Beiträge von BieBoss

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    Bei uns ist der derzeitige Standpunkt, dass wir den Abruf neu aufbauen und üben müssen, da sie sonst immer nur kam wann sie wollte.
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    Warum neu aufbauen - ich hab in letzter Zeit, um den Rückruf aufzufrischen, immer mal wieder Leckerli mitgenommen und in die Hunde gestopft, wenn sie umgehend gekommen sind.

    Dadurch hat sich das Tempo bei Herankommen deutlich beschleunigt, ebenso wie die Spanne zwischen meinem Rufen und dem Umdrehen und Loslaufen des Hundes sich doch wieder etwas verkürzt hat... :-)

    Ich denke, mit bisserl Auffrischen ist das getan, das muß man nicht neu aufbauen. Mit ein wenig mehr Konsequenz und der durch bessere/gehäufte Bestätigung wieder gestiegenen Motivation, zu kommen, kann man schon viel ausrichten, da brauchts kein neues Kommando für - das hilft auch nicht gegen mangelnde HF-Konsequenz *ggg

    Das ist völlig normal. Als meine Frieda im Sommer unterm Messer war, durfte ich beim Aufwachen dabeisein. Irgendwann nach 22 Uhr -die komplette Praxis war schon auf Hochglanz geputzt- wollten die Mitarbeiter des Doc dann gern heimgehen (OP war nach 19 Uhr gewesen, so bis 20 Uhr etwa). Haben gefragt, ob sie schon läuft. Ne - die hatte sich nichtmal hingesetzt, aber immerhin schon rumgeschaut (ich sag immer "geschaut" - sie "schaut" natürlich nur mit den Ohren, wendet den Blick aber dabei trotzdem zu mir, als könnte sie sehen) und sich zu mir gedreht, natürlich noch total verpennt und desorientiert.

    Da hat die TA-Helferin sie vorsichtig gepackt und hingesetzt - Frieda ganz verdutzt, überhaupt net reagiert, aber sitzengeblieben. Die Helferin guckt prüfend: "OK- fällt net um - geht heim..." :lachtot: Muß aber dazusagen, die kennen mich ja inzwischen, und wissen, daß mich sowas net schockt, und daß ich mir das zutraue mit dem Hund.

    Ich hab sie dann ins Auto gesetzt (laufen ging noch net), sie hat sich gleich ins Kissen gekuschelt und schlief auf der Heimfahrt weiter. Daheim konnte sie dann schon gehen, nachdem ich sie ausm Auto gesetzt hatte (normalerweise springt sie, aber man muß es direkt nach ner OP und noch halb narkotisiert ja nicht übertreiben, ne?... |) ), und lief dann zur Haustüre. Die Treppen hab ich sie dann aber wieder getragen, und bis zum nächsten Tag schlafen lassen. Dann war sie wieder fit.

    Mach Dir also keine Sorgen, gib ihr die Zeit, ihren "Rausch" auszuschlafen :-) Hat ja auch jeder Hund nen anderen Stoffwechsel - der eine wacht auf ist gleich voll da, der Andere braucht n bissl. Sicher auch altersbedingt - bei der OP vor 6 Jahren war Frieda auch recht schnell so fit, daß sie selbst rausgelaufen ist. Aber mit 14 darf man nach ner Narkose schonmal bissel langsamer sein...

    PS: wenn ich gewollt hätte, hätt ich den Hund auch früh abgeben und abends abholen können. Aber das kann ich nicht. Wenn die Mäuse was haben, bleib ich bei ihnen, auch wenn ich schlecht in den OP mit rein kann. Und nachdem Frieda ja ein bißchen besonders ist durch ihre Blindheit und die Unverträglichkeit mit anderen Tieren, möcht ich dann für sie da sein und sie beruhigen, aber auch im Griff haben können. Ein Aufwachraum, in dem andere Tiere untergebracht wären, wäre Streß pur, die würde (noch unter Narkose!) nen Aufstand und Gezeter machen. Auch bei der OP vor 6 Jahren schon hab ich auf sie gewartet, udn sie dann in nem separaten Zimmer beim Aufwachen begleiten dürfen, und sie dann gleich mit heimbekommen.

