Beiträge von BieBoss

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    ......aber ich frage mich, ob es nicht noch andere Tricks und Kniffe gibt, die ihr ein bisschen mehr Selbstvertrauen geben.

    Ja - Aufgaben selbst bewältigen lassen. Versteck Leckerli daheim oder unterwegs, und laß sie suchen. Daheim kannst Dich dabei ins Wohnzimmer setzen, sodaß sie alleine arbeiten "muß". Oder laß sie unterwegs irgendwo rüberklettern, und versuche dann, das auf immer größere Distanzen hinzubekommen, sodaß sie merkt, SIE bringt das alles fertig, und es liegt nicht an Deiner direkten Gegenwart.

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    ........
    Was macht man, wenn man die Tierarztkosten bei einem Beißvorfall nicht direkt bezahlen kann.
    ......

    Ich denk mal, die Annahme schließt ein, daß die ec-Karte gerade nicht nutzbar ist, weil Konto leergeräumt..... *gg

    Ich hatte es schonmal, daß Bossi ein Loch im Bein hatte nach ner kurzen Klopperei, zum Doc bin und vor Aufregung (Oh Gott, es bluuuuutet..... *gg) die Kohle vergessen hatte. War gar kein Problem, der TA kennt mich, und gut war´s. Bei nem anderen TA von mir konnte ich sogar die Zahlung der ersten Rechnung schon aufs Ende der Behandlung legen, damit er alles auf eine Rechnung schreiben konnte (war sein Vorschlag, net meiner, ich hatte genug Geld dabei.)

    Ich halte mir genau für solche Fälle mehrere Ärzte (hihi - das hört sich lustig an...), damit ich eben net in ner Tierklinik irgendwann dastehe mit nem Hund, der nicht behandelt wird, nur weil ich kein Geld dabei habe. Größere geplante OPs würde ich wohl am ehesten in der TK machenlassen (die kann ich aber auch planen, auch im Hinblick auf Kosten), aber für Beißvorfälle, also kleinere Löchlein etc., das kann mein Doc auch locker.... Und ich muß net so weit fahren, zur TK meiner Wahl hätt ich 60 km einfach - da bin ich beim Doc schneller.

    Wichtig: Halsband mit Adreßanhänger mit Adresse zuhause und Adresse am Urlaubsort sowie Eurer Handynummer mit drauf.

    Tierarztadressen in der Nähe vorher eruieren - nur für alle Fälle.

    Wofür braucht der Hund ein Faltboot?? ;-)

    Eine Alternative hast Du vergessen: es gibt nicht nur die Variante Hund dort lassen oder in Urlaub fahren - es gibt auch die Variante Urlaub absagen/verschieben, wenn das rechtzeitig (also jetzt gleich!) passiert, entstehen meist keine Stornokosten. In der Hauptsaison kriegen die den Platz locker weiterverkauft im Hotel.
    Weitere Alternative: Welpe aus dem nächsten Wurf in Absprache mit dem Züchter.....

    Ich würde mit so nem kleinen Welpen auch auf keinen Fall wegfahren. Der muß doch erstmal daheim ankommen, und lernen, wer zur Familie gehört, das Umfeld kennenlernen etc.

    Mein Ansatz wäre auch den von Luna77: Orientierung in Deine Richtung bestätigen.

    Die Frage lautet ja: was tust Du, damit Du so interessant bist, daß der Hund sich auf Dich konzentriert? Wenn Du einfach hinter ihm "herstolperst", und Ihr nicht gemeinsam auf dem Spaziergang Dinge erlebt, ist es klar, daß Du für den Hund nur ein "Klotz am Bein" bist - warum sollte er sich für Dich interessieren, wenn von Dir nix kommt, wenn Du verstehst, was ich meine.

    Zeig ihm, daß es sich lohnt, auf Dich zu gucken. Bei Dir gibt´s Spaß. Bei Dir gibt´s Futter. Bei Dir wrid er vor Fremdhunden beschützt. Mit Dir zusammen kann man was erleben - Hindernisse z.B., die gemeinsam bewältigt werden.

