Solange Du nicht mehr bei Deinen Eltern mitversichert bist, könnte es klappen, hängt aber von der Versicherung ab. Einfach nachfragen.
Beiträge von BieBoss
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Ne Staffelkollegin hatte dasselbe Problem mit ihrem Flat (8 Jahre alt). Sie hat nen Kastra-Chip setzen lassen, um zu sehen, obs dann besser wird. Wurde es. Als der Chip nimmer wirkte, gab es bislang keinen neuen, weil die durch den Chip zurückgegangene Vergrößerung nicht wiederkam.
Allerdings wurde der Hund durch den Chip halt etwas gefräßiger (Retriever auch noch *gg), und nachdem das Testosteron fehlte, auch etwas "weicher", nimmer so umuskulös und fest wie vorher, das hat man schon deutlich gemerkt, daher wollte sie die Kastra nicht machen lassen, wenns irgendwie zu umgehen ist. Und bislang, wie gesagt, hat der Hund keine Probleme mehr, und seit der Chip nichts mher wirkt, hat er auch seine gute Figur wieder.
Wenn mal homöopathisch auch was tun kann, würde ich das sogar vorher noch versuchen (da kenn ich mich net so aus), bevor ich so massiv in den Hormonhaushalt eingreife. Würde schon versuchen, ne Kastra in dem Alter zu umgehen, wie von Dir geschrieben.
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Wenn der Hund es schafft, durchzustarten, dann warst Du schlichtweg zu langsam ;-) und die Leine zu lang... *klugscheiß...... (ich darf das, weil ich die Erfahrung mit meinen 2 Terriern schon durch hab *gg)
Ganz klar - einfacher gesagt als getan.... Tip: erster Schritt ist, Deine Hündin genau zu beobachten, dann wirst Du ziemlich schnell erkennen, wo bei ihr der Moment ist, in dem sie darüber nachdenkt, was zu tun ist, bzw. sie erkennt, daß da was Interessantes kommt. Ein ganz kleiner Moment oft nur, in dem sie aufschaut zum Zielobjekt, der Körper plötzlich auf Spannung geht etc., guck sie Dir einfach genau an in so ner Situation - Du siehst ja die Objekte meist eher (weil Du größer bist und damit weiter gucken kannst), und kannst sie dann gezielt beobachten, ob sie kurz stehebleibt, bevor sie los möchte, oder wie auch immer.
Dann umgehend (wenn Du den Moment nicht erwischst, ist´s wieder zu spät, und der Hund nimmer bremsbar, wenn er mal in Bewegung ist, das kennst ja sicherlich genügend inzwischen *gg) ein gut sitzendes (!) Alternativkommando geben - Abruf (und wenns nur mit nem fröhlichen quietschenden "Heyaaaa!" ist), Hinsetzen, Hinlegen, was auch immer - oder, wenn sie darauf reagiert (ausprobieren!) einfach quietschend nen Ball in die dem Objekt entgegengesetzte Richtung werfen, sodaß sie vom Gegenstand ihres Interesses weg nach hinten rennen kann. Sollte klappen, solange der Hund noch steht. Falls er in dem Moment nicht reagieren können sollte (Ablenkung bereits zu groß), dann evtl. mit einem ungewöhnlichen Geräusch ablenken. Ich nehm dazu meinen Schlüsselbund und rassle damit ganz leise (das geht in der gesamten Geräuschkulisse nicht so unter wie z.B. die menschliche Stimme, weil wir Menschen halt doch oft den ganzen Tag quatschen), das kennen meine ganz gut und wissen, daß jetzt die letzte Chance ist, "saures Frauchen" zu verhindern *gg Dann gucken sie zu mir, und das ist der Moment, in dem sie auch für ein Alternativkommando aufnahmebereit sind.
Kommt z.B. ein Jogger, kannst Du auch, wenn sie den wahrnimmt, sagen: "komm weiter!" (notfalls mit dem Finger anstupsen, falls die Aufmerksamkeit nicht bei Dir ist, und sie zu intensiv schon beim Zielobjekt ist im Kopf) (oder auch ins Fuß nehmen, wenn das funktioniert bei Ablenkung!), und dabei das Tempo etwas beschleunigen. Dabei den Hund auf die dem Jogger/Auto etc. abgewandte Seite nehmen. Das zeigt ihr die gewünschte Alternative (weitergehen), leitet ihr Interesse weg vom Objekt (abgewandte Seite) und durch das erhöhte Tempo richtet sie evtl. ihre Aufmerksamkeit wieder eher auf Dich, weil sie gucken muß, warum Du plötzlich an Tempo zulegst. Sobald Ihr anständig vorbei seid, loben - aber ruuuuhig, nicht aufputschend.
Eine Möglichkeit ist auch, jedes Mal, wenn sie in die Leine springt, weil sie ohne Deine Freigabe wo hin möchte, einfach umzukehren, und erst wieder in die gewünschte Richtung zu gehen, wenn sie sich beruhigt hat und anständig an der Leine läuft. OK - vorwärtskommen ist anders.... *gg Aber ohne Üben geht eh nix, geal, wie Du´s anpackst. Das mußt halt dann konsequent ne Weile durchführen, bzw. kannst Du natürlich auch situationsgebundenentscheiden, wann welche Reaktion angebracht sein könnte. Wichtig ist einfach, daß sie keinen Erfolg hat, und hinrennen kann, bzw. nicht weiterkommt, wenn sie tobt an der Leine.
Alternativ: Leine nicht mehr so lang (damit Du sie im Falle des Durchstartens noch halten kannst), und dann, wenn ein Zielobjekt für den Hund in die Nähe kommt, einfach stehenbleiben wie ein Baum, wenn sie los will (Du wirst anfangs wahrscheinlich dabei dann eher spazierenstehen statt -gehen - aber nimm Dir die Zeit, rennen kann sie dann im Garten o.ä., wo ein Zaun und keine Ablenkung vorhanden ist). Nimm Dir Zeit - gaaaaanz viiiel Zeit. Warte. Warte immer noch. Sie kann an der langen Leine gucken, Terz machen, sich auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln, oder zum Himmel hochspringen. Egal. Warte. Und nochmal warte. Nix sagen, sie kanns dann grad eh net aufnehmen. Warten. Iiiiirgendwann wird sie wieder runterkommen - von alleine. Und genau das bestätigst Du dann. Also, wenn sie sich z.B. schüttelt ("Streß abschütteln"), anfängt, rumzuschnuppern (um sich zu beruhigen), die Spannung an der Leine verringert, oder sogar mal nach Dir guckt. Das kann bei den ersten Malen ewig dauern, aber sie wird lernen, und es wird immer schneller gehen, daß sie wieder in der Lage ist, sich Dir zuzuwenden und den Kopf freimacht. Dann umgehend loben, beim ersten Anzeichen schon, evtl. weiterhelfen mit "jaaa, sooo ists fein, komm her", damit sie sich net nochmal rumdreht, sondern zu Dir kommen kann - weg vom Objekt ihrer Begierde. Dabei selbst ganz ruhig bleiben, denn der Hund spürt, ob Du cool bleibst oder innerlich aufgewühlt bist, und ihn am liebsten an die Wand nageln möchtest *gg (das zeigt ihm, daß das Objekt seiner Begierde echt spannend ist, wenn sogar Frauchen aufgeregt ist!! Also vollkommen kontraproduktiv.) Ruhe vermitteln mit der ganzen Körpersprache und Einstellung.
Diese Variante hat den Vorteil, daß sie mit der Zeit lernt, sich selbst ohne Kommando nach ner Weile wieder runterzufahren - und dafür wird sie dann von Dir bestätigt, und es kann weitergehen. Irgendwann kann sie sich dann so weit beherrschen, daß sie sich schon beim ersten Anblick nimmer so hochpuscht (sie lernt ja, daß sie mit ihrem "Getue"an der Leine keinen Erfolg hat und nicht hinkommt), und Du kannst das Auto/den Jogger ruhig passieren. Man muß es halt aushalten können, wenn dann Passanten kommen, Dich angucken, und Euch für bekloppt erklären oder Dich Tierquäler schimpfen, weil´s grad an der leine kreischt wie blöd *gg - aber halt Dir dann vor Augen: in nem halben Jahr gehst Du grinsend an denen vorbei, mit nem ruhigen Hund - also übersieh solche Leute einfach *gg Wer zuletzt lacht, lacht am besten!
Generell gucken, wenn Du in Gebieten unterwegs bist, wo das passieren kann, daß Du den Hund nicht allzusehr aufputschst (mit Spielen, Bällchenwerfen, Rennenlassen)- denn je weiter ein Hund hochgedreht ist, desto eher wird er auf Anreize reagieren, desto geringfügiger muß die Ablenkung sein, die ihn dann durchstarten läßt.
Generell würde ich mit einem Jagdhund (Pudel und Labradore sind beides ursprünglich Rassen aus dem jagdlichen Bereich, also ehem. richtige Gebrauchshunde, was heute oft noch sehr deutlich zu sehen ist) immer versuchen, eine jagdliche Auslastung zu bieten. Ob das Fährten ist, kleine Suchspiele im Garten/Park, Zielobjektsuche, oder auch eine ernsthafte Aufgabe wie Mantrailing o.ä. - egal. Ich habe mit meinen Terriern festgestellt, daß, je besser sie ausgelastet sind, sie sich desto weniger irgendwelche Anreize suchen, um durchstarten zu können. Wenn die net ausgelastet sind, reicht u.U. da Rascheln von einigen Blättern im Wald als Anreiz, um durchzustarten. Solange sie regelmäßig im Training sind (Mantrailing, hobbymäßig), kann ich sogar mit Bossi ab und an im Wald ohne Leine gehen, und er läßt sich problemlos aus dem Gebüsch rausrufen, bzw. korrigiert sich inzwischen sogar selbst, geht 2 Schritte vom Wegrand, späht kurz rein in den Wald, und geht selbständig (!) wieder raus. Vor einigen Jahren noch war der weg, wenn er auch nur das Klicken des Karabiners beim Ableinen gehört hat, er war schlichtweg nicht in der Lage, sich zu beherrschen.
Aus diesem Grunde würde ich auch nicht mit Korrekturen arbeiten, sprich, den Hund einschüchtern o.ä., wenn er so hochdreht - weil ich inzwischen weiß, daß der Hund einfach nicht in der Lage ist, sich zu beherrschen in dem Moment, der Anreiz ist zu stark, und er kann sich (noch) nicht so weit beherrschen, daß er ruhig bleibt. Und für etwas, das der Hund noch nicht kann, brauche ich ihn nicht anzuherrschen oder körperlich zu werden, dabei lernt er schlichtweg nix.
Parallel kannst Du an Impulskontrolle arbeiten. Wurde hier schon geschildert: Leine dran, Ball o.ä. wegwerfen, dann auf Kommando das Teil holen lassen. Gesichert mit Linee, damit sie dem Impuls, sofort nachzurennen, nicht nachgeben kann. Wenn das klappt, im Sitz/Platz testen. Wenn das geht, mal ohne Leine testen, dann aber den Ball beim ersten Versuch nur leicht anschubsen, langsam wegkullern lassen, damit der Reiz nicht so groß ist, und Du keinen Mißerfolg reinbringst, weil sie doch weider losrennt. Dann etwas weiter wegkullern, wenn das geklappt hatte, etc. Oder: will sie zu nem anderen Hund rennen, errstmal absitzen lassen, sich beruhigen lassen, und erst auf Deine Freigabe hin laufenlassen. Solange Hund an Leine tobt, darf sei net hin, Beherrschung ist hier gewünscht von ihr. Will sie ans Futter, muß sie erstmal irgendwas machen (Sitz, Platz, Bleib, Warte, egal - nur irgendwas, das verlangt, daß sie sich net gleich unbeherrscht aufs Futter stürzt), bevor Du Freigabe erteilst, hinzugehen (Voraussetzung: Freigabekommando einführen, hilft oft weiter). Da gibt´s tausend Gelegenheiten im Alltag, das zu üben - weillst Du zur Türe raus, muß sie erst warten, bis Du sie freigibst, daß sie mit kann etc.pp.
Ansonsten: Rückruftraining bis zum Erbrechen von Hund und Halter *gg Erst an der Schlepp in ablenkungsarmem Gebiet, dann mal ohne Ablenkung im Freilauf - aber (wie beim Welpen) immer nur dann rufen, wenn Du sehr sicher bist, daß sie kommen wird, also wenn sie fast schon unterwegs zu Dir ist (z.b. locken mit Geräusch oder Nennen ihres Namens, sie guckt Dich an, und dann erst KOMM-Kommando rufen, weil die Wahrscheinlichkeit dann sehr groß ist, daß sie´s befolgt)! JEDEN befolgten Rückruf super bestätigen mit dem, was sie toll findet: Rennen, Leckerli, Zerrspiel, etc. Immer Party. Ich nehm heute noch ab und an z.B. Leberwurstdöschen mit und bestätige Bossis Rückruf damit, weil der das Wichtigste Kommando überhaupt ist - ohne funktionierenden Rückruf kein Freilauf! Die Bestätigung fürs Abrufenlasseen kannst Du schon geben, sobald sie losrennt, oder Dir den Kopf zuwendet: "Jawoll, sooo ist feiiin, komm her....Ja feiiiiiin....Suuuper" - sodaß Du die ganze Zeit beim Zurücklaufen begeistert unterstützt, dann wird sie nen Heidenspaß daran haben, zu Dir rennen zu dürfen!
Ich hab auch nen Pfiff eingeführt, und nutze dafür eine Schiedsrichterpfeife. Die ist so laut, da haut´s Dir selbst die Ohren raus - aber den Hund reißt´s in 99% aller Fälle richtig herum und er kommt im Schweinsgalopp an. Weil der Pfeifton halt weit über die tägliche Geräuschkulisse (das Grundrauschen durch ständiges Gelaber des Menschen) hinaus hörbar ist, durch Tonfall und Lautstärke. Richtiges Training: Hudn neben Dir, Pfiff - Futter geben. Hun detwas weiter weg - Pfiff, Futter geben. Zuerst im Haus, dann im Garten, dann draußen mit wenig Ablenkung etc. Und immer Superleckerli geben, und Party, wenn´s funktioniert. SOLLTE es mal nicht funktionieren, dann war die Entfernung des Hundes noch zu groß, oder die Ablenkung zu groß, dann geh nochmal nen Schritt zurück.
Wichtig: wenn Du den Hund rufst - laß ihn in 99% der Fälle dann wieder weiterlaufen ohne Leine. Sie darf auf keinen Fall verknüpfen, daß wenn Frauchen ruft, der Spaß immer zu Ende ist - im Gegenteil: wenn Fraule ruft, lohnt sich das Kommen, dann passiert immer was besonders Tolles (Leckerli, Spieli werfen, irgendwas suchen, kleine Aufgabe, die sie gerne ausführt und schon kann, z.B. Sachen bringen, gemeinsames Rennspiel, etc.). Wenn Du sie dann MAL anleinst nach dem Rückruf, tut das nicht weh. Aber generell ist der erfolgte Rückruf was Tolles, und wird nicht "bestraft" (aus Hundesicht) mit Anleinen, und erfolgt fast immer "einfach so", nicht, wenn da vorne ein Reh/Auto/Jogger kommt! Sonst hast Du in Nullkommanix nen Hund, der "sagt": "Was, die Alte ruft? Dann muß da vorne was Spannendes kommen!", und so wird der Abruf zum Signal, daß sie wegrennen muß, weil sie sonst das Spannende da vorne versäumen könnte, was Du ihr auch noch selbst "angekündigt" hast. Wäre ja schön blöd... *gg
Weiterhin: auf den Radius achten, den Dein Hund hat. Je weiter der Hund weg ist, desto weniger kann ich als Hundeführer Einfluß nehmen. Ein STOP-Schrei (wenn das Kommando bekannt ist) im Notfall hilft vielleicht noch, wenn der Hund neben Dir läuft - in 20-30 Metern Entfernung ist die Ablenkung schon so groß im Vergleich zu der Wirkung des Schreis, daß dieser ignoriert werden wird. Bei Bossi ist es so, daß ich den Radius nicht generell auf xy Metern halte, sondern nach Tagesform anpasse. Ist er ausgelastet und ruhig, trabt oder galoppelt vor sich hin (langsam geht net beim Terrier *gg), hört auf jeden Rückruf, guckt selbständig nach mir, zeigt er mir damit, daß er mich im Hinterkopf hat, und auf mich achtet, dann darf er relativ weit weggehen. Ist er nervös, hektisch, macht aufgeregte Sprünge im Laufen, riecht an jedem Mausloch, hat 4 Wochen lang nicht mehr getrailt, geht jeder Spur nach, Nase NUR am Boden, scannt zitternd vor Aufregung Waldränder (Wildsicht ist für ihn gern mal Signal zum Losrennen), oder hört erst auf den 3. bis hundertsten Rückruf, dann wird der Radius zunehmend kleiner, bzw. er kommt ne Weile an die Leine und ich mache z.B. etwas Unterordnung, freudig, nicht als Strafe, sondern weil er dabei gewöhnlich gut runterkommt (weil er gern mit mir arbeitet) und seinen Kopf wieder ein bisserl mir zuwendet, das Hirn dann sozusagen wieder geradeaus denken kann. Oder ich spiele etwas Ruhiges mit ihm zusammen, um ihn auf mich zu fokussieren. Dann kann er evtl. wieder ohne Leine. Das hilft ihm sozusagen, wieder runterzukommen von seinem "Trip".

Du kannst Dir mal das Buch Anti-Jagdtraining von Pia Gröning anschaffen, ist jedem Jagender-Hund-Besitzer nur zu empfehlen, auch ich habe Einiges daraus für mich umsetzen können:
Nicht alles, das muß man selbst entscheiden, was beim eigenen Hund paßt und was nicht (ich bestätige Bossi z.B. nicht damit, dann doch Wildspuren hinterhergehen zu dürfen o.ä., weil ich das nicht gebrauchen kann, weder beim Trailen, noch will ich ihm überhaupt signalisieren, daß Wildspuren toll sind.), und da gibt´s wirklich ganz viele Möglichkeiten.Es ist keine einfache Aufgabe, einen jagenden Hund unter Kontrolle zu kriegen (den Jagdtrieb kannst net abtrainieren, so wenig wie man ein Bein abtrainieren kann! Der ist einfach mitgekaufter Bestandteil vom Hund.), und es wird ne Weile dauern. Aber irgendwann, so nach und nach, greifen die einzelnen Maßnahmen, und Du wirst sehen, daß es immer mehr Situationen gibt, die Ihr dann zusammen meistern könnt, der Hund immer ruhiger wird, und auch lernt, sich selbst zu beherrschen. Dann wird das Spazierengehen wieder entspannter. Momentan ist leinenloses Spazierengehen mit Handy am Ohr und 27 Freunden zu Quatschen dabei eben nicht möglich, weil Du den Hund im Auge behalten und lesen können mußt, die Konzentration also bei ihr liegen muß, damit sie keine Chance hat, wieder loszurennen. Nach jedem Erfolg (allein das Hetzen ist ein Erfolg, da braucht´s net mal nen erlegten Hasen dazu!) kannst wieder ein halbes Jahr im Training zurückgehen..... Evtl. wird das nie ein "ich quatsch entspannt beim Gassi"-Hund - aber es wird sicherlich besser werden und entspannter als heute, wenn Du dranbleibst, und von allen möglichen Seiten daran arbeitest. Nach und nach... ;-) Viel Erfolg!
PS: außerdem vergiß nicht, daß solche Situationen, in denen der Hund jedes Mal aufs Neue wieder hochdreht, Streß pur sind für den Hund. Mitsamt Adrenalinausschüttung und allem, was dazugehört. Bis das Zeugs im Körper abgebaut ist, das dauert TAGE! (ein Grund, warum ich z.B. nie in Tier-/Wildparks gehen würde zwecks Gewöhnung an Wild etc. - einmal ausgetestet, 2 Tage später war mir der Hund nach langer Zeit erstmalig wieder durchgebrannt! Weil er mir zu hoch fährt dabei. Und die Nase spezialisiert sich mit zunehmender Übung auf den Wildgeruch, riecht immer feinere Wildspuren unterwegs-das brauch ich net. Was beim Training eines Suchhundes auf einen bestimmten Geruchsstoff (Drogen/Menschen, was auch immer) gewünscht ist, kann sich hier zum Nachteil auswachsen.....)
Und wenn er in der Zeit, bis das abgebaut wird, weiterhin dauernd Anreize kriegt, so hochzudrehen (Du kannst ja fahrende Autos fast nicht vermeiden), dann kommt er nie so richtig runter. Kannst mal googeln, findest bestimmt was über die physiologischen Vorgänge im Körper, die so dahinterstehen, wenn der Hund im Streß ist, gibt´s genug Studien. Erstens ist das nicht gesund, und zweitens, siehe oben: je mehr der Hund schon unter Streß und aufgewühlt ist, desto schneller reagiert er auf kleinste Anreize. Insofern: gut, daß Du jetzt dagegen angehen willst, halt durch, schon im Sinne des Hundes, damit der nimmer so unter Streß leben muß, und auch für Dich, damit die Spaziergänge wieder entspannter sind. -
Kommt wahrscheinlich auf den Doc und die Situation an. Wenn man wegen Flöhen kommt, wird er sicherlich kein großen Blutbild anfertigen lassen, um nach Mittelmeerkrankheiten zu schauen, wenns keinen Anlaß zu der Befürchtung gibt.
Wenn man dazusagt, daß der Hund von privat oder von nem Vermehrer ist, wird der Doc auch eher mal draufschauen, obs Anzeichen für die Klassiker (Staupe/Parvo) gibt, als wenn man zum 1.000sten Mal zur Routine-Impfung kommt.
Würde halt einfach mal (im Verdachtsfall natürlich nur) dazusagen, daß Hundi derzeit a weng langsam ist und vorher lebhafter war, ob er mal draufgucken kann, dann wird er zumindest mal Evtl. Fieber messen, Pulsschlag anhören, abtasten oder nach sonstigen Auffälligkeiten fragen.
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Warum nutzt man dafür eigentlich so bekloppte Silben, statt einfach ganz normal und ruhig mit dem Hund zu sprechen? Sowas: "ja, feiiiin Fuß, weiter"..... "Sooooo is gut" - oder, wenn er grad auf den Rückruf hin im Anmarsch ist: "Jawoll, sooo is feiiiin!" in quietschendem Tonfall? Oder ein ganz lang gezogenes "priiiiiiimaaa! in erfreutem Tonfall. Man kann sich doch so auch ganz normal mit dem Hund verständigen, da gibt´s doch tausend Möglichkeiten, und die Stimme bietet dabei die Möglichkeit, zu motivieren im Sinne von "keep going", oder zu beruhigen im Sinne "Bleib genau da, wo Du bist, das ist richtig".
Oder wenn der Hund sich (auf Kommando "liegen" z.B.) schön hingelegt hat und beim Bürsten liegenbleibt, ganz normal "so is fein, schöööön liegen"- da muß ich doch net "lalala" oder "pipipi(ep)" *gg oder sowas sagen. ich glaub, manchmal halten die Hunde uns bestimmt für vollkommen bekloppt á la "was hat se denn jetzt, tut der was weh?"

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Es kann vollkommen normal sein, wenn ein Welpe langsam ankommt, und die erste Aufregung vorbei ist, daß er dann einfach ruhiger schlafen kann als sonst.
Aber angesichts der Tatsache, daß Du schreibst, er sei schon mit Flöhen bei Dir angekommen - sowas passiert glaub ich kaum bei nem seriösen Züchter, da wird alles entwurmt und parasitengeschützt abgegeben normalerweise-, könnte es natürlich auch sein, daß Dein neuer Mitbewohner nicht nur die flohigen Schwarzfahrer, sondern auch noch andere Krankheiten mitgebracht hat, und deswegen ruhiger wird, weil der kleine Körper einfach gegen irgendwas kämpft. Solltest ihn also zumindest in nächster Zeit genauer beobachten, ob er in den Wachphasen sich normal temperamentvoll verhält, und tatsächlich nur langsam "ankommt". Sollte sein Spielen auch verhaltener werden o.ä., würd ich vorsichtshalber mal nen Doc draufgucken lassen. Lieber einmal zu viel hingerannt, als hinterher irgendwas verschleppt, was man früher hätte erkennen können.
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Dass die Meerschweinchen zerfleischt worden sind und der Pudel gebissen ist natürlich schlimm, aber schläfert man "nur" ( keinesfalls verharmlosend gemeint) deswegen schon ein ? Ist das nicht eher Verletzung der Aufsichtspflicht vom Halter ?Ja, ganz klar Aufsichtspflicht verletzt......
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Armes Hundchen.... ;-(
Ich glaub ebenfalls, daß der nicht Hund unbedingt gefährlich wäre - ich schätze die Situation von Deiner Beschreibung her so ein, daß die Hündin einfach die bei Dir "gefundenen" Kaninchen als ihre betrachtet hat, und "ihre" Beute gegen Dich verteidigen wolte, als Du kamst, also eine klassische Ressourcenverteidigung. Wenn Du also paar Schritte von den Ninchen weg gemacht hättest, hätt sie sich bestimmt wieder beruhigt - nur so alt Tip fürs nächste Mal (das hoffentlich net vorkommt....).
Wenn ein Hund Meeris und Kaninchen zum Fressen gern hat, ist das noch lange kein Zeichen von Gefährlichkeit *hust..... sonst hätt ich 2 Monsterhunde daheim *gg Bossi findet die eigenen Katzen toll, aber bei fremden bricht voll der Jagdtrieb durch, und Frieda läßt da in keinster Weise mit sich reden, auch nicht in Bezug auf unsere eigenen Katzen, da muß ich strikt trennen.
Daß sie sich auf Hunde stürzt, ist allerdings schon ein Problem (ist ja auch für dessen Halter jeweils gefährlich, man versucht ja doch immer, dem eigenen Hund zu helfen), und wenn Leute vorbeigehen am Grundstück, und sie meint, sie müßte das verteidigen, ist auch net sooooo prickelnd, um nicht zu sagen äußerst gefährlich.
Allerdings könnte man mit Sicherheit daran arbeiten, wenn der Hund zu nem vernünftigen souveränen Halter kommt. Evtl. verordnet das Amt auch erstmal ne geschlossene Umzäunung für´s Grundstück. Pauschal einzuschläfern wäre daher in meinen Augen echt verfrüht. Die Frage ist halt, daß dann vielleicht dem Hund geholfen wäre, aber ob die sich dann wie von Dir vermutet nicht wieder nen neuen Hund holen, sodaß der dann halt unter der Haltung leidet und genauso wird....
Abgesehen davon: so wie Du das beschreibst, ist das doch keine Kettenhaltung: wenn der Hund meist entweder mit dem Halter unterwegs oder im Haus, jedenfalls nicht an der Kette ist, das verstehe ich nicht unter einer Kettenhaltung. Wenn ich im Garten arbeite, und der Bossi wieder mal die Fliege macht (durchs Loch im Zaun und dann durch den Fluß in den Park), um seine Kumpels zu suchen und ne Runde durch den Park zu strawanzen, die kleine Mistkröte, dann rufe ich ihn auch zurück, und dann liegt er halt nach dem 3. Versuch mal 1-2 Stunden im Garten mit der Schlepp am Baum festgebunden im Schatten, weil ich keinen Bock habe, dauernd den Hals nach ihm zu verdrehen, oder ihn wieder hereinzurufen. Sowas ist doch keine Kettenhaltung (jetzt mal ab von Schleppe oder Kette), sondern kurzfristige Sicherung. Oder liegt die überwiegend an der Kette (ohne Protokollierung kannst das nicht nachweisen, und dann mußt halt mal ein paar Tage "auf der Lauer" liegen. Für mich fiele sowas aber schon fast unter stalken.....)?
Und besser, dieser Hund liegt, wenn er dann mal ne Weile im Hof ist, an ner Kette, als daß er die Passanten dann tatsächlich angeht aus einer Ressourcenverteidigung raus ("MEIN Hof!"). Vielleicht denken die Besitzer sogar, daß sie dem Hund was Gutes tun, weil er dann mal rauskommt, und net in der Bude versauert..... (daher erstmal ansprechen, dabei taktisch klug raussuchen, welche Person im Haushalt mehr Erfolg verspricht.... *gg)
Es gibt viele nicht wirklich ausgelastete Hunde, darunter z.B. solche Hofhunde. Schade, aber ist halt so, wir können net die ganze Welt verbessern..... ;-) Daß die mal im Hof/an der Kette groß rumkläffen oder auf nen andern Hund losgehen, ist für ein Ordnungsamt sicher nix Aufregendes. Daß Hunde (bes. auf dem Land) mal rumstreunen, ebenfalls nicht. Wenn diese auf andere Hunde losgehen, kann deren Halter zumindest Schadensersatz verlangen oder ein Ordnungsamt nen Leinenzwang oder Maulkorbzwang für den Streuner anordnen - aber eingeschläfert wird der mit Sicherheit nicht gleich.......
@Trina87: ein Knurren/Lefzenheben/Starrwerden ist noch lange keine Aggression, das ist Kommunikation, und bedeutet: geh weg von meiner Beute/meinem Grundstück, oder "laß mich in Ruhe" oder was auch immer, je nach Situation - eine Warnung, mehr nicht. Darin sehe ich keinerlei Aggression gegenüber Menschen. Die käme höchstens dann zum Tragen, wenn sie dann trotzdem vom Menschen bedrängt würde - und selbst das wäre für mich ein Fall von "selbst schuld".... Ist ja nun wirklich net mißzuverstehen, wenn ein Hund Zähne zeigt und knurrt, daß der grad nicht geknuddelt werden möchte....... Daß das im Falle von Kindern (oder allgemein Hunde-unkundigen Personen), die dem Hund unvorhergesehen gegenüberstehen, gefährlich werden kann - gar keine Frage. Aber deswegen ist der Hund an sich noch lange nicht gefährlich aggressiv und müßte eingeschläfert werden.
Wie gesagt - das alles nur beurteilt nach der hier vorliegenden Schilderung, ich kenne weder Hund noch Halter noch hab ich die jeweiligen Situationen gesehn.....
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Meine heutige Erkenntnis: wir vereinsamen auf unseren Gassigängen zusehens, weil wir alle Angebote zwecks Spielen mit Artgenossen ablehnen müssen weil mein Rüde vom Vorbesitzer derart schlecht sozialisiert worden ist.

Hey - *mutmach.... Sieh´s doch mal anders: Du gibst Deinem Rüden damit Gelassenheit und ersparst ihm haufenweise Streß. Sieh es nicht als vereinsamen, sondern als Relax-Spaziergang, auch für Dich, und genieß die Ruhe - und wenn Du wen treffen willst, dann ruf ne Freundin an und trefft Euch im Café - frisch relaxt, versteht sich *gg
Nicht jeder Hund will spielen oder muß spielen wollen. Mein Fusselchen ist auch nicht gerade ein großer Fan anderer Hunde *packundfrißdenfeind.... Ich seh´s als meinen Job, ihr ihr Leben nicht unnötig schwer zu machen, indem ich andere Hunde zu ihr lasse, und genieße es inzwischen mit ihr, wenn ich ungestört eigenen Gedanken nachhängen kann, ohne alle paar Meter fremde Hunde bespielen und bespaßen zu müssen mit Hilfe meines Hundes. Das kann nämlich auch ätzend sein, wenn man mit dem Hund wohin möchte, und jeder, der Dir entgegenkommt, kennt Dich und Deinen Hund und möchte die zusammen ne Runde laufen lassen, weil Deiner ja auf Abruf immer zurückkommt und seinen nicht-gehorchenden dann mitbringt *gg Oder weil das Rennen der Hunde ihren Hund so schön auslastet..... Meine Hunde sind doch nicht da, um andere zu bespaßen...... Ab und an - gerne, der Bossi freut sich darüber, logo (Bienchen sind die anderen Hunde wurscht). Aber net grundsätzlich und immer, und dann bin ich froh, wenn ich nur die Fussel dabei hab und die Leute Abstand halten, weil sie wissen, was sie von anderen Hunden hält... ;-)
Ich hab das auch erst lernen müssen, zu genießen. Frieda selbst leidet ganz bestimmt nicht darunter, wenn sie mit anderen nicht spielen darf, im Gegenteil, die ist dankbar für jeden, den ich fernhalte, und lernt immer mehr, mir dahingehend zu vertrauen.
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Was hälst von einem ganz stinknormalen Namen, bei dem man sich net schämt, wenn man den auf der Wiese rufen muß, und auch nicht jedem zweiten bis dritten Passanten/Hundehalter erstmal buchstabieren muß, bis dieser kopfschüttelnd weitergeht...... *gg
Muß ja nicht gleich LUMPI oder HASSO sein oder so - aber immer dieser Trend zu außergewöhnlich - anders - besonders...... Ich weißt net recht......
Wir hatten in der Staffel auch so jemanden, die hat Borders gesammelt - mit total exotischen Maori-Namen. War zwar alles gaaanz toll und klangvoll, aber kein Mensch hat sich die Namen der Hunde merken geschweige denn sie richtig aussprechen können.....