Beiträge von BieBoss

    Zitat

    .......

    Sie schaut mich immer an und bewegt dabei ihr Pfötchen, wenn sie gestreichelt werden will! Sie starrte mich nicht an, wie ein Primat (oder eben Wolfsähnlicher) der gleich darauf angreift ;) Das macht meine Große übrigens auch so und jeder Hund mit dem ich je zu tun hatte und der sich unterworfen hat bzw. von mir liebkost werden wollte. :???: Sie schauen dich kurz an, bewegen ihr Pfötchen und wollen dann gestreichelt werden.

    Aber gut, dann muss ich eben noch besser aufpassen.

    Abgesehen davon, gestern sah sie mich dabei an, aber die beiden male davor, lag sie auf mir, mit dem Rücken zu meinem Gesicht. Was könnte da ein für mich deutbares Signal sein?...

    Hm - dann achte mal auf Deine Körpersprache in diesem Momenten: beugst Du Dich vielleicht bedrohlich wirkend runter, um sie streicheln zu können? Manchmal denkt man an sowas nicht. Oder faßt sie wo an, wo sie´s ciht mag? Wie bewegt sie die Pfote? Ein Hochheben (wie zum Vorstehen beim Jagdhund!) könnte z.B. Beschwichtigung sein, weil ihr grad was unheimlich ist - und wenn man dann hinlangt, muß sie sich ja verteidigen.

    Und: hast Du schonmal dran gedacht, daß sie irgendwo Schmerzen haben könnte, wo Du hinlangst? Beobachte mal, wann sie austickt: schon bevor Du sie anfaßt, oder wenn Du bestimmt Stellen berührst. Wenn Letzteres: abchecken lassen, vielleicht ist damit schon die Ursache gefunden.....

    Zitat

    ......
    Wenn die Kleine vom Sofa soll nicht runterheben, sondern runter schicken. Wenn sie nicht geht Hausleine dran.
    Finde das respektvoller und ich glaube die Hunde danken es einem.

    Respektvoll kriegt der Hund von mir, wenn er sich entsprechend benimmt..... ;-) Wenn er weiß, was er soll/nicht darf (!), und macht´s trotzdem, hat sich´s mit Respekt - dann setz ich mich da durch. Und ein Runterschicken birgt immer das Risiko, daß der Hund nicht gehorcht (wenn der da drauf steht und schon das Sofa gegen den Halter verteidigt, ist es in meinen Augen sehr wahrscheinlich, daß er dessen Kommando dann auch net gehorcht!). Dann lieber mit Hausleine "runterführen", aber auch da wird er nicht freiwillig runterspringen, muß man wahrscheinlich ziehen. Dann kann ich ihn auch gleich runterschubsen, find das jetzt keinen Unterschied....

    Zitat

    .....Wenn ein Hund einem sich annähernden anderen Hund oder Mensch geradeweg entgegensieht, möglichst noch mit Blick in die Augen, dann heisst das nie und nimmer "streichle mich" sondern bedeutet nichts anderes als "BLEIB WEG". Und Du bist nicht weggeblieben, sondern hast sie dann sogar noch angefasst! In Hundesprache ein grober und unanständiger Fehler! Sie kündigt ihr "Beissen und Anfallen" also ganz klar an!....

    :gut:

    Wenn mich der Hund so angucken würde, würd ich ihn erstmal ansprechen und gucken, wie sie dann reagiert. Bleibt sie so stehen, evtl. runterlocken zu Dir mit nem Leckerli. Die braucht bloß bisserl schlecht zu sehen und Dich auf den Abstand nicht gleich zu erkennen und denkt, ein Fremder würd aufs Sofa wollen o.ä. - man kann doch ins Hirn nie wirklich reingucken. Wenn sie dann bei Dir ist/war, könnt Ihr Euch zusammen wieder raufsetzen.

