Beiträge von BieBoss

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    .......Nicht jeder Hund, der hinter einem Reh her hetzt bekommt dieses auch - also besteht keine Gefahr für das Reh nur eine Unannehmlichkeit und ich sehe keinen Grund dann zu schießen. .....

    Reicht es denn nicht als "Unnanehmlichkeit", daß die Rehe (unabhängig, ob der Hund sie kriegen kann, das wissen die Armen nämlich nicht!) in der Panik in Zäune rennen und sich das Genick brechen oder vor lauter Schreck durch die Rennerei verwerfen? Oder vor Erschöpfung irgendwann zusammenbrechen, gerade tragende Tiere?

    Oder daß Rehe evtl. vom Hund auf die Straße gehetzt werden, wo sie nach einem "Wildunfall" sterben?

    Ich find, das ist schon mehr als Unannehmlichkeit und Grund genug, um hier durchzugreifen, wenn sowas öfter oder gar geplant/gezielt vorkommt....

    Mal ganz abgesehen von der Gefährdung des Straßenverkehrs durch den streunenden Hund... (aber das hat ja nicht der Jäger zu beurteilen oder richten - daher nur "mal so" mit in die Diskussion geworfen)

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    .....Sobald Welpe winselt, wieder von der Zeit etwas verkürzen, dann hat ist ihm die Dauer zu lang. Und natürlich nach Winseln kein Lob geben :smile: ......

    Braucht sie nicht - der Welpe lernt so von alleine, daß sich die Alleinbleib-Zeit wieder verkürzt, wenn er winselt.... nicht wirklich das, was man erreichen will. Daher das Winseln besser erstmal verhindern, indem die Zeit wirklich gaaanz kurz bleibt, dann nur in Mini-Schrittchen verlängern. Und dann immer mal wieder nur ganz kurz wegbleiben, sodaß die Alleinbleib-Zeit nicht immer länger wird! Mal kurz, dann länger, dann wieder nur einen Augenblick, mal ne Minute, dann nur ne halbe, ganz wild durcheinander. Der Hund darf nie wissen, was kommt oder wie lange Du weg sein wirst, dann ensteht auch keine Erwartungshaltung, daß Du nach 1 Minute und 5 Sekunden wieder da sein mußt oder so, weil dazwischen sind´s auch mal nur 30 Sek. ;-) Läßt Du ihn jedes Mal einfach immer länger, wird er immer beim nächsten Mal nach genau dieser Zeit darauf warten, daß Du kommst, und ab dem Zeitpunkt unruhig sein.

    Auch, wenn der Hund im Wohnzimmer bleiben soll, während Du kurz im Bad bist, lernt er schon, daß ihm alleine nichts passiert. Du bist ja in Hörweite und kommst halt nur wieder raus, wenn Ruhe ist.

    Wie lange ist Dein Hund schon bei Dir? Wenn er noch nicht lange da ist, woher soll er wissen, daß er etwas anstandslos hergeben können muß? Der Hund muß erstmal das Vertrauen haben, daß der Besitzer ihm nicht "einfach" was wegnimmt grundlos, denn sonst ist er im Kopf schon in einer Verteidigungs-Haltung, so wie Deiner jetzt. Bei einem noch recht neuen Hund kein Wunder, weil er niemanden gut kennt und unsicher ist, daher die Frage, wie lange er schon bei Euch ist.

    Auf lange Sicht würde ich das über Tauschen aufbauen: irgendein langweiliges Trockenfutter auslegen. Dann mit angeleintem Hund drangehen bis kurz davor. mittels Leine davon abhalten, das zu fressen, und wenn er Dich dann anguckt ("warum läßt sie mich net hin?"), genau in dem Moment loben und was Tolles geben Wurststückchen o.ä. So lernt, er, Freßbares anzuzeigen, indem er Dich anschaut, und daß er dafür was Tolles von und bei Dir bekommt.

    Ansonsten würde ich parallel daran arbeiten, daß er daheim erstmal nichts weggenommen bekommt, um Vertrauen zu schaffen, damit Du nicht mehr angeknurrt wirst. (wenn das Vertrauen da ist, ist es auch kein Problem, im Ausnahmefall draußen was wegzunehmen, weil der Hund mittels Tauschen gelernt hat, daß er dafür was Besseres kriegt!)

