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Würde gerne noch was fragen in diesem Zusammenhang: Falco neigt dazu, abzukürzen. Er nimmt Lebendwitterung wahr und geht dann den direkten Weg oftmals, anstatt korrekt die Spur zu verfolgen, was ich natürlich nur im Nachhinein, wenn ich die Versteckperson frage, wie sie gegangen ist, erfahre und deshalb nicht steuern kann. Letzten Sonntag hat er wirklich weit die Spur verlassen, ich wurde auch nicht korrigiert von der Trainerin, weil Falco total sicher war und auch gleich gefunden hat. Ist das ein Fehler oder ok?
Kommt drauf an, was Du willst: im Rettungshundewesen geht es darum, die Person möglichst schnell zu finden. Wenn der Hund die über den Hochwind kriegt, super - spart er vielleicht ein gutes Stück Strecke.
Birgt aber - und das darf man dabei nicht vergessen- auch die Gefahr, wenn der Wind plötzlich dreht, daß er auf einmal dumm dasteht, und gar nix mehr in der Nase hat. Spur verlassen, und der hochwind weht die Witterung in die entgegengesetzte Richtung. Und nun?
Wenn der Hund so ausgebildet wird, daß er das tun darf - wie willst dann im Einsatz ein Stückchen zurückgehen und den Punkt finden, wo die Spur abgerissen ist und er auf Hochwind gegangen ist (ok, manchem Hund sieht man´s an, aber net jedem), um dann die Spur zu verfolgen (wobei er dann auch schon Kondition bei der Hochwind-Suche verschwendet hat). Selbst wenn Du genau sagen kannst, wo der Hund auf Hochwindsuche übergegangen ist, hast Du genau die wertvolle Zeit, die Du sparen wolltest, verloren....
Die letzten Meter über den Hochwind, klar - kein Thema. Aber Du weißt ja, wenn der Trainer nix sagt, nicht, ob der das nicht über 50-70 Meter in die Nase kriegt, und das kann dann schon zu weit sein.
Oder Du willst nen Hund, der wie bei der Polizei oder beim Fährten arbeitet und direkt auf der Spur läuft, weil man sonst Beweismaterial, das auf der Spur liegt, evtl. nicht findet. Dann würde ich das unterbinden und die Trails so legen lassen, daß es erst gar nicht möglich ist, über den Hochwind zum Erfolg zu kommen, oder aber vom Trainer oder eingeweihten Flanker verlangen, daß er mir sagt, wenn der Hund die Spur zu weit verläßt, sodaß ich ihn ausbremsen kann und er "nie" über den Hochwind zum Erfolg kommt.