    Wenn das mehrmals passiert, würd ich ne Hausleine dranmachen (ohne Schlaufe, nur damit Du sie runterkriegen kannst vom Sofa, ohne sie direkt anfassen zu müssen), und dann, wenn sie wieder so guckt, runterschicken, und wenn sie nicht geht, an der Hausleine ins Körbchen bringen.

    Das ist die Variante für ängstliche Mitbewohner.

    Als hartgesottener Terrierhalter hab ich ne andere Methode, die glaub ich Dir auch entsprechen würde, nach dem, was ich so bisher hier gelesen hab: ich würd meinen einfach mit einem harten "HEY!" oder "NEIN" oder "Du spinnst wohl!" (natürlich in bösem Tonfall) runterschubsen, wenn der auf dem Sofa spinnt, oder im Nacken packen und runtersetzen mit nem deftigen Kommentar *gg Aber dabei mußt halt schnell sein, damit die Hände nicht in die Nähe der Zähnchen kommen *gg Auch 10 Kilo können verdammt hart zubeißen, wenn sie in nem Terriermäulchen stecken! Allerdings: meine Terris tun es nicht, weil sie genau wissen, daß es ihnen nicht gut tun würde ;-) Spätestens an der Stelle würde sie der Übermut verlassen *gg Daher könnt ich sie gefahr- und problemlos packen. Mußt halt selbst einschätzen können.

    Zitat

    .......
    Es wäre wichtig einzugreifen, wenn es wirklich hart auf hart käme, aber sonst sollte man die Hunde immer machen lassen. Die Argumentation war wohl auch jene, dass es sonst nur klappt, wenn ich dabei bin und das Ganze unterbinde, wenn die beiden aber mal alleine sind, wäre die Große ungeschützt. Wenn sie sich dagegen selbst wehrt, wäre dem nicht so. Sie alleine zu lassen kommt zwar selten vor, aber es kommt vor und bisher waren sie immer ganz brav.

    Das Argument hat was... Aber mit Deinem Eingreifen lernt ja auch die Kleine, daß sie die Zeichen der Großen, daß sie grad nimmer genervt werden mag, ernst nehmen sollte. Dann wird sie sie, wenn sie das gelernt hat, auch beim Alleinsein nicht drangsalieren. Glaube nicht, daß die aggressiv ist, ist halt ein kleiner Nervzwerg, oder, wie ich immer zu meinen Terriern sage, ne kleine "Terror-Töle" *gg

    Zitat

    .......
    ....Worauf bezogen? Die Große? Den hat sie, keine Sorge. Das Problem war eben, dass sie, um dort hin zu gelangen, an der offenen Türe zum Büro vorbeigehen musste und die Kleine zur Furie wurde.


    In solchen Situationen würde ich eingreifen: ein lautes Nein oder EEEEY! zum Nervzwerg, und sie dann in ihr Körbchen schicken. Sie hat nicht zu regeln, wo die Große langläuft, punkt. Und das mußt ihr halt klarmachen....

    Zitat

    .......
    Das Problem ist halt eben die Konsequenz. Wenn man in einem Haushalt mit mehreren Personen lebt und einer davon mehr oder minder ( :ops: ) konsequent ist, die andere aber eher mal Nachsicht walten lasst, wo es unangebracht ist, dann hilft halt der beste Wille nichts. Muss mich da nochmal drüber aussprechen...


    Reicht es nicht als Argument zu sagem: "Du siehst doch, wie sie reagiert, wenn Du nicht konsequent bist?" - Angst haben zu müssen vorm eigenen Hund, weil man nicht konsequent war, reicht doch bestimmt, oder - was will sie/er noch mehr als Argument??

    Zitat

    ......
    Wenn die Kleine auf der Großen hängt (d.h. sie mal wieder am Halsfell zieht) und es der irgendwann zu viel wird, dann wehrt Letztere sich auch und schnappt nach der Kleinen, nur eben leider viel zu selten und zu spät (meiner menschlichen Meinung nach)...


    Ich glaub, das siehst Du zu eng - wenn die Hündin Angst vor Menschen hat, glaub ich nicht, daß sie sich nicht trauen würde, den Zwerg anständig zu verkloppen, wenn sie´s für nötig hielte *gg Kann mir dann allerdings schwer erklären, warum die große abhaut, wenn die Kleine oben Terz macht. Evtl. wird´s ihr einfach nur zu viel Hektik - muß nicht Angst sein. Das könnt ihr vor Ort sicherlich besser erkennen, da könnt ich nur spekulieren.


    Zitat

    ......
    Früher habe ich sie eben nach drinnen getragen und ihr eine Auszeit verpasst um so den Zusammenhang zwischen unerwünschtem Verhalten und der Konsequenz (Dann spielst DU eben nicht mehr mit!) herzustellen, aber (um mich zu wiederholen) "Nein, nein, das machen sich die Hunde untereinander aus, da sollte man so wenig wie möglich eingreifen!" (N Leute, > N+1 Meinungen ;))


    Wie geschrieben: wenn die Große den Eindruck erweckt, ihr würde es jetzt echt zu viel, kannst schon mal was sagen und den Lästig-Zwerg auf den Platz schicken (oder in die Box schicken zum Runterfahren). Wrüde ich von der Großen und der jeweiligen Situation abhängig machen, ob ein Eingreifen grad nötig ist. Pauschlaisierungen sind immer doof..... So - jetzt hast die n+2te Meinung *gg

    Zitat

    ......
    Dass sie manchmal eine kleine, laute Furie sein kann (Büro-Futter-Situation), hängt wohl mit auch mit der Rasse zusammen und, dafür, dass unsere Große derart ängstlich ist, dass sie gleich wieder nach unten geht, kann sie ja auch nichts.


    Ich würde generell, auch wenn sie mehrmals am Tg gefüttert wird, klare Fütterungsregeln einführen, damit sie lernt, keiner nimmt ihr was weg. Feste Zeiten, Napf an festem Ort, andere Hündin woanders. Ist sie fertig, Napf vor ihren Augen wegstellen. Nirgendwo liegt im Haus mehr was Eßbares, das verteidigt werden könnte. Wenn Du meinst, sie sollte zunehmen, dann mach was mit ihr und gib dafür Leckerli als Bestätigung - mal ein SITZ oder ruf sie zu Dir, dann kannst was reinstopfen *gg So lernt sie gleich, daß Gehorchen Vorteile haben kann ;-)

    Zitat

    ....

    Einen wirklichen Rückzugsort hat sie nicht, nein. Dazu ist das Haus wohl zu groß und es gibt zu viel zum Entdecken. Aber im oberen Bett schläft sie sehr gerne. Da wird sie generell aggressiv, wenn ich Abends noch unter die Dusche hüpfe oder das untere Klo besuche und die Türe dabei etwas knarrt, wodurch sie wach wird und dann bellt........

    Richte ihr mehrere Rückzugsorte ein. Meine Hunde haben eigentlich in jedem Zimmer irgendwo ein Körbchen rumstehen, in dem sie liegen, wenn sie mich in ein anderes Zimmer begleiten. So sind sie aus dem Weg und werden auch von allen in Ruhe gelassen. Reicht auch evtl. ne einfache Fleecedecke, einfach, daß sie lernt, wo ne Decke liegt, kann sie zur Ruhe kommen.

    Das mit dem Gebelle würde ich der Beschreibung nach eher als Unsicherheit auslegen, weil Du grad net da bist, und irgendwoher ein "komisches" Geräusch kommt... Glaube nicht, daß das aggressiv ist.

    Also, für mich hört sich das im ersten Beitrag nicht so an, als würde sie der älteren Hündin gegenüber aggressiv reagieren - ich glaube, wenn die genervt wäre, würde sie das deutlich zeigen. Ich denke eher, daß erwachsene Hündinnen bei nem Welpen eher nochmal nachsichtig sind, und erstmal versuchen, den spielerischen Attacken mit Aus-dem-Weg-Gehen zu entgehen, bevor sie sauer werden. Und wenn die Kleinen nach einer gerechtfertigten Maßregelung nach kurzer Zeit wieder normal auf den anderen Hund zugehen, heißt das, sie ahben verstanden, und die Maßregelung war auch nicht zu heftig (sonst würden sie den Anderen dann meiden oder wären zumindest seeehr vorsichtig in der Annäherung). Insofern würde ich nichtmal eingreifen, solange die ältere Hündin nicht zeigt, daß es ihr zu viel wird, und die Kleine genau das ignoriert.