    Du kannst auch anfangen, wenn Du unterwegs was siehst, auf das Dein Hund sehr wahrscheinlich reagieren wrid (hinrennen und aufnehmen), ihn mit einer Aufgabe zu beschäftigen: Ball in die andere Richtung werfen, Fuß gehen lassen o.ä., sodaß er da nicht dran geht.

    Bis das mit dem Tauschen auch draußen klappt, wäre der Hund bei mir an der Leine, weil er sonst immer wieder Erfolg damit hat, obwohl er nicht tut, was Du willst (nämlich das Futter anzeigen oder nicht nehmen), und admit in seinem Tun bestätigt wird!
    Step 1: Hund frißt Trockenfutter, Du gehst in seine Nähe (ca. 1 m Abstand, halt so weit, daß er grad nicht knurrt!), und ein supertolles Leckerli zeigen, "schau, ich hab was für Dich", dann kann er sich das holen (im Step 1 nicht ganz an den Napf rangehen!). Den Abstand in Folgesteps sukzessive verringern, so weit er das jeweils ohne Streß duldet (also ohne Knurrren). Wenn Du bis ganz hin kommst, einfach auch mal im Vorbeigehen was reinfallen lassen in den Napf, dann mal die Ankündigung "ich hab was für Dich" weglassen. So verknüpft der Hund auf Dauer, daß Du nicht kommst, ihm was wegzunehmen, und bleibt daheim auch entspannt beim Fressen. Wenn er was geklaut hat, dann biete ihm was Besseres im Tausch dafür an. So lernt er, daß etwas herzugeben sich immer lohnt.

    Ein Knurren würde ich gerade am Anfang akzeptieren und dem Hund zeigen, daß ich nichts will von ihm, indem ich z.B. wieder nen Schritt vom Freßnapf weggehe, wenn er beim Futtern knurrt. Aber nicht ganz weggehen, sonst lernt er, daß er generell seine Ruhe kriegt, wenn er knurrt, und Dich damit beeinflussen kann bzw. in den Griff kriegt.... Nur nen Schritt weg, aber stehenblieben. So sieht er, Du verstehst seine Kommunikation (nichts Anderes ist Knurren), und läßt ihm den eben gewünschten nötigen Raum, aber bestehst darauf, dazubleiben. Wirst sehen, nach einigen Malen toleriert er nen geringeren Abstand, weil er lernt, wenn Du kommst, passiert nichts, er braucht Dich nicht mehr anzuknurren. Du signalisierst mit dem Schritt zurück "ich will nichts von Dir, es passiert nichts".

    Wenn der Hund schon länger da sein sollte und plötzlich zu knurren beginnt, dann ist woanders schon was schief gelaufen. Dann würde ich auch bei anderen Dingen anfangen, zu zeigen, wer hier die Entscheidungen trifft, in solchen Situationen, wo nichts (!) passieren kann. Solche Hunde würden von mir nichts mehr ohne Gegenleistung bekommen. Sitz fürs Futter, Platz für ein kurzes Kraulen, Abruf für ein Leckerli, Abruf, bevor er die Freigabe zum Laufen ohne Leine kriegt, absitzen, bevor ich die Leine abmache, kein Sofa ohne vorherige Freigabe durch mich, etc. etc. Das sind viele viele ganz kleine Dinge im Alltag, die ich abverlangen kann, bei denen ich dem Hund zeige, daß ich entscheide, und auch klar mache, daß er sich Freiheiten erarbeiten muß mit gutem Benehmen, bei denen ich aber andererseits nicht riskiere, mit ihm körperlich aneinanderzugeraten, wie z.B. in einer Situation, in der ich ihm Futter wegnehmen will. Sowas würde ich bei einem solchen Hund erst dann angehen, wenn ich den Rest wieder im Griff haben, wenn es sich nicht durch die Alltagsmaßnahmen alleine schon erledigt hat und er wieder weiß, woran er ist bei Euch.

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    Mein Kopfkino ist ja eben so was von mit mir durchgegangen :lachtot:.

    Eine sehr schöne Liebeserklärung an deine Frieda :smile:.

    Danke ;-)

    Oh weh..... Da hab ich wohl ne Stilblüte produziert *gggg

    Aber Du wirst lachen, wir haben in der Staffel ne junge Pumihündin, die setzt sich immer auf den Fahrersitz der Besitzerin vom Auto, und hat die Pfoten auf den Armaturen oder dem Lenkrad und guckt raus. Neulich hat wer ein Foto im richtigen Moment geschossen von der Beifahrerseite aus ins Auto rein, das sieht echt aus, als würde die fahren *gg

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    ........ das Oldies nur selten einen ausgeprägten Jagdtrieb haben - meißtens so gut wie gar keinen. Meint ihr das liegt am Alter oder ist an dem "Gerücht" doch nichts dran?....

