Hängt das nicht auch vom Hund ab, wie lange er allein sein kann? Den Einen stört´s net, wenn er mal seine Ruhe hat, ja, er genießt es vielleicht sogar, wenn die stressige Familiy mit ihren 5 Kids endlich mal außer Haus ist. Der Andere kriegt schon Streß, wenn Fraule nur die Küche verläßt (ein Grund mehr, daran zu arbeiten....).
Wenn ein Hund mit xy Stunden kein Problem hat - warum nicht. Solange er in der Freizeit entsprechend ausgelastet wird, kein Blasenproblem hat, und auch der Abend nach dem Arbeiten und das Wochenende dann ausschließlich dem Hund gehören.
Es kommt sicherlich auch darauf an, wie oft er wie lange alleinbleiben muß. Jeden Tag 10 Stunden, ok - nicht wirklich optimal, allein wegen Pipi-machen-müssen. Ist dies aber eine Ausnahme, weil man den Hund irgendwo partout nicht mitnehmen kann (Allergie des Besuchten) und man dort hin MUSS, oder man irgendwo aufgehalten wurde, kann er bestimmt ganz gut damit leben.
Sicher kommt es auch darauf an, ob der Hund alleine ist, oder mehrere Hunde zusammen alleine bleiben können. Denn auch wenn Mehrere vielleicht nicht zusammen durch die Bude toben, wenn keiner sie dazu animiert - sie sind nicht wirklich alleine in der Zeit. Ich hab z.B., wenn ich meine Hunde alleine lasse, ein besseres Gefühl, wenn sie zusammen sind, als wenn ich mit einem arbeite, und der andere daheim ist. Aber genau das mache ich ganz bewußt öfter, damit sie´s nicht verlernen. Denn: wenn einer mal nimmer ist, muß der Andere ja auch alleinbleiben können, ohne daß er dadurch mehr Streß hat. Oder wenn einer mal krank werden und der Klinik bleiben müssen sollte *aufholzklopf..... (kam gottseidank noch nie vor, und die Mäuse sind auch "pumperlgsund").
Ich finde immer, je länger der Hund problemlos alleinbleiben KANN, desto besser, weil streßärmer für Hund und Mensch. Denn dann brauche ich mir keine Gedanken zu machen, wenn ich nach 8 Stunden im Büro plötzlich auf der Autobahn in ner Totalsperre stehe und weiß, der Hund fängt nicht gleich an, zu jaulen o.ä. Das heißt aber nicht unbedingt, daß er täglich so lang alleinbleiben muß oder ich es gutheißen würde, dies täglich zu veranstalten.
Wenn ein Hund gar nicht alleinbleiben muß - das ist zwar nett für ihn und praktisch für den Halter (da muß man dann nämlich genau das nicht üben, weil der Hund braucht ja net allein zu sein - schön einfach
) - aber was tut man dann, wenn man selbst mal nicht kann??? Stell Dir vor, Du fährst in den Urlaub, ne Freundin nimmt den Hund. Dieser hat aber nicht gelernt, alleinzubleiben, oder mußte dies seit 2 Jahren nicht mehr tun. So - und nun? Die Freundin hängt 2 Wochen lang, während Du am Strand von Malibu sitzt, im Haus fest und kann im worst case nichtmal einkaufen oder aufs Klo gehen, weil der arme Hund nicht mehr alleinbleiben kann. Weder für den Hund noch für den Sitter angenehm. Oder was machst, wenn Du mal ins Krankenhaus mußt, und jemand Anderes den Hund aufpaßt in der Zeit? Auch der muß dann 24 Stunden rund um die Uhr am Hund kleben? Die werden den Hund genau einmal und nie wieder nehmen - oder Du kannst den nächsten Aufenthalt nicht mehr bezahlen, wenn die nach Stunden abrechnen.....
Insofern: ne allgemeingültige Grenze würde ich da nie und nimmer ziehen wollen. Allerdings spätestens, wenn´s gesundheitliche Probleme gibt/geben könnte, wäre ich vorsichtig: ein Hund, der eh schon Blasenprobleme hat, oder altersbedingt nicht mehr lange einhalten kann. Oder ein Hund, der Streß hat, wenn er allein ist, das geht auf die Gesundheit. Oder ein Hund, der Anfälle kriegen könnte (Epilepsie), wo ihm dann keiner helfen könnte, wenn er allein daheim ist und währenddessen nen Anfall bekommt. Oder wenn einer frisch operiert ist - der gehört in meinen Augen unter Aufsicht, ganz klar.
Dazu kommt natürlich auch die Problematik "verhaltensorigineller" Hunde - wer nimmt einen Hund, der verhaltensauffällig ist, und nicht weiß, wie er ihn handhaben soll? Wem würde ICH einen solchen Hund anvertrauen? Den würde ich nur Profisittern geben - und genau diese nehmen meist keine verhaltensauffälligen Hunde, weil sie eben mehrere Hunde sitten, und dann sich net auf diesen Hund konzentrieren können. Menschen ohne Hundeerfahrung können zwar mit nem Hund Gassi gehen - aber ob die mit solchen Dingen dann umgehen können, wenn ein Hund (ich beziehe mich jetzt mal auf meine Frieda) einen anderen wegbeißen möchte, oder ein Anderer hergerannt kommt, den man blocken müßte, aber nicht weiß, wie - solche Hunde kann man halt nicht jedem in die Hand drücken (obwohl die Maus in Abwesenheit anderer Hunde ganz problemlos ist). Dann beißt man halt lieber in den sauren Apfel, den Hund mal länger allein zu lassen im Ausnahmefall, als ein Risiko einzugehen mit einem Sitter, der damit nicht umgehen kann.
Allerdings habe ich inzwischen in der Nähe ne vertrauenswürdig erscheinende Tagesstätte gefunden, die auch solche Hunde nimmt, mit Familienanschluß - ich denke, für alle Fälle könnte man da mal vorsorglich Kontakt aufnehmen und sich kennenlernen, so als Plan C-Z ;-). Aber derzeit besteht dafür eigtl. keine Notwendigkeit, weil meine Tochter noch daheim studiert, und daher ebenfalls für die Hundis da ist, wenn ich mal net können würde. Irgendwann werde ich mich jedoch mal dieser Frage stellen müssen, wenn sie dann mal außer Haus ist - aber das ist dann ein anderes Thema..... ;-) Notfalls kann ich die Hundis auch mit in den Arbeitsort nehmen und dort nen Sitter suchen, weil bei uns aufm Kaff nix mehr ist an Sittern. Denn dauerhaft täglich 10 Stunden alleinlassen - das wär selbst mir zu viel, auch bei 2 Hunden, die zusammen sind.... *gg