Beiträge von BieBoss

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    .....Nun habe ich aber neulich zwei Damen kennengelernt, die ihre Hunde komplett vegan ernähren: Einen Schäferhund, der jetzt 10 Jahre und laut ihrer Aussage topfit ist (außer beginnende Arthrose) und einen Mischling, der 8 Jahre ist und auch "noch nie was hatte". ......

    Naja - es gibt auch topfitte Hunde, die nicht vegan ernährt wurden (zum Glück) - und wenn Du jetzt mal Blutwerte etc. nehmen würdest von beiden im Vergleich, möchte ich wetten, daß der Hund zwar äußerlich fit ist, aber den ein oder anderen Mangel hat (ja - ich weiß, kann auch bei einseitig fleischhaltig ernährten Hunden passieren, das ist dann nicht deswegen besser, weil Fleisch drin ist *gg). Und daß der Hund "nie was hatte", ist auch noch kein Beweis dafür, daß diese Ernährungsform (noch dazu für nen Fleischfresser) gesund wäre. Ich würde das eher interpretieren als "zeigt NOCH keine offenen Zeichen von Krankheit oder Mangelernährung".

    Um es mit einem alten Sprichtwort auszudrücken: "gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht"....

    Stimme da yane zu 100% zu. Nix für den Hund. Man kann sich selbst ernähren, wie man möchte, von mir aus mit 100% Recylingpapier und 5 Schnäpsen am Tag und sonst nix - aber wenn ich die Verantwortung für ein anderes Lebewesen habe, dann versuche ich, dieses möglichst artgerecht zu ernähren. Wenn ich Tierquälerei ausschließen und Massenhaltung vermeiden möchte, hol ich mir das Fleisch um Himmels Willen auf dem Bio-Bauernhof von nebenan frisch geschlachtet, dann kann ich gucken, ob das Viechzeugs (liebevoll gemeint!) anständig gehalten wurde in meinen Augen. Oder ich halte selbst die Hühner im Garten und schlachte dann die männlichen, wenn sie größer sind, für den Hundebedarf (dann entfällt das furchtbare Geschreddere der männlichen Küken in der Zucht) selbst und lasse die Mädels glückliche Eier ins Gras/Heu legen - so leben die artgerecht und ich kann den Hund artgerecht ernähren (das ist jetzt nur ein Beispiel, das aufzeigen soll, daß es Alternativen zum kompletten Fleischverzicht gibt, wenn man sie sucht, wenns um ethische Gesichtspunkte geht. Daß nicht jeder nen Garten für die Hühnerzucht o.ä. hat, ist mir wohl bewußt *gg). Und wenn ich das einfach nicht über mich bringe, kann ich halt schlichtweg keinen Fleischfresser halten....

    Und auch der Mensch ist kein geborener "Pflanzenfresser" - bei der Ernährung von Kindern halte ich persönlich das Ganze für äußerst fragwürdig..... Zumal die wenigsten Veganer dann wie hier irgendwo beschrieben (das finde ich toll und spricht dafür, daß derjenige sich wirklich kümmert, daß alles Benötigte auch in den Körper kommt), die Mühe auf sich nehmen und ihre Blutwerte mal testen lassen, denn die halten ihre Ernährungsweise ja meist für die einzig Wahre... (aus ethischen Gesichtspunkten kann ich das auch zum großen Teil gut nachvollziehen, das soll also keinen Angriff darstellen, sondern ist in meinen Augen sicherlich eine Motivation dafür, Werte nicht regelmäßig checken zu lassen.)

    Andererseits ist natürlich die Frage, wie neutral die Blutwerte interpretiert werden von einem Arzt, der den Veganer von der artgerechten Ernährung incl. Fleisch überzeugen möchte *gg Das darf man natürlich nicht vergessen...... ;-) Da braucht man schon wen, der das objektiv beurteilen kann, und dessen Ziel es ist, den "Patienten" (der in meinen Augen ja keiner ist, wenn er nicht krank ist *gg - daher die Gänsefüßchen. Das Wort "Kunden" würde es hier wohl besser treffen) bestmöglich in der Ernährung zu unterstützen. Oder man beschäftigt sich selbst damit und lernt, die Werte dann zu interpretieren.

