Beiträge von BieBoss

    Das verstehe ich jetzt nicht ganz - egal, wie man ein Tier liebt, das heißt doch nicht automatisch, daß man seelisch davon abhängig ist! (wenn man es so weit kommen läßt, dann grenzt das meiner Meinung nach an Mißbrauch des Tiers, wenn man es als Lebensinhalt im Sinne von Partnerersatz o.ä. sieht, dann hat sie echt was Ungesundes, solch eine Beziehung zum Tier.). Klar fällt man in ein Loch, wenn ein Tier gestorben ist, das lange Jahre mit einem verbracht hat. Das tut man auch, wenn ein lieber Verwandter stirbt. Und in beiden Fällen kommt man normalerweise auch aus dem Loch wieder raus. Aber die Zeit, zu trauern und den Verlust zu verarbeiten, die würde ich jedem, und damit auch mir, zugestehen.

    Ohne deswegen abhängig vom Tier zu sein.

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    Mir ist auch egal, wie sehr jemand seinen Hund liebt, solange er ihn artgerecht behandelt. Wenn jemand sagt, sein Hund sei sein Lebensinhalt, maße ich mir darüber kein Urteil an, solange er mit dem Hund rausgeht, ihn beschäftigt und gut behandelt und nicht auf eine Weise vermenschlicht, die dem Tier schadet.
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    :bindafür: Besser hätte ich sie nicht ausdrücken können - meine Gedanken. :-)


    Natürlich möchte ich, dass mich mein Hund zeitlebens begleitet, bin mir aber auch bewusst, dass es Lebensumstände geben kann, die das nicht mehr erlauben und ich ein neues Heim für sie suchen müsste, auch, wenn es mir das Herz brechen würde. Und DAS ist der elementare Unterschied, den für mich die Tierliebe von der Liebe zum Menschen ausmacht.

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    Ich würde sicherlich kein neues Heim suchen für meine Tiere, sondern (gerade für die Hunde!) echt mein ganzes Leben auf den Kopf stellen, wäre das nötig. Arbeiten Tag und Nacht (und ich KANN arbeiten), nach günstigen Lösungen für Futter etc. suchen, betteln, wenns sein muß. Aber ganz sicher net hergeben.

    Das ist der unterschied zwischen Tier und Mensch: einem Kerl würde ich problemlos die Tür zeigen.... Denn der kann ohne mich leben. Meine Tiere sind abhängig von mir, und wenn die erstmal woanders sind, könnte ich nie garantieren, daß es ihnen wirklich gut ginge. Man kann den Leuten ja nur VOR denKopf schauen.

    Ich liebe meine Tiere, und gerade, weil sie von mir abhängig sind, fühle ich mich verpflichtet, alles zu tun, damit es ihnen gut geht - und nein, Hergeben zählt für mich nicht dazu, sondern die Verpflichtung, dann eben dafür zu sorgen, daß ICH dazu in der Lage bin, sie zu versorgen.

    Ansonsten: Ja, meine Tiere nehmen einen großen Platz in meinem Leben ein, meine Freizeit dreht sich fast nur um die Tiere. Einfach, weil sie, wenn ich arbeite, eben nicht mit mir zusammen sein können. Das heißt aber nicht, ich hätte keine Zeit für Freunde oder meine Tochter oder Enkelchen (man kann ja auch zu Dritt Gassi gehen *gg). Und meine Tochter ist da ganz genauso gestrickt: die Verrückte würde mit Sicherheit, wenn ich morgen tot umkippen würde, keinen der Hunde abgeben, sondern sich querlegen, um sie gut versorgen zu können.

    .....Noch eine andere Frage, aufgrund der Mischung Chihuahua/Jack Russel spielt und knabbert Sie gern beim spielen.
    Ist es ok wenn Sie mir, natürlich zärtlich, beim spielen in die Hand beißt?

    Ja, völlig in Ordnung. Solangs bei zärtlich belit, ist es liebevolles Spiel. Wird sie zu grob, einfach abbrechen, das verstehen sie ganz schnell.

    BorderPfoten: ich glaub nicht, daß sie da bei nem Chihuahua-Mix das Risiko schwerer Verletzungen einging..... *hust..... Das mach selbst ich mit meinen Terriern, und auch die werden nur zu heftig, wenn ich selbst sie hochspule.

    Ich verwende nen Bauchgurt, an dem die Hunde einzeln an Ringen befestigt sind.

