Beiträge von BieBoss

    Cattle Dog, so wie die TS ihren Althund beschreibt (er flieht aus dem Zimmer, springt aufs Bett um vor dem Welpen in Sicherheit zu sein) scheint er mir weder souverän noch selbstsicher genug, um einem neuen Welpen Grenzen setzen zu können.....

    Achwas - die erste Strategie, wenn nen Hund was nervt, ist mal ausweichen. Noch bevor Lefzenhochziehen oder so gezeigt werden. Macht z.B. auch meine Biene, wenn jemand sie streicheln will und sie keinen Bock hat - weggehen. Wenn der Andere keine Ruhe gibt, dann halt mal Lefzenhochziehen oder Knurren.

    Der geht halt einfach ganz souverän, weils nervig ist, das Kleinteil. Ich denke nicht, daß er in dem Moment Unterstützung braucht, bin mir ziemlich sicher, wenns ihn zu sehr nervt, dann wird er aktiv und setzt ne Korrektur. Aber ich denk, der ist doch (noch) recht geduldig, wie das beschrieben wird. Glaub, die Hunde nehmen erstmal die Kleinen gar net erst ernst, sonst hätt er da schonmal Grenzen gezogen.

    Erwachsene Hunde finden Welpen in den seltensten Fällen toll. Klein, hibbelig, spielwütig, nervig, unverfroren, kein Benehmen etc.

    Außerdem kommt der Neue in ne Situation, in der der Ersthund Prinzessin auf der Erbse und aufm Thron ist - und jetzt rennt da auf einmal so n lästiges Kleinteil rum, das auch noch an sein Spielzeug geht, auch gefüttert wird, auch Aufmerksamkeit will etc. - wie beim Kleinkind halt, das erstmal eifersüchtig reagiert und das Geschwisterchen auch erstmal doof findet. Bis es feststellt, das "Teil" geht nimmer, auch wenn ers doof findet, und dann finden sie sich damit ab. Völlig normal....

    Wenn der Kleine es übertreibt, schickt ihn ins Körbchen (wennnötig, 100 Mal), oder blockt ihn vom Ersthund weg. Aber ich würds net zu oft machen, damit der nicht denkt, wenn Ihr wegguckt, kann er mit dem Großen machen, was er will, weil der sich nicht selbst verteidigen "kann".

    Ich bin selbstständig und kann das deshalb durchaus realistisch sehen. Also an meiner Realität geht das nicht vorbei :ka: . Zur Realität eines Selbstständigen gehört halt auch, so zu planen, dass die eine oder andere Fehlzeit einkalkuliert ist.

    Das ist richtig - und nicht nur beim Selbständigen. Jede Firma hat diese Kosten normalerweise in der Kalkulation drin. Halt nen Durchschnittswert, was die im Unternehmen so an Kranktagen pro Person haben. Hab ne Zeitlang in der Zeitarbeit gearbeitet, und die Kalkulationen für die Kunden gemacht, was ein mitarbeiter pro Stunde kosten würde. Und da gehörte die Kalkulation von Fehlzeiten genauso dazu wie in der Zeitarbeit die Kalkulation von Nicht-Einsatz-Zeiten, wo die Leute daheim auf Abruf sitzen, weil ich keinen Auftrag habe. Deswegen verdienen die Leut auf Zeitarbeit halt auch entsprechend weniger, weil das immer mit kalkuliert werden muß vom Arbeitgeber, und wer will schon draufzahlen.....