    Aber egal, Thema sind ja die Hunde - und da halte ich es einfach für verantwortungslos, auch wenns gut gemeint ist......

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    ..... für einen Hund den ein golden retriever als Zahnstocher benutzen könnte.

    :lachtot: :lachtot:
    Schön ausgedrückt..... *gg

    Zum Lernen: der Hund ist erst 10 Monate alt - da würde ich mich auch erstmal auf wichtige Dinge beschränken, bis die sitzen: Abruf, Sitz & Co. und gib ihm einerseits Zeit, etwas zu lernen/verstehen, und andererseits vergiß nicht, daß der kleine als Terrier einfach nen Sturkopf haben kann! Will heißen, wenn Du merkst, er hat ein Kommando mal verstanden, dann besteh in genau solche Situationen auch darauf, daß er das Gelernte umsetzt bzw. durchführt.

    Hat er 20mal im Wohnzimmer SITZ zuverlässig gemacht, dann setz das auch beim 21. Kommando im Wohnzimmer durch, wenn er Dich mit Fragezeichen im Auge anguckt nach Motto: "Baaaaahnhof???" *gg

    Was Anderes: ich find die Geschichte mit dem blauen Teppich voll süß. Er scheint ja auch Spaß daran zu haben, das Teil zu apportieren. Das sind so Dinger, die man öfter mal selbst verursacht, ohne es geplant zu haben. Nennt sich Fehlverknüpfung - obwohl´s eigentlich kein Fehler vom Hund ist, denn der macht ja nur, was er gezeigt bekam!

    Hintergrund: ein Hund lernt immer orts-/zeit-/situations-/personengebunden. Zum Verständnis: was er im Wohnzimmer kann, klappt nicht automatisch auch in der Küche. Das muß dann in der Küche nochmal extra geübt werden, draußen im Garten und im Park etc. Macht er´s bei Dir, nicht aber bei Deiner Mutter, muß sie das eben auch nochmal üben mit ihm. Kann er daheim alleinsein, muß man das Bei den Großeltern/Freunden evtl. nochmal gesondert üben und neu aufbauen (auch wenns dann schneller geht). Der Hund verknüpft also nicht auf Anhieb "ich muß beim Kommando APPORT den Ball Fraule bringen" , sondern: "Wenn Fraule im Wohnzimmer auf dem blauen Teppich steht und APPORT ruft, dabei grinst und es draußen regnet, bringe ich den Ball zum blauen Teppich". Beim nächsten Mal Üben scheint die Sonne, Hund lernt: "Wenn Fraule im Wohnzimmer auf dem blauen Teppich steht und APPORT ruft, dabei grinst und es draußen regnet oder die Sonne scheint, bringe ich den Ball zum blauen Teppich". Wenn dann beim übernächsten Mal schneit, kann es sein, daß er wieder dasteht mit Fragezeichen im Auge: "Bedeutet das jetzt immer noch dasselbe wie bei Regen und Sonnenschein?" Er verknüpft also zuerst mal die Gesamtsituation mit dem Kommando, und elminiert mit jedem Üben einige Details. Irgendwann weiß er: "APPORT heißt "Ball zu Fraule", egal, obs regnet, schneit, gewittert, ich im Park stehe oder in der Messehalle, 7 Bratwürste hier rumliegen, oder 3 Hunde neben mir spielen oder Frauchen sitzt, steht oder schläft". Dann hat er das Kommabndo richtig begriffen.

    Dein Hund hat halt einfach verknüpft, wenn Fraule auf dem blauen Teppich steht, muß ich ihr das dort hinbringen. Wenn Du jetzt plötzlich woanders stehst, weiß er halt nicht, was er tun soll - zu Dir oder zum Teppich? Offenbar hat er das Kommando nach zig mal Üben eben mit dem Teppich verknüpft.

    Du kannst jetzt 2 Sachen machen: ne möglichst flache Kiste auf den Teppich stellen, sodaß der Hund das Kommando als Aufräum-Kommando für Spielis weiterlernt. Vielleicht läßt ers dann automatisch in die Kiste fallen, die auf dem Teppich steht. Dann heißt halt "apport" bei Euch künftig "Räum bitte das Teil in die Kiste" - könntest auch Bahnhof dazu sagen, wenn er versteht, was Du daraufhin von ihm erwartest *gg Später dann die Kiste in kleinsten Schritten weiter wegschieben vom Teppich, sodaß er lernt, daß das Kommando dasselbe heißt, wenn die Kiste woanders steht. So würde ich das machen, weil ich es schade fände, wenn er sowas Nettes sich wieder abgewöhnt, nur weil ich das Kommando eigentlich für was Anderes gedacht hatte...

    Alternative: Du stellst Dich erst auf den Teppich, dann 1 Schritt daneben und hälst ihm, wenn ers auf Kommando bringt, die Hand so hin, daß ers Dir in die Hand gibt. Wenn das klappt, 2 Schritte weit weg etc. - dann würde er eben umlernen von "apport=Gegenstand auf Teppich legen" zu "apport=Gegenstand zu Fraule bringen". Oder Du kaufst denselben kleinen Teppich in rot o.ä., und übst dasselbe, sodaß die Verknüpfung mit dem blauen Teppich raus geht. Aber wie gesagt, ich fände das schade, weil das doch recht praktisch sein kann, wenn der Hund was selbst verräumen kann.

    Ich würde daher die erste Variante bevorzugen, und dann baust halt das Zu-Dir-Bringen mit nem anderen Kommando neu auf (z.B. BRINGS oder so)

    Zum Pieseln: dann mach´s halt künftig beim Aufwachen so, daß Du ihn Dir gleich schnappst und mit ihm im Arm aufstehst, und ihn gleich mal vor die Türe setzt zum Pinkeln. Kannst ja im Jogginganzug schlafen, einfach die Schlappen vors Bett stellen, sodaß Du nicht mehr groß was anziehen mußt, bevor Du rausgehst. Denn wenn ein Zwerg mal muß, dann muß er halt - und kann nicht noch einhalten, bis Du geduscht und Zähne geputzt hast, auf dem Klo warst und gefrühstückt hast. Wach werden, Hund schnappen, rausgehen. Hinterher kannst duschen, bis Du selbst davonfließt, oder Dich 7 Stunden lang schminken nach Lust und Laune und dann noch die Fußnägel lackieren, dann ist es wurscht *gg (zumindest dem Hund, Deinen Lehrern wahrscheinlich weniger.... *ggg)
    Biene hat anfangs auch viel bei Begrüßungen gepinkelt vor Freude. Wenn ich dann wußte, jemand kommt, hab ich halt, wenn gebimmelt hatte oder derjenige kurz am Handy durchgerufen hat, daß er da ist, den Hund geschnappt, und die Person vor der Haustüre begrüßt - da konnte sie pinkeln, so viel sie wollte. Hat auch lang gedauert, bis sie sich da beherrschen konnte. Deine Mutter könnte auch mal versuchen, wenn sie Euch weckt, den Kleinen liebevoll mit nem Leckerli zu locken - am ersten Tag hingehen, Leckerli unter die Nase halten (bevor der Hund sich überhaupt aufregen kann vor Freude!) und vom Bett locken. Am zweiten Tag einen Schritt weiter weg bleiben - solange bis der Hund, sobald die Tüer morgens aufgeht, von alleine runterhüpft und freudig zum Leckerli rennt. Evtl. "vergißt" er dann die Pinkelei im Bett, weil er möglichst schnell zum Leckerli will.

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    ...... aber man sollte nicht unterschätzen das die Kleine von ihren Geschwistern getrennt wird und das erste Mal alleine unterwegs ist, da tut ihr menschlicher Kontakt doch sicherlich recht gut......

    Mit welcher Begründung? Die kennt das neue Frauchen noch nicht, hat noch wenig bis keine Erfahrung mit Menschen. In einer Box ist sie alleine, geschützt, braucht sich mit Euch (=fremden Menschen) nicht auseinanderzusetzen, und fühlt sich sicher. Reciht schon der Autolärm und die fremde Umgebung. Die weiß doch noch nicht, daß Menschen toll sind - aber von der Voraussetzung gehst Du mit Deinem Tip aus..... ;-)

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    Vielen lieben Dank für eure Ratschläge :gut: .....

    Unser Hund bellt nicht, wenn er einen anderen Hund sieht. Es ist wirklich eher so, dass er dann so schnell wie möglich dahin will um mit den anderen zu spielen. Für ihn gibt es derzeit noch nur nette Hunde und auch nur nette Menschen. Aber weil er eben so schnell wie möglich dahin will, zieht er eben und genau das möchten wir nicht.

    Jetzt muss ich nur noch die Schleppleine besorgen.


    Dann bestätigst Du ihn eben nur, wenn er das richtige Verhalten zeigt. Sag ihm, er soll z.B. sitzen oder Fuß gehen. Macht er das kurz ordentlich, läßt die Leine los und gibst Freigabe, hinzugehen. Dann kommt der Hund sozusagen zum Erfolg, indem er anständig läuft, und NUR dann. Das ist die beste Bestätigung überhaupt für die Konzentration auf Dich, daß er dann zum anderen Hund darf. Wenn ers dann MAL nicht darf, wird er lernen, damit zu leben.

    Oder er bleibt an der Leine. Zieht er, bleibst Du stehen. Hört der Zug auf, gehst wieder ein paar Schritte hin (geht halt am besten auf ner Hundewiese, weil die Leute net weitergehen, sondern stehen, oder mit eingeweihtem Übungspartner). Auch hier das weiter-hingehen als Belohnung fürs anständige Gehen. Zieht er dann wieder beim Angehen, bleibst halt wieder stehen: "ich hab Zeit..." *gg. Ist halt Geduldssache *gg Klappt aber! ;-)

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    ......Sind gerade umgezogen, haben alles renoviert und viel Zeit und Geld reingesteckt und die Lütte an die neue Situation gewöhnt, eine Gassigängerin organisiert und auch vor dem Umzug ohne Probleme allein gelassen. Mit dem Ergebnis, das ein Teil des Flures wieder renoviert werden muss :ugly: .......


    Naja - Hunde lernen u.a. ortsbezogen. Will heißen, kann ein Hund in der ersten Wohnung alleinbleiben, klappt das nicht notwendigerweise auch sofort und selbstverständlich in der neuen Wohnung oder im Hotelzimmer. Das will unter Umständen neu aufgebaut werden. Klappt dann aber normalerweise schneller als beim ersten Mal, weil der Hund das Alleinsein an sich ja schon kennt. Muß halt nur lernen, daß das woanders auch geht.

    Schonmal probiert, ihn vom anderen Hund zu trennen? Vielleicht ist das der Streß, daß die gerade nicht miteinander können? Oder der Ältere den Kleinen ab und an nervt/in die Schranken weist etc., und der dann vorübergehend Streß hat? Würde erkären, daß es nur sporadisch auftritt, und nicht in Extremform.....

    Nur so ne Idee....

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    ......Ich werde draußen ignoriert. Wenn es mal gelingt ihre Aufmerksamkeit zu erhalten, dann versucht sie an mir hoch zu kriechen oder sie unterwirft sich......

    Sag mir doch mal EINEN Grund, warum sie die Aufmerksamkeit bei Dir haben sollte? Das ist nicht provokativ gemeint, auch wenn sich´s so anhört, sondern soll zum Nachdenken anregen, damit ein Groschen des Verständnisses bei Euch fällt *gg

    Sie kennt Euch nicht. Hat noch kein Vertrauen zu Euch (woher auch?). Sie weiß nicht, daß Ihr sie bei Gefahren beschützen könnt/werdet. Sie weiß nicht, daß sie von Euch nur Gutes zu erwarten hat, oder nur noch von Euch ihr Futter bekommt. Sie weiß noch nicht, daß sie sich auf Euch verlassen kann. Oder daß es vielleicht sogar mit Euch zusammen unterwegs ganz lustig sein kann und Ihr viel Spaß miteinander haben könnt. Verstehst Du, in welche Richtung ich denke? Merkst Du, was Du von dem Hund verlangst? Der kennt Euch nicht und nichts bei Euch, aber Du verlangst, daß der sich auf Euch konzentriert, und Euch vertraut.

