Beiträge von BieBoss

    Schön, daß Du jetzt etwas gefunden hast, wo Du trainieren kannst.

    Allerdings hast Du die Züchterin entweder mißverstanden in Sachen Führung, oder Du solltest Dir nen anderen Trainer suchen. Führung bedeutet nämlich NICHT, daß der Hund an der Leine geht. Sondern, daß Du ihn souverän und selbstbewußt durch Situationen hindurchführst, indem Du ihm zeigst, was er zu tun hat, wie er sich zu benehmen hat.

    So von der Bedeutung her wie Personal führen - das heißt ja auch nicht, die Leute an die Leine zu nehmen, sondern die Leute zu lenken und steuern in dem, was sie tun. Leinenlos und mit Vertrauen zu diesen. Und dazu gehört eben auch das Sicherheit geben, wie ich in meinen ersten Beitrag hier ja angesprochen hatte.

    Wenn Du in der Lage bist, den Hund zu halten, wenn er in die Leine springt, ist gut und schön - aber ich würde Deine Mutter schlichtweg mit dem Hund nicht mehr gehen lassen, wenn sie ihn nicht halten kann. Brächte sie die notwendige Souveränität auf, wäre das kein Thema, denn dann bliebe der Hund auch ohne Leine und würde ihre Ansagen akzeptieren. Aber das tut sie deiner Beschreibung nach ja nicht wirklich..... Sollte deswegen irgendetwas passieren, wenn sie mit dem unterwegs ist, wird das bei einer evtl. Klage schon fast als fahrlässig interpretiert (und damit teuer!) werden, denn grundsätzlich verlangt die Haftpflichtversicherung (und die Vernunft!): wer mit dem Hund geht, muß ihn im Griff haben - über Kommando oder körperlich, wie auch immer.

    Du hattest noch irgendwo die Frage gestellt, warum der Hund bei Deinem Vater am besten läuft, glaub ich: der wird eben einfach mit gesundem Selbstbewußtsein durch die Gegend laufen und damit ganz klar Grenzen signalisieren, was er bereit ist, zu akzeptieren und was er nicht akzeptiert vom Hund. Das kann auch über Körpersprache vermittelt werden. Du kannst alternativ oder zusätzlich zum Trainer z.B. auch mal Deinem Vater zuschauen, wie er den Hund führt, wie er mit diesem umgeht: Tonfall, Mimik, Gestik, mit welcher Ruhe er an den Hund rangeht, wie er Hundebegegnungen managed etc. - und Dir dann ein bisserl was von ihm abgucken.....

    PS: vergiß bitte auch eines nicht: es gibt nicht nur Hunde, die Dein Hund verletzen kann - Du kannst auch mit einem großen Hund mal an einen Anderen geraten, der das nicht lustig findet und DEINEM Hund dann den Marsch bläst, weil er den Macker raushängen läßt - und dann ist das Geschrei groß und der andere Hund der Böse..... (ein Terrier z.B..... Mein Bossi z.B. liebt alle Hunde und rennt mit fast jedem gerne - aber wenn einer schon mit hochgekrempelten Hemdsärmeln vor ihm steht und meint, er müsse jetzt den Macker raushängen lassen, dem erzählt auch mein "Kleiner" sehr gerne mal, wo der Bartel den sprichwörtlichen Most holt, ohne vorher höflich zurückzufragen - da zögert er nicht... Will heißen, dann könnte auch Dein Hund ein paar "hübsche" lochförmige Verzierungen im Fell abkriegen. So etwas muß man doch nicht riskieren, oder?)

    Völlig egal, obs der Hund gewöhnt ist oder nicht - meine Biene hatte die Box mit 5 Wochen einmal gesehen, als ich diese zum Besuch mitgebracht hatte, und als ich sie dann 3 Wochen später abholte, kam sie rein und fertig. Nix Panik, das ist Käse. Die hat nach 5 Minuten Wimmern (beim Abschied darf man das *gg) schlichtweg da drin geschlafen. Und liebt die Box heute noch!