    Also ich kanns nur für Frieda sagen: es ist definitiv ein Gerücht..... *gg Vielleicht, wenn der Oldie blind ist und Sichtjäger, klar, weil er die Auslöser eben nicht mehr wahrnehmen kann? Aber bei nem Stöberer eher nicht - durch die Blindheit ist Frieda´s Näschen ja eher noch mehr trainiert als bei nem sehenden Hund, und leckere Düfte nimmt sie umgehend wahr, und versinkt auf der Spur in Trance - Rückruf, was ist das.... *gg Einmal hat sie mir ne Matratze gekillt, weil die Katze vorher dort vorbeigelaufen war und diese berührt hatte im Vorbeigehen..... An der Ecke sahen dann die metallenen Bettfedern raus.... *hust....

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    @ BieBoss: .........Du schreibst, sie war/ist unverträglich mit anderen Hunden und auch, dass ein Angriff Biene galt. Hast Du das hier im Forum schon irgendwo geschrieben, wo ich es nachlesen könnte oder wie war das? Wie habt Ihr es geschafft, dass sie sich doch mit einzelnen Hunden verträgt, sogar zusammenleben kann?....

    Ich glaub, irgenwo hab ichs schonmal geschrieben, aber frag mich net, wo *gg bis ich das finde, schreib ichs wahrscheinlich schneller neu:

    Ich war damals, das war 2009 im Feb. -Frieda war frisch angekommen-, beim Rettungshundetraining mit Biene. Biene grad läufig (das kam mir hinterher, hat Frieda wohl extrem gereizt...), Frieda frisch dazugekommen (daher wollt ich sie net daheim alleine lassen). Biene frei im Auto, Frieda vermeintlich gesichert in der Gitterbox im Kofferraum (Kombi). Alles paletti, ich im Gelände unterwegs.
    Als Biene dran war, wollte ich sie aus dem Auto holen, und hör´s schon von Weitem Kläffen. Ich mach die Fahrertüre auf, um sie rauszuholen, da seh ich ein wild wuselndes Knäuel im Fußraum des Fahrersitzes: 7,5 Kilo Frieda hat sich in ihrer Raserei (wahrscheinlich hat Bienchen irgendwann gekläfft, und dann noch als Frieda fremde Hündin, die läufig ist, im selben Auto - nicht die glücklichste Variante --> Panik... und Frieda geht halt nach vorn... ;-( ) aus der Gitterbox befreit (von innen komplett zerlegt, das Teil!!), und 5 Kilo Bienchen durchs ganze Auto gehetzt, und war grad dabei, Biene in den Bauch zu beißen - zum Glück hatte Frieda nur noch Zahnstummel, vollkommen abgenutzt, und zum Glück bin ich in diesem Moment dazugekommen. Sonst weiß ich nicht, ob ich Bienchen heute noch hätte. Bin sofort zur Tierklinik gefahren (man sah überhaupt nichts, sie lief auch ganz normal dann draußen, aber sie winselte, sobald man an den Bauch kam). Der stellte fest, daß der ganze Bauch voller Hämatome war, machte gleich Ultraschall- und Röntgenaufnahmen, weil die Möglichkeit innerer Verletzungen bestand - war aber gottseidank nix. Biene bekam Antibiotika (weil man ja nicht wußte, was Frieda so alles mitgebracht hatte, weil sie erst kurz hier war), und auch Schmerzmittel mit einem Vorrat für die folgende Woche. Ich konnte sie ca. 6 Wochen nicht hochnehmen, weil sie dann zu schreien begann... ;-( An dem betreffenden Abend jedenfalls war sie fertig mit den Nerven, lag bibbernd (Schock) und winselnd im Körbchen.... (sie hatte sich übrigens gewehrt - auch die Fussel hatte etliche Schrammen am Kopf. Aber bei dem Gewichtsunterschied hatte sie natürlich schlechte Karten....)

    Das war dann der Punkt, an dem ich überlegt hatte, ob ich die weitere Haltung dieses Hundes irgendwie verantworten kann. Hab mit den Tierschützern gesprochen, wo ich die Maus her hatte - und kam zu dem Schluß, daß ich vorher gewußt hatte, daß Frieda unverträglich ist, und daher irgendeine Lösung finden muß (wer immt schon so nen Hund, der auch noch einen andern aktuell so zugerichtet hat...wäre ja nichtmal weitervermittelbar.). Die heißt halt jetzt komplett getrennte Haltung. Nachdem ich keine kleinen Kinder mehr habe, die gern versehentlich mal ne Türe offen stehen lassen, war das bei uns auch machbar. Sie ist eben in meinem Zimmer, Schlüssel von außen rumgedreht. Die anderen beiden in der Küche, auch hier Türe zu, wenn ich nicht da bin. Gassigehen getrennt. Ich wechsel eben, wenn ich da bin, mit den Hunden ab, damit jeder mal etwas Gesellschaft hat, aber es ist immer eine geschlossene Türe dazwischen.

    Inzwischen sind wir so weit, daß sie eben nicht mehr die Panik kriegt bei Hunde-"Anblick" (naja, mehr Geruch und Hören, sie ist ja blind), keinen Streßdurchfall mehr kriegt bei jeder Hundebegegnung (und wir haben viiiiele Hunde hier im Kaff....), kein panisches Schreien mehr, kein hektisches "Wo ist er - ich mach ihn kalt...." vor Panik, sondern sie kann sich vor mich setzen, ich halte die Hand an ihre Brust, und sie bleibt ruhig sitzen, wenn auch auf "Hab Acht!" ;-) Wenn ein Hund kommt, erträgt sie inzwischen auch kurzes Schnüffeln, und selbst, wenn ich diesen nicht sofort bemerke (viele Menschen lassen die Hunde an Frieda ran, auch wenn sie zwischen meinen Beinen geparkt ist im Marktgetümmel z.B.), packt sie nicht mehr sofort zu, sondern ich habe die Chance, den anderen Hund zu bemerken und sie wegzunehmen, oder einfach die Hand vor ihrer Nase so zu parken, daß sie zwar schnuppern kann, ich aber bei einem Schnappen ihren Kopf vom anderen Hund wegdrehen kann mit meiner Hand, sodaß nichts passiert. Und dabei kann ich selbst inzwischen ruhig bleiben, was sicherlich auch Eindruck auf sie macht und ihr signalisiert, daß nichts Großartiges passiert (anfangs war ich oft recht hektisch, nach Motto "Hilfe - ein Monster an der Leine" *gg).

    Auch Hunde hinter Gartenzäunen kann sie inzwischen ertragen und daran gesittet (max. ein einzelner aufgeregter Beller, wenns recht nah ist) vorbeigehen oder sogar einen Moment schnuppern, ohne gleich das Gebiß zwischen den Gitterstäben durchstecken zu wollen. Ich glaub echt, daß das Angst ist bei ihr, denn wenn sie vor nem Zaun steht, und der andere Hund nicht bellt (das ist ganz wichtig, bei Bellen/Knurren ist sie gleich auf 180, weil sie da eben wohl das Augenlicht bräuchte, um das Bellen des Anderen als Spiel oder Bedrohung qualifizieren zu können anhand das Gesamtbildes vom anderen Hund, mit Körpersprache etc.), steht sie da, schnuppert, wedelt, zwar aufgeregt nach vorne gerichtet, aber der Kopf schiefgelegt, wie wenn sie ganz aufmerksam aufnehmen wollte, was vom Gegenüber kommt. Einmal hat sie diesen Sommer sogar, bei nem Malteser, dann den Kopf nen Zentimeter zum Schnuppern durch den Zaun gesteckt, ganz vorsichtig. Und dann hatte sie plötzlich nen ganz kleinen Fussel weißes Fell zwischen den Zähnchen und zog kurz daran.... *gg Malti stand da und guckte "Häh - was mach die?" Frieda stand da und guckte "Häh - das bellt nicht?" Alles ganz unaufgeregt, ich blieb auch ruhig, und wir konnten gesittet weitergehen, das andere Hundchen dackelte dann entspannt wedelnd weiter durch den Garten. Und nachdem ich mich nicht immer auf meine Beobachtung verlasse, hat mir das auch deutlich gezeigt, daß Friedas Körpersprache in dem Moment wohl nicht bedrohlich gewesen sein kann für den anderen Hund.