    PPS: warum sollte sie sich nen anderen Tierarzt suchen - das verstehe ich grad nicht! Ist doch alles ok gewesen....

    Ich mache auch jeden Tag "Tierversuche" und gebe meinen Hunden Dinge zu futtern, um zu testen, obs ihnen schmeckt - mal ne Gurke, mal ne Wurst, mal ein bisserl Quark/Joghurt...... Bin ich jetzt auch ein Tierquäler? Oder sind das nur Firmen, weil die mit dem Futter Geld verdienen?

    Ne Tierschutz-Orga, die auf ihrer Seite u.a. empfiehlt einen Fleischfresser wie die Katze vegetarisch zu ernähren, kann ich nicht wirklich ernst nehmen. Bei sowas ist mir nämlich danach, den Tierschutz zu rufen.....

    Jepp - "normale" Polizisten (also nicht-Polizeihundestaffler) haben nur dann Ahnung von Hunden, wenn sie privat daran interessiert sind, die werden nicht geschult im Umgang mit Hunden. Außer, daß man ne Wohnung besser nicht betritt, wenn der Hund schon sabbernd und knurrend mit gesträubtem Nackenfell in der Türe steht *gg

    Was der eine weiß, gibt er an neue Kollegen weiter bei Einsätzen, wenn mal wo ein Hund in ner Wohnung mit drin ist, wo die rein müssen, aber es gibt keine speziellen Schulungen. Hab zwei Polizistinnen in der RH-Staffel, da hab ich mal eine gefragt.

    Die von der Hundestaffel kennen sich besser aus mit Hunden, und haben wahrscheinlich auch das u.U. notwendige Werkzeug, einen Hund, der sich gegen Menschen auffällig gezeigt hat, sich vom Leib zu halten und sicher einzufangen. Und v.a. trauen sie sich das wahrscheinlich eher zu als Andere.

    Da hat sich tatsächlich in den letzten Jahren viel getan - als ich meine Frieda vor 6 Jahren hab operieren lassen müssen (Mamma-Tumore), hat sie anschließend Pflaster draufgehabt und nen Body bekommen, immer schön alles abgedeckt, damit jaaaa nix passiert.

    Jetzt, als sie im Sommer den Darmverschluß hatte (dieselbe Arztpraxis, selber Arzt), wurde einfach zugenäht. Am ersten Tag kam ein Pflaster drauf, das wurde bei der Nachkontrolle am nächsten Tag entfernt. Ich so: :shocked: Der Doc: lassen Sie einfach Luft dran. Das ist zugenäht, da kann nix passieren oder reinkommen. Und der Hund geht da nicht dran. Aaaa-ha...... Dachte mir "Naja, hoffentlich hast Du ihr das auch erzählt!" und bin dann heim.

    Und tatsächlich: die ist ab und an drangegangen, aber so wie´s ausgeschaut hat, echt nur, um die Stellen zu säubern. Krusten wegschlabbern etc. - die Fäden blieben völlig unbehelligt (klar, ziept ja bestimmt auch in der Haut, wenn sie drangehen). Die Nacht hat sie immer im Bett verbracht, vorsichtshalber auf nem Handtuch - ich traute der Sache nicht so ganz. Ab und an nachts hörte ich sie wieder putzen - die ersten 2-3 Nächte hab ich dann Licht gemacht und geguckt, daß sie keinen Unsinn machte - aber war alles ok. Dann hab ichs anschließend ignoriert. Dann noch 2-3 Tage ins Büro mitgenommen, damit ich sie unter Aufsicht hatte, und anschließend blieb sie mit ihren Fäden und der Bettdecke alleine. Klar, Töchterchen war daheim. Aber die hat auch nicht immer ein Auge drauf 24 Stunden am Stück. Was soll ich sagen - es ist alles wunderbar verheilt.

    Ein kleines Löchlein tat sich nach dem Fädenziehen auf. War nämlich 1-2 Tage nach dem Ziehen auf DF-Treffen mit ihr *gg. Sie durfte auch ganz kurz ins Wasser (war einfach zu heiß unterwegs, dachte mir, Füßchen kühlen is ok), sah alles gut zu aus. Hinterher festgestellt, daß da irgendwo ein kleiner Tropfen rauskam - da gabs noch ein kleines Löchlein neben dem eigentlichen Narbenverlauf, wo der Doc nen Knubbel mit rausgenommen hatte (hat sich als gutartig rausgestellt), das Loch war unter der Haut durch nen Gang mit der Narbe verbunden (der hat wohl von dem großen Schnitt aus unter der Haut durch geschnibbelt, keine Ahnung!), und das war wohl nicht zu 100% zu, und so war die Maus im Wasser :hilfe: . Naja, hab dann gleich Desinfektionsmittel drauf am Auto (der Rettungshundeführer denkt auch an den Hund in Sachen Erste Hilfe und hat daher immer was im Auto *gg), den Doc am nächsten Tag gefragt, aber der meinte, da passiert nix. Und er hatte Recht.

    Mit Bossi hab ich nach 3-4 Rißwunden in seinem Terrierleben inzwischen auch raus, daß nix machen besser ist als zum Arzt zu gehen *gg Beim letzten Mal hat der Doc 3 Versuche gebraucht, bis die erste Klammer in der Haut hielt, weil er schon 2 Stück druntergepackt hatte. Das arme Hündchen hats mit leisem Fiepen ertragen (ein Indianer Terrier kennt keinen Schmerz...) - ich bin aber dann in die Luft gegangen, als ichs am Auto genauer betrachtet hab, die unteren 2 Klammern waren nämlich nur zu jeweils einer Hälfte in der Haut, der Rest lag in der Luft - seeeehr sinnig. Nunja - als ich daheim ausm Auto ausstieg, waren die Klammern jedenfalls weg; alle drei! Gefressen hat er sie aber net, schätze, das hätten wir irgendwann gemerkt *gg Aber gefunden hab ich sie auch net. Und dafür hatte ich auch noch nen Sonntagszuschlag gezahlt..... :gelbekarte: Jedenfalls hab ich daheim 2 Tage noch jeweils Betaisodonna draufgekippt, und dann war gut. Ist schön abgeheilt, auch hier ging der Hund nicht dran.

    Jedenfalls werd ich den Tip, den ich hier irgendwo gelesen habe, umsetzen und meine Hundeapotheke im Auto um Sekundenkleber erweitern! Ich denke, das ist bei dem Kerle ganz sinnig *gg Es erwischt bei ihm nämlich immer die Beine, immer nur entweder kleine Löchle oder 1-2 cm-Risse der Haut...

    Meine zwei flippen total aus, wenn wir ums Eck biegen bei meinen Eltern. Zwei Straßen vorher geht schon das Gefiepe los, die wissen ganz genau, wo wir langfahren (und wir haben 70 km zwischen uns!).

    Wenn ich dann vor der Haustüre stehe und den Kofferraum aufmache, dann rasen die beiden raus wie gestört, Bossi muß drin dann immer alle von der Familie begrüßen gehen, aber Biene kreischt und schreit schon im Auto vor Freude, springt draußen nen Meter hoch, fliiiiiegt übers Gartentörchen (keine Zeit, zu warten, bis ichs aufmache) und bellt ganz laut, bis die Haustüre aufgeht, und sie meine Mutter sieht! Die ganze Straße weiß bei uns immer: Familie xy bekommt Besuch! Ich weiß nicht, was die zwei aneinander für nen Narren gefressen haben - meine Mutter hat´s eigentlich gar net so mit Hunden, vor großen Hunden hat sie total Respekt, Bossi ist ihr auch schon zu stürmisch - aber Biene kommt auf ihren Schoß und freut sich und fiept dort, daß es nimmer feierlich ist - und die wird auch durchgeknuddelt, am besten bis das halbe Fell weggeknuddelt ist :-) :-)

    Wer uns in solchen Situationen sieht, würde nicht glauben, daß die Hunde jemals das Wort "Impulskontrolle" auch nur auf die Entfernung gehört haben, geschweige denn sowas besitzen würden... Bin gespannt - am Sonntag gibt´s bei uns Adventskaffeeklatsch mit Family, da werden die Kröten wieder nen Tanz aufführen..... :-) Wenn Schwesterherz dann noch ihren Zwerg mitbringt (Zwergpudel in Schwarz wie Biene, nur noch mehr Gummiflummi - hätte nicht gedacht, daß das ginge, aber der schafft´s, sie zu toppen!), dann können wir uns nur noch auf die Sofas retten *gggg Naja - hätten sie zumindest gerne. Irgendwann sprechen Schwesterchen und ich dann doch ein Machtwort - und plötzlich können sie auch anständig im Eck liegen nach der ersten Aufregung. Aber gut, wir sehn uns auch selten, klar, daß die Hunde sich dann freuen...

    ......hört aufs Wort......

    Kennst den: "Das sag ich auch immer von meinem Hund - ich weiß nur noch nicht, auf welches!" *ggggg Fiel mir grad ein, wo ich das lese... Der is so doof, daß ich immer wieder drüber lachen muß.

    Und bei meiner Frieda sag ich immer: das lernt die schon noch, sie ist doch erst 14... (ein anständiger Jagdterrier wird mindestens 100!)

    Es hält zumindest MIR keinen Spiegel vor, abgesehen davon, dass mir vor dem Tag graut, an dem gedoodlete Cattles in Mode kommen :( :

    Ha - jetzt hat sie DIE Marktlücke entdeckt! |) Bevor´s ein Anderer tut: trau Dich und laß die Idee patentieren! Da wirst Du reich..... Aber Du muß tnen gescheiten Namen ausdenken: Cattledoodle hört sich komisch an...... Vielleicht Cattlepoo? :headbash:

    :flucht:

    Außerdem haben wir NIE geprügelt oder geschlagen!
    Nur die Wasserflasche benutzt und Jenny schwimmt trotzdem ganz gern mal.

    Oh - das war NICHT auf Dich bezogen, um Gottes Willen.... Das wäre ja voll die gemeine Unterstellung :-) Das bezog sich eher darauf, daß ich schrieb, daß der Hund das Verhalten dann definitiv NICHT mehr zeigen würde, wenn ich abbreche, wollte dabei aber explizit ausschließen, daß jemand auf die Idee kommt, daß hier mit Strafen/Prügeln gearbeitet worden wäre. Sorry - war wohl mißverständlich ausgedrückt... :-)

    Zu dem "trotzdem schwimmen": Ich denke nicht, daß bei Anwendung der Wasserflasche das Wasser das Schlimme ist, sondern das Erschrecken. Weils halt so unvorhergesehen kommt.

    Ich bin jetzt kein "Wattebausch auf zwei Beinen", also es kommt schon auch vor, daß ich nem Hund mal ne Ansage mache oder so - wenn der partout, obwohl er´s gelernt hat, nicht aufhört, Mist zu machen. Und so Mancher braucht´s auch einfach mal deutlich gemacht, daß Fraule das jetzt gerade ECHT ernst meint.

    Aber so rein lerntheoretisch bring halt die Wasserflasche echt nur das: daß der Hund merkt, Fraule setzt sich durch. Das ändert aber nichts an dem Grund für´s Austicken in Situationen, an dem Vorhandensein des Frusts bzw. an dem Mangel an Frustrationstoleranz. Und daher arbeitet Wasserflasche genau in der Situation, in der man gerade ist (also Hundebegegnung in dem Fall), wenn ich aber an der Frusttoleranz arbeite, nutzt mir (und dem Hund) das auch generell, weil der Hund dann auch für andere Situationen höhere Frusttoleranz hat.

    Und wenn der Hund erst gar nicht in Streß gerät in dieser Situation und nicht hochfährt (weil er gelernt hat, er darf hin, wenn er "sich benimmt", also anständig im Fuß vorbeigeht), muß er auch nicht ausrasten. Denn ein entspannter Hund hat ne höhere Reizschwelle als einer, der eh schon auf 180 ist (wer unterwegs schon nach Hunden scannt, um dann ausrasten zu können, der steht ja schon total unter Streß, bevor ein Hund kommt!) und sich dann nur mühsam beherrscht, weil ers halt gelernt hat, daß das verlangt wird.