Beiträge von BieBoss

    Ich würd´s von einer anderen Seite her aufziehen, zumindest hat mir das bei Bossi sehr geholfen.

    Führ ein Freigabe-Kommando ein. OK, oder LAUF, was auch immer - irgendwas, was man im Alltag net dauernd verwendet (bei uns ist es ok - aber das war dumm gewählt. Stell Dir vor, ein Auto kommt, der Hund geht auf die Seite und setzt sich brav hin, und Du sagst ganz erleichtert "OK" - doof, gell.....).

    Dann nimm ihn in nächster Zeit nur noch an der Leine mit raus. Kommt ein anderer Hund, wird er hinziehen. In dem Moment bleibst Du stehen. Bis er auf Dich aufmerksam wird und Dich anguckt. Den Moment des Anguckens bestätigen (oder clickern, wenn Du das machst). So lernt er, daß er, wenn er wo hin möchte, Dich erstmal angucken soll. Oder: stehenbleiben, bis der Hund sich von alleine setzt (die ersten 2-3 Male aevtl. auf Kommando). Er muß Dich angucken, und in dem Moment, wo er Dich anguckt, gibst Du ihm dann das Freigabe-Kommando. So erfährt er, daß er, wenn er etwas haben möchte von Dir, Dich angucken muß. Nur und ausschließlich über Dich kommt er zum gewünschten Erfolg (Hund begrüßen), der dann auch die beste Bestätigung dafür ist, daß er "nachgefragt" (also Dich angeguckt und auf Freigabe gewartet) hat.

    Solche Spielchen kannst auch tagsüber in tausend Situationen üben. Absitzen vorm Füttern, bis Du Freigabe gibst. Ins Körbchen schicken, bis Du Freigabe gibst. Solange Du keine Freigabe gibst, wird er, wenn er sich dort wegbewegt, wieder zurückgebracht mit "Nein-Körbchen", bzw. (besser) am Aufstehen gehindert. Man kann das ja sehen, wenn er Anstalten macht, aufzustehen. Besuch darf erst begrüßt werden, wenn Du die Freigabe gibst - bevor der Hnd net anständig absitzt (oder ins KÖrbchen geht o.ä. nach dem klingeln), wird die Haustüre nciht geöffnet, und er darf niemanden begrüßen. Sitzt er im Körbchen, kommt der Besuch schneller rein, als wenn er zur Türe rennt, und dann darf er wieder aufstehen und begrüßen (so ist das Begrüßen-Dürfen die Bestätigung). Lauter so Sachen halt.

    Eine Freigabe kann auch im Alltag sehr nützlich sein (z.B. gucken lassen, bevor der Hund über die Straße rennt), und Du brauchst keinen neuen Rückruf, weil der Hund nämlich ohne Deine Freigabe nicht mehr hingeht. Mußt natürlich lange genug üben. Und wenn er frei laufen soll, dann geh wo hin, wo Du sicher bist, daß keine anderen Hundehalter kommen, bzw. Du diese VOR Deinem Hund siehst, und ihn kurzfristig anleinen kannst. Jedenfalls darf der Hund keinen Erfolg mehr damit haben, ohne Deine Freigabe einfach loszustürmen, sonst wird er das Verhalten nie ablegen.

    Den Rückruf würde ich separat üben, wenn´s da noch hapert, und zwar mit dem bestehenden Kommando - nur halt ein bißchen konsequenter als bisher. Sprich, wie beim Welpen erstmal nur rufen, wenn der Hund eh zu Dir unterwegs ist und gar nicht abgelenkt werden kann. Als nächstes mehr Ablenkung, dafür aus geringerer Entfernung herrufen. Sollt er mal nicht gleich herkommen, umgehend hingehen, am Halsband dort hin mitnehmen, von wo aus Du gerufen hattest. Sodaß er lernt, wenn er nicht selbst kommt, holst Du ihn halt (ist ja doof - dann kann er auch gleich selbst kommen beim ersten Rufen). Das Problem ist ja nicht, daß er das Kommando nicht verstanden hätte, er kommt halt nur nicht immer gleich, weil er gelernt hat, daß Du nicht sonderlich konsequent warst, bzw. er immer die Chance hatte, ungestraft das Kommando zu ignorieren. Und daran wird ein neues Kommando nichts ändern. Nur, wenn Du ab jetzt eben konsequent bist, wird er sich das merken - egal, ob mit dem alten Kommando oder einem neuen! und dafür muß man nicht mit Straße arbeiten, wenn er hinrennt, sondern damit, das Hinrennen zu unterbinden ;-) Also eingreifen, BEVOR der hund den Ffehler macht, ihm die Chance auf den Fehler gar nicht geben, stattdessen zeigen, was als Alternativverhalten von Dir gewünscht wird.

