Beiträge von BieBoss

    PS: feste Teppiche in der Wohnung sind eh bäh auf Dauer. Hab die in der Zwischenzeit alle ersetzt durch wischbare Böden. Laminat, PVC etc. Ist einfach hygienischer und "duftet" nicht so nach kleinen Malheurs...

    Ansonsten: ich wollte nie nen Rüden, hab dann Bossi gesehen, und das war´s mit meiner Entscheidung gegen Rüden ;-) Aus dieser Erfahrung heraus würde ich heute sagen: guck Dir die Hunde an, und wenn einer paßt, un es ist kein Mädel, ist das wurscht. Viel wichtiger ist es, daß es zwischen Euch paßt!

    (ok, aber ich wollt auch nie nen Terrier oder gar nen Pudel.... *gg)

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    Anleinen draußen musst du natürlich in der Läufigkeit, zumindest in der Woche um die Standhitze herum...

    Also, meine Hündin läuft auch in der Standhitze ohne Leine. Sie findet andere Rüden dann totaaaaal toll (sonst langweilen sie andere Hunde nur) und wirft sich quasi richtiggehend vor sie, aber sie ist trotz Allem immer noch abrufbar (entfernt sich auch nie so weit von mir, daß sie mich nimmer hören würde, die klebt eher an mir im Umkreis von 10-15 Metern). Das ist immer auch ein bißchen Erziehungssache - wobei ich die ersten 1-2 Male schon extrem vorsichtig war, bis man gelernt hat, wie der Hund reagiert. Es kann auch Exemplare geben, die dann auf den Halter pfeifen, und dann muß man schon mal eingreifen können. Aber man darf dann natürlcih nie unaufmerksam sein.

    Die Läufigkeit kommt auch nicht notwendigerweise 2x im Jahr - bei uns sind´s 8 Monate Abstand, und bei großen Rassen ist es oft noch mehr.

    Geblutet hat sie anfangs schon, aber sie hat inzwischen gelernt, sich zu putzen (wo ich immer denke, wie sollen sie´s lernen mit Windel!). Inzwischen seh ich fast gar nimmer, ob die überhaupt läufig ist, wenn sie net grad anfängt, die Jungs anzubaggern *gg

    Gibt aber auch Hündinnen, die bluten wie Nix, und dann würde es aussehen wie auf dem Schlachtfeld in der Wohnung ohne Windeln *gg (Kleinhunde sind manchmal auch von Vorteil *gg)

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    ....... Nur wenn diese alternativen Ideen wirklich nicht gefruchtet haben und es sich grundsätzlich mehr lohnt zu Dir zu kommen wird er das akzeptieren - ....


    Jo - aber wenn dieser Punkt mal erreicht ist, und Du ihn überzeugt hast, daß es bei Dir am besten ist, dann wirst Du vom Deinem Terriertier mehr Will to Please zu sehen kriegen, als Deine Border in ihrem ganzen Leben schreiben können ;-) ;-) Ich schwör..... Ich hätt´s nie geglaubt - ausgerechnet beim Terrier......

    Ich sag immer, die haben schon will to please - aber den muß sich der Halter hart verdienen *ggg

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    ...... aber ich hab immer darauf geschaut dass die ganze Familie wie ein Rudel lebt - kein Trennen - Hund schläft auch manchmal Nachts im Kinderzimmer, genauso wie mein 2jähriger Bub sich ins Hundekörberl legt.

    zum 1. Punkt: Kein Problem, wenn die Familie als Rudel lebt. Dann muß sie aber auch damit rechnen, daß ein Kind rudelkonform gemaßregelt wird.. Leider geht das meist dumm aus, weil ein Kind eben nun mal weniger Fell hat als ein aufdringlicher Welpe, der gemaßregelt wird. Die Konsequenzen trägt das Kind dann u.U. lebenslänglich.

    zum 2. Punkt: Bub im Hundekörbl - da fällt mir nur eins dazu ein: der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Manche wollen´s einfach wissen....... :schockiert:

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    ...... aber ich stell es mir weder für deine tochter schön vor wenn sie dauernd hört 'nein dort nicht', 'geh da nicht hin', 'lass das', 'das darfst du nicht', usw,......

    Na, DAS könnt sie ja ganz schnell selbst abstellen, nich wahr..... *gg

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    .... Täglich nach dem Mittagessen die Leine holen und den Hund anleinen. ....

