Beiträge von BieBoss

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    Der Hund war freilaufend. Das Grundstück des Nachbarn ist eigentlich eingezäunt, das Tor ist aber immer offen. Und wir müssen halt immer daran vorbeifahren, wenn wir weg wollen.....

    Wär´s ne Möglichkeit, das Fahrrad auf den paar Metern zu schieben? Wenn der Besitzer nichts gegen das Verahlten tut (Deine Beschreibung hört sich nach Revierverteidigung an, nicht nach Aggressivität um dieser selbst Willen), muß man halt selbst vorbeugen.... Hilft ja alles Gezeter nix, wenn ich nachher dessen Zähnchen in der Wade stecken hab..... ;-)

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    .....Vielleicht bin ich auch einfach nur mit unserem Fritzi zu verwöhnt und weiss gar nicht, wie andere Hunde so ticken. ;)

    Muß nicht sein - ist halt nur ein anderer Hund, der eben manche Dinge nicht so gelernt hat wie Euer Hund bei Euch. Eurer weiß halt, daß ihm die Kids nix tun, weil Du immer rechtzeitig verhindert hast, daß ein Kind an ihm rumzerrt etc.
    Daher ist er im Umgang mit denen auch sicher. Der andere Hund weiß das nicht, und wird vom Halter auch nicht daran gehindert, Dinge selbst zu regeln, indem sie solche "Übergriffe" (in den Augen ihres Hundes) unterbinden. Daher muß er das selbst "klären". Insofern tickt er nicht unbedingt anders, sondern hat einfach nur andere Voraussetzungen - die Du ja nun kennst.... ;-) Und insofern kannst darauf reagieren, wenns die Halter nicht tun - kein Kontakt ist da glaub ich echt die sicherste Lösung...

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    .....Das Kind ist 3 Jahre alt, da kannst du dich fusselig erklären. Die Knirpse können das in dem Alter noch gar nicht in der Eigenverantwortung umsetzen die nötig wäre. Da muss man als Eltern einfach in die Pflicht gehen und aufpassen, erklären, aufpassen, erklären...... ungefähr die nächsten drei Jahre dann fruchtet es allmählich.

    Ja - meine Schwester hat nen Schäfi-Mix, und keiner ist mit dem Hund bislang so toll umgegangen wie die kleine Tochter! Die hat von Anfang an erklärt bekommen, was man zu tun hat und was nicht, daß der Hund auf dem Platz grundsätzlich in Ruhe gelassen wird, daß man ihn nicht erschreckt etc., und sie hat das auch schon mit 2 Jahren kapiert. Natürlich hat meine Schwester immer darauf aufgepaßt, daß sie das nicht vergißt, und sie daran erinnert etc., und sie auch nie mit dem Hund alleine gelassen. Grundsätzlich kapieren kann das natürlich auch ein jüngeres Kind. Aber die vergessen das halt zwischenrein mal, oder versuchen, ob sie damit weiterkommen, wenn sie es ignorieren. ;-)

    Heute ist die Kleine 5 Jahre alt, und die kann sich bei ihm echt Einiges erlauben, weil sie ihn zu lesen gelernt hat, und sofort aufhört, wenn sie sieht, daß ihm was unangenehm ist. Die zwei zusammen zu sehen, ist eine wahre Freude.

    Aber die hat halt auch nicht den eigenen Hund im Schlaf im Körbchen gestört - also, so viel Verstand sollte der (erwachsene) Halter dann doch haben.... ;-)

    Ein Ansatz wär´s in meinen Augen, daß Du Deinem Kind beibringst, daß auch der EIGENE Hund im Körbchen grundsätzlich in Ruhe gelassen wird. Wenn das Kind das von daheim aus kennt, wird es das woanders auch selbstverständlich beherzigen.

    Trotzdem wäre auch DAS für den Nachbarn kein Freischein, den Hund unbeaufsichtigt rumliegen zu lassen!

    Hätte ich ein Kind in dem Alter und der Situation in Verbindung mit offensichtlich uneinsichtigen Nachbarn (die unterschätzen ganz sicher die Gefahr, in der SIE sich dann befinden, wenn was passieren sollte-ich sag nur Aufsichtspflicht und Schadenersatz!), ich würde schlichtweg das Kind nicht mehr rüberlassen, solange die nicht in der Lage sind, ihren Hund ausreichend zu sichern, und ganz eindeutig die Gefahr der Situation unterschätzen.

    Draußen immer einen Bogen um den Hund machen, damit der sich nicht genötigt sieht, irgendwas zu verteidigen.

    Das Gespräch mit den Nachbarn habt ihr ja offenbar schon gesucht - seid Ihr dabei so richtig deutlich geworden, was das betrifft, was die Folgen dieser Ignoranz sein könnten? (gebissene Kinder anderer Leute oder -noch wichtiger, weil eine angedrohte eigene Einschränkung immer mehr bewirken wird- Hund mit Maulkorb-/Leinenzwang o.ä.)

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    ......Warum also bei Hundehaltern immer vorausgesetzt wird das sich 'die guten' noch besser benehmen u noch hoflicher u noch rücksichtsvoller sind, vollkommen egal wie grätzig u ekelhaft u va unhöflich u ungerecht das gegenüber ist, nur um damit das schlechte image von anderen 'auszubessern' versteh ich ehrlich gesagt nicht so richtig.

    Ich denke, dabei geht´s darum, denen nicht noch Munition für ihre Attacken gegen Hundehalter zu liefern, sondern zu zeigen, daß es auch anders geht. Und ganz ehrlich, wenn mein Hund wen erschreckt hat, der grad ums Eck kam und in Gedanken war, bricht mir auch kein Zacken aus der Krone, wenn ich mich entschuldige, auch wenn demjenigen grad aus Schreck erstmal ne Beschimpfung rausrutscht....

    Außerdem, ganz ehrlich: wenn ich anfange, dann anderen Leuten in dem Tonfall zu antworten, ist meine Laune für den Rest des Spaziergangs flöten - und darauf hab ich keinen Bock, das sind die richtigen Pöbel-Leute nicht wert.... Ich zieh mich mit sowas selbst runter, und die haben ihr Ziel erreicht: nen Hundehalter mal wieder so richtig geärgert zu haben.... ;-)

    Denke, so war´s gemeint....

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    ....Nicht nur vergiften, sondern auch bereit dazu sein, den Hund zu verletzen. So wie am Donnerstag, als Milo neben mir im Fuß ging auf einem Trampelpfad und eine Frau, die uns entgegen kam, stocksteif stehen blieb, ich fragte, ob alles ok ist und sie eine Glasflasche nach Milo warf...... zum Glück hat sie nicht getroffen..... sie redete irgendwas in ner fremden Sprache und verdünnisierte sich...... der Reflex, diese Flasche IHR nachzuwerfen, konnte durch autogenes Training meinerseits unterbunden werden.......

    :schockiert: :schockiert: Ich bin entsetzt..... Ich glaub, ich hätt mich da nicht mehr beherrschen können - ich bewundere Dich für Deine Selbstbeherrschung! :gut: (mit ner blöden Reaktion verbessert man die Meinung solcher Leute vom Hund auch net wirklich.....)

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    ...... MENSCHENHAUFEN im nächsten Gebüsch etc. habe ich zu tolerieren? Da läuft doch was falsch...

    Das Problem ist, daß dem Menschen, der ins Gebüsch k.ckt und das dann nicht wegräumt, nirgendwo ein Leinenzwang oder Betretungsverbot (schau Dir mal viele Einkaufszentren in Bezug darauf an-es gab dazu schon etliche Diskussionen hier) droht *gg Sei froh, wenn der Haufen im Gebüsch liegt - bei uns ist es an Markttagen o.ä. so, daß ich manchmal beim Gassi in Nebenstraßen ums Eck komme, und direkt vor nem Kerl steh, der grad sein bestes Stück in der Hand hat, um sich in dieser hinteren Ecke zu erleichtern..... *plätscher....
    Solang ich sowas bei uns erlebe, mache ich mir keine Gedanken, wenn der Hund in der Stadt mal Pipi macht, weil er vorher viel getrunken hatte.... (klar - Geschäfte werden grundsätzlich weggeräumt, ich nehme das nicht als Rechtfertigung, unsere Häufchen überall dekorativ plazieren- und liegenzulassen *gg)

    Ich finde viele von den genannten Punkten für mich selbstverständlich, andere wiederum vollkommen unnötig. Meinen Hund interessieren keine Jogger, warum sollte ich ihn anleinen. Das mache ich je nach Bedarf. Ich weiß, daß Bossi z.B. gern Pferde in Spielhaltung ankläfft und mit ihnen rennen würde. Darum wird er in solchen Situationen halt angeleint, bevor er zum Pferd hinkommt - möchte schließlich nicht die Ursache für ein vor Schreck durchgehendes Pferd und den Genickbruch des Reiters sein, oder einen vom Pferd im Schreck totgetrampelten Hund haben.

    Andererseits geht es für mich selbst nichtmal um so tragische Dinge wie Giftköder oder so bei diesen Punkten, die sind ja (zuminest bei uns) gottseidank eher selten, sondern doch viel eher um Alltags-Einschränkungen, mit denen wir in zunehmendem Maße leben müssen, weil sich viele Hundehalter daneben benehmen. Beispiel bei uns: im Park ist Leinenzwang für Hunde. Leinenlose Hunde wurde bislang meist toleriert, wenn sie sichtbar in der Hand des Halters stehen. Auf dem Spielplatz im Park sehe ich jedoch immer wieder Hundehalter (auch Mütter mit Kind und Hund!) mit ihren Hunden rumlungern. Nicht nur, daß Hunde in meinen Augen dort nichts verloren haben, es steht sogar ein Schild davor, daß Hunde auf dem Spielplatz verboten sind. Darauf angesprochen, antworten die meisten mit: "der liegt doch nur neben der Bank". Ich sage: "klar, und der nächste freilaufende Hund riecht, daß da ein Hund neben dem Weg im Gras war und fühlt sich bemüßigt, die Stelle zu markieren, und dann führt Ihr Euch wieder auf wegen der Pinkelstelle".

    Oder die Leute gucken nur aufs Kind, nicht auf den Hund, der muß mal und setzt halt den Haufen neben die Bank am Spielplatz, weil er dort festgebunden ist. Und die ortsansässigen Hundehalter waren´s dann plötzlich, und dann geht´s halt anders ab: es wird irgendwann der Leinenzwang in diesem Park strikt durchgesetzt, oder auf dem hübschen Schild am Parkeingang wird das "Hunde bitte anleinen" gegen "Hunde haben keinen Zutritt" ersetzt - und damit schneiden sich GENAU DIESE Hundehalter ja sogar ins eigene Fleisch - und die kapieren´s einfach net!

    Oder: Hundi (Terrier!) im selben Park im Freilauf, hört aber NULL. Anliegender Garten enthält Hasen im Gehege. Tja - enthielt..... Terrierchen mußte jagen, und Fraule lacht - "was hätt ich denn tun sollen, ich kann ja nicht über den Zaun klettern". Terrierchen läuft fleißig weiter frei, Rückruf funktioniert bis heute nicht in solchen Situationen, oft genug erlebt. Auch hier ist es kein Wunder, wenn irgendwann die Einhaltung des Leinenzwangs im Park täglich kontrolliert wird. Herzlichen Glückwunsch - denn dann muß der besagte Hund ja auch an die Leine, warum geht´s nicht gleich, dann müssten wenigstens nicht ALLE Hundehalter irgenwann darunter leiden?

    Abgesehen von dem Streß für den Hund (meist Kleinsthunde bei uns), auf dem Spielplatz -zig grabschenden Kindern ausgesetzt zu sein, während Frauchen aufs eigene Kind aufpaßt oder es auf der Schaukel anschubst. Der Hund wehrt sich irgendwann vielleicht, weil er, dieser Situation hilflos ausgesetzt, schnappt, und schon hat derjenige Maulkorbzwang - einfach nur, weil er so dumm war, den Hund dieser Situation auszusetzen. Und wieder ins eigene Fleisch geschnitten, und "Schuld war der Andere/das Kind, der den Hund belästigt hat!"???

    Oder die Kampfhundeverordnung - warum kommt sowas? Weil Hunde negativ aufgefallen sind. Und je lästiger sich Hunde in der Öffentlichkeit benehmen, desto größer wird die Lobby derer, die unterschreiben, wenn´s mal darum geht, daß jeder Hund irgendwann einen Wesenstest wird machen müssen, alle Hunde einen generellen Leinenzwang kriegen, oder die Stadt xy plötzlich 500,- € pro Hund Hundesteuer verlangt, oder weitere Rassen zu "Kampfhunden" erklärt werden. Und dann vielleicht sogar DEIN Hund. Aber die wollen das nicht verstehen, hab ich manchmal den Eindruck. Und hinterher sitzen sie da mit großen Augen und fragen sich mit Unschuldsmiene, wie es so weit kommen konnte.