    Bossi hat auch offenbar keine Box gekannt, als ich ihn im Tierheim abholte. Der mußte aber rein, weil ich weder Geschirr noch Gurt für ihn hatte. Also gepackt, Hinterbeinchen eingeklappt, und reingestopft - und das mit nem fast fremden Hund, noch dazu Terrier.... *hust.... Der war immerhin schon eineinhalb. Heut wär ich glaub ich vorsichtiger *ggg (wenn mir das jemand Anderes erzählt hätte, hätt ich wahrscheinlich gefragt, ob er spinnt, und nen Schnapper riskieren wollte.... Aber ich hatte irgendwie mit der Box so geplant, weils für mich selbstverständlich war, weil der Hund das ja kennen mußte - der muß ja beim Fahren vorher auch schon gersichert worden sein. Insofern hatte ich damals nicht die Möglichkeit, das mit ihm auszudiskutieren oder erstmal die Box wochenlang schönzuklickern *gg Wollte gern heim mit ihm....). Aber der war so perplex ob meiner Dreistigkeit, daß er dann einfach drin liegenblieb und Ruhe gab. War wahrscheinlich meine Einstellung: "da mußt Du jetzt durch, anders kommen wir net heim und fertig". Ich war mir sicher, und genau das hab ich ausgestrahlt, und er konnte das offenbar so akzeptieren. Auch er liebt seine Box heute noch und krabbelt oft daheim rein, wenn er seine Ruhe möchte - sie ist sein bevorzugter Rückzugsort.

    Es hat also keiner der beiden so unterschiedlichen Hunde nen Knacks wegbekommen, weil er in ne Box mußte, die er nicht kannte! Und bevor mir ein Welpi dann Pfützen im Auto läßt, oder der bei nem Unfall durch die Scheiben fliegt oder noch mehr Schäden verursacht, wenn er nach nem Unfall draußen frei rumrennt, dann lieber einfach rin in die Box, und fertig. Ist noch kein Hund gestorben von. Weiche Decke rein, und dann kuschelt er sich zusammen - sollte er jammern, dann bestimmt nicht wegen "Panik" in der ox, sondern wegen der TRennung von der Mutter, und daran ändert ein "auf-den-Schoß-Nehmen" auch nix.

    Als ich Frieda bekommen habe, wurde die auch aus der Tschechei in Boxen bis zu mir transportiert (das war durch diverse Umstiege ne Tagesreise!), hinweg durch 3 oder 4 verschiedene Fahrer und Fahrzeuge. Ich glaube nicht, daß die als Straßenhund Boxen kennengelernt hatte vorher. In der Auffangstation mußte sie ohne Eingewöhnung in ner Box gleich mehr oder weniger leben, weil sie aggressiv mit anderen Hunden war und nach wie vor ist - die ganze Zeit über war sie da drin, 7 Monate lang (außer vielleicht mal zum Deckenwechsel oder so). War sicher nicht schön - aber nen Boxenhorror hat auch sie davon nicht behalten, trotz allem! Auch sie war bei der Ankunft bei mir gelassen, und hat mich wedelnd begrüßt, und stieg aus der Auto-Box der Fahrerin nach kurzem Pieseln wedelnd in die nächste Box in meinem Kofferraum. Auch sie geht heute noch gern in ihre Box im Kofferraum rein, obwohl sie monatelang in so nem Ding leben mußte.

    Also - mach Dir nicht solche Gedanken, sondern sichere den kleinen Kerle lieber adäquat!

    Wenn Du diese Beruhigung brauchst *gg, kannst auch die Box vorher beim Züchter vorbeibringen, dann soll er halt ne Decke reinlegen, und dann den Welpen zum Spielen schon zur Verfügung stellen, dann kennt´s der Kleine schon beim Abholen, und kann "seine" Kiste dann mitnehmen.

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    ......
    Was ich allgemein vielleicht noch sagen kann ist, dass mein Hund sehr menschenbezogen ist, sprich seine Ressourcen hier sehr gut und extrem verteidigt ( so darf ich beispielsweise keinen anderen Hund streicheln, oder ein Leckerchen geben, da draengt er sich dazwischen; ist ja auch verstaendlich). Zudem ist er fremden Menschen gegenueber sehr aengstlich, er laesst sich von den meisten nicht streicheln und ist sehr aufmerksam und gestresst in meinen Augen. Aber das hat doch nichts mit dem Verhalten den anderen Hunden gegenueber zu tun, oder doch?

    Also zuerst mal das, was meine Vorschreiber schon zum Thema Ridgeback gesagt haben - rassebedingte Unverträglichkeiten und Verhaltensweisen. Sollte man als Halter aber wissen, daß sowas vorkommen kann... ;)

    Dann zu dem oben Zitierten: daß Dein Hund es nicht möchte, wenn Du einen anderen streichelst, mag durchaus "verständlich" sein - das heißt aber noch langenicht, daß Du das als Halter zu akzeptieren hast! Und das ist Dein Part an dieser Stelle. Im Gegenteil sogar: ICH entscheide, welchen fremden Hund ich streichle - wenn einer von meinen eigenen Hunden dazwischengeht und den Anderen dafür anmault, wird meiner dafür "abgewatscht" - verbal und mit Wegschieben, und das sehr nachdrücklich! Kann ja wohl nicht sein, daß Du Dir vom Hund diktieren läßt, mit wem Du Kontakt hast und mit wem nicht...

    Wenn Du ihm dies bislang hast durchgehen lassen (ich gehe aufgrund Deiner Aussage, daß das verständlich sei, davon aus - bitte korrigier mich, wenn ich daneben liege), dann könnte hier noch Einiges mehr im Argen liegen, denn dann hat der Hund bislang "das Heft in der Hand", sprich, er entscheidet wahrscheinlich in manchen Situationen Dinge, für die er nicht zuständig ist, und die ihn unter Umständen überfordern. Das könnte dazu führen, daß er in speziellen Situationen falsch oder über-reagiert. Weil er selbst entscheiden muß, aber unsicher ist, z.B. (ist alles hypothetisch, das muß man einfach live sehen, um das richtig einzuschätzen, daher meine vorsichtige Ausdrucksweise - das sind Anhaltspunkte und Vermutungen, nimms bitte nicht als Ferndiagnose..... *gg)

    Auch würde ich sein in meinen Augen Kontrollverhalten Menschen gegenüber beim besten Willen nicht als menschenfreundlich bezeichnen. Bist Du sicher, daß er bei fremden Menschen ängstlich reagiert, und nicht einfach nur den Kontakt nicht leiden kann und lieber die Kontrolle darüber haben möchte, wer ihn anfaßt? Auch, daß er gestreßt ist in solchen Situationen (die eigentlich der Halter managen sollte - wenn mein Hund nicht angetatscht werden will, unterbinde ich das eben), spricht dafür, daß da noch mehr im Argen liegt im Verhältnis zwischen Dir und dem Hund. Nicht böse oder so, aber eben in Richtung Mißverständisse darüber, was der Hund ausdrücken möchte, braucht und zeigt. In Sachen, was sehe ich bei meinem Hund, wie interpretiere ich das (richtig) und wie kommuniziere ich mit ihm, sprich wie reagiere ich. Wie gebe ich ihm die benötigte Sicherheit und Führung, diese Richtung, wenn Du verstehst, was ich meine.

    Ich bin aus diesen Gründen sehr vorsichtig, hier irgendwelche Tips vorzugeben, ich denke, da muß echt ein erfahrener Trainer her, der Deinen Hund richtig lesen kann und ihn Dir erklärt, der auch mit dem Wesen des Ridgeback vertraut ist. Denn solltest Du den Hund tatsächlich falsch "gelesen" haben (die Unsicherheit etc.), und eine Diagnose basiert auf Deinen Angaben und damit auf falschen Voraussetzungen, dann kannst alles noch schlimmer machen.

    Mein Verdacht: bei mangelnder Führung des Hundes kann es durchaus sein, daß er auf der Hundewiese selbt Dinge zu regeln anfängt, die ihm nicht passen - wildes Umhergerenne, oder in seinen Augen nicht adäquates Benehmen anderer Hunde werden dann unter Umständen korrigiert. Aber das steht ihm nicht zu, das hat er nicht zu regeln. Streß könnte übrigens ein Grund sein, wenn er im Streit überreagiert und bei Auseinandersetzungen auch mal verletzt. Muß nicht gleich die Absicht dahinter sein, den anderen Hund ins Jenseits zu befördern *gg

    Ich würde, solange ich am Hund offen Streß erkennen würde (und vor allem, bis der Trainer draufgeschaut hat), solche Hunde-"Versammlungen" erstmal meiden, und dort Gassi gehen, wo der Hund entspannt laufen kann und möglichst wenig Hundebegegnungen hat. Solange der Hund immer wieder in diese Streßsituation gebracht wird (täglich oder häufig), kann der nicht mal richtig runterfahren dazwischen, die Streß-Hormone im Körper werden nie ganz abgebaut, und er geht dann quasi schon "auf 179,9" auf die Hundewiese - daß dann nimmer viel fehlt zu den "180", bei denen er auf andere Hunde losgeht, sollte klar sein..... ;-)

    Und: er sollte an der Leine bleiben, denn das geschilderte Verhalten läßt mich darauf schließen, daß der Hund eben entgegen Deinen Angaben alles Andere als unter Kontrolle ist in solchen Situationen (auch hier nur mein persönlicher Schluß, auch hier keine feste Diagnose, kann nur das beurteilen, was Du hier schreibst).

    Ich glaube nicht, daß Du darauf stehst, wenn doch mal was Ernsthaftes (mit Verletzungsfolgen beim anderen Hund) entsteht, künftig zwangsweise mit Maulkorb und Leine rumzulaufen mit dem Hund, denn nen Maulkorb-und Leinenzwang hast Du ganz schnell an der Backe, wenn der Nächste zum Ordnungsamt geht mit der Tierarztrechnung für seinen Hund - insofern: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, lieber ein paar Wochen angeleint, bis die Probleme mit nem Trainer behoben sind, als Zwangs-Leinenknast für immer. ;)

    So - und jetzt geh ich den Rest lesen ;-)

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    Nein, meines Erachtens schafft es ein 13 Wochen alter Welpe nicht 6 Stunden am Tag alleine zu bleiben. Wie gesagt mein Welpe (11 Wochen) hat absolut keine Probleme mit dem alleine bleiben und bleibt jetzt bis zu einer Stunde alleine. Bei 6 Stunden würde er die Bude abreißen oder aber den Laufstall. Der muss in den 6 Stunden auch mal spielen und wird dann nicht einfach schlafen

    Von unterwegs...


    Also, meine Biene hat mit 11 Wochen den ganzen Vormittag verpennt, sie kannte den Tagesablauf von ihrer ehem. Familie her schon so. Sie hatte auch in dem Alter kein Problem mit dem Alleinbleiben, nie etwas zerst;rt oder so. Aber das kann nat[rlich nicht jeder Hund in dem Alter!

    Insofern langsam aufbauen, erstmal aus dem Zimmer, dann mal 5 Min. aus der Wohnung etc. dann seht Ihr schon, ob er sich anstellt, oder das f[r ihn ok ist. H'ngt viel davon ab, ob der in der ehem. Familie bzw. beim Z[chter schon gelernt hat, da- in dem Zeitraum eben nix passiert an action. Das kann man mit dem Z[chter ja so vereinbaren.

    Ich w[rde weder Laufstall noch Box nehmen, sondern einfach nen Raum, in dem er nichts zerst;ren kann, K;rbchen rein und Wasser, T[r dann zu und fertig.

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    ....Zwei oder mehr Hunde werfen ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zusammen und es entstehen Synergieeffekte. ......

    Das kann man doch so pauschal gar nicht sagen!

    Wenn ich mit Biene und Bossi unterwegs bin, verhalten sich die nicht anders, als wenn ich mit einem der beiden alleine gehe. Unterwegs machen die fast gar nichts miteinander. Bossi geht seiner Renn/Leidenschaft nach, und Bienchen h'lt sich in meinem Umkreis auf und die Nase geht dann spazierengehen, sie schnuppert einfach ein bisserl rum.