    Vorsicht mit sowas - keine direkten Aktionen am Hund momentan. Der könnte sich wieder bedrängt fühlen. Vielleicht besser erstmal einfach Leine holen und der Mutter in die Hand geben. Einfach sicherheitshalber. Dem Hund zeigen, daß Kind toll sein kann - ja. Aber nicht, indem ich den Hund genau dabei gleich wieder bedrängen lasse.

    [quote="amanite....boxen gehen hier leider nicht, da zu beengt, aber ich lass sie viel auf den balkon...[/quote]

    Alternative: Box auf Balkon, mit dicken Decken drin, wenns kühler ist? Ist ja nur immer so lange, bis Du in Ruhe geduscht hast o.ä., keine Dauer-/Langzeitlösung.

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    es gibt hier kein absperrbares zimmer ... und nu?

    Box, die das Kind nicht aufkriegt. Von ner halben Stunde, die man im Bad braucht, werden die Hunde net sterben. Oder mitnehmen ins Bad - Kind oder Hunde, und eben Tür dazwischen zu. Hast evtl. nen Laufstall für´s Kind? Aber da klettern die Kids mit 3 glaub ich locker rüber, oder?

    Generell: egal, wie trotzig das Kind ist. Ich rede da nicht mehr lang bei sowas, sondern nehme spätestens nach dem zweiten Mal Ignorieren meiner Warnungen das Kind weg vom Hund. Und zwar so deutlich, daß das Kind es kein drittes Mal versucht. Parallel: immer, wenn der Hund auf ein Annähern des Kindes ruhig reagiert, also nur den Kopf wegdreht, oder geht, oder sich duckt, loben! Damit zeigst Du, daß Du seinen Zwiespalt erkennst, und wenn Du dann handelst und das Kind wieder weg holst, sieht er, daß er Dir tatsächlich nur zeigen muß, wenns unangenehm wird, und Du beschützt ihn dann. Er muß dieses Vertrauen zu Dir erstmal wiederfinden.

    Du hast ja schon geschrieben, daß Du versuchst, das Kind wegzuhalten vom Hund - jetzt versuchs bitte nicht nur, sondern TU es einfach! Es ist höchste Eisenbahn, wenn der Hund sich schon mit Schnappen wehren muß..... Wenn Du Pech hast, ist die jetzige Verletzung durch den Arzt bereits dem Amt gemeldet worden, und die müssen tätig werden. Weil Hundebisse meldepflichtig sind, wenn ich da richtig informiert bin - kommt auf die Einstellung des Arztes an, ob er das als Warnschnappen interpretiert oder als Biß. Dann hast Du bereits jetzt ein weiteres Problem, und die Entscheidung, wie es weitergehen wird, steht schon fest - nämlich ohne Deinen Hund...

    Wenn der Hund Dein Ein und Alles ist, würde ich mal darauf tippen, daß er, bis das Kind kam, die Prinzenrolle innehatte. Nachdem das Kind da war, hart er schnell kapiert, daß dessen Anwesenheit dran "schuld" ist, daß diverse Privilegien nun evtl. entfallen oder er nicht mehr 100% Aufmerksamkeit hat (hätte man vorher schon reduzieren sollen step by step....). Findet er natürlich net toll. Und je mehr Chancen Du dem Kind gibst, den Hund zu belästigen (da muß man halt mal durchgreifen, net nur im Vorbeigehen dran erinnern), desto genervter wird der Hund sein, und irgendwann wird´s dann eben wieder eskalieren.

    Das mit der Rangordnung vergiß mal ganz schnell wieder. Für den Hund steht höchstens wer über ihm, wenn dieser souverän ist, selbstsicher ist und weiß, was er tut, und davon ist ein Kleinkind Meilen entfernt. Also steht garantiert nicht ein kleines Wesen "über ihm", das einfach net "checkt", wenn er mit seinem ganzen Körper ausdrückt, daß er seine Ruhe haben möchte, das wird dann eben gemaßregelt. (Tip: Körpersprache kann man von nem Trainer sich erklären lassen und dann kindgerecht aufbereitet dem Kind nahebringen).