    Jeder Hundehalter schneidet sich also mit negativem Auffallen selbst ins eigene Bein - und die meisten sind so blöd (sorry..) und merken´s nicht mal - Hauptsache, ihr Hund hat seine Freiheit und kann sich ausleben.

    Das ist aber ein Punkt, den die meisten nicht sehen, und den ich am wenigsten verstehe. Giftköder sind eine Sache (und ich hab auch schon oft so dahingesagt "wir Hundehalter brauchen uns nicht zu wundern, wenn einer Amok läuft, weil ihm dreimal täglich einer vor die Haustüre sch..., und die Leute das trotz Aufforderung nicht unterlassen" - auch wenn Giftanschläge de facto durch GAR NICHTS zu rechtfertigen sind-aber ich verstehe die Beweggründe, die jemanden dazu bringen könnten, solch kranke Dinge durchzuführen.) - aber der eigene Alltag, den man sich damit schwerer macht als unbedingt nötig, ist doch viel wichtiger, denn man muß dann tagtäglich mit den selbstverursachten Einschränkungen leben. Und, bytheway - gibt es was Schöneres als ganz gelassen spazierengehen zu können, ohne dauernd nach dem Hund schreien zu müssen? Man muß sich anfangs ein bißchen Mühe geben mit dem Erziehen, ok - aber wenn der Hund mal die Grundregeln des Benimms intus hat, muß ich nimmer panisch hinter jede Ecke gucken, ob wer kommt, der vielleicht angesprungen werden könnte, oder aufpassen, daß kein Jogger verfolgt wird - das kommt doch auch mir selbst zugute, weil der Spaziergang dann in den folgenden Jahren wesentlich entspannter und streßfreier für Hundi UND mich verlaufen kann.

    Insofern verstehe ich die Rücksichtslosigkeiten erst recht nicht, die solchen Appellen zugrundeliegen. Klar - kein Hund ist perfekt. Aber wenn mein Hund MAL wen anspringt, weil ich net aufpasse, und ich pflück ihn dann umgehend runter und entschuldige mich tausendmal, ist das was Anderes, als wenn der jeden, der vorbeikommt, belästigt. Bremse ich den Hund aus, der am Gartenzaun kläfft, freuen sich die Nachbarn und bedanken sich. Lasse ich den dauerkläffen, habe ich vielleicht momentan Ruhe, weil ich nicht erziehen muß, dafür aber irgendwann dreifach Streß, wenn sich die Nachbarn zusammenrotten, weil der Hund alle nervt.... ;-)

    Das Ding hier im Forum zu posten, ist allerdings irgendwie nicht der richtige Platz, denn die meisten hier versuchen doch, den Hunden einigermaßen Benehmen beizubringen, sodaß sie im Alltag nicht negativ auffallen, bzw. arbeiten mit ihren Hunden (die sie z.T. schon auffällig übernommen haben) hart daran, selbiges zu verbessern, und sind hier, um Hilfe zu holen, solche Baustellen in den Grifff zu kriegen. Aber eine Idee wär´s vielleicht, gerade für Newcomer so ne Liste mit Grundregeln für das Zusammeleben (eben mit der Begründung, daß man sich langfristig ins eigene Fleisch schneidet, wenn man dauernd Grenzen überschreitet) in die knowledge-base zu stellen? ;-)

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    ...... Da müßte man Euch halt mal im Umgang mit dem Hund erleben. .....

    Um das zu verdeutlichen: Eure Reaktionen auf den Hund sehen, und gucken, zu welchem Zeitpunkt Ihr wie eingreift. Sprich, reagiert Ihr rechtzeitig auf erste Anzeichen von schlechtem Benehmen, erscheint Ihr ihm souverän genug, sodaß er Eure Korrektur (wenn eine solche erfolgt) überhaupt versteht und ernst nimmt, erkennt Ihr seine Körpersprache rechtzeitig etc.

    LG, ebenfalls aus dem schönen Frankenland!