Beiträge von BieBoss

    Zitat

    ......
    Ich denke, das Du von Anfang an innerlich schon weißt, das Du ihn willst. Nichts lässt Dich anscheinend davon abbringen......

    Jo - aber selbst wenn, dann kennt sie alle Argumente gegen und für eine Übernahme des Hundes und kann objektiv entscheiden, ob sie sich das zutraut - sie selbst kennt sich und ihre Lebensumstände am besten. Keiner kann ihr dann mehr vorwerfen, daß sie den Hund blauäugig geholt hätte.

    Ein Forum kann immer nur Tips geben und Dinge benennen, die zu berücksichtigen sind, aber die Entscheidung muß dann letztlich schon jeder für sich treffen und damit leben.... (und ich denke, sie weiß, daß auch der Hund dann mit der Entscheidung leben muß ;-) )

    Ich selbst hab mit Frieda auch nen Hund, von dem mir jeder abgeraten hätte, hätt ich nur wen gefragt. Und? Die Maus ist süß, hat zwar ihre Macke, aber mit der kann ich leben, ich kann´s handeln und managen, und es passiert nix. Und wir sind beide glücklich miteinander (ok, hätte sie Rotti-Größe, hätten wir sicherlich eher ein Problem - meine Bandscheiben *gg - aber auch das ließe sich managen...)

    Zitat

    Man muss sich mal den Aufwand anschauen, den es kostet, an so einer ernsthaften Angst zu arbeiten...

    ...jepp - und man muß sich den Erfolg anschauen, den man damit erwirken kann - angstfreier durchs Leben, denn einen Hund kannst an jeder Straßenecke treffen! Ist ja nicht für die Hundehalter, sondern für sich selbst, wenn sie dran arbeitet. Und wenn sie kein Interesse dran hätte, dran zu arbeiten, wäre sie nicht hier und hätte ausgerechnet Hundehalter gefragt - find ich toll!

    Zitat

    Wir fahren sehr selten mit dem Auto.
    Da wir fast direkt am Wald wohnen gehen wir jeden Tag zu Fuß.
    Einmal im Jahr zum Tierarzt und im Frühjahr eine Woche nach Sylt und im Sommer zwei Wochen nach Österreich.
    Vielleicht dann noch ein zwei mal am Wochende um die 100 km aber das war es dann auch.


    Dann ist es kein Wunder, wenn der Hund Streß hat - er kennt das Fahren kaum, und wenn er unterm Jahr mal fährt, dann auch noch zum Tierarzt, der ja normalerweise auch mit Streß verbunden wird. Da würd ich najira´s Tips umsetzen: mit dem Auto was Tolles verknüpfen, bestimme Leckerli (die tollsten überhaupt für den Hund) gibt´s nur noch beim/nach dem Autofahren, dann z.B. Fahrten zu Hundebegegnungen (wenn Hundi die mag!), oder zum Hundeplatz (wenn Ihr mit dem Hund arbeitet, und er dies gerne tut), was halt der Hund super findet.
    Öfter mal fahren zu ganz tollen Zielen! Erstmal ganz kurze Strecken natürlich...

    Und die zweite Baustelle (Tierarzt): öfter mal hinfahren, um einfach im Wartezimmer (nach Absprache) "dumm rumzusitzen", ne Packung Leckerli zu verfüttern und wieder zu gehen. Oder, wenn der Doc kurz Zeit hat, dort drin ein Würstel (das Du dort deponiert hast vorher) vom Doc geben lassen und wieder heimfahren. Sodaß auch die Fahrten zum Doc nicht mehr mit Streß verbunden sind.

    Also, erstmal: wenn jemand Deine Angst vor Hunden oder die Deiner Tochter nicht respektiert (und damit Euch beide auch als Person nicht für voll nimmt), ist das unverschämt, und da würd ich mir ne neue Nachhilfe suchen gehen. Wer das Kind wegen sowas auslacht, nimmt evtl. auch "blöde" Fragen zum nicht verstandenen Unterrichtsstoff nicht für voll.

    Andererseits muß ich sagen, ist es kein Wunder, daß Deine Tochter Angst vor Hunden hat. Immerhin lebst Du ihr das ja vor..... Ich habe die Erfahrung gemacht, je unbefangener Eltern (bzw. andere Begleitpersonen) auf Tiere zugehen, desto weniger macht´s auch einem kind aus, das zum ersten Mal vor einem Hund steht - aber auch umgekehrt, wenn die Mutter schreiend davonläuft und ihr Kind hochreißt (alles schon gesehen!), dann wird das Kind beim nächsten Hund in Panik ausbrechen..... Oft sehe ich hier Kinder ängstlicher Mütter, die bei der nächsten Begegnung, wo sie dann alleine sind, ganz anders auf meine Tiere zugehen, als wenn die zitternde Mutter daneben steht. Auf einmal ganz aufgeschlossen und mutig, teils sogar fragend, ob sie streicheln dürfen.

    Ohne, daß Du das jetzt als Kritik verstehen sollst, nur zum Verständnis: wenn Du Dein Kind auf die Straße laufen läßt, bringst Du ihr doch auch bei, wo es gefährlich werden könnte, weil ein Autofahrer sie nicht sehen könnte, und daß man erst gucken muß, bevor man über die Straße geht.

    Und bei Hunden, die man genauso an jeder Straßenecke sehen kann, muß man es eben genauso machen. Würde natürlich voraussetzen, daß Du Dich zumindest in groben Zügen mit dem Thema auseinandersetzt (Körpersprache des Hundes). Denn es ist ja auch für Dich nicht angenehm, Hunden immer ausweichen zu müssen. Ich bin sicher, auch ein Hund geht ganz anders auf Dich zu (nicht bellend), wenn Du Dich normal verhälst. Hunde können hervorragend Körpersprache lesen, und wenn Du in ihren Augen "komisch" gehst oder sonstwie Angst zeigst (ängstliches Anstarren kann z.B. als Provokation gewertet werden vom Hund), verunsichert sie das auch und provoziert "komische" Reaktionen wie das bellend auf Dich zulaufen. Klar ist nicht jeder Hund top erzogen, aber ich verwette meinen Allerwertesten darauf, daß von den Hunden, die Du bisher getroffen hast, noch keiner daran gedacht hat, Dich zu verspeisen ;-)

    Du könntest z.B. mal in einer Hundeschule vorbeigehen und Dich erkundigen, ob es möglich ist, ohne Hund mal an den Stunden zuzusehen o.ä., oder einen Nachbarn ansprechen, von dem Du den Eindruck hast, daß der Hund einigermaßen erzogen und der Halter halbwegs verständnisvoll ist. Einfach Fragen stellen zu Deinem Verhalten bei Hundebegegnungen, zum Verhalten von Hunden allgemein etc. Ich hab mich mal mit einem Jogger unterhalten, der etwas ängstlich auf meine Hunde reagiert hatte (bedingt durch schlechte Erfahrungen), und hab ihm ein paar Tips gegeben, wie er entsprechend ausweichen kann etc., daß er langsamer werden soll, wenn ein Hund ihm z.B. folgt (Jagdtrieb) und sowas. Der war sehr dankbar, und ich denke, der ist aus der Begegnung herausgegangen mit der Einstellung, daß offenbar nicht alle Hunde Monster und alle Halter unfähig sind.... Mich freut es immer, wenn jemand bereit ist, an dieser Angst zu arbeiten, und ich bin ehrlich, ich trage gerne dazu bei, denn das sind die Menschen, denen man beim nächsten Gassi begegnet, ohne daß diese ängstlich ausweichen müssen, und dann evtl. sogar auch mal auf Verständnis hoffen kann, wenn der (ansonsten gut erzogene) Hund im Überschwang der Wiedersehensfreude wen anspringt o.ä. Was bringt es mir als Hundehalter, wenn ich mich über die Ängste der Leute lustig mache, und dafür beim nächsten Mal, wenn mein Hund dummerweise genau diese Person belästigt, ne Anzeige kassiere, und das auch noch zurecht, weil derjenige fürchterlich erschrickt und dann aus der Angst heraus panisch reagiert..... Freundlich hält einfach länger ;-)

    Es verlangt natürlich keiner, daß Ihr zwei jetzt ein Hunde-Abi machen müßt *gg - immerhin ist das nicht Euer Interessengebiet. Aber wenn Ihr Euch mal mit hundlichem Verhalten ein bisserl auseinandersetzt, verlieren diese vielleicht ihren Schrecken für Euch, was Euch das Leben sicherlich erleichtern würde; und wer weiß - vielleicht finden wir Dich dann in 1-2 Jahren hier im Forum als Hundehalter wieder *gg (ok, man muß es ja nicht gleich übertreiben.... ;-) )

    PS: auch eine Katze ist ein Raubtier - und wenn ich mir die Krallen von meinem Norweger ansehe, oder so ne hübsche Großkatze (auch Löwe genannt), dann wüßte ich ehrlich gesagt, vor wem ich mehr Respekt hätte..... *gg Aber generell stimme ich Dir natürlich zu - ein Hund ist ein Tier und damit auch immer ein Stückchen unberechenbar in seinem Verhalten, er kann erschrecken und im Reflex reagieren o.ä. Und genau deswegen ist es so wichtig, zu wissen, was man bei einem Hund besser nicht machen sollte: auf dem Kopf tätscheln, anfassen ohne zu fragen, wegrennen (weckt Jagdtrieb), frontal drauf zurennen (machen Kinder gerne "Oooooh, ein Hund - Streicheln!!", und dann frontal drauf zurennen, das kann als Angriff interpretiert werden von einem Hund, der das nicht kennt), oder bei einem Hund mit Schutztrieb dem befreundeten Halter freudig um den Hals fallen (Hund könnte sich genötigt sehen, diesen zu verteidigen), die Brezel vor dem Hund "retten", indem man die Arme hochreißt (machen kleine Kinder gerne und provozieren damit, daß der Hund hochspringt, weil er da dran möchte, und das als Spielaufforderung interpretieren könnte), von hinten anfassen, ohne daß der Hund damit rechnet (und damit erschrickt), zu dicht an einem abgelegten Hund vorbeigehen (der nicht ausweichen kann, weil er angeleint ist), warnendes Knurren ignorieren, u.v.m.

    PPS: wenn ich Besuch kriege, weiß dieser in aller Regel, daß ich einen Hund habe - und wer nicht belästigt werden möchte, schiebt ihn dann irgendwann weg. Ich hab fast keine Leute in meinem Bekanntenkreis, die mit Hunden nicht können - und bei diesen achte ich darauf, daß die Hunde sie nicht belästigen, und vor allem, wenn wir Kaffetrinken, in ein anderes Zimmer gehen. Nicht jeder steht auf Hundehaare auf dem Kuchen *gg Ich habe auch kein Problem damit, wenn meine Schwester z.B. kommt, die mit denen einfach nix anfangen kann, die Hunde mal ins Nachbarzimmer zu sperren, wo sie dann sich in ihr Körbchen kuscheln können. Und wenn Freunde keine Hunde in ihrer Wohnung haben wollen, dann bleiben meine Hunde eben daheim - sie sterben nicht davon, und ich auch net (auch wenn ich sie liebe und sie mir sehr wichtig sind, so oft kommt das eh nicht vor). Und ich kann mich dann ausschließlich auf den Besuch konzentrieren (auch eine Sache der Höflichkeit in meinen Augen!), statt darauf zu achten, daß alle im Körbchen bleiben, nicht belästigen, den Kuchen stehenlassen o.ä. Eine Freundin hat Katzen im Haus - da laß ich meine Jäger sicher nicht frei rumlaufen, solange die im Haus ist. Da nehm ich die Box mit, oder die bleiben daheim, oder er ist mit uns beim Grillen im Garten und betritt schlichtweg das Haus nicht, und fertig.
    Zu Deinem Großvater: ich glaub, der wollte Dir nur zeigen, daß der Hund ganz brav ist - er konnte es eben nicht besser oder anders. Ich kenn das Gefühl auch: als Halter eines lieben und gut erzogenen Hundes kränkt das schon auch ein bißchen, wenn jemand vor diesem grundlos Angst hat und ihm Böses unterstellt. Sieh´s doch mal von der Warte aus... ;-)

    Zitat


    Zwischen "vorn laufen" und "Führung" liegen noch andere Komponenten. Nur weil ein Hund vielleicht vorn läuft, gibt er nicht den Ton an oder die Richtung vor. Genauso kann der Hund sich weiß Gott was über dich denken und dich nicht ernst nehmen, wenn du ihn dazu verdonnerst neben dir zu laufen. Das macht dich nicht automatisch zum "Rudelführer". Dressur bedeutet nicht automatisch Bindung, Respekt und die Abgabe von irgendwelchen Leitungspositionen. Das ist dann doch ein bisschen Komplexer als nur die Position beim Spaziergang.

    Also wirklich - wie kommst Du denn darauf? Dein Hund hat längst die Weltherschaft an sich gerissen, weil er irgendwann mal vorne gelaufen ist - hast gar net gemerkt, was? *gggg
    :ironie2:

    Aber im Ernst - schön erklärt.... Souverän und berechenbar sein bewirken Vertrauen zum Hundeführer.
    Wenn ich meine "Herrschaft" so durchsetzen muß beim Hund, dann hab ich definitiv irgendwo was falsch gemacht. Wer keine anderen Argumente hat als "weil ich das will" oder "weil ich der Chef bin", und ein Schild "Ich bin der Chef" vor sich hertragen muß, damit´s der Hund ihm abnimmt (und gerade dann wird dieser es nicht abnehmen....), der sollte tatsächlich mal drüber nachdenken, warum das so ist....

    Natürlich hast Du Recht, Podencoliiebe, die Konsequenz fehlt manchmal - aber ich wette, derjenige, den´s allzusehr stört, der hat schon daran gearbeitet bzw. tut´s noch, und derjenige, der´s net tut (daran arbeiten), den stört´s auch net, oder setzt einfach andere Prioritäten. Soll ja auch Hunde mit ernsthafte Baustellen geben... Bei mir ist´s z.B. so, daß ich es schlichtweg so gut wie nie brauche, weil die Hunde fast nur freilaufen. Und für die paarmal ewig zu üben (dazu muß ich ja auch erstmal in der Übungssituation sein, sprich Stadtgang explizit zum Üben mit Hund - hab ja sonst nix zu tun....), ist mir den Aufwand nicht wert...

    [quote="Sylvie74":
    Mein Hund läuft nonstop bei Fuß, direkt mit seinem Schulterblatt an meinem Knie, guckt nicht mal wenn neben uns ein Rudel läufiger Hündinnen herumtollt, und er himmelt mich permanent an bis zur Nackenstarre.

    :lachtot:[/quote]

    ... ich hätt´s Dir jetzt glatt abgenommen, wenn der Smilie net gewesen wär..... *gg

    Warum "natürlich" nicht mitnehmen kann? Wenn ich geschäftlich (innerhalb von D) unterwegs bin, ist es überhaupt kein Problem für meine Kröten, mitzukommen, egal, welche von den Dreien. Alle drei können im Hotelzimmer oder im Auto alleinebleiben, dürfen dort, wo ich hingehe (Zweigstelle von uns) z.T. auch mit ins Büro, kein Problem. Wenn der Hund so leidet, evtl. die bessere Alternative?

    Allerdings bin ich natürlich auch mit dem Auto unterwegs, net Flugzeug oder so - weiß ja nicht, wo (und in welchem Fahrzeug) Herrchen unterwegs ist.

    Meine Hunde haben aber auch gelernt, daß ich immer wiederkomme, wenn ich mal nicht daheim bin, und sie hängen fast genauso an meiner Tochter wie an mir, die sie in der Zeit auch betreuen kann. Wenn ein hund natürlich nur am Besitzer so hängt, ist das schon schwierig.....

    Wenn ich selbst das Problem hätte, ich würde mir glatt in Zielnähe ein Forenmitglied suchen, bei dem die Hundis tagsüber willkommen wären, und sie dann abends abholen ins Hotel ;-)

    Aber wenn Dich der hudn eh schon kennt, und er daheim wo9hnen darf, ist das evtl. schon mal ne große Hilfe für ihn... Drück Euch die Daumen, daß es damit etwas entspannter wird!

    Bei uns waren die Voraussetzungen für den Zweithund keine anderen als für den ersten und dritten ;-)

    Wohnung, Garten, jeweils vorhergehender Hund so weit erzogen, daß keine größeren Baustellen existieren.

    Als Bossi kam, war Biene grad 8 Monate jung. Wichtig war für mich aber auch, daß die beiden zusammenpaßten. Sie Hündin, unkastriert, er Rüde, kastriert - diese Kombination war bewußt so ausgewählt. Allerdings war und ist er weitaus schwerer als sie - aber sie setzt sich problemlos durch, das wurde getestet vorab. Sie ist bis heute die Chefin daheim.

    Bossi war eineinhalb und vollkommen unerzogen, als er dann kam - der war ne einzige Baustelle erziehungstechnisch *gg - aber so lieb, daß es keine Rolle spielte, keinerlei Aggression o.ä. im Spiel, echt einfach nur gemacht, was er wollte - Terrier halt....

    Naja - und nachdem sich Bossi dann irgendwann auch benehmen konnte, ging´s Fraule irgendwann zu gut - und ein neuer Hund mußte her.... Welch ein Glück, daß die so ihre Baustellen mitgebracht hat, mit denen wir auch heute noch beschäftigt sind - wer weiß, wie viele Hunde ich sonst heute hätte :lachtot: :lachtot:

    Zitat

    Hihi - jo, selbes Problem, klein, schwarz, Pudel - und jeder muß antatschen kommen..... Manchmal wünschte ich mir, die Leute hätten wenigstens ein Bißchen Respekt vor dem schwarzen Fell *gg (Mein nächster Hund wird ein Russischer Terrier, so! Schätze mal, dann haben wir net nur die Bahn, sondern die ganze Strecke samt Bahnhof für uns alleine..... *gg)

    konnt nimmer editieren: der Einzige, der vor ihr (5 Kilo) Respekt hat, ist mein einer "kleiner" (schwarzer!) 7-Kilo-Norweger..... :lachtot:

    Zitat

    ....Mein kleiner schwarzer Pudel wird komischerweise überhaupt nicht für voll genommen :lol:

    Hihi - jo, selbes Problem, klein, schwarz, Pudel - und jeder muß antatschen kommen..... Manchmal wünschte ich mir, die Leute hätten wenigstens ein Bißchen Respekt vor dem schwarzen Fell *gg (Mein nächster Hund wird ein Russischer Terrier, so! Schätze mal, dann haben wir net nur die Bahn, sondern die ganze Strecke samt Bahnhof für uns alleine..... *gg)