Beiträge von BieBoss

    Der Arzt hat gesagt, es muss unbedingt genäht werden, weil der Knorpel mitbetroffen war.

    Ne, da war er bis auf ein paar Schrammen nicht verletzt, aber wohl nur deswegen, weil ich da relativ schnell ordentlich hingelangt habe und der Dobermann dann mich gebissen hat... Fell hat ne ganze Menge gefehlt nach der Attacke. Und ich hatte wie gesagt vier Löcher im Arm...


    Ja, klar - Ohr is doof, hatte ich ja geschrieben :-)

    Das mit dem Dobi is natürlich blöd, das mit dem Biß bei Dir kann aber Übersprung gewesen sein, weil er gestört wurde bei seiner Korrektur.... Aber das ist jetzt nur ne Möglichkeit, das kann man so net sagen im Nachhinein, wenn man die Situation nicht gesehen hat. Kann auch sein, daß der einfach net gnaz sauber war, oder durch irgendwas hochgedreht, oder einfach gemeint hat, er hätt grad die dickeren Eier..... Glaub net, daß Deiner da was falsch gemacht hat.

    Ne, die Kommunikation von Newton paßt schon, denk ich - er sollte halt nur lernen, stehnzubleiben, bis der Andere fertig ist, und dann ist gut. Tut ihm net weh, und verhindert, daß der Andere ihn korrigieren zu müssen glaubt. Mehr wollen die ja net, als daß er stehnbleibt und Schnuppermöglichkeit gibt. Klar darf er kommunizieren, wenn ihm was net paßt, das ist völlig ok - aber der Andere halt auch *gg und das tut der andere dann auch :-). Und nachdem man an anderen Hunden nur selten was ändern kann, um eine Eskalation zu verhindern (siehe den Biß vom Dobi) geschweige denn an ihren Besitzern, ist es doch einfacher, Newton zu zeigen, daß er mit kurz warten die Situation ohne Eskalation lösen kann.

    Ui schön, noch wer aus der Gegend. *freu...
    Mobil bist Du wohl nicht? Sonst könntest am Samstag auch mitkommen :-)

    liluma: ich stups meinen Hund (wenn er auf Ansprache in Quietscheton echt nimmer reagiert) bei sowas ganz leicht von hinten an, die Berührung reißt ihn aus seiner Faszination raus *gg, und sobald er sich zu mir dreht, um zu gucken, was ich von ihm möchte, dann lob ich in den höchsten Tönen: "Ja feiiiin, komm mit, sooo isser gut" blabla etc.pp *gg, und gehe mit diesen Worten ein bisserl aus dem Weg, um in einen Bogen um den Anderen herum zu kommen. Und auf diesem Abstand dann kommt er auch gut aus dem Streß wieder raus und hört auch zu Fiepen auf und freut sich dann über mein wildes Lob :-) Stückerl Rennen noch als Bestätigung, und gut is.

    Das mit dem Fernhalten mache ich wie gesagt, so oft es möglich ist. Ich bekomme die anderen Rüden dann auch geblockt. Nur gab es eben schon Situationen, da konnte ich nicht mehr anleinen, weil die "Kommunikation" dann quasi schon lief. Und dann frage ich mich halt: "Direkt einschreiten? Erstmal laufen lassen? Einschreiten, wenn der andere Rüde die Ansage nicht versteht?"
    Newton ist auch schon zweimal richtig angegangen worden. Einmal habe ich ihn quasi "gerettet", weil der andere wild drauf los gebissen hat. Das andere mal kam so überraschend, dass er davon einen Schlenz im Ohr davon getragen hat, der genäht werden musste. Seither hat er null Interesse an intakten Rüden.

    Einschreiten, wenn DEIN Hund die Kommunikation des Anderen (das "Stehnbleiben!") nicht versteht :-) wie beschrieben.

