Beiträge von BieBoss

    Zitat


    Ich schwanke momentan zwischen diesen:

    und

    Könnt ihr vielleicht eine Empfehlen?

    Genau den ersten hab ich für meine Pudeline und bin voll zufrieden. Schon lange Zeit, der hält also auch ne Weile, wenn man ihn nur für privat braucht, das reicht vollkommen.

    Abgesehen davon haben Terrier normalerweise ein Fell, das getrimmt wird, und man macht es mit Scheren komplett kaputt. Da würd ich lieber nochmal nen kompetenten Hundefriseur fragen.

    Ich finde sowas furchtbar - klar muß der Hund sich an Situationen gewöhnen dürfen, wo´s mal eng wird - aber nicht über Stunden, sowas mache ich gezielt mal für Minuten am Rande des Geschehens, und auch nicht grad mit nem Welpen. Ab und an kommen wir auf dem Heimweg vom Gassi in der Stadt in so ein Gedränge - aber ich schau dann, daß ich möglichst direkt und auf schnellstem Wege da durchgehe, um die Hunde möglichst wenig zu stressen. Und der Lärm - hab schonmal auf dem Weihnachtsmarkt mit Partymusik (Disco-Lautstärke bei uns!) nen Welpen mit 16 Wochen (hab gefragt...) gesehen, der da mit eingezogenem Schwanz und bbbernd rumstand, Körperhaltung voll verängstigt. Halter: "da muß er durch, wir sind ja nicht lang da" - und hat sich erstmal nen Glühwein bestellt..... (2 Glühweine später stand er immer noch in Boxennähe, Hund inzwischen nicht wirklich entspannter, der hat immer versucht, wegzuziehen, und die waren richtig bös mit dem, haben ihn zurückgezerrt am Halsband....)

    Da brauche ich echt meine gesamte Kraft, mich selbst zu bändigen, weil ich da am liebsten reinschlagen möchte bei so viel Ignoranz einem vollkommen eingeschüchterten Lebewesen gegenüber...... (Diskutieren bringt bei solchen Leuten nix, außer daß man selbst sich noch mehr ärgert über so viel Dummheit)

    Selbst wenn ich 1,5 Stunden unterwegs bin einfach - dann sind das 3 Stunden hin und zurück. Laß mich nochmal 3 Stunden auf der Kirchweih sein (länger halt ich den Lärm jedenfalls net aus!), dann muß Hundchen höchstens 6 Stunden alleinsein - das sollte wohl kein Problem sein.... Ansonsten meide ich sowas oder stell den Hund eben irgendwo bei Freunden ab in der Zeit, wenn er nicht alleinbleiben kann.

    Noch ein paar Anmerkungen, der Einfachkeit halber in Deinen Text farbig reingesetzt:

    Zitat

    Also im Büro wäre er nicht alleine! Da wäre doch ich von 9-12.30 und er wäre immer bei mir und mit mir! Auch danach, wenn wir zur Schule gehen, kann er mit! Er wäre an sich nie alleine! Er hätte aber natürlich die Möglichkeit fü reinen Rückzug!

    Schau mal, hier widersprichst Du Dir: Der Hund ist nie alleine und hat Rückzugsmöglichkeiten. Rückzug heißt alleine sein! Wie will der Hund lernen, allein zu bleiben, wenn er es nie muß? Wohin soll er sich zurückziehen, wenn er dort nicht alleinbleiben kann? Zurückziehen im Raum, in dem die Kinder sind, ist nicht - den Geräuschpegel und die Action der Kinder kriegt der Hund trotzdem mit und wird gestreßt davon. Und der Welpe hat niemals die Selbstbeherrschung, wenn die Kinder Spaß machen und irgendwo rumtollen, im Körbchen entspannt liegenzubleiben, weil er gerade ruhen soll. Der muß da raus aus dem Raum, wenn er zur Ruhe kommen und das erlebte verarbeiten soll.

    Ich stimme da Kathrin zu. Ein Welpe braucht ganz viel Aufmerksamkeit von Dir, und andererseits sehr viel Ruhe. Normalerwese iist ein Welpe in den ersten Wochen vollauf damit beschäftigt, seine neue Familie, sein neues Zuhause, den Tagesablauf und die gesamte neue Umwelt kennezulernen, sowie Eure Hausregeln o.ä. kennenzulernen, stubenrein zu werden, leinenführig zu werden u.v.a.m. Das lastet ihn eigentlich vollkommen aus! Ich sehe einen Welpen im Hort mit so vielen Kindern (die Neuen kannst ja nicht vorher wochenlang "impfen", ihn in Ruhe zu lassen) vollkommen überfordert, allein die Anwesenheit der Kids, selbst, wenn sie ihn in Ruhe ließen, wäre mir zu viel.

    Ich würd in da schrittweise dran gewöhnen. Mal 5 Minuten, dann wieder raus - das geht aber im Arbeits-Alltag nicht, denn da mußt Du für die Kinder da sein! Ich glaub, Du stellst Dir das zu rosig vor, und unterschätzt den Aufwand - gerade ein künftiger vielleicht-Therapiehund braucht ganz viel Ruhe, sehr vorsichtige Gewöhnung an die Kinder und den "Job", damit da nichts schiefläuft, und "ganz nebenbei" die normale Sozialisierung - alles kennenlernen, was geht: Treppen, fremde Menschen, "komische" Menschen (Kinder sind manchmal unberechenbar), Menschen mit Rollator/Rollstuhl/Krücken, Umgang mit fremder Umgebung, keine Sachen "klauen", wie darf ich mich verhalten etc., Grundgehorsam (! extrem wichtig in meinen Augen. Sitz, Platz, Komm, Abbruchkommando, Kommando für Ruhezeit/Arbeitszeit, Dinge wie nicht hochzuspringen oder Leute anzuknabbern, da wird so Vieles erwartet....)

    Ich bin der Meinung, daß ein Welpe die ersten Wochen erstmal den Tagesablauf kennenlernen sollte bei Euch. Das könnte (wenns denn echt sein muß, wie gesagt, mir wär das nix für nen Welpen!) im Hort sein, daß grundsätzlich vormittags geschlafen wird, denn da mußt Du ja arbeiten (wirst ja net fürs Hundeknuddeln bezahlt *gg), und nachmittags wird immer durch die anwesenden Kinder Action sein, da sollte er die Schlafenszeit nicht drin liegen haben, weil er da nicht zur Ruhe kommt. Das wäre dann vormittags auch die Zeit, das Alleinbleiben zu üben: mal 5 Minuten ins Nachbarbrüo, oder mal kurz zur Kollegin rausschauen, dann wieder reinkommen, halt ganz langsam (innerhalb von 3 Wochen in meinen Augen daher nicht machbar...) aufbauen, da gibts ja hier genügend Threads, wie´s geht. Und zwar WÄHREND des Urlaubs schon, damit´s dann klappt, wenn Du wieder arbeiten mußt. Der Urlaub wäre also eigentlich nicht wirklich einer, weil ich ihn im Büro verbringen würde (notfalls Bücher lesend statt arbeitend, aber im Büro). Das Gewöhnen an den künftigen Tagesablauf muß klappen, sonst hast dann ein Problem, sobald die Arbeit wieder losgeht-und Du hast nur die 3 Wochen, das ist extrem wenig. Das beinhaltet eben auch, daß Du beim Arbeiten net alle 5 Minuten nach dem Kleinen guckst, oder ihn knuddelst - sondern er "ist nicht da", der soll Ruhe geben und schlafen, da muß man dann echt hart sein sich selbst gegenüber, und super-konsequent dem Hund gegenüber-nix "armes Welpchen, möchte doch spiiiielen" *gg. Geht am besten, wenn er das vom Züchter her schon kennt, weil die Kids dort ja sicher auch vormittags in der Schule sind, und daheim Ruhe ist - da sollte der Züchter schon mit drauf achten, damit´s für Dich einfacher wird. Sollten die 3 Wochen zur Gewöhnung nicht reichen, brauchst nen Plan B und C und D etc.! (Hundesitter o.ä.)

    Und dann, wenn die Arbeit nach dem Urlaub losgeht, echt immer nur mal (nach dem Ausschlafen-mach Dir mal nen voraussichtlichen Tagesplan incl. Schlafens-/Gassizeiten, wirst sehen, das ist echt anstrengend umzusetzen.....) 5 Minuten mit zu den Kindern nehmen, dann wieder ins Körbchen hoch, schlafen (und das Erlebte verarbeiten!) lassen. Eigentlich ist die mittägliche Abholerei (incl. Gassi) und Action schon recht anstrengend, danach würd ich mind. 2 Stunden Schlaf "verordnen".

    Und Du mußt eben dann vom ersten Tag an, wo Dich die neuen Kinder noch gar nicht kennen (die Kinder, die schon da sind, kann man ja vorher schon mal informieren und ihnen die Grundregeln beibringen, dann nur noch wiederholen, wenns neue Jahr beginnt), erstmal Grundregeln für den Kontakt mit dem Hund einführen und durchsetzen. Der Hund darf keine negativen Erlebnisse mit den Kindern haben, sollte nicht erschreckt werden etc., die Kinder dürfen den Hund nicht vom Platz abrufen oder dort stören, nicht 10 Kinder gleichzeitig, die den Hund "belagern". Wenn die Kinder einmal ein Anspringen süß finden beim Welpi und dies mit Streicheln auch noch belohnen - wie willst das jemals wieder rauskriegen - das darf nicht passieren, da müssen die richtig reagieren, liebevoll runterschieben o.ä., oder halt an der Leine Kontakt, sodaß Du rechtzeitig ein Anspringen verhindern kannst. Du bist da echt mehr mit dem Welpen beschäftigt als mit der Kinderbetreuung. Ich kanns mir echt nicht vorstellen, wie das gehen soll.... Da sollten auch die Vorgesetzten und Kollegen ganz genau informiert sein, was auf sie zukommt (an nicht-Arbeiten deinerseits während der ersten Wochen in der Arbeitszeit!), denn sonst gibt´s da evtl. richtig Ärger, wenn die Kollegen öfter Deine Arbeit mitmachen müssen, weil Du dauernd mit dem Hund beschäftigt bist - so süß wie ein Welpe im Hort sein mag, aber dieses Risikos mußt Du Dir bewußt sein, daß da nicht jeder Kollege liebend gern mitspielt auf Dauer. Wenn einer da vorher schon Vorbehalte hat, ist der Ärger vorprogrammiert.

    Einen tollen Einwand finde ich auch den Punkt, daß Du als Ersthundehalter sicherlich noch lernen mußt, einen hudn überhaupt mal zu "lesen": sprich, wie zeigt sich ein entspannter Hund, was sind Streßanzeichen, wie fahre ich den üebrdrehten Hund wieder runter (wenn ichs zu spät erkannt habe, daß es zu viel wird) - das lernt Mancher erst nach Monaten mit dem eigenen Hund, andere kapieren´s überhaupt nicht, weil sie nie was davon gehört haben, was es heißt, nen Hund zu lesen. Und dies zu leisten nebenbei, im Alltag mit den Kinden, halte ich auch für schwer durchsetzbar, wenn man nicht nen Profi im Alltag direkt neben sich hat, der es einem erklärt, sobald der Hund erste Streßzeichen zeigt.

    Du schreibst, der Hund soll nciht jeden Tag und dauernd mit den Kindern zusammensein, das ist schon mal klasse, daß Du das weißt, daß der Hund Pausen braucht - aber dafür muß er in den 3 Wochen, in denen Du Urlaub hast, lernen, jederzeit mal ne Stunde oder länger allein zu bleiben - und das ist der Punkt, an dem ich zweifle.... Aus Erfahrung. Ich hatte damals 4 Wochen dafür Zeit - es hat geklappt, aber nur mit äußerster Konsequenz, was das Üben anbelangt, ich hab sie vom ersten Tag an daheim morgens in die Küche geschickt zu der Zeit, wo ich normalerweise arbeiten gegangen wäre, und sie mußte Ruhe geben. Das klappt sicherlich nicht mit jedem Hund, ist abhängig vom Individuum. Und es war zeitlich seeeehr eng, schon mit 4 Wochen. Du hättest nur 3 dafür....

    Ganz wichtig in meinen Augen: solltest Du dieses Experiment tatsächlich wagen, dann überleg Dir bitte vorher, was Du tust, wenn das schiefgeht, und die Leitung irgendwann nach der 20. Pfütze im Spielzimmer oder Büro sagt, das wird ihnen zu viel, und Du darfst den Hund nicht mehr mitbringen....... Denn Du kannst einen Welpen nicht 8 Stunden am Tag alleine daheim lassen. Dann brauchst nen Sitter, und den muß man für Vollzeit erstmal zahlen können....

    So - ich wünsche Dir, daß Du eine Lösung findest, mit der Du Deinen Wunsch wirst umsetzen können, ohne den Hund zu überfordern oder selbst zu viel Streß zu kriegen.... Gehen tut sicherlich Vieles (wo ein Wille ist, ist auch ein Weg), aber nur, wenn man sich vorher aller Risiken und Gefahren bewußt ist, und eine Lösung für alle Eventualitäten im Hinterkopf bereit hat, und den Tagesablauf dann gut geplant und strukturiert hat, und alles perfekt vorbereitet ist. Ist halt Arbeit *gg aber je besser die Vorarbeit, desto streßfreier dann bei der Umsetzung.

    Aber ich glaube, nicht mal ich würde das riskieren, aus meiner Erfahrung heraus - und ich hab die Erfahrung von inzwischen 3 Hunden hinter mir (Vollzeit arbeitend, Hunde als Welpe, aber auch als Junghund, inclusive bereits der Erfahrungen in der Ausbildung von Arbeitshunden für einen besonderen Job im Rettungshundewesen, kann daher den Aufwand ganz gut abschätzen!). Zu viele Eventualitäten und Abhängigkeiten von anderen Leuten und glücklichen Umständen und damit in meinen Augen zu hohes Risiko für ein Scheitern Deines Projekts..... Und der Leidtragende ist dann meist (wenns keinen Alternativplan gab) in solchen Fällen der Hund (und damit ist der Halter sicherlich nicht glücklich, und dann sind´s schon 2 Leidtragende.....).

    Ich gebe Dir einen Tip: nimm all die gesammelten Erfahrungen hier, die Risiken etc., mach Dir ne Pro-Contra-Liste. Schaff Dir damit einen Überblick, damit Du das besser einschätzen kannst und absehen kannst, ob Du einen evtl. Tagesplan wie von mir empfohlen mit dem Welpen so wirklich durchziehen wirst können, sprich den mit der KiGa-Leitung nochmal ab. Da sind bisher schon ganz viele super Tips und Einwände gekommen. Und dann überleg Dir, ob Du Dir und dem Hunde-Baby diesen Streß wirklich antun willst, bereit bist, das durchzuhalten oder Dir X Alternativpläne zu überlegen, für den Fall, daß irgendeiner dieser Zufalls-/Glücksfälle/Risiken eintrifft bzw. nicht eintrifft. Ich denke, dann kann man das besser überblicken und einschätzen... Besprich gerade die hier ganannten Punkte alle (!) evtl. auch mal mit nem Therapiehundeausbilder, was der dazu sagt und empfiehlt. Und erst dann triff Deine endgültige Entscheidung.

    Nach dem Gassi schon, wegen der Kotbeutel-Anfasserei, sicherheitshalber. Oder vor dem Kochen, klar.

    Wenn empfindlicher Besuch da ist, evtl. mal zwischendrin, so vorm essen oder so, aus Rücksichtnahme. Ansonsten würd ich ja nur demonstrieren, daß meine Hunde so eklig sind, daß man sich dauernd waschen muß. :lol:

    Und sonst? Ich geb mein Geld lieber für sinnvolle Sachen aus statt für die Wasserrechnung *gg

    Zitat

    ...Der Hund soll 3 Bezugspersonen haben. Die beiden Hauptbezugspersonen, die sich mit dem Hund beschäftigen wollen, kommen um 17.30 Uhr von der Arbeit. (Wollen dann nicht erst mal Pause machen, müssen nicht einkaufen gehen, gehen abends nie aus dem Haus?? Machen gerne große Hunderunde im stockfinsteren???)

    Naja - die werden ja nicht alle 3 zur selben Zeit nen Einkauf machen müssen..... *gg Und im Stockfinsteren muß man mit nem Dackel, Schäfer, Terrier oder auch Mix auch Gassi, wenn man erst im Finstern heimkommt..... Ob das dann ein Aussi ist, ist dafür echt egal...... Auch wenn ich ansonsten zustimme - es gibt sooooooo viele tolle Hunderassen - warum muß sich jeder diese Plüschis anschaffen.....Aussies und Borders sieht man inzwischen an jeder Straßenecke (gefolgt von Jackies, aber das ist ja nix Neues, und bei den Meisten sind die genauso fehl am Platze), ich glaube kaum, daß es so viele Menschen gibt, die so nen Hund wirklich brauchen. Aber gut - ich schweig mal lieber, mit meinen Arbeitshunden *gg - die Sache mit dem Glashaus, weißt schon...... :headbash: Im Übrigen: ich mache, wenn ich heimkomme, auch nicht erst große Pause, sondern lasse die Schuhe an und schnapp mir die Mäuse zum Gassi! und wenn ich einkaufe, ist Töchterchen daheim oder umgekehrt. Abends sind die Hunde seltenst alleine, und Wochenende heißt eh "Hunde-Zeit".

    Zitat

    ...Bezugsperson 1 und 2 finden nur abends und am WE im Leben des Hundes statt.
    2 mal die Woche ist der Hund von 8 bis 17 30 Uhr (9,5 Stunden!!) alleine, mit einer halben Stunde Kurzbesuch durch Bezugsperson 3.

    Na und - meinen Hunden geht´s genauso. Bin tagsüber arbeiten (irgendwer muß das Futter ja kaufen können), meine Tochter ist zwar meist tagsüber da und geht auch mittags raus mit denen, aber ausgelastet werden die ausschließlich von mir. Ich setz halt dafür das Wochenende ein. Oder fängt jetzt wieder die Diskussion an, daß nur Arbeitslose und Rentner genügend Zeit für nen Hund haben? *gg Meinen Hunden (und das sind Arbeitsrassen) reicht die Zeit, die ich für sie habe - wäre das nicht der Fall, glaub mir, ich würd´s ziemlich schnell gemerkt kriegen *gg

    Zitat

    ...die übrigen 3 Tage ist Bezugsperson 3 nachmittags mit dem Hund zusammen, der Hund also nur 4 Stunden alleine. Bezugsperson 3 ist aber nur "da" (wenn sie nix besseres zu tun hat??) - wenn ich das richtig verstehe, es ist nicht "ihr Hund"....Also sollte es ein Hund sein, der zu ihr passt, den sie sich wünscht.

    Jo - das ist natürlich auf jeden Fall ein wichtiges Argument, und sollte bedacht werden. Genauso wie die Frage, was passiert, wenn Ihr mal auszieht - nicht nur, wer nimmt den Hund mit, sondern auch, wie/von wem dieser dann tagsüber betreut wird.

    Zitat

    .....Die nächsten 15 Jahre habe ich ihn überall mit hingenommen.......

    Und genau das ist in meinen Augen die falsche Reaktion. Man macht sich damit abhängig vom Hund.... (und den Hund von sich auch! Das wäre definitiv nicht mein Ziel.....)

    Ich würde es auch so machen, daß ich dem Frauchen sage, der Hund scheint sie zu vermissen, er frißt nicht so viel - "wir müssen das nächstes Mal anders machen, Ihr müßt den Hund öfter mal bringen, damit sie sich daran gewöhnt, daß Frauchen nach wenigen Tagen wiederkommt". Das ist ehrlich, die Besitzerin kann Dir also für weitere Male vertrauen (wenn mich wer so anlügen würde, der bekäme den Hund nicht mehr - nächstes Mal verunglückt der Hund tödlich, und der erzählt mit, es sei alle ok, bis ich wieder vor der Türe stehe!).

    Zeigt auch, daß Du bereit bist, den Hund weiterhin zu nehmen, auch wenn´s diesmal nicht perfekt lief.

    Dann würde ich den Hund auch, wenn Frauchen wieder da ist, selbst zurückfahren zu ihr - beim nächsten Mal geht der Hund bestimmt gern mit raus Gassi, weil er erlebt hat, es könnte ja auch zurück zu Frauchen gehen, wenn man raus will.

    Dann einfach nicht mehr alleine wegzufahren, ändert ja nichts daran, daß der Hund nicht ohne den Halter sein kann - und was ist, wenn der Halter dann mal krank wird oder ins Krankenhaus/auf Kur muß? Nicht in jedem Job kann man ohne Konsequenzen mehrtägige Geschäftsreisen vermeiden. Und dann? Ein Hund muß das lernen.

    Ansonsten, aktueller Tip (auch wenns Wochenende schon vorbei ist): evtl. mal versuchen, mit dem eigenen Hund vor der Nase des Anderen was Tolles zu spielen: Suchspiele mit Würstel, Quietschespieli auspacken, Kiste mit Leckerli, die in Zeitungspapier eingerollt sind, im Wohnzimmer verschütten zum Auspacken etc. Evtl. wird´s ja neugierig und zugleich hungrig, wenns nach Futter riecht dabei?

    Zum Gassi würd ich den Hund notfalls in ne Box packen und darin zum Auto transportieren, irgendwohin fahren und dort Gassi gehn..... Draußensein kann auch ablenken vom Trennungsschmerz... Oder einfach mit dem Hund zusammen in das bekannte Gassigebiet gehen, wo die zwei Hunde vorher schon miteinander getobt haben.

    Zitat

    .....
    Oh. Uups, stimmt. Danke, daran habe ich gar nicht gedacht, da das bei mir nie Thema war. Meiner hat mal von einer Hundetrainierin (ohne dass sie es vorher mit mir abgesprochen hätte, sie meinen Hund gut kannte, oder ich mir zu dem Thema "Geräuschreize für meinen Hund" mal Gedanken hätte machen können :motz: ) eine richtig laute Klöterdose vor die Nase geworfen (an dieser Stelle sogar als Bestrafung und nicht als Konzentrationsunterbrechung :motz: :motz: ). Muss gestehen, ich habe mich da sogar über meinen Hund tierisch gefreut, dass er in der Situation sie einfach kurz rotzfrech angeschaut hat, sich dann einfach die Dose geschnappt hat und damit abgehauen ist. :lachtot: Also: Abgesehen davon, dass ich die Hundeschule inzwischen gewechselt habe, war damals für mich spätestens klar, dass mein Hund auch durch lautere Geräuschreize so schnell keine langen psychischen Schäden bekommen wird.

    Schön ;-) Aber funktioniert hat´s so gesehen trotzdem: Die Handlung hat der Hund ja abgebrochen in dem Moment...... *gg Also, wenn das ein Trainer ohne Absprache macht, sowas, davon halt ich auch nix - das sollte schon vorher abgesprochen werden, ob der Halter damit einverstanden ist, denn der kennt den Hund normalerweise etwas besser, und weiß aus dem Alltag, wie empfindlich der Hund ist.

    Zitat

    .....
    Das Spieli als Gegenreiz zu nutzen - ich denke ehrlich gesagt das muss noch warten, bevor er kapiert hat, dass er nicht entscheidet wann was getan wird. Sozusagen erstmal Grundregeln klären.............

    Aber genau das tust Du doch damit: Du zeigst ihm, daß DU seine wichtigste Ressource verwaltest, und er, wenn er nicht auf Dich guckt, schlichtweg mal gar nix kriegt. Sondern nur, wenn Du das gerade möchtest, und nur dann, wenn er sich so verhält, wie Du das möchtest.

    Das kannst sogar so weit treiben, daß er daheim erst auf Freigabe ans Futter, aufs Sofa, ins die Küche etc. darf. Oder auf Freigabe zu nem anderen Hund /Person hin darf. Oder auf Freigabe erst durch die Türe darf zum Gassi. Oder auf Freigabe erst durch die Balkontüre raus. Tausende Übungsmöglicheiten ergeben sich so im Alltag (auch ohne gleich nen Terror für den Hund daraus zu machen *gg Hab nur so viele Beispiele genannt, aber man braucht jetzt den Hund nicht ganztägig damit zu quälen! Nur eben immer mal wieder machen....). Erst Blick zu Dir, ruhig sitzen, dann kriegt er, was er will. --> "Frauchen ist die Quelle zu allem, was toll ist". --> Generell stärkere Konzentration auf Dich.