Ich hab zum Glück Gleitzeit, und solange keine wichtigen Termine (Abgabe von Aufgaben bis zum...) anstehen, kann ich meine Zeit so planen, wie ich lustig bin.
Wenns dem Hund so schlecht geht, sodaß ich zum Doc muß, dann tue ich das eben, und kein Hahn kräht danach. Wenn ich nett bin, gebe ich den Kollegen Bescheid, daß es doch etwas später wird als normal, weil es ja sein könnte, daß jemand was von mir braucht, das kann der Kollege dann für mich machen, wenn er Bescheid weiß, daß ich noch nicht im Büro bin (der sitzt 350 km weit weg, wir telefonieren halt immer und sprechen uns ab). Dann wissen die, daß ich auf jeden Fall noch reinkomme. Kann zwischen 7 und 20 Uhr arbeiten, und wenn ich um 11.30 anfange, krieg ich mit Pause bis 20 Uhr auch meine 8 Stunden zusammen. Notfalls mach ich halt nur 6 Stunden und dafür am nächsten Tag länger.
Für den Fall von akutem Durchfall des Hundes kann ich Homeoffice machen, jederzeit, wenn ich dem Chef kurz Bescheid gebe, und ich keine Termine auswärts habe.
Auch als Biene und Frieda operiert worden waren, und ich mehrfach zu Nachuntersuchungs-Terminen mußte, bin ich halt während der Arbeitszeit kurz raus für ne Stunde und habe Pause gebucht. Die Zeit dann halt später drangehängt.
Kann die Hundis auch mitnehmen ins Büro - so kann ich sichergehen, daß ein kranker Hund (die schlafen hier alle gechillt hinterm Schreibtisch, wenns sein muß) nicht in meiner Abwesenheit in eine lebensbedrohliche Situation kommt, in der ich dank Abwesenheit nicht helfen kann.
Ansonsten wohnt ja Töchterchen noch da, und paßt jederzeit auf die Hunde auf. Hat aber halt kein Auto, wenns also um Tierarztbesuche geht, ist das mein Job.
Und wenn alle Stricke reißen, könnt ich auch Urlaub nehmen, kurzer Anruf morgens, und wenn keine wichtigen Abgabetermine anstehen, ginge das schon durch beim Chef. Schonmal getestet, wegen Wasserrohrbruch daheim.... :-) Hat mich nur einen Anruf gekosten, und einen Urlaubstag.
Problem bei externen Sittern und krankem Hund ist halt meist, daß der Sitter oft keine kranken Hunde nimmt (wegen der Verantwortung, und weil sie andere Hunde anstecken könnten), und ich selbst außerdem lieber auf Nummer Sicher gehen würde, den Hund selbst zu betreuen, da man selbst am ehesten erkennt, wie schlimm es dem Hund wirklich geht, also wenns z.B. schlimmer wird. Da wär ich beim Sittern immer vorsichtig. Und wenn mein Hund bei nem Sitter die Wohnung vollsch... oder vollkotzt, dann freut der sich sicherlich auch net besonders.... *gg
Als letzte Möglichkeit könnte ich den Hund auch im Auto mitnehmen und auf dem Firmenparkplatz (Privatgrund) im Schatten (natürlich entsprechend gesichert bei Hitze!) in der Hundebox im Kombi bei geöffnetem Kofferraum parken (mit Blick ausm Fenster aufs Auto ist hier schön machbar), aber dann müßte man alle Stunde mal runterschauen, wies dem Hund geht (bei Wärme und Krankheit sicher net ideal), Wasser nachfüllen, kurz "geschäfteln" lassen (bei Durchfall v.a.). Die Hunde schlafen dann einfach in ihrer Box (die ist groß genug, daß sie sich bewegen können, haben fast den ganzen Kofferraum als Fläche zur Verfügung, und meine sind ja kleine Hunde). Aber wie gesagt, bei uns kommen da Plan A, B, C, D etc. vorher......
Wenn ich fragen würde, würden wahrscheinlich auch mal meine Eltern einspringen im Notfall oder so.
Im Nebenjob ist das was Anderes, da Gastronomie und öffentlicher Parkplatz, da würd ich das net machen (können). Aber nachdem den lieben Kollegen oft auch erst 5 Minuten vor Schichtbeginn einfällt, die Migränekarte zu ziehen (wenn sie überhaupt Bescheid geben), hätt ich da überhaupt keine Hemmungen, anzurufen und die Schicht abzusagen, falls Hundi Betreuung brauchte und Töchterchen nicht da wäre. Mußte ich bisher aber (toitoitoi) noch nie, und bei 1x die Woche dort ist die Wahrscheinlichkeit, mal in die Verlegenheit zu kommen, das machen zu müssen, doch äußerst gering..... :-)
Das mit dem Blaumachen ist halt immer so ne Sache - wenn Dich da der Falsche erwischt, haste halt ne Abmahnung sitzen, und zusätzlich mit Sicherheit Attestzwang... Und meist trifft man ja Kollegen immer in den unmöglichsten Momenten und an Orten, wo man üüüüberhaupt nicht mit gerechnet hat. Krankgeschrieben, und der Chef hat grad Urlaub, den er im selben Freibad verbringt, wie man selbst den "kranken" Tag oder ähnlich dumme Zufälle.......
Und letztlich kostet sowas den Arbeitgeber irre Kohle - stell Dir mal vor, das macht in ner Firma mit 500 Mitarbeitern jeder nur einmal im Jahr - das sind 500 (!) Manntage, die da verlorengehen - pro JAHR! Bei nem Preis von 1.000,- € pro Tag, den man z.B. für nen Berater dem Kunden in Rechnung stellen könnte, kommt da richtig viel Umsatzverlust für das Unternehmen zusammen! Sowas kann auch ein kleines Unternehmen schneller kaputtmachen, als man gucken kann. Und dann ist der eigene Arbeitsplatz halt weg..... Also schneidet man sich mit sowas letztlich ins eigene Fleisch, und das dauerhaft. Da würd ich lieber einige Alternativen überlegen, bevor ich sowas riskiere. Immerhin finanziert der Arbeitgeber Dein Hobby, das Haustier, durch Dein Gehalt mit.
Wäre ich Arbeitgeber, der so abgezockt würde - dieser Mitarbeiter (wenn ich ihn denn "erwischen" würde) könnte sich nen neuen Job suchen, denn dem würde ich nicht mal mehr vertrauen, wenn er sagen würde, heute wär Montag.... und wer kann (möchte!) unter solchen Umständen miteinander produktiv arbeiten....
Und wenn mich ein Arbeitgeber so ank.tzt, daß ich über sowas nachdenken würde - dann such ich mir lieber was Neues, als solche Dinger durchzuziehen.....
Ich kann das verstehen, wenn das ein Arbeitgeber ist, der keinen Millimeter von den vorgegebenen Arbeitszeiten abweicht, einen ausnutzt, schlecht zahlt, oder null kompromißbereit ist, und auf den man trotzdem (noch) angewiesen ist. Denn bevor man den Hund dann vor sich hinleiden läßt oder der am Ende stirbt, weil er nicht versorgt werden konnte, muß man halt eine Lösung finden.
Aber glücklicher ist es sicher, für solche Fälle wen an der Hand zu haben, der Arztbesuche oder Hundebetreuung dann für einen übernimmt. Denn wenn man sowas macht, könnte ich mir vorstellen, so richtig Ruhe für den Hund hat man dann auch net, weil man geradezu darauf wartet, gesehen zu werden, oder mit dem Arbeitgeber Ärger zu bekommen...