    Bei dem Verhalten Menschen gegenüber würde ich aber mit Sicherheit eingreifen. Erstmal müßt ihr ihr die Sicherheit vermitteln, daß Ihr ihr kein Futter etc. wegnehmt. Gefressen wird dann halt nur noch im Körbchen oder so, nicht in Deinem Bett! Und wenn du Dich in ihre Richtung bewegst, und Du weißt, daß sie das mißverstehen könnte, dann sprich sie halt kurz an. Ein Innehalten beim Kauen und steif werden kann übrigens auch schon eine Warnung sein, Dich nicht weiter zu nähern. Ich hab sowas dann bei meiner Frieda (Straßenhund) zur Kenntnis genommen, gesagt "ist gut", was zum Knabbern geholt, und ihr aus etwas Abstand raus zugeworfen - so hat sie gelernt, daß ich ihr nix wegnehmen will, wenn ich näherkomme. Wenn der Hund dann länger da ist und Dir vertraut, erledigt sich das Problem von alleine, dann muß sie nicht mehr knurren/schnappen, weil sie weiß, keiner nimmt ihr mehr was weg. Was dem Hund gegeben wurde, gehört ihm.

    Bzgl. Mitbewohner: hier würde ich mal aufpassen, was für eine Körpersprache er zeigt, und welche Du - ihm zeigen, wie er mit dem Hund umgehen kann, evtl. in der Hundeschule zeigen lassen, einen Bogen gehen um den Hund rum, wenn der frißt, den Hund nur auf sich zukommen lassen, ihn aber nicht bedrängen, ansprecvhen, bevor man ihn anfaßt, damit er nicht erschrickt, was auch immer, da gibt´s genug Möglichkeiten. Ihm Futter geben lassen vom Mitbewohner etc., damit dieser interessanter wird. Insgesamt mußt darauf hin arbeiten, daß der sicherer wird - denn seine Unsicherheit im Verhalten provoziert sozusagen die Reaktion vom Hund. Er weiß nicht, was er tun soll, und der Hund ist dadurch unsicher, weil er nicht weiß, was jetzt gleich von ihm kommen wird, das schaukelt sich gegenseitig hoch ;-)

    Zitat

    .....

    Ein anderes Beispiel: Auf den Fuß setzen angebliich Dominanzgehabe. Andere sagen: Er sucht Schutz bei dir. Es sind diese Dinge, die mir immer wieder das Gefühl geben es doch falsch zu machen.

    .........
    Minusmoment. Wir gehen raus. Es ist dunkel. Ich habe ihn immer im Blick. Er schnappt sich was. Ich pack ihn, Mund auf (üben wir seit einer Woche klappt aber natürlich in dem Moment nicht so) Ich versuch sein Maul zu öffnen, um reinzuschauen. Er quiekt so laut, dass jeder denken muss ich hätte de draußen abgemurkst. Nichts gefunden. Aber wieder so ein Moment, wo ich mich einfach zum kotzen finde und er ist danach auch völlig bedröppelt. Habe ihn hier noch ein wenig gestreichelt und geschmust. Nun spielt er wieder mit seinem Kuscheltier. Gott, ich hoffe Welpen vergessen auch schlechte Erfahrung. Oder wird er sich nun immer an alles schlechte erinnern?

