Impulskontrolle: Der Hund sitzt, gesichert mit der Schleppleine, die aber ganz kurz gehalten wird. Du wirfst nen Ball (erstmal gaaaanz vorsichtig, sodaß Hund net aufspringen muß, evtl. auch nur hinlegen und leicht anstupsen). Dann kriegt der Hund Freigabesignal, den Ball zu holen (oder das Zerrseil oder whatever, was er halt gern mag). Wenn er damit wiederkommt (notfalls mit Hilfe der Schlepp einholen), mit ihm damit spielen - Zerrseil ist da besser, wenn er zB gern zerrt.
Dann in der Folge den Ball immer weiter wegwerfen, oder beim Werfen mal springen lassen - der Hund muß sitzenbleiben, bis Du Freigabe gibst. Wenn das gut funktioniert, Leine ab, BLEIB-Signal geben (vorsichtshalber mit der Handfläche zum Hund noch optisch blocken), und den Ball wei am Anfang ganz wenig kullern, Dann weider Entferneng und Schwierigkeit erhöhen.
Reizangelspiel: Mit Spieli an Reizangel wedeln, währen Hund absitzt. Erst auf Freigabe darf er aufspringen und sich das Ding holen.
Fruttoleranz: mal net gleich streicheln, wenn ER das will, sondern erst paar Minuten später. Beim Füttern erst 2 Minuten im Sitz warten lassen, bevor er es bekommt. Bis hin zu: Futter zubereiten, stehenlassen udn erstmal selbst Abendessen, bis ers kriegt. Aber nie geben, wenn er gerade bettelt. Geht ja darum, daß er sieht, RUHE bringt zum Ziel, nicht Impulsivität und Rumgehopse, der soll ja lernen, sich im Griff zu haben.
Man kann auch bei dem Ball-Wegroll-Spiel den Hund mal 5 Minuten sitzen lassen, bis man Freigabe erteilt, den zu holen.
Gemein (und seeeehr fortgeschritten): Ballspielen, während der Hund absitzt. Rumschussern, sich gegenseitig zuwerfen, am Allergemeinsten über den Hund hinweg sich den Ball zuspielen *gggg Übt Impulskontrolle, und Frusttoleranz. Als Bestätigung aber immer wieder mal den Hund mitspielen lassen und Freigabe geben, den Ball auch mal zu holen!
Fursttoleranz kann man auch daheim üben: Hund muß im Nebenzimmer warten, während man selbst im Wohnzimmer hörbar Spaß hat, der Ball rollert, oder gealbert wird.
Oder: es klingelt, der Hund darf erst zur Haustüre, wenn Ihr den Gast begrüßt habt, und er ruhig im Körbchen lag. Für manchen Hund ist das schon ne erhöhte Anforderung an die Selbstbeherrschung, je nachdem, was er bislang kennt.
Du siehst, es gibt im Alltag ca. hunderttausend Möglichkeiten, sowas zu üben - wenn man sich die Möglichkeiten dann mal bewußt macht.
Aber bitte immer alles so vorsichtig dosieren, daß man den Hund auch noch bestätigen kann, nicht den Hund so weit reizen, daß er die Geduld verliert. Ziel ist ja Impulskontrolle seitens des Hundes, und nicht, den Hund so lang zu reizen, bis er Selbige sogar noch verliert, da lernt er ja nix bei *gg
Das Spiel heißt ja nicht "wer verliert zuerst die Geduld" :-)