    Das kannst Du erreichen z.B., wenn Du Leckerli dabei hast, und er die für kleine bewältigte Aufgaben erhält (erstmal z.B. ein einfaches Sitz, das er schon aus der Wohnung kennt). Jedes Kopf-Drehen in Deine Richtung oder jedes Warten auf Dich bestätigen. Zeig ihm, daß er nur über Dich ans Ziel kommt, z.B. indem Du ein Spielzeug oder Leckerli wirfst, Hund ist an der Leine, und erst, wenn er sich auf Kommando gesetzt hat (o.ä.), darf er das holen (Freigabekommando von Dir). Will er Futter, muß er erst was für Dich tun (und wenns ein Bellen auf Kommando ist daheim...), damit er dran darf. Will er mit in die Küche, muß er Dich erstmal angucken, bevor er Freigabe kriegt, sonst wird er wieder rausgeschickt.

    Ohne Deine Freigabe kommt er eben nicht mehr ans Ziel. So wird er sich mehr und mehr an Dir orientieren, weil er nur dann ans Ziel kommt. Auch das natürlich wie jedes Training erstmal in ablenkungsarmer Gegend, dann mal draußen, wenn niemand kommt, etc. Denn Du kannst ein SITZ, daß innen nicht klappt, nicht verlangen in einer ohnehin schon angespannten Situation, wo der Hund auf 180 ist.... Das wird nicht klappen.

    PS: ein Machtspiel ist das sicherlich nicht an dieser Stelle. Der Hund ist eben schlichtweg noch nicht in der Lage, sich auf den Halter zu konzentrieren (zu hochgedreht), Machtausübung wird da nicht weiterhelfen. Trotzdem würde mich mal interessieren, wie Dein Trainer, Julia 1084, dem Hund in 10 Minuten beigebracht hat, daß Du "der Chef" bist...... ;-)

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    Jemand hatte geschrieben, dass man sie mit 2-mal die Woche Kopftraining auspowern könnte. Finde den Beitrag gerade leider nicht mehr. Das hatte auch der Hundetrainer gesagt und probiert. Aber das hatte nicht geholfen. Wir hatten keinen Erfolg damit. Aber nenn mir doch mal bitte 1-2 Programme, die ich testen kann. Das wäre ja unglaublich, wenn das die Lösung wäre....

    Ich war das ;-) Bei mir werden die Hunde über Sucharbeit ausgelastet, Biene in der Flächensuche, Bossi und Frieda übers Trailen (hobbymäßig; nur Biene geht in Einsatz). Die eigentliche Arbeit für den Hund ist am Trainingstag vielleicht ne halbe Stunde, ich selbst bin etwas länger unterwegs, weil man selbst sich natürlich für die Hunde der anderen Gruppenmitglieder auch ins Versteck legen muß..... Fürs Trailen (Gruppe mit 3 HH/4 Hunden und 2-3 Helfern) bin ich meist nen halben Tag unterwegs. Generell lernt der Hund bei der Sucharbeit, konzentriert zu arbeiten, fährt nicht hoch (wie beim Bällchenwerfen), und meine Terrier liegen hinterher "scheintot" :headbash: im Auto und dann daheim und rühren sich nimmer bis zum abendlichen Gassigehen. Seit ich das mache, sind die auch daheim sehr ruhig, und beim Gassigehen brauch ich nicht mehr 3x täglich ne ganze Stunde unterwegs zu sein, man merkt einfach, daß es denen reicht.

    Ich denke, mit Zielobjektsuche oder Fährtentraining oder Geruchsunterscheidungsspielchen (geht mit Teesorten oder Gewürzen; geht auch daheim im Wohnzimmer) kann man dasselbe Ergebnis erreichen - mit dem Vorteil, wenn Ihr zu zweit seid, könnt Ihr auch unabhängig von anderen Leuten und damit ne kürzere Zeitdauer trainieren, sodaß man nicht den ganzen Tag dafür unterwegs ist. Allerdings würde ich mir das von nem guten Trainer zeigen lassen, wenn ich das noch nie selbst aufgebaut habe beim Hund. Literatur alleine sieht nicht, wenn Du was falsch machst, und der Hund das deswegen nicht begreift, was er soll.

    Sicherlich wäre es für den Hund komplett neu, sich darauf einzulassen, und sie würde wahrscheinlich auch ne Weile brauchen, um sich umzustellen. Aber den Ball würde ich definitiv für immer und ewig in die Schublade verbannen, wenn die da so drauf reragiert (obwohl Ihr ihn ja nicht verkehrt genutzt habt, wenn Ihr sie erstmal habt absitzen lassen, bevor sie ihn holt etc.). Höchstens noch für ein Anti-JAgdtraining o.ä., wo Ihr ne absoulte superduper-Belohnung bräuchtet, würd ich den noch verwenden.

