Beiträge von BieBoss

    Zum Thema Erwartungshaltung nochmal, um das etwas zu erklären: Du gehst jeden Morgen zur Hundewiese, das weiß der Hund. Sobald Du also früh zur Leine greifst, ist der auf 180 - weil er weiß, es geht jetzt ans Halligalli-Spielen etc. Der Hund ist also auf 180, noch bevor Du das Haus verläßt. Und dann verlangst Du, daß er anständig an der Leine geht? Das ist, wie wenn ich Dir nach 3 Tagen Hungernlassen nen doppelten Schweinebraten mit Kloß vorsetze (ich hoff jetzt, Du bist nicht grad Vegetarier, aber ich glaube, Du verstehst das Beispiel dann trotzdem *gg) und von Dir verlange, den stehenzulassen und konzentriert Mathe-Aufgaben zu rechnen *gg

    Hier würde ich daher ansetzen: Hundewiese erstmal komplett streichen, um diese Erwartungshaltung rauszukriegen. Rausgehen nur, wenn der Hund ganz ruhig ist. Spazierengehen heißt künftig "wir gehen zusammen anständig mit der Leine spazieren", nicht "wir rasen zur Spielwiese und lassen den Hund sich dort austoben, weil ich ihn sonst nicht halten kann und auch keine Lust habe, ihn selbst auszulasten".

    Fängt er auf dem Weg zur Wohnungs-/Haustüre schon an zu ziehen: bleib stehen und rühr Dich nimmer. Die Haustüre geht NUR auf, wenn er gesittet mit Dir zusammen an der Leine hingeht. Dann Türe auf - ein Schritt von ihm in die Leine, und Du gehst zurück in die Wohnung mit ihm. Zweiter Versuch, Angehen - rennt der Hund los, wieder zurück...... Das Spielchen ist voll ätzend - aber auch für ihn *gg Aber nur so wird er lernen, daß es, wenn er in die Leine springt, erst mal GAAAR nix gibt, und schon gar kein Spielen. Auf diese Weise würde ich die Spaziergänge anfangen. Erst ganz kurz, ums Haus rum oder so, denn es ist unheimlich schwierig für den Hund, der ja noch in seiner Erwartungshaltung ist, sich so weit zurückzunehmen, daß er nicht mehr in die Leine rennt. (Gassi dann zwischendurch nur mit Geschirr, an dem er ziehen darf!) Kostet Konzentration hoch fünf für ihn. Und das dann schrittweise immer weiter ausbauen. Erst, wenn er längere Strecken anständig an der Leine geht und sich auf Dich zu konmzentrieren in der Lage ist (das kann auch ein halbes Jahr dauern!), kannst testhalber mal öfter wieder in die Nähe (!) der Hundewiese gehen. Wenn er ruhig bleibt, darf er dann auch mal 5 Minuten spielen und laufen dort. Aber nicht jeden Tag, und schon gleich dreimal nicht immer zur selben Zeit. Sonst hast ganz schnell wieder die Erwartungshaltung drin. Der muß jetzt einfach mal lernen, daß Spazierengehen nicht immer Halligalli bedeutet, sondern auch mal konzentriertes Arbeiten.

    Willst Du mit ihm zum Training gehen (z.B. Ziehen o.ä., was ich aber nur machen würde, wenn ein STOP-Kommando sitzt und Du ihn verbal lenken kann, wenn der am Ziehen ist!), dann wird er normal an der Leine zum Auto geführt (gleiches Spiel) bzw. eben rausgeführt, wenn Du dort gleich startest, und dann wird er dort "umgezogen", also Zuggeschirr etc., und dann darf er starten.

    Er darf keinen Erfolg mehr haben, indem er an der Leine zieht. Gar nicht mehr. Und Erfolg heißt hier: er kommt schnell dorthin, wo er hin möchte, Du folgst ihm, er bestimmt die Richtung. Nix mehr - DU bestimmst das Tempo, die Richtung, und er komnmt NUR dorthin, wo er möchte, wenn er anständig läuft. Sonst geht da gar nix mehr.