    Gaaanz am Anfang wars so, da- Bossi, wenn Biene l'ufig war, andere R[den angep;belt hat . Inzwischen hat sich das vollkommen gegeben.

    Hilfe wer hat die Tastatur verstellt.... :sad2:

    PS das ^Weibchen^ hei-t [brigens H[ndin ..... :headbash:

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    :mute: :mute: ich schreibe lieber nichts!

    :lol: Ich glaub, Du hast meine Gedanken im Hinterkopf..... *gg Geht in Richtung Steiff-Tierchen, richtig? Ich glaube aber, so wie das mit der Überschrift rüberkommt, war´s gar nicht gemeint.... ;-)

    An die TS:
    Mein Bienchen mag die Grabbelei auch net. Wenn meine Tochter daheim ist, und sie möchte toben - geht sie zu ihr. Fordere ich sie auf, auf meinen Schoß zu kommen, hüpft sie kurz hoch, freut sich - und geht wieder - auf den Schoß meiner Tochter, von der sie sich dann hingebungsvoll kraulen läßt..... Da hab ich auch schon manches Mal an mir gezweifelt.

    Aber: ich hab den Hund ja net nur zum Kraulen angeschafft. Wenns ans Arbeiten geht, dann rennt Bienchen bis ans andere Ende der Welt zu mir! Wenn ich heimkomme, freut sie sich, daß die Wände wackeln. Wenn sie beim Gassi Aufgaben von mir kriegt, werden die mit Begeisterung ausgeführt. Und wenn ich ins Bett geh - dann liegt Bienchen schon drin ;-) . Den Körperkontakt liebt und braucht sie - eben nur das Kraulen nicht immer und jederzeit.

    Is halt so - das ist mein Bienchen. Ich nehme das inzwischen hin, freue mich, wenn sie Spaß mit meiner Tochter hat, und fertig. Ich denke, das hat was damit zu tun, wer tagsüber für den Hund da ist - wenn Du den ganzen Tag "verfügbar" bist, dann bist Du für den Hund eher "selbstverständlich" (und vor allem: Du bist zwar ganztags da, hast aber nicht immer Zeit, auf Spielaufforderungen vom Hund einzugehen!)- und jeder Andere ist neu und spannend und daher in dem Moment natürlich supertoll! Aber diese Leute gehen auch wieder. Gönn ihr den Spaß! Die weiß schon, wo sie hingehört! Ich denke, das hat vielleicht sogar auch ein bisserl was damit zu tun, daß der Andere in dem Moment eher "Spielpartner" ist, und man selbst als der Hundeführer eben Respekt genießt.

    Und wenn ich partout wen kraulen muß - dann hol ich mir eben einfach nen anderen Hund - wozu hat frau drei davon..... *ggg Die Terrier lassen das nämlich gerne und stundenlang mit sich machen - und finden´s auch noch toll!

    Akzeptiers einfach: auch ein Hund ist ein Lebewesen, und darf zeigen, wenn er gerade keinen Bock auf Kraulen hat. Vielleicht erwischst Du auch manchmal nur nen blöden Moment, wenn sie ihre Ruhe haben will! Z.B. mit der Situation, wo sie am Boden lag und Du Dich dazusetzt, könnte das der Fall gewesen sein.

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    ......Wie krieg ich ihn dazu bei egal was zurückzukommen und sich vor allem auch anleinen zu lassen, er hält nämlich gern dann gerade soviel Abstand, das man nicht drankommt. Und zwar mit welcher Methode? Oder welchem Trainer? Am besten wäre etwas mit Zeichen, da meine Sprache möglicherweise nicht immer ganz " normal" ist. Welche Motivation?
    Am besten etwas das er noch nicht kennt, hier oder komm sind vermutlich eher verbraucht. über Körpersprache?
    Wie soll ich bloss seine Aufmerksamkeit kriegen? Es wäre natürlich auch etwas , wenn ich ihn zum Frisbee oder Ballspielen kriegen könnte, oder klassisch apportieren, etwas was ihm Spass macht halt, und wo ich ihn auspowern kann, wenn wir niemanden zum spielen treffen, oder ich mal n Tag schlecht zurecht bin.
    .......