    Laß ihr doch etwas Zeit. Zeigt ihr, daß sie mit Euch Spaß haben kann: Leckerli unterwegs dabei. Erstmal nicht dauernd rufen oder so, sondern einfach nur jegliche Aufmerksamkeit von ihr belohnen. Guckt sie Euch unterwegs an: freut Euch, gebt ihr ein Leckerli. Wartet sie an der Kreuzung auf Euch: bestätigt sie, freut Euch sichtlich darüber! So lernt sie erstmal, daß es überhaupt erwünscht ist (und sich lohnen kann - und das ist das Ziel der Idee), die Aufmerksamkeit Euch zuzuwenden. Kommt sie zu Euch, lobt sie, gebt Leckerli, spielt mit ihr etwas, das sie mag.

    Dann bringt ihr klare Regeln für daheim bei. Klare Regeln geben Sicherheit, vor allem, wenn konsequent auf deren Einhaltung bestanden wird. z.B. "wir gehen nicht aufs Sofa". Oder "wenn Fraule heimkommt, leg ich mich ins Körbchen und kriegt dort ein Leckerli". Oder: Spielzeug darf ich nur aus dem Korb mit den Hundespielis nehmen, alles Andere gehört Frauchen (wenn Hund z.B. Dinge zerbeißen möchte).

    Wenn sie was macht, das Euch nicht gefällt, dann seid nicht zu hart, sondern zeigt ihr, was sie stattdessen machen kann. Wenn sie z.B. die Nase auf den Tisch schiebt, schiebt sie sanft runter, und sagt ihr, was sie stattdessen machen soll, z.B. SITZ oder bringt sie mit nem Knochen ins Körbchen. So kommt auch der Abbruch eines unerwünschten Verhaltens liebevoll rüber.

    Eure Küche z.B. ist tabu? Sie ist im Flur und betritt die Küche, weil Du an den Kühlschrank gehst? Dann nimm sie und führ sie wieder raus, laß sie dort ablegen, gib ihr nen Knochen, sodaß sie Dir zugucken kann, und geh wieder in die Küche. So lernt sie, daß sie gucken darf, aber eben nicht in die Küche soll (ist jetzt natürlich nur ein Beispiel, ob die in die Küche darf oder net, ist dabei jetzt mal wurscht, wollts nur anschaulich erklären *gg).

    Abgesehen davon: lernt sie gut genug kennen, um sie zu bremsen, bevor sie unerwünschtes Verhalten zeigt. Dann mußt Du nämlich nicht tadeln, sondern kannst ihr rechtzeitig eine Alternative geben. z.B. geh in Dein Körbchen in der Küche (damit sie Dir net zwischen den Füßen rumläuft, wenn Du den heißen Kartoffeltopf zur Spüle trägst, um das Wasser abzugießen). Sie lernt so quasi gleich von Anfang an richtiges Verhalten, und muß nicht aus Fehlern lernen. Ist immer schöner, weil positiv, gerade bei einem eh schon unsicheren Hund.

    Generell: die Pinkelei kann aus Unsicherheit resultieren, da würde ich jetzt mal darauf tippen. Beachtet mal bitte Eure Körperhaltung ihr gegenüber, wenn Ihr sie tadelt: rennt ihr schnell frontal auf sie zu, weil sie zu pieseln droht? Das macht einen unheimlich gefährlichen Eindruck auf den Hund, wenn Ihr frontal auf ihn zustürmt. Oder beugt Ihr Euch nach vorne und wirkt dadurch aggressiv, sodaß der Hund vor lauter Angst gleich Pipi macht? Achtet dabei mal auf Eure Mimik und Körpersprache (drohend erhobener Zeigefinger o.ä.), und versucht, herauszufinden, was es ist, das sie so erschreckt, daß sie gleich pinkelt.

    Anfangs würde ich die Pieselei daher noch ignorieren, weil sie´s ja nicht mit Absicht macht, und versuchen, durch Änderung meines Verhaltens abzustellen. Abgesehen davon natürlich, oft genug rauszugehen, damit´s irgendwann stubenrein wird, klar ,-)

    Selbst dürft Ihr Euch nicht stressen lassen. Je mehr Ruhe Ihr ausstrahlt, desto sicherer wird der Hund werden. Weil er merkt, Ihr bleibt ruhig, seid souverän, zeigt ihm eindeutig Eure Regeln (lieber nur wenige, die aber von ALLEN konsequent durchgesetzt (also vorher evtl. schriftlich fixieren! Dabei wird man sich über seiner wichtigsten Forderungen an den Hund bewußt), als tausend, von denen jeder ne andere Regel ab und an durchzusetzen versucht!), lobt richtiges Verhalten, und versucht, ihm Eure Welt zu zeigen. Dann wird das schon!

    PS: Pieselei kann auch Freude sein. Meine Biene hat anfangs oft, wenn sie Besuch mochte, vor laut4er Freude losgepinkelt. Bis ich irgendwann Freunde nur noch unten auf der Straße begrüßt habe mitsamt dem Hund und den See dann nicht mehr auf dem Teppich hatte. Irgendwann war sie dann alt genug, um sich auch trotz großer Freude zu beherrschen..... *gg Aber ich glaube hier echt eher an Unsicherheit. Der Kleine weiß noch überhaupt nicht, was er soll. Auch daß er draußen ganz hektisch ist, spricht dafür. Evtl. geht Ihr mal ne Zeit lang immer wieder dieselbe kleine Runde, und dabei beobachten, ob der Hund mit den Tagen dann ruhiger wird. Weil er da mit keinen bösen Überraschungen rechnen muß, und diese erstmal ganz in Ruhe kennenlernen und auf dieser sicherer werden und Stamm-Pipiplätzchen finden kann. Dann langsam die Gassirunde ausweiten. Wenn er wieder hibbelig/gestreßt wirkt, etwas verkürzen bzw. den fremden Anteil einschränken. Könnte auch helfen. Das Hochkriechen oder unterwerfen zeigt auch extreme Unsicherheit - gib ihr das, was sie in dem Moment braucht! Wenn ihr z.B. im Park seid, und sie sucht Schutz - dann gib ihn ihr! Bleib aber auf der Stelle stehen, und guck Dir das Treiben mit ihr zusammen aus der Entfernung an. So bekommt sie ihren Schutz, kann sich aber aus sicherer Entfernung heraus mit dem, was sie gerade ängstigt, auseinandersetzen. Zeig ihr dabei, daß kein Grund besteht, wegzulaufen, sprich entspannt mit ihr, bleib cool. Das signalisiert ihr, daß keine Gefahr besteht. Hat sie sich beruhigt, setz sie wieder runter (wichtig!), lob sie auch dabei ("soo ist fein, siehste, ist doch nix passiert", ganz gelassen halt vom Tonfall her) , und geht ruhig weiter.

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    .....Auch als Lori eigentlich noch im Welpenschutz war (3 Monate) und Angst vor Sugar hatte, und nicht einmal spielen wollte, ist Sugar auf Lori los! Es liegt also auch definitiv nicht an den Spielanfällen oder sonstiges. Sugar akzeptiert sie einfach nicht! Das ist das eigentliche problem

    Grundgesetz der Hundehalter, Paragraph 1: ES GIBT KEINEN WELPENSCHUTZ. Sollte sich langsam rumgesprochen haben ;-)

    So - nach der Belehrung: dann zeigt Sugar, daß sie/er den Kleinen zu akzeptieren hat, und fertig. Wer entscheidet hier? Wem gehört die Wohnung? Dem Hund? DAS ist nämlich das Problem: IHR zeigt Sugar nicht, daß er den Kleinen zu akzeptieren hat. Wie soll er das wissen, wenn Ihr ihm das nicht zeigt? Klar sagt der nicht "Willkommen, Kleienr, nimm mein Körbchen und friß mein Futter, laß Dich von meinem Fraule kraulen, kein Problem, ich mag Dich, fühl Dich wie Zuhause!"

