Kommt bisserl auf das Geräusch selbst an. Mein Bossli knurrt nicht, wenn ich aufs Sofa gehe oder so, aber ab und an, wenn er zB im Schlaf gestört wird (weil Biene in sein Körbchen mit reingeht, oder ich mich im Schlaf umdrehe), dann kommt so ein unwilliges "Gebrummel" sag ich immer. Das seh ich mehr als "Ey - laß mich in Ruhe!", also ein genervter Kommentar, keine Aussage à la "verzieh Dich".
Wenn einer von meinen erwachsenen "Monsters" bei mir aber knurren würde, weil ich aufs Sofa gehe, der flöge hochkant runter....
Man könnte, um die Situation zu entschärfen, Alternativen anbieten: zB wenn er aufm Sofa knurrt, ihm beibringen "Geh ein Stück zur Seite" oder so, sodaß man ihn nicht anfassen muß, und er lernt, daß er sich nur umplazieren soll, und ihm keiner den Platz wegnimmt. Oder eben runterschicken, indem ich ein Leckerli so vom Sofa weg werfe, daß er freiwillig hinterherhüpft. Dazu dann "runter" sagen, sodaß er das RUNTER kommando positiv verknüpft mit dem Spaß, das Leckerli zu fangen bzw. einzusammeln.
Das Treppenhochtragen könntet Ihr schlichtweg sein lassen - solange Hundchen nicht 200Mal am Tag die Treppe rauf und runterhöppt, ist das auch für nen Welpen kein Problem. Wenn er nicht getragen werden möchte, darf er im Zweifel alternativ auch unten bleiben (Treppengitter hilft Wunder). Oder das Tragen gezielt üben und mit Kommando belegen. Bei uns ist das einfach "tragen", und Biene freut sich dann total und stellt sich schon bereit zum hochnehmen, weil sie weiß, daß sie dann mitkommen darf. Für sie ist das inzwischen total toll. Man kann zB den Hund vom Wohnzimmer aus mittragen in die Küche zum Napf - dann wird das Tragen positiv belegt. Und wenn man die Treppen hochträgt, immer ein Leckerli geben, sobald der Hund auf den Arm kommt, und dann nochmal, wenn man oben ist, und ihn wieder runterläßt.
Generell würde ich aber überlegen, wenn es viele Situationen gibt, in denen der Zwerg knurrt, ob Ihr entweder ihn oft falsch "lest", sprich sein Verhalten nicht richtig interpretiert, oder ihn unbewußt "bedroht" (körpersprachlich), sodaß er meint, sich wehren zu müssen - das kann aber eher ein außenstehender guter Trainer sehen, als Ihr selbst. Oder alternativ meint der Kleine, hier Dinge regeln zu können, für die er nicht verantwortlich sein sollte - und dann frage ich mich, woher es kommt - evtl. keine klaren Anweisungen von Euch, mißverständliche Körper/Zeichensprache von Euch, mangelnde Konsequenz etc. Aber das muß man halt auch gesehen haben, denn so auf die Ferne kann man das ja nicht einschätzen :-)
Das Zwischenhundliche - hm..... generell darf ein Hund (auch ein Welpe) schon sagen, was ihm nicht paßt. Aber da kommts natürlich auf wieder auf die Situation an. Artet es darin aus, daß er den Ersthund "rumscheucht" á la "mach mal das Körbchen frei, da will ich jetzt hin", und dann "Nein, jetzt will ich auf das Sofa, geh vom Sofa runter" etc., dann würde ich eingreifen, indem ich zB feste Plätze zuweise. Und keiner hat den Platz des Anderen zu beanspruchen. Notfalls haben die Hunde grundsätzlich daheim im Körbchen zu bleiben o.ä. Oder der Kleine wird mal 10 Minuten im Körbchen angeleint, wenn er nicht drinbleiben mag. Einfach, um das Drinbleiben bei ihm durchzusetzen.
Also quasi wenige, aber klare Regeln, die konsequent eingehalten werden müssen; Ihr müßt sie dann also entsprechend im Auge behalten, um diese auch durchzusetzen.....
PS: nicht vergessen zu berücksichtigen: evtl. eine rassetypische Sturheit beim Befolgen (oder eben nicht-Befolgen) von Kommandos *gg Da hilft dann nur Konsequenz...