes Euch gegenüber, und Gewalt könnte Verhalten höchstens deckeln. Der Hund zeigt dann evtl. nicht mehr, daß er sich in der Situation nicht wohl fühlt, aber er fühlt sich trotzdem nicht wohl. Und dann ein Schritt zu viel in seine Richtung, und er müßte schnappen. Weil Knurren wäre ja von Euch verboten worden.... Also mit solchen Methoden bitte Vorsicht.

    Zum eigentlichen Thema kann ich wenig sagen, aber bzgl. Management und lebenslanges Trennen eines unverträglichen Hundes vom Rest des Rudels locke ich mal @BieBoss her, sie hat da viel Erfahrung und kann sicher Tipps geben, bis der Trainer konsultiert ist.

    Hast es geschafft - habs gerade gelesen :-)

    Oh weh, da habt Ihr Euch ja was "angelacht"! Nunja - wer keine Herausforderung hat, sucht sich eine. :-) Und im Nachhinein gesagt: so schlimm es bei meiner Frieda auch aussah zunächst - machbar ist fast alles!

    Frieda war als Erstes mal auf meine Biene losgegangen, als ich die beiden im Auto vermeintlich sicher (Frieda in einer Gitterbox) untergebracht hatte. Ich kam ans Auto, um Biene zum Training rauszuholen, und fand ein Hundeknäul im Fußraum des Fahrersitzes vor, eines davon kreischend auf dem Rücken liegend, das andere obendrauf - in den Bauch der Kleinen beißend. Das ganze Auto voller Schlammpfotenabdrücke, Frieda muß Biene durchs ganze Auto gescheucht und verfolgt haben, bevor sie sie hatte.

    Ich hab erstmal Biene da rausgefischt, und mir war wurscht, ob die Frieda mich beißt, frißt oder erst zum Abendessen verschlingt.... Einfach reingegriffen. Und oh Wunder - sie schnappte nicht nach mir, ließ ab, und ich konnte Biene rausnehmen. Gottseidank hat Frieda schon anfangs nur Zahnstummelchen gehabt (keine Ahnung, was die die ersten 8 Jahre ihres Lebens gefressen hat, was Gescheits wars jedenfalls nicht, so wie die Zähne beinander waren, komplett kaputt), sodaß Biene keine offenen Wunden hatte; aber der ganze Bauch war voller Hämatome, sie war im Schock, hat bis zum nächsten Tag gezittert, ich konnte sie 6 Wochen nicht unterm Bauch hochnehmen oder auch nur berühren, ohne daß sie gekreischt hat. Der Doc hatte ihr dann gleich Schmerzmittel gegeben, Antibiotika (Frieda war frisch von der Straße), und Ultraschall auf verletzte Organe gemacht.

    Mir reichte es jedenfalls erstmal - SOFORT mußte dieses Monster aus dem Haus.... Dachte ich.... Nun ja - habs dann doch erst mal sacken lassen, ein paar Nächte drüber geschlafen, und überlegt, wie ich was handhaben könnte.

    Ich hab tatsächlich parallel ein neues Zuhause gesucht, Zeitungsinserate - erfolglos, klar - wer will schon ne 8jährige blinde aggressive Jagdterrine... Aber zwischendurch ein Heulkrampf nach dem Anderen - eigentlich wußte ich, ich würde es nicht schaffen, sie herzugeben.....

    Also haben wir geschaut, wie wir unseren Alltag managen.

    - Frieda lebt quasi in meinem Schlafzimmer, die Anderen frei in der Wohnung. Ab und an drehen wir´s um - aber dank Friedas Blindheit und Verrücktheit geht das nur, wenn wir da sind - die springt aufs Sofa und vom Sofa (gegen den Glastisch), die möchte die Türe zu den Katzen töten (stellvertretend für die Katzen, an die sie nicht drankommt), notfalls erklettert sie auch mal den Tisch oder ein Regal *hust..... Ansonsten setz ich mich halt abends auch mal einfach zur Frieda aufs Bett und lese dort, statt im Wohnzimmer. Und wir sind zu zweit, s.h. meine Tochter kann sich um den einen Teil der Hunde kümmern, während ich bei Frieda bin und umgekehrt. Mittags geht meine Tochter, heute sogar mit allen Dreien, bzw. mit Kinderwagen dann getrennt, also zweimal.

    - Zum Gassigehen wurde halt getrennt, ich ging von da an für jeden Gassigang am Tag zweimal: einmal mit Biene und Bossi, einmal mit Frieda. Bis heute - nur, daß ich heute schon auch mal mit allen Dreien gehen kann, aber dann muß ich halt immer aufpassen. Wenn ich darauf keinen Bock habe, geh ich einzeln. Normalerweise können sie heute zu Dritt gehen, die beiden Großen weichen aus, wenns geht, und an der Leine bleiben die beiden bei mir, und Frieda nutzt die Reichweite der Flexi nach vorne, das geht ganz gut auch mit drei Leinen. Aber anfangs ging das gar nicht: Frieda wollte jeden Hund unterwegs töten, hat Geschrien, sprang in die Leine - und vor lauter Streß hat sie bei jeder Hundebegegnung anschließend gleichmal Wasser-Durchfall gehabt! Mit den beiden Anderen zusammen wär das unmöglich gegangen, grad so, daß ich die Kröte alleine in den Griff zu kriegen in der Lage war mit ihren 7,5 Kilo, so hat die getobt.

    - Problem war einzig, was tun, wenn wir mal keine Zeit haben: Hundesitter würd ich heute noch nicht machen mit Frieda - einfach, weil sie mit mir zusammen izwischen fast schon unproblematisch ist, und jeder, der das sieht, ihr Verhalten vollkommen unterschätzen würde. Und eine dumm gelaufene Begegnung, und ich könnt wahrscheinlich von vorne beginnen - ne danke..... Aber nachdem meine Tochter schon groß ist, kiann ich alleine wegfahren, und sie ist dann mein Sitter, wenn ich einen der Hunde nicht mitnehmen kann. Ich fahre in Urlaub, nehme Frieda mit, ich geh auf Trainingswochenenden und nehm die anderen zwei mit. der andere Teil bleibt bei meiner Tochter.

    Ein größerer Rüde aus unserer Staffel mußte auch das Hinterbein amputiert bekommen.

    Die Spaziergänge waren danach etwas kürzer, weil die Hunde halt dann das andere Bein natürlich mehr belasten, die Halterin hat dann eben jeden Abend massiert, um Verspannungen durch die höhere Belastung gleich rauszubekommen (kann man sich von der Physio zeigen lassen).

    Wenns nach dem Hund gegangen wäre, der wär gleich wieder losgespreißelt. Mußte sich halt dran gewöhnen, daß, wenn man das verbliebene Beinchen hinten beim Pieseln hebt, der Poppers auf den Boden plumpst *gg Und die Zweithündin war zu dem Zeitpunkt noch Welpin, die hat ihn alt gern mal umgebumst im Spiel, mit Schmackes. Da hat dann die Halterin eingegriffen - aber bös genommen hat ers nie.

    Er durfte auch in der Staffel noch kleine Suchen machen (nicht zu groß, der hätte es gemacht, aber die Halterin wollte eben das verbliebene Hinterbein nicht überlasten), und hatte richtig Spaß dabei.

    Gassigehn ging ganz normal. Bei besonderen Anforderungen muß man schon bisserl aufpassen, das ganze Gestell ist freilich nimmer ganz so stabil, wenn Hundi nur auf 3 Füßen steht. Zu viel Springen oder zu lange laufen (stundenlange Wanderungen) oder so sollte er hat net.
    Vor allem, wenn im Alter die Mukulatur in den Hinterfüßen nachläßt. Aber so alt ist er dann leider nicht geworden, daß ihm das Probleme hätte machen können (Ursache für die Amputation war Knochenkrebs, der dann irgendwann auch ganz schnell zuschlug mit Lungenmetastasen). Aber die Zeit, die er hatte, war er sehr fröhlich, und die Halterin würde es sicherlich wieder machen lassen, er hatte dadurch über eineinhalb Jahre gewonnen.

    Lebenswert war das Leben für ihn auf alle Fälle noch, und die Einschränkungen nimmt ein Hund einfach als gegeben hin, meist im Gegensatz zum Menschen..... :-)

    Nö, tun sie nicht. Die Unterwolle muß man schon auskämmen,von selber fällt da nichts raus.Ich frag mich nur immer, warum man danach fragt? Weil die Haare dann in der Wohnung rumfliegen? Das hilft alles nichts, bei dem Dreck, den sie im Fell mit heimbringen. Nen Staubsauger braucht man trotzdem :-)

    Naja - der Dreck im Fell fällt notfalls ab undläßt sich wegsaugen. Aber mich z.B. nervt es furchtbar, wenn ch aus dem Haus gehe, knuddel meinen Hund vorher durch, und bin selbst behaart wie n Hund *gg Da lob ich mir die Pudeline, di ebehält ihre Haare für sich. Bei Bossi geht´s noch, wenn er haöbwegs getrimmt ist, aber meine Frieda, das Kurzhaar-Getier, das haart fürchterlich..... :-)

    Und wenn ich Suppe esse, und finde, obwohl frisch umgezogen, schon wieder mal ein Terrierhaar in der Suppe, dann weiß ich wieder, was ich an meinem Bienchen so schätze :-) :-)