    Würde mir ein Hund zu sehr in eine Richtung ziehen, würde ich die Seiten einfach wechseln und ihn auf der anderen Seite laufen lassen. Evtl. läuft er da besser, wenn nicht, wird er zumindest nicht nur einseitig belastet.

    Oder wie beim Fußgehen eben beschrieben: nur weitergehen, solange der Hund eben GAR NICHT zieht, sobald er zieht, stehenbleiben.

    Ansonsten: üb erstmal alleine das Radeln, damit Du Dich darauf sicher fühlst, bevor Du den Hund mitnimmst. Wenn der mal richtig anzieht, weil irgendwo ein Hase erscheint, hüpft der Dir entweder noch vors Rad und Du fällst, oder er zieht es um, weil er dem hinterherwill und Du nicht rechtzeitig souverän gegenlenken kannst, durch die Unsicherheit. und wenn Du Dich sicher fühlst, hast auch mehr Kapazität, Korrekturen anzubringen, den Hund zu beobachten, und an ihm zu arbeiten :-)

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    Aber klar fällt es mir auf und nervt mich auch. Und das wird sie bestimmt ganz genau wissen

    Hm - und GENAU DAS merkt der Hund, genau. Du mußt nicht einfach nur bissel genervt sein, sondern Du mußt das strikt verbieten. Generell erhalte ich gerade aus Deinen letzten 2 Beiträgen das Gefühl. daß Du da (nicht zuletzt rassebedingt) 2 Exemplare hast, die absolute strikte Grenzsetzung benötigen. Nicht im Sinne von Härte oder gar Gewalt - sondern absoulte Konsequenz udn Durchsetzungsvermögen Deinerseits. Wenige Regeln, aber die zu 150% eingehalten. Ruhe und Souveränität. Das setzt aber voraus, daß Du selbst ganz genau weißt, was Du willst und dulden magst, und was Du unterbinden möchtest. Am besten hilft es da, wenn Du Dir selbst eine Liste machst. Alles, was nicht auf der LIste steht, darf der Hund dann tun oder entscheiden. Sonst wirst Du nie überzeugend abbrechen können, wenn der Hund merkt, "eigentlich" nervt er nur, "eigentlich" möchtest Du konsequent sein - aber Du bist es dann halt net.

    Gerade mit dem Futter, was Du da beschreibst - das ginge hier ja gaaaar net. Wenn die sich so aufführen würden, dann gäbe es erstmal gar kein Futter. Biene wartet abends auch gerne mal aufs Essen, und sobald ich meinen Poppers vom Sofa erhebe, steht sie aufgeregt im Weg und bellt auffodernd. Dann geh ich aufs Klo und setze mich wieder gemütlich, und lese das nächste Kapitel in meinem Buch. Füttere echt wie vorhin schon vorgeschlagen mal wild durcheinander. Immer, wenn (und wann!) Dir grade danach ist (vorzugsweise sollte das der Fall sein, wenn die Hunde anständig brav im Körbchen liegen), wirfst Du jedem ne Handvoll Futter hin. Ob früh um 5, oder um 22 Uhr - egal. gefordert wird überhaupt nicht mehr, wer fordert in der Küche, wird verbannt, fertig. Und wehe, der läßt sich vor Ablauf von 5 Stunden in der Nähe der Küche sehen. Dann gibts an dem Tag nix mehr. Ich hab bei meinen auch schonmal das fertig zubereitete Fleisch in den Kühlschrank gestellt und erst am nächsten Tag gefüttert, weils mir so auf den Keks ging - 2 sabbernde Bettelmonster, die dauernd in der Küche im Weg standen. Und ab und an bereite ich das Fleisch vor und setze mich dann erstmal gemütlich an den Eßtisch und esse. Und dabei fordere ich Ruhe - die müssen in ihrem Körben bleiben. Nix unterm Tisch sitzen, nix Futterschüsseln anschmachten, die auf der Arbeitsfläche bereitstehen.

    Generell hab ich das Gefühl, daß Du da bissel mehr Konsequenz und Geradlinigkeit (also Deutlichkeit, was erwünscht ist und was Du Dir nicht bieten läßt) im Alltag reinbringen mußt :-) Könnte mirgut vorstellen, daß das Zerstörproblem damit zusammenhängt. Denn Du darfst nicht vergessen: konsequent eingehaltene Regeln geben dem Hund auch Sicherheit - darüber, was er tun darf, was nicht. Die sind nicht nur Einschränkungen für den Hund, sondern die geben ihm einen Rahmen, innerhalb dessen er sich gefahrlos bewegen kann. Weil er nix falsch machen kann, wenn Du immer dieselbe Reaktion zeigst, oder immer dasselbe unterbindest bzw. duldest.

    ...wie süß :-)

    Ja, bei mir ist es auch so - die Geister, die ich rief..... Anfangs hab ich Frieda bei uns im Park den Hundebekannten immer als unverträglich vorgestellt, und daraufhin haben alle geguckt: war ich mit EINEM Hund unterwegs, so war das ja immer Frieda, und sie sind alle ausgewichen, haben ihre Hunde kurz rangerufen, oder mal eben angeleint. Soooo tolll....

    Und heute, wo sie viel entspannter unterwegs ist, ist das noch so drin wie anfangs. Eine Hundehalterin gibt meinen beiden Anderen immer Leckerlies - und das für Frieda gibt sie mir in die Hand, weil sie Angst hat, Frieda frißt sie..... *ggg Dabei hat die Terrine noch keinem Menschen was zuleide getan - außer vielleicht, im das Frühstück wegzufressen. Die findet Menschen nämlich ganz toll...... :-)
    So - und jetzt üb mal weiterhin, daß andere Hunde toll sein können, wenn die Halter die Hunde nicht mal in unsere Nähe lassen *gg Ich würde halt gern, wenn Hunde in der Nähe sind, Leckerli in Frieda stopfen, damit sie auch bei (fast) Kontakt längere Zeit entspannt bleibt, und nicht nur die 5 Sekunden, die sie mir zugesteht, um sie zu "retten" und den lästigen anderen Hund zu entfernen, bevor sie dann doch in dessen Richtungschnappt... (immerhin: früher ist die einfach draufgegangen, auch wenn Hund nen Meter weit weg stand, heute schnappt sie nur noch in die Richtung, wenns ihr zu eng wird)

    Da rette ich den armen Otto vor dem bösen Bruno, weil der ihm ständig an den Ohren zieht und Otto schon jammert.
    Hole also Bruno, den Stänkerer, zu mir, mach die Türgitter zu, laß Otto in der Diele, weil er lieber auf kühlen Fliesen, statt auf warmem Teppich liegt und was passiert?

    Otto fiept nach Bruno

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    ...kleiner Masochist.... *ggg

    (auch wenn "klein" bei Deinen Beiden ja nicht so ganz treffend ist *gg)

    Ansonsten wenn ich das Haus verlasse, oder sie sieht, dass ich mir Jacke anziehe, dann platziert sie sich immer direkt zwischen mir und der Tür.......

    Hier würde ich übrigens nicht ignorieren. Das ist kein aufmerksamkeitsheischendes Verhalten, sondern aktive Kontrolle. Also ein von Dir unerwünschtes Verhalten. Wenn ein Dieb bei Dir was klaut, dann ignorierst Du dieses Fehlverhalten ja auch nicht, in der Hoffnung, der geht wieder oder tut das nie wieder, sondern sagst - "ey hallo, laß das stehen!" - oder rufst die Polizei *gg Woher soll der Hund wissen, daß das Verhalten nicht erwünscht ist, wenn Du es ihm nicht sagst? Das ist wie beim Menschen: wer schweigt, stimmt zu. Nehme ich mir bei Dir daheim ganz dreist was aus dem Kühlschrank, und Du widersprichst nicht, gehe ich davon aus, daß das ok ist - und hol mir morgen das Schnitzel raus *gg (nein, ich bin nicht wirklich so dreist - war nur ein Beispiel *gg)

    Einzig und alleine aufmerksamkeitsheischendes Verhalten kann man mit Ignorieren bekämpfen. Weil das Ziel des Hundes die Aufmerksamkeit ist, und mit einem "geh weg!" hättest Du ja schon Aufmerksamkeit gegeben. Daher das Ignorieren: er lernt, daß er mit dem Verhalten keinen Erfolg hat (er bekommt keine Aufmerksamkeit) und wird es nicht mehr anbieten. Aber wenn Du ihn bei Kontrollverhalten ignorierst, denkt er, das wäre ok!

    Er hat kein Recht, sich da reinzudrängen oder Dich zu kontrollieren - zeig ihm, daß er ins Körbchen zu gehen hat, er hat da nicht mitzuentscheiden, ob er mit darf. Dieser Punkt wiederum spricht mir doch sehr für Kontrollverhalten..... Hatte ich ursprünglich gar net so bewußt wahrgenommen.....