Beiträge von BieBoss

    ......Was ich mir aber vorstellen könnte, dass es für Hunde, die stärker "betüdelt" (beschmust, auf dem Schoß sitzen, im Bett schlafen usw.) werden, schwieriger ist, über längere Zeit alleine zu bleiben als für Hunde, die nicht ganz so engen Kontakt zum Besitzer haben.

    Würde es auch eher am Individuum und dem Training festmachen, solange es kein Hund mit schlechten Vorerfahrungen ist (und bei dem isses ja auch net die Rasse *gg).

    Terrier sollen ja allgemein sehr eigenständig sein - Bossi bleibt weniger gern allein als Biene (Pudel und angeblich sehr menschenbezogen - ok, da is auch Pinscher mit drin, ob die auch so sind, weiß ich net), der isses schlichtweg wurscht. Aber er hat bei uns auch nie wirklich Probleme gemacht mit Alleinsein. Vorher hat ers angeblich gar nicht gekonnt. Frieda dagegen ist eher terriertypisch - die legt sich hin, wenn sie allein ist, und döst fröhlich vor sich hin. Meist unter "ihrer" Bettdecke.... *gg

    Mit dem Betüddeln, das würde ich nur eingeschränkt unterschreiben: meine werden alle 3 sehr betüddelt, schlafen im Bett, sitzen auch auf dem Sofa oder dem Schoß etc., sind aber ansonsten sehr selbstbewußte Exemplare, die nicht vermenschlicht werden, sondern artgerecht beschäftigt werden und sich dabei austoben können. Und ich denke, ein Hund, der eher selbstbewußt ist und hundgerecht gehalten wird, hat damit eher kein Problem, alleinzubleiben, als einer, der halt als "Kinderersatz" gehalten wird und NUR ganztags bekuschelt, rumgetragen wird etc... Aber ich denke, das ist das, was Du meintest, dieses richtiggehend Verhätscheln, oder?

    ich belohne Anleinen, während ich die Leine befestige gibt es sozusagen direkt etwas.Das Problem ist aber auch nicht das Anleinen glaube ich, es fiel mir nur dabei zum ersten Mal auf.
    Sie kommt halt normalerweise alle paar Minuten zu mir, kriegt ihren Keks und geht wieder. Manchmal halte ich sie dann mit "Hier bleiben" noch ein paar Meter neben mir, dann schicke ich sie wieder los. Auch wenn ich sie nicht anleinen möchte, also die Leine gar nicht in der Hand habe -oder eh schon die Schlepp dran-, kommt sie nicht zu mir. Sie steht dann wirklich in einem gewissen Abstand und guckt doof. Geh ich weiter, geht sie mit. Wenn sie voran läuft wartet sie auf mich, geht aber in ihrem Abstand weiter voran. Geh ich auf sie zu schlägt sie irgendwann einen Haken und rennt weg, fast so als ob wir fangen spielen. Sie steht dann und wartet bis ich auf eine bestimmte Entfernung ran bin, dann rennt sie weg...geht also nicht jeden Schritt den ich auf sie zugehe rückwärts.
    Ich hatte auch gehofft ihr mit dem deutlichen Signal "anleinen" daraus helfen zu können, leider geht wirklich gar nichts in diesen Situationen.

    Hm - kannst Du sie mit Leckerli zu Dir locken? Ich denk einfach immer noch an Körpersprache - daß Du vielleicht etwas zu "bestimmt" auftrittst in dem Moment? Oder nicht so, als würdest Du es ernst meinen, oder sie unmerklich "bedrohst, wenn Du frontal stehst oder so. Dreh Dich mal bewußt seitlich dabei, guck sie nicht direkt an, geh in die Hocke und zeig das Leckerli zum Ranlocken - macht sie das besser nach einigen Übungen?

    Wenn der Abruf so nicht klappt, auch ohne, daß Du die Leine in der Hand hast, dann gehört Hundelinchen an die Schlepp - bis es funktioniert..... Denn mit jedem Mal, wo sie das Abrufkommando "in Frage stellt" und nicht kommt, und es schafft, Dir auszuweichen, hat sie einen Erfolg mit diesem Verhalten, und es wird sich weiter etablieren.