    Allerdings muß man das natürlich erkennen können, was es für ne Situation ist. Eine, wo der Andere echt nur schnuppern mag, oder eine mit nem Hund, der auf Krawall gebürstet ist, wo Du Newton beschützen müßtest. Allerdings, wenn einer echt aggressiv auf ihn draufgegangen wäre, hätt der net bloß nen "Schlenz" im Ohr gehabt. Das hört sich für mich auch eher nach ner Korrektur an. Sowas kann passieren. Klar, doof - aber kann passieren.
    Als Terrierhalter zählt sowas für mich aber net als verletzt *gg Desinfektionsmittel drauf und fertig. Nähen lohnt net, hab ich nur bei den ersten 1-2 Malen gemacht, weil der sich eh die Nähte/Klammern auf dem Heimweg schon selbst rausoperiert hat, so schlimm konnts also net sein.... (nicht, daß hier was falsch rüberkommt: erstaunlicherweise war Bossi immer derjenige, der mal nen Riß bei solchen Aktionen abbekommen hat, nie der Andere! Aber der ist da auch hart im Nehmen und nimmt sowas net übel. Aber das waren immer so Sachen, wenn die Zähne irgendwo auf die Haut knallen beim Raufen, daß die Haut aufplatzt, das sind keine Verletzungen in Verletzungsabsicht mit tiefen Löchern etc. gewesen, keine Bisse.) Riß im Ohr ist halt blöd, das heilt schlecht zusammen ohne Nähen, weil dauernd in Bewegung beim Laufen...

    Was war bei dem "wild drauflosgebissen"-Fall passiert bei ihm? War er da verletzt?

    Rafaela: schätze mal anhand Deiner Beschreibung, daß der andere Hund einfach noch nicht fertig ist mit Schnuppern und empfindet das als "unhöflich" oder so (vermenschlicht ausgedrückt!). Er möchte mit dem Grummeln erreichen, daß Deiner "gefälligst" stehenbleibt, bis er fertig ist. Und wenn Deiner geht, findet der Andere das doof und bremst aus mittels Grummeln, Kopfauflegen etc., weil Newton nicht beim ersten Grummeln reagiert. Das hat mit Rumprollen nix zu tun (er geht ja net drauf auf Deinen oder pöbelt rum), ist ganz normales Verhalten. Ich würde mit Newton dort stehenbleiben und sagen "warte". Wenn der andere dann fertig ist, gehen. Gib Newton die Zeit, denn wie Du schon geschrieben hast, wenn Du ihn abrufst, geht der andere drauf, wenns blöd kommt, und setzt ne Korrektur - und das brauchts doch gar net.

    Denke mal, das macht der ein oder andere Hund so , wenn er der Meinung ist, er sei der Stärkere, dann hat der andere respektvoll zu warten, bis er fertig beschnuppert wurde *gg Menschlich erklärt halt, klar :-) Kopf auf den Rücken heißt dann halt nochmal - hey halt still, ich bin der Chef, Du hast stehenzubleiben. Und Deiner ist in dem Moment halt der Meinung, er hätte das gar net nötig, oder es langweilt ihn. Nun ja - der Klügere gibt nach *gggg Zeig ihm, daß er einfach bloß stehenbleiben kann, dann kriegt er seine Ruhe.

    Solange der Andere echt nur schnuppern mag und nicht die Ärmel hochkrempelt, um Krawall zu machen, ist das doch ok, passiert ja nix.

    Hab auch so ne Hündin in der Nachbarschaft - wenn Bossi kommt, wird der mit seinem "spielmitmir"-Rumgehibbel immer angegrummelt - bis ers rafft und einfach stehenbleibt. Mehr will die gar net. Schnuppert und geht. Ganz souverän. Nix Proll.

    Wenn Du Newton sagst "warte" und es passiert nichts, klärst Du die Situation für ihn doch positiv. Hingehen würde ich nicht - damit riskierst Du, daß es mal eskaliert. Wenn ich sowas bei meinem Terriertier machen würde, würde der sich umgehend von mir bestärkt fühlen und auf den Anderen draufgehen. Mit einem ruhigen Tonfall beim "WARTE"-Kommando vermittelst Du Deinem Hund, alles ist ok, ich denke, Du zeigst ihm das ein paarmal, und dann versteht er das eh und kann in der Situation selbst richtig reagieren beim nächsten Mal. So lernt er, sich nicht auf Dich verlassen zu müssen, weil ers selbst kann, aber Du zeigst ihm die richtige Lösung und läßt ihn dadurch auch nicht alleine stehen.

    Insofern geb ich den Leuten recht - ganz normales Verhalten eines souveränen Gegenübers, kein Rumgeprolle. Trotzdem ist es weder souverän noch höflich vom jeweils anderen Hundehalter, dann auf Deinen Wunsch hin nicht abzurufen :-) Mich persönlich stört sowas (in entsprechenden Situationen, in dieser wie gesagt lasse ich ihn warten) aber net, weil ich mir denke, wenns der andere Hund mal übertreibt, hat er knapp 10 Kilo stinkigen Terrier am Hals (und ich weiß, der verletzt net) - nicht mein Problem, wenn ich vorher darum gebeten hab, den Hund abzurufen *gggg (nach dem tausendstens Mal ists einem irgendwann egal, wenn die Leut so dumm sind, der Bitte nicht zu folgen).

    Noch was, wenn Ihr Begegnungen habt: laßt nicht zu, daß Euer Hund das Gegenüber fixiert, und derjenige geht einfach weiter, während Ihr einfach dasteht und den pöbelnden Hund haltet. Denn was lernt der Hund daraus: er pöbelt, und das "komische" Gegenüber verschwindet. Und Ihr laßt es zu und heißt es damit indirekt gut- denn Ihr macht nix dagegen. Also muß Pöbeln "toll sein und ein adäquates Mittel". Der Hund weiß nämlich nicht, daß die Person da nur vorbeigehen wollte, der sieht nur seinen "Erfolg" und verknüpft den mit Pöbeln, d.h. Ihr bringt dem Hund damit bei, daß Pöbeln Fremde verschwinden läßt. Gaaaanz doof.....

    Besser: wenn jemand kommt, weicht umgehend aus, geht selbst mit ihm weg. Sagt "Nein - komm mit" oder "Nein - auf die Seite", und geht auf die Seite. Weil das die Alternative ist, die der Hund kennenlernen muß - er hat immer die Möglichkeit, selbst zu gehen, das Gegenüber muß gar nicht erst angegangen werden. Aber das muß er erst lernen, daß er diese Möglichkeit hat. Notfalls umkehren und zurückgehen, beim letzten Abzweig ausweichen/abbiegen.

    Aber ich würde anfangs versuchen, ne kleine Runde zu finden, wo nicht viele Leute unterwegs sind, und erstmal ihm fremde Leute nur einzeln vorstellen, evtl. auf eigenem Grund, weil ihm der Sicherheit gibt. Aber bitte auch hier immer so, daß der HUND entscheidet, wie weit er drangeht - nicht die Leute auf ihn zugehen lassen, nicht bedrängen lassen oder gar in die Ecke treiben, sodaß er nicht ausweichen kann. Beim entsprechenden Maß an Panik und Bedrängnis kann der sonst u.U. nach vorn gehen. Evtl. kann jemand, der Euch besuchen kommt, im Hof Leckerli "verlieren", die der hund aufsuchen darf. Ohne angelockt zu werden. Und wenn Hund sich hertraut, bekommt er noch ein Leckerli von der Person. NICHT anstarren lassen von den Leuten, die sollen auch nix sagen am Anfang. Leckerli geben und wieder wegdrehen. Vermitteln, daß sie nix, aber auch gar nix von ihm wollen und ungefährlich sind.

    Fremdhunde würd ich derzeit noch rigoros abblocken.

    Ich würde auch sagen: dreimal ne Stunde ist mit (egal welchem!) Junghund in dem Alter viel zu viel. Wenn der Hund NICHTS kennengelernt hat außerhalb des Grundstücks, können ihn schon 15 Minuten draußen vollkommen "fertig" machen, dann hat er genug zu verarbeiten, um daheim ein paar Stunden zu schlafen!

    Daher wie geraten: kleine Runden, anfangs immer dieselben. Wenn er damit dann besser umgehen kann und ruhig bleibt, mal ne kleine Abwandlung der Runde, ein paar hundert Meter verlängern oder so. Und dann wieder genug Zeit geben, das Gesehene/Erlebte zu verarbeiten. Dreht er zu hoch, war´s zu viel, dann wieder runterschrauben. War ein Tag zu anstrengend, dann mit dem Gassi kürzertreten.

    Der ist nicht unter- sondern überfordert von den vielen neue Reizen und Erlebnissen. Überlegt mal: neues Zuhause, im Haus sein dürfen, komplett neue Familie, Eure Regeln lernen, ganz allein weg vom vertrauten Umfeld, ganz anderer Tagesablauf, und dann noch dreimal am Tag ne ganze Stunde lauter neue Dinge sehen und erleben - das geht nicht, da dreht der hohle. Der hat doch in der Vergangenheit gar nicht gelernt, mit Neuem umzugehen, und dann so viel Neues auf einmal! Und das Ergebnis seht ihr: der Hund kann sich irgendwann nicht mehr beherrschen, macht dicht, und weil er sich nicht dagegen wehren kann, zeigt er das, indem er die Krise kriegt und das packt, was er erreichen kann: nämlich Euch. Übersprungshandlung: eigentlich möchte er irgendwann heim und sich verkriechen, lauter unheimliche Sachen lernt er kennen, kann aber net weg. Und dann setzt Ihr noch einen drauf und verlangt "anständiges Benehmen" Hunden gegenüber, etwas, das er nie kennengelernt haben kann. Dann kracht´s halt, weil er das in dem Moment im Streß nicht können KANN. Wer im Streß ist, lernt nicht, ist nicht aufnahmefähig. zur Verdeutlichung: stell Dir vor, Du bist 5 Minuten vor der Begleithundeprüfung, bist gleich dran mit Deinem Hund, und dann komm ich und verlange, daß Du mir erklärst, wie Du das SITZ aufgebaut hast. Ich glaub nicht, daß Dir in dem Moment vor lauter Aufregung auch nur noch einfällt, was SITZ ist, geschweige denn, wie Du das bei Deinem Hund aufgebaut hast. :ugly: Und so geht es dem Hund - der kann im Streß auch nichts mehr aufnehmen im Kopf.

    Also: langsam machen, Dinge in kleinen Portionen kennenlernen lassen, genug Zeit geben, die zu verarbeiten. Ein-zweimal die Woche was Neues kennenlernen lassen, wieder Zeit geben, das zu verarbeiten. Erlebt er an einem Tag viel (wenn Ihr zB Besuch habt), dann am nächsten Tag noch langsamer machen, gar nichts Neues. Beschützt ihn vor jeglicher Reizüberflutung (auch vor Besuchern, die ihn antatschen wollen - ganz wichtig), und zeigt ihm nach und nach, was Ihr von ihm erwartet. bei Hundebegegnungen nehmt ihn hinter Euch, lauft große Bogen um den anderen Hund, blockt um Himmels Willen alle Fremdhunde ab, damit der Hund sieht, er kann Euch vertrauen, ihr beschützt ihn, wenns unheimlich wird. Der muß Euch vertrauen können. Gemeinsame Erfolge geben Bindung und Vertrauen (zB im Wald zusammen über nen Baumstamm klettern, sich einer zunächst erschreckend aussehenden Mülltonne nähern und feststellen, die beißt net, etc.). Sobald der Hund schnappt, nehmt es ihm nicht übel - im Gegenteil, so will er Euch zeigen, daß er gerade furchtbar überfordert ist. Spaziergang abbrechen, geht raus aus der Situation mit dem Hund, damit er merkt, ihr versteht, was er will und braucht, und dann überlegen, wie man genau diese Situatino nächstes Mal angehen kann, sodaß er lernt, Ihr klärt das für ihn.

    Angt wird er los, indem ihr ihm die Chance gebt, furchterregende Sachen zu erkunden. Mit Abstand drumherumgehen. Ihn absetzen und das Ding angucken lassen. Einer hält den Hund, der Andere geht zu dem Ding hin, das den Hund erschreckt hat, berührt es, klopft drauf, "erforscht" es, schnuppert demonstrativ dran (ja, auch wenns doof aussieht und der Nachbar fragt, obs Euch noch gut geht *gg) , zeigt damit, daß es ungefährlich ist und er es für gut befindet, und dann könnt ihr weitergehen, oder versuchen, ob Hunde nach dreimal drumherumlaufen sich auch hin traut mit Euch. Wenn nicht, dann halt nächstes Mal - niemals zwingen. Nur, wenn er sich selbst traut, und merkt, nichts passiert, wird er lernen, daß das ungefährlich ist. Wenn Ihr ihn hinzerrt, lernt er nur eines: daß Ihr "verrückt" seid, weil ihr trotz seiner Warnung einfach zu "gefährlichen" Dingen hingeht, und er sich daher nicht auf Euch verlassen kann. Dann kann es passieren, daß er künftig anfängt, Euch vor solchen Dingen "beschützen" zu wollen. Ihr würdet denken, jetzt rastet er vollkommen aus - aber warum tut er das? Weil ihr nicht erkannt habt, daß er die Dinge als "gefährlich" angesehen hat, und er damit keine andere Wahl hat. Es ist also ganz wichtig, zu hinterfragen, warum macht der Hund dies oder jenes, um herauszufinden, was seine Motivation ist. Tut ers aus Unsicherheit, dann wißt Ihr, Ihr müßt ihn beschützen.

    Zeigt ihm in kleinen Schritten die Welt und Euren Alltag. Sitz und Platz sind erstmal unwichtig - obwohl es schon von Vorteil sein kann, wenn man dem Hund zeigen kann, was er tun soll, statt einen fremden Hund anzugreifen, indem man dann halt Sitz-Kommando gibt oder HINTEN-Kommando gibt (damit er hinter Euch geht etc.). Sowas hilft auch für die Alltagstauglichkeit. Überlegt Euch, was Ihr braucht, und was erstmal unwichtig ist für EUREN Alltag. Denn das hat später immer noch Zeit.

    Lernt, seine Körpersprache zu lesen - wenn er was nicht mag, respektiert das, bevor er deutlicher werden muß. Weicht er aus, gebt ihm Raum. Will ihn wer anfassen, und der Hund dreht sich weg, geht dazwischen, beschützt ihn. Und wenn der Nachbar deswegen sauer ist oder Euch als zickig bezeichnet - mei, dann seid Ihr halt in seinen Augen zickig. Aber in den Augen eures Hundes Helden, die ihn beschützt haben! Und mit wem mußt Du zusammenleben? Mit dem Hund, genau....

    Stellt der Hund das Fell, wenn ein anderer Hund kommt, nehmt ihn mit Euch zur Seite, gebt ihm Gelegenheit, auszuweichen, damit er nicht auf Konfrontation gehen muß, um den anderen Hund loszuwerden. Denn das ist die häufigste Ursache von Pöbelei an der Leine: der Hund kann nirgends ausweichen, weil an Euch gekettet mittels Leine, er wird unsicher, und er KANN nur noch nach vorne ("Angriff ist die beste Verteidigung") - an der Leine hinter ihm steht ja Ihr - wo soll er hin? Und wenn er an den anderen Hund nicht rankommt, dreht er sich halt zu Euch rum. Fragt Euch immer, was ist der Zweck seines Verhaltens, warum pöbelt er? Weil er will, daß der andere Hund weggeht. Also - dann zeigt ihm, daß auch er vom anderen Hund weggehen kann. Zeigt ihm, den Weg, den ihr Euch für ihn wünscht.