    Wenn er bislang nicht kommt, dann hast Du ihn beim Aufbau des Rückrufes damals bestimmt öfter mal in Situationen gerufen, wo er zu abgelenkt war oder zu weit weg war, um Dich wahrzunehmen, also sprich in Situationen, die für den damaligen Lern-Stand einfach noch zu schwierig waren. Wenn sowas passiert, weißt Du: die Anforderung war erstmal zu hoch, geh nochmal ein paar Schritte zurück und rufe nur aus geringerem Abstand/mit weniger Ablenkung etc., festige das, und geh erst dann wieder ein Stückchen weiter vorwärts im Training, und steigere die Anforderungen dabei echt nur in kleinen Schritten. Also nicht: Abruf in Wohnung ohne Ablenkung klappt heute, also versuch ich es morgen beim Spielen auf der Hundewiese, wo sich 20 andere Hunde tummeln und am Rand 7 Rehe stehen, und daneben das Kirchweihzelt steht mit Musik und Action *gg

    Hey, Mari,

    tut mir leid um Deine alte Hündin ;-(

    Mit dem Neuen: gib Euch noch ein wenig Zeit. Versuch, mit dem neuen Hund auch neue Dinge zu machen, damit Du nicht in die Verlegenheit kommst, zu vergleichen. Übe andere Tricks als mit dem ersten Hund ein, geh andere Gassirunden als die Gewohnten. Wenn Du mit dem alten Hund z.B. Agility als Spaßbeschäftigung gemacht hättest, würde ich mit dem neune Hund was Anderes aussuchen als Beschäftigung. Sodaß Du ihn komplett getrennt von der anderen Hündin siehst, und wegkommen kannst von dem "Ersatz"-Denken. Der Hund ist kein Ersatz, er ist einfach ein anderer Hund. Ich tu mir da vielleicht einfacher, weil ich bereits drei Hunde habe. Sollte also bei mir mal ein weiterer Hund angeschafft werden, dann wäre das genau das: ein weiterer Hund, nicht ein Ersatz. Weil die vorhandenen drei ja auch schon alle unterschiedlich sind, und dann ist es wahrscheinlich einfacher, einen neuen Hund auch einfach als "weiteren Hund" zu betrachten.

    Evtl. kannst Dich auch mal hinsetzen und ganz bewußt überlegen (vielleicht sogar aufschreiben), was Dich an dem neuen Hund als Erstes gereizt hatte, was Du süß fandest, was Du von seinem Verhalten her vielleicht toll findest - wo er ganz anders reagiert als die erste Hündin, und Du das gut findest. Denn wenn man ein bißchen überlegt, fallen einem bestimmt Dinge ein, die man im Alltag vor lauter Trauer um den anderen Hund noch gar nicht gesehen hat (sehen wollte oder konnte), und den Neuen vielleicht liebenswerter machen.

    Ich könnte mir vorstellen, daß wenn man mal so darüber nachgedacht hat, man dann vielleicht auch ein Auge dafür bekommt, tagsüber im Alltag Dinge zu bemerken und bewußt wahrzunehmen, die der neue Hund gut macht, und ist dann offener für dessen Wesensart. Man kann den Hund dann quasi unvoreingenommener kennenlernen. Vielleicht hat der erste Hund an der Leine gepöbelt, und der neue ist vollkommen friedlich. Vielleicht lernt der Neue schneller oder kann was Anderes besser als der erste. Vielleicht läßt Dich der neue Hund in Frieden nachts schlaffen, während Du mit der alten Hündin am Ende nachts öfter mal raus mußtest. Vielleicht haart der Neue nicht ganz so schrecklich wie die ehemalige Hündin. Solche Dinge halt. Banal, aber Du verstehst, was ich meine: Vorteile suchen und offen dafür sein, sie wahrzunehmen.

    Vergleichen also - aber nicht im Sinne von "das konnte die Alte alles besser". Ist ja klar, Ihr hattet auch 14 Jahre Zeit, zusammenzuwachsen, und ihre Ankunft war nicht vorbelastet durch einen verstorbenen Hund. Sondern im Sinne davon, auch die Seiten vom neuen Hund wahrzunehmen, die anders und besser sind als beim alten Hund, nicht nur die Seiten, die anders und schlechter sind.

    Aber mal ne ernsthafte Frage: wenn man gegen durch Zecken übertragbare Krankheiten impfen kann - wäre es dann nicht theoretisch möglich, über eine Titerbestimmung nachzuprüfen, ob der Hund gegen diese Krankheiten bereits geschützt ist und Antikörper hat?

    Wer kennt sich aus?

    Denn wenn ich wüßte, der Hund hätte bereits Antikörper gegen diese Krankheiten, könnte man sich diese Zeckenmittel ja sparen (mal davon ausgehend, daß hier bei mir die Zecken bislang nie auf mich gegangen sind, die am Hund waren).

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    .....Ico hat auch ausnahmslos immer mindestens doppelt so viele Zecken wie andere Hunde mit denen wir spazieren sind.......

    Mach doch was Sinnvolles draus: biete anderen Hundehaltern an, mit ihnen Gassi zu gehen zwecks Zeckenfreiheit von deren Hunden, und verlang Geld dafür *ggggg

    Und Deinen Hund dann nach dem Gassi gründlich durchbürsten, damit die Viecher wieder weggehen, bevor Du ins Haus gehst......

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    .....
    Und Eurer Hündin würde ich, falls die rumzickt, auch ganz schnell klarmachen, daß sie das Grundstück nicht zu verteidigen hat, wenn ICH entscheide, daß der Besuch den Hund mitbringen darf. Ist nicht ihre, sondern Deine Entscheidung. Wenn sie also zicken sollte, wird sie ins Körbchen geschickt, notfalls dort angebunden, um ihr zu zeigen, daß sie nichts zu entscheiden hat, aber auch, ihr zu zeigen, daß Ihr Euch sehr wohl in der Lage seht, Euch selbst darum zu kümmern, wenn ein "fremder" Hund im eigenen Garten ist, sodaß sie sich entspannen kann. Sie braucht nichts zu verteidigen, die Verantwortung kann sie an Euch abgeben.

    Hab grad gesehen, es war andersrum - dann halt die Gasthündin, wenn sie zickt, "einnorden", sprich ihr Verhalten abbrechen, und ihr klarmachen, was sie zu tun hat - ab auf die Decke, und nicht wegbewegen dort. Wenn meine sich so benehmen würden, wenn wir irgendwo zu Gast sind, wo der andere Hund schon eindeutig beschwichtigt hat, gäb´s massiven Ärger mit mir und Eckenknast, sprich "Platz und Bleib" für die nächste halbe Stunde gg

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    ......
    Viele sagen ja wenn Hunde sich in Nacken beißen wollen sie den anderen töten.
    Stimmt das denn?......


    Also, wenn das immer und uneingeschränkt stimmen würde, hätten meine Hunde schon Schimmel angesetzt und würden 2 Meter unter der Erde liegen *gg

    Ich würde den Griff zum Nacken einfach als "Korrektur" sehen - vielleicht hat sich der eine Hund dem anderen in seinen Augen unangemessen verhalten, zu weit genähert, Körpersprachliche Signale übersehen, o.ä. - man sieht sowas als Anfänger oft noch nicht. Wie gersagt - hätten die sich verletzten WOLLEN, hättst es nicht verhindern können!

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    Könnte es den nicht passieren das sie sich dann richtig beissen?.
    Ich hatte mal gehört das Hündinnen sich tot beißen können oder ist das bei sterilisierten anders?

    Es war ja Amy zuhause deswegen denke ich das Luna das Revier von Amy einehmen wollte.
    Wir sind natürlich jetzt alle erstmal vorsichtig und werden mal versuchen wie es ist wenn wir mit ihnen spazieren gehen.


    Ach Quatsch - die wollen sich doch net gleich umbringen. Glaub mir, wenn Deine die andere hätte verletzen wollen, hätte sie das geschafft! Das hat auch nichts damit zu tun, das Revier von Deiner Hündin einzunehmen die Hündin kam ja nicht deswegen zu Euch, weil sie grad beschlossen hatte, ein neues Grundstück zu benötigen, sondern weil Ihr sie reingeführt habt! Der Fehler lag ausschließlich bei Euch - aber jetzt wißt Ihr es ja besser, und wenn ihr entspannt bleibt, glaube ich nicht, daß es beim nächsten Versuch irgendwelche Schwierigkeiten geben wird.

    Anmerkung: wenn die Hündin das erste Mal wieder zu Euch mit reinkommt, dann weist ihr am besten gleich einen Platz zu, der nicht Eurer Hündin gehört (eigene Decke o.ä., damit´s keine Ressourcenverteidigung gibt), und räumt vorher alles weg, was zu Streitigkeiten führen könnte: Futter, Spielzeug etc.!

    Und Eurer Hündin würde ich, falls die rumzickt, auch ganz schnell klarmachen, daß sie das Grundstück nicht zu verteidigen hat, wenn ICH entscheide, daß der Besuch den Hund mitbringen darf. Ist nicht ihre, sondern Deine Entscheidung. Wenn sie also zicken sollte, wird sie ins Körbchen geschickt, notfalls dort angebunden, um ihr zu zeigen, daß sie nichts zu entscheiden hat, aber auch, ihr zu zeigen, daß Ihr Euch sehr wohl in der Lage seht, Euch selbst darum zu kümmern, wenn ein "fremder" Hund im eigenen Garten ist, sodaß sie sich entspannen kann. Sie braucht nichts zu verteidigen, die Verantwortung kann sie an Euch abgeben.

    Fehler Nummer 1: Kennenlernen auf dem Revier des einen Hundes.
    Fehler Nummer 2: Hunde auch noch angeleint.

    Mein Tip: Neuer Versuch, neues Glück, paar Tage später (etwas Zeit dazwischen schadet nicht). Diesmal auf beiden Hunden unbekanntem Gelände und ohne Leine. Beide HH gehen mit ihren Hunden spazieren, unabhängig voneinander. "Zufällig" begegnet man sich auf etwas größere Entfernung. Gucken, wie die Hunde reagieren. Dann etwas näher aufeinandertreffen. Beide bewegen sich weiter, sagen kurz hallo gegenseitig, gehen dabei aber weiter, sodaß es für die Hunde nur eine kurze höfliche Begegnung ist. Nach dem Weitergehen, wenn dies gut läuft, einfach nochmal begegnen, sich begrüßen, unterhalten, und dabei gemeinsam weiterlaufen. NICHT stehenbleiben und den Hunden damit Zeit geben, "rumzuspacken", sondern ganz entspannt weiterlaufen, dann sind die Hunde in Bewegung, können sich ausweichen etc.

    Erst, wenn das gut geklappt hat, kannst den zweiten Hund mal zu Dir mit heim nehmen - aber so, daß alle beide zusammen unterwegs sind, und dann gemeinsam bei Dir daheim ankommen und rein dürfen. Erstmal im Garten, damit sie sich ausweichen und bewegen können, wenn das klappt, acuh mal in der Wohnung. Nicht notwendigerweise alls an einem Tag, etwas Abstand ist vielleicht ganz gut.

    Clever wär´s gewesen, sich VOR dem ersten Zusammenführen Gedanken zu machen und hier nachzufragen, wie das am geschicktesten abläuft, statt erstmal das Kind in den Brunnen fallen zu lassen..... :roll: