Beiträge von BieBoss

    Ich hab meinen anfangs entweder ein Leckerli fürs Reingehen gegeben, oder sie bei Bedarf einfach reingesetzt mit dem Worten "geh´mer in die Box" oder so, "Feiiiin Box". Halt immer wieder dazugesagt, und irgendwann haben sie´s schon kapiert.

    Heut funktioniert´s über "Hoppa Box" oder "Rein mit Dir", "Iiiin die Box" oder nur "Hoppa" *gg Ich glaub, daran ist aber nicht etwa ein effektives Training schuld (ich hab das Boxgehen nie explizit geübt, sondern halt einfach verwendet), sondern eine eindeutige Körpersprache - mit Zeigen in Richtung Box, Tür aufhalten und mit der anderen Hand reinschicken (so ne wink-Bewegung), und Tonfall eben dazu etwas bestimmt, wenn einer nicht gleich wollte. War der Hund drin, Leckerli und gut war.

    Für ein stures "Blümchen" *gg würd ich evtl. zur Leine greifen, Hund reinführen, ganz ruhig FEIN sagen und Leckerli rein. Tür zu, fertig. Einfach, um Konsequenz zu zeigen. Kann ja nach 2 Minuten wieder raus, wenn Du ihn läßt, und er dann noch mag.

    Wenn die Hunde aber generell keinen Streß mit der Box an sich haben, und die nur zu Weihnachten/Silvester gebraucht wird, ich glaub, ich würde sie einfach reinsetzen und fertig.

    Achja - kennengelernt haben sie die Box als Autobox, und nachdem wir jedes Mal irgendwohin gefahren sind, wo es toll war zum Gassi mit dem Auto, und das ausschließlich in der Box, sind sie irgendwann von alleine begeistert reingehüpft, sobald die Kofferraumklappe hoch ging, und das dann direkt dabei mit Kommando zu belegen müßte doch auch gehen (dumm nur, daß Frieda heut noch begeistert sofort reinhüpft in die Box im Auto, und als Blindelinchen nicht sieht, daß die Boxentür noch gar nicht offen ist *hust......Da muß ich dann immer die Nase retten, damit die net andötzt.).

    Aber was ist das denn bitte, wenn er den Hund vorschickt, und fürs Leuteanbellen/-stellen (!) bestätigt? Für mich fällt das schon unter Scharfmachen. Auch ein Hund, der dann irgendwann aus Unsicherheit mal zupackt (weil das nach-vorn-Schicken und Regelnmüssen ihn einfach überfordert), ist schließlich gefährlich, und selbst wenn jeder sehen könnte, daß der Hund unsicher ist - in Dunklen, ohne daß man damit rechnet, ein angaloppierende Dogge, die lauthals bellt - also, ich würde da erstmal nen halben Herzinfarkt kriegen (und ich hab generell überhaupt keine Angst vor stürmischen oder großen Hunden!), die Zeit, die Körpersprache als "ängstlich" zu erkennen, hat man doch in dem Moment gar nicht, bzw. kann man das im Dunklen auch nicht auf einen Blick zweifelsfrei erkennen. Bis man das entschieden hat, ist der Hund längst da.

    Die Absicht, nicht unfair zu werden, in allen Ehren (ich denke da normalerweise genauso, weil man sich am nächsten Tag ja auch noch im Spiegel anschauen können will) - aber wenn Du immer fair bleibst, und er mit seinen unfairen Methoden agiert, ohne Rücksicht auf Verluste, dann wirst Du im Endeffekt nur verlieren können...... Weil er sich da eben skrupellos verhält, und damit sitzt er mit Sicherheit am längeren Hebel....

    Darum geht´s mir doch auch - wenn der Hund abgenommen wird, ist ein Problem weniger vorhanden (solang er sich keinen weiteren Hund anschafft...) :-), und es werden keine Postboten mehr gefährdet (außer durch verbale Angriffe *gg)

    Insofern gehts mir bei dem Gedanken an den Hund mit dem Vorschlag eher darum, ihn elegant in kompetente Hnände zu vermitteln, um ihn an der Stelle erstmal weg zu haben und die Leute gesichert zu kriegen. Eine Belastung weniger für Sundri! :-)

    Kann man dem nicht irgendwie beikommen mit dem Argument, er macht den Hund unnötig scharf? Das ist doch gesetzlich veboten, daß Privatleute nen Hund scharfmachen, oder? Kennt jemabnd die entsprechenden Vorschriften? Tierschutzgesetzt §5 Abs. 2 sagt zB, daß die Aggressivität von Tieren nicht durch einseitige Zuchtauswahl oder "andere Maßnahmen" erhöht werden darf. Würde da eine Ausbildung auf Schärfe unter "andere Maßnahmen" fallen?

    und dann "§ 37. (1) Die Organe der Behörde sind verpflichtet,
    1. wahrgenommene Verstöße gegen §§ 5 bis 7 durch unmittelbare behördliche Befehls- und Zwangsgewalt zu beenden;....:"
    Sprich, die müßtenm.E. nach dafür sorgen, daß der Hund nicht mehr vorgeschickt wird.

    Wobei da nartürlcih nciht steht, welche Beh+örden nun mit der Vollziehung dieses Gesetztes betraut wurden, aber das ließe sich ja rausfinden.....

    Sicher wird das das Dilemma nicht beenden, aber evtl. dafür sorgen, daß ihm die Halteerlaubnis generell entzogen wird, und der Hund in fachkundige Hände kommt. Man muß ja nicht erst warten, is der mal aus Unsicherheit wo zuschnappt, wenn er dauernd nach vorn geschickt wird.... Und einen Zeugen dafür habt Ihr ja in dem Paketboten...

    Was heißt hier Glück - der kluge Hund baut vor: am nächsten Tag fand ich ein leeres Döschen in meinem Zimmer mit Zahnabdrücken drauf. Aufschrift: Notfalldrops für Hunde :shocked:

    Die waren noch fast voll, frag mich bitte nicht, wo in der Kiste DIE noch gelegen sind...... Schwein gehabt, daß das Zeugs homöopathisch ist - äh war...... Vor allem, weil ichs net gleich gesehen hatte!

    Ich glaub, ich muß den hund in meiner Abwesenheit hinter Gitter bringen. Ich wußte ja, daß die alles frißt, aber daß sie Metalldöschen ofkriegt, an denen ICH schon rumfuizzeln muß...

    Du hattest wohl noch keine Frostbeule. :pfeif:......

    Doch - 3 Stück. immer wenns darum geht, wer ins Bett darf, dann frieren sie plötzlich alle ganz furchtbar. *gggg Die Mädels schlafen alle 2 auch gern mal bei 40 Grad im Schatten UNTER der Decke - weils ja so kalt ist. *hust.....

    Ab er im Ernst: das läßt sich schon so gestalten, daß es nicht zu kalt wird. Meine Frieda schläft ab und an in ihrer Box, die hat ein dickes Kissen (ehem. Kopfkissen) drin auf einem Badezimmerteppich (paßt genau von der Grundfläche her), dazu Fleecedecken - und die ist Spezialistin, sich unter jede Decke druntergewühlt zu kriegen.

    Über der Box liegt eine Decke, damit sie mit der Körperwärme den Bereich warm halten kann ( wie eine Hundehütte), und notfalls könnte man auch seitlich Kissen anbringen, wie diese Nestchen für Kinderbetten, wenn der Hund echt verfroren ist. Oder eben ein maßgearbeitetes Hundebettchen (Dawanda läßt grüßen) reinstellen, das hat ja auch nen Rand zum Hinkuscheln und Wärmen.

    .....Die kleine Tochter von 9 Jahren geht mit der 35kg Labbihündin in der Standhitze gassi, weil Mama keine Lust hat und Papa arbeiten ist oder auch keine Lust hat :rotekarte: das geht gar nicht!
    ........

    Ach - das HUNDCHEN hat mit Sicherheit Lust..... *hust......
    Wenigstens einer. Muß das Mädel halt nächstes Jahr mit 9 Hunden Gassi gehn..... Bis dahin ist sie dann auch ganz bestimmt schon ein bissel gewachsen.

    ........Klar, weiß man bei einem Mix nicht, was da letztlich durchschlägt, aber soll der Karren erst an die Wand gefahren werden?! Gerade in einem Haushalt mit kleinen Kindern ist doch auch nicht unbedingt die Zeit da, sich so intensiv erzieherisch / auslastungstechnisch mit dem Hund zu beschäftigen.
    .....

    Soll das heißen, du würdest empfehlen, einen Hund, mit dem es überhaupt keine Probleme gibt bislang, einfach abzugeben, weil die Handhabung beim erwachsenen Hund schwieriger werden könnte?

    2 Sätze weiter schreibst Du doch selbst, man weiß doch nicht, wie der Hund sich entwickeln wird...

    Und ob die Zeit da ist, das muß die Halterin natürlich selbst beurteilen. Vielleicht nimmt sie sie sich einfach, weils schlichtweg notwendig ist, wenn man nicht gleich aufgeben und den Hund abgeben möchte. Das wäre zumindest meine Variante :-)

    Wenn man sich die Zeit nämlich nimmt (egal, für was), dann ist sie plötzlich da - die Erfahrung habe ich schon mehrfach gemacht. Wenn ich Dir erzählen würde, was ich alles so arbeite und in meiner Freizeit treibe - böse Zungen behaupten, das würde für 3 Leute reichen :-) . Aber es geht, und ging immer - auch mit Kind. Allerdings muß dann natürlich (gerade wenn man Kinder hat) die Familie dahinterstehen und Dir als Halter die Zeit für den Hund auch ermöglichen, ganz klar... Oder man hat nen guten Babysitter oder ein Kind, das begeistert ist, überall mit hinzudürfen *gg

    Ich würd jetzt nicht gleich die Krise kriegen - ich denke mal, auch wenn da Kangel drin ist: ist auch nur ein Hund! Und gerade, wenn man weiß, was drinsteckt, kann man auf die Bedürfnisse eingehen bzw. evtl. Gefahren vorbeugen, indem man dem Hund rechtzeitig zeigt, daß man in der Lage ist, Situationen zu managen, ohne daß er einzugreifen braucht. Er darf die Wohnung bewachen (alles kann man ihm nicht nehmen, wär wahrscheinlich auch schwierig *gg) und mal bellen, wenn wer vorbeigeht (also melden) - aber letztlich müßt Ihr die Entscheidung treffen, wer die Wohnung betritt und wer nicht, und dem Hund das dann auch so klarmachen, daß er das nicht zu entscheiden hat - Teamwork sozusagen: er meldet, Ihr entscheidet :-)

    Ob Ihr eine Familie seid oder Einzelperson, eine Wohnung habt oder ein Haus, dürfte dem Hund wurscht sein. Viel wichtiger ist, ob IHR mit seinem Verhalten umgehen könnt, Herdenschutzhundtypisches, das bei Euch unerwünscht ist, in sinvolle Bahnen lenken könnt und den Hund handhaben könnt. Klar, mag sein, daß man für so einen sehr eigenständigen Hund schwer Hundesitter findet. Aber ich würde meine Hunde ehrlich gesagt zB auch nicht jedem anvertrauen....

    Sollte er meinen, fremde Leute nicht reinlassen zu müssen, dann muß er eben lernen, Besucher maximal mit nem Wuff anzuzeigen und dann in einem anderen Zimmer zu verschwinden, solange die Leute da sind.

    Wenn man also Bescheid weiß, was kommen könnte, dann muß man sich halt darauf einstellen - und kann das auch, das ist das Schöne. Dann steht man nicht mit nem erwachsenen Hund da, der plötzlich Dinge tut, mit denen man niiiie gerechnet hätte. So könnt ihr jetzt schon agieren und evtl. Schwierigkeiten vorbeugen.

    Zu dem Maulkorbtip: keine schlechte Idee, das würde ich mit künftigen Hunden auch schon als Welpe anfangen, zu trainieren, daß es sowas gibt und der dazugehören kann. Ob deswegen, weil er manchmal dabei sein muß (Urlaub in Österreich), oder für den Tierarzt zum Impfen, oder weil er verletzt ist, oder damit der Hund nix Giftiges aufnehmen kann unterwegs, oder weil man irgendwann mit dem Zug/Bus unterwegs sein müssen könnte und das Ding dort vorgeschrieben sein könnte - irgendwann braucht man so ein Teil bestimmt mal, gerade beim großen Hund.

    Den Hund abzugeben käme mir überhaupt nicht in den Sinn, v.a. wenn es noch gar keine Probleme gibt, und man sich jetzt schlau machen kann, wie man Solchen vorbeugen kann. Und wenn dann mal Probleme da wären (was nicht automatisch kommen muß, nur weil n Kangal drinsteckt!) - dann kann man immer noch daran arbeiten. Ich denke, bei solch eigenständigen Hunden steht und fällt ein erfolgreiches Zusammenleben mit einem souveränen Hundeführer, den der Hund auch als Solchen akzeptiert, und der ihn im Griff hat und weiß, wie er ihn nehmen muß. Und das kann man lernen.