    Nochwas zum Maulkorb. Bitte - der Mauli beschützt andere Leute und Euch. ABER: er macht den Hund damit auch "hilflos", es ändert nichts an seiner Einstellung. Laßt also bitte um Himmels Willen keine Leute oder anderen Hunde an Euren ran, nach Motto "denen kann ja mit Mauli nix passieren"! Denn das wäre Streß pur für den Hund, wenn der die Leute eh als Streß empfindet, wird das nicht besser, wenn er es ertragen muß, sich von denen betatschen zu lassen, und sich nicht mal wehren kann - das fördert das Vertrauen zu Euch nicht wirklich! Die Gefühle und Unsicherheiten in diesen Situationen sind damit nicht weg. Ihr müßt also trotzdem daran arbeiten, daß er solche Situationen nicht mehr als komisch oder gefährlich einstuft, bzw erstmal diese vermeiden. Denn sonst ist der Hund immer im Dauerstreß und kommt nie runter. Ein Mauli ist also eine gute Sicherung, wenn mal was nicht klappt, als Vorsichtsmaßnahme. Er wird aber das eigentliche Problem, die Unsicherheit Fremden und anderen Hunden gegenüber, nicht beseitigen. Es ist dem Hund nicht angenehmer, mit diesen konfrontiert zu werden, als ohne Maulkorb.

    ........Bellen wäre kein Problem. ....

    Doch - weil es zeigt, daß der Hund massiven Streß hat. Also muß jemand da sein, der sich umgehend kümmern kann, damit er keine Panik kriegt, wenn er dann länger allein bleibt und keiner kommt. Wenn Du aber am Arbeiten bist, geht das ja nicht, Du kannst net gleich hinspringen, v.a. wenn Du es nicht hörst..... :-)

    Ich würde das erstmal üben an freien Tagen, damit er in diesem Deinem Zimmer alleinzubleiben lernt, bevor ich ihn das erste Mal dort lasse, wenn ich arbeite. Du mußt sicher sein können, daß er in Deiner Abwesenheit keinen Streß hat. Außerdem würde ich ihn umgehend an den Tagesablauf gewöhnen, daß in den Zeiten, wo Du arbeiten mußt, immer und grundsätzlich Ruhe zu herrschen hat. Ansonsten kanns Dir passieren, daß der mitten in der Nacht aufsteht und Halligalli möchte. Wenn er aber gewohnt ist, daß da nix passiert an Action, wird er eher Ruhe halten.

    Mir wäre das jetzt also zu früh, ihn einfach ins kalte wasser zu werfen, weil wenn da was schiefgeht, kannste unter Umständen Monate daran arbeiten, das wieder hinzubekommen. Und wenn Du drauf angewiesen bist, daß es klappt, würde ich lieber auf Nummer sicher gehen wollen, als daß Du hinterher feststellst, der Hund ist nicht Nachtdienstkompatibel, weil man am Anfang zu schnell vorgegangen ist.

    Pegnitz bin ich leider raus, das ist von uns doch ein Stückchen zu weit dafür dass ich mit Luna ja nicht so arg lang in einer Gruppe bleiben kann. Wir wohnen in Erlangen. Nürnberg/Fürth könnt ich eher noch mit was einkaufen verbinden. Aber viel Spaß euch :smile:
    ......

    Kein Problem, nächstes Mal gehn wir in der Nürnberger Umgebung oder Erlangen - mir schwebt da spontan das Naturschutzgebiet bei Tennenlohe vor Augen, das ist sehr weitläufig und ruhig, das mag ich gerne.

    Hast Du gesagt, auch unter der Woche abends? Dann könnt ich, wenn nächste Woche Autoli wieder geht, die Hundis mitnehmen, arbeite da, und wir könnten uns nach der Arbeit sehen. Oder übernächste, je nach Werkstatt.... (die können net so genau sagen, wanns fertig ist)

    Hab halt bloß die Woche kein Auto, und zu Fuß nach Nbg is doch bisserl weit *gggg