Beiträge von BieBoss

    Meine Kröten machen das alle beide, Biene und Bossi. Wenn ich einen von beiden streichle, dauert´s net lang, und der andere fordert dieselbe Aufmerksamkeit. Ich schicke den zweiten dann wieder weg, streichle den ersten weiter bzw. fang noch ein schönes Spiel mit ihm an, so richtig demonstrativ - "ich entscheide, mit wem ich mich gerade beschäftige". Und wenn der andere in der Zeit ruhig im Körbchen bleibt und nicht nervt, kriegt der hinterher auch ein Spielchen oder ein Leckerli und damit verbunden auch meine Aufmerksamkeit.

    Sie fordern es aber auch ganz lieb ein, Biene drängt sich frech dazwischen und kuschelt sich an meine Beine, Bossi legt in solchen Situationen, wenn er Aufmerksamkeit will, die Pfötchen auf meinen Schoß und guckt mich wedelnd an *gg Da fällt´s einem manchmal schwer, nicht drauf einzugehen, aber immer streichle ich auch net "auf Befehl" - ab und an muß ich daheim auch was tun *gg

    Zitat

    Gerade wenn man weiß, dass der Hund so schnell hochfährt - was hat der auf so einer Hundewiese dann zu suchen?? Wie geschrieben - es gab dort noch nie Vorfälle. Sicher mal eine Streiterei, aber nie ernst mit Beschädigungsabsicht. Ich fand den HH an sich auch extrem rücksichtslos. Statt nach dem Vorfall zu gehen, blieb er dort. Es liefen auf dem oberen Teil der Wiese noch 2 Mischlinge frei und es waren dort auch Kinder anwesend. Was auch immer da zwischen den Hunden gelaufen ist - ist das okay, so einen Hund (unabhängig von der Rasse) als "friedlich" zu titulieren und in den Freilauf zu lassen?? ICH finde es nicht okay...

    Also, ganz ehrlich - ich hab mit Bossi auch einen Terrier, der "normalerweise friedlich" ist. Aber wenn ein anderer Hund ne leise Geste macht, die ihn provoziert, z.B. während der üblichen Begrüßung mit Anschnuppern, dann steigt der nur zu gerne drauf ein und "fährt hoch", sprich korrigiert - hundlich durchaus vollkommen korrekt. Terrier sind hart, aber herzlich - und können eine Korrektur eben sehr punktgenau erteilen, die fackeln nicht lang. Deswegen ist der aber nicht gleich ne wütende Bestie - und dafür, daß IHR MENSCHEN eine evtl. Warnung des Hundes vielleicht nicht wahrgenommen habt, kann der arme Staff ja schließlich nix, gell? ;-)
    Abgesehen davon - ein Kopfauflegen durch den Fremdhund fällt für mein Terriertier schon unter "massive Provokation"! Einmal waren wir trailen (schon ne Weile her), da kam so ein kleiner Yorkie ohne Leine, Fraule mit der Nachbarin quatschend, reagiert NULL, (wir in vollem Staffel-Trail-Outfit damals noch, haben ja ne Weile in der Staffel traininiert mit ihm!) - und hat gemeint, den Macker machen zu müssen. Bossi an langer (Trail-)Leine, ich noch stehengeblieben, aber der Kleine war ohne Leine natürlich schneller bei uns als ich meinen Hund auf die Seite nehmen konnte. Stellt sich der kleine Pups doch einfach mal eben quer vor meinen 3mal so schweren Kerle (T-Stellung) auf den Trail und meint, er könnt meinen mal a weng ärgern und baut sich vor ihm auf.... Die Besitzerin war ob Bossis Reaktion (schnell und laut *gg) fürchterlich erschrocken, weil ihr Hund wollt doch "nur mal Hallo sagen" - passiert ist natürlich nix (und wenns nen Kratzer gegeben hätt - mei, die Terrier halt...), Bossi hat einfach nur ne Korrektur gesetzt angesichts dieser Frechheit. OT: Das Trailen war für den Tag übrigens "gegessen", Konzentration vollkommen weg. Inzwischen haben wir das mit Hundebegegnungen geübt, und er geht gelassener mit Hunden auf dem Trail um, weil ich´s managen kann, fährt nimmer so hoch und arbeitet im Anschluß anständig weiter. Juhu - 3 Monate lang nur daran gearbeitet *gg Ich liiiebe Terrier.... ;-) Neulich hat er sich bei nem prollenden Boxer in 20-30-Metern Entfernung von vorne kommend nach gaaanz kurzem Zurückgrollen selbständig korrigiert und ist in Trailrichtung nach rechts abgebogen.

    Und genau so sehe ich die von Dir beschriebene Situation. Nur, daß es eben ein Staff war, der korrigiert hat, und damit gleich wieder sämtlichen Klischeevorstellungen Nahrung gibt. Schade, echt - gerade von Hundehaltern untereinander sollte man doch mehr Verständnis, aber auch Auge für hundliches Verhalten verlangen können. Und genau das ist auch das Problem an solchen Hundewiesen: die Hunde sind alle vollkommen normal, die sind nicht das Problem, aber die Halter quatschen, kriegen nix mit, beobachten nicht, und wenn sie beobachten, können sie nicht mal ihre eigenen Hunde lesen, geschweige denn rechtzeitig eingreifen, bevor´s brenzlig wird, oder erkennen, wenn´s zu viel wird, und das Ganze nämlich kein Spiel mehr und längst gekippt ist.

    Bin mir sicher, es gab ne Warnung - ein Hund, der net vorwarnt, hätte den Wesenstest (wenn das denn stimmt) nie bestanden. Aber Warnungen fallen halt nun mal unter Hunden etwas subtiler aus als bei Menschen, die sieht man nicht auf 7 Meilen Entfernung - auch Du nicht. Ich bin aber sicher, der Schäfi hatte eine bekommen und auch verstanden, der hatte sich sicherlich schon vor dem Kopfauflegen aufgebaut, und spätestens da ne Warnung ignoriert.

    Du schreibst, der Hund ließ sich nicht mehr kontrollieren - warum ist er dann anschließend nicht wieder auf den Schäfi los? Wo ist da die Beschädigungsabsicht? Und Dein Jungspund hätte sicherlich nicht gewagt, dem fremden Hund "mal eben" den Kopf aufzulegen, also wäre da mal genau - NXI passiert... Hör doch mal auf, auf dieser "Aggression" rumzureiten. Das war eine Reaktion auf die Provokation durch den Schäfer - und der muß mit der Antwort rechnen, wenn er sich so verhält, Punkt.

    Weil Du schriebst, der Staff ließ nicht los: Klar - weil der Schäfi sich wahrscheinlich noch nicht 100% ergeben hatte. Der hat zweifellos irgendwo noch Widerstand geleistet. Dann hätte der Staff riskiert, daß Schäfi sich auf ihn stürzt, wenn er losläßt, bevor der sich ergeben hat. Warum sollte er also loslassen? In so nem Moment dazwischenzugehen, ist das Dümmste, was man machen kann - der Hund hält den anderen einfach nur. Sobald der untere Hund (Schäfi) Unterstützung kriegt durch die Menschen, die mit rumhüpfen, wird der wieder Oberwasser kriegen, und sich nie ergeben - und dann habt Ihr die schönste Prügelei und steckt im Zweifel mittendrin - wenns wirklich Beschädigungsabsichten gegeben hätte, wär die Situation jetzt, in diesem Moment, eskaliert und völlig außer Kontrolle geraten, und die Hände der Halter zwischendrin - herzlichen Glückwunsch.... *grusel.....

    Und dann noch den Halter (in Deinem Fall auch noch als nicht Betroffener!) verpetzen, weil man selbst keine Ahnung hat, und damit nem wahrscheinlich ganz normalen Hundehalter mit Listenhund das Leben noch zusätzlich erschweren..... Lieber Gott, bin ich froh, daß ich zwar bekloppte Terrier hab, die aber net auf der Liste stehn.....

    Übrigens: ne "tiefe Wunde an der Kehle" kann auch daher rühren, daß der Staff noch nicht loslassen konnte, aber er von den Leuten weggezerrt wurde von dem anderen Hund. Daß der da Widerstand leisten muß, solang der andere sich noch net ergeben hat, ist klar, und dann packt er erst richtig zu, um den anderen zu halten. Das sehe ich jetzt noch nicht als Wunde, die durch die Aggressivität entstanden sein muß. Wenn Menschen eingreifen, siehe oben, dann kann´s eher mal eskalieren, und dann erst dadurch die Verletzungen entstehen. Ich wett was, der Hund hätte einfach nur weiter festgehalten und nicht fester gepackt, wenn er in dem Moment nicht noch von den Menschen bedrängt und an ihm rumgezerrt worden wäre... Hat ja tixi6 schon so schön geschrieben.

    Zitat

    Da es hier erwähnt wurde und ich es auch angedeutet habe:
    Eine Haltung mit mehreren Hunden, die ich permanent trennen müsste wäre nichts für mich. Ich kenne mittlerweile einige Leute, wo das so funktioniert, aber ich glaube, da würde ich mich lieber von einem Hund dauerhaft trennen.
    Wie geht ihr damit um, wenn das bei euch so ist?

    Dafür gibt´s geschlossene Türen bei uns, ist insgesamt entspannter als es sich anhört. ;-) Sind keine kleinen Kinder hier, sodaß die Gefahr von versehentlichen Begegnungen durch olffengelassene Türen bei null liegt. Und die beiden "großen" weichen aus, beschwichtigen (was die natürlich net sieht, da blind...) und gehen weg, falls ich mit der an der Leine an ihnen vorbeimuß. Weiß nicht, ob ich´s nochmal machen würde, aber momentan kann ich mit der Situation ganz gut leben.....

    Bei uns war´s mehr oder weniger Zufall, daß ich mehr als einen Hund habe. So richtig vorbildlich ungeplant *gg

    Biene war grad 8 Monate alt, als wir Bossi (damals 1,5 Jahre) bei einem Tierheimbesuch mit meiner Schwester begleiteten, weil sie uns einen Hund zeigen wollte, für den sie sich interessierte. Dort haben wir dann Bossi gesehen. Naja, Biene mußte eh vormittags alleine sein, weil ich arbeitete, und Töchterchen bis mittags Schule hatte - "der könnte ja dazupassen, sodaß sie nicht so lange allein sein muß". Außerdem - Töchterchen stand schon immer auf Airdales - und Bossi sieht aus wie ein zu heiß gewaschener Airdale von der Farbe her *gg Sie sah ihn, und der mußte einfach dazupassen....

    Naja, wir haben´s mit Biene getestet, sind Gassi gegangen mit ihm - boah, war der bekloppt, das fand ich cool ;-) (Töchterchen gestand mir später, sie hatte schoooon Respekt vor dem anfangs... *lach....-sie war ja grad mal 14... Aber: sie hat sich getraut!)

    Ne Woche später, nachdem wir die Genehmigung vom Vermieter hatten, durfte er dann -frisch kastriert, die Fäden noch drin -einziehen zu einer gerade erstmals läufigen Biene *hust..... Biene war zu dem Zeitpunkt mit ihren 8 Monaten schon so weit, daß sie aus dem Gröbsten raus war, sehr verläßlich, und ich brauchte beim Gassi nicht mehr auf sie zu achten - die ist bis heute so, daß die immer hinter mir herkommt, egal, was ist, selbst Wild interessiert sie null. Was zu Fressen hält sie zwar kurz auf, aber dann folgt sie mir wieder, ist einfach so ihre Art. Dadurch hatte ich den Kopf unterwegs frei für Bossi - und den hab ich gebraucht, ununterbrochen... *gg Beim dem als Ersthund hätt´s glaub ich a weng länger gedauert, bis ich wieder zugeschlagen hätte...

    Frieda (damals 8 Jahre, Biene damals grade 2, Bossi 2,5 Jahre jung) ebenso: im Internet gesehen und ich wollte sie haben. Erstmal ne Woche überlegt und diskutiert, nach Besonderheiten erkundigt (sie ist ja blind), dann "zugeschlagen"... Die anderen zwei waren so weit erzogen, daß keine größeren Baustellen da waren (klar, kein Hund ist perfekt, trainieren kann man immer was, wenn man danach sucht, aber für meinen Bedarf war´s und ist es so vollkommen ok). Jo - und dadurch, daß ich mit Frieda eh getrennt gehen muß (die kann gar nicht mit anderen Hunden), hab ich den Kopf frei für sie und Hundebegegnungen und muß nicht nach Bossi gucken (der es heute noch braucht, daß ich gedanklich bei ihm bin - der ist einfach kein "ich laß mal laufen"-Hund, weil der sonst jagen geht). Klar - ich muß getrennt laufen, aber durch ihr Alter braucht die keine 25 Stunden Gassi mehr am Tag - sie kann zwar ohne Weiteres, wie sie neulich bei ner 20-km-Wanderung bewiesen hat (nach der sie sozusagen noch gefragt hat "...und was machen wir jetzt???" und fröhlich rumhüpfte), aber die ist auch mit 20 Minuten Gassi und anschließend ner Runde Kraulen zufrieden, freut sich über ne Runde Trailen genauso wie über ne Runde Kuscheln, die ist einfach mit allem glücklich, was sie kriegen kann (Hauptsache mit Fraule zusammen sein), aber fordert es nicht vehement ein. Ich könnte sie bestimmt auch noch etwas hochpushen - aber wozu, würde mir ja nur selbst das Leben schwer machen...

    Und nachdem ich mit den Tieren ja auch was machen möchte, wenn ich schon lange Zeiten weg bin zum Arbeiten (Tochter studiert noch und wohnt daheim, ist also öfter und längere Zeiten da als ich), arbeite ich mit allen Dreien: Biene in der Rettungshundearbeit (Flächensuche), die Terrierkröten trailen alle zwei. Mehr Hunde brauch ich aber net, denn ich bin so schon 2 Tage die Woche mind. beim Training, plus Einsätze mit Biene. Wenn ich die Zeit hätte, und alle sich verstehen würden, sodaß getrennte Gassigänge entfallen würden, kein Thema - aber so langt mir das. Immerhin wollen Hunde auch im Krankheitsfall optimal betreut werden können, und das kostet ja auch.

    Generell ist es einfach schön, die beiden im Umgang miteinander zu beobachten, und einen Hund alleine würde ich nicht mehr haben wollen, einmal weil ich arbeiten gehe, andererseits ist´s einfach schöner für den Hund mit artgleicher Gesellschaft! Momentan verstehn sich Biene und Bossi auch gut, sodaß ich da keinen Dritten ins Spiel werfen wollen würde, dessen Anwesenheit dann evtl. zu Streit führen oder der das fünfte Rad am Wagen spielen würde.

    Ich finde nicht, daß mehr Hunde auch mehr Arbeit in Sachen Erziehung bedeuten, solange die bereits vorhandenen eben beim Gassi nicht mehr meine Aufmerksamkeit benötigen und ich mich dem Neuzugang widmen kann. Schön ist es, wenn man mit allen zusammen trainieren kann, einer liegt ab, der anderen läuft Unterordnung, oder einer sitzt, während der andere spielen darf (Impulskontrolle für den Sitzenden), was auch immer.... Oder Tricks mit 2 Hunden üben, ist auch lustig.

    Zitat

    ......Ihr solltet den richtigen Umgang mit Hunden kennen, dann fühlt ihr Euch auch Sicherer wenn ihr die Materie Hund besser einschätzen könnt...

    Genau - und dafür braucht´s bestimmt keinen Psychologen, sondern jemanden, der den Hund "erklären" kann. Solange man etwas nicht versteht, wird man an der Angst vergeblich arbeiten, oder doktert meines Erachtens bestenfalls an Symptomen rum. Das Unbehagen bleibt, und das merken die Hunde, und deswegen wird eine Therapie alleine, die nur die "theoretische Seite" aufarbeitet, m.E. nach nicht unbedingt helfen...

    Zitat


    Was soll er denn sonst machen??? Seine Schlangen und das Terrarium mal eben schnell umbauen???

    Schlange ins Körbchen schicken? *gg
    Ne, aber vielleicht die Nachhilfe ins andere Zimmer mitnehmen? Grad bei Schlangen ist es doch so, daß recht viele Leute da eine gewisse Scheu vor haben. Hund ins andere Zimmer schicken ist ja dagegen nun nicht DER Aufwand, verglichen mit einem Terrarium, das umgebaut werden müßte....

    Oh weh, hab ich tatsächlich Toleranz mit t geschrieben..... tststs..... Ich nehm das T zurück!

    Also, ich weiß net - manche Reaktionen erscheinen auch mir hier etwas aggressiv. Ganz ehrlich, wenn ich wo zu Besuch bin - ob privat oder geschäftlich- und ich habe Angst und äußere dies entsprechend, dann kann ich doch ein wenig Rücksicht erwarten, oder nicht? Für mich als Gastgeber gehört das jedenfalls zu den Grundregeln der Höflichkeit, daß auch ein Gast (privat wie geschöftlich) sich bei mir in der Wohnung wohlfühlen darf. Und wenn der Hund deswegen statt neben mir im Schlafzimmer schläft, davon stirbt er glaub ich echt nicht.

    Ich vermenschliche meine Hunde gerne, sie dürfen bei ir Vieles, was Andere nie tun würden (beim Essen mit auf der Eckbank liegen, im Bett schlafen, u.a.) - aber in der Hinsicht kenn ich nix. Gast ist Gast, und wenn der Angst haben muß, kann man sich auch nicht entspannt unterhalten, und wenn der geschäftlich da ist, und sich dauernd panisch rumdreht, ob er gleich gefressen wird, kommt auch keine Arbeitsstimmung auf...

    Was soll jemand machen, der irgendwelche Riesenschlangen sammelt - sagt der auch "wenns Dir net paßt, kannst ja gehn"?? Irgendwo find ich, hört die Tolerantz auf, die ich von einem Gast erwarten kann, und muß ein bisserl Rücksicht nehmen. Mit "Stell Dich net so an, der bleibt im Körbchen" nehme ich keinem die Angst, und erhöhe nicht eben die Bereitschaft, sich mit dem Thema Hund überhaupt zu beschäftigen.

    PS: sagt doch keiner, DU überträgst die Angst auf die Tochter, sondern die Angst überträgt sich - Vorbildfunktion sei dank.... ;-) Das ist kein Vorwurf, sondern Fakt. Aber daran nicht zu arbeiten, würde die Tochter nicht weniger ängstlich machen, das ist das, was Du ihr mitgibst...