    Gebt beiden einen Raum, in den sie sich zurückziehen können (ne eigene Box/Körbchen, whatever), und zeigt ihnen zuverlässig, daß Ihr dafür sorgt, daß der jeweils Andere sie dort nicht belästigt.

    Daß ein Hund, der schon länger in der Familie ist, einen neuen Hund erstmal sche.ße findet, ist klar - wird der doch vom Prinzchen-Thron gestoßen und verliert evtl. irgendwelche Privilegien. Hier ist es dann an Euch, klarzumachen, daß der Andere bleibt, und der erste Hund sich auch anständig zu benehmen hat. Klare Regeln konsequent durchsetzen.

    Generell mögen viele erwachsene Hunde Welpen oder Junghunde nicht, weil die einfach nerven und aufdringlich sind. Daher zeigen sie denen halt erstmal die Grenzen ziemlich deutlich - wenn man sie denn läßt! Meine Hunde machen das genauso, wenn der Hund meiner Schwester einige Tage im Haus ist. Sie mögen ihn - aber bevor der atmet, muß er halt um schriftliche Erlaubnis fragen *gg bzw. wenn er mit aufs Sofa will, wird gemault etc. - das ist dann mein Bier, das zu unterbinden. Ich werf sie dann einfach alle runter vom Sofa....*gg MEIN Frauchen, MEIN Sofa, MEIN Teppich (selbst, wenn sie grad im Körbchen lagen, aber der kann doch net einfach auf IHREM Teppich liegen *gg) Wenn ich die ließe, wie sie wollten, ja, wo käme ich da hin? |)

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    ...... wobei die Nachfrage in den örtlichen Tierheimen ergab, dass diese fast nie trächtige Hündinnen oder Welpen zur Vermittlung haben....


    Dann hast Du definitiv im falschen Tierheim nachgeschaut.... Guck mal:

    http://www.tierheim-nuernberg.de/presse/artikel…pe-gesucht.html
    oder hier:
    http://www.tierheim-feucht.de/cms2/content/view/1097/1/

    Sowas ist hier (leider) keine Seltenheit......

    Abgesehen davon: wenn Du auf den Charakter Wert legst, den kann bei einem Mischling keiner mit Sicherheit vorhersagen. Hängt davon ab, was für Rassen mit reingemischt haben, aber auch vom Welpen selbst. Ist also mit einem Mischling schwierig zu bekommen.

    Wenn der Hund ausgeglichen sein soll: jeder Hund, der anständig ausgelastet wird, und entsprechend normal sozialisiert wird, sollte ausgeglichen sein - das ist ein bißchen ein Allgemeinplatz, wenn ich das mal bemerken darf.... Um genau zu wissen, was Du Dir vorstellst, müßte man wissen, was der hund alles machen soll. Sprich, suchst Du was Ruhigeres, weil Hundi als Begleithund laufen soll, oder bist Du bereit, mehr zu arbeiten mit dem Hund, und es darf etwas "arbeitswütigeres" sein.

    Naja - hab noch nicht zu Ende gelesen, vielleicht hast das inzwischen geschrieben. Dann geh ich mal weiterlesen ;-)

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    Terrieristen unter sich...naja, mit einer Ausnahme :D....

    Ach naja - terrorisieren kann die auch gut :ugly: (die arme Melli wird sich dreimal bekreuzigt haben nach unserem Auszug *gg) Insofern paßt die da schon rein in die Runde *gg Schönes Foto. Wie haben wir es nur geschafft, daß die alle so sitzenblieben, mit den vielen Terrier-Hummeln im Poppers...... *gg