Beiträge von BieBoss

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    ...Zu den Kindern: das wichtigste ist, dass sie ihn nicht bedrängen, niemals mit dem Hund alleine im Zimmer bleiben, und dass du z.B. mit ihnen übst, dass der Hund es toleriert, wenn die Kinder sich in der Nähe seines Futters aufhalten und ihm das auch wegnehmen können (ohne den Hund gleich mit solchen Übungen zu drangsalieren, aber als Vorsorgemaßnahme echt wichtig)...

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    Genau das würde ich nicht machen. Niemand hat dem Hund etwas wegzunehmen, der soll doch erstmal lernen, dem neuen Halter zu vertrauen!! Da muß man auf der anderen Seite ansetzen, wenn man präventiv was machen will: Kinder raus, wenn Hund ißt - das sind 2 Minuten am Tag, das kann man kontrollieren. Auch Leckerli - wenn überhaupt, werden sie unter Aufsicht des Halters gegeben. Wie soll ein neuer Hund lernen, daß er Euch vertrauen kann und sein Futter nicht zu verteidigen braucht, wenn die Kinder da angehen dürfen/sollen (!) (oder auch nur ständig ums Futter rumschleichen, während er frißt!) und das Zeugs wegnehmen dürfen. Da werden Kinder gleich mit "Kind = doof" verknüpft. Das geht in zweierlei Hinsicht nach hinten los: der Hund wird Euch nicht vertrauen im Hinblick auf das Futter, er wird hektisch fressen, sein Futter irgendwann knurrend verteidigen, und dann auch noch die Kinder doof finden, weil die ihm ab und an Zeugs aus dem Napfklauen - nicht soooo der Hit.... Finde ich halt. Allerhöchstens andersrum: die Kinder werfen dem Hund direkt, wenn er fertig ist mit Futtern, noch ein Leckerli Richtung Napf zu (erstmal von etwas weiter weg). So lernt der Hund, daß keine Gefahr besteht, daß einer ihm was wegnimmt, im Gegenteil, wer beim Füttern reinkommt, will ihm was geben. Damit wird die ganze Futtersituation auch in Anwesenheit von Kindern entspannter, weil dieses "Hilfe, gleich nimmt er wieder was weg!"-Einstellung beim Hund wegfällt.

    Ich kann meinen Hunden, obwohl ich so gearbeitet habe - nein, WEIL ich so gearbeitet habe, alles wegnehmen: weil sie gelernt haben, daß ihnen nie ohne Grund irgendwas weggenommen wurde.

    TS: siehste, und schon kannst Dich mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Meinungen beschäftigen.... *gg Entscheiden mußt selbst wie Du da vorgehst, aber ich hab ja meinen Grund für meine Herangehensweise genannt, Du wirst (wie bei jeder Methode in Sachen Erziehung) selbst wissen müssen, was für Euch und Euren Hund passend ist.

    In Sachen niemals bedrängen lassen durch die Kinder und nie ohne Aufsicht lassen stimme ich Britany aber 100% zu. Ganz wichtig, hab grad erst in nem anderen Thread geschrieben: es hilft nicht, wenn Du einfach nur im selben Raum anwesend bist, aber gerade bügelst, oder das Kleinkind im Arm hast, sondern Du solltest Dich dann auf den Kontakt der anderen Kinder mit dem Hund konzentrieren (also, wenn Du den Kontakt gerade erlaubt hast! Sonst hat kein Kind hinzugehen - erstmal.... Bis Du den Hund einzuschätzen gelernt hast.) - denn mit Kleinkind auf dem Arm ist die Konzentration beim Kleinkind, Du merkst evtl. zu spät, wenn der Hund irgendwas nicht möchte, dieser regelt das selbst, und das kann böse ausgehen. Außerdem kannst mit Kleinkind auf dem Arm nicht schnell genug eingreifen. Will heißen "unter Aufsicht" bedeutet nicht, daß Du da irgendwo rumstehst (und dann im Fall des Falles mit Bügeleisen in der Hand zusehen mußt, wie der Hund zuschnappt, weil er zu lange vom größeren Kind bedrängt wurde!), sondern, daß Du auch mit Deiner Aufmerksamkeit bei Kind und Hund bist, die Körpersprache und Kommunikation des Hundes beobachtest (nur dann kannst rechtzeitig das Kind stoppen z.B.), dem Kind erklärst, und rechtzeitig reagieren kannst, d.h. auch direkt daneben stehst. Mußt Du erst hinlaufen, kann der Hund schon vorher reagiert haben, bis Du da bist, das kann zu spät sein. Also, ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber in den anderen Thread ging´s eben um nen 2jährigen, nach dem halt in ner Familienfeier im Wohnzimmer keiner geguckt hat, und auf einmal hatte er die Zähnchen vom Hund, der auf dem Sofa lag und sich bedrängt gefühlt hatte, im Gesicht - nicht schön..... Bestimmt hatte der Hund schon gezeigt, daß er nicht bedrängt werden möchte, aber ein Kind kann das natürlich nicht angeboren wissen, und die Erwachsenen haben nicht hingesehen, sondern waren nur körperlich anwesend, im Kopf aber halt bei ihrer Unterhaltung.

    Ansonsten: die Idee, sich mal hinzusetzen und festzulegen, was will ich und was ist mir wichtig, find ich toll. Hab nämlich den Eindruck, Du weißt einfach bloß net, wo Du anfangen sollst ;-)

    Welche Kommandos braucht der Hund im Alltag bei Euch, fragt Euch "wo könnte ich anecken mit Hund in diesem Land, wenn ich nicht dran arbeite", was davon hat für Euch welche Priorität (in der Reihenfolge wird´s trainiert - alles auf einmal geht net. Tip: Prio 1: Rückruf! Prio 2: Anspringen, um des Familienfriedens Willen...), welche Befehle verwende ich, was bedeuten sie, wie setze ich sie durch. Ein Sitz z.B. erreiche ich über ein Leckerli, das vor der Nase hcohgezogen wird, dann geht der Poppers automatisch runter, wenn die Nase hochgeht. Da brauch ich net am Hund rumzudrücken - das führt bestenfalls dazu, daß er Sitzen doof findet, oder verknüpft "wenn Frauchen SITZ sagt, drückt sie mir gleich wieder den Hintern runter". Aber daß er sitzen soll, versteht er so nicht.

    Des Weiteren: was habe ich im Haus für Grundregeln: darf der Hund in jedes Zimmer, auf die Couch, ins Bett? Jeder muß sich daran halten. Wo soll der Rückzugsplatz für den Hund stehen? Wie verhindere ich, daß er dort von den Kindern auch nur ansatzweise bedrängt werden kann? Wie bringe ich den Kindern bei, daß die Stelle tabu ist? Was toleriere ich beim Hund: ich toleriere z.B. Anspringen - aber meine Hunde wiegen auch 5, 7 und 9 Kilo und sind klein, mich stört´s net. Bei Kindern im Haus und großem Hund aber ne blöde Kombi. Toleriere ich Kläffen im Garten? (Sowas macht mich verrückt, wird umgehend unterbunden - wenns bei Euch niemanden stört, auch Nachbarn nicht, dann egal - muß halt jeder für sich überlegen, was wichtig ist). Darf der Hund beim Essen am Tisch gefüttert werden? (Wenn nein, dann absolut konsequent ins Körbchen schicken, weil Kindern immer mal wieder was runterfällt, und Du dann Betteln nicht verhindern kannst). Muß der Hund (jetzt oder auch später!!) alleinbleiben können? (ist immer hilfreich, auch wenn Du daheim bist wegen der Kinder. Spätestens, wenn Du (was hoffentlich nicht passiert) mal in die Klinik mußt, und der Hund daheim nicht alleinbleiben kann, wird´s stressig....)

    Evtl. sind bei Euch feste Tageszeiten sinnvoll: wenn Du z.B. den Hund daran gewöhnst, daß vormittags Ruhe angesagt ist, kannst in der Zeit mit den Kindern was machen. Wenn die nachmittags dann evtl. nen Mittagsschlaf halten, wird der Hund beschäftigt (Suchspielchen o.ä.). Oder umgekehrt: später ist eher vormittags Zeit für den Hund, weil nachmittags Hausaufgaben betreuen angesagt sein wird, schätz ich mal.

    So hast nicht immer alle gleichzeitig "am Hals" *gg Wenn Schwiegermutter mit dem Hund net so kann, paßt sie bestimmt gern mal ne Stunde auf die Enkel auf, dann kannst in der Zeit den Hund effektiv beschäftigen und auslasten. Ein bißchen Organisation kann also die Lage für Dich wieder etwas entspannen. Und wenn alle Beteiligten an die festen Zeiten gewöhnt sind, werden die nicht mehr in Frage gestellt, und Du brauchst nicht mehr zu diskutieren, ob der Hund jetzt schläft oder nicht - weil es ist jetzt eben Schlafenszeit/Hundespielstunde, weil jeden Tag um die Zeit Schlafenszeit/Hundespielstunde ist.

    Und: Schwiegermutter wird dem Hund etwas gewogener, weil Du dem Hund in der Zeit Eure Regeln beibringen und ihn so erziehen kannst, daß er sie nicht mehr anspringt etc., sodaß sie später vielleicht auch mal mit ihm ne Runde gehen mag, wenn Du eine Auszeit brauchst.

    Bei der Planung würde ich auch berücksichtigen, was der Hund später in Deutschland gebrauchen könnte: evtl. mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln vertraut machen, einen Maulkorb tragen können, o.ä., das hat dann alles jetzt keine hohe Priorität, weil´s ja noch ein Weilchen hin ist, aber ihr tut Euch später eben leichter. Oder ne box kennenlernen, wenn er später auf dem stressigen Flug nicht noch zusätzlichen Streß dadurch haben soll, daß er Boxaufenthalte nicht kennt. Wenn die Box für ihn bis dahin zum Rückzugsort wird, ist der Flug gleich viel weniger stressend für den Kerle. Tierarztbesuch üben: hingehen, Leckerli verabreichen lassen, kurz streicheln lassen, und wieder heim (kannst während Spaziergang einplanen). So lernt der Hund den Doc nicht von Anfang an als denjenigen kennen, der immer nur wehtut. Ab und an auch Hund überall angrapschen können, um späteres "abtasten" für den Tierarztbesuch vertraut zu machen: Füßchen, Ohren, Augen angucken,.....

    Das hört isch jetzt nur viel an, aber muß ja nicht alles heut passieren. Vielleicht hilft´s Euch, etwas Ordnung in Eure Gedanken bringen zu können, und damit das Abenteuer Hund etwas gelassener angehen zu können. Die Zeit mit Junghund zu genießen, statt panisch dran zu denken, was man alles falsch machen könnte ;-)

    Als Infoquelle hätt ich auch an Amazon gedacht, oder Videos in youtube (wobei man da immer selbst beurteilen sollte, ob man das so machen möchte und zum eigenen Hund paßt, ob man so mit dem eigenen Hund umgehen möchte etc - also bitte nicht kritiklos alles nachmachen, im Internet kann halt jeder Depp was einstellen, ob´s gut ist oder nicht.). Hab neulich ne tolle CD zum Thema Hundekommunikation von Dr. Blaschke-Berthold gekauft, die erklärt ganz toll die Körpersprache bei Hunden - sowas kann man bestimmt auch von Dubai aus bestellen. Und natürlich das DF bei konkreten Fragen *gg

    So - ich glaub, jetzt haste erstmal zu tun *gggg Viel Spaß! :lol:

    Ihr habt ja schon gesehen, daß es Euer Fehler war - Kind und Hund läßt man einfach nicht unbeaufsichtigt - und darunter versteht man, daß man wenigstens so nah dran ist, daß man jederzeit (also bevor was passiert) eingreifen kann, und auch rechtzeitig bemerkt, daß man eingreifen muß. Das ist auf einer Familienfeier sicherlich nicht gegeben, wenn alle am Spielen sind...

    Grundsätzlich braucht ein Hund einen Rückzugsort, gerade, wenns stressig ist (und Familienfeiern sind immer viel Trubel und damit stressig). Grundsätzlich müssen Kinder beigebracht bekommen, daß ein Hund schläft, wenn er schläft, und das Kind dort nichts zu suchen hat. Das kann auch ein 2jähriger begreifen.

    Das Problem ist eben, daß Hunde normalerweise erst dann schnappen (der hat sicherlich nicht absichtlich zugebissen, wollte halt abschnappen, und das Kind konnte nicht rechtzeitig ausweichen, weil´s so überraschend kam), nachdem andere Anzeichen für "laß mich in Ruhe" ignoriert wurden (vom Kleinkind, weils diese Signale noch gar nicht kennen konnte). Wahrscheinlich hat der Hund vorher schon hier ein wenig eine Lefze hochgezogen, ist steif geworden (Bewegungslosigkeit heißt "ich schnapp gleich!"), hat evtl. beschwichtigt, mit der Zunge die Nase geleckt, den Kopf auf die Seite gedreht, hat vielleicht sogar ganz leise geknurrt, was im Trubel evtl. untergegangen ist (Ihr seht, es gibt sooo viel Kommunikation von Seiten des Hundes aus, bevor er schnappt! Und alle wurden ignoriert - was soll er dann tun? Wenn das Kind frontal davorsteht, kann er vielleicht nichtmal ausweichen und den Weg runter vom Sofa nehmen.), und das Kind kann solche Anzeichen einfach nicht bewerten. Aber ihr hättet, wärt Ihr daneben gesessen, eingreifen könnten. Deswegen die Regel "immer dabeisein". Der Hund muß also nicht wirklich geschlafen haben, kann sein, daß er die Annährung mitbekommen hat, aber seine Signale eben nicht ankamen (aus seiner Sicht also nicht verstanden wurden), und er daher nachdrücklicher geworden ist.