    Und zum Thema Bällchenwerfen: die Rennerei ist wie das Hetzen beim Jagen selbstbelohnend (mal abgesehen davon, daß Du mit dem Hetzenlassen des Balls den Jagdtrieb förderst und aktivierst!!!). Der Körper schüttet Streßhormone aus ohne Ende, die brauchen bis zu einer Woche, um wieder abgebaut zu werden. Will heißen, nach EINMAL Rennen ist der Hund für ne Woche auf 180, und dementsprechend empfänglich für ein Knistern im Unterholz (Gefahr des Lossprintens zum Jagen!) oder dafür, selbst Spuren zu suchen und zu verfolgen bzw. halt "einfach" loszurennen, statt sich auf Dich zu konzentrieren an der Leine. Du machst Dir damit selbst die Arbeit schwer, und nicht zuletzt schädigt ein ständiger Adrenalinpegel "auf 180" auch den Körper des Hundes und seine Gesundheit.

    Daher solltest Du besser ruhige Beschäftigungen zum Auslasten suchen, die den Hund eher vom Kopf her beanspruchen. Beim körperlichen Auslasten mit nem Husky wie Deinem hast Du nämlich irgendwann ein Problem: der Hund wird IMMER den längeren Atem haben als Du konditionsmäßig, und je mehr er körperlich beansprucht wird, desto besser ist er im Training, desto mehr muß er wiederum laufen. Damit schießt Dir also quasi selbst ins Knie, der braucht immer mehr Bewegung.... und trotzdem ist der Kopf nicht ausgelastet.

    Mit Dingen wie Suchspielen kannst Du einen Hund in 20 Minuten so "platt" kriegen, daß er einfach nur noch tod ins Körbchen fällt - und der braucht dann garantiert nichts mehr! Da kann man sooo viel machen: Gegenstände im Garten "verlieren" und suchen lassen. Wenn er findet, kriegt er Leckerli (Garten zählt bestimmt noch zu der Gegend, wo er Leckerli nimmt, oder?). Geruchsunterscheidungspielchen (Teesorten/Gewürze o.ä., da versteckt man am Ende unter umgedrehten Blumentöpfen o.ä. verschiedene Gerüche und er muß einen raussuchen). Fährtensuche - da verfolgt er die Geruchsspur auf dem Boden über natürlichen Grund (kein Asphalt). Mantrailing - da verfolgt der Hund die Spur einer bestimmten Person, das geht auch über Asphalt. Oder Du gehst mit Deiner Familie spazieren, und einer geht plötzlich "verloren", den der Hund suchen darf (geht natürlich nur, wenn er im Freilauf abrufbar ist, sonst kriegst ihn ja nimmer her *gg).

    2mal die Woche 20 Minuten davon, und der Hund ist wesentlich ruhiger! Das ist relativ wenig Aufwand mit gutem Ergebnis. Und dann ist er einerseits auch in der Lage, konzentriert zu arbeiten, weil er nicht mehr hochgedreht ist, und lernt gerade beim Suchen, sich über immer längere Zeit zu konzentrieren.

    Nochwas: wenn Du mit ihm nur rausgehst, um auf die Hundewiese zu gehen: warum sollte der Hund sich dann auf Dich konzentrieren?? Verstehst Du, was ich meine? Nenn mir doch bitte EINEN GRUND, warum er sich auf Dich konzentrieren sollte, wenn er seinen Spaß unterwegs NUR mit anderen Hunden hat, nicht aber mit Dir, weil Du nur hinterherschlappst... Bedeutet: der wird sich mit Sicherheit besser auf Dich konzentrieren, wenn er weiß, es bringt ihm was, er hat mit DIR Spaß.

    Das Ganze hängt alles zusammen und ist ein Teufelskreis: hochgedreht durch Hundewiese und Ballrennen -- > er ist nicht konzentrationsfähig --> er nimmt keine Leckerlis vor Streß --> Du kannst nix machen unterwegs, weil er auf Dich vor lauter Streß net reagiert und Du nicht mal bestätigen kannst --> Du bist "langweilig" für ihn --> er zieht weiterhin, Du gehst weiterhin frustriert nur auf die Hundewiese.....