    Ich gehe inzwischen auch mit Frieda und Bossi zusammen trailen. Wenn ich für die anderen Hunde im Versteck bin, sind die beiden zusammen im Auto. Aber der Kofferraum ist auf, und die Mutter einer der Trailgefährten ist immer bei den Fahrzeugen, könnte also melden, wenn was ist. Aber die beiden sind zusammen im Auto vollkommen entspannt und schlafen inzwischen! Frieda in besagter Gitterbox (die sie also zerlegen könnte) im Kofferraum, Bossi in ner Transportbox auf dem Rücksitz. Meist nehme ich auch Frieda zuerst dran, damit die schonmal so weit ausgelastet ist, daß sie dann auch Ruhe gibt: sie fängt an zu kreischen, sobald sei die Trail-Kumpane an der Stimme erkennt, weil sie weiß, was kommt - da freut sie sich derartig, daß sie aufgeregt in der Box hüpft, und bellen würde, bis sie raus darf zum Arbeiten *gg Gibt allerdings nen Anschiß von mir, und ich warte immer, bis sie ruhig ist, bevor sie raus darf......

    Frieda kann auch daheim entspannt in ihrer Box schlafen (die große, ist fast nen Meter breit), wenn Töchterchen ausnahmsweise nicht daheim ist, und ich die andern beiden nicht aussperren möchte, und die neben mir im Bett liegen. Keinen halben Meter voneinander entfernt, aber alles ganz ruhig. War anfangs auch nienicht möglich. Würde sie aber so nicht alleine in einem Zimmer zusammen lassen, weil ich weiß, die würde im Zweifel auch die große Box zerlegen, hat sie schon mal versucht anfangs. Und hier merke ich das ortsgebundene Lernen ganz extrem: genau diese Box mit demselben Kissen, das nach ihr riecht, unterwegs erstmals im Hotelzimmer, und meine anderen beiden Hunde daneben, ging auf einmal wieder gaaar nicht.... Auto mit allen Dreien (getrennte Boxen) ging (ich geh dann aber nie weit und lange weg - "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste"), aber in fremder Umgebung im Hotelzimmer eben nicht.

    Aaaber - sie lernt´s.... *freu...... Neulich hab ich auch alle 3 dabei gehabt und versuchshalber bei einem Freund im Gästezimmer gepennt, da hat´s wunderbar funktioniert: Frieda in der großen Box, die anderen beiden bei mir auf dem Gästelager, und es war Ruhe. Es wird immer besser, auch wenns auf die lange Zeit gerechnet (4 Jahre jetzt, fast 5 im Feb.) wenig Besserung erscheint...

    Ist halt immer ne halbe Völkerwanderung, wenn ich mit den Boxen irgendwo auftauche, und mutet an wie ein Umzug *ggg Aber es funktioniert so, und das macht mich sehr froh, weil ich meinen Traum immer noch nicht aufgegeben habe: irgendwann mit allen 3 Hunden zusammen entspannt Gassi zu gehen..... Müssen nicht miteinander spielen, aber sich gegenseitig tolerieren und nicht meucheln, sodaß ich die Gassizeit nicht immer für jeden halbieren muß, weil ich mit der anderen noch gehen muß. Wenn ich sie in meiner Abwesenheit trennen muß - kein Problem. Aber wenn ich da bin, soll es irgendwann klappen, daß die miteinander leben können. Zum Glück gehört n Jagdi mit 12 noch net zum alten Eisen.... *gg Dann haben wir noch ne Chance, das irgendwann zu verwirklichen ;-) ;-)

    Achja - a propos orts-/situationsgebunden: wenn Frieda in der Box in meinem Zimmer ist, die anderen beiden im Bett, funktioniert´s - umgekehrt, wenn die beiden in meinem Zimmer in der Box sind und Frieda im Bett - geht gar net, sie attackiert die zwei in der Box..... Das ist dann wohl die Übung für Fortgeschrittene, wenn das mit der ursprünglichen Situation mehrfach woanders geklappt hat, dann versuchen wir das daheim mit vertauschten Rollen nochmal ;-)

    Und auch mein Bossli ist hartnäckig (hat er bestimmt von Frauchen *gg): er schleicht sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit (wenn halt mal alle bei mir im Zimmer sind, ist ja nicht so oft, vielleicht alle 4 Wochen mal, oder halt tagsüber für 15 Minuten, wenn ich die Wohnung ganz durchsauge oder mal durchlüfte, weil ich Fussel dann immer einsperren muß, und das will ich net!) mal ran, wenn Fussel in der Box liegt und schnuppert, sodaß sie dann Nase an Nase liegen (!), nur eben Fussel in der Box und er außen, aber sobald er dann in Spielhaltung geht und bellend zum Spiel auffordert (er schnallt noch nicht, daß das Gebell der Auslöser ist *gg), kriegt Fussel wieder die Krise, springt auf und bellt und hüpft. Dann geht er freiwillig und gibt ihr den anscheinend benötigten Raum.

