Beiträge von BieBoss

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    Das irritiert mich etwas. Aus Zuneigung gezwickt? Ich glaube Hunde zwicken nicht aus Zuneigung, da hast du wohl etwas falsch verstanden.......

    Doch das gibt´s sehr wohl. Mein Bossi ist so ein Kandidat - auch Terrier. Wenn der mit mir rumkaspert, nimmt er oft mal meine Hand/Handgelenk ins Maul und kaut sanft und liebevoll drauf herum, knautscht es sozusagen ein wenig. Wenn er sie zwischendurch zu heftig wird, sag ich kurz "Au", und dann leckt er mir dann die Hand gleich beschwichtigend.... ;-)

    Es kann also durchaus Zuneigung gewesen sein, die so gezeigt wird.

    Wenn definitiv bei anderen Leuten ein anderes Verhalten gezeigt wird, würde ich auch einfach erstmal Abstand zum Hund halten, ihm selbst komplett die Entscheidung überlassen, wann er Dich wieder von alleine kontaktet, und ihm sehr gut zeigen, daß Du seinen Wunsch nach Abstand (nichts Anderes äußert er mit seinem knurren - und wenn Du den ignorierst, packt er halt zu) respektierst, und er Dir vertrauen kann. Kann durchaus sein, daß Du beim Spielen irgendwas getan hast, das ihm kurz wehgetan hat, und Du hast nichtmal gemerkt, daß er zusammengezuckt ist, oder so. Vielleicht hast Du ihn auch einfach ein paarmal zu viel auf seinem Rückzugsort "Bettchen" gestört? Das Hundebett ist normalerweise bei uns tabu - das ist ein absoluter Rückzugsort für die Hunde, und dort ist er ganz sicher, nicht gestört zu werden, wenn er schläft oder sich vor Besuch zurückziehen möchte. Wer da dran geht von meinen Gästen, kriegt eins auf die Finger *gg

    Ansonsten: ich würde genau aus diesem Grunde das Bettchen nie-nicht zur "Strafecke" umfunktionieren! Wenn der Hund Unsinn macht, dann zeig ihm das (nimm ihm den Gegenstand weg, den er nicht anknabbern darf, verwende ein Abbruchkommando, schick ihn aus dem Zimmer, das er nicht betreten dürfte, was auch immer, je nach Situation! Gibt genügend andere Möglichkeiten!), gib ihm was Alternatives zu tun (damit er lernt, was er tun darf, wenn ihm nach Knabbern ist o.ä.), schick ihn aus dem Zimmer, was auch immer - aber niemals das Bettchen als Strafecke mißbrauchen!

    Hängt das nicht auch vom Hund ab, wie lange er allein sein kann? Den Einen stört´s net, wenn er mal seine Ruhe hat, ja, er genießt es vielleicht sogar, wenn die stressige Familiy mit ihren 5 Kids endlich mal außer Haus ist. Der Andere kriegt schon Streß, wenn Fraule nur die Küche verläßt (ein Grund mehr, daran zu arbeiten....).

    Wenn ein Hund mit xy Stunden kein Problem hat - warum nicht. Solange er in der Freizeit entsprechend ausgelastet wird, kein Blasenproblem hat, und auch der Abend nach dem Arbeiten und das Wochenende dann ausschließlich dem Hund gehören.

    Es kommt sicherlich auch darauf an, wie oft er wie lange alleinbleiben muß. Jeden Tag 10 Stunden, ok - nicht wirklich optimal, allein wegen Pipi-machen-müssen. Ist dies aber eine Ausnahme, weil man den Hund irgendwo partout nicht mitnehmen kann (Allergie des Besuchten) und man dort hin MUSS, oder man irgendwo aufgehalten wurde, kann er bestimmt ganz gut damit leben.

    Sicher kommt es auch darauf an, ob der Hund alleine ist, oder mehrere Hunde zusammen alleine bleiben können. Denn auch wenn Mehrere vielleicht nicht zusammen durch die Bude toben, wenn keiner sie dazu animiert - sie sind nicht wirklich alleine in der Zeit. Ich hab z.B., wenn ich meine Hunde alleine lasse, ein besseres Gefühl, wenn sie zusammen sind, als wenn ich mit einem arbeite, und der andere daheim ist. Aber genau das mache ich ganz bewußt öfter, damit sie´s nicht verlernen. Denn: wenn einer mal nimmer ist, muß der Andere ja auch alleinbleiben können, ohne daß er dadurch mehr Streß hat. Oder wenn einer mal krank werden und der Klinik bleiben müssen sollte *aufholzklopf..... (kam gottseidank noch nie vor, und die Mäuse sind auch "pumperlgsund").

    Ich finde immer, je länger der Hund problemlos alleinbleiben KANN, desto besser, weil streßärmer für Hund und Mensch. Denn dann brauche ich mir keine Gedanken zu machen, wenn ich nach 8 Stunden im Büro plötzlich auf der Autobahn in ner Totalsperre stehe und weiß, der Hund fängt nicht gleich an, zu jaulen o.ä. Das heißt aber nicht unbedingt, daß er täglich so lang alleinbleiben muß oder ich es gutheißen würde, dies täglich zu veranstalten.

    Wenn ein Hund gar nicht alleinbleiben muß - das ist zwar nett für ihn und praktisch für den Halter (da muß man dann nämlich genau das nicht üben, weil der Hund braucht ja net allein zu sein - schön einfach ;) ) - aber was tut man dann, wenn man selbst mal nicht kann??? Stell Dir vor, Du fährst in den Urlaub, ne Freundin nimmt den Hund. Dieser hat aber nicht gelernt, alleinzubleiben, oder mußte dies seit 2 Jahren nicht mehr tun. So - und nun? Die Freundin hängt 2 Wochen lang, während Du am Strand von Malibu sitzt, im Haus fest und kann im worst case nichtmal einkaufen oder aufs Klo gehen, weil der arme Hund nicht mehr alleinbleiben kann. Weder für den Hund noch für den Sitter angenehm. Oder was machst, wenn Du mal ins Krankenhaus mußt, und jemand Anderes den Hund aufpaßt in der Zeit? Auch der muß dann 24 Stunden rund um die Uhr am Hund kleben? Die werden den Hund genau einmal und nie wieder nehmen - oder Du kannst den nächsten Aufenthalt nicht mehr bezahlen, wenn die nach Stunden abrechnen.....

    Insofern: ne allgemeingültige Grenze würde ich da nie und nimmer ziehen wollen. Allerdings spätestens, wenn´s gesundheitliche Probleme gibt/geben könnte, wäre ich vorsichtig: ein Hund, der eh schon Blasenprobleme hat, oder altersbedingt nicht mehr lange einhalten kann. Oder ein Hund, der Streß hat, wenn er allein ist, das geht auf die Gesundheit. Oder ein Hund, der Anfälle kriegen könnte (Epilepsie), wo ihm dann keiner helfen könnte, wenn er allein daheim ist und währenddessen nen Anfall bekommt. Oder wenn einer frisch operiert ist - der gehört in meinen Augen unter Aufsicht, ganz klar.

    Dazu kommt natürlich auch die Problematik "verhaltensorigineller" Hunde - wer nimmt einen Hund, der verhaltensauffällig ist, und nicht weiß, wie er ihn handhaben soll? Wem würde ICH einen solchen Hund anvertrauen? Den würde ich nur Profisittern geben - und genau diese nehmen meist keine verhaltensauffälligen Hunde, weil sie eben mehrere Hunde sitten, und dann sich net auf diesen Hund konzentrieren können. Menschen ohne Hundeerfahrung können zwar mit nem Hund Gassi gehen - aber ob die mit solchen Dingen dann umgehen können, wenn ein Hund (ich beziehe mich jetzt mal auf meine Frieda) einen anderen wegbeißen möchte, oder ein Anderer hergerannt kommt, den man blocken müßte, aber nicht weiß, wie - solche Hunde kann man halt nicht jedem in die Hand drücken (obwohl die Maus in Abwesenheit anderer Hunde ganz problemlos ist). Dann beißt man halt lieber in den sauren Apfel, den Hund mal länger allein zu lassen im Ausnahmefall, als ein Risiko einzugehen mit einem Sitter, der damit nicht umgehen kann.

    Allerdings habe ich inzwischen in der Nähe ne vertrauenswürdig erscheinende Tagesstätte gefunden, die auch solche Hunde nimmt, mit Familienanschluß - ich denke, für alle Fälle könnte man da mal vorsorglich Kontakt aufnehmen und sich kennenlernen, so als Plan C-Z ;-). Aber derzeit besteht dafür eigtl. keine Notwendigkeit, weil meine Tochter noch daheim studiert, und daher ebenfalls für die Hundis da ist, wenn ich mal net können würde. Irgendwann werde ich mich jedoch mal dieser Frage stellen müssen, wenn sie dann mal außer Haus ist - aber das ist dann ein anderes Thema..... ;-) Notfalls kann ich die Hundis auch mit in den Arbeitsort nehmen und dort nen Sitter suchen, weil bei uns aufm Kaff nix mehr ist an Sittern. Denn dauerhaft täglich 10 Stunden alleinlassen - das wär selbst mir zu viel, auch bei 2 Hunden, die zusammen sind.... *gg

    Frieda kriegt ab und an Fisch (die anderen finden Fisch bäh *gg). Ich bestell das Zeugs gefroren da, wo ich auch mein sonstiges BARF-Fleisch bestelle (sprich, die Sorten, die dort eben angeboten werden). Gefüttert wird das Zeugs aufgetaut und am Stück. Allerdings auf wischbarem Boden - ist sonst echt eklig *gg

    Hab auch schon so ganz kleine Gefrorene Fische (10 cm lang) an Bossi verfüttert - wenns recht heiß ist draußen, mag er sogar mal ein-zwei Stückchen davon essen. Aber wenns aufgetaut ist, ißt ers nimmer ;-) und mehr als 1-2 Stück geb ich ihm net davon im gefrorenen Zustand, weil ich Angst hab, daß das net sooo wirklich gesund ist für den Magen.

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    ......Mir geht es selbst nicht gut und dann noch das. Was mach ich bloß falsch?...

    Schon mal auf die Idee gekommen, daß hier die Ursache für sein Verhalten liegen könnte? Daß der einfach merkt, daß bei Dir was net stimmt? Wenn dem so ist, weiß ich allerdings nicht, wo man anpacken könnte - dann fehlt ihm vielleicht einfach die Sicherheit, die Du sonst ausstrahlst, jetzt aber nicht, weil´s Dir nicht gut geht... Will heißen, die Lösung für Dein Problem wäre auch die Lösung für ihn....

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    ..... Die Hundetrainerin sagt dazu, dass das normal sei, da er seine Position verteidigen will...

    Schmarrn - der macht schlichtweg einfach, was er will - weil er´s kann..... Bisserl Grenzen zeigen, Konsequenz Eurerseits und Sicherheit geben in Verbindung mit Erziehung (sprich, zeigen, was Ihr von ihm wollt) wird ihm helfen, herauszufinden, was Ihr wann von ihm wollt.

    Wenn ein Hund Fehler macht, dann deswegen, weil er´s net besser weiß. Also muß ich ihm zeigen, was ich möchte. Wenn er ins Körbchen soll, führe ich ihn hin, spreche dabei das Kommando aus, und wenn er sich reinsetzt (und erst dann!) packe ich das Leckerli aus oder lobe verbal. Irgendwann reicht´s dann, wenn ich unterstützend zum Kommando mit dem Finger in Richtung Körbchen zeige, und noch etwas später hört der Hund das Kommando und geht rein. Bedingung: wenn er mal nicht sofort geht, überlaßt ihm nicht die Entscheidung, sondern geht hin und bringt ihn ins Körbchen. So lernt er, daß er nicht umhin kann, dem Kommando zu folgen, sonst werdet Ihr dafür sorgen, daß er´s ausführt - dann kann ers auch gleich selbst machen.... ;-) Ist angenehmer....

    Soll er hingegen etwas nicht machen, muß ich ihm das auch zeigen - indem ich ihn von irgendetwas wegschiebe, ihm etwas wegnehme (das er nicht haben darf o.ä.), UND ihm dann aber auch zeige, was er stattdessen tun darf. Geht er stiften, weil er gern jagt - dann verhindere ich dies im Ansatz (Leine!), und zeige ihm, was an jagdlichen Sequenzen bei mir erlaubt ist - ob Zerrspiele, Mäuschenbuddeln oder ne Fährte verfolgen, die ich selbst gelegt habe. Nur vom Verbieten einer Handlung weiß er ja noch nicht, was er tun soll.

    Dreht der Hund hoch, kann ich z.B. laut NEIN sagen, oder HEY, um meine Mißbilligung auszudrücken, und sollte ihm dann aber zeigen, was er tun kann, um seine Energie auszuleben. Z.B. darf er sich ins Körbchen legen, wo er dann nen Kauknochen kriegt, an dem er sich austoben kann, o.ä. Oder ich lasse grundsätzlich kein Getobe in der Wohnung zu (--> ab ins Körbchen als Alternative, Loben, wenn er ne Weile ruhig drin lag), und mach dann halt draußen entsprechend Halligalli.

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    ......Wer (in welchem Rahmen auch immer) "nonverbal" trainiert nötigt den Menschen zu einer Art Perfektion der Körpersprache - welche er gar nicht leisten kann......

    Das sehe ich aber anders - wenn ich mich ganz normal unterhalte, verwende ich doch auch Körpersprache, wenn ich jemanden wo hinschicke etc. - das ist nichts anderes als das, was man normalerweise im Alltag auch anwendet. Nur halt dann beim Hund. Perfekt ist Körpersprache dann, wenn sie beim Gegenüber auch richtig ankommt und er Dich versteht, sprich, wenn die Körpersprache authentisch ist. Will heißen, entweder versteht der Hund Eure Körpersprache dann eben nicht (weil ihr "künstlich", auf das Drängen der Trainer hin, versucht, krampfhaft eine solche zu zeigen, und Eure eigentliche Körpersprache damit verfälscht), oder es liegt schlichtweg an mangelnder Konsequenz, sprich, der Hund versteht Euch, aber hat grad keinen Bock, das Kommando auszuführen. Kann pubertätsbedingt sein - dann muß man halt dafür sorgen, daß das Kommando befolgt wird. Z.B. am Halsband nehmen udn ins Körbchen bringen, wenn er das Kommando ignoriert.

    Das mit den Leckerlis habt Ihr schätzungsweise falsch aufgebaut. Leckerli gibt´s dann, und NUR dann, wenn der Hund etwas richtig gemacht hat. Wenn Ihr ihn z.B. immer mit dem Leckerli ins Körbchen gelockt habt, dann war das schlichtweg Bestechung, keine Belohnung. Eine Belohnung wird erst ausgepackt, wenn das zu Beöohnende erfolgreich ausgeführt wurde, d.h. nicht vorher bereitgehalten, dem Hund gezeigt etc.

    Wenn ein Hund auf seine Futterration zu bestimmten Zeiten besteht, wär´s meine erste Lösung, in die Fütterzeiten eine gewisse Unregelmäßigkeit reinzubringen, um da keine Gewohnheiten entstehen zu lassen bzw. solche rauszubekommen.

    Futter gibt´s wenn ICH füttere, und nicht, wenn man mich um 5 früh weckt - wär ja noch schöner, das auch noch zu bestätigen, dann läßt der Kerle mich ja gar nimmer in Ruhe früh. Da gibt´s bei uns nen Anranzer, und ab ins Körbchen bei sowas - um die Zeit bin ich nicht wirklich ansprechbar *gg

    Was macht Ihr denn abends noch - wäre es eine Möglichkeit, abends evtl. nochmal ein bisserl zu arbeiten mit dem Kerle, paar Tricks oder was Kleines suchen (das Futter im Garten zusammensuchen z.B. - kein extra Aufwand, aber Hundi muß arbeiten), sodaß er richtig müde wird und evtl. länger schläft?

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    ....Außerdem ist der Hund gar nicht wirklich weg. Offiziell ist er bei ihrem Mann, der den Hund aber immer wieder für längere Zeit bringt...

    ...da wär ich aber mit ner Meldung an ihrer Stelle gaaaaaanz vorsichtig........ Nicht, daß es dem durch ihre Aussage geschädigten (nämlich Euch) "zufällig" in Anwesenheit des Vermieters rausrutscht, daß ihr Hund ja gar nicht ganz weg ist....

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    ......

    Wirklich wahr? Du ENTSCHULDIGST Dich für Deine Anwesenheit und die Deines Hundes, wenn Du bei solcher Gelegenheit beschimpft wirst? Das klingt nach einem echten Märtyrer.... Nee wirklich, in Burka werden weder ich noch meine Hunde zukünftig rumlaufen, um uns unsichtbar zu machen!

    Was glaubst Du, welche Lehre ein solcherart unterwürfig gebauchpinselter Zeitgenosse daraus zieht? "Ich sollte besser nicht schlafen beim Laufen!" oder "Wußt ich's doch, daß ich im Recht bin, wenn ich Köter und ihre Besitzer ätzend finde! Die wissen schon, warum sie sich bei mir entschuldigen!".

    Jetzt übertreibst Du aber - ich entschuldige mich ja auch, wenn ich wem versehentlich auf die Füße trampel oder so *gg Wenn einer ums Eck schlendert, und mein Hund erschrickt ihn - weder er noch ich jkonnten vorhersehen, daß man so aufeinandertreffen würde, und man pßaßt ja nicht mit Absicht nicht auf, um den anderen, weil er keine Hunde mag, mal richtig erschrecken zu können ;-)

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    Markus Mühle, luposensitiv und Bubeck liegen preislich wohl bissl höhere..

    MarkusMühle kriegst für ca. 5-36 euro pro 15 Kilo. Allerdings nimmer bei Freßnapf, die arbeiten nimmer mit denen zusammen. Aber kann man ja auch woanders beziehen oder übers Internet bestellen.


    Meine lieben es, nehmen´s sogar als Leckerli (andere Futtersorten werden da verschmäht unterwegs).

    Wenn ich grad kein Fleisch mehr da habe (oder vergessen hab aufzutauen), oder unterwegs bin, gibt´s bei uns nur Markus Mühle. Alle 3 vertragen´s super.