    Ich würde künftig:
    - Kind anweisen, schlafenden Hund schlafen zu lassen (das versteht auch ein Kind in dem Alter)
    - erklären, was ein Knurren/Kopfwegdrehen etc. bedeutet, sobald das Kind es versteht
    - wenn ich nicht so weit beim Hund bin, daß ich jederzeit eingreifen kann (sei es, daß ich nicht mental dabei sein kann, weil abgelenkt, oder einfach zu weit weg bin), würde ich den Hund in ne größere Transportbox setzen bei solchen Veranstaltungen. Dann hat er seine Ruhe, kann entspannen, das Kind kann dran vorbeigehen, ohne daß gleich was passieren kann.
    - wenn das Kind Umgang haben darf/soll/will, dann ist jemand beim Kind und erklärt, was es tun darf und was nicht. Setzt aber voraus, daß Ihr den Hund tatsächlich lesen könnt, und solche Warnungen wie oben beschrieben erkennen könnt, damit ihr eingreifen könnt! Also Spiel mit dem Hund nur unter Aufsicht, und das heißt, jemand steht daneben und konzentriert sich auf Kind und Hund, und spielt in der Zeit eben ne runde NICHT mit.
    - ansonsten dem Hund auf Dauer beibringen, daß er alleine bleiben kann, und dann nach Möglichkeit ohne ihn zu solchen Feiern fahren, oder (solang er´s nicht kann) evtl. für nen Abend nen Hundesitter beauftragen, um den Streß für den Hund gar nicht erst entstehen zu lassen. Denn von nem Abend in der Box hat er auch nix, da kann er auch bei nem Sitter bleiben oder daheim (wenn ers gelernt hat), das ist streßfreier und macht mehr Sinn.
    - dem Kind versuchen, altersgerecht zu erklären, was schief gelaufen ist, und versuchen, den Schrecken abzumildern, und evtl. Ängste den Hund betreffend natürlich auch abzubauen, indem man die beiden wieder langsam einander annähert (unter Aufsicht!).

    Ansonsten: Schei...e, daß es passiert ist - aber Ihr wißt, was schief lief. Macht Euch nicht länger Vorwürfe, davon wird´s nicht ungeschehen, sondern schaut, daß es nicht nochmal passiert. Und macht dem Kind gegenüber kein Drama draus, der Schrecken dieses Abends reicht, wenn ihr ihn jetzt noch tagelang bemitleidet, wird das Erlebnis noch viel dramatischer in Erinnerung bleiben, als wenn Ihr versucht, etwas Leichtigkeit rüberzubringen ihm gegenüber. Umso schwieriger würde der künftige Umgang der beiden werden. Die Wunden werden heilen, gerade bei so kleinen Kindern sieht man oft später gar nicht mehr so viel von den Narben.

    Drücke Euch die Daumen, daß das bald alles wieder gut ist! Alles Gute!

    "in die Wicken" heißt für mich, das ist im Garten, und das schreibt die TS ja dann auch. Insofern tippe ich weder auf Rattengift noch Aas, sondern eher auf Katzensch..ße - hatte ich auch lange Zeit, weil Nachbar´s Katzen ihren ach so artgerechten Freilauf hatten: überall Katzenk...e im Garten.... Hundis haben sich gefreut, aber sowas kann natürlich auch Würmer übertragen etc.... *igitt....... Ich fand´s weder für meinen Garten noch meine Hunde artgerecht, und den Duft auch nicht für Menschen artgerecht *gg

    Und wenn ich dann hinterher feuchte Lieberbezeugungen meiner Hunde mittels deren Zunge entgegennehmen sollte, bin ich immer mehr oder weniger dezent ausgewichen :lol:

    Was man dagegen tun kann (wenns das ist)?
    - Hoffen, daß der Nachbar mitsamt der Katze woanders hinzieht ;-)
    - Hundi Maulkorb drauf (ganz toll im eigenen Garten)
    - die Ecke so verändern, daß die Katzen sie nicht mehr mögen (offener bepflanzt oder was auch immer). Ist aber fraglich, ob der Hund sie dann noch zum selben Zweck nutzen mag.
    - Hundi angewöhnen, daß er im eigenen Grundstück keine Geschäfte zu erledigen hat (außer vlt. markieren), und daher die Ecke nimmer aufsucht (schwierig, weil er ja schon erfahren hat, daß da "leckere Sachen" liegen).
    - Pflanzen rein, die Katzen nicht mögen - ob so Zeugs tatsächlich wirkt, darüber streiten sich die Geister allerdings)
    - Katzenminze oder Baldrian in Nachbars eigenem Garten anpflanzen, sodaß die Katzen freiwillig nimmer zu Euch kommen (Achtung, könnte zu dezenten Verstimmungen selbiges Nachbarn führen *gggg).

    Mehr fällt mir echt net ein (ich hatte das Glück, daß die echt irgendwann "weggezogen wurden", sprich vom Vermieter rausgeworfen aus anderen Gründen). Juhu - hätte nicht gewußt, was sonst noch hilft...

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    .......
    Ich fnde es zielmlch verquer zu sagen dass ein Junghund nicht täglich seine Spielrunde mit anderen Hunden haben sollen. Es sind Kinder und die müssen und dürfen doch spielen. All die Hunde die in Mehrhundehaushaten aufwachsen spielen und toben sich doch auch durch ihre Junghundzeit. Und gerade bei Züchtern die auch mal 2-3 Junghunde haben sind sie doch auch den ganzen Tag zusammen, schlafen, fressen, spielen und das den ganzen Tag über. Weiß nicht was daran schlecht sein soll. Im übrigen fallen sie eh irgendwann einfach um und schlafen den Schlaf der Gerechten....

    Ich hab´s doch ausführlich begründet, warum! Die Hunde sollten nicht lernen, daß andere Hunde nur zum Spielen und Toben da sind, sondern auch später in der Lage sein, gelassen andere Hunde zu passieren. Hast schon mal so ein Monster an der Leine gehabt, das genau das gelernt hatte, daß andere Hunde immer und überall toll sind und nur zum Spielen da? Am besten bei noch nicht funktionierendem Rückruf *gg Dann haste Spaß - ich spreche aus Erfahrung, weil Bossi anfangs so war. War ein gutes Stück Arbeit, erstmal den Rückruf generell zu etablieren, und dann dahingehend auszubauen, daß er sich auch von Hunden abrufen ließ, und nicht jeden gleich zum Spielen überfallen mußte. Und dann nochmal ein weiteres gutes Stück Arbeit, daß er gar nicht mehr erst zu jedem hinzurennen versucht. Sowas kann man sich echt sparen, braucht kein Mensch; reicht doch, wenn andere Hundehalter vorher den Fehler gemacht hatten ;-)

    Durchs ganze Forum hier geht ein einziger Aufschrei, wenn jemand schreibt, er läßt seinen Hund überall zu Anderen hinrennen, und wenn man dann aber schreibt, wie man verhindern kann, daß Hundi genau dies tut, heißt es, "aber die müssen doch spiiiiiielen"....... :hilfe:

    Verbietet doch keiner das Spiel generell, aber man muß halt drauf achten, daß man die andere Seite nicht vernachlässigt und sich damit Probleme schafft, an denen man dann monatelang arbeiten muß, um´s wieder rauszukriegen, wenn man sich das ganz einfach so sparen kann. Und wenn ich mir manche Hundehalter im Forum hier so lese, treiben die es sogar noch bunter und schreiben, im Haus wird grundsätzlich nicht gespielt und getobt, sondern nur draußen, im Haus soll Ruhe herrschen, gerade bei nem großen Hund, der sonst evtl. Schäden anrichten könnte bei zu wildem Spiel. Diese Hunde leben glaub ich auch noch ganz gut, wenn sie nicht den lieben langen Tag nur toben dürfen.

    Kinder spielen auch nicht den ganzen Tag, auch die brauchen zwischendurch Ruhe, sonst drehen sie zu hoch, und es gibt Geplärre. Erleb ich täglich, wenn ich meine Schwester sehe mit ihren beiden....

    Beim Züchter ist es sicherlich die Hundemama, die ggfs. mal für Ruhe sorgt, wenn´s die Kleinen übertreiben, im Mehrhundehaushalt muß eben der Halter die Kleinen bremsen. Einfach, weil sie noch keine Grenzen kennen und bis zum Umfallen spielen würden.

    Gerade das Rennen mit anderen Hunden mit schnellen Stops und Wendungen, könnte ich mir vorstellen, belastet, im Übermaß genossen, den Bewegungsapparat recht heftig. Oder wenn ein anderer größerer Hund im Eifer des Gefechts mal draufspringt/-fällt/-stolpert auf den Jüngeren, der halt noch nicht so feste Bänder und Sehnen hat - auch net soooo gesund, könnt ich mir vorstellen.

    Genug Gründe? ;-)

    Da hilft nur eins: erstmal nur an der Leine gehen lassen in dieser Gegend, und üben: wenn Ihr sowas seht und sie hinzieht, NEIN und wegziehen mit der Leine.

    Ansonsten würd ich mir ein anderes Gassigebiet raussuchen und daheim nur für die Pipi-Gänge eben die Leine dranlassen.

    Auf lange Sicht würd ich üben, das Zeugs anzeigen zu lassen und sie dafür mit was Tollem zu bestätigen. Dann frißt sie´s nimmer - könnte aber die "Nebenwirkung" haben, daß sie anfängt, gezielt das Zeugs zu suchen, weil sie Leckerli für die Anzeigen bekommt *gg

    Zitat

    Ich würde gerade bei nem labbi aber drauf achten, dass er dabei nicht lernt: Andere Hunde= Party und Frauchen wird ausgeblendet.
    Ich hab mir das bei meinem Labbimix leider im Welpenalter schon komplett versaut. Jetzt hab ich alle Hände voll zu tun das wieder auszubügeln.

    :gut: :gut: :gut:

    Der Gedanke kam mir auch gerade. Bei diesen Toberunden lernt der Hund, daß andere Hunde voll toll sind, und er zu jedem hin darf - und irgendwann haste dann so nen Hund, wie´s mein Bossi mal war: "Wie ein Hund? WILL HINNNNNN!!!!!" mit nem Terz an der Leine, daß alles zu spät ist.

    Vor allem finde ich größere Gruppen zu unübersichtlich. Man übersieht ganz gern mal erste Anzeichen dafür, daß es dem eigenen grad ein bisserl zu viel wird oder er zu hoch dreht und ne Pause braucht, in dem Gewimmel.

    Ich würde heute ganz anders agieren: bestenfalls einzelne Hunde bzw. kleine Gruppen, auf keinen Fall täglich (das ist auf alle Fälle zu viel, find ich), und ich würde es damit verknüpfen, dem Hund beizubringen, daß der Kontakt nur auf meine Freigabe hin entsteht, und es unterwegs generell erstmal keinen Kontakt gibt, und er lernt, Hundebegegnungen mit mir zusammen ohne Kontakt ruhig und gesittet zu absolvieren - damit er eben nicht verknüpft, daß jeder andere Hund zum Spielen da ist, und er zu jedem hin muß. Ganz gezielt auch Tage dazwischen, wo Du eben einfach keinen Kontakt zum anderen Hund zuläßt, und er gesittet vorbeigehen muß, damit er das für später lernt. Meiner wiegt nichtmal ganz 9 Kilo - den kann ich halten, auch wenn er Terz macht. Bei nem Labbi stell ich mir das später im Erwachsenenalter nicht mehr ganz so spaßig vor..... ;-)

    Also - erst müßte er gesittet vorbeigehen können, und wenn er das kann, dürfte er auch mal spielen/Kontakt aufnehmen mit anderen Hunden, so würde ich das heute machen, weil ich eben dieselbe Erfahrung gemacht habe.

    Außerdem hast Du in größeren Gruppen nicht wirklich nen Überblick, wenn einer der Hunde krank oder nicht geimpft ist o.ä. - gibt genug dumme Hundehalter, in kleinen Gruppen kannst das vorher eher mal erfragen. Neulich erst erlebt: da ist mein Bossi mit einem ihm bekannten Rüden ein paar Runden über die Wiese gerannt, und hinterher erzählt mir die Halterin, der kämpft derzeit mit Demodex-Milben - na, herzlichen Dank aber auch! Der Doc hätte gesagt, das sei nur beim Nebeneinanderliegen übertragbar, sonst sei das Risiko nicht hoch (ja, wie nun - übertragbar oder nicht, aber nicht "nur beim Liegen, aber nicht beim Spielen", das geht wohl eher nicht!). Toll, das möchte ich aber gern selbst entscheiden, ob ich das Risiko eingehen möchte! Hätte sie auch vorher sagen können, dann hätten die die Runde halt in ein paar Wochen gedreht, wenn der Andere nicht mehr ansteckend ist.... Immerhin kann ich gleich 3 Hunde behandeln lassen, wenn sich einer wo was holt! *grummel......

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    Das was Mira mit dem Vorsitz beschreibt, da geht es einfach darum, dass der Hund ähnlich wie beim Richtungswechsel erst einmal aus der Situation "nach vorne gehen" rausgeholt wird. Es ist nichts anderes wie beim Richtungswechsel, nur dass der Hund eben vor mir sitzen soll und die Aufmerksamkeit auf mich haben soll. Mira wird merken, dass dies nur einzelne Übungen sind. Der Hund wird auch mal neben ihr sitzen, oder ein Richtungswechsel statt finden. Es geht reineweg um darum, dass der Hund auf mich als Halter achtet und nicht kopflos sein Ding durchzieht.

    So hört sich das schon sinnvoller an ;-) Allerdings bin ich nach wie vor der Meinung, daß der Hund mehr lernt, wenn er sich von selbst an mir orientiert - und das baue ich auf, indem ich jedes kleinste Zeichen von Orientierung an mir bestätige im Alltag. Schaut der Hund zu mir - bestätigen. Wartet er unterwegs auf mich - bestätigen. Geht er schnuppern, Du gehst weiter, und er merkt´s und galoppiert hinter Dir her - bestätigen (schon in dem Moment, in dem er losrennt). Daraus resultiert dann, daß der Hund immer aufmerksamer "bei mir" ist (im Kopf) und sich mehr an mir orientiert, sogar den Radius verkleinert (er kann sonst nicht sehen, wenn ich weggehe, will mich ja im Kopf und Blick haben). Erst, wenn das im Alltag und Freilauf umgesetzt ist, kann ich versuchen, daß unter erschwerten Bedingungen (kurzer Radius durch die Begrenzung mittels Leine und Ablenkung durch andere Hunde) zu traininieren. Dann macht´s auch nix, wenn ich das die ersten Male mit dem Kommando SITZ unterstütze (wobei ich denke, dann sitzt er erstmal mit dem Rücken zu mir, konzentriert sich nicht auf mich - weiß net, ob ich das wollte), oder (find ich besser) mit SCHAU oder ihn einfach mit Schnalzen oder der leisen Nennnung seines Namens oder Antippen mit dem Finger auf mich aufmerksam machen. Oder ich geh 1-2 Schritte rückwärts mit leichtem Zug auf der Leine, sodaß er mitkommen muß. Wenn er auf den Zuruf oder das Rückwärtsgehen reagiert, beim ersten Mitgehen oder zu-mir-drehen bestätigen. Wenn ich den Hund jedes Mal absitzen oder Platz machen ließe, um das zu erreichen, so wie das ursprünglich geschrieben worden war, kommst unter Umständen nicht wirklich weit beim Gassi...... *gg

    Abgesehen davon - mein Hund ist spätestens dann aufmerksam, wenn ich nimmer weitergehe. Dann dreht er ziemlich sofort den Kopf zu mir mit Fragezeichen in den Augen "Ey, was is?? Warum bleibst stehen?"...... Dazu braucht´s nur selten ein Aufmerksamkeits-Signal (manchmal kann´s dauern, dann brauchst halt Geduld - aber die Konzentration auf Dich geht dann von IHM aus, nicht auf Kommando von Dir, und er soll ja von sich aus im Kopf bei Dir sein, nicht dann, wenn Du ihm das Zeichen dafür gibst).

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    ........Wichtig ist es, einem Hund ein vernünftiges Alternativprogramm zum Jagen zu bieten. Der Hund ist ja an der Schleppleine und wenn er Wild sieht gilt es den Hund auf sich aufmerksam zu machen und für ihn so attraktiv zu werden, dass er lieber zu dir kommt, als hinter den Rehen oder Hasen herzulaufen. Das kann ein ganz tolles Spiel oder auch die leckerste Fleischwurst auf Erden sein. Auf jeden Fall muss es besser als das Hinterherlaufen des Wildes sein........

    Hahahahahaa....... *lachenduntermtischlieg......

    Ich leih Dir mal meine Terrier, und Du bringst ihnen bei, daß die leckerste Fleischwurst auf Erden und ein tolles Spiel besser als Jagen sind. Wenn Du fertig bist, kannst sie mir zurückgeben - ich befürchte, bis dahin hab ich meinen Rentenantrag gestellt...... *ggggg Das klappt höchstens mit nem Chihuahua, der schon am Einschlafen ist nach 7 Stunden Spiel...... Bei nem richtigen Jagdhund mußt da andere Geschütze auffahren...... ;-)

    Aber des is etz off topic, und so halt ich mich mal a weng zurück, um das Thema nicht zu sprengen - fand´s nur spontan so lustig, daß die Fleischwurst besser als Wild sein soll...... ;-) Der Trainer, der mir das erzählt, den würd ich auslachen....

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    .....
    Gelobt wird bei dieser Erziehungsmethode ja trotzdem, bloß eben nicht mit Leckerli sondern mit Streicheln. aber nur wenn der Hund entspannt und ruhig ist, das ist wichtig.

    Gelobt wird sinnvollerweise grundsätzlich mit dem, was der HUND als Belohnung empfindet! Stell Dir vor, Du gehst arbeiten, und Dein Arbeitgeber belohnt Dich jeden Monat mit ner Packung Kekse, oder ner Tasse Kaffee, oder indem er Dir einmal über den Kopf streichelt oder ein hübsches Buch schenkt: fändest Du das eine angemessene Belohnung? Also, ich würd dem sagen, er könnte sich sein Buch wohin stecken.... *gg Wenn der mich zum Arbeiten motiveren will, muß da schon was Anderes kommen.

    Der eine Hund spielt gerne, der andere wird gerne gestreichelt, der nächste futtert gern, der andere rennt gern ne Runde mit Herrchen/Frauchen, und der nächste apportiert unheimlich gerne. Für den ist dann ein geworfenes Spieli das Höchste der Gefühle. Nen anderen Hund langweilt das. Für einen Jagdhund ist sicherlich ein kleines Jagdspiel eine tolle Belohnung (z.B. Leckerli wegrollen, die er dann erjagen darf oder ein Mauseloch, in dem er dann buddeln darf), für nen Windhund ein kleiner Sprint, für nen Retriever vielleicht die Erlaubnis, sich ins nächstbeste Wasser zu schmeißen. Für den potenten Rüden könnte es ne tolle Bestätigung sein, die läufige Hündin des Nachbarn (bitte nur hinterm Zaun *gg) begrüßen gehen zu dürfen. Für den Familienhund, der nachfragt, ob er den anderen Hund unterwegs (bitte nach Absprache mit dem anderen Halter) begrüßen darf, ist die Freigabe, dort hinzulaufen, die in diesem Moment tollste Bestätigung der Welt für das Nachfragen.

    Belohnung ist abhängig vom Hund, der Rasse, den Vorlieben des Hundes, der Tageslaune des Hundes, der Situation und dem Ort: daheim nimmt mein Terriertier gerne Leckerlies als Belohnung für Tricks. Unterwegs konnte ich ihn damit anfangs nicht wirklich hinterm Ofen vorlocken, da hatten Schnüffeln und Rennen eindeutig höhere Prioritäten, die er für ein Leckerli nie aufgegeben hätte. Aber mit einem Zerrspiel (Terrier = Jagdhund; Zerren = Sequenz aus dem Jagdverhalten) hab ich ihn auch dort jederzeit gekriegt. Streicheln mag er daheim, unterwegs ist ihm das bestenfalls lästig, wenn ich an ihm rumgrapsche - er hat dann keine Zeit für "so nen Käse".... Liegt er dagegen gechillt in ner Wiese, kann ich ihn wiederum kraulen, und er streckt mir das Bäuchlein entgegen. Arbeite ich mit ihm (also auf dem Platz), ist Streicheln eher lästig, das mag er dann nicht, da muß was Anderes kommen.

    Meine Biene freut sich, wenn ich sie richtig durchknuddel und mit ihr herumtobe und dabei fröhlich quietsche und lobe. Als Bestätigung unterwegs für einen gelungenen Rückruf (der bei ihr nie ein Problem war) reicht das aus. Will ich aber höchste Motivation für ne langweilige Arbeit (Fußgehen is doof.... *gg), muß ich bei ihr Futter nehmen. Is halt so. Wenn ich da weiterkommen möchte, muß ich mich danach richten.

    NUR Streicheln - das ist viel zu einseitig und damit beraubt man sich selbst der tollsten Möglichkeiten, dem Hund etwas mit Freude beizubringen und ihn individuell und der Situation angepaßt zu bestätigen.

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    ........
    Der Hund soll vor mir sitzen wenn etwas auftaucht was ihn interessiert, quasi als Frage darf ich dort hin. Und wenn nicht gehts halt weiter im Spaziergang. Sie soll das dann mal am Ende freiwillig machen. Das ziehen und runter drücken ist nur am anfang wenn sie noch nicht weiß was sie tun soll. Und da die Prozedur für den Hund äußerst nervig ist lässt er das Ziehen weil er weiß was gleich kommt. Und genau das wirkt sich im Moment auch so aus. Aber ich weiß natürlich nicht ob der Effekt dauerhaft ist.

    Ich weiß der Hund erschnüffelt sich alles, das ist seine Natur. Daher ist es für mich auch so komisch was er sagt. Er hat die Frage gestellt: Was soll der Hund mit der erschnüffelten Information anfangen? Da wusste ich auch nicht was ich sagen sollte... Es klang halt alles sehr plausibel was er sagte.

    ......

    Zum Ersten: dafür muß der Hund nicht sitzen/liegen. Das geht auch im Laufen - macht meiner..... Und wenn er Sitz auf Kommando kann, kann ich mir das Runterdrücken sparen... Wenn er das Sitz noch nicht kann, dann muß man das halt vorher üben, bevor man an der Leinenführigkeit in dieser Art und Weise arbeitet.

    Frag Dich immer bei irgendwelchen Vorschlägen: "was lernt der Hund daraus?" oder noch besser: frag den Trainer das mal... *gg

    Zum Zweiten: der Trainer liest doch sicher auch Zeitung - und was fängt der mit den erhaltenen Informationen dann an? Frag ihn das mal.... ;-)