Beiträge von BieBoss

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    hallo ihr lieben,

    ich hatte heute einen nicht sehr erfreulichen tierarztbesuch (eine genaue beschreibung führt etwas vom thema weg) mit meiner kleinen maus (8 Monate), bei dem mir gesagt wurde, dass sie sich nicht gut unterordnet.
    da ich momentan generell wieder ein paar probleme mit ihr habe (sie bellt mich vermehrt an, wenn ich sie ignoriere und nicht mit ihr spiele, und zerrt mich beim spazieren zu anderen hunden, obwohl sie generell keinen kontakt an der leine haben darf), frage ich mich, wie ich ihr besser deutlich machen kann, wer "die hosen an hat"

    eigentlich war ich immer der ansicht, dass wir schon vieles im Bereich unterordnung machen (bspw. geht sie zuletzt durch die tür, darf nur nach einem Kommando an ihr fressen, darf uns nicht anspringen, etc.), aber offensichtlich reicht das nicht. sie ist zeitweise recht frech (ja, ich hab von der flegelphase gehört ;)) und ich glaube, dass sie sich doch deutlich mehr an mir orientieren und sich unterordnen könnte (und auch müsste?).
    sobald andere hunde in reichweite sind, klappt kein kommando mehr, obwohl wir das mit leichter ablenkung schon perfekt schaffen. und auch das anbellen nimmt stetig zu.

    jetzt die frage, was ich bisher bei solchem ungewollten verhalten gemacht hab: unerwünschtes verhalten ignoriert, erwünschtes verhalten belohnt. wenn sie richtig frech ist, schließe ich sie auch manchmal aus, d.h. ich bugsiere sie aus dem zimmer, in dem ich mich befinde und lasse sie dann erst nach ein paar minuten wieder rein (hat lange zeit sehr gut funktioniert, mittlerweile lässt es sie kalt). mir ist es wichtig, dass sie sich geborgen fühlt und vertrauen hat - was meiner meinung nach schon gut funktioniert hat - aber ich frage mich so langsam, ob meine reaktionen ausreichen. sie ist ein sehr aufgeregter hund - typisch labbi - und ich hätte gerne, dass sie sich auch bei aufregenden situationen (dazu gehört bei ihr schon ein entgegenkommender hund beim alltäglichen spaziergang) mir unterordnet.

    kann mir da jemand helfen? gibt es da noch bestimmte übungen? ich hab schon an einzelstunden bei einem trainer gedacht... :???:

    Erstmal - alles Gute wegen TA, hoffe, es ist nix Schlimmes.......

    Ansonsten: Dein Hund ist 8 Monate alt - schlagt mich nicht, aber ich finde, der verhält sich vollkommen normal seinem Alter entsprechend *schulterzuck.....

    Wenn Du etwas nicht magst, sag/zeig ihm ganz ruhig, was Du stattdessen haben möchtest. Zerrt er an der Leine zu einem anderen Hund hin, dann sag NEIN, dreh um und geh ganz deutlich weg von dem anderen Hund. Näher ran geht´s jeweils dann, wenn er anständig läuft. Sobald er sich wieder in die Leine wirft, kehr wieder um. Mußt halt gezielt üben, wenn Du Zeit hast (wenn keine Zeit: mit Kommanod "weiter" weiterlaufen, Gehampel ignorieren, er hat ja keinen Erfolg damit). Motto: er darf einfach mit diesem Verhalten keinen Erfolg haben, dann lernt er, was Anderes auszuprobieren - zum Beispiel netterweise das, was Du stattdessen verlangst ;)

    Das Gebell ist einfach nur ne Aufforderung, mit dem Hund was zum machen, so wie Du´s beschreibst. Entweder der Hund testet jetzt einfach (Pubertät laß grüßen), wie weit er gehen kann, oder er hatte das ein oder andere Mal Erfolg mit der Masche, und jemand ist darauf eingegangen, hat Balli geworfen, oder den Hund eben beschäftigt. Und er hat dabei gelernt, Bellen hilft. Auch hier wieder: wenn er keinen Erfolg mehr hat mit Bellen, wird er´s abstellen. Sag ihm z.B., daß Du jetzt nicht spielen möchtest und zeig ihm, was Du stattdessen möchtest: "Nein, Schuß! Geh ins Körbchen!" Wenn er anständig liegt, ohne zu bellen, holst ihm nen Knochen - dann isser beschäftigt, und hat den Knochen als Bestätigung fürs Ruhig liegen und lernt --> Aha - mit ruhig liegen komme ich weiter!"