    Hast Du mal versucht, über ein SITZ-Kommando an den Hund zu kommen? Also statt abrufen zum Anleinen, einfach SITZ-Kommando auf Entfernung, dann hingehen (mit Bogen) und dort fürs SITZ bestätigen und anleinen, dann wieder bestätigen, diesmal fürs Anleinen? Ich denk halt an die Verknüpfung "Fraule ruft ab, dann komm ich gleich an die Leine"...

    Wir haben auch eine Dauerbaustelle, die hoffentlich an der Pubertät liegt, sich allerdings jetzt schon eine Weile hinzieht und nicht wirklich besser wird.
    Emma konnte nach 2 Wochen ohne Leine laufen, zuverlässig und in einem entspannten Radius. Gelegentlich ist sie mal im Wald verschwunden, kam aber immer wieder auf Kommando.
    Irgendwann hat sie angefangen sich nicht mehr anleinen zu lassen. Sie steht dann 5-10 m entfernt und guckt wie ein Auto. Dann kommt sie nicht zu mir, nicht zu anderen Menschen mit denen wir spazieren gehen und die sie gern hat. Nicht mal ihre absoluten Lieblingsmenschen aus dem Tierheim aus dem sie kommt dürfen das dann.
    Wir müssen dann manchmal sehr lange warten bis sie sich irgendwem nähert.
    ........

    Hm - könnte mir vorstellen, daß sie irgendwas verknüpft hat à la "wenn ich rangerufen werde, ist der Spaß zu Ende, und die Leine wird angehängt". Dann hat natürlich kein Hund mehr Lust, herzukommen - sind ja net doof, unsere Mäuse *gg

    Daher als Idee: Hund herrufen, wenn da, bestätigen, und in gefühlt 99% der Fälle wieder losschicken. Du rufst also so gut wie gar nicht mehr her, um anzuleinen, sondern eher, um kurz mit ihr Spaß zu haben!
    Anfangs schon bestätigen, wenn sie auf den Ruf hin Dich anguckt und/oder ein-zwei Schritte in Deine Richtung geht - einfach Leckerli werfen - und zwar so, daß Du die Leckerli hinter Dich wirfst, wenn sie frontal vor Dir steht, sodaß sie, um die Leckerli zu kriegen, direkt an Dir vorbei muß, und die Erfahrung macht, der Spaß ist nicht bei Dir zu Ende, nur weil Du gerufen hattest.

    Weiterhin würde ich das Anleinen positiv belegen, indem Du (erstmal daheim, wo es evtl. eher klappt, notfalls mit dem Futternapf in der Hand *gg) rufst, anleinst, Leckerli/Futter gibst (oder mit Spiel bestätigst, was halt so für sie toll ist), und dann sofort wieder ableinst (mußt ja beim Fressen nicht das Leinenende halten, kannst auch gut und gern paar Schritte weggehen, damit der Hund sich beim Futtern net bedrängt fühlt, geht ja nur darum, daß Leine positiv verknüpft wird). Quasi das Anleinen als Spiel gestalten, oder abends beim Füttern etablieren, daß Anleinen toll ist, weils damit Futter gibt.

    Was ich mit meinen mache, wenn ich anleinen will: ich zücke die Leine gut sichtbar, rufe die Hunde voll freudiger Erwartung: "Kommt Ihr her? Gehn wir zusammen?" Als würde ich was furchtbar Spannendes zusammen planen, wie wenn ich z.B. zum Spiel auffordern möchte. Dann kommen die inzwischen echt wedelnd, lassen sich anleinen, und dann renne ich ein Stückchen, oder mach irgendeinen Quatsch mit ihnen (Fußgehen beide nebeneinander - sehr lustig, weil sehr unterschiedliche Beinlängen der Hunde...*gg) und kullere ihnen ein Leckerli vor die Nase. Es reicht auch, wenn ich zur Leine greife und nur gucke nach den Hunden, dann kommen die meist schon wedelnd her. Und beim Weitergehen frag ich dann halt "Naaaa - wo gehn wir jetzt hin? Wollen wir nach Hause? Ihr seid sooo toll" - verstehn tun die nix von dem Gequatsche, denk ich *gg, aber der Tonfall ist total aufregend und spannend. Also MUSS die Leine ja toll sein *gg

    Außerdem: achte mal auf Deine Körpersprache beim Anleinen - nicht über den Hund beugen oder sonstwie bedrohlich wirken. Lieber in die Hocke gehen, und von der Seite her die Leine dranmachen, als frontal von vorn über den Hund beugen und dabei nach dem Hals (Halsband) greifen. Und wenn Hund dann kommt zum Anleinen - sofort loben (fürs Herkommen!), nicht noch eins draufsetzen, indem Du auch noch ein SITZ forderst vorm Anleinen! und das Anleinenlassen nochmal separat bestätigen. Also: Hund rufen, seitlich zum Hund in die Hocke gehen (also mit der Schulter zu ihm, sodaß er von rechts oder links zu Dir kommt), wenn er dann vor Dir ist, mit einer Hand Leckerli rein, mit der anderen Halsband greifen. Anleinen, nochmal Leckerli, losgehen (oder wieder ableinen, wenn man nur übt)... :-) Manchmal übe ich das auch nur so - Herkommen, Anleinen, zwei Schritte gehen, wieder laufenlassen. Damit sie sehen, Leine heißt nicht grundsätzlich, daß jetzt der Spaß zu Ende ist.

    Sitz vorm Anleinen kann ich z.B. mit meinen Hunden machen - sobald sie das Halsband sehen, drehen die so auf vor Freude, daß es rausgeht, und die kommen supergern zu mir zum Anziehen - aber können dann vor Freude einfach net stillstehen, sondern hüpfen rum wie bescheppert. Dann gibt´s ein SITZ Kommando, damit der Kopf wenigstens 2 Sekunden still steht, um das Halsband überzustreifen. :-) Aber wenn der Hund eh nur zögerlich zu Dir kommt, und sogar Dich in der Situation eher meidet, würde ich in da niemals noch ein Kommando zwischenschalten (zwischen Herkommen und das Lob, geschweige denn zwischen Herkommen und Anleinen), sondern umgehend loben, sobald der sich zu mir in Bewegung setzt, und dann Leckerli rein, sobald er bei mir ist. Denn sonst wird der Hund, der grade eh nur sehr unwillig hergekommen ist, mit einer neuen Anforderung zur Unterordnung quasi eher "bestraft" als belohnt - und dann wunderst Dich auf der anderen Seite, wenn er sich nicht anleinen läßt..... Also das Herkommen sofort bestätigen, kein Sitz vorm Anleinen!

    Zum Thema "gelegentlich im Wald entschwunden", das Du da so gelassen ansprichst - da kann ich nur sagen "Wehret den Anfängen!" und macht Euch an die spannende Aufgabe des Anti-Jagdtrainings..... Jetzt und heute! Gerade in der Pubertät wird der Jagdtrieb entdeckt. Erstmal isses "nur ne Spur verfolgen" und "kommt gleich wieder". Irgendwann stößt "Hundchen" dabei dummerweise tatsächlich auf ein Stück Wild - und das wird das erste Mal sein, daß "Hundchen" eben nicht auf Ruf wieder rauskommt.... Dann kannste u.U. paar Stunden suchen. Glaub mir, das wollen Deine Nerven nicht... *ggggg


    Und hatte der Hund erst mal die Gelegenheit, eine Spur zu verfolgen (und nach Deinen Worten tut er das ja bereits immer wieder mal!), dann ist dieses Verhalten aus dem Jagdrepertoire schon etabliert, und er hatte erste Erfolge! Ja - auch ein Spurverfolgenlassen ist schon ein Jagderfolg, und irgendwann mündet der dann in ein Hetzen - auch das ist selbstbelohnend (Spaß beim Spurenverfolgen/Rennen!), und selbst wenn das Tier dabei nicht vom Hund erwischt oder getötet wird, ist das für den Hund ein Jagderfolg, weil er selbstbelohnendes Verhalten ausführen darf. Während der Halter sagt "der kommt ja immer wieder auf Abruf...." Klar - solange der Jagdtrieb noch nicht überhand nimmt. Du hast quasi schon etabliertes Jagdverhalten- nimm es erst - ist viel Spaß, das wieder rauszukriegen..... *ironieoff

    Ja, so ganz zufrieden bin ich mit dem Maulkorb auch nicht, liegt vielleicht auch an meiner laienhaften Handhabung.
    Hecheln kann sie damit und trinken auch.
    Wenn sie ihn (zum üben) an hat, gebe ich ihr diesen Roller zum schlecken. Sobald er weg ist, will sie ihn ausziehen und schafft es auch.
    .......

    Denselben hatte ich mir für meine Frieda auch angeschafft. Ich find die gut, eben WEIL sie damit trotzdem futtern kann - mit nem Gittermaulkorb in der Größe, da kriegste kein Leckerli mehr durch, außer Du atomisierst das Teil *gg Und ich wollte mit ihr gezielt Hundekontakte üben - sprich, wenn ein Hund kam und sie blieb ruhig, gabs eben Leckerli.

    Durch die Verstellmöglichkeit am Maul kann man das Teil so einstellen, daß der Hund zwar net gefährlich beißen kann (weil das Maul nimmer weit aufgeht), aber sehr wohl hecheln, Wasser trinken am Fluß und kleine Leckerli aufnehmen. Und die Blindeline stößt sich net ständig den Mauli auf die Nase, wenn sie irgendwo gegenrumpelt....

    Aber wenn der Hund den abstreift, hilft der natürlich nix mehr... Aufsetzen, anständig anpassen (das heißt in Deinem Fall so eng, daß Hundi eben NICHTS aufnehmen kann), loslaufen, und wenn Hundi stehenbleibt, um ihn abzustreifen, ein NEIN und WEITER, dabei weitergehen, und sobald er sich wieder in Bewegung setzt, feste loben. In Deiner Situation haste nicht mehr die Möglichkeit, den außerhalb der Wohnung weiterhin positiv aufzutrainieren (was einen ja nicht dran hindern soll, das daheim weiterhin mit Leckerligeben zu üben), die Gefahr ist einfach zu groß. Mußt es halt so positiv wie möglich mache, sprich toll bestätigen, wenn sie immer mehr Schritte ohne Abstreifversuch geht, Spaß machen mit ihr (ne Runde rennen, und quietsch einfach vor Freude rum, wenn sie ihn gut trägt etc.)... Evtl. mal ne Spur legen o.ä. - sodaß sie verknüpft, mit Mauli gibts tolle Beschäftigung oder so, und den dann irgendwann einfach vergißt bzw. der dann einfach dazugehört zum Spaß.

    Fällt mir grad ein: ich habe den Halteriemen, der hinter den Ohren sitzen soll, etwas weiter gestellt, und mit durchs Halsband gesteckt, damit der Mauli nach vorne nicht abstreifbar ist für Hundelinchen.

    PS: mit nem anderen Mauli wirst aber trotzdem dasselbe Problem haben, daß der Hund versuchen wird, das Teil abzustreifen, weil er den ja auch noch net kennt..... Aber zumindest ist der dann sicherer, und der Hund kann damit hecheln - vielleicht beim aktuellen Wetter nicht sooo wichtig, aber spätestens im Sommer taugt der abgebildete Mauli dann nimmer, wenn er eng geschnallt werden muß! Überhitzung vom Hund droht, wenn er nicht mehr hecheln kann.

    .........@BieBoss : Ein Nein, oder wie immer man es auch nennen will, halte ich in dem Fall für nicht zielführend. Cala kennt, wie schon gesagt, ein Abbruchsignal, ich nutze es aber bewußt nur in Ausnahmefällen.
    Ich möchte langfristig eine Veränderung ihres Befindens erreichen, und das nicht, indem ich sie "blockiere".
    Das hat auch nichts damit zu tun, dass ich ein "Nein/Schluss/Aus" nun für tierschutzrelevant halte - aber unser Plan ist ein anderer...

    Aaah - danke für die Erklärung :-)

    .........Das ist wie mit der Zwingergröße für Hunde, das sind 6qm bei Daueraufenthalt im Zwinger (zumindest war das früher mal so),.....

    Ha - da weiß ich was zu: das steht in der Tierschutz-Hundeverordnung §6, und ist abhängig von der Größe des Hundes.

    Bis zur SH von 50 cm sinds 6 m², bis SH 65 cm 8 m², und darüber 10 m².... Auch nicht die Welt......

    Für die anderen Tiere: tatsächlich, bin beim Googeln nur auf Merkblätter des TVT gestoßen.... :-(

    Wert des Tieres darf offiziell eigentlich keine Bedeutung haben.
    Sicherlich spielt aber auch oft Sympathie und "Nicht - Sympathie mit rein: Ein Tierhalter, der sich aufführt, als wüßte er alles, äußerst Arrogant und daneben rüberkommt (z.B. weil er dem TA dessen angeblichen Grundbesitz anneidet), dann kann es sicher schon mal viel teurer werden ;)

    Steht aber echt so drin in der GOT :-) Hab mich auch bisserl gewundert.... Wahrscheinlich sind so Sachen damit gemeint, wie daß man nicht ne OP eines Tiers, das "nur" 5 Euro gekostet hat, mit dem 3fachen Satz bewertet oder so (hoff ich mal....)