    Wenn Du also am ersten genannten Punkt angreifst und dieses Hochpushen sein läßt, wird er ruhiger, konzentriert sich, Du kannst mit ihm arbeiten, wirst dadurch für ihn interessant, und dann wird er auch nicht mehr überall hinziehen, weil HIER BEI FRAULE ist es am Interessantesten. Und so entwickelt sich ein Aufeinander-Reagieren, ein Miteinander für Euch. Dann macht auch das Gassigehen wieder Spaß.

    Dann kannst Du unterwegs auch mal nen Handschuh/Schlüssel o.ä. "verlieren" und suchen lassen und Dich total freuen, wenn er findet, oder Du rennst plötzlich einfach quietschend in eine andere Richtung davon, sodaß er mitsprinten kann, dabei wird er Spaß haben. Das kann auch gern mal ne ganz kurze Sequenz Fuß oder ein einzelnes SITZ sein, das mit Leckerli und großer Freude auf Deiner Seite belohnt wird. Und er wird künftig unterwegs immer darauf achten, wo Du bist, denn es könnte ja gleich wieder einen großen Spaß mit Dir geben!

    Klar geht das mit Sicherheit nicht von heute auf morgen, aber erste Fortschritte wirst Du schon nach relativ kurzer Zeit erkennen können. Klar - man macht sich unterwegs irgendwie zum "Deppen" damit. Aber irgendwann brauchts den Aufwand nicht mehr, weil er gelernt haben wird, daß es bei Dir toll ist, und dann mußt Dich zumindest nimmer zum Kasper machen unterwegs. Aber ich würde gerade anfangs trotzdem IMMER bestätigen, wenn er sich unterwegs in irgendeiner Form auf Dich konzentriert (JEDER Blick unterwegs zu Dir, jedes Zurückkommen zu Dir, jede Reaktion auf Dich, ein Dir-Folgen, wenn Du abbiegst etc.). Das kannst Du anfangs auch üben, indem du z.B. einfach mal stehenbleibst, wenn er an der Leine ist. Der wird sich rumdrehen, um zu sehen, warum Du stehenbleibst - und genau in dem Moment bestätigst Du (das zeigt ihm "es ist immer gut, Frauchen anzugucken, nach ihr zu schauen"). Das geht auch ohne Leckerli, eben verbal anfangs, oder indem Du einfach weitergehst, denn die beste Bestätigung, ist es, das zu mache, was der Hund eh gerade möchte. Wenn er schnellstmöglich zur Hundewiese will, ist das Weitergehen in dem Moment die größte Belohnung, die er kriegen kann - gibt ja nicht nur Leckerli als Bestätigung.

    Weiterhin würde ich den Rückruf üben, bis zum Erbrechen ;-) . Das geht natürlich auch einfacher, wenn der Hund erstmal etwas entspannter ist, weil er dann nichtmehr nur "Rennen, Rennen" im Kopf hat, sondern nach Dir zu gucken in der Lage ist. Aber das kann man trotzdem auch daheim üben: rufen, Futternapf hinstellen. Erst, während man schon fast daneben steht, dann wenn das klappt, auch mal, wenn er im Garten ist, zur Fütterungszeit (weil er da eh weiß, es gibt gleich was, das wird die Wahrscheinlichkeit erhöhen, daß er kommt, und erleichtert Dir somit das Üben) rufen, hinstellen, sobald er kommt, mit einem verbalen Lob. Dann draußen mit Schleppleine. Erstmal auf 2-3 Meter Entfernung, also nicht die ganze Leine rauslassen, in ruhigem Gebiet, dann mit längerer Schlepp. Dann in belebter Umgebung wieder nur mit 2-3 Metern Leine, dann langsam verlängern und wenn das klappt, kann weitere Ablenkung dazukommen.

    Achtung, ganz wichtig: die Schlepp ist dabei NUR dazu da, den Hund gegen Weglaufen zu sichern - NICHT, um ihn ranzuziehen o.ä. - denn der lernt ganz schnell, die zieht mich an der Schlepp ran, wenn ich net komme, und wenn die Schlepp dann ab ist, reagiert er nimmer, weil Du kannