Beiträge von BieBoss

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    ..ohhh ein Blatt....das is ja viel interessanter :hilfe:
    ........
    Wenn er etwas interessantes riecht und das tut er eigentlich immer, kann man gut und gerne weiterlaufen, man darf sich sicher sein, dass er NICHT hinterher kommt, bzw. es können gut und gerne 500m dazwischen sein...

    Dann mußt Du eben dafür sorgen, daß etwas passiert, das ihn interessiert - zeig ihm nen Blätterhaufen, laß die Dinger fliegen und spiel mit ihm damit.

    Das Andere, auch das Interesse an anderen Menschen, wird sich noch geben. Meine Frieda war genauso. Jeder Mensch war toll, jedem hat sie sich hingeworfen auf den Rücken, damit er den Bauch krault. Inzwischen ist es so, daß Fremde toll sind, auch begrüßt werden - aber wer kein Leckerli dabei hat, ist furchtbar uninteressant, und der braucht auch net mit Streicheln zu kommen - da gibt´s Aufregenderes (Fraule anbetteln *gg). Auf den Rücken werfen tut sie sich nimmer bei jedem, das passiert nur noch daheim bei mir, oder mit mir zusammen auf ner Wiese, in der man sich gemütlich aalt.... ;-)

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    ...Seltsamerweise zeigt der Kleine keinen großen Jagdtrieb, zumindest bisher nicht, ......

    Ganz richtig ausgedrückt: BISHER.... *gg

    Der Jagdtrieb erwachst meist erst in der Pubertät - also genau JETZT. Jeden Tag kann es soweit sein, daß er ihn entdedckt - und dann sollte er tunlichst an der Schlepp sein. Denn beim ersten Mal Abhauen hat er den Erfolg, daß er zum Hetzen kommt. Und dann viel Vergnügen, das wieder rauszukriegen. Dann lieber vorher an die Schlepp.

    Bin Übrigens ganz und gar nicht der Meinung, daß ein Podenco nie ohne Leine laufengelassen werden kann. Kenne erstens welche und zweitens hab ich selbst zwei Jagdmonster, und selbige ganz gut im Griff- mit 90% leinenfrei-Laufen! Ist Arbeit, geht nicht von heut auf morgen, aber man kann´s zumindest unter Kontrolle bringen. Dein Ansatz, nur da zu gehen, wo kein Wild auf Sichtweite ist, ist schonmal gut. Aber bedenk dabei: es gibt auch Hasen/Kaninchen, die im Feld in irgendwelchen Mulden liegen - die siehst Du so gar nicht. Aber der Hund riecht sie...... Und ist schneller hinterher als Du gucken kannst, wenn Du nicht vorher die Körpersprache richtig identifizerst (eine gewisse Aufmerksamkeit und Anspannung zeigt jeder Jagdhund, bevor er lospest, und wenns nur ein Sekundenbruchteil ist. Und DEN mußt Du erwischen, wenn Du GENAU DA den Abruf plazierst (der am besten auch noch funktioniert *gg Sprich, das wird künftig Deine wichtigste Übung: nachts um 3 im Tiefschlaf muß der Hund aufspringen und zu Dir kommen, wenn Du den rufst - wenn Du verstehst, was ich meine, denn funktioniert der Rückruf nicht so automatisch und ohne Ablenkung, dann in der jagdlichen Situation später sicherlich gar nicht!), dann kriegst das in den Griff.

    Aber davor stehen Monate an der Schlepp (damit der Hund lernt, einen geringeren Radius um Dich herum einzuhalten- denn je näher Dein Hund bei Dir, umso besser kannst ihn noch in den Griff kriegen. Wenn der 50 Meter von Dir weg ist, und Du schreist ein HALT - wird er das mit Sicherheit ignorieren, wenn der Reiz recht stark ist, ist er gerade neben Dir, hast einfach besser Einfluß auf ihn).
    Interessant machen kannst Dich über Schnüffelspiele, Rennspiele, Leckerli/Spielzeug mitnehmen, (Leckerli z.B. ins Gras werfen und suchen lassen, oder über den Boden kullern und hetzen lassen. Oder werfen, während der Hund absitzt, und dann holen lassen), Spielzeug evtl.: zum Zerren, wenn der Hund das mag. Zerren ist eine Sequenz aus dem Jagdverhalten: das Schütteln dient dazu, die Beute zu töten. Interessiert die meisten Jäger! Einfach mal austesten, was der Hund draußen toll findet. Notfalls ein Rennspiel, indem du einfach quietschend mit ihm zusammen losstartest und ein paar Meter rennst.