    Generell: was machst Du mit dem Hund an Auslastung (geistig)? Macht Ihr Suchspiele o.ä.? Wenn ein Hund vom Kopf her ausgelastet ist, wird er nicht ständig aufs Neue das Spielen einfordern mit Kläffen etc., evtl. kann man das auch mit etwas Auslastung schon unterbinden/abstellen. Und wenn Auslastung, dann was Ruhiges - hochdrehen kann er von alleine, siehst ja.... *gg

    Ansonsten kann ich dem souverän-sein-Argument nur beipflichten. Du muß einfach nur Du selbst sein: stört Dich das Gekläff nicht, tu nicht so, als wärst Du sauer (das merkt der Hund); mußt Du innerlich grinsen, kannst Du auch nicht glaubhaft machen, daß Du das gerade nicht willst, was er tut. Also: ich lache in solchen Fällen einfach offen raus und sag ihm dann freundlich: "Du alte Ratte, jetzt ist Schluß - ab in den Korb!" Er merkt, daß ich nicht sauer bin, und nach dem Lachen kann ich das Kommando freundlich rüberbringen, aber in einem Tonfall, der sagt "ich will das jetzt so", und nicht fragend "könntest Du bittebitte ins Körbchen gehen?" (Nach Motto: "Sitz oder Platz oder mach was Du willst?" *gg).

    Oder ich bin nicht sauer, will nur Unsinn im Ansatz verhindern, dann sag ich "Laß das" oder "hm-hm...." *kopfschüttel im warn-Tonfall. Anschließend sag ich ihm, was er tun soll: "komm mal her" oder "geh auf Deinen Platz" oder "Warte" (wenn ich gerne die Schuhe fertig anziehen möchte, bevor wir rausgehen o.ä.). Das kann ich dann wieder bestätigen.

    Also: authentisch sein = genau das rüberbringen, was ich im Kopf habe, wenn ich ärgerlich bin, darf der Ton ruppig sein, wenn ich lachen muß, darf der Hund das ruhig sehen. Und ich kann auch etwas lustig finden oder über seine Dreistigkeit lachen, und anschließend das Spielchen ernsthaft beenden und ne Alternative geben. Nur darf ich nicht versuchen, den Hund von irgendetwas abzuhalten, was ich eigentlich lustig finde oder wo mir´s nicht wirklich wichtig ist, daß er damit aufhört, und dann auch nimmer hinschauen, ob er wirklcih aufhört. Denn dann zeige ich ihm damit deutlich, daß es mir eigentlich wurscht ist, ob er dieses "Nein" jetzt akzeptiert oder nicht. und DAS merken sie sich, die Kröten *gg

    Wenn ich das so rüberbringe, wie ich es auch gerade empfinde, ist es auch kein Thema, heute etwas zu verbieten, das ich wann anders zulasse - weil er das dann genauso akzeptieren wird. Fraul wills grad net, punkt und fertig.

    Wenn mein Hund mich anspringt, weil er ungeduldig ist, während ich mir die Jacke anziehe (Terrier-Frechdachs halt - dem kann´s nie schnell genug gehen. Manche sagen dazu unerzogen - ich find´s lustig, ich mag keine langweiligen perfekten Maschinen, meine Hunde dürfen frech und rüpelig sein, solang sie, wenn ichs ernst meine, gehorchen), und ich möchte das nicht, dann blocke ich ihn vor dem Sprung und sag ihm was er stattdessen machen soll, z.B. "Ne - sitz!" Und bevor der nicht ruhig sitzt, gibt´s kein Halsband an. Notfalls steh ich halt 1-2 Minuten ganz ruhig und gelassen vor ihm, Halsband in der Hand, bis er den Poppers so lange an den Boden pressen kann, daß ich das Halsband ohne Gezappel anziehen kann. Erst dann geht´s raus - und das weiß er.

    In Situationen mit anderen Hunden kannst Du generell z.B. eine Freigabe einführen. Wenn der Hund dort hin möchte, sag ihm, was er dafür tun muß. Am besten "schau" oder "sitz" oder sowas, jedenfalls irgendwas, das ihn zu Dir gucken läßt. Wenn er ruhig schaut, kein Zug auf der Leine ist, und er nicht mehr auf 180 ist, kommt die Leine ab, und Du gibst ihm die Freigabe, hinzugehen. So lernt er auf Dauer, daß es ohne Deine Freigabe kein Hundekontakt gibt (und stürmt auch nicht gleich im Schweinsgalopp hin, weil er ja nicht mehr auf 180 ist), und Zerren ihn nirgendwohin führt - außer dazu, daß Du z.B. wie ein Baum stehenbleibst oder gar vom anderen Hund Abstand nimmst, wie oben beschrieben.

    Willst Du keinen Kontakt (keine Zeit oder einfach zu Übungszwecken), dann würde ich ein "weiter"-Kommando nutzen, oder den Hund dann kurz ins Fuß nehmen (wenn er das bei der Ablenkung "Hund" überhaupt kann! Sonst ist "weiter" sicherlich besser.), oder eine sonstige Aufgabe geben, die es ihm erleichtert, die Hummeln im Hintern bei sich zu behalten ;-) (vorzugsweise in Bewegung bleiben, dann wird er den Streß/die Aufregung besser los, als im Sitzen o.ä.). Notfalls, wenn er nicht mit will, unvermittelt und quietschend das Rennen anfangen (weg vom anderen Hund) - der wird 100%ig erstmal völlig überrascht und begeistert mitrennen. Das dann natürlich mit "Partymachen" bestätigen.

    Grundsätzlich jede Orientierung an Dir, bestätigen, besonders wenn andere Hunde kommen. Sodaß er lernt, es lohnt sich, auf Dich zu achten - denn Freigabe zum hinrennen gibt´s nur, wenn er Dich anschaut ("rückfragt"), wenn er wo etwas Interessantes gesehen hat. Nur über Dich kommt er sorthin, wo er hinmöchte, dann wird er sich automatisch an Dir zu orientieren lernen.

    Orientierung an Dir erreichst Du auch, wenn Du unterwegs interessant bist: nicht nur, weil Du diejenige bist, die den Hund freigibt zum "Spaß-haben" - der Hund darf auch mit Dir (!) Spaß haben unterwegs: Zerrspiele, Dinge apportieren, Suchspielchen, Leckerliwerfen, ne Runde rennen mit Dir, verstecken vorm Hund, sodaß er Dich suchen muß, da gibt´s doch tausend Möglichkeiten. So hab ich sogar mein Terriertier "geknackt", und inzwischen bleibt er in akzeptablem Radius, weil er gelernt hat, in meiner Nähe kann jederzeit Action angesagt sein.

    Bist Du nämlich nur diejenige, die freigibt, aber mit Dir gibt´s keinen Spaß, warum sollte der Hund dann (in Situationen, wenn kein Hund o.ä. kommt) an Dir interessiert sein, er braucht Dich ja gerade nicht für irgendeine Freigabe, und er hat Dich daheim eh ganz für sich. Und den Rückruf erleichterst Du Dir damit auch ganz nebenbei. Wenn bei Fraule ab und an Spaß ist, kommt man auch gerne zu ihr, wenn sie ruft.

    Das mit der Freigabe natürlich erst nur an der Leine üben, sonst hat er zwischendurch Erfolg mit "einfach-losrennen ohne Freigabe".

    Auch sollten, wie hier schon beschrieben, alle am gleichen Strang ziehen. Wenn zwischendurch wieder einer auf das Bellen reagiert und mit dem Hund spielt: warum sollte der das Bellen dann abstellen, hat ja Erfolg! Lieber weniger Regeln, die aber alle und immer konsequent durchziehen, und dem Hund Alternativen anbeiten, am besten, bevor er das falsche Verhalten zeigt. Also: wird er unruhig, gib ihm was zu tun, bevor er anfängt, Dich mit Bellen zum Toben aufzufordern. Willst Du rausgehen, nimm ihn zur Tür mit, gib z.B. ein Sitz-Kommando, bevor er rumhüpft, dann ziehst in aller Ruhe die Schuhe an (oder schick ihn ins Körbchen, während Du Dich anziehst, und wenn Du fertig bist, darf er aufstehen und mit rausgehen). Springt Hundi auf: Schuhe aus, wieder hinsetzen. Spätestens nach dem 3. Mal hat er kapiert, daß er besser ruhig sitzen (bzw. im Körbchen) bleibt, sonst geht´s nie raus.... ;-)

    Das unerwünschte Verhalten also nach Möglichkeit gar nicht erst entstehen lassen, dann mußt Du nicht korrigieren, und er lernt´s gleich richtig.

    Ansonsten: hab Geduld, gib Euch Zeit, auch die Pubertät ist irgendwann vorbei (is ja kein Terrier *gg). Geh mit Ruhe an die Sache ran (wenn Du ungeduldig wirst, weil Du´s grad zum 100sten Mal sagen mußt, wird auch der Hund aufgedreht, und aufgedreht lernt sich schlecht, und man selbst wird schnell unfair, wenn man ungeduldig ist, und verlangt mehr, als der Hund in der Situation zu bringen in der Lage ist). Denk dran: mit 8 Monaten ist er ein Teenie, der gern mal auf den Ohren (wenn die dummen Dinger auch so lang sind.... *gg) sitzt und es dabei nicht böswillig meint. Nen Teenie kriegst nicht "geregelt" mit Unterordnung, sondern mit Verständnis und Humor und ner Prise Konsequenz.

    Ihr schafft das - aber setzt Eure Ziele nicht zu hoch, lieber kleine Schritte, dann kann man sich öfter freuen, wenn man das Teilziel erreicht hat. Der Hund muß nicht in 4 Wochen perfekt sein...(und ich glaub nicht, daß Du da extra nen Trainer brauchst)


    *hupps, 2 neue Beiträge, während ich meinen geschireben ahb. Sadako: klasse, kann ich nur zustimmen.
    flying-paws: richtig, Übermaß an Training kann auch stressig sein und Bellen als Übersprung hervorrufen, genauso wie zu wenig an Auslastung, was ich ja oben geschrieben hatte. Nicht vergessen: die Bellerei an sich würde ich sogar abbrechen ("Schluß"-Kommando oder in anderes Zimmer, was auch immer), denn damit schaukeln die sich noch selbst hoch und geraten in immer mehr Streß! Wenn Spiele, dann derzeit grundsätzlich eher ruhige Spiele, aber das hab ich ja oben geschrieben...

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    ...... Hab ich irgendwas außerordentlich wichtiges vergessen? :D

    Futter, Kauknochen,..... ;-) Aber die würd ich auch erst holen, wenns so weit ist. Hält sich ja net ewig.

    Dann nen Dummy fürs Dummytraining, ne Agilityleine für den Fall, daß Du mal Agility ausprobieren möchtest, ein Apportierholz, falls Du das mal brauchen solltest, ein Zuggeschirr oder Trailgeschirr - wenn Du unbedingt noch was einkaufen möchtest, mir fallen bestimmt noch ein paar Dinge ein, egal wie nutzlos, solang man noch net weiß, was man mit dem Hund machen wird *ggggg

    Einkaufen macht Spaaaaaaaß........ ;-)

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    Ich will dir jetzt keine Angst machen oder so, aber das könnte schwierig werden. Wenn deine ältere Hündin sich jetzt schon so von dem Welpi piesacken lässt, wird das im Alter wohl nicht viel besser, vor allem weil sie ihr dann ja nichts mehr entgegenzusetzen hat. ......

    Anja, der "alte" Hund ist eineinhalb..... *gg Glaub net, daß das solche Probleme geben würde. Ich würde das auch ganz entspannt sehen, die erwachsene Hündin ist einfach souverän und reagiert ganz normal. Ich bin sicher, wenn´s ihr lästig wird, zeigt sie das schon entsprechend.

    Evtl. kann man der erwachsenen ne Box o.ä. hinstellen, und für die kleine tabu erklären, damit sie nen Ort hat, sich zurückzuziehen, wenns zu viel wird. Aber ansonsten würd ich die auch machen lassen, wie schon von AnnaAimee geschrieben.

    PS: ein recht runder Bauch kann auch einfach nur ein Wurmbäuchlein sein..... Evtl. mal TA fragen bzw. Kotprobe abgeben und checken lassen.

    Wenn ein Hund Spielzeug hat, lasse ich meinen ganz bestimmt nicht hinlaufen. Obwohl er überhaupt kein Problem mit Spielzeug anderer Hunde hat, er würde da nie dran gehen, nur davor in Spielstellung gehen und bellend den hund auffordern, damit wegzulaufen. Aber man weiß nie, was der andere Hund für ein Problem mit seinen Resourcen hat, und wie der reagiert.

    Bei seinem eigenen Spielzeug sieht Bossi nämlich auch ganz schnell rot. Ist mir nur einmal passiert, seither paß ich auf. Ich hatte den Ball extra demonstrativ in die Tasche gesteckt, weil ne junge Border-Hündin (8 Monate, hab dann gefragt) an nem Marktstand lag. Sie schnuffelte nur in meine Richtung, und Bossi umgehend drauf...... Nix passiert, war "nur" Ressourcenverteidigung, aber muß ja nicht sein...... Hab mich gleich entschldigt, der Halter sah das auch nicht so eng - aber nunja, junger Hund und dann gleich so ne Erfahrung; die weiß ja nicht, daß ich was Tolles einstecken hab, für sie kam der Angriff aus dem Nichts.... Daher würd ich lieber keinen Kontakt zu mit Spielzeug spielenden Hunden zulassen.

    Achja - was ich ihr noch beigebracht hab: Frauchen beschützt Dich nicht, kümmer Dich selbst.... *hust.....
    :down:

    Ich war damals noch der Meinung, ein Hund muß mit jedem Anderen kommunizieren, und muß sich von allen Leuten anfassen lassen.

    Ich sag Dir - NIIIIIE wieder so..... ;-( OK, mit Hunden ging (fast) nix schief. Ein einziges Mal wurde sie von ner anderen Hündin im Park attackiert (aber hundegerecht, etwas heftig, mit auf-den-Rücken-werfen, aber ohne Verletzungen - sie war der einfach zu nahe gekommen, als erwachsene Hündin fand sie Welpen halt doof), das hat sie etwas erschreckt, und ansonsten wurde sie halt mal von Größeren beim Spielen übern Haufen gerannt. Daher steht sie heute eher auf sich vorsichtig annähernde Hunde, alle Anderen werden gewarnt und notfalls korrigiert. Hätt ich mal besser übernehmen sollen... Aber ich glaub, sie hat mir verziehen. ;-)

    Und bei fremden Menschen - naja, irgendwann hat sie halt angefangen, zu knurren, aber mit Körpersprache nach hinten. Sie mochte fremde Menschen (oh Wunder) irgendwann gar nicht mehr, die waren alle gefährlich..... Heute wäre ich da ganz strikt, wer den Welpen anfaßt, obwohl der zeigt, er mags net, kriegt Ärger, und würde vielmehr auf ihre Körpersprache achten, wenn sie was unangenehm empfindet. Die bekannten Gassi-Leute kannte sie alle, fand sie toll - aber die haben auch dauernd Leckerli reingestopft in den Hund *gg

    In der Rettungshundearbeit hatten wir dann ein gutes Stück Arbeit, den Hund dazu zu bringen, fremde Versteckpersonen (und alle Staffelmitglieder waren anfangs ja fremd) nicht voll sch... zu finden *gg Aber hat geklappt (im Training durfte sie anfangs halt nie einer anfassen nach dem Fund, damit sie die Suche nicht negativ verknüpft, erst später, klein angefangen; irgendwann hat sie´s aber gehabt: Fund = toll, knuddeln = toll, jetzt geht das problemlos, sie weicht halt aus, wenn ein Anfassen ihr net paßt - aber das Futter wird trotzdem genommen..... *gg), heute liebt sie ihren Job, hätte also schlimmer kommen können.

    Langer Rede kurzer Sinn: guck auf Deinen Hund, was ihm gefällt und was nicht, und richte Dich danach.

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    .......
    Was habt Ihr dem Hund als erstes beigebracht? Stubenreinheit und Herbeikommen gehören wohl von Anfang an zum Trainingsprogramm. Habt Ihr ihn auch an die Hundebox gewöhnt? Seid Ihr schon in den Tagen nach dem Einzug zur Hundeschule gegangen oder habt Ihr etwas Zeit vergehen lassen? Ab wann habt Ihr angefangen, den Hund abzuleinen?.......

    Als Erstes haben meine gelernt, wie es daheim zugeht: welche Plätze sie nutzen dürfen, welche meine sind. Wo das Futter steht. Wer dazugehört (zur Familie).

    Dann die nähere Umgebung beim täglichen Gassigang.

    Wieso ableinen? Meine Biene ist von Anfang an ohne Leine gelaufen, um den Folgetrieb des Welpen auszunutzen. Bessere Frage ist, wann mit Leine ... ;-) Solange das mit dem Folgetrieb nämlich noch funktioniert, kann man langsam mit Leinentraining anfangen, immer mal 1-2 Minuten mit Leine gehen, dabei wird nicht gezogen, dann wieder Freilauf, weil Hundi kommt ja eh mit. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der Hund bereits etwas selbständiger/selbstbewußter ist, ist das schwierig, weil man ihn dann schon mal an die Leine nehmen muß, damit er nicht wegläuft oder aus Sicherhetisgründen an der Straße, und dann muß es ja schon halbwegs klappen mit der Leinenführigkeit. Und so lange, wie die Hunde meist angeleint bleiben müssen (bis zur nächsten Gassiwiese oder so), so weit reicht die Konzentration dann oft nicht, anständig an der Leine zu laufen, wenn sie´s bis dahin nicht schon kennenlernen durften.

    Hundeschule war ich nach 1-2 Wochen Eingewöhnung, sobald der Hund sich daheim eingelebt hatte. Wenn man eine gute erwischt, die darauf schaut, daß die anderen Welpen/Junghunde planmäßig geimpft werden, ist die Gefahr auch eher nicht gegeben, sich da sonstwas zu holen (oft liest man ja, daß der Hund nicht raus darf, bevor nicht alle Impfungen gegeben wurden - ist Unsinn; man muß nur gucken, mit wem der Hund dann Kontakt hat, vielleicht net mit jedem herrenlosen Streuner, wo man net weiß, ob geimpft, krank oder was auch immer!).

    Box kannte Biene vom ersten Tag an, weil ich diese beim ersten Besuch im Alter von 5 Wochen dabei hatte und einfach in die Wiese gestellt hatte im Garten dort. Irgendwann lagen freiwillig alle 5 Welpen drin und haben gepennt, als ein Haufen ;-)

    Dann hab ich sie beim Abholen da mitsamt ner Decke, die nach dem ganzen Wurf roch, reingesetzt, und fertig. Sie hat 10 Minuten rumgequengst, dann bekam sie unterwegs an nem Straßenstand ein-zwei mini-Stückchen von meiner Bratwurst zur Ablenkung (das war jetzt aber kein Tip in Sachen "gesunde Ernährung", ich geb´s zu.... *gg), und dann war Ruhe - offenbar war das Quengeln mehr Hunger als Trennungsschmerz.... *gg
    Seitdem kennt und mag sie die Box.

    Ansonsten ja - Stubenreinheit, das war wichtig von Anfang an. War aber mehr ein Lernen für mich: wie erkenne ich, daß ein Welpe mal muß *gg Wenn ich schnell genug war, wurde ich damit belohnt, daß es keine Pfütze gab. (Lernen am Erfolg *gg).

    Das mit dem Komm hat sich bei ihr fast von alleine ergeben, weil ich immer Leckerli dabei hatte, und sie von Anfang an ja eher in meiner Nähe war, dann ist der Weg auch net so weit. Ich hab halt gleich am Anfang immer, wenn sie zu mir unterwegs war, gelobt, und KOMM gesagt, sodaß sie das gut verknüpfen konnte. Heute funktioniert´s nur noch, wenns sein muß, oder ich Leckerli dabei habe ;-) Hab ich mir selbst versaut, weil ich später mit Bossi den Rückruf trainiert hatte, und immer, wenn er kam, wurde er bestätigt. Was Biene dann machte, war egal und wurde ignoriert, weil ich ja ihn gerufen hatte - mein Fehler. Daher guckt sie jetzt immer mal erst, ob sie überhaupt gemeint ist, und ob sich´s lohnt, herzukommen...... Ist reine Faulheit von mir, das mal wieder zu üben, weil´s funktioniert, wenn ich es ernst meine, oder mit ihr allein bin.

    Zwischendurch daheim hab ich schonmal Kleinkram geübt wie Sitz oder so. Aber man muß ja net alles innerhalb von 3 Wochen beibringen.... *gg

    Zur Hundeschule noch: guck Dir die in Deiner Nähe alle Vorhandenen mal an, bevor der Hund kommt. Vorteil: Du kannst Dich darauf konzentrieren, was die machen, statt auf Deinen Hund, und: wenn die Unsinn machen, vergreifen sie sich dabei nicht an Deinem Welpen.....

    Paß auf, was Dir gefällt, was nicht, stell schon ein paar Fragen, und beurteile die Tips mit ein wenig Bauchgefühl und gesundem Menschenverstand. Frag ganz blond, wie Du den Hund stubenrein kriegst, wann Du erstmals vorbeikommen kannst, wie viele (was für Rassen) Hunde der Trainer schon selbst ausgebildet hat, wo er gelernt hat, und wenn die dann sagen "gib ihm jedesmal nen Klaps, wenn er reinpieselt" oder ähnlichen Quatsch, dann dreh denen ganz schnell den Rücken zu und komm nie wieder ;-) Kein Mensch verlangt nämlich, an der Pforte zur Hundeschule den Verstand abzugeben, und dem Trainer alles blind nachzumachen und alles anzuwenden, was dieser vorschlägt. Wenn Du mit etwas nicht konform gehst, was dort empfohlen wird, oder kein gutes Gefühl hast, sowas bei Deinem Hund anzuwenden, dann laß es auch, und such Dir eine Alternative, doer frag zumindest woanders nach Alternativlösungen/-Möglichkeiten.

    Schau drauf, daß die Welpen nicht "allesuntersichregeln" müssen, sondern dem Halter empfohlen wird, den Hund auch mal zu beschützen, um ihm Sicherheti zu geben. Darauf, daß die Gruppen nicht zu groß sind (keine 12 Welpen auf einmal - die kann kein Mensch mehr im Blick behalten). Darauf, was für Tips gegeben werden, und wie die anderen Halter mit dem Hund umgehen. Wird z.B. einer mit seinem Hund zu grob, und der Trainer liest dem die Leviten, ist das schonmal ein gutes Zeichen. Schau, ob der Trainer erkärt, warum er was wie haben möchte, und was die Hunde gerade tun. Wenn er es nicht erklärt, frag nach, warum. Kann/will er es mehrfach nicht erklären ("macht man halt so beim Welpen"), dreh Dich lieber um und such ne andere Hundeschule.

    Schau drauf, daß die Hunde nicht ne Stunde lang hochgepusht werden im Spiel, sondern auch was lernen dürfen, und ausgebremst werden, wenn´s zu heftig wird, und nicht überfordert werden (wenn ein Welpe sich hinsetzt und einfach nimmer mitmacht, oder nichts mehr umsetzen kann, was Du ihm zeigst, war´s schon zu viel). Gut ist, wenn der Trainer z.B. jemandem sagt, Deinem Hund wird´s gerade zu viel, nimm ihn mal zu Dir und gönn ihm eine Pause. Schau, der hechelt stark/zeigt Unsicherheit/..., indem er...." (was auch immer). Oder erklärt, wie man Spielen von Mobben unterscheidet bei 2 Welpen in wildem Spiel.

    Du siehst ja den anderen Hund schon kommen. Dann nimm doch Deinen Hund zu Dir (hinter Dich), leine sie an, wenn Du weißt, sie ist eher "schissig" *gg, und sichere sie damit. Dann den anderen Hund blocken. Frontal zum diesem stellen, Handflächen abwehrend zu ihm, einen Schritt frontal auf ihn zugehen, und ein deutlichen "Nein - Ab mit Dir!" entgegenschmettern. Wenn Du das überzeugt machst, versteht der Hund das mit Sicherheit.

    Für hartnäckige Fälle, die Dich umrunden, um zu Deinem Hund zu kommen: ruhig bleiben! Versuchen, den Hund herzulocken (von Deinem Hund weg zu Dir) und am Halsband zu nehmen und dann dem anderen HH sagen, er möchte sein Tierchen (gefälligst *hust.....) umgehend abholen und nächstes Mal fragen, ob Kontakt willkommen ist, bzw. sieht er ja genau, daß Du grad mit Deinem Hund arbeitest, da stört man nicht. Wenn der andere Hund nicht hört, gehört er an die Leine.....

    Du kannst nen anderen Hund auch versuchen, abzudrängen, aber das ist meist etwas schwierig, wenn man versuchen will, den eigenen dabei hinter sich zu halten, und diesen anleinen muß, damit der nicht abhaut. Würde Deiner ruhig sitzenbleiben, wäre das meine bevorzugte Variante: auf den anderen Hund zutrampeln und energisch wegschicken.

    Ich gehe mal davon aus, daß die meisten Hunde einfach nur "gucken" wollen und unerzogen sind, nicht aggressiv. Denn bei Letzteren sollte man natürlich selbst auch vorsichtig sein mit Sachen wie frontal drauf zugehen, selbst "aggressiv" wirken (durch ein sehr bestimmendes Kommando) etc.