    Warum soll er denn nicht zu anderen Hunden?
    Ich finde es todtraurig, wie so gesellige Tiere wie Hunde es sind, immer wieder an Kontakten gehindert werden.
    .......

    Hey, Leinenträger (süßer Name übrigens... :-) ),

    Du schließt damit jetzt aber aus der Tatsache, daß jemand jetzt und heute den Hund an der Leine hat, darauf, daß dieser Hund nie Fremdhundkontakte haben darf..... Das ist mir ein bißchen zu sehr verallgemeinert.

    Nochmal zum besseren Verständnis in Sachen Kontakt haben, ganz bewußt ein bißchen überzogen geschrieben *gg:

    Du bist jederzeit herzlich zur Kontaktaufnahme mit Deinem leinenlosen Hund an der Straße eingeladen, wenn
    - ich rücksichtsvollerweise mit angeleintem Hund rumlaufe, weil er eben mal Giardien/Flöhe hat oder grad dank Schmerzen blöd drauf ist und keinen Bock auf andere Hunde und Spielchen hat
    - ich meine Frieda dabei habe, die Deinem Hund dann zeigt, was sie davon hält, daß er mit ihr (auf der Straße, aber auch sonstwo) "spielen" möchte (sie ist da sehr unmißverständlich, wohl dank schlechter Erfahrungen mit Hunden allgemein, in der Zeit bevor sie zu mir kam)
    - ich alle drei Hunde dabei habe, von denen sich mindestens zwei davon in die Haare kriegen angesichts des Fremdhundes (Übersprungshandlung), während Deiner dazwischensteht
    - es Deinem Hund nichts ausmacht, daß mein Terrier angep...t reagiert, weil ein Fremdhund in die Truppe reinrennt,
    - und Du hinterher in diesen Fällen die Tierarztrechnungen aller Hunde übernimmst..... :-) :-)
    - oder wenn Du grad nen wichtigen Termin mit Hund hast (und wenns nur die Kartoffeln sind, die daheim aufm Herd vor sich hin zerkochen, oder aber ein Arzttermin), und ich Dir entgegenkomme, und partout gerade Hundekontakt zu Deinem Hund möchte (während Du weißt, die Kartoffeln brennen grad an, weils Wasser verkocht ist *gg).

    Es gibt also mehr als genug Gründe, MAL keinen Hundekontakt zulassen zu wollen - ohne, daß ich auf der Straße jedes Mal Lut hätte, mich dafür rechtfertigen zu müssen, weil Du oder ein beliebiger anderer Leinenträger :-) mir entgegenkommt und der Meinung ist, sein Hund müsse grade jetzt und hier Sozialkontakte pflegen.....

    Insofern ist es schon nett und oft zum eigenen Besten, wenn man vorher fragt, ob Hundekontakt an der Stelle und zu dem Zeitpunkt überhaupt erwünscht ist, bevor man den Hund hinläßt, ganz klar. Denn das, was ich oben beschrieben habe (und sicher noch tauend andere Situationen), sind alles so Faktoren, die kannst Du als Gassigänger mit Deinem Hund gar nicht sehen/wissen oder abschätzen.

    Das bedeutet noch lange nicht, daß meine Hunde generell nie oder nicht ausreichend Hundekontakt hätten (wäre auch schwer, bei Haltung von 3 Hunden, den Kontakt aller untereinander zu unterbinden) - aber wann sie den haben können und mit wem, kann nur ich entscheiden - weil ich meine Hunde einschätzen kann, wann sie wie auf welchen Hund reagieren werden, in welcher Konstellation. Und weil ich, wenn ich mit krankem und angeleintem Hund unterwegs bin und Kontakt unterbinde, damit Deinen Hund evtl. grade vor Giardien/Flöhen etc. schützen wollen könnte.