    Hi, Marion,

    erstmal: wenn der Hund sich nicht anleinen läßt und auf Abstand bleibt, hat er negative Erfahrungen damit gemacht. Hier würde ich erstmal ansetzen, ihm das Anleinen wieder schmackhaft zu machen. Oft macht man nämlich den Fehler, daß man den Hund, wenn das Spiel /Rennen zu Ende sein soll, ihn anleint. So verbindet er Anleinen mit "Spaß zu Ende" - und bleibt künftig natürlich auf Abstand! Besser: Abrufen, Anleinen, und zusammen ne Runde rennen, oder was auch immer dem Hund draußen Spaß macht. Dann sofort wieder loslassen. Oder: 2 Minuten an der Leine laufen, wieder laufen lassen. Auch ne kleine Fährte kann hier die Belohnung sein fürs Anleinenlassen. Sodaß er auf Dauer lernt, er wird angeleint, um mit Dir Spaß zu haben, nicht, um den Spaß, den er grad hatte, zu beenden. In 99% der Fälle wird dann künftig also nur noch angeleint, um miteinander Spaß zu haben.

    Auch ist es oft so, daß man mit angeleintem Hund entsprechend "langweilig" weitergeht. Symbolisiert auch wieder "Spaß zu Ende". Wenn ich meine Hunde anleine, dann gibt ein fröhliches "Hey, gehen wir zusammen?", dann stehen 2 wedelnde Kröten vor mir und freuen sich, angeleint zu werden - einfach, weil ich das mit meinem Tonfall vermittle, daß das was Tolles ist *ggg. Dann kommt die Leine dran, und wir rennen z.B. zusammen ein paar Meter. Oder ich geb einfach ein paar Leckerli. Ich spreche dann auch die ersten Schritte fröhlich mit den Hunden oder zeige über Körpersprache weiterhin Interesse an ihnen, verlange aber nicht, daß sie von dem Moment an "Gewehr bei Fuß" gehen. Einfach, um die Verknüpfung "Leine=doof" zu verhindern.

    Zu Deiner Sprache: ich glaube nicht, daß das was ausmacht. Hunde sind Meister im Lesen von Körpersprache, und die lernen Dich ganz schnell so gut kennen, daß sie sehr wohl wissen, was gemeint ist, auch wenn´s mal schwer ausgedrückt werden kann. Hier hilft die Körpersprache ihnen, Dich zu lesen. Das einzige Problem könnte sein, daß sie in solchen Situationen merken, daß Du keine Kraft hast, ein Kommando durchzusetzen - meine Terrier würden das umgehend ausnutzen und mir den Stinkefinger zeigen. Das hat aber nix damit zu tun, daß sie mich nicht verstehen würden!

    Ansonsten: um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, würde ich versuchen, daß er, egal, was er möchte, das Gewünschte NUR noch über Dich bekommt. Nicht nur daheim, auch unterwegs - den ganzen Tag ergeben sich da tausend Möglichkeiten, ihm das zu zeigen. Sprich: möchte er mit anderen Hunden rennen, kriegt er das nur, wenn er vorher im Kopf bei Dir ist, und Dich kurz angeschaut hat. Tut er das nicht, bleibst Du stehen, bis er Dich mal anschaut ("Was willstn, warum stehst Du??"). In dem Moment verbal loben, Leine lösen und Freigabekommando. Voraussetzung: in der Zeit nur an der Leine Gassi, bis eben so ne Situation kommt, wo Du seine Aufmerksamkeit auf diese Weise einfordern kannst. Irgendwann unterwegs guckt er Dich an, dann sagst FEIN, Leine los, Freigabe. Will er sein Futter: Blick zu Dir, Freigabe. Möchte er wen begrüßen: Blick zu Dir - Freigabe. Und Du hast ihn an der Leine, damit er nicht mehr zum Erfolg kommt, ohne die Aufmerksamkeit vorher auf Dich gelenkt zu haben (so kann er nicht ohne Freigabe zum anderen und rennen und wieder sehen, daß er Dich "eigentlich gar nicht braucht", um ans Ziel zu kommen). So lernt er: "Frauchen hat den Schlüssel zu Freilauf".