    Auch muß sich in meinen Augen ein Hund nicht alles von einem Kind gefallen lassen, wobei Dein Hund bislang wahrscheinlich (nach Deinen Beschreibungen) schon mehr über sich hat ergehen lassen müssen, als ein normaler Hund geduldet hätte - kannst wahrscheinlich froh sein, daß er solche Nerven hat. Bei mir darf ein Hund zeigen, wenns ihm zu doof wird, aber dann reagiere ich auch, um zu verhindern, daß er die Situation auf seine Weise löst. Und das ist die Stelle, wo ich Dich "in der Pflicht" sehe, wo Du an Dir arbeiten mußt in meinen Augen.

    Also: ab jetzt gilt es, den Hund keine schlechten Erfahrungen mit dem Kind mehr machen zu lassen. Einfach etwas mehr Konsequenz beim Kind (mal böse werden, wenns Warnungen ignoriert, ist besser, als irgendwann nochmal die Zähnchen im Gesicht mit ner richtig bösen Verletzung!) - Kinder mit 3 Jahren können auch schon verstehen, daß ein Hund sich bedroht fühlen könnte, weil das Kind frontal auf ihn zugeht, und, wenn der Hund liegt, viel größer ist als er, oder so. Muß man halt auch kindgerecht erklären. Ein Kind kann auch verstehen, daß der Hund sich mit diesem Schnapper nur gewehrt hat, weil es Deinen Ratschläge, ihn in Ruhe zu lassen, ignoriert hat! Auch wenns reichlich makaber klingen mag: vielleicht hat´s erst diese "Ohrfeige" in Form eines Schnappers gebraucht, um dem Kleinen mal klarzumachen, daß Deine Forderung, den Hund in Ruhe zu lassen, ernst zu nehmen ist, und der Hund auch Ernst machen könnte. Auch wenn es traurig ist, daß es so weit kam, daß der Hund überhaupt Anlaß sah, sich selbst zu wehren. Eine Freundin hatte auch eine Tochter, die resistent war gegenüber ihren wiederholten Forderungen, den Hund in Ruhe zu lassen. Die hat auch erst Ruhe gegeben, als sie merkte, der Hund meint es ernst. Danach wurden die beiden trotzdem noch beste Freunde - weil sie dann gelernt hat, gesetzte Grenzen sind zu akzeptieren.

    Wenn Du die beiden alleinlassen mußt, dann schaff erst mal eine Box an, in der der Hund gesichert wird - selbst für den Gang zum Briefkasten, oder wenn Du mal ne halbe Stunde telefonierst und daher abgelenkt bist. Parallel den Hund darauf trainieren, daß er in ner bestimmten Ecke zu liegen hat, und diese gegen das Kind sichern, solange Du nicht gucken kannst. Geht mittels Gittern z.B.. Ein Anleinen allein hilft net, solang das Kind trotzdem hinkommt. Türen, die nicht schließbar sind, können mittels Kindergitter gesichert werden.

    Ansonsten: wenn ich weiß, daß der Hund mit dem Kind nicht so glücklich ist oder Ressourcen zum Anlaß nimmt, Feindseligkeiten zu zeigen, lasse ich kein Spielzeug in der Wohnung rumliegen. Dann liegt das Kinderspielzeug eben im Kinderzimmer, die Türe durch Gitter gesichert, und im Wohnzimmer liegt eben nix rum, das er verteidigen könnte.

    Ich teile keinesfalls die Ansicht, daß der Hund unberechenbar sei - aber man muß ihn halt einschätzen können, und auch die Zeit haben und die Geduld, eine Zeitlang vermehrt zu managen und zu erklären (und sich Kenntnisse der Körpersprache des Hundes anzueignen). Zeig ihm künftig, daß er sich auf Dich verlassen kann, daß Du ihn vor vermeintlichen Übergriffen das Kindes beschützt, und er muß selbst nichts regeln!

    Weiterhin darf Dein Kind schon gerne Dinge machen, die für ihn toll sind, wie füttern o.ä. - aber nur unter Deiner Aufsicht, es stellt den Napf hin und geht weg davon, und erst DANN kriegt der Hund von DIR die Freigabe, das zu nehmen. Damit er nicht irgendwann am Napf reagiert, wenn das Kind ihm nicht schnell genug das Teil hinstellt, sodaß er loslegen kann mit Futtern. Darf das Kind Leckerli geben, dann auch nicht direkt auf den Hund zu oder ins Maul, sondern vom Hund wegkullern. Schafft Sicherheitsabstand der Ressource vom Hund und des Hundes vom Kind. Außerdem sind kullernde Leckerli für viele Hunde Spaß pur, da kann er Positives mit dem Kind verknüpfen.

    Und mach generell mal Dinge mit Kind und Hund, die für den Hund total toll sind. Damit er verknüpfen kann, daß das Kind ganz toll ist, weil immer mit Kind unterwegs dies und jenes (was er halt toll findet) gemacht wird, sodaß er sich irgendwann schon freut, wenn Du das Kind fertigmachst, weil er weiß, es geht jetzt wieder zum (wasauchimmer er halt gern macht, hier einsetzen).

    Es ist sicherlich machbar, denke ich- aber es wird ne Menge Zeit von Dir erfordern, und Du wirst wahrscheinlich etwas umdenken müssen. Nicht einfach - aber wenn Du meinst, das nicht schaffen zu können, dann such dem Hund lieber ein neues Zuhause, wo man konsequent mit ihm umgeht, und wo es evtl. auch keine Kinder gibt. Das tut bestimmt auch weh - aber bevor da was Ernsthaftes an Verletzungen passiert, weil Du nicht "drüberbleiben" kannst am Üben, wäre das die sicherste Lösung. Aber das kannst nur Du selbst beurteilen, wie sich was umsetzen läßt für Euch.

    Also, Zusammenfassung:
    - sicher den Hund, beschütze ihn, gib ihm damit Vertrauen in Dich zurück. Damit beschützt Du auch das Kind.
    - arbeite am Kind bzgl. Deiner Konsequenz und seines Verständnisses für den Hund
    - laß keine gefährlichen Situationen entstehen, sondern sichere die beiden durch räumliche Trennung, sobald Du nicht 100%ig bei ihnen sein kannst mit dem Kopf
    - weiterhin Dinge vom Kind machen lassen, die dem Hund gefallen - aber nur mit entsprechender Sicherung und NUR in Deiner Anwesenheit
    - Trainer, der Euch die Körpersprache vom Hund aufzeigt. Ich kann hier nur erste Ideen liefern, nach denen ich arbeiten würde. Aber ein Trainer sieht vor Ort evtl. weitere Baustellen im Umgang mit dem Hund und kann darauf gezielt eingehen. Es geht hier um die körperliche Unversehrtheit Deines Kindes!
    - Wenn Du das nicht schaffst, dann halte Dir vor Augen, daß es dann nur eine Alternative geben kann: Dein Schatzi brauch ein neues Zuhause. Das sollte Motivation genug sein, daß jetzt anzupacken. Den ersten wichtigen Schritt, nein, gleich zwei, hast Du ja richtig gemacht: zu erkennen, daß Ihr ein massives Problem habt, und um Hilfe zu fragen, und wenns erstmal "nur" hier im Forum ist!

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    ......Ich glaube das Problem war eher auch die Schermaschine, die sie nicht mag, bei dem Schneiden mit der Schere gab es keine Probleme......

    Gewöhnung an die Maschine, denn wenns das ist, muß sie Dir ja auch bei Dir ab können, auch wenn Du es selbst machst. Erstmal rumliegen lassen (dazu brauchst halt ne eigene), dann mal einschalten, wenn der Hund irgendwo in der Wohnung ist. Dann mal einschalten, wenn er in der Nähe ist. Dem Hund das Teil zeigen, während Du damit rumhantierst, sodaß er selbst darauf zugehen kann - NICHT damit auf ihn zugehen, damit er sich nicht bedroht fühlt von dem Lärmteil. Immer Leckerli, wenn er sich für das Ding interessiert.

    Dann mal kurz ans Fell halten und wieder ausmachen. Zeig ihm das Fellbüschel, lob ihn und finde das einfach ganz toll, Leckerli rein. Nach ein paarmal muß er dann mal 2 Berührungen hintereinander im Fell aushalten, wieder Lob etc. Dann mal richtig durchs Fell, erst kurz, dann etwas länger am Stück. Schaut halt dann mal ein paar Tage komisch aus, weil teilgeschoren - aber egal.

    Wenn Du aber zum Üben eh ne Maschine kaufst, kannst Dir auch künftig den Friseur sparen und ganz selbst scheren. ;-)