Beiträge von BieBoss

    Ich stimme da DOJO2 zu: ich hätte den Jungen erstmal angesprochen, sodaß der Hund merkt, ich sehe in dem Jungen nichts Besonderes, und wäre evtl. ein Stück weit in dessen Richtung gegangen, sodaß er riechen kann, wer das ist. Spätestens, wenn der Junge dann antwortet, erkennt der Hund ihn bestimmt, evtl. steht er ja auch mal kurz auf, sodaß der Hund sieht, den kenn ich doch.

    Gleichzeitig dem Kind erklären, daß der Hund ihn im Dunklen in der ungewohnten Position nicht erkannt hat, und das gut gemacht hat, Dich zu warnen, daß da was Ungewöhnliches ist, und daß das nicht gegen ihn gerichtet ist, sondern als Warnung für Dich. Für einen Hund, bei dem Bewachen zum Rasseprofil zählt bzw. rassetypisch ist, ist es ja schließlich auch die Aufgabe, für die er u.a. gezüchtet wurde: aufpassen und einen vorwarnen. Muß also nicht mal Unsicherheit sein, wenn der Hund knurrt, da muß man die Körpersprache bisserl berücksichtigen. Meine Biene (Pudel-Mix) ist auch so eine: wenn was Komisches kommt (oder was, das sie (noch) nicht sehen kann), wird geknurrt. Ich kann im Dunklen mit ihr spazierengehen, und bevor ich noch an die Ecke komme, weiß ich, daß da wer kommt oder steht, sodaß ich nicht mehr erschrecke, wenns zu einer plötzlichen Begegnung kommt, oder ich ausweichen kann. Sehr angenehm im Finsteren..... ;-)

    Jedenfalls hätte ich dem Hund auf alle Fälle gezeigt, daß da keine Gefahr droht. Er darf warnen, ich find das sogar ganz nützlich, solange er nicht nach vorne geht, aber letztlich entscheide ich als HF dann, ob "das Komische" wirklich gefährlich ist, ich ausweichen möchte oder mir das genauer ansehe. Soweit kann mein Hund mir vertrauen, daß ich ihn nicht in ne gefährliche Situation reinziehe an der Leine, das gucken wir uns zusammen aus der Nähe an. Oft reicht es Biene schon, wenn ich mit dieser Person spreche, und damit sieht sie, daß derjenige ungefährlich ist, auch heute Abend im Dunklen - so wie immer halt *gg

    Mit dem Außenrum-Gehen sage ich dem Hund nur, daß er zu Recht geknurrt hat, und da was Gefährliches saß (oder sogar, wenn er den Geruch des Jungen in die Nase gekriegt haben sollte - das weiß ich ja nicht!-, daß dieser Junge gefährlich ist..... ) - das würde ich nicht so vermitteln wollen. Da wär´s mir lieber, daß der Hund lernt, etwas, das ihm komisch vorkommt, mal zu untersuchen, und mir zu vertrauen, daß ich das schon regeln werde.

    Also, bei Flecken im Teppich würd ich erstmal an einen Blasenentzündung denken. Denn markiert wird ja beim Rüden doch eher an Gegenständen mit Beinchen hoch und so.

    Könnte ja sein, daß er sich, wenn Du daneben stehst, nicht so traut, es einfach laufen zu lassen, auch wenn das Bedürfnis da ist?

    Keine Ahnung, jedenfalls würd ich das mal vorsichtshalber checken lassen, bevor Du anfängst, mit Korrekturen und Wegziehen von den bepieselten Stellen zu arbeiten ;-) Vielleicht erledigt sich das dann von ganz alleine.

    Oder der Hudn weiß es einfach noch nicht, weil er von der Straße kommt, daß in Wohnungen nicht gepinkelt wird, und die "Stubenreinheit" lag einfach nur daran, daß Ihr immer rechtzeitig raus gegangen seid?

    Also, ich mach da jetzt keine Wissenschaft draus.... Wenn ich sehe, daß jemand seinen Hund explizit zu sich ruft, vorsichtig wird, ausweicht, oder ihn anleint (bzw. schon an der Leine hat), ist es für mich selbstverständlich, meinen Hund bei mir zu behalten bzw. herzurufen.