    Draußen auch jedes Zeichen, daß der Hund sich an Dir orientiert, bestätigen, egal, ob verbal, mit Leckerli oder Zerrspiel oder Schnüffelnlassen. Nimm, was der Hund draußen akzeptiert, als Bestätigung. Bleibt der Hund stehen, weil er nicht weiß, obs rechts oder links geht --> freu Dich, er wartet auf Dich und achtet darauf, welche
    Richtung DU willst --> bestätigen! Guckt er unterwegs zu Dir: bestätigen! JEDEN Blick zu Dir unterwegs! Damit bewirkst Du, daß der Hund lernt, sich an Dir zu orientieren.

    Nochwas: wenn der Hund noch nicht so lange bei Dir ist - warum sollte er Dir gehorchen oder sich an Dir orientieren? Der muß doch erstmal kapieren, daß er künftig immer bei Euch bleibt und da zuhause ist. Er muß lernen, Euch zu vertrauen, und das zu tun, was Ihr wollt. Dazu muß im Laufe der Zeit erstmal eine richtige Bindung entstehen, die kommt nicht von heute auf morgen. Die muß man sich erarbeiten. Einmal durch gemeinsame Arbeit mit dem Hund (also Kopfarbeit, am besten im jagdlichen Bereich, Fährtensuche, Mantrailing, ZOS, Leckerlisuche, was auch immer), aber auch durch Konsequenz im täglichen Umgang mit dem Hund, damit er die Sicherheit kriegt, wie er sich wann verhalten soll, und weiß, er kann sich an Euch orientieren und Euch vertrauen. Vorher würd ich nichtmal ne Ente frei laufen lassen, ehrlich gesagt, geschweige denn nen jaglich interessierten Hund *gg

    Ein kleiner Tip für unterwegs: vielleicht ist das mit Leine und Buggy besser zu handhaben, wenn Du Dir für den Hund nen Bauchgurt (wie Jogginggurt) besorgst und den Hund beim Laufen dort einhängst, dann hast die Hände frei.

    Wenn er andere Hunde o.ä. unterwegs anmault, selbst ruhig bleiben, mit etwas Abstand und einem Bogen zu umgehen versuchen, weitergehen. Wenn Du stehnbleibst, signalisierst Du ihm, daß Du ihm Zeit gibst, den anderen anzupöbeln, weil Du ja nicht widersprichst oder das unterbindest in dem Moment! Wenn er ruhig bleibt mit etwas Abstand, umgehend loben. Beim nächsten Mal testen, ob´s ein etwas kleinerer Abstand auch tut. Beim ersten Versuch können ruhig mal 10 Meter sein, sowas geht am besten auf ner Wiese, wenn möglich. Am besten ist auch, Du greifst ein, bevor die Pöbelei losgeht - in dem moment, wo der Hund den andern entdeckt, und isch anfängt aufzubauen, steifbeinig zu laufen o.ä., sofort "Nein-weiter!", und selbst einfach weitergehen. Sodaß er gar nicht erst anfängt zu pöbeln im Idealfall.

    Ansonsten hört Ihr Euch an, als wär´s Euer erster Hund. Da gibt´s natürlich noch viel zu lernen und alles ist anders, als geplant, weil man gar nicht an alles denken kann bei so ner Erstanschaffung, man weiß ja gar nicht, auf was man achten muß. Das wird mit der Zeit sicherlich viel einfacher werden. Damit´s aber so kommt, würde ich auch einen Trainer um Hilfe bitten, gerade, wie man Alltagssituationen managen kann beim Gassi oder im Umgang mit dem Kind. Und generell ein paar Infos von ihm erbitten zum Thema Lerntheorie beim Hund: wie lernt ein Hund, wie bringe ich ihm was am besten bei etc. Dazu kann man sich sicherlich auch selbst Literatur besorgen und lesen - im Idealfall vor der Anschaffung.... *gg

    Nur Mut - nur, weil s anders ist als gedacht, muß man trotzdem nicht gleich wieder aufgeben... Ein Hund ist halt auch nur ein Lebewesen, und da muß man sich auch erst mal anfreunden und auch in ihn reindenken, sich kennenlernen und den Umgang miteinander lernen. Körpersprache des Hundes z.B. wäre auch ein guter Punkt, mit Info-Sammeln anzufangen.

    Auch wenn ein Leben mit Hund toll ist, keine Frage - aber keiner hat gesagt, daß man nicht mit nem Hund arbeiten muß, oder daß er wie ein Deko-Gegenstand automatisch funktioniert. Was er tun soll und kann, muß man ihm beibringen, was er nicht tun darf, ebenso. Zeigt ihm, was Ihr möchtet und was nicht - wenn er was tut, das Euch nicht gefällt, zeigt ihm stattdessen eine Alternative (statt Teppichbeißen Kauknochen geben zB). Wenn er o deutlich sieht, was er darf und was nicht, gibt ihm das Sicherheit, und auch das streßbedingte Aufreiten wird sich reduzieren bzw. wegfallen. Weil er´s nicht mehr braucht.

    Und bitte: nicht immer die Panik beim Kind bestätigen, indem Ihr´s auch noch hoch nehmt und tröstet! Es gibt nix zum Trösten, und nix zum Heulen, wenn der Hund tut ja nichts!
    Zeigt dem Kind mit fröhlichem interssierten Tonfall, daß der Hund sich streicheln läßt, erklärt ihm, wenn er spielt, und was er tut. Laßt das Kind dem Hund ein Futterbröckchen zurollen (NUR unter Aufsicht!), damit es lernt, mit dem Hund umzugehen, oder laßt es dem Hund sein Spielzeug zuwerfen, das er evtl. wieder bringen wird. Was man versteht, das fürchtet man nicht. Hab den Verdacht, daß Ihr selbst so unsicher seid, daß Ihr damit das Kind furchtbar ansteckt mit Euren Sorgen - die merken das..... Ich wette was, wenn jemand Anderes mit dem Kind neben dem und sitzen würde, würde es ganz anders reagieren, weil´s die Sicherheit dieser Person spüren würde ;-) Probiert´s mal aus.....

    Viel Erfolg! ;-)

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    Ich hab gestern schon angefangen die Menge etwas zu reduzieren und dafür Nudeln zu geben! Bin ja mal gespannt, ob sich etwas ändert durch Kohlenhydrate. Sind da Vollkornnudeln und Naturreis am besten?

    Wenns am Getreide (= Kohlenhydrate) liegt, ist das genau falsch: Weizenmehl in den Nudeln *gg Aber wirst ja merken, ob der Hund noch mehr aufdreht oder ruhiger wird, kann man nur ausprobieren.... ;-) (Vollkornnudeln enthalten auch Mehl...)

    Ich hab damals 15 Euro für den ersten und 7 Euro für den zweiten Hund gezahlt (anfangs wollte ich die beiden noch net so lange alleine lassen), also 22 Euro für 2 Hunde pro Tag. Aber da war keine Übernachtung dabei, und kein Feiertag.

    Insofern paßt der Preis schon.

    (allerdings - bevor ich 150 Euro zahle, weil ich Weihnachten wegfahre, würd ich die Köters lieber mitnehmen, dann hab ich 150,- Euro mehr, die ich am Urlaubsort verprassen kann *gg Aber ich fahr eh nie wohin, wo ich die net mitnehmen kann.)

    Würde es auch bissel abhängig machen vom Hund: wie gut erzogen (schlecht erzogen = mehr Aufwand), Sonderwünsche das Futter betreffend, Medikamentengabe nötig, läufig, macht Dinge kaputt, kann (nicht) alleinbleiben bei Dir o.a. Faktoren können da mit reinspielen. Vergiß nicht, Dir ihren Tierarzt nennen zulassen und ne Vollmacht erteilen zu lassen, daß Du auf deren Kosten dort hingehen kannst, wenn nötig. Und ne Versicherung solltest Du auch haben, wenn Du Geld nimmst für´s Sitten! (oder die Versicherung der Halter deckt Schäden beim Hundesitter mit ab --> Nachweis zeigen lassen!). Und laß Dir ne Handynummer geben, wo die im Urlaub erreichbar sind, für alle Fälle.....

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    .......Rottweiler interessieren uns auch noch. ......

    ...und die schon gleich dreimal net in der RH-Arbeit. Erstens wirst da bei den meisten Staffeln bzw. Hilfsorganisationen auf Granit beißen, weil die in einigen Ländern gelistet sind, und viele Leute Angst vor denen haben (ich denk da nur an ein "entspannt" verlaufendes Training in nem öffentlichen Wald mit tausend Joggern/Stockenten, die alle in den Straßengraben hüpfen, weil Klein-Rotti ausm Wald auf den Weg rausschießt), und zweitens sind die ja noch schwerer gebaut - ein Rettungshund braucht auch Kondition und muß mal springen können etc. - so nem schweren Hund und seinen Knochen tust damit bestimmt keinen Gefallen!

    Beim Trailen solltest Du bedenken, daß Du den Hund, wenn er starkt zieht, auch halten können mußt. Ich möchte keinen Bloodhound, aber auch keinen Boxer oder Rotti an der Trailleine haben *gg Und in der Fläche hast Du eine Trageübung bei den Prüfungen - auch hier möchte ich nen Rotti nicht tragen müssen, nichtmal für die 20 Prüfungs-Meter...... Die Leute haben ja z.T. schon Schwierigkeiten mit ihren eigenen 30-Kilo-Goldies/Labbies....

    Ja, ich weiß, es gibt Leute, die arbeiten mit nem Rotti oder Boxer in der RH-Arbeit oder beim Trailen - ich möchts nicht haben (obwohl ich die Hunde toll finde!)...

    Naja - also ne gewisse Unterordnung muß einfach sein, auch bei nem Trailhund. Kann ja nicht sein, daß der mich in seinem Findewahn über ne befahrene Straße zerrt, und wir hinterher beide platt sind o.ä.! Aber eine Rasse, die explizit für die Unterordnung besonders geeignet ist, zum Suchen? Ne......

    Generell gebe ich da den Vorschreibern recht: zum Trailen würde ich sehr auf eine eher selbständige Rasse setzen, am ehesten noch solche aus dem Jagdhunde-Bereich! Und selbst für die Fläche - wenn ich das vorher weiß, daß der Hund Rettungshund werden soll, hol ich mir doch was, das geeignet ist, und nicht durch ne platte Nase im Vergleich zu anderen Rassen eingeschränkt ist! Klar riecht der immer noch besser als Du und ich - aber für professionelle Arbeit, wenn ich´s vorher weiß, suche ich mir doch das, was am besten qualifiziert ist dafür!

    Ja, ich suche auch mit nem Zwerg im RH-Bereich- aber erstens war das vorher nicht geplant, und zweitens hat sie zumindest keine Plattnase und lange Hax´n *gg Und überhaupt - die hat ihre Einsatzbereiche oft, wo große Hunde Schwierigkeiten haben und ergänzt sich mit unseren anderen Hunden super...Huscht unterm Gebüsch durch, klettert wie ne Bergziege an steilen Hängen, und hat auch an heißen Tagen Kondition für 3....

    Unbewußt, ja - wenn meine blinde Frieda mich anstarrt wegen eines Leckerlis, und nicht kapiert, daß es am Boden liegt - dann schnuffel ich mal kurz rum, und sie kapiert, daß sie es suchen soll. *gg Das Kommando SUCH kennt sie natürlich auch - aber warum einfach, wenns auch kompliziert geht *ggggg

    Bossi hat durch Nachmachen zufällig gelernt, zu apportieren. Er hat früher ausschließlich sein Zerrseil apportiert, weil er gelernt hatte, damit gibt´s bei mir Zerrspaß, doer den Ball, der dann geworfen wurde. Alles Andere war ihm wurscht, da konnte ich werfen, was ich wollte.

    Irgendwann hab ich dann den Futterbeutel geworfen. Bossi guckte nur fragend und legte sich in seine Ecke - "was soll ich damit?" Dann rannte Biene los, holte das Ding, gab es mir in die Hand und kriegte Futter daraus. Ich machte ganz absichtlich großes Theater: "hmmmm, feiiiin, ja schau mal....!" daraus. Dann nochmal geworfen, und siehe da - Bossi rannte los, apportierte das Teil und warf es mir vor die Füße *gg

    Bei Biene auch teilweise: Gegenstände unterscheiden. Ich werfe 2 Sachen, eine kleine Schachtel und ne Packung Tempos z.B. Ich sage dabei "Schachtel", wenn ich die werfe, und lasse nur die Apportieren. Dann dasselbe mit dem 2. Gegenstand. Irgendwann lege ich dann beide hin. Wenn Biene einfach hirnlos (sie kapiert´s, ist aber zu schnell und bringt einfach irgendwas, weil sie das Leckerli dafür haben will *gg - alter Gierknochen....) losrennt, sage ich "Nein, die Schachtel" und greife danach. Das kapiert sie dann.

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    .....Wenn ich manchmal sehe, was manche Leute draußen an Leckerchen auspacken, wunder ich mich echt, daß mein freßgeiler Hund noch bei mir ist und sich nicht schon ein neues Herrchen gesucht hat. Sie weiß nämlich ganz genau, wer was Tolles dabei hat und ist auch nicht schüchtern dieses dann einzufordern. Und sie geht trotzdem noch mit mir nach Hause! Tja, woran liegt es? Bestimmt nicht an den Leckerlies, vielleicht an klaren Strukturen und Regeln?


    Naja - das heißt ja nicht notwendigerweise, daß ein Hund im anderen Falle nur mit heimkommt, weil der Halter Leckerli einstecken hat.... *gg

    Meine Hunde gehen alle immer gerne mit heim, egal, ob ich Leckerli einstecken habe oder nicht - und ich arbeite auch u.a. mit Leckerlis. Man kann auch, wenn man mit Leckerli arbeitet, klare Strukturen und Regeln haben...