Naja, ich habe einen ja einen Rettungshund ausgebildet und sehr viele Hunde gesehen. Und das waren viel sehr ungeeignete darunter.
Einen Retriever kann man wie JEDEN! anderen Hund testen und weiss nach 2 Stunden ob der Hund geeignet ist.
So, und nun kommen noch Faktoren zusammen, wie: mässig geeigneter Hund mit GENIALEM! Hundeführer. Und evt, GENIALER Hund mit mässig geeignetem Hundeführer und alle Varianten.
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Deine Aussage, dass man erst nach MONATELANGEM Training den Hund als geeignet erkennen würde, liegt deiner Unerfahrenheit zugrunde. Denke ich.
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Also, daß man nach 2 Stunden eine Eignung oder nicht-Eignung feststellen kann, das halt ich schon für sehr gewagt..... Vielleicht daß der Hund nicht ins Schema F paßt, aber deswegen ist er nicht notwendigerweise gleich ungeeignet. Das haben sie z.B. meinem Hund anfangs auch attestiert - und dann bin ich an den richtigen Ausbilder gekommen. Ergebnis: ein seit 2010 geprüfter, einsatzfähiger, zuverlässiger und sehr geeigneter Hund. Ich seh das eher wie Regenwetter: es gibt kein schlechtes Wetter, nur ungeeignete Kleidung..... Was beim Regen Dein Schirm und die Matschestiefel, das ist in der RH-Arbeit der gute Ausbilder.
Und von der Sorte (Hund *gg) hatte meine Ausbilderin schon mehrere erfolgreich zum Einsatz (nicht nur zur Prüfung) gebracht...
Ungeeinet ist kaum ein Hund - eher die Ausbilder (und da schließe ich mich Dir zu 150% an), die oft nicht wissen, wie sie einen bestimmten Hund "knacken" können, weil z.T. sehr nach "Schema F" gearbeitet wird... Und bevor die dann sagen, sie wissen nicht weiter bei DIESEM Hund, weil der anders ist als ihrer, ist halt dann auf einmal der Hund ungeeignet, weil man sich keine Blöße geben möchte. Verständlich, aber schade.
Beispiel himmelhochjauchzender "Erfahrung": ein RH unserer Staffel, jahrelange Einsatzerfahrung,
Frauchen seit bestimmt 15 Jahren in der RH-Arbeit tätig. Sehr zuverlässig arbeitend, allerdings ist Fraule in Prüfungen recht nervös - und der Hund dafür dummerweise seeehr empfänglich. Im Einsatz klappt alles ganz normal, weil da halt keiner danebensteht zur Bewertung. Auf Prüfungen geht der Hund dann anfangs (!) seehr dicht bei Fraule, und sie sprintet nicht gerade gleich los - weil "das Fraule ist nervös, da muß ich ja gut drauf aufpassen". Ergebnis der letzten Prüfung (Prüfer waren wohl irgendwelche, die Polizeihunde ausbilden normalerweise- man ahnt, was kommt): der Hund sucht (angeblich) nicht (weil er nicht gleich wie ne Rakete losgestürmt war), wurde befunden, bevor die auch nur das erste Opfer hätte in die Nase bekommen können. Rausgeprüft. Ein guter, zuverlässiger Einsatzhund - nur, weil er nicht ins persönliche Schema der prüfenden Hundeführer gepaßt hat: "ein guter Hund muß gleich losrasen wie bekloppt". Man hat ihr nicht mal die Chance gegeben, das erste Opfer überhaupt in die Nase zu kriegen.
Langer Rede kurzer Sinn: sowas ist die Folge von vorschnellen Urteilen.
Und die Aussage, daß Du (D)EINEN Hund ausgebildet hast, und dann aber auf die "Unerfahrenheit" eines Anderen hinweist - hm....... Erfahren vielleicht, in der RH-Arbeit allgemein. Das bin ich auch nach nunmehr 7 Jahren in der RH-Arbeit, wäre traurig, wenn nicht. Aber was Ausbildung betrifft? Das würde ich im Leben nicht von mir behaupten, das sind doch zwei ganzganz unterschiedliche Paar Schuhe... Nur, weil man einen Hund zur Prüfung gebracht hat, heißt das nicht, daß man am nächsten nicht scheitern könnte, weil der einfach anders arbeitet, was nicht zu einem selbst paßt. Oder, daß man nach 2 Stunden beurteilen könnte, ob ein Hund geeignet ist... (es sei denn natürlich, der geht, sobald er losgelassen, bösartig auf den Ausbilder los oder bricht vor Panik zusammen, wenn er nen Baum sieht - aber das sind ja eher die Ausnahmen *gg)