    Also: das mit der Dominanz vergiß mal ganz schnell wieder. Kein Hund will nen Menschen grundsätzlich "dominieren", das ist Quatsch. Hat man früher so gesehen, ist aber überholt. Manch sagen auch, wenn der Hund auf Deinem Schoß sitzt, dominiert er Dich. Naja - meine Hunde sind aber ganz schön dominant - nur komisch, daß trotzdem normalerweise meine Kommandos befolgt werden, und die Hunde auch draußen gut hören..... *gg Wenn der Kerle kuscheln will und körperliche Nähe ioder schutz braucht (Letzteres ist es meist draußen, wenn er halb auf dem Fuß sitzt), dann GIB IHM, was er braucht - Nähe oder eben Schutz! Noch deutlicher kann er Dir nicht zeigen, was er braucht - der kommuniziert auf seine Art mit Dir, und Dein Schutz ist das nötige Feedback, das er dann bekommt. So baut er Vertrauen zu Dir auf.

    Bzgl. des Schnappens nach Freßbarem: vollkommen normal - da hilft nur Eines: schneller sein und die Augen auf dem Boden haben, dran üben (z.B. daheim Wurststück hinlegen und er darf erst nach Deiner Freigabe hin), und Tauschen üben (auch erstmal daheim), sodaß er später mal evtl. gefährliches (Giftköder) auf Kommando ausspuckt, weil er weiß, daß die Alternative in Deiner Jackentasche besser ist. Und bis das klappt, mußt halt gucken und schneller sein (ich weiß, da können Welpen plötzlich superschnell sein, gell? *gg)

    Zitat

    ......Ich dachte man soll je nach Woche mind. 15 Minuten mit ihm rausgehen? .....

    Nene - das hast Du mißverstanden: es gibt nur die Faustregel, mit nem Welpen nicht länger als 5 Minuten pro Lebensmonat am Stück zu laufen - um langandauernde gleichförmige Bewegung zu vermeiden, die die jungen empfindlichen Sehen und Bänder nicht zu überlasten.

    Das betrifft aber nur gleichförmige Bewegung am Stück, d.h. eintöniges Laufen o.ä. und bedeutet ganz sicher NICHT, daß Du 15 Minuten MUSST oder danach unbedingt heimgehen mußt. Du kannst auch 2 Stunden unterwegs sein am Stück, wenn Du nach 5-10 Minuten laufen Dich mit dem Hund in den Park setzt und ihn ne Stunde gucken läßt, mit ihm dann ein bisserl spielst, er dann nochmal 15 Minuten auf der Wiese döst oder mit anderen Hunden tobt. Wichtig ist also, daß er immer wieder Pausen machen kann, und die Bewegungen nicht eintönig sind, oder er zu lange tobt - kennt man ja selbst auch, wenn z.B. die Muskulatur im Bein vom vielen Laufen müde wird, neigt man dazu, Bewegungen falsch auszuführen, oder die Fußgelenke können einen halt einfach nicht mehr halten, man knickt mal um mit dem Fuß, stolpert oder was auch immer. Da muß die Muskulatur beim Spielen etc. halt langsam erstmal aufgebaut werden, damit sie den kleinen Körper halten und stablisieren kann.

    Mehr besagt diese Regel nicht - wird oft mißverstanden.... ;-)

    Hey, Boldy,

    erstmal Glückwunsch zum Zuwachs ;-)

    Und dann: mach Dich net heiß - der Kleine ist seit einer Woche bei Dir, der muß doch erstmal seine Welt kennenlernen und kapieren, was Du von ihm willst.

    Das mit der Stubenreinheit ist vollkommen normal - ich hab auch gedacht, ich bin zu blind, zu doof oder beides, um zu erkennen, wenn Biene mal mußte. Dauernd die Putzerei in der Wohnung, das kann schon an die Nerven gehen. Aber: das wird irgendwann aufhören - ehrlich *gg Aber rechne nicht damit, daß der Hund vor dem 7. Monat komplett stubenrein sein wird. Das kann der Fall sein, muß aber nicht, könnte echt auch bis dahin dauern. Mit 9,5 Wochen kann der noch gar nicht verstanden haben, daß er nur draußen pieseln soll-der ist noch ein Baby! Von einem 6 monate alten Kleinkind erwartest Du ja auch nicht, daß es sich meldet, wenns mal muß, das kann auch nicht verstehen, daß es nicht in die Hose machen soll *gg

    Ich finde, Du machst das schon richtig: oft genug raus, jedesmal loben, wenn er draußen was macht. Evtl. immer dasselbe Wort dazusagen, wenn er sich zum Pieseln hinsetzt - nach etlichen Malen hat ers vielleicht verknüpft, daß das Wort für Pipimachen steht, und Du kannst ihm dann helfen, indem du das Wort nur noch draußen auf Gras sagst, wo er machen soll, aber nicht in der Wohnung. Aber setz Dich (und damit auch ihn!) nicht unter Druck - es ist vollkommen normal (finde ich), das anfangs nicht gut erkennen zu können!

    Was das Hinlegen/Hinsetzen betrifft: ich denke, Dein Hund zeigt Dir einfach, was er braucht. Der möchte sich die Welt um sich herum mal ansehen. Gib ihm doch einfach die Zeit dazu. Welpen sollen ja eh noch nicht stundenlang am Stück laufen, insofern geht man ja meist nur kurze Zeit laufen. Dann nimm Dir doch die Zeit und gib ihm die Zeit, sich das da draußen alles mal so anzugucken (wenns so spannend ist, ist es auch normal, daß der Hund vor lauter Gucken und Schnuppern "vergißt", zu pinkeln, und ihm das erst daheim in sicherer Umgebung wieder einfällt! Tip: öfter dieselbe Runde, damits net ganz so spannend ist, und er sich Pipistellen aussuchen und merken kann, die er regelmäßig nutzt, weils da eh schon nach ihm riecht.). Es gibt nichts Schöneres als einen Hund, der andere Hunde und das Geschehen auch von Weitem beobachten kann und verarbeiten kann, statt dauernd zu anderen Hunden/Leuten hinrennen zu müssen (ich hatte das anfangs mit Bossi, hat ewig gedauert, das rauszukriegen, der war schon eineinhalb, und das hatte sich schon eingeschliffen)! Setz Dich einfach mit ihm ins Gras oder auf ne Bank, laß ihn gucken, mach ihn mal auf wen aufmerksam, der von der Seite gelaufen kommt, zeig ihm seine künftige Welt. Wenn er sich etwas sicherer fühlt, und er festgestellt hat, daß nichts Bedeutsames draußen passiert und ihn nichts bedroht, wird er von alleine anfangen, aus der Position raus etwas weiter weg zu gehen von Dir, oder mal die Wiese um Euch rum zu erkunden. Ich bin mir fast sicher, wenn Du ihm diese Zeit einfach gibst, wird er irgendwann einfach aufstehen (wenn nichts weiter passiert) und Dir damit signalisieren, daß er jetzt genug beobachtet hat. Dann kannst noch etwas spielen mit ihm und wieder heimgehen. Setz Dich nicht unter Druck, daß der Kerle unbedingt laufen muß! Der holt sich schon an Bewegung, was er braucht, da mach Dir mal keine Sorgen! Du kannst ihn evtl. unterstützten, indem Du ne Weile immer dieselbe Gegend mit ihm ansteuerst. Z.B. früh morgens immer denselben Park, und dieselbe Stelle, von der aus Ihr das alles beobachtet. Dann weiß er irgendwann "Ah, da geht´s auf die Wiese, außer, daß da paar Leute rumrennen, passiert nichts, und kann sich dann einfacher aufs Schnüffeln konzentrieren, oder geht dann gerne mit Dir weiter. Und auch und gerade in fremdem Gelände würde ich immer mal wieder 10 Minuten einplanen, in denen er einfach nur gucken kann. Manche Hunde brauchen das halt, vielleicht gibt sich das auch, wenn er sicherer draußen wird und alles kennt, und andere finden das Gucken einfach spannender als einfach nur langweilig durch die Gegend zu laufen oder selbst Action zu machen. Laß ihn das Tempo, in dem er die Welt erobert, selbst bestimmen. Und erst, wenn er in Deiner Gegend entspannt laufen kann, und auf Dich achten kann unterwegs an der Leine, dann kannst mal in etwas belebtere oder ganz fremde Gegenden gehen. Ich würde auch anfangs höchstens einmal die Woche was machen, um neue Dinge kennenzulernen wie den Bahnhof, neue Untergründe, nen Biergarten (und dann auch nur für ein Getränk, und wieder heim). Da kriegt der soooo viele Eindrücke mit, daß er erstmal beschäftigt ist, wenn er wieder daheim ist, das alles zu verarbeiten - und wird gut schlafen. Mit dieser Eroberung seiner Umwelt und den neuen Eindrücken, den Hausregeln bei Euch (darf nicht aufs Sofa oder doch, welche Räume darf er, welche nicht etc....) oder dem Kennenlernen des Rests der Familie hat der anfangs so viel zu lernen, daß der keine sonstige Beschäftigung benötigen wird, um müde zu werden oder "ausgelastet". Erstmal ankommen lassen, zusammenwachsen, und wenn dann der Alltag etabliert ist, kann man mehr machen in Sachen Weggehen mit ihm und besondere Dinge ausprobieren oder gar auslasten.

    Eine Bitte von mir: beschütz Deinen Hund, wenn er zeigt, daß er nicht angefaßt werden mag von Fremden. Sozialisierung gut und schön - aber ich hab mit meiner Biene gemerkt, daß sie halt, wenn ich das nicht verhindere, selbst die Initiative ergreift, wenn jemand den eingezogenen Schwanz und die abweisende Körperhaltung ignoriert (die Leut kapieren das einfach nicht, obwohl sie superdeutlich in der Körpersprache ist) und sie weiter grapschend bedrängt: die knurrt, oder schnappt auch mal in Richtung der Leute. Sowas braucht kein Mensch..... weder Du als Halter noch der Hund.

    Laß Dich nicht so verunsichern, stell diese ganzen Ratgeber ins Regal - und nimm Deinen Hund, schau ihn an, beobachte ihn, zeig ihm erstmal Deine Welt, bevor´s rausgeht - und er wird Dir zeigen, wenn er so weit ist, daß er Neues kennenlernen kann. Jeder Hund ist anders, und es gibt keinen festen Plan, bis wann der Hund vom Flugplatz bis zur Demo alles im Leben gesehen haben muß *gg Das muß man individuell entscheiden, je nach Hund, das kann Dir kein Ratgeber vorschreiben.

    Ja - ein Welpe ist anstrengend (mein Schwesterherz möcht jetzt auch einen, nachdem der alte Hund vor ein paar Wochen eingeschläfert werden mußte altersbedingt - und sie versteht´s net, wenn ich sage, WIE anstrengend das sein kann - sie wird´s erleben.... *gg). Aber es ist auch eine wunderschöne Zeit, wenn man sich nicht unter Druck setzen läßt, was man dem Kerle alles antun und zeigen muß, sondern einfach in Ruhe zusammenwachsen, sich kennenlernen kann, und gemeinsam den Alltag erobern und einrichten kann, wie´s beiden am besten gefällt oder eben auch in Frauchens/Herrchens Zeitplan am besten reinpaßt. Wenn Du den ganzen Druck über Bord wirfst, dann kannst Du die Welpenzeit wieder genießen - die ist so kurz, wär echt schade drum ;-)

    Zur Leinenführigkeit noch kurz: auch das muß er lernen - genauso wie Du. Laß Dir Zeit (kannst Dir glaub ich am besten als Mantra übers Bett hängen den Spruch *gg).

    Der Hund merkt mit Sicherheit auch, wie Du "drauf" bist - wenn Du Dir Druck machst, verunsicherst Du ihn - und das führt dann zu dem beschriebenen Verhalten. Schmeiß das "ich muß" oder "er muß" echt weg - dann wird er sich auch wieder normal verhalten...

    Viel Freude noch mit dem Süßen!