Ich frag mich immer, ob überhaupt selbst den armen Welpen damit gedient ist, die irgendwo rauszuholen, um sie zu "retten". Wenn ich hier lese, daß die Sterblichkeit trotz allem bei gut 50% liegt, wenn auch nur rechtzeitig mit der Behandlung begonnen wird (was ja meist nicht der Fall ist) - ist es da nicht eine einzige Quälerei für das Tierchen, das noch zu behandeln, und das Sterben um Tage/Wochen rauszuzögern?
Das Tier selbst weiß schließlich nicht, daß es dadurch eine (wenn auch geringe) Überlebens-Chance kriegt. Könnte heulen, wenn ich solche Beschreibungen lese, wie die Tiere dann nur noch leblos rumliegen, und noch tausend Sachen in sie reingestopft werden, entwurmt wird, obwohl das Körperchen eigentlich schon viel zu schwach ist etc...... ;-(
Ich hab damals mein Bienchen auch von privat geholt (Unfallwurf), und im Nachhinein gesehen, würde die Familie hier im Forum sicherlich unter das zählen, was hier gemeinhin als "Vermehrer" bezeichnet wird; ich selbst zweifelte später (als ich etwas mehr Wissen angelesen hatte) auch daran, daß das tatsächlich ein Unfall war - immerhin der dritte Unfallwurf in Folge, wie sich später rausstellte. OK, sie war mein erster Hund - und doch war ich schon damals wenigstens so weit, daß ich geschaut habe, ob einer der Welpen Durchfall hätte, keine Augen geklebt haben, nen Impfpaß gefordert habe, geschaut habe, ob die vorgestellte Mutter der Welpen auch wirklich die Mutter ist (sie hat beim ersten Besuch damals in meiner Anwesenheit die Kleinen gesäugt), und auch der Vater der Welpen war anwesend in der Familie, und alle incl. der Kinder im Haus sind liebevoll mit den Kleinen umgegangen, ich habe immer wieder Fotos bekommen von der Kleinen, bis ich sie abholen konnte etc.
Für jedes dumme Auto werden vorher monatelang Kataloge gewälzt, wieviel PS das haben soll, nach TÜV-und AU-Prüfungen gefragt, ADAC-Tests (*hust...) gewälzt etc. - keiner würde ein AUTO ohne TÜV-Bescheinigung kaufen, wenn er damit noch irgendwohin fahren will. Aber das Lebewesen Hund wird gekauft ohne jegliche Impfung oder gar vorherige Info seitens des künftigen Halters, worauf man achten muß, und welche Bedürfnisse dieses Lebewesen vielleicht später haben könnte. Nicht mal so viel Interesse bringt man oft dem Wohl seines künftigen Lebensgefährten entgegen - das ist echt traurig...... Es geht doch nicht um die bevorstehenden TA-Rechnungen o.ä., sondern darum, daß es diesem Lebewesen gut geht, und man nicht noch mehr Leid schafft, indem man Leuten, die Hündinnen als Gebärmaschinen in dunklen Verschlägen halten, noch das Wort redet bzw. viel Geld hinten reinsteckt, sodaß sich deren grausames Geschäft auch noch lohnt.... Daß das einfach nicht in die Köppe reingeht...... *verzweifel..... Vor allem: bevor ich die teure Notfall-Behandlung zahle, geb ich das Geld doch lieber woanders aus, wo ich sehen (und nach Möglichkeit auch prüfen) kann, daß der Hund und die Vorfahren anständig aufgezogen wurden und in entsprechendem Gesundheitszustand sind?
Natürlich kann der bestaufgezogene Welpe mal krank werden und ebenfalls eine Parvo/Staupe etc. kriegen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich geringer, und selbst wenn - solange der Welpe gut aufgezogen wurde und entwurmt war etc., sind mit Sicherheit auch die Überlebenschancen größer, als wenn der Körper eh schon durch Würmer & Co. geschwächt ist. Und wer so argumentiert, daß auch Züchter-Welpen so krank werden können, ist sich wahrscheinlich nicht bewußt, was hinter einer solchen Vermehrer-Aufzucht steckt - eine Erklärung über das dahinterstehende Leid wäre da wahrscheinlich hilfreicher, um (nach dem Tod des gekauften Welpen) einen erneuten Kauf in dem Milieu zu verhindern, als bloßes Draufhauen - obwohl die Versuchung groß ist *gg - aber immerhin: wir hier im Forum wissen das vielleicht alles; aber Otto-Normalverbraucher glaubt halt immer noch, solche Vermehrer-Aufzuchten wären Ausnahmen, und jeder, der sich als Hobby-Züchter bezeichnet, wäre automatisch seriös...