    Hm - ich würd mal sagen, wenn Deine Mutter sich den Keim in der Klinik ungebeten "angelacht" hat, dann wird sie ihn dort auch so schnell nicht mehr zu 100% los. Selbst wenn man ihn bei ihr wegbekäme, liegt sie ja immer noch in der kontaminierten Umgebung.... :-(

    Bestünde die Möglichkeit, sie anderweitig unterzubringen? Ist nur so ne Idee, von der Logik her würd ich eben versuchen, sie da ruaszunehmen, wo diese Keime sich pudelwohl fühlen. Wir haben auch ne Klinik hier im Kaff, in die würde ich mich nicht mal mehr mit dem Kopf unterm Arm einliefern lassen (entschuldige bitte diese flapsige Ausdrucksweise - ich nehme das deswegen nicht auf die leichte Schulter; im Gegenteil!), weil ich schon mehrfach von der Keimbelastung dort gehört habe...

    Ansonsten zum Thema Hund: wenn ich einen Therapiehund hätte, würde ich ihn nicht solch einer Gefahr aussetzen, denn ich denke, für die Therapiearbeit gilt dasselbe wie in der Rettungshundearbeit, wo wir unterwegs sind: Eigenschutz geht vor..... Wenn der Hund mit den Keimen in Kontakt ist, ist der Halter das ja dann automatisch auch, und gefährdet damit das eigene Leben. Und der Hund wird, einmal mit den Keimen in Berührung gekommen, sicherlich nicht mehr bei kranken Patienten einsetzbar sein.

    Andersherum wird garantiert kein Krankenhaus wollen, daß ein bereits keimbelasteter Hund sich in der Klinik aufhält, in der man wahrscheinlich gerade verzweifelt versucht, diese Keime loszuwerden. Hat der Hund mit einer kranken Person Kontakt (im Flur o.ä.), kann das für diese zur Lebensgefahr werden, wenn das Immunsystem eh angegriffen ist.

    Insofern befürchte ich, in einer Klinik wird das mit Therapiehund eher nicht klappen :-(

    Trotzdem: ich wünsche Dir und Deiner Mutter alles Gute und hoffe, daß sich eine Möglichkeit findet, ihr zu helfen! Ich drücke Euch dafür ganz fest alle Daumen!

    Es geht weder um Dieb noch um TA, Diebesgut
    kann über andere Wege hoch kommen, die
    vielfältig sind, dann aber musst Du den Beweis
    antreten, dass das Dein Hund ist.
    Wie machst Du das ohne Tasso ?

    Ich laß bei Bossi jeden mal antreten, der meint, er wäre der Besitzer, und schicke dann ein Reh los - wem der Hund gehört, auf dessen Abbruchsignal wird er hören *hähä........ (nur dumm, daß ich den dann erstmal wiederfinden muß, um zu beweisen, daß es bei MIR klappt *gg)

    Bei Biene wäre die ganze Rettungshundestaffel Zeuge, daß das mein Hund ist. Und mit dem Ansetzen zur Suche wäre sie klar identifiziert - ich glaub nicht, daß es nochmal so nen verrückten kleinen Pudelmix gibt, der in der Rettungshundearbeit aktiv ist *gg Außerdem werden bei Rettungshundeprüfungen auch die Chips ausgelesen. Und da wird Biene immer mit mir als Hundeführer gemeldet.

    Bei Frieda: die würde mich aus den anderen Leute ganz klar herausfinden und zu mir kommen und sich freuen, mich zu sehen. Außerdem weiß ich, daß sie andere Hunde bzw. Tiere frißt, und blind ist. Jeder, der versucht, sie im Tierheim in ne Gruppe zu stecken, hätte seinen Spaß *hust....

    Außerdem sind alle 3 gechipt und haben die Chipnummer im Impfpaß - und den hab ja ICH. Und meine Tierärzte. Und ja - die lesen den aus vorm Impfen! Und meine Familie wäre ebenfalls Zeuge dafür, daß die Hunde MIR sind :-)

    Klar - TASSO ist ne tolle Sache, denn wenn ein Halsband mit Marke verlorengeht, ist die Chipnummer in Verbindung mit TASSO eine Möglichkeit, mich als Eigentümer zu finden. Aber nicht die Einzige, denn die Hersteller der Chips können anhand der Chipnummern nachverfolgen, welchem Tierarzt dieser Chip verkauft wurde, und der Tierarzt hat den zugehörigen hundenamen in der Akte. So ginge es auch. Aber dauert halt länger. Und in der Zeit hockt man eben auf glühenden Kohlen, wenn man aufn Hund wartet.....