    Wenn aber jemand einfach mir entgegenkommt mit frei laufendem Hund, dann gehe ich erstmal davon aus, daß das ein ganz normaler Hund ohne Besonderheiten wie Aggressivität, Läufigkeit, Krankheit o.ä. ist, und lasse meinen laufen.

    Ich geh da immer von mir aus: ich habe kein Problem, wenn meine Hunde im Freilauf sind, und fremde Hunde zu uns kommen. Wenn Biene läufig ist, frag ich den HH mal, ob Rüde und wenn ja, ob kastriert, ansonsten ist das schon ok. Und wenn ich mit Frieda unterwegs bin, die ja so gar nicht mit anderen Hunden kann, dann blocke ich die Hunde, oder sage den Besitzern, daß sie den Hund bitte nicht herlassen sollen, das wird hier gut akzeptiert. Denn woher sollen die sonst wissen, daß mein Hund unverträglich mit anderen ist? Denn diese Leute tun genau dasselbe wie ich: davon ausgehen, daß der andere Hund erstmal normal ist, ansonsten sagt der andere Halter schon was. Bevor ich Frieda hatte, bin ich nie per se davon ausgegangen, daß ein anderer Hund absolut unverträglich sein könnte, weil ich es eben selbst nicht so kannte, und deswegen verlange ich das auch nicht von anderen Hundehaltern. Keiner kann hellsehen, und solange akzeptiert wird, wenn ich sage "kein Kontakt bitte", mach ich da kein Theater draus...

    Und ganz ehrlich: wenn ich mit nem unverträglichen Hund ausgerechnet im Hundeauslaufgebiet spazierengeh, dann bin ich selbst schuld, oder ich mach´s gerade, um Hundebegegnungen und den Umgang mit anderen Hunden zu üben. Ansonsten geh ich eher außerhalb der eingetretenen Hundepfade, wo ich auch ausweichen kann bei Bedarf.

    Ich gehe jedenfalls nicht automatisch davon aus, daß ein anderer Hund keinen Kontakt haben darf, wenn ich im Hundeauslaufgebiet unterwegs bin....

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    Hallo an die Hundegemeinde hier,

    ich habe da mal eine Frage die mich bei der Erziehung beschäftigt und zwar lese ich immer wieder, das es bei den Grundkommandos Aus & Nein gibt, nun bin ich ein wenig verwirrt...Wann gebt ihr welches Kommando?, aus für was aus dem Maul fallen lassen und wenn er in was beißt was er nicht soll?, oder auch aus wenn er was macht was er nicht machen soll?
    Kann ich auch aus sagen wenn er bellt? oder wäre da ein Nein angebracht..ich hoffe ihr habt verstanden was ich meine..

    Lg Chris

    Naja - es gibt 2 Dinge:
    - etwas aus dem Maul ausgeben
    - mit etwas aufhören

    Und diese beiden Dinge müssen halt sauber getrennt werden. Weil wenn der Hund gelernt hat, daß AUS etwas herzugeben bedeutet, dann ist er verwirrt, wenn DU AUS sagst, weil er bellt - er hat doch gar nix im Maul! Das kann er halt nicht verstehen. Daher immer einfach den Grundsatz berücksichtigen "EIN Kommando für EINE Tätigkeit", also nicht AUS für AUFHÖREN mit etwas heute, und morgen AUS für das AUSGEBEN von Gegenständen.

    Ob Du letztlich BAHNHOF statt AUS antrainierst, weil Dein Hund das besser unterscheiden kann, oder BANANE statt "Hör auf damit", das ist dem Hund wurscht (oder banane? *gg). Du mußt nur konsequent unterscheiden, was der Hund tun soll.

    AUS ist halt ein doofes Kommando, weil man als Mensch dazu tendiert, das auch zu sagen, wenn jemand mit etwas aufhören soll. Aber es ist das "offizielle" Kommando, wenn Du irgendwann irgendwelche Prüfungen machen willst, wo das gebraucht wird, sollte man das nehmen, und dann halt im Alltag darauf achten, das nur zu geben, wenn der Hund was hergeben soll.

    Ich selbst habe neben dem NEIN ("tu das nicht", z.B. wenn er Dinge auflesen will draußen, oder wenn er zu anderen Hunden rennen möchte, ohne daß ich ihn freigegeben habe) noch ein "SCHLUß" - wenn der Hund aufhören soll, zu kläffen, oder das Spiel beendet ist.

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    ....Um zu beurteilen, ob der Angriff "grundlos" war und ob die Hunde "SO" auf einen anderen losgingen, müßte man die Version des anderen Hundehalters kennen. Da unterscheidet sich die Wahnehmung der Beteiligten ja häufig fundamental ;) .

    Deswegen schrieb ich ja: "offenbar grundlos" (ich weiß ja nur, was der Halter hier schrieb, also geh ich mal davon aus, daß der eigene Hund keinen Grund gegeben hatte) - man hat die Szene ja nicht selbst gesehen, ganz klar, da hast Du Recht.

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    Du sagst, Dein Hund hat "mal" zugepackt und dem anderen Hund "nur ein Löchlein" zugefügt. Möglicherweise sieht der Halter des anderen Hundes darin bereits eine schwere Verletzung. Du findest, dass sich von hinten kein anderer Hund Deinem Hund nähern darf. Der Besitzer des anderen Hundes findet vermutlich, dass das bei einem normal sozialisierten Hund kein Problem sein dürfte.


    Ne - ich finde nicht nur, ich weiß, daß sich keiner nähern darf (weil sie´s nicht duldet - so war das gemeint *gg), normalerweise nähere ich selbst mich aber keinem Tier unangekündigt von hinten (hab ich ganz früher -vor etwa 100 Jahren *gg- als kleines Mädel bei Pferden gelernt, aber gilt in meinen Augen für jedes Tier, weil´s einfach im Schreck falsch reagieren könnte, wenn ich von hinten komme, ohne es wenigstens anzusprechen).
    Daß das bei nem normal sozialisierten Hund kein Problem sein dürfte, ist klar - aber woher weiß der Andere, ob der Hund vor einem gut sozialisiert ist? Aber ich denke, die meisten Hundehalter, die sich noch nicht mit nem "speziellen" Hund abgeben mußten, rechnet natürlich nicht mit sowas, ist klar - umso mehr muß ich halt dann aufpassen, und ich konnte den Hund in dem Moment nicht kommen hören. Seitdem halte ich die Frieda vor mir, bzw. gucke zu ihr, wenn sie stehenbleibt zum Pinkeln oder weil sie schnüffelt, dann hab ich sie im Auge und kann sowas verhindern.

    Das "nur" stand schon in Gänsefüßchen, weil eine Verletzung ist es trotzdem, klar, aber nix lebensbedrohliches, und im Vergleich zu dem Angriff, der hier geschildert wurde, bzw. den geschilderten Verletzungen eben "nur" ein Löchlein. Ich hatte die Besitzer dann übrigens rausgeklingelt, Bescheid gegeben, daß sie zum Doc gehen sollen, falls da Bazillen reingekommen wären - aber ich glaub, die hat kein Wort verstanden (keine deutsche Herkunft, daher Sprachschwierigkeiten....). Hab jedenfalls nie ne Rechnung gekriegt, und begegnete denen hinterher noch mehrfach, mit dem Hund - der hats also wohl überlebt *gg

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    Interessieren wurde mich nach wie vor das Größenverhältnis der beteiligten Hunde.


    Meinst Du bei mir, oder im beschrieben Fall? Bei mir waren sie etwa gleich groß, die andere hat auch deutlich sichtbar Terrier-Anteil und is ne ruhige und ganz liebe und vorsichtige.

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    .... Sie haben sich nicht geliebt aber sich in Ruhe gelassen. Bis der Rotti eines Tages freudestrahlend auf mich zugerannt kam. Morris, mein AmBulldog sah das und stürzte sich völlig unvermittelt auf den Rotti. Durch das Hundegeschrei kam Harvey, der AmBulldog x Dt.Drahthaar, eigentlich erklärter Pazifist, der noch nie einen Hund attackiert hat und jedem Streit aus dem Wege ging, aus der äußersten Ecke des Hofes angerannt und stürzte sich sofort mit ins Getümmel. Jeder schnappte sich den Rotti auf einer Seite des Kopfes und biss ihm in die "Backen". Es ging GsD mit ein paar kleinen Löchern glimpflich ab :roll: 8O .

    Harvey wurde über 14 Jahre alt, Morris gut 9 Jahre und beiden hatten das niemals vorher und auch niemals nachher getan. Soviel zu mußte der Besitzer der anderen Hunde wissen, war vorhersehbar usw.

    Naja - da ging´s dann eben um die Ressource Frauchen. Und auch bei Hunden, die sich kennen, gerade, wenn sie sich net wirklich lieben, kann sowas passieren. Aber: dann hat´s ne Ursache, die sind vielleicht unerwarteterweise, aber nicht grundlos draufgegangen, klassische Ressourcenverteidigung bei Morris, würde ich mal so spontan einschätzen, und daß der Zweite aus demselben Haushalt dann mitmacht, ist ja nicht selten.... ;-) OK, ich gebe zu, mit allem kann man nicht rechnen, und hellsehen kann auch keiner ;-) Und das mit dem Erkennen ist immer so ne Sache, manchmal sind die Anzeichen so klein (oder so knapp vorher gezeigt), daß man´s selbst in dem Moment auch nicht sieht, oder ein Ersthundehalter solche evtl. einfach nicht erkennt, und dann kann man nicht eingreifen. Aber ein echt grundloser Angriff, das ist trotzdem was, das meiner Meineung nach echt selten vorkommt, meist sehen wir Menschen bloß den Grund net....

    Wenn z.B. der andere Hund nen doofen Tag hat, und wird vom eigenen mal schief angekuckt (was man selbst meist von hinten ja nicht sieht am eigenen Hund), der Andere fühlt sich provoziert, und schon geht´s los - an nem guten Tag wär der vielleicht gar nicht drauf eingegangen, aber so reichte der Blick des eigenen Hundes als "Provokation" aus.

    Ich nutz den ganz normalen, der hat ordentlich Power - sonst verstaubt er völlig im Eck *gg

    Aber Biene ist auch immer ganz kurz geschoren, insofern ist die auch ganz schnell trocken, da brauch ich keine 10 Minuten. Wird auch net gekämmt beim Föhnen, sondern einfach von Hand durchgewuschelt. Sehr praktisch *gg

    Bossi finden Föhnen langsam immer spannender, anfangs rannte er weg wie blöd, wenn er den gehört hat, inzwischen sieht er, wieviel Spaß die Biene mit dem Ding hat, und mit welcher Freude sie immer kommt und sich von dem Ding in Spielhaltung anpusten läßt, und versucht´s auch mal ganz kurz, schüttelt sich dann und haut fröhlich wedelnd und hüpfend wieder ab *gg Dann wird sich auf dem Teppich trockengewälzt..... :headbash:

    Frieda wird net geföhnt - die steht nicht lang genug auf einem Fleck, als daß ich sie mit der Luft irgendwie treffen könnte *gg Außerdem ist sie glatthaarig und wird kurz abgerubbelt, und darf dann in ihrem Körbchen im warmen Zimmer (notfalls wird etwas geheizt) trockenliegen mit ner Decke zum Reinkuscheln. Teppichtrocknen macht sie aber auch gerne...

    Also, ich würd da auch lieber ehrlich sein in Sachen Rasseangaben. Selbst bei uns auf´m Kaff sind sie schon auf den Trichter gekommen, Fotos vom Hund und ne live-in-Augenscheinnahme seitens des Amtes einzuführen, bei der Kleinen noch net, aber bei Bossi - den hab ich dann echt vorführen müssen, um die Rasseangabe auf meiner Anmeldung verifizieren zu können.

    Ich freu mich schon auf das Gesicht einer "Bekannten" (kenn die nur vom 2-3maligen Gassi-Smalltalk), wenn die ihren Cane Corso dann "halt als Labbi-Boxer-Mix" anmelden gehen möchte..... *gggg (hat sie mir schon angekündigt auf meine Frage hin, ob er schon angemeldet ist!)

    Die Frau ist sowas von nix-ahnend in Sachen Hund (ich glaub, daß die Dinger 4 Füße haben, weiß sie, aber das ist auch alles), rennt mit dem Kleinen durch den Park ohne Leine, kreischt aber vor Angst, weil der "Kleine" -ich glaub, der is schon mindestens 50 cm (4-5 monate jung) hoch, wenn nicht noch mehr- sich vor viel kleineren erwachsenen Hunden auf den Rücken wirft, weil sie Angst hat, die fressen ihn....... Aber er muß auf den Kinderspielplatz mit, weil ihr Kindchen dort spielen möchte... *hust....

    PS: die Fotos kann ich leider net sehen, da directupload irgendwie bei uns geblockt wird in der Firma ;-( Imageshack geht komischerweise....

    Ich würde nur noch mit der Schlepp dran spazierengehen.

    Dann, wenn er ein Loch findet, abrufen und zu mir ziehen. Sobald er bei mir ist, loben, und dann explizit zum Loch hinschicken. Sodaß er lernt, der Abruf heißt nicht notwendigerweise, daß das Spiel zu Ende ist. Also quasi nur abrufen, um ihm ein Leckerli zuzustecken o.ä., und wieder hinschicken. Irgendwann kannst dann mal weitergehen nach einem Abruf, aber meist wird er wieder hingeschickt.

    Das kann man auch aufbauen, indem man neben ihm steht, seinen Namen nennt und dabei Leckerli vor die buddelnde Nase wirft. Er verküpft so "Fraule ruft = Leckerli". Irgendwann wird er, wenn Du den Namen beim buddeln nennst, zu Dir gucken - Leckerli! Beim nächsten Mal gehst nen Schritt von ihm weg mit dem Leckerli in der Hand, und lockst ihn so mit. Kommt er nach: --> Leckerli geben, wieder buddeln schicken. Wenn das klappt, als Nächstes 2-3 Schritte vorm Loch stehen, ihn rufen, Leckerli geben und wieder gehen lassen. Diesen Abstand immer weiter vergrößern (aber nicht nur, manchmal auch wieder näher rangehen, einfach zu Abwechslung!), und irgendwann klappt das auch, wenn Du qweit weg bist und rufst, weil er gelernt hat, er darf dann weiterbuddeln.

    Wichtig ist eben nur, daß beim Hund ankommt, daß der Abruf vom Buddel-Loch nicht das Ende des Spaßvergnügens ist.

    Ansonsten würde ich evtl. mal nen Trainer über Euren Alltag gucken lassen. Wenn ein richtiges Verhältnis zum Hund bzw. vom Hund zu Euch da ist, dürfte das mit dem Anknurren eigentlich nicht passieren. Das kommt eher vor, wenn ein Hund neu ist und dem Halter noch nicht ganz vertraut, oder die Fronten (wer ist derjenige, der entscheidet, wo´s lang geht) noch nicht so ganz geklärt sind.... Könnte also sein, daß es Dinge gibt, die im Alltag so gehandhabt werden, daß beim Hund nicht klar ist, wer das Sagen bei Euch hat. und da würde ich draufschauen lassen wollen, damit es nicht auf einmal an ner anderen Stelle zu Problemen kommt.

    Bossi und Frieda haben mich alle beide anfangs angeknurrt, wenn ich an den Napf gegangen bin oder sei einen Knochen hatten, und ich vorbeigegangen bin. Ich war fremd, ganz klar, und die Hunde nicht sicher, ob sie ihr Zeugs verteidigen müssen. Dann kam, vor allem bei Frieda, ne Zeit, wo sie aufgehört hat zu fressen, und scih steif gemacht hat (erstarrt ist), wenn ich zu nah kam. Heute ist es so, daß sie, wenn ich reinkomme, während sie frißt, wedelt, und ich sie (nach Ansprechen, um sie nicht zu erschrecken, weil sie ja blind ist) anfassen kann, ohne daß sie aufhört, zu fressen, und sie wedelt weiter und weiß genau, sie braucht nichts zu verteidigen. Weil sie gelernt hat, es passiert ihr nichts, wenn ich in der Nähe bin. Und genau das muß jetzt Euer Hund lernen - es passiert nichts Schlechtes, wenn Ihr Euch ihm beim buddeln nähert - außer, daß für ihn evtl. ein Leckerli abfällt!

    Bossi knurrt heute noch ab und an, wenn er grad nen Knochen hat (das ist für ihn was besonders Tolles, so wie für Euren Hund das Buddeln) und ich gehe ganz dicht vorbei (er liegt gerne im Durchgang zur Küche damit), aber wenn ich sage "ist gut, ich will nur vorbei" oder "bleib da, is gut", dann kann ich durchgehen, und auch zurückkehren, ohne, daß er weiter knurrt, weil er weiß, ich will nix von ihm, nehme ihm auch nichts weg. Und wenn ich sage "warte mal, gibs mir", dann weicht er auch zurück, läßt mich das Teil nehmen - weil er gelernt hat, daß ich ihm das höchstens woanders hinlege, damit er nicht im Weg liegt und gestört wird. Oder ich sage ihm "ins Körbchen, nimms mit", das versteht er auch. Hat also auch gelernt, daß ihm nichts passiert, wenn ich an ihn rangehe, während er Knochen frißt.

    Ihr könnt auch mal unterwegs, wenn ihr ein Mausloch vor ihm entdekt, ihn hinführen, und explizit zum Buddeln schicken.

    Ansonsten bin ich auch der Meinung: ein Jagdhund braucht jagdliche Auslastung, ansonsten holt er sie sich, und da kann man von Glück reden, wenn´s nur Mäusebuddeln ist...... *gg Er könnte auch Hasen jagen gehen....

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    .......Wenn er selbst erschrocken ist, einfach einen Moment nicht aufgepasst hat, die Hunde bisher verträglich waren, .....


    ... ich geh da konform mit dAlis: zwei Hunde, die derartig und offenbar grundlos (ich weiß ja nur, was der Halter hier schrieb, also geh ich mal davon aus, daß der eigene hund keienn Grund gegeben hatte) auf einen fremden Hund abgehen, sind nicht "bisher verträglich". Verträgliche Hunde gehen nicht grundlos auf einen anderen los, und umgekehrt werden Hunde, die SO auf einen anderen losgehen (noch dazu im Team!), aufeinander eingespielt sein und dieses Vorgehen sicherlich nicht zum ersten Mal praktizieren..... Daß der Halter das nicht ahnen konnte, halte ich für ein Gerücht.....

    Normalerweise gehe ich ja davon aus, daß ein normaler (sozialisierter) Hund nicht einfach "grundlos" angreift und vorher nichts zeigt - aber wenn 2 Hunde parallel auf einen fremden draufgehen und auch schwer verletzen, dann stimmt mit denen was nicht... (wahlweise mit dem Halter bzw. der Haltung....)

    Auch ich habe mit meiner Frieda einen Hund, den ich niemals ohne Leine und Maulkorb "einfach so" werde laufen lassen können - das weiß ich, und daher passe ich auf wie sonstwas, daß kein Hund mehr an meinen rankommt, und es passiert nichts mehr (als ich nicht bemerken konnte, daß sich ein fremder Hund von hinten näherte, hatte sie mal zugepackt, aber das war "nur" ein Löchlein gewesen - aber sowas macht man ja auch nicht, einen Hund von hinten an nen anderen ranlassen....). Das geht schon, aber man muß eben aufpassen und den Hund sichern. Frei laufen ist eben nur mit Maulkorb, und Leckerli in der Hosentasche erhöhen die Wahrscheinlichkeit, daß der Abruf iiiiirgendwann auch vom Hund klappen wird *gg

    Ich weiß net - man muß es doch nicht übertreiben, oder? Wo bitte ist der Unterschied, ob ich meine Hunde per Kommando oder per Leine dazu verdonnere, hinter meinem Schreibtisch zu bleiben? Fakt ist bei beidem, daß sie sich hinter dem Schreibtisch aufzuhalten haben. Demnächst krieg ich wahrscheinlich noch nen Bußgeldbescheid, weil ich meinen Hund habe eine Stunde im Körbchen bleiben lassen, als ich letztlich Besuch hatte...... *gggg

    Ich z.B. sitze im Büro mit der Front zur Türe, und wenn die Hunde vor mir rumhüpfen, fangen sie an, mich zu bewachen (Biene) und kläffen jeden an, der vorbeigeht (also Dauerkläffen....Im Flur arbeiten hier etliche Kollegen und bewegen sich doch tatsächlich zwischen den Büros hin und her.), oder müssen jeden begrüßen gehen, weil Bossi sich nämlich über jeden Menschen freut (und die Kollegen das auch noch erwidern, etwas kontraproduktiv für ne Erziehung *gg). Türe zu geht nicht, da das bei mir heißt "Bitte nicht reinkommen" (wenn ich Telefonkonferenz habe o.ä.), dann würde sich keiner mehr reintrauen den ganzen Tag.

    Nachdem meine nur recht selten mit im Büro sind (wenn ich abends mit ihnen was vor habe, oder Töchterchen nicht daheim ist), hab ich auch keine Lust, daran zu arbeiten. Ich muß nämlich im Büro arbeiten und habe keine Zeit, die dort dazu zu erziehen, im Zimmer zu bleiben (mein Chef würde sich bedanken....). Dazu muß man nämlich die Hunde die ganze Zeit über im Blick haben und jedes Mal wieder auf ihren Platz schicken. Ich möchte mich aber auf die Arbeit konzentrieren. Also werden sie ne Zeitlang angeleint, sobald die 2. Aufforderung, zu bleiben, ignoriert wurde, und fertig (ich denke, auf Dauer würden sie´s alleine dadurch schon lernen, aber ist eben dafür zu selten).

    In den Pausen können sie sich genug bewegen, da gehen wir raus und laufen, spielen etc., aber im Büro wird Ruhe gehalten, fertig.

    Die andere Seite der Medaille findet Ihr dann nämlich paradoxerweise wieder im Thread zum Thema "Ruhe halten lernen": Hunde, die die ganze Zeit mich und das Büro bewachen zu müssen glauben, nie zur Ruhe kommen, hibbelig werden - und dann zur Ruhe gezwungen werden müssen oder Ruhe "beigebracht" bekommen müssen, weil ich´s dann versiebt habe - schon mal von der Warte aus betrachtet? An der Leine kläfft Biene nämlich -oh Wunder- so gut wie gar nicht, weil sie kapiert, daß das gerade nicht ihr Job ist, wenn sie hinter mir liegt. Und so kann sie Ruhe halten und entspannen.

    Solange man einem Welpen genügend Zeit gibt, sich zwischendurch zu bewegen, und ihn beschäftigt und daran arbeitet, daß er irgendwann ohne Leine bleibt, kann ich mir nicht vorstellen, daß irgendein Amt dies als Tierquälerei bewerten würde. Solche Gesetze wurden geschaffen, um gegen dauerhafte tierquälerische Anbindehaltung vorzugehen, sprich, Hunde, die ständig den ganzen Tag irgendwo festgebunden sind, wo sich keiner kümmert, die vor sich hin versauern, etc. Wenn aber das Anbinden nur vorübergehend erfolgt (um zu lernen, daß Hundchen dort zu bleiben hat, wenn ich das sage), oder alle paar Wochen mal für nen Vormittag, wird kein Amt der Welt da ein Problem drin sehen! Bei einem solchen Gesetz wird bei der Interpretation immer darauf geachtet, was die Intention dieser Vorschrift war! Was die von einigen von Euch befragten Leute vom Amt sagen dazu, ist ja schön und gut, aber was dann letztlich ein Richter dazu sagen würde, der das entscheiden müßte, ist nochmal ein anderes Paar Schuhe...