    Also, wenn ein Hund das schaffen kann, daß das Monsterli irgendwann mal Vertrauen zu einem anderen Hund hat, dann die Bossi-Kröte. Und ich setz auf ihn - der hat den größeren Sturkopf von beiden.... Mit Bienchen (die weicht aus und hält ca. 50 (!) Meter Abstand, wenn ich versuche, zusammen Gassi zu gehen - kommt dann ums Verrecken nicht mehr näher zu mir her!), das seh ich noch nicht so - aber nach der Attacke damals nicht ganz unverständlich..... Andererseits, wenn man erstmal einen Hund hat, den Frieda ab kann.... *träum..... (wie gesagt, ich hoffe, wir haben noch genügend gemeinsame Jahre, um diese Träume zu realisieren.... *gg Was wäre das Leben ohne solche Herausforderungen *gg)

    Boah - das war jetzt ein Roman.... Aber wenn man das so aufschreibt, fällt einem erstmal auf, was man schon erreicht hat..... coool....... ;-)

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    .....
    Selber Sachen suchen ist bei uns jetzt Tabu, da nur noch ich entscheide mit was gespielt wird und wann. Apportieren gibt es nur noch selten, ganz kurz als Superbelohnung. Sie ist entspannter und Aufmerksamer. Vorher war sie immer absolut Gaga im Kopf wo sie jetzt das nächste zu werfen her bekommt und mich dazu bekommt es zu werfen. Es war etwas mühsam, aber jetzt wo sie nichts mehr selber aufheben darf ist sie echt viel angenehmer, weniger nervös beim Gassigehen.

    Das ist ne gute Begründung - allein die Sucherei nach Spieli läßt den Hund wahrscheinlich unter ständiger Anspannung stehen und hochfahren. Wenn sie durch Erfahrung lernt, daß Du ihr die gefundenen Schätze nicht wirfst, werden die auf Dauer langweilig, und sie wird es sein lassen, weil sie keinen Erfolg damit hat, Dir Zeugs vor die Füße zu werfen.

    Grade so ein Hibbelhund wie die pinscherartigen, die müssen lernen, auch mal 5 Minuten nicht im Mittelpunkt zu stehen oder arbeiten zu müssen. Hab bei nem Forenspaziergang mal eine Mitschreiberin mit Rattler getroffen, die hat quasi gar nichts erlaubt, was das Spielen betrifft, und mir gesagt, wenn ich einmal auf das hingelegte Spieli reagiere, werde ich sie nimmer los, und sie (er?) dreht total hoch. Konnte mir das gar nicht so vorstellen, weil ich ja schließlich auch bekloppte Hunde habe, v.a. die Jagdis drehen ja schnell hoch. Aber bei denen kenn ich halt auch den Ausknopf und kann sie wieder runterfahren. Und so lange das ein Hund nicht kann, bei Bedarf "runterzufahren", würde ich sicherlich auch erstmal alles ganz ruhig angehen (lassen).
    Laviollina: warst das vielleicht sogar Du? Da an diesem Stausee im Sommer, wo waren wir doch gleich? Hab grad Deine Postleitzahl gesehen, da dacht ich mir, könntest fast Du gewesen sein.....

    Und einmal hab ich ne Trailerin mit Zwergpinscher getroffen, die also richtig arbeitet mit dem Hund (staffelmäßig), und sie sagte mir "So sehr ich den Hund liebe - aber NIIIE wieder Pinscher! Die geben keine ruhige Minute, wollen immer Action." *gg Was bin ich dankbar für meine lieben ruhigen kleinen Jagdterrier *hust..., wenn ich sowas höre..... *ggg

    Weiß gar nicht, was Ihr alle wollt - mein Hundis sind (noch) sooooo brav (aber wahrscheinlich haben sie ausgerechnet heute hier reingekuckt und diesen Thread entdeckt und als Anleitung verstanden - mal sehn, was sie nachher beim Gassi so treiben.... *gg)