    Aber - bei den neuen Besitzern hätte sie sicherlich auch ne komplette Umstellung, eben in den Personen, der Umgebung, dem Tagesablauf etc.

    Vielen Dank, daß Du nochmal geschildert hast, was Ihr schon alles für die Maus getan habt - da seid ihr ja schon durch Einiges durch mit ihr......

    Wenn Ihr es wirklich nochmal probieren wollen solltet (zumal eine Chance besteht, daß das 2015 besser wird mit der Wohnsituation), würde ich auf alle Fälle mehrgleisig fahren wollen, mit allem, was hier so vorgeschlagen wurde (ich würde mir ein richtiges Programm machen und Punkt für Punkt in den Prioritäten festlegen und abhaken wollen): nochmal ein anderer Trainer (der sich evtl. auch mit Dobis auskennt, wenn sie "speziell" sind, hab mal ne Trainer-Website gesehen, wo sich jemand als Spezialist für "verhaltensoriginelle Hunde" auswies *gg Sowas z.B.), Ball komplett (!) weg, einen immer gleichmäßigen nachvollziehbaren Tagesablauf mit viel Ruhe und festen Zeiten für Futter/Spiel/Gassi/Kuschelrunde etc., selbst Ruhe vermitteln - wer selbst nervös/genervt ist, kriegt kaum Ruhe in den Hund), (gibt vielleicht nen Rahmen, manche Hunde brauchen das), ruhige konzentrierte Beschäftigung her (erstmal in kleinsten Dosen, dafür etwas häufiger, weil sie durch das "hochgepuschtsein" keine lange Konzentration haben wird, das muß erst wachsen), Schilddrüsenprofil und evtl. nen Verhaltenstherapeuten, der sich mal genau die Situationen ansieht, in denen der Hund -ich drücks mal salopp aus- "spinnt". Wann hat das angefangen (war z.B. der andere Hund da schon da? Vielleicht stimmt zwischen denen einfach was net?). Wann passiert es, unter welchen Voraussetzungen, was ist vorher vorgekommen (wie lange Gassi vorher, wann gefressen etc., die komplette Situation angucken lassen; Buch führen kann helfen), was füttert Ihr (sehr getreidehaltiges Futter bzw. solches falscher Zusammensetzung generell kann z.B. auch den Hund hochdrehen!), was haben die Situationen, in denen es passiert ist (im Haus UND jetzt) gemeinsam, etc. Aber auch gucken, ob der Hund von so nem Züchter ist, der nicht ganz "saubere" Exemplare vermehrt - denn da würden, wie schon erwähnt, wahrscheinlich viele Maßnahmen nicht greifen. Da muß man dann natürlich schon entscheiden, ob (neben der Bereitschaft) die Zeit dafür tatsächlich da wäre bei Euch, ohne daß Ihr Euch selbst komplett aufreibt (denn das bringt dem Hund ja dann auch nix *gg wenn Ihr mit den Nerven am Ende seid), und ohne daß der zweite Hund (der ja auch keine Schlaftablette her sein dürfte von der Veranlagung) darunter leidet. Abgesehen davon muß natürlich im Fall des Falles der nächste Besitzer tatsächlich auch wissen, was auf ihn zukommt / kommen könnte - denn der muß genau diese Bereitschaft und Zeit genauso aufbringen, und wenn ihm das nicht zumindest annähernd klar ist, wird Dein Hund zum Wanderpokal (und landet evtl. im Tierheim als nicht vermittelbar) - und das willst Du sicherlich nicht, so wie Ihr Euch bislang um sie bemüht habt.

    Nach all dem, was Du geschrieben hast, verstehe ich jetzt besser, daß Ihr über die Abgabe nachdenkt, das kam aus dem ersten Post nicht so ganz raus, wie viel Ihr schon versucht hattet!

    Was mir dabei noch durch den Kopf gegangen ist: der Hund ist 4 - für nen großen Hund nicht mehr ganz jung - irgendwann müssen die doch auch ruhiger werden? So ein ganzganz klitzekleines Bißchen? Und vernünftiger im Kopf? ;-)

    Nochmal alles Gute von mir- steht hinter Eurer Entscheidung, egal, wie sie dann ausfällt, dann werdet Ihr Euch auch später keine Vorwürfe machen á la "hätten wir noch xy versucht" oder so.