    Das Besteigen kann unhöflich/rüpelig, aber auch einfach streßbedingt sein. Für den Neuen ist bei Dir alles unbekannt, der muß sich doch erstmal einleben.

    Daher würde ich ihm einfach zeigen, daß es unerwünscht ist (so lernt er gleich eine wichtige "Hausregel" *gg), und fertig. Evtl. gibst ihm dann was zum Kauen und schickst ihn damit ins Körbchen o.ä. (oder besser erst ins Körbchen udn dort was zum Kauen, damit er das Teil nicht für eine Bestätigung fürs Aufspringen hält *gg)- mit Kauen kann er Streß nämlich auch abbauen.

    Lieblings-Spielpartner von meinem Bossi sind ebenfalls - na klar, Windhunde ;-) ;-)

    Früher waren die beiden einer Freundin seine Lieblings-Spielpartner, das ging ebenfalls ab wie nix. Gegenseitiges Hetzen, Bossi war hin und weg vor Begeisterung, ist auch gerne mit Hetzlaut hinterher und vorneweg, die beiden Windigen haben ihr Renntempo so weit angepaßt, daß er was zum Hetzen hatte, oder sie ihn umgekehrt eben gerade so nicht gekriegt haben (mit den im Vergleich zum Terrier mindestens doppelt so langen Sloughi- oder gar Barsoi-Beinen ist das glaub ich echt anstrengend, sich so zu bremsen *gg).

    Bossi war trotzdem jederzeit abrufbar aus dem Spielchen, er kann gut unterscheiden zwischen Wild und Wind(i) ;-) Er hat unter Hunden auch noch nie gehetzt, ohne gegenseitiges Einverständnis. Hab schon Hunde gesehen, die dann einfach mal Kleinere gejagt haben, das hab ich bei ihm noch nie erlebt.

    Für mich war´s eine Form, ihn seinen Jagdtrieb auf ungefährliche Weise ausüben zu lassen, mit meiner Freigabe, und ohne, daß Wild zu schaden kommt. So war er nicht nur vom Jagdtrieb her, sondern auch bewegungstechnisch gut ausgelastet... Klar kann es passieren, daß der Hund danach etwas aufgedreht ist, muß man halt schauen, ob er wieder runterfährt, oder dabei Probleme hat. Wenn Letzteres, dann evtl. die Zeit erstmal begrenzen, in der er rennen darf, und immer wieder mal das Spiel unterbrechen und kurz runterfahren lassen (z.B. im Platz). Aber das breite Grinsen, das Bossi danach immer im Gesicht stand (leider ist diese Freundin mitsamt ihrem Getier weggezogen ;-( ), werde ich nicht vergessen.

    Gerade gestern ist uns beim Trailen (leider direkt nach einem Trail, da wollt ich ihn nicht rennen lassen, den muß er ja erstmal verarbeiten) ein Paar mit ausgerechnet einem Sloughi-Mädel (in genau der gleichen Farbe wie sein ehem. Sloughi-Freund!) begegnet - die haben die Große direkt zu Bossi gelassen (an der Flexi...*hust...), und Bossi hat trotz Leine überhaupt nicht gepöbelt, im Gegenteil, der war sofort Feuer und Flamme, ging in Spielhaltung, sprang sie an, auch die Hündin wollte sofort mitmachen. Die hätten sicherlich nen Riesen-Spaß miteinander gehabt...... ;-) Aber wie gesagt, kurz nach dem Trail wollt ich das nicht, und mußte den Spaß leider umgehend nach kurz-Smalltalk mit den Leuten (mit ner Begründung - die waren echt nett, dann erklär ich gerne) abbrechen und ihn zum Auto mitnehmen.

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    ....Halsband als Alternative zu Erziehung? Finde ich nicht sehr erstrebenswert........

    Du hast da was mißverstanden: Halsband als Alternative zum Geschirr... ;-) Das hat mit Erziehung nix zu tun, sondern damit, daß man den Hund mit dem Halsband noch eher steuern kann als mit dem Geschirr. Weil selbiges so gestaltet ist, daß der Hund im Geschirr Dir die maximal mögliche Kraft entgegensetzen kann, und Du ihn ab nem bestimmten Gewicht überhaupt nicht mehr von der Stelle bewegt kriegst....

    Klar muß man dem "ich bleib jetzt da" entgegenwirken und erziehen - aber diese Erziehung kannst weder mit Geschirr noch mit Halsband ersetzen *gg