    In dieser Zeit auch extrem darauf gucken, wenn er unterwegs mal stehenbleibt, um auf Dich zu warten - das bedeutet nämlich, daß er Dich im Kopf hat. Also: Loooooben, und Freigabe zum Weitergehen! Dreht er sich mal zu Dir: loben. Jedes kleinste Zeichen der Aufmerksamkeit Dir gegenüber wahrnehmen (also keine Quasselspaziergänge mit Aufmerksamkeit beim Gesprächspartner!) und bestätigen. Gib ihm Antwort, wenn er mit Dir "spricht".... ;-) Dann wirst Du automatisch interessanter, als wenn Du einfach hinterherdackelst beim Spaziergang.

    Ist er an der Schlepp, und Du wirst z.B. langsamer (probiers mal) - evtl. guckt er Dich dann an ("wassn los??") - in dem Moment sagst Du "feiiiiin" und rennst quietschend in Laufrichtung mit ihm zusammen los. Hier ist also die Bestätigung die Tatsache, daß er schneller wieder vorwärtskommt. So brauchst Du nicht unbedingt Leckerlis mitzunehmen. Bestätigung ist immer das, was der Hund gerade will. Und wenn er etwas will, verlangst Du vorher Blickkontakt (verlangen ist falsch ausgedrückt, Du bleibst halt einfach stehen, und läßt ihn nicht zum Erfolg komnmen, wartest, bis er guckt - ohne Kommando oder so!). Erst dann gibt´s die Freigabe oder Leine los etc.

    Hast Du schon mal versucht, unterwegs Suchspielchen zu machen? Wenn der Hund gerne sucht (Fährten tut er ja), macht es ihm evtl. Spaß, ne Handvoll Leckerlis im Gras zu erschnüffeln? Oder in Richtung Zielobjektsuche zu gehen?

    Was machst Du mit dem Hund in der Freizeit? Arbeitest Du mit ihm irgendwas? Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man eine ganz andere Bindung zueinander bekommt, wenn man miteinander ein bestimmtes Ziel verfolgt, z.B. beim Mantrailing. Da kommt man nur zum Erfolg, wenn beide Parteien zusammenarbeiten, Hund und Du. Einerseits muß der Hund selbständig arbeiten (er hat ja die Nase!), andererseits mußt Du ihn in schwierigen Situationen unterstützen können - dabei lernt er, auf Dich zu gucken und sich auf Dich verlassen zu können. Ergebnis: er guckt vielleicht auch im Alltag häufiger auf Dich. Wenn da ein Husky mit drin ist, könnte daher natürlich seine recht hohe Eigenständigkeit resultieren..... Aber wenn das der Huskyanteil ist, mit dem Du Dich da rumschlägst - hast Du es schon mal versucht, ihn irgendwas ziehen zu lassen? Sodaß er da seine Aufgabe findet?

    Mehr fällt mir gerade nicht ein ;-) - dazu müßte man Euch evtl. auch mal zusammen unterwegs sehen. Aber ich glaube, in dem Geschriebenen ist schon genug drin, daß man ein paar Wochen zu tun hat, und gucken kann, wie er auf Dauer reagiert.....

    Kann nimmer editieren.

    Begründung gegens "Zwangskuscheln":
    das verunsichert zusätzlich, und zeigt ihm, daß ein Ausweichen nichts bringt, er wird ja (und das auch noch von Euch, denen er zu vertrauen lernen soll!!) auf den Schoß der Person verfrachtet, obwohl er nicht mag (also sprich MASSIV bedrängt von der fremden Person!), dann muß er eben selbst sich verteidigen..... Hilfe!!! Nein, das wollt Ihr glaub ich nicht erreichen, oder? :roll: