Beiträge von BieBoss

    Ich habe das Problem eher umgekehrt: "Du hast doch einen superintelligenten, sich quasi von allein erziehenden Border Collie. Warum kann der noch nicht alle Kommandos in Perfektion?" :headbash:

    Jetzt weißte, warum ich keinen Border Collie hab: so kann ich immer noch behaupten, es liegt am Hund, wenn was net funktioniert.......

    Und das Beste: bei zwei Terriern glaubt mir das sogar jeder, und von Klein-Plüsch erwartet sowieso keiner Gehorsam - ist ja n Kleinhund, der braucht des net...... *hust.....

    Wir hatten auch mal so ein Gespann - 4 Listenhunde/-mixe (angemeldet als Boxermixe), und der (ebenfalls voll ins Klischee passende) Halter (so viel Hirn hatte er dann doch noch) immer "nur" mit zweien gleichzeitig unterwegs, weil die sich gegenseitig in ihrer Aggressivität angestachelt haben. Keine Ahnung, warum die so waren, aber zeitweise hat er Nachwuchs vermittelt - aus diesen Hunden..... (weiß ich von ihm selbst. "Ist doch leicht verdientes Geld!")

    Irgendwann bin ich ihm ohne Hunde begegnet, und hab mich einfach ganz freundlich mit ihm unterhalten - warum die Hunde so aggro sind, und daß er die vielleicht besser mit Mauli sichern sollte. Er meinte, er hätte die Hunde immer im Griff von der Kraft her, und die hätten es nur auf Hunde abgesehen - Menschen gegenüber waren die total vorsichtig und ängstlich. Ich habs gesehen - die eine Hündin, die dabei war, wich zurück, als ich näherkam, beide Hunde haben sich gut benommen, solange ich ohne Hund dort bei ihm stand, null aggro.

    Was ich mitgenommen hatte: daß die Hunde vor menschen Angst hatten - somit wußte ich, ich könnte sie wahrscheinlich problemlos blocken, wenn die mal auf meine Hunde wollten.

    Ich hab auch in der Folge nie erlebt, daß der die Hunde irgendwo nicht hätte halten können, egal, wie die pöbelnd in der Leine standen. Hab halt dann nen großen Bogen gemacht mit den Hundis, und gut war. Der stand da wie ein Baum - war aber auch n Kerl wie n Baum..... *gg (naja - mit DEN Hunden hätt ich wahrscheilnich auch Muckis ohne Ende im Arm *gg)

    Ein einziges Mal hab ich gehört, daß der eine Hund auf nen Anderen draufgegangen wäre, da war aber die Ursache ein gerissenes Halsband, und der Halter hat sich sofort dazwischengeschmissen, sich entschuldigt, Arztrechnung gezahlt, und die angegriffene schon ältere Hündin hatte keine schweren Verletzungen (ich weiß das aus der Erzählung der Halterin von der angegriffenen Hündin). Ich hab den anschließend aber zum Glück auch nimmer bei uns im Park getroffen, wo halt Otto-Normalhalter mal seine Runden dreht.....

    Ich finde immer, einen Versuch, die Leute anzusprechen ist es wert - und daß der so aggro wirkte, kann reine Verzweiflung gewesen sein: wenn ich zwei Hunde dieses Kalibers am Toben hindern wollte, und die mir die Arme schon fast rausreißen, würd ich glaub ich auch nimmer höflich reagieren, wenn zwei HundebesitzerInnen Zentimeterweise, und dann noch einzeln, an mir und dem tobenden Zwiegespann vorbeischleichen würden, das ich kaum noch halten kann *ggggg

    Ok - aber ich hab auch keine solch (von der Kraft her) unkontrollierbaren Hunde - wußte schon, warum ich mir was Kleineres anschaffe - die hab ich in jeder Situation unter Kontrolle, egal, wie aggro, selbst meine Frieda mit ihren Panikanfällen konnte ich gut handhaben - ok, es war grottenpeinlich, wenn man im Park stand mit nem Hund, der plärrte und kreischte, und sich auf alles 4beinige stürzen wollte, und man selbst versuchte, das Bündel auf unterschiedlichste Arten und Weisen (erfolglos) zu bändigen, und jeder sieht´s *ggg Aber ich hatte sie von der Kraft her immer sicher bei mir. Und heute sieht das eh ganz anders aus - gechillter Hund, gechillte Hundeführerin. Yeah.... :-)


    Und wenn das mit dem Ansprechen erfolglos sein sollte - würde ich mir auch lieber andere Gassirunden aussuchen, bis das Ordnungsamt erfolgreich tätig gewesen ist, als zu riskieren, da mir irgendwann, wenn der Halter grad erkältet und schlecht drauf ist und den Hund net wirklich halten kann, einer meiner Hunde zerlegt würde...

    Hm - also, das mit dem Ignorieren vergiß mal ganz schnell. Ignoieren kann man ausschließlich aufmerksamkeitsheischendes Verhalten - wenn z.B. der Hund sich bei Dir "anwanzt", um gestreichelt zu werden, oder so. Wenn der kommt und legt Dir den Kopf auf den Schoß, um gestreichelt zu werden - wenn Du das dann einfach nicht machst, hat er keinen Erfolg mit dem Kopfauflegen, und wird es auf Dauer nicht mehr machen. Da hilft Ignorieren.

    Alles Andere ist ein Fehlverhalten, und das hört nicht auf, wenn Du nicht reagierst. Hier gilt der vielzitierte Spruch "wer schweigt, stimmt zu". Woher soll der Hund wissen, daß das Verhalten nicht gewünscht ist, wenn Du es ihm nicht sagst, sondern ihn gewähren läßt.

    Die Idee, das Verhalten mit Schimpfen abzubrechen, und dann erst zu belohnen, wenn er was Gutes macht, ist schonmal gut. Aber ich würde noch ein Stückweit eher ansetzen: sobald Du siehst, der Hund geht auch nur Richtung Katze, schickst Du ihn einfach ins Körbchen. Bei mir ist das dann ein "hm-hm (für nein-nein) - ins Körbchen!" Und dort würde ich den Hund belohnen. So baust Du nicht die Verhaltenskette auf "Katze nerven - ins Körbchen gehen - Leckerli kriegen", sondern ein "(statt Katze ärgern) ins Körbchen gehen - Leckerli kriegen". Also gar nicht erst zulassen, daß der Hund die Katze ärgert.

    Ansonsten: wie gut ist der Hund ausgelastet? Der Ridgeback ist ein Arbeitshund, und wenn der nicht richtig ausgelastet ist, läßt er sich halt u.U. Sachen einfallen, die den Besitzer nicht so wirklich erheitern können. Dann kann man an der Erziehung arbeiten bis zum Schwarzwerden, solange keine Beschäftigung den Hund entsprechend vom Kopf her auslastet und beschäftigt. Könnte mir auch vorstellen, wenn der Jagdtrieb des Hundes nicht adäquat (also mit Fährten oder Objektsuche oder Geruchsunterscheidungsspielchen o.ä.) ausgelastet ist, daß dann auf Dauer am Ende ein anderes Haustier dran glauben könnte - egal, wie lange er dieses schon kennt! Denn der Jagdtrieb ist kein Kinderspielzeug, der ist halt nunmal vorhanden bei auf Jagdtrieb gezüchteten Rassen, und mit Dauerprovokation durch die Anwesenheit von Jagdbarem (nämlich den Katzen) könnte der irgendwann durchbrechen. könnte - muß nicht, ich mag da jetzt keine Horrorszenarien hinstellen - aber Ihr müßt auch wissen, daß das Risiko beim Jagdhund halt immer besteht...... :-)

    Ob das bei Euch alles so umsetzbar ist im Haus, wenn Ihr Euch über die Erziehung nicht einig seid, das kann ich nicht beurteilen. Aber Du kennst den Hund und Eure näheren Umstände, und kannst dann das Risiko selbst einschätzen - ich selbst würde, wenn ich nicht da bin, die Katzen in meiner Wohnung einsperren. Allerdings führte das wahrscheinlich spätestens, wenn Du die Katzis beim Auszug da läßt, zu Problemen.... Blöde Situation..... :-(

    Im Weg liegen, wenn man mit dem Einkauf heimkommt? Sowas Unerzogenes! Das würde meinen Hunden niiiiie einfallen!

    Meine sind viel besser erzogen - sie springen auf, rennen zur Türe, wenn diese aufgeht, fallen hüpfend über mich her, quietschen vor Freude, beschnuppern alle Taschen (könnt ja was Eßbares drinsein, wenn Fraule vom einkaufen kommt, ne?) und Jeans (ich könnte ja nen Fremdhund gekuschelt haben), und wuseln äußerst geschickt so zwischen den Füßen rum, sodaß man den Weg zum Kühlschrank nicht mal mehr mit gutem Willen findet, geschweige denn gehen kann..... Und beim Auspacken würde sie auch noch mithelfen, wenn sie denn dürften.

    Also nix, das man nicht mit ein wenig Geduld beherrschen könnte - oder einem herzhaften "EEEEEY! Spinnt Ihr? Ab ins Körbchen! Aber zackisch!"...... *hust...... (ok - wenigstens DAS funktioniert dann recht gut.....Alles kann ich also net falsch gemacht haben....).

    Im Körbchen ist zumindest Bossi dann in der Lage, einen Einkaufszettel zu schreiben, was drin war in den Tüten (incl. Marke und Preis), und mir zu notieren, welche Menschen und Fremdhunde heute mit mir in Kontakt waren. Seeeehr hilfreich - stellt Euch vor, man wüßte das ne Stunde später nimmer, wem ich vorher schonmal nen guten Tag gewünscht habe.... Die müßt ich ja dann nochmal grüßen!

    ........Wenn dann aber jemand SEELENRUHIG auf der Lichtung steht und auf seinen im Unterholz stöbernden Hund wartet.......

    Genau das ist das Einzige, was man sinnvoll in dem Fall machen kann. Suchen bringt nix - der is meilenweit hinterm Wild her. rufen bringt nix - das sagt dem Hund nur, daß Du schön in der Nähe bist, und er ungefährdet hetzen kann (Hatten wir neulich in nem anderen Thread - da gibt man bestenfalls noch "Standortmeldung" an den Hund, damit der weiß, ich bin noch da, ihm kann nix passieren).

    Hinterherrennen bringt nix - das schafft auch kein Sprinter..... *gg

    Da stehenbleiben, wo der Hund abgegangen ist, und warten, daß er zurückkommt...... Bislang ist noch so ziemlich jeder Hund an die Stelle zurückgekommen, an der er gestartet ist, oder gar zum Parkplatz, an dem das Auto steht - so meine Erfahrung und auch die Einiger aus dem anderen Thread, sory, weiß nimmer, welcher das war.....

    Das Einzige, was man tun kann, direkt vor Ort: Polizei übers Handy verständigen, Familie verständigen, die suchen kommen kann, Freunde/Nachbarn tel. informieren, falls sie den Hund sehen, ihn mitzunehmen, Kumpels für die Suche engagieren, notfalls mittels Facebook oder Whatsapp & Co.. Und IMMER die eigene Handynummer am Hund, damit etwaige Finder sich mit Dir in Verbindung setzen können. Die Polizei kann auch den zuständigen Jagdpächter informieren, daß da ein Privathund versehentlich trotz Aufpassen entkommen ist und man versucht, diesen einzusammeln - damit der net gleich schießt....

    Rufen würde ich den Hund erst dann, wenn er in der Nähe ist und bellt, und erkennbar schon auf der Suche nach mir ist - aber sicherlich nicht, während er noch am Jagen ist. Erstens nimmt ers im Jagdrausch net wirklich als relevant wahr, zweitens siehe "Standortmeldung" oben, und Drittens macht man sich den Abruf kaputt, wenn man den -zigmal verwendet, ohne daß der Hund dann auch kommt, während er fleißig weiterhetzt...

    ....... da waren keine Rehe - 3. Lüge.......

    Hm - schätze, es war gemeint, sie hatten keine Rehe gesehen. Und das glaub ich denen sofort, denn die Viecher stehn ja in aller Regel nicht direkt auf dem Weg, wenn wer kommt.

    Schätze, der Hund hat die im Gebüsch irgendwo gerochen, und ist dann weg, und die Halter haben weder die Rehe gesehen, noch erkannt, daß der Hund was in der Nase hat (welcher "Otto-Normal-Außerhalb-des-DF-Hundehalter" kann schon seinen Hund lesen *gg), noch den Hund anschließend bremsen können mangels Gehorsam.

    Was natürlich nix an der Tatsache ändert, daß sie mit den anderen Punkten gelogen hatten...... :-) :-) Aber ganz ehrlich - hätt ich vielleicht auch, wenn ich so angegangen worden wäre..... Immerhin hatte die TS keinerlei Befugnisse so wie z.B. ein Mitarbeiter der Forstbehörden o.ä., die sich ausweisen könnten als Personen, die was zu sagen haben. Ich lasse mir auch net von hinz und Kunz Vorschriften machen und mich anmaulen - die sollen sich um ihren eigenen Krempel kümmern. Meist (und das bezieht sich jetzt bitte ausdrücklich NICHT auf die TS! :-) ) gäbe es nämlich vor der eigenen Haustüre genug zum Kehren.....

    Wenn mir jemand etwas von Abschussgenehmigung für bescheuerte, ignorante Hundehalter erzählen würde, würde ich allen Ernstes an seinem Verstand zweifeln...

    Ganz ehrlich? Ich würd ihm die (am Liebsten) noch unterschreiben *ggg

    Nur blöd, daß es dann bald keine Hundehalter mehr gäbe - weil jeder irgendwas findet, das er am Anderen Sch....e findet. Weil halt doch jeder andere Prioritäten in der Hundehaltung setzt...

    Und ältere Menschen sehen das Thema mit dem Jagen und dem Hund halt denk ich eher noch recht in Richtung "Naja, is halt n Jagdhund", und arbeiten nicht dran, weil sie einfach noch eine andere Einstellung haben. Und an dem Punkt kommt dann der Tonfall ins Spiel - wenn ich angemault werde, ändere ich meine Einstellung bestimmt nicht so gerne, wie wenn mir jemand höflich erklärt, daß hier Leinenzwang sei, oder der Hund gerade das Leben eines tragenden Rehs incl. Nachwuchs gefährdet hat. Wenn ich auf die Leute zugehe à la :"Na, isser wieder bei Euch? Immer diese Jäger, ich hab da auch laaang dran gearbeitet. Aber heute klappts super!" - dann komme ich eher in die Situation, daß die Leute fragen, WIE man daran arbeiten kann. Und wer SO fragt, hat die Einsicht, daß man dran arbeiten muß, schon hinter sich, und ist bereit, etwas zu ändern.

    Ich (gerade als zweifacher Jagdhundbesitzer, der alles dafür tut, ausgerechnet in der Hinsicht nicht auffällig zu werden mit den Kröten!) verstehe durchaus, daß einem angesichts einer gewissen Leichtfertigkeit der Kragen platzen kann - aber ich würd mich nun nicht wirklich wundern, wenn ich die Leute damit nicht erreicht habe..... *gg

    Na,... dann hoffe ich mal, dass Du Deinen Hunden ein sauberes Indoor-Hundeklo und drinnen genügend Laufflächen etc zur Verfügung stellst...
    Flöhe können sie sich "im Vorbeigehen " holen. draußen!
    Dem willst Du Dich und Deinen Hunden sicherlich nicht aussetzen....

    Naja - meine Hunde hatten in 8 Jahren keine Flöhe *aufholzklopf.....

    Es ging hier darum, daß die Katzen sich auf dem eigenen Hof dauernd wieder Flöhe holen, weil man halt schlecht nen ganzen Hof entflohen kann mitm Fogger *gg Und wenn die sich auf dem Hof dauernd wieder neue Flöhe holen würden, kämen mir die entweder nicht mehr ins Haus, oder eben nicht mehr raus - ich steh nämlich nicht auf Flöhe & Co.! Erstens ist das eklig, zweitens kostet die Entfloherei ja auch nen Haufen auf Dauer (und gesund sind die dauernden Medis für die Katzis auch net wirklich....).

    Hunde gehen ja meist net unbeaufsichtigt in Flohgebiet spazieren - mit denen geht man ja eher außerhalb. Da ist die Wahrscheinlichkeit, Flöhe zu kriegen, um Einiges geringer.....