Ich stimme da DOJO2 zu: ich hätte den Jungen erstmal angesprochen, sodaß der Hund merkt, ich sehe in dem Jungen nichts Besonderes, und wäre evtl. ein Stück weit in dessen Richtung gegangen, sodaß er riechen kann, wer das ist. Spätestens, wenn der Junge dann antwortet, erkennt der Hund ihn bestimmt, evtl. steht er ja auch mal kurz auf, sodaß der Hund sieht, den kenn ich doch.
Gleichzeitig dem Kind erklären, daß der Hund ihn im Dunklen in der ungewohnten Position nicht erkannt hat, und das gut gemacht hat, Dich zu warnen, daß da was Ungewöhnliches ist, und daß das nicht gegen ihn gerichtet ist, sondern als Warnung für Dich. Für einen Hund, bei dem Bewachen zum Rasseprofil zählt bzw. rassetypisch ist, ist es ja schließlich auch die Aufgabe, für die er u.a. gezüchtet wurde: aufpassen und einen vorwarnen. Muß also nicht mal Unsicherheit sein, wenn der Hund knurrt, da muß man die Körpersprache bisserl berücksichtigen. Meine Biene (Pudel-Mix) ist auch so eine: wenn was Komisches kommt (oder was, das sie (noch) nicht sehen kann), wird geknurrt. Ich kann im Dunklen mit ihr spazierengehen, und bevor ich noch an die Ecke komme, weiß ich, daß da wer kommt oder steht, sodaß ich nicht mehr erschrecke, wenns zu einer plötzlichen Begegnung kommt, oder ich ausweichen kann. Sehr angenehm im Finsteren..... ;-)
Jedenfalls hätte ich dem Hund auf alle Fälle gezeigt, daß da keine Gefahr droht. Er darf warnen, ich find das sogar ganz nützlich, solange er nicht nach vorne geht, aber letztlich entscheide ich als HF dann, ob "das Komische" wirklich gefährlich ist, ich ausweichen möchte oder mir das genauer ansehe. Soweit kann mein Hund mir vertrauen, daß ich ihn nicht in ne gefährliche Situation reinziehe an der Leine, das gucken wir uns zusammen aus der Nähe an. Oft reicht es Biene schon, wenn ich mit dieser Person spreche, und damit sieht sie, daß derjenige ungefährlich ist, auch heute Abend im Dunklen - so wie immer halt *gg
Mit dem Außenrum-Gehen sage ich dem Hund nur, daß er zu Recht geknurrt hat, und da was Gefährliches saß (oder sogar, wenn er den Geruch des Jungen in die Nase gekriegt haben sollte - das weiß ich ja nicht!-, daß dieser Junge gefährlich ist..... ) - das würde ich nicht so vermitteln wollen. Da wär´s mir lieber, daß der Hund lernt, etwas, das ihm komisch vorkommt, mal zu untersuchen, und mir zu vertrauen, daß ich das schon regeln werde.