    Wenn ich all das aber jedem Fremden erklären muß, weil der seinen Hund zu uns läßt, damit sein Hund Sozialkontakte pflegen kann - sorry, bis ich mich ausreichend erklärt habe, haben meine Hunde halt schon reagiert, oder etwaige Flöhe sich begeistert auf ihr neuestes Opfer gestürzt.... *gg. Und deswegen bin ich sehr dafür, daß ICH selbst bestimme, wann welcher Hund von mir Kontakt haben darf und wann nicht. In den allermeisten Fällen ist das der Fall - zB wenn ich auf dem Feld oder im Park unterwegs bin, wo eh jeder Hund frei läuft. Aber wenn meine Hunde wirklich mal an der Leine sind, ist das fast ausschließlich auf der Straße der Fall, weils einfach zu gefährlich ist, und da müssen sie halt mal ohne Kontakt leben. Nicht oft, aber kommt vor. Und sie haben weder Flöhe noch Giardien, das waren nur Beispiele *gg Du darfst also nicht davon ausgehen, wenn Du jemanden mit angeleintem Hund siehst, der gerade keinen Kontakt wünscht, daß diese Hunde nie Kontakt haben dürfen - das gibts glaub ich doch relativ selten, zumindest ohne daß irgendwas dahinter steckt.

    Und ja - ich bin der Meinung, egal, wie sicher der Hund an der Straße geht, der gehört an die Leine. Da kommt ein pöbelnder Hund auf uns zugeschossen, schon springt mein Hund ausweichend auf die Straße, auf der ein Auto kommt. Oder es tut nen Knall (wir wohnen 20 km weit weg vom nächsten Truppenübungsplatz, aber den Lärm, wenn die schießen, hört man bei blödem Wind echt laut bis hierher; kann aber auch mal ein unfallbedingter Lärm sein), und der Hund erschrickt und springt auf die Straße. Oder der hundliche Erzfeind kommt auf der anderen Straßenseite entgegen, genauso ungesichert wie der eigene. Oder (solche Idioten gibts tatsächlich, man sollte es nicht glauben): auf der anderen Straßenseite steht wer und schnalzt nach dem Hund und hat dummerweise grad auch noch ein Bratwurtsbrötchen in der Hand und ein quietschendes Kind daneben - und der Hund denkt net nach, sondern läuft einfach los..... Das Risiko wär mir einfach zu hoch. Und in solchen Situationen dann noch zwei bis vier spielende Hunde aufm Gehsteig, sodaß die Passanten dazwischen durch gehen müssen oder drüberstolpern, ist auch ne Zumutung.... (wenn meine Terris spielen, dann geht das eher weniger ruhig ab *gg und die Straße würde im Nu zum Spielplatz). Dafür gibts doch genügend Hundewiesen oder Felder oder Ausläufe. Deswegen gibts bei uns an der Straße grundsätzlich kein "leinenlos" und kein "spielen". Obwohl wir trainiert haben, daß die Hunde aufm Gehsteig bleiben - aber es sind und bleiben Lebewesen, die bei Erschrecken unerwartet reagieren können, und dann sich und andere gefährden.

    Zum Thema: alles, was mir dazu beim Lesen noch einfiel, wurde im Lauf des Threads dann genannt :-) Letztlich wird man immer ein bisserl austesten müssen, wie der eigene Hund auf was anspringt, womit ich ihn am besten aus dem Fixieren losreißen kann. Ungewöhnliche Geräusche (die auch in aufregenden Momenten zum Hundehirn vordringen *gg), Ansprechen, Berühren, Quietschespieli zücken, Pfeifen, Leckerlitüte rascheln - was halt der Hund total toll findet..... und sobald die Aufmerksamkeit dann nicht mehr beim Fremdhund ist, sondern bei mir, bestätigen wie doof :-) Wenns gar net geht - war man schon zu nah dran am anderen Hund, um Erfolg haben zu können, war der Streßlevel vom Hund schon zu hoch. Das wird aber in der Realität immer wieder vorkommen, weil man einfach net verhindern kann, daß jemand mit Hund unerwartet um irgendeine Ecke kommt. Für solche Situationen hilft nur Management. Auf die Seite gehen, kurz umkehren, ablegen, was auch immer, damit Hund nicht nach vorn geht, bzw. zum anderen Hund hinkommt. Damit muß man halt leben, wenn man nicht auf dem Mars wohnt *gg Ärgerlich, ja - aber je weniger man daraus nen Hype macht, desto weniger wirft es einen im Training zurück.....