Beiträge von BieBoss

    Ich stell mir grad % 10 Abs. 3 vor: einen Herdenschutz- oder sonstigen Schutzhund, der verträglich mit allen Hunden und Menschen sein soll - wie soll ein solcher hund dann noch seine Bewachuings- und Schutzaufgaben erfüllen? Mal abgesehen davon, daß ich den Züchter sehen möchte, der in einen Menschen gegenüber reservierten Hund plötzlich Menschenfreundlichkeit reinzüchten möchte *gggg Welche Zauberzutat muß er den designierten Elterntieren dafür wohl verabreichen? *kopfkratz.....

    Zitat

    Hi,
    wir fahren bald mit unseren 2 Golden Retrievern nach Österreich in ein Hotel.
    Da im Hotelzimmer ein Teppich liegt und wir nicht möchten das die Zimmermädchen jeden Tag einen Anfall bekommen, überlege ich gerade wie ich die Hundehaare vom Teppich bekomme.
    Wir bezahlen zwar für 14 Tage 200€ für die Hunde aber ich würde schon gerne das Zimmer sauber halten.
    Wie macht ihr das im Urlaub?

    Danke

    Ganz ehrlich: ich rufe an, wenn ich auf der Website gesehen habe, daß Hunde erlaubt sind, und buche telefonisch, so kann ich gleich dazusagen, daß ein Hund mitkommt. Habe die Erfahrung gemacht, daß in vielen Hotels dann Zimmer mit Holzböden o.ä. vergeben wurden, weil die einfacher zu reinigen sind. Außerdem kann sich keiner beschweren, wenn er vorher wußte, daß ein Hund ins Hotel mitkommen würde.

    Ansonsten: für 200,- € statte ich Dir das ganze Zimmer mit nem neuen Teppich aus, für den Preis würd ich glaub ich den Hund noch mit ins Bett nehmen! :ugly: Ich fahre jetzt auch über´s Wochenende weg. Habe mit Hund gebucht, und zahle 10,- € pro Nacht nur für den Hund. Das wären 140,- € für 2 Wochen - und das ist schon fast ne Frechheit für eine etwas intensivere Endreinigung als Normal. Bei nem Stundenlohn fürs Zimmermädchen von 10,- € (und da sind bei deren Gehältern die Personal-Nebenkosten schon mit drin!) bedeutet das 14 Stunden Putzen - ich glaub, so viel Schmutz kann ein Hund allein in 14 Tagen gar net machen, wenn er net grad reinpieselt, Flöhe mitbringt o.ä.

    Bei 200,- € für 14 Tage würd ich mir ein anderes Hotel suchen, das Geld gebe ich lieber für meinen Urlaub aus als für die Reinigung, das wären schon wieder paarmal essen gehen.

    Wenn wir mit der Staffel auf Trainingswochenende sind, zahlt jeder für 3-4 Tage im Ferienhaus 18,- € pauschal - und das, obwohl das Haus besenrein durch uns wieder übergeben werden muß. Find ich da schon viel, und das sind nur 50-80 Euro insgesamt, je nach Besetzung der Häuser. Aber die haben ja dadurch keinen Mehraufwand für Bodenreinigung, wenn wir selbst fegen müssen (auf die Sofas und ins Bett dürfen die Hunde natürlich net, aber ein paar Haare werden die schon abkriegen, wenn wir da wohnen - das versteh ich noch, da was zu zahlen). Evtl. vorhandene Teppiche werden zusammengerollt auf den Schränken gelagert, während wir da sind, die müssen also nicht gesondert gereinigt werden.

    Wenn ein Hotel nur Teppich-Zimmer hat, und dann ein Mehraufwand für die Reinigung tatsächlich anfällt, sehe ich eine Reinigungsgebühr noch ein. Aber wenn ich das komplett selbst geputzt hinterlassen muß, oder in der von Dir genannten Höhe - ne.....

    Meist nutzen wir eh Ferienwohnungen, da ist das alles entspannter mit Hunden.

    PS: wichtig ist natürlich, die Box so groß zu kaufen, daß der Hund sich bewegen kann, wenn man länger unterwegs ist, er aber bei einer scharfen Bremsung nicht durch die Gegend geschleudert wird.

    Evtl. für nen Welpen erstmal ne günstige kleine Plastikbox kaufen, und später Metall für den Kofferraum...... ;-)

    Teppich oder Fleecedecke drin, und schon wird´s gemütlich.

    Ich hab sowas im Kofferraum (in abgeschrägter Form, wegen Kombi-Heckklappe):


    Da liegt im Sommer ein Teppich drin (der verrutscht nicht und gibt auch dem Hund Halt), und im Winter ein Stoff-Körbchen, maßgefertigt, das auch im Falle eines Unfalles etwas abpolstern würde. Bietet Platz für beide Hunde. Vorteil: bezahlbar, zusammenklappbar (wenn ich einkaufen gehe und den Kofferraum brauche, steht´s in der Garage, ohne viel Platz wegzunehmen, oder ich stell die Einkaufstüten einfach rein, dann kullert nix rum *gg), gut zu reinigen. Gut zu sichern mit Vorhängeschloß, wenn ich mal den Hund kurzfristig im Auto lassen möchte - so kann man die Kofferraumklappe geöffnet lassen, und keiner kann den Hund wegholen, ich brauche ihn nicht zugänglich für Jedermann vorm Laden anzubinden.

    Sicherer bei Unfällen sind die Dinger:


    Gibts auch in maßgeschneidert, und Du zahlst die Sicherheit halt auch.... Da kriegst halt unter 3stelligen Beträgen nix.... Kann absperrbar geliefert werden. Nachteil: elend sperrig, meist fest montiert im Fahrzeug - ist dadurch sicherer, aber der Kofferraum halt konstant blockiert. Nicht zusammenklappbar, soweit ich die Dinger kenn.

    Alternative:


    Sowas hab ich auch - wenn ich mit allen Dreien unterwegs bin, kommen die noch ins Auto. Vorteil: leichtes Material, leicht zu transportieren. Nachteil: nicht zusamenklappbar, daher schwerer zu transportieren als die zusammenklappbaren erstgenannten. Ist aber auch mitnehmbar z.B. im Hotel anstelle Körbchen (spart Platz im Urlaub, wenn das Körbchen nicht auch noch mit muß!), und findet auch Platz in ner ruhigen ecke im Wohnzimmer, wenn man Freunde besucht, und ein Hund Ruhe haben soll oder wegen evtl. Krabbelkindern dort gesichert werden muß.
    Vorteil: Hunden, denen im Auto schlecht wird, wenn sie rausschauen, wird die Sicht größtenteils genommen, sodaß sie streßfreier sind im Auto. Wasserdicht, wenn mal ein kleines Malheur passiert (beim neuen Hund/Welpen), sodaß nicht gleich die Rückbank ausgetuascht werden muß.

    Dann gibt´s noch die Variante:


    Wär nix für mich: sicher ist anders. Hund kommt raus, wenn er nur den Reißverschluß anknabbert, das Ding hält nix aus im (Un-)Fall. Vorteil: leicht, zusammenklappbar, kannst überall mitnehmen (z.B. auf Seminare) und dort schnell aufstellen. Sieht halt hübscher aus als Metall in Wohnumgebung, wenn man´s als Rückzugshöhle daheim oder unterwegs auch nutzen möchte. Aber nen Jagdhund damit im Wald abstellen möcht ich net, das Ding lebt davon, daß der Hund nicht ausprobiert, rauszukommen *gg
    Vorteil: Hunden, denen im Auto schlecht wird, wenn sie rausschauen, wird die Sicht genommen, sodaß sie streßfreier sind im Auto.

    Die letzten drei haben auch für mich den Nachteil, daß sich die Luft (und damit auch Wärme!) darin eher staut als in der ersten Variante, daher habe ich die erste für den täglichen Gebrauch.

    So - hoffe, daß ich Dir mit meinen Begründungen die Wahl der richtigen Box etwas erleichtern konnte ;-)

    Zitat

    ......Naja, wenn man sowas vom eigenen Vater zu hören bekommt geht das nicht so einfach an einem vorbei...

    Ach Mensch, das kann ich schon verstehen.... Hatte ich grad noch nicht gelesen. Aber ganz ehrlich, wenn er das nochmal sagt, frag ihn doch mal: "Und Du glaubst, daß Dein Hund als Rudeltier da draußen glücklich ist, wenn Du ihn quasi von Dir wegschickst und verstößt? So viel zum Thema artgerechte Haltung! Ich glaube, an dieser Stelle brauchen wir nicht weiterzudiskutieren." ;-) ;-)

    Für meine Biene z.B. wär´s die schlimmste Strafe der Welt, wenn sie sich nicht immer in meiner Nähe aufhalten dürfte! Die hält sich auch in der Wohnung gerne bei mir auf, einfach zusammengerollt irgendwo im Eck, oder auf meinem Schoß.

    Bossi würde sicherlich gern draußen rumstromern und jagen gehen. Aber das möchte ich nicht, egoistisch wie ich bin *gg

    Und Frieda rauszulassen alleine - die würde erstmal sämtliche Nachbarshunde anfallen, und irgendwann schließlich überfahren werden, da blind..... Ob ihr das so viel artgerechten Spaß machen würde??? Die hätte da draußen Streß PUR. Ne, ne - der geht´s gut so, wie es ist.....

    Zitat

    ...Nun hat er mir vorgehalten, man könne keinen Hund in einer Wohnung in der Stadt halten.
    Und dass mein Hund halt leben würde, aber dass sie glücklich wäre, wäre eine Einbildung des Besitzers.
    Der Hund könne ja schließlich nicht raus wann er will, nicht einfach mal umherstreifen.......

    Klar will der Hund das - vielleicht noch mehr als ne Katze - immerhin jagen Katzen, indem sie stundenlang rumhocken vorm Mausloch, und der Hund ist ein Hetzjäger. Insofern bräuchte der Hund noch viel eher einen Freilauf als eine Katze!

    Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß das Hasen/Rehe & Co., aber auch Versicherungen ganz anders sehen....... In der heutigen Zeit muß man halt einfach Rücksicht darauf nehmen, wo man lebt, und ein Tier (das man schließlich auch liebt, und für das man auch die Verantwortung trägt!) ausreichend sichern, damit ihm nichts passiert, und auch, um haftungsrechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Verursacht der Hund einen Unfall beim Streunen, ist der Besitzer mit Sicherheit genauso haftbar wie der einer Katze im selben Fall. Wird der Hund "auf Achse" erschossen vom Jäger, hilft ihm sein glückliches Leben genausowenig wie einer Katze, die vom Auto überfahren wird. Ich mache da in Sachen Schutz des eigenen Haustiers keinen Unterschied zwischen den Arten. Wo es möglich ist, gut - aber es nicht zuzulassen, heißt noch lange nicht, daß ich ein Tierquäler bin.

    Man muß halt schauen, was man für ein Tier hat - einem Tier, das fernab jeglicher Zivilisation aufgewachsen ist, und daher bei jedem vorbeifahrenden Fahrzeug nen halben Herzinfarkt kriegt, würde ich keine Stadthaltung zumuten, klar - aber wenns das Tier nicht streßt? Hunde sind so anpassungsfähig - solang die gut versorgt und ausgelastet werden, geht es denen deswegen nicht schlechter als einem freilaufenden Hund - im Gegenteil, sie haben sicher wesentlich weniger Streß, weil sie sich net mit Revierkonflikten, der Jagerei u.a. Gefahren rumärgern müssen.

    Wichtig ist doch, daß man diese scheinbar "verlorene Freiheit" entsprechend den eigenen Möglichkeiten irgendwie wieder gutmacht/ersetzt und nach Möglichkeit im vorhandenen Rahmen gibt. Will heißen, Freilauf unter Aufsicht oder auf gesicherten Grundstücken. Gehorsam, der den Freilauf erst ermöglicht. Und ich glaube, daß zumindest Hundehalter hier im Forum (außerhalb meist eher weniger) besser in der Lage sind, einzuschätzen, ob ihre Hunde glücklich sind, als irgendwelche Leute, die weit weg wohnen und andere Ansichten haben in Sachen Tierhaltung und den Hund der kritisierten Person vielleicht sogar nichtmal kennen!

    Laß Dir doch net von nem Anderen vorschreiben, ob Dein Hund glücklich ist - warum verunsichert Dich das so?

    Ich hab damals, als Bossi zu uns kam, auch noch nen Hasen und einige Meeris gehabt. Nach kurzer Eingewöhnung und mit deutlichen Regeln, konsequent durchgesetzt, war das überhaupt kein Problem. Bossi schnupperte ab und an, drehte aber nicht hoch, der Käfig war tabu, und sobald er sich anfangs in der Nähe angefangen hat, aufzuregen, zu fiepen etc., wurde er halt weggeholt. Irgendwann hat er die Viecherln einfach ignoriert, und ist höchstens noch hin, um nach dem Gassi zu prüfen, ob noch alle da sind, oder wenn eines ein besonderes Geräusch oder so gemacht hat, und hat ihnen dann durchs Gitter liebevoll die Nasenspitze angeschlabbert ;-)

    Alleingelassen habe ich ihn mit den Nagern auf keinen Fall, das würde ich nie machen, nichtmal mit einem nicht-Jagdhund.

    Wenn Du weg bist, könntest Du z.B. den Hund in die Küche bringen und die Türe schließen, damit nichts passiert, oder im Schlafzimmer lassen.

    Abgesehen davon: ich würde mir lieber wen Anderes suchen, der auf meine Hundis aufpaßt, als wegen der Sitter eine bestimmte Rasse zu wählen, mit der ich dann nicht zurechtkomme...... Dann lieber nen gewerblichen Sitter, den ich bezahlen muß, mir dafür aber auch nicht erzählt, was ein Hund ist und was nicht.

    Ansonsten: je besser ein jagen-wollender Hund im jagdlichen Bereich ausgelastet wird (Suchspiele, Spuren verfolgen/Mantrailing/Fährte etc.), desto geringer ist die Gefahr, daß er den Jagdtrieb daheim dann irgendwann an den Kleintieren ausläßt...