    Hab den Thread erst jetzt entdeckt. Mein erster Gedanke - "die muß aber brave Schüler haben"..... Also, unsere Lehrer hätten damals mit Sicherheit KEINE Zeit gehabt, sich nebenbei noch um nen Hund zu kümmern *ggggggg Die waren immer froh, wenn sie den Haufen in Schach halten konnten! :-)

    Inzwischen gehe ich alle paar Wochen (wie halt grad paßt) mal auf ne Hundewiese mit ihr, die sehr groß ist, und viele Möglichkeiten zum Ausweichen hat. Ich kündige den anderen Hund an, der darf herkommen (ich suche aus - Hunde, die nicht heranstürmen, sondern sich eher vorsichtig nähern, andere werden geblockt oder ich weiche aus. Denn auf stürmische Hunde würde auch mein Bossi evtl. mit einer Korrektur reagieren, aber völlig gerechtfertigt, und das mag ich nicht unterbinden, auch bei Frieda nicht. Kann aber bei Frieda nicht sicher unterscheiden, ob sie nur korrigieren möchte, oder ihr übliches Schnappverhalten zeigt, daher laß ichs nicht dazu kommen, daß einer ranstürmt, damit ich net falsch reagieren kann), es wird kurz beschuppert. Mehr als 2-3 Sekunden geht noch nicht, dann schnappt sie - aber das ist im Gegensatz zu dem anfänglichen Toben allein beim HÖREN eines Hundes ein Klacks, das kann ich abblocken, indem ich ihren Kopf wegschiebe mit den Fingern. Ruhiges Schnuppernlassen bestätige ich, u.a. mit Weggehen und verbal (möchte da keine Leckerlis reinwerfen zwischen sie und nen Fremdhund.... *gg Nicht daß ich mir wegen Ressourcen das bislang Erarbeitete kaputtmache). Jeder Versuch zu schnappen wird mit einem "Nanana!" oder "äh-äh...." geahndet. Wenn ich also zu langsam war mit Weggehen, und sie kommt tatsächlich zum Schnappen (sie schnappt eher in die Richtung, aber nicht gezielt in den Hund! Früher hat sie den Hals zum Ziel gehabt....), gehe ich auch weg - aber ohne verbale Bestätigung (wobei das Weggehen ja trotzdem bestätigt - bisserl doof...), und lasse beim nächsten Mal weniger lange schnuppern.

    Es ist immer ne Gratwanderung, je nachdem, wie gechillt oder gestreßt der Hund in dem Moment ist, muß ich mich anpassen, ob ich das nur einmal zulasse, oder es 2-3mal üben kann bei der Gelegenheit. Keinesfalls darf die Situation mal so ausarten, daß sie sich genötigt sieht, sich komplett zu verteidigen, dann könnten wir wahrscheinlich von vorn anfangen.

    Es war viiiiel Arbeit - aber wir waren beim letzten DF-6er-9er-Treffen tatsächlich mit ihr dabei! Sie war ein bißchen aufgeregt, aber ich habe sie aus dem gröbsten Hundeknäuel rausgehalten, sie konnte problemlos mitlaufen, solange keiner direkt an sie ran ist, sie ist paarmal gegen einen Hund gerempelt, als es eng wurde (bin also bewußt nicht mit nem Abstand gelaufen, sondern hab nur geguckt, daß es nicht zu eng wurde innerhalb des Haufens, weil ich sonst mit ihr nicht ausweichen kann), oder wurde gerempelt, wenn Andere rannten - sie lief einfach weiter ohne zu schnappen. Nur, wenn einer vor ihr stehenbleibt, muß ich bisserl aufpassen und sie außenrumführen oder zu mir nehmen. Sie ging mit ins Wasser zum Schwimmen, neben den Anderen - kein Problem. Ein einziges Mal ist ein Hund im Vorbeirennen voll gegen sie gerannt (weil er im Kopf grad woanders war, war ein Versehen), da hat sie dann ein Verhalten gezeigt, daß ich aber eher als Korrektur gewertet habe in der Situation. Hat halt geschimpft und kurz 2 Sprünge nachgesetzt (an der Leine nicht weiter wild, ich kann sie ja halten), und hinterhergebellt. Ist aber umgehend wieder "runtergefahren" und hat sich beruhigt, daher tippe ich auf Korrektur, nicht auf Aggro-Verhalten. Und das darf sie weiterhin. Bin ja froh, wenn sie Korrekturen irgendwann sauber zu setzen lernt (und ich lerne, das zu erkennen *gg damit ich nicht fälschlicherweise eingreife), statt zu glauben, gleich jeden Hund töten zu müssen wie früher. Und die wollte Ernst machen, was bei nem Jagdterrier kein Spaß ist.... (schönes Wortspiel *g)

    Ja - sie ist (einzig!) in der Hinsicht noch nicht ganz das, was ich mir mal erträumt habe - einfach der Dritthund, der zu den anderen beiden gehört - aber was wir erreicht haben, ist eh schon Wahnsinn, so wie die sich früher aufgeführt hat. Und nachdem ich den Eindruck habe, daß sie jetzt sehr gechillt und entspannt Gassigehen kann, und nichts vermißt, forciere ich das mit den Hundebegegnungen auch nicht, ich denke, würde ich massiv dran arbeiten, ginge da noch mehr. Aber ich eile da lieber mit Weile, wie das Sprichtwort so schön sagt - das Eisen ist mir zu heiß, um da nen Rückfall zu riskieren, nur weil ich der Meinung bin, die müßte mit meinen anderen beiden kuscheln.... Überstürzen bringt nix.

    Und ich wette - so interessiert, wie Bossi immer mit Frieda ist, wird, wenn überhaupt, er derjenige sein, der das Eis bei ihr brechen kann.... Neulich auch wieder: wollte Gassi mit Frieda alleine, Biene und Bossi waren zuvor. Da stand Bossi neben mir und wollte uuuunbedingt mit uns nochmal mitlaufen. Wir gehen auch zu Dritt (naja, zu Viert, halt mit allen drei Hunden *gg) schon Gassi, und es stört Frieda nicht im Mindesten, daß die beiden Anderen um sie herumwuseln. Und Bossi guckt daheim immer mal wieder zu Frieda, wenn die abends in der Box ist, oder kommt eben zum Spazierengehen mit und guckt dabei, was sie unterwegs so macht.

    Einmal war ich bei ner Freundin letztes Jahr imSommer grillen und hatte beide dabei. Bossi und deren Hündin durften frei laufen, Frieda war am Baum mittels Leine festgemacht, war im Schatten. Die Hündin hat einfach abstand gehalten. Aber Bossi: Bossi ist immer wieder in Friedas Nähe gelaufen, sie hat sich wieder aufgeführt und gebellt, Bossi ging wieder weg - man hat richtig gesehen, wie er den Abstand auslotet, den sie zuläßt. Irgendwann hat sie ihn dann tatsächlich ihn auf nem Abstand von ca. 3-5 Metern akzeptiert und sich ganz einfach ruhig hingelegt und ist entspannt eingeschlafen. Hat offenbar gemerkt, der will ihr nix. Dann hat auch er sich hingelegt, nachdem sie verstanden hatte, mit Blick zu ihr. Als wollte er aufpassen... :-) Das lief über den ganzen Nachmittag, bis die sich entspannen konnte....

    Ich würde bei Dir ähnlich vorgehen: erstmal keinerlei Hundekontakt, bis der Hund ruhig Gassigehn kann. Denn wenn der immer auf 180 ist, weil es könnte ja ein Hund kommen, dann steht der unter Dauerstrom. Also Gassigegend anpassen, wenn möglich, deutlich Hunde blocken, und ihm zeigen, was er tun soll - Fußgehen, hinter Dich gehen, oder Du drehst um mit ihm, was halt grad paßt und Dir am günstigsten vorkommt für Euch in dem Moment. Sodaß er halt lernt, DU hälst Hnde fern, er braucht sich nicht zu ereifern.

    Mein Ziel wäre im ersten Step, genau diese Gleichgültigkeit mit anderen Hunden, wie sie Frieda heut beim Gassi hat, zu erreichen. Weg mit der Erwartungshaltung, weg mit dem Zustürmen - ich glaube, daß Deiner Beschreibung nach der Hund glaubt, er müsse Hundebegegnungen für Euch regeln, damit aber einfach überfordert ist, weil er das Verhalten anderen Hunden gegenüber nie richtig gelernt hat. Und daher würde ich erstmal klarmachen, daß er gar nix zu regeln hat, indem ich alles übernehme und ihm den entsprechenden Schutz geben, daß er sich damit nicht auseinandersetzen muß.

    Erst dann ist er aufnahmefähig genug unterwegs, wenn er nimmer unter Dauerstrom steht, um daran zu arbeiten, die Abstände zu verringern. Und um ihm ein Alternativverhalten beizubringen. Fußgehen, langsam im Bogen um Hunde herumlaufen, etc. Dann darf er auch mal, wenn ein Hund wo gepieselt hat (und er dabei zusehen konnte und ruhig blieb), (als Bestätigung) an der Stelle schnuppern. Quasi "wenn Du ruhig bleibst, darfst Du schnuppern" (aber halt erstmal nur an der Pipistelle)...

    Wenn Du mit etwas Abstand an anderen Hunden vorbeigehen kannst und er ruhig bleibt, kannst auch mal kurze (!) Gassiteilstrecken mit anderen Hundebesitzern im Feld machen, wo man den Abstand entsprechend großzügig variieren kann, je nachdem, wie der Hund drauf ist, damit er nicht ins Pöbeln gerät. Wird er nervös - allein weitergehen (am besten aber vorher abschätzen, wie lange Strecke zusammen er verträgt, ohne nervös zu werden, und rechtzeitig abbiegen).


    Wenn das alles so geht, ist er eh von sich aus schon ruhiger und wird nicht mehr so auf andere Hunde zustürmen, und Du kannst ihm auch zeigen, daß man (nur) langsam laufend zu anderen Hunden hin kann - und gehst halt dann erstmal nur so weit hin, wie Deiner komplett ruhig bleibt. Fängt er auch nur an, hochzufahren, drehst postwendend um - "mit Hochfahren komm ich da nie hin" muß ankommen.

    Du kannst Dich dann auch mal an ne Hundewiese etzen (außerhalb der Umzäunung), und den Hund einfach ne Zeitlang den anderen Hunden zugucken lassen. Kommunikation beobachten, etc. Bitte Abstand so halten, daß er ruhig bleiben kann und gar net erst hochfährt durch die Anwesenheit anderer Hunde.

    Und dann halt austesten, mit ganz ruhigen souveränen Hunden, Begegnungen mit ganz langsamer Annäherung, evtl. an der Schlepp gesichert, und wenn es freundlich und ruhig zugeht, darf er kurz schnuppern, und weitergehen - damit er nicht wieder aufgeregter wird. Irgendwann lernt der das dann, daß es auch längere Zeit geht, ruhig zu bleiben.....


    Und für Dich als Trost: es muß nicht jeder Hund mit jedem dauernd "spielen gehen" - meist wollen die Hunde das gar net so dringend, wie die Menschen glauben. Solange der Hund mit ausgewählten befreundeten Hunden problemlos Kontakt hat, würd ich Fremdhunde eh grundsätzlich meiden.

    Für den ein oder anderen Hund ist es einach streßfreier, mit seinem Menschen alleine zu gehen, als wilde Toberunden mit immer wieder fremden Hunden zu absolvieren. Dieses sich immer wieder auseinandersetzen müssen mit fremden Hunden setzt die bloß unnötig unter Streß... (das hast ja in der Hundeschule gesehen, hast Du ja geschrieben)

    Menschen
    haben oft die irrige Vorstellung, das sei ein Hund, und der müsse mit
    jedem Hund, der ihm begegnet, erstmal ne runde "Spielen", und die
    meisten von denen sehen gar nicht, wie sie ihre Hunde damit unter Streß
    setzen oder überfordern.

    Oh weh - das is n längeres Kapitel :-)

    Ich schreib mal, wie das bei unserer Frieda lief, vielleicht kannst da ein bißchen was mitnehmen von.

    Ich hatte das Problem mit Frieda - nur daß die einfach angstaggressiv auf andere Hunde reagiert hat. Sie hat sicherlich mal gelernt, zu kommunizieren, aber konnte durch ihre Blindheit die Kommunikation anderer Hunde nicht mehr wahrnehmen - das hat sie verunsichert, und sie ging einfach drauf, wenn Hunde herkamen. Hat sie wohl auf der Straße gelernt, wo sie sich durchschlagen mußte, bis sie gefunden wurde. Wenn ich sie da dann rausnahm (anfangs war ich einfach nicht schnell genug bzw. konnte die Situationen oft nicht einschätzen, daher kams überhaupt erst dazu), dann hatte sie Panikdurchfall - richtig wässerig, auf der Stelle!

    Ich hab erstmal komplett Hundekontakte gemieden, alles geblockt, was 4 Füße hatte. Monatelang, ich glaub, sogar 2 Jahre lang. Irgendwann hab ich dann angefangen, wieder Hunde in der Nähe zu suchen - immer nur einzelne, und so, daß Frieda sie zwar wahrnahm, ich merkte, wie sie minimal nervös wurde, aber sie auch merken konnte, wie ich die Hunde (dann in näherer Entfernung als vorher) geblockt und weggeschickt hatte. Aber immer nur 1-2 Hunde aufm Spaziergang, ganz allmählich, damit sie nicht das Vertrauen verlor darin, daß ich ihr Hunde vom Hals halten kann. Dann wieder etliche Spaziergänge ohne Hund in der Nähe.

    Diesen Abstand habe ich immer mehr verringert, dabei so weit eingehalten, daß sie gemerkt hat, daß sich ein Hund näherte, aber eben noch nicht ausgerastet ist. Bestätigt für das Ruhigbleiben, und wieder weggegangen.

    Dann hab ich angefangen, an den Leuten mit Hund vorbeizugehen mit ihr, im größtmöglichen Abstand auf dem Weg eben, wenn das möglich war. Wurde sie nervös habe ich sie mit einem fröhlichen "Weiter" und losrennen (dabei laut mit den Füßen aufgetreten, damit sie hören konnte, ich renne schneller) schnellstmöglich dran vorbeigebracht, dann gelobt und normal weitergelaufen. Irgendwann war es möglich, zu passieren, ohne das Tempo zu beschleunigen. Und heute können wir mit ganz normalem Abstand zum anderen Hund dranvorbeigehen, es stört sie nicht mehr, sie reagiert beim reinen Gassigang gar nicht mehr auf den Hund.

    Es gab auch schon öfter mal Begegnungen mit anderen Hunden, die sich ihr, ohne daß ich es merkte, von hinten genähert haben, und auch da blieb sie 2-3 Sekunden lang ruhig, sodaß ich mir offenbar bislang ein Zeitfenster erarbeitet habe, in dem ich sie vom anderen Hund wegnehmen kann - ich wollte ihr zeigen, daß sie selbst die Situation verlassen kann, wenns ihr unangenehm wird. Daher dann nicht mehr den anderen Hund geblockt, sondern SIE dort weggenommen. Nachdem ich gemerkt habe, daß 2-3 Sekunden gehen, wollte ihr mehr :-) Ich möchte das ausbauen.

    Na, lies doch erstmal was ich schrieb ;) Hm? Ich schrieb nämlich nirgendwo das alle Auslandshunde gestört sind. Sondern lediglich die verhaltensauffälligen Hunde die ich kenne, vornehmlich aus dem Ausland kommen. Da ist ein kleiner Unterschied.

    Aber was sollst, ich bin ja eh ahnungslos und voller Vorurteile *lach

    Wahrscheinlich kennst Du nur Auslandshunde - da müssen die Gestörten darunter zwangsläufig ja auch welche sein *gggggg

    Das war jetzt gemein, ich weiß - aber das ist natürlich nur ein subjektiver Ausschnitt der Realität, den Du in Deiner Wohngegend sehen kannst! Insgesamt sind Auslandstiere höchstens deswegen ge(ver-)stört, weil der Mensch sie sch.. behandelt hat..... Ansonsten unterscheidet die nichts von einem "inländischen" Hund.

    Wie gesagt, für mich Auslandstierschutz nur eine Geschäftsmasche, die den Hunden nicht hilft, sondern das Leid nur vergrößert. Möchte keiner hören, weil man ja einen Puschelpups gerettet hat (ob der jetzt glücklicher ist, wage ich in den allermeisten Fällen auch zu bezweifeln). ....

    Das ist ja wieder mal ne "tolle" Verallgemeinerung! Ich hab auch so nen "Puschelpups gerettet", wenn Du es so ausdrücken möchtest - eigentlich wollt ich den Hund einfach nur, weil er mir gefiel, nicht um zu retten. Weil ich muß mit dem "Puschelpups" dann nämlich noch ein paar Jährchen leben, und da ist Mitleid keine Basis.

    Ja, mein "Puschelpups" ist bei mir definitiv glücklicher als zuvor - der war nämlich blind ausgesetzt worden im Ausland (wahrscheilich zur Jagd untauglich da blind), und auf der Straße gefunden worden, hatte durch die Blindheit Panik vor anderen Hunden, mußte aber in der Auffangstation monatelang 24 Stunden rund um die Uhr die Anwesenheit von Hunden und ihr (für sie natürlich bedrohliches) Gekläff ertragen. Jetzt hat sie mit mir jemanden, der sich um die Abwesenheit anderer Hunde kümmert, kriegt ihr Futter täglich serviert statt auf der Straße mit anderen Hunden darum zu kämpfen, und ist streßdfrei auf Bayerns Straßen unterwegs. Sie kriegt ihre Aufgaben artentsprechend (wir trailen) und altersentsprechend. Leid vergrößert haben wir da mit Sicherheit nicht!

    Man muß halt immer aufpassen, an wen man gerät - wenn man ne Orga hat, die vor Ort den Zuständen begegnet, indem Straßenhunde kastriert werden, statt einfach immer nur Hunde nach Deutschland zu exportieren (und auf möglichst viel Nachwuchs zu hoffen, wie Du es andeutest), oder einfach auch die Bevölkerung zur Zusammenarbeit im Tierschutz zu bringen versucht und die Einstellung der Menschen damit vor Ort aktiv verändert (sodaß auch weniger Hunde "einfachso" angeschafft und dann wieder ausgesetzt werden, oder die Hunde ins Tierheim statt in die Tötung gebracht werden), dann ist das durchaus eine Arbeit, die zu begrüßen ist, und die ich unterstützenswert finde.

    Natürlich kann man nicht jede Orga persönlich überprüfen, aber evtl. kann jemand aus dem Forum ne seriöse Orga empfehlen, die eben vor Ort arbeitet, statt nur zu exportieren. Aber dazu muß man natürlich bereits sein, über den eigenen Schatten zu springen und seine Vorurteile auch mal zu überprüfen. Das muß jeder selbst wissen, ob er das möchte - ich wollts aber net einfach so stehenlassen, der nächste, der das liest, glaubt das am Ende noch so......

    Mein "Puschelpups" ist übrigens meine Frieda... :-)

    Ich würde einen Hund haben wollen, der einfach ruhig neben mir bleibt. Im Liegen, Sitzen oder stehen wäre mir egal.

    Das ist schwer mit Bossi - er ist schon ruhig, ja - viel zu ruhig: er ist nämlich dann irgendwann fort *gggg Der ist so ruhig, daß ich net merke, wenn er sich wegschnüffelt in die falsche Richtung, beim Quatschen. Daher leg ich ihn lieber ab, denn das kann er gut (wenn er net mal wieder probiert, ob er tatsächlich MUß *gg Terrier halt.... *ggg)

    Bei Biene sag ich auch nix, die bleibt bei mir, hockt sich selbst hin, ist ruhig. Die schaut von alleine, wo ich bin, die soll von mir aus Purzelbäume schlagen, während ich rede. Aber der Große nutzt dann doch mal die Chance, woanders weiterzuschnuppern, weil ihm das Rumgesitze langweilig is.

    Frieda benimmt sich auch gut an der Leine, egla, wie lange ich quatschen würde - ohne wär die auch weg, aber gut - bei der ist der Grundgehorsam eh..... sagen wir mal, da hatten wir andere Prioritäten :-) Ich freu mich heute, wenn sie einfach ruhig bleibt, auch wenn das Quassel-Gegenüber nen Hund hat, und ich nicht ne zeternde mordlustige Furie neben mir habe, die in die Leine springt udn kreischt wie irre. Sie darf natürlich dann auch liegen sitzen schnuppern wie sie will.

    Also ich weiß net - für die ersten 4-8 Wochen des Welpen wird der Ersthund net sterben, wenn die Runden etwas kürzer ausfallen, und dafür dann abends ne extra-Runde mit dem Partner drin ist, der von der Arbeit kommt.....

    Und danach wird der Welpi net sterben, wenn einmal die Woche mehr als 20 Minuten Gassi angesagt sind, und dafür die näcshten Tage wieder nur kurze Gänge.

    Man kann aber auch z.B. ins Grüne fahren, und dann den Althund laufenlassen, während man Welpi neben sich setzt auf ner Bank, und dem Großen zusammen beim Schnuppern zuschaut - so sind alle lange unterwegs, der Große kann laufen, und Zwergi bekommt die benötigte Ruhe. Man muß ja auf nem zeitlich sehr langen Gassigang nicht notwendigerweise auch viel Strecke machen. Und im Gras chillen und der Sonne beim Untergehen zusehen kann man auch mit Welpe, wenns nur darum geht, daß man selbst gerne lange in der Natur ist.

    Ich käm mir extrem albern vor, nen Hund im Tragetuch durch die Weltgeschichte zu schleppen...... *gg Meine Biene hat auch mit 12 Wochen die erste "Tagestour" war ein 1. Mai) mitgemacht - 2-3 Stunden hochlaufen (und die wollte nicht mal in den Pausen still liegenbleiben, weil sie vor lauter Welterobern keine Zeit hatte *gg), dann ganzen Tag im Biergarten rumflacken, abends wieder runterlaufen - quer durch den Wald isse gepest, also nix gleichförmige Bewegung, und einen Spaß gehabt bis zum Abwinken - ok, sie hat gut geschlafen hinterher, und die nächsten Tage waren dann halt voll faul. Also, ab und an ne größere Tour kann schon drin sein, ohne daß der Hund gleich nen Schaden nimmt.

    Bei dieser Regel, daß die Hunde net so lang am Stück laufen sollen, gehts eher darum, den Bewegungsapparat nicht durch zu lange gleichförmige Bewegung wie das normale Spazierengehen des Menschen (=viel gradeauslaufen im selben Tempo) zu überlasten. Wenn man zwischendurch Pausen macht, oder die Hunde ne Runde miteinander spielen/toben läßt, ist das wieder ne ganz andere Bewegung und schadet sicher nicht. Dann noch bisserl Kopfarbeit, und gut is - Fraule war Stunden an der frischen Luft in der Natur, großes Hundi ausgelastet, kleines Hundi nicht überlastet. Ich glaub kaum, daß eine Hunde-Mama die Welpen nach jeweils 20 Minuten wieder schlafen schickt, weil die sonst überlastet würden *ggggg