Beiträge von BieBoss

    Zitat

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    und dann werde ich ihm noch so ne leine kaufen gehen !!! (eine ohne schlaufe ;) )
    ...

    Falls Du nix Passendes findest: nimm ne normale Nylon-Leine und schneid die Schlaufe ab, dann mit nem Feuerzeug die Schnittstelle versiegeln, dann rebbelt sich nix auf.....

    Theoretisch könntest auch einfach ein Sisal-Seil oder ne Wäscheleine (aus dem Baumarkt; Meterware) am Halsband festmachen. Ist wahrscheinlich günstiger ;-)

    Ja - das Problem haben viele.... Hundi kommt, ist ja sooo süß..... Darf alles, muß nix können. Und auf einmal muß Fraule wieder arbeiten etc. ;-)

    Oft läßt man den Welpen net allein (er könnte ja was anstellen), aber irgendwann muß er´s dann können...

    Ich denke, Dein Weg ist schon richtig. einfach nochmal anfangen. Aber wie oben schon geschrieben, dabei eben gewöhrleisten, daß er nimmer alleinbleiben muß, bis er das wieder kann, weil er sonst immer wieder nen Rückfall haben wird.

    Viel Erfolg! ;-)

    Ganz einfach: der Hund hat massiven Streß beim Alleinbleiben....... Du schreibst, anfangs konnte er sogar 4 Stunden locker alleine blieben.

    Aber wenn das nicht Stückchen für Stückchen geübt wird, ist das bestenfalls ein "Aushalten", nciht aber ein KÖNNEN. Sprich, der Hund hat in der Zeit so viel Streß aufgebaut, daß er´s jetzt eben nimmer aushält, und das zeigt, indem er zerstört.

    Will heißen: von vorne anfangen mit dem Alleinbleib-Training. Bis er´s kann, eben einen Hundesitter engagieren, damit der Hund nicht mehr alleinebleiben muß, bis er´s wirklich kann.

    Ihn ins Bad zu sperren, wird seinen Streß mit Sicherheit nicht mindern.

    Dem Hund geht´s dabei nicht gut, und daran mußt Du arbeiten. Wegsperren lindert höchstens die Symptome doer Auswirkungen, mindert aber nicht den Streß beim Hund, wie Du ja schon gesehen hast, als er das Bad abgeräumt hat....

    Ansonsten kannst auch mal die Zähne angucken, kann es sein, daß er einfach nur in der Zahnungsphase ist in dem Alter? Kenn mich da nimmer so aus, schon so lang her bei Biene.... *gg Dafür spräche ein Knabberwut - nicht aber das Abräumen im Bad..... Das erleichtert das Zahnen nicht wirklich ;-)

    Außerdem kommt der Hund jetzt in die Pubertät bzw. steckt schon drin, und die beginnt oftmals mit einer kleinen "Angstphase", sodaß das nicht-mehr-alleinsein-können evtl. mit dieser Angsphase zusammenhängt. Was aber nichts daran ändert, daß es dann eben nochmal neu aufgebaut werden muß....

    Bei Bossi funktioniert bei Zerrspiel ganz gut die zweite Hand, die dann mit der Handfläche zu ihm, auf ihn zukommt bis direkt vor die Nase und ihn blockt, dazu ruhige und strenge Stimme mit dem AUS-Kommando (wenn der Hund das kennt!) Sonst ist das natürlich sinnlos.....). Und ich zieh dabei nicht mehr und zerre, sondern halte die Spielhand still, damit sie langweilig wird. Dann sag ich "Geh´mer" und es ist gut. Wenn er´s wieder probiert, halt nochmal - da mußt konsequent und geduldig sein. Am besten blocken, bevor er die Leine überhaupt im Maul hat.

    Ich nehm zur Bestätigung einfach Naßfutter. Bossi kriegt da so ne halbe Dose auf 2 Trails verteilt (oder eben einen Trail und ne Motivation, wie auch immer), und abends kriegt er trotzdem noch bisserl was.

    Frieda hatte nach dem letzten Trail wieder mal Durchfall von dem Zeugs.... ;-( Hab überlegt, ihr normales Fleisch als Bestätigung zu nehmen - aber bei 30 Grad im Schatten wrid´s irgendwann widerlich bei rohem Fleisch *ggg und Quark o.ä. aus der Futtertube, da gibt´s ja dasselbe Problem. Vielleicht nehm ich doch mal wieder Wienerle - die werden höchstens schmierig in der Wärme, sind aber net gleich schlecht, und die Maus verträgt das Zeugs...

    Nachdem ich in den letzten Tagen -zig Zecken aus meinen Hunden "rausoperiert" habe, und meine Tochter gestern schon wieder 5-6 Stück an Biene und Bossi gefunden hat, hab ich gestern Abend noch schnell die Apotheke gegenüber heimgesucht, und Frontline geholt. Jetzt reicht´s mir endgültig mit dem Viechzeugs.... *grrr....

    Hoffe, das hilft wieder wie immer, und wir bleiben künftig verschont. Ist ja ekelhaft - vor allem, wenn die Hundis mit auf´s Bett dürfen.....

    Was ich beim Angshund machen würde wegen Gassi: 1-2-Meter-Leine um lassen daheim (ohne Handschlaufe wegen Hängenbleib-Gefahr). Und dann zum Gassigang immer dasselbe Ritual.

    Erstmal ein Kommando einführen, z.B. die freundliche und freudige Frage: "hey, geh´mer Gassi?", damit der Hund das langsam verknüpft, daß das bedeutet, gleich geht´s raus. Du gehst dabei aber nach Möglichkeit nicht auf den Hund zu, sondern lockst ihn z.B. mit Futter an. Nimmst, wenn er da ist (Leckerli geben, loben nicht vergessen!) die Leine auf, und mit Futter dann rauslocken. Jeden mutigen Schritt Richtung Haustüre oder runterwärts loben, leise und freundliche Stimme. Geduldig sein. Evtl lieber die Stufen steigen lassen als mit hochnehmen verängstigen. Wenn er nicht geht, beim Hochnehmen dasselbe: vorher ankündigen, seitlich kommen, dabei freundlich reden, ein Knurren (Knurren ist nur Kommunikation: "Du bist mir grad unheimlich, hör auf damit") mit kurzem Rückzug und Neuversuch akzeptieren (aber nicht aufgeben, sonst lernt der Hund, daß er mit dem Knurren sich Dich vom Leib halten kann. Also die Kommunikation Knurren annehmen, darauf eingehen, indem Du den Abstand wieder herstellst, um zu zeigen, es passiert dem Hund nichts, Du willst nichts Böses, aber nicht einschüchtern lassen oder aufgeben.).

    Generell niemals frontal auf den Hund zugehen, von oben hinlangen.

    Würde auch anfangs vielleicht immer dieselbe Ecke gehen draußen, damit der Hund merkt, dort passiert ihm nichts, und gewinnt Sicherheit. Ausbauen kannst das Ganze später, und immer mal ein paar Meter mehr gehen, ne Straße mehr etc. Erstmal nur zum Pieseln runtergehen, damit der Hund das Ritual lernt ("zu Dir kommen, rausgehen, Treppe runter, draußen pinkeln und wieder hoch - Bestätigung!"), nach ein paar Tagen ein paar Schritte laufen, etc. Wenn Du Glück hast, lernt der Hund so auch gleich mit, daß immer, wenn er zu Dir kommt, Du darauf eingehst, und rausgehst, und meldet so später ein dringendes Bedürfnis, indem er zu Dir kommt,
    von alleine.

    Zitat

    ......jeder Blickkontakt zu mir wird da bestätigt (gerne auch mit seinem Trockenfutter, Barf, oder was ihr füttert)

    Da würde ich auch ansetzen. Unterwegs wird jedes Anzeichen von Konzentration auf Dich bestätigt. Wenn der Hund was will, muß er vorher sitzen und Dich angucken. Dann kriegt er die Freigabe (wenn Du ein Freigabe-Kommando noch nicht etabliert hast: kann seeeehr hilfreich sein).

    Will er Futter daheim: vorher absitzen, Dich angucken.

    Hast Du mit einem anderen Hundehalter abgesprochen, daß die Hunde Kontakt haben dürfen: Hund soll erst ruhig sitzen, Dich angucken, dann Leine ab (Halsband mit anderer Hand sichern!), dann Freigabekommando (Halsbandhand loslassen - damit der Hund nicht lernt, das Klicken von dem Karabiner, der abgemacht wird, mit Losrennen zu verknüpfen). Willst Du den Hund zum Freilaufen ableinen, egal, wo, auch wenn kein anderer Hund da ist: erst muß er sitzen, sich auf Dich konzentrieren, dann kommt die Freigabe.

    So lernt er erstens, daß er nur über den "Umweg" über Dich (die Freigabe) ans gewünschte Ziel (Freilauf/Futter/anderer Hund/Besuchbegrüßen, wasauchimmer, kannst mit allem so machen, auch daheim) kommt. Und zweitens lernt er das Freigabekommando, sodaß er irgendwann von alleine anfangen wird, Dich um Freigabe anzugucken, bevor er losrennt.

    Wichtig: in dieser Zeit absolut sicherstellen, daß der Hund eben nie mehr anders (auf seine Art) zum Ziel kommt. Sprich: wenn andere Hunde kommen, mußt DU sie zuerst sehen und den Hund erstmal rannehmen, bevor er loslaufen kann. Wenn das ein paarmal trotzdem passiert, ist das eine variable Bestätigung für das Einfach-Hinrennen und verstärkt selbiges noch - und das wäre ja nicht ganz das, was Du erreichen möchtest ;-)

    Wenn ein 30-Kilo-Hund meint, er müßte mich ignorieren, dann stampfe ich halt mit einem lauten "EY - ich glaub, Du spinnst!"-Anschiß (glaub mir, der ignoriert den nicht.... *gg) ein paar Schritte energisch auf den zu und dränge ihn damit körpersprachlich von dem gewünschten Ziel weg, in die von mir gewünschte Richtung. Notfalls mache ich, wenn ich das stimmlich net hinkriege, irgendein anderes Geräusch, das für den Hund ungewöhnlich ist, und seine Aufmerksamkeit auf mich lenkt. Bei uns ist das z.B. ein Schlüsselklappern. Ich hab den Schlüsselbund ein-zweimal, als Bossi hohlegedreht hat, in seine Richtung neben ihn geworfen. Durch das bis dato ungewohnte Geräusch wurde er auf mich aufmerksam und war wieder ansprechbar (nichts anderes ist das Ziel, also keine Strafe oder so! Und wenn man nen schreckhaften oder gar ängstlichen Hund hat, bitte mit Verstand anwenden, also nicht direkt neben den Hund werfen, nicht so massiv einwirken etc., eben auf den Hund abgestimmt! Also bitte nicht einfach blind nachahmen, wenn so jemand hiermitliest...Wollen ja keine Hunde verstören!). Seitdem reicht ein leises Klappern des Schlüsselbundes in der Jackentasche aus und der Hund weiß, ich mein´s jetzt ernst, und ich muß nimmer wie ne Bekloppte durch die Gegend schreien *gg

    Und nochwas: rechtzeitig reagieren! Wenn der Hund den Anderen erst mal entdeckt hat, kann man abbrechen mit: "Nein - weiter!" (Also Abbruch plus Alternative nennen, damit der Hund weiß, was erwartet wird.)

    Du schreibst, ihr macht das:
    Sehr kurz halten und einfach vorbei gehen und Aus sagen
    Das ist genau das, was ich meine (AUS als Abbruchkommando find ich weniger gelungen, da das normalerweise bedeutet, daß der Hund beim Apporiteren oder so was aus dem Maul geben soll - und er hat ja grad nix im Maul, was soll er mit dem Kommando dann anfangen..... *gg AUS heißt "Gib das her", und nicht gleichzeitig "Hör damit auf", also für jedes Etwas, das Du willst, ein eigenes Kommando. Sonst kann der Hund sich aussuchen, was von beidem grad gemeint ist....Z.B: AUS heißt "Gib mir das", und SCHLUß heißt "Hör damit auf oder so. Oder AUS für "jetzt reicht´s", dann mußt halt für´s hergeben was anderes nehmen (Z.B. "Gibs mir")). Weitergehen, aber eben mit Kommando WEITER. Dabei nicht "dumm rumstehen" (man tendiert in so Situationen automatisch dazu, stehenzubleiben, bis der Hund sich bewegt, mußt mal aufpassen *gg), sondern selbst energisch weitergehen, mit Blick nach vorne, um zu zeigen, DA liegt der Fokus, DA will ich hin. Und zwar schon energisch weitergehen, bevor der Hund evtl. stehenbleibt, weil 32 Kilo in Bewegung zu versetzen schwieriger ist, als laufende 32 Kilo mitzuziehen. Noch ein Tip: wenn Du beim Weitergehen schneller wirst (am besten noch mit nem freudigen "Heyyyy!", als hättest da vorne was entdeckt (dann ist die Aufmerksamkeit garantiert bei Dir), hat der Hund weniger Zeit zum Hingeiern, sondern muß sich anstrengen, mit Dir mitzukommen. Kannst z.B. ruhig, wenn ein anderer Hund recht nah kommt, ein "Weiter!" sagen, dabei anfangen, zu rennen, mit Spieli oder Leckerli in der Hand. Sobald er mitkommt, loben, ein Leckerli reinstopfen, nächstes rausziehen (im Laufen). Wenn man vorbei ist, kann man mit dem Hund spielen, loben etc.

    Und in der ersten Zeit, aber auch zwischenrein würde ich auch darauf bestehen, daß der Hund erstmal gar nicht zu anderen hinrennt, um ihm einfach beizubringen, daß man nicht zu jedem Hund hin muß, und seine Frusttoleranz in dem Bereich ein bißchen aufzubauen. Er muß das ab können, wenn er z.B. in der Stadt mit Dir ist, nicht jeden Hund begrüßen zu dürfen. Schließlich mögen nicht viele Leute den direkten Kontakt bei angeleintem Hund, da gibt´s zu oft Pöbeleien.

    Außerdem würde ich den Ruckruf extrem trainieren, erst mit wenig Ablenkung, wenns da noch net ganz klappt, dann mit mehr Ablenkung, mit Hunden etc. (Hundeschule z.B., unter kontrollierten Bedingungen am Anfang). Ziel: Hund auch abrufbar, wenn er schon im Anflug auf den Fremdhund oder am Spielen ist.

    Schön, daß Ihr daran arbeiten wollt - 32 Kilo außer Kontrolle können gefährlich sein (spätestens an der nächsten Straße, wenn gegenüber der Lieblingsfreund kommt, und der Hund nimmer zu halten ist!).

    Wird sicherlich ne Weile dauern, das alles zu etablieren. Aber mit dem Gesamtpaket kommt sicherlich ans Ziel.