    PS. beim Durchlesen eingefallen: Feld-Wald-Wiesen-"Agility" könnte auch für die Konzentraion helfen - indem man z.B. unterwegs gemeinsam langsame Aufgaben bewältigt: auf einem schmalen Baumstamm balancieren, unter einer Bank durchkriechen etc. Auch sowas fördert die Konzentration, denn wer sinnlos drüberrennt übern Baumstamm, plumpst schnell runter..... Oder eine Wippe gesittet überqueren, oben stehenbleiben, zum Kippen bringe, und langsam weider runterlaufen. Ich glaube, auch mit Longieren kann man nen Hund gut konzentriert bekommen - aber damit hab ich keinerlei Erfahrung, nur vom Lesen her (aber das geht halt wieder nur auf ner Wiese oder am Hundeplatz, aber man kann ja mal irgendeinen Bauern fragen, ob man irgendeine Wiese nutzen darf dafür, solange man keinen Garten zur Verfügung hat.).

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    Uiuiui, es muss anscheinend eine grosse Gnade sein einen Hund aus einer guten Rassezucht zu bekommen. Wenn ich zb lese, dass es deutschlandweit 20 gute DSH-Züchter geben soll.
    Sind dann alle andern DSH Schrott? ....

    Eher nicht - kommt halt drauf an, was Du für Vorstellungen vom künftigen Welpen hast: aus welcher Verpaarung, wofür (Arbeitshund aus Eltern, die schon Erfolge in dem Bereich vorzuweisen haben, ne bestimmte Showlinie, Deine Präferenzen in Sachen Aussehen (Farben, Fellbeschaffenheit, gibt ja kurz- und langhaarige, glatt- und rauhaarige, je nach Rasse) Verträglichkeit, Größe (beim Pudel vom Zwerg- bis zum Großpudel, beim Schnauzer vom Zwerg zum Riesen) was auch immer).
    Und die müssen sich mit denVorstellungen udn Zuchtzielen des Züchters decken, und da wirst keine 20 finden - je nach Rasse..... Dann muß der Wurf-/Abgabezeitpunkt genau der sein, zu dem Du eben auch Zeit hast (oder umgekehrt!), und der Züchter muß auch noch davon überzeugt sein, DIR einen Hund geben zu wollen. Evtl. muß der Welpe auch zu einem schon vorhandenen Hund passen (Sympathie), das wäre dann das nächste Thema....

    So hätte ich das jetzt interpretiert.

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    Es ist auch ein Geschäft mit Angebot und Nachfrage. Daher ist es vollkommen okay, nach dem Preis zu fragen. Da ihr schon vorher Kontakt hattet und das nicht die erste Mail war, finde ich das vollkommen gerechtfertigt...

    Das schon, ja - aber in der Formulierung ("... entscheidend hier ist natürlich auch der Preis.")???
    Sieht schon so aus, als wäre der Preis zumindest ein entscheidendes, wenn nicht DAS entscheidende Kriterium - ich schätze mal, daß das der Grund für deren wahrscheinlich weniger höfliche Antwort war....

    Eine Formulierung wie z.B. "ich bin bereits grob informiert, was ein Welpe der Rasse.... kostet, und Priorität bei der Entscheidung hat für mich eher..... (Stammbaum, Gesundheit des künftigen Lebensgefährten, whatever!), aber um ausreichend vorbereitet zu sein/den Betrag rechtzeitig parat zu haben, würde ich gerne wissen, mit welchem Preis in etwa ich für den Welpen bei Ihnen rechnen kann. Ich rechne derzeit mit xxxx bis yyyy Euro" würde halt schon etwas anders klingen.

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    ........ Wie oben bereits geschrieben, haben wir es jetzt 8 Monate mit ihr versucht. 3 Monate vor dem Umzug und 5 Monate hier.....


    ... aber dann liegt´s doch nicht daran, daß Ihr in eine Wohnung gezogen seid, daß sie so reagiert, sondern es war schon vorher nicht ausreichend Zeit - auch, als Ihr den Garten hattet *verwirrtbin....

    Dann ist die Ursache schlichtweg die Zeit für sie, die Ihr Euch nicht mehr nehmt, bzw. die Qualität der Beschäftigung mit ihr in der verbleibenden freien Zeit.

    Ich verstehe das Problem trotzdem nicht ganz: meine Hunde sind mit ein-zweimal die Woche richtig arbeiten ausgelastet. Ansonsten, für Gassi ist immer Zeit, das ist ja bei Euch auch nicht das Problem. Bällchenwerfen alleine lastet einen Hund mit Sicherheit nicht aus (sonst hättet Ihr das auch nicht dauernd machen müssen schon im Haus - richtige Auslastung geht über Kopfarbeit und wirkt länger, nach Bällchenwerfen schläft der Hund ne halbe Stunde und ist wieder fit). Für mich hört sich das jetzt ein bisserl an, als hättet Ihr den Hund ungewollt zum Balljunkie gemacht, und deswegen kann er jetzt nicht mehr runterkommen oder sich auf andere Dinge konzentrieren oder Spaß daran haben, weil er einfach süchtig nach dem Bällchen ist.

    Ich bin nach wie vor der Meinung, auch wenn ihr studiert und gleichzeitig arbeitet (ich hab auch Vollzeit- und Nebenjob, und die Tochter daheim, die tagsüber Gassi geht und bringe das unter!), daß wenn der Hund geistig ausgelastet würde (an den freien Tagen am Wochenende), daß ihm das reichen würde. Zumal Du ja von 2 Hunden schreibst, würde heißen, daß der Dobi nichtmal während Eurer Abwesenheit alleine wäre.

    Das Problem ist nicht die Menge der Zeit, die man mit dem Hund verbringen kann - nein, die Qualität zählt.

    Eine Frage noch: wie lange würde der Zustand, daß Ihr so wenig Zeit habt, denn andauern? Wenn Du in der Endphase des Studiums bist, wird das ja nicht ewig dauern, und wenn Du selbständig von daheim aus bist (das wünscht sich wohl jeder Hundehalter, ist ja eigentlich optimal!), kannst Du anschließend bestimmt Deine Zeit so einteilen, daß Du auch mit dem Hund mal ne Runde zwischendurch arbeiten (Kopfarbeit für sie meine ich jetzt, also Suchspiele, Geruchsunterscheidung etc.) könntest.

    Ich selbst an Eurer Stelle würde das sicherlich ausprobieren, bevor ich überhaupt nur daran denke, den Hund wegzugeben. Einerseits kann ich Deinen Hintergedanken, daß es so für den Hund toll wäre in der neuen Familie, gut verstehen. Andererseits (sei mir net bös, den Eindruck hab ich einfach, ganz subjektiv) kommt es mir vor, als würdet Ihr es Euch doch etwas einfach machen, indem Ihr sagt, wir können das halt einfach nimmer mit dem zeitlichen Aufwand, also geben wir sie her - mein Credo: es geht immer, wenn man einen Weg sucht und finden will. Und genau da sehe ich den Knackpunkt: Du bist nämlich bislang gar nicht eingegangen auf meinen letzten Post bzgl. Möglichkeiten, den Hund trotzdem auszulasten oder ihr Bewegung anderweitig zu verschaffen außerhalb vom Bällchen-schmeißen, und innerhalb Eurer jetzigen Situation, auch wenn weniger Zeit da ist. Das soll kein Vorwurf sein, ist schließlich Eure Entscheidung, aber Du hattest ja geschrieben, Du würdest sie zu gerne behalten (und sei mir net bös, aber daß ich irgendwann arbeiten/studieren werde, das weiß ich auch schon vor der Anschaffung eines Hundes - wie sah Dein ursprünglicher Plan für diese Zeit aus?). Aber dann mußt Du Dir was einfallen lassen, gehen tut alles. Und wenn ich das echt will, suche ich und vor allem FINDE ich Möglichkeiten. Du hast aber schon gefragt, wie die Abgabe zu bewerkstelligen ist, und gehst nicht auf meine Ideen ein: nen Hundeplatz, ne Beschäftigung, die den Hund geistig auslastet und trotzdem mit meiner Freizeit vereinbar ist, ne Möglichkeit, ihr anderweitig Bewegung zu verschaffen. Das Bällchen-Hinterhergerenne ist eh mit zunehmendem Alter net produktiv, weil´s total auf Gelenke etc. geht, wenn der Hund älter wird, durch diese heftigen Sprints und Stops. Ist auch so schlecht, weil es Hunde voll hochdreht, und Gefahr besteht, daß sie nicht mehr zur Ruhe kommen - auch das kann übrigens Ursache für ihr derzeitiges Verhalten sein!

    Ich krieg meine Terrier problemlos mit 1-2mal die Woche Arbeiten (jeweils vielleicht ne halbe Stunde, dann aber konzentriert) ausgelastet, da wirst Du das doch mit etwas gutem Willen mit nem Dobi schaffen? ;-)

    Wie gesagt, wenn Ihr partout nicht wollt: es ist Eure Entscheidung, die jeder respektieren muß - ich ging nur nochmal darauf ein, weil Du geschrieben hattest, und das durchaus für mich sehr glaubwürdig rüberkam, daß es Euch sehr schwer fällt, diese Entscheidung zu treffen, und Ihr vielleicht einfach die Möglichkeiten nicht seht im Moment ;-)

    PS: ich konnte bei der Hundeanschaffung auch nicht voraussehen, wie sich mein Leben in den nächsten 50 Jahren entwickeln würde - aber eines war mir klar: egal, was passiert, ich werde es MIT den Hunden durchstehen und eine Lösung finden. Weil ich das will. Ansonsten hätte ich mir keinen Hund angeschafft, da gebe ich Fango 100% Recht.

    Hi, Laramichelle,

    das mit der Katze würde ich weiterhin strikt unterbinden. Bei uns in der Nachbarschaft gibt´s nen einäugigen Hund - der hatte sich auch mit der eigenen Katze eingelassen, die das nicht wollte, kann also echt gefährlich werden, wenn die sich dann mal richtig wehrt! Heute läßt er die Katze in Ruhe - aber das war ein teurer Spaß für ihn, den er mit dem einen Auge bezahlt hat!

    Einfach geduldig sein, immer wieder wegnehmen von der Katze, evtl. stattdessen ein Spielzeug geben uns ins Körbchen setzen. Sodaß er eben weiß, Katze ist tabu, aber Plüsch-Viech kann ich fleddern.

    Wenn Du (zB wegen Putzen/Kochen oder Abwesenheit) nicht in der Lage bist, auf beide aufzupassen, würde ich den Hund sichern im Körbchen, oder irgendwo ne Türe zwischen den beiden schließen.

    Das mit dem Beißen sollte man abgewöhnen, ja -das gibt mit Sicherheit keinen psychischen Schaden, das wär ja noch schöner ;-) Wenn er beißt, genauso vorgehen: man kann quietschen, aufstehen und weggehen, oder einfach laut und bestimmt NEIN sagen und ihm stattdessen einen Gegenstand geben, auf dem er rumkauen kann. Speziell im Zahnwechsel sind die halt recht knabberfreudig *gg

    Wenn Ihr immer aufschreit/quietscht, wenn er Euch wehtut, lernt er schnell, seine Kraft zu dosieren im Spiel. Meine knabbern heute gerne an meiner Hand rum, während ich sie knuddele o.ä., aber sie haben gelernt, dies ganz sanft zu tun, ist also echt nur noch ein liebevolles Knabbern. Andere verbieten Knabbern generell, das ist Einstellungssache.... (mit so kleinen Kindern im Haus würde ich das evtl. sogar auch tun)

    Wenn der Kleine etwas tut, was er nicht soll, immer eine Alternative geben - es ist einfacher, ihm beizubringen, was er darf, als immer nur alles zu verbieten, das frustriert, und er weiß dann immer noch nicht, was er stattdessen tun darf und verunsichert daher den Hund, weil er immer nur ausprobieren kann, ob er dies oder jenes darf, und dabei immer mit einem Abbruch durch Euch rechnen muß.

    Generell ist es auch besser, wenn man den Hund genau beobachtet, und schon erste Schritte in Richtung von was Verbotenem unterbricht, indem man eine Alternative anbietet. Also: Hund schnuppert am Teller aufm Wohnzimmertisch, und Du kannst in dem momentsofort was Anderes anbieten, sodaß er gar nicht auf die Idee kommt, das Bröchen zu packen und zu futtern, sondern evtl. den Ball nimmt und damit spielt, oder mit dem Kauknochen auf seinen Platz geht und Ruhe gibt.

    Hallo, Tommy57,

    es tut mir sehr leid für Euch, daß Ihr die Kleine hergeben müßt.

    Aber mal von einer anderen Seite betrachtet: was habt Ihr denn getan, um den Hund trotz kleinerer Wohnung richtig auszulasten, außer Bällchen zu werfen? Gibt es bei Euch keinen Hunde-Verein (unserer kostete damals ca. 40 € pro Jahr - nicht wirklich die Welt...), die Ihr 1-2mal die Woche besuchen könntet, sodaß Eure Luna weiterhin Hundekontakt zum Toben und Spielen hätte, und in der ihr sie auch geistig besser auslasten könntet (weiß ja nicht, inwiefern Ihr die Zeit dazu hättet - aber kann mir vorstellen, daß man dafür die Zeit nutzen kann, die man sonst im Garten gespielt hätte)? Oder habt Ihr Kontakt zu anderen Hundehaltern mit Garten, wo sie regelmäßig laufen könnte?

    Ihr kennt Luna sicherlich gut genug, um das entscheiden zu können - aber meine Terrier z.B. haben ein sehr großes Bewegungsbedürfnis, die Biene nicht weniger, auch wenn sie alle ein klitzekleines Bißchen (*hust.....) kleiner sind als so ein Dobi ;-). Sie dürfen hier viel frei laufen, das ist unser Vorteil. Aber auch wenn dem nicht so wäre: die Biene ist in der Flächensuche unterwegs, und bei 1-2mal wöchentlich Training und dazwischen dem ein oder anderen Einsatz wäre sie renntechnisch immer noch gut versorgt, und die Terrier konnte ich (bevor ich mit dem Trailen anfing, jetzt nicht mehr nötig) eigentlich auf dem Hundeplatz ganz gut auspowern - Rennspiele, oder mal Unterordnung, und den Platz eines Vereins kann man als Mitglied bestimmt auch ohne Aufpreis mal nutzen, um den Hund in der Freizeit laufen zu lassen. Und auf einer Wiese an der Schlepp zu spielen ist sicherlich auch mit Leinenzwang möglich, oder?

    Oder man kann, wenn der Hund Bewegung braucht, ne Runde mit dem Fahrrad drehen mit ihr jeden Abemd nach der Arbeit - raus muß man ja eh.

    Ich denke, Einiges davon habt Ihr bestimmt schon bedacht (nur eben nicht geschrieben), vielleicht ist es durch irgendwelche Gründe nicht mehr möglich - aber ich wollte es nochmal angesprochen haben, denn ich habe den Eindruck, Ihr würdet sie schon lieber behalten, wenn irgend möglich... Andererseits denk ich halt immer, wenn man wirklich will, findet sich immer ein Weg, mit dem beide Seiten leben können, auch wenn gewisse Abstriche gemacht werden müssen, ich bin da chronischer Optimist *gg

    Das mit dem Bellen beim Verlassen der Wohnung - habt Ihr das Alleinbleiben in der neuen Wohnung eigentlich jemals geübt? Hunde lernen orts-/situations- und personengebunden. Wenn sie im eigenen Haus alleinbleiben können, heißt das nicht notwenigerweise, daß sie in einer Wohnung/Hotel/Ferienhaus dann auch problemlos alleinebleiben. Vielleicht ist das die Ursache für ihr Theater, wenn Ihr die Wohnung verlaßt, und es würde sich geben mit dem Neuaufbau des Alleinbleibens?

    Wenn Ihr sie tatsächlich weggeben müßt, dann würde ich auch lieber etwas warten, bevor ich vorbeischaue, und mich bis dahin mit Mail-/Telefonkontakt oder Fotos vom neuen Besitzer zufriedengeben. Bei allem Verständnis dafür, wissen zu wollen, ob´s dem Hund gut geht - aber wenn ich von privat einen Hund übernehmen würde, dann bräuchte ich keinen Vorbesitzer, der alle 2 Tage bei mir auf der Matte steht - das ist dann mein Hund, und wenn derjenige der Meinung ist, ich würde diesen nicht perfekt behandeln, dann hätte er mir den Hund nicht geben dürfen. Mal ein Erinnerungsfoto, oder einmal im Jahr vorbeikommen, ok, das würde ich mitmachen - aber nicht ständig. Und wenn der alle 2 Tage vorbeischaut, und mir den Hund gegeben hat, weil er angeblich keine Zeit hätte für den, dann würde ich mich fragen, ob er diese Zeit nicht besser mit dem Hund verbracht hätte, dann hätt er ihn nicht weggeben müssen *gg

    Auf jeden Fall wünsche ich Euch alles Gute, und daß Ihr für Euch und den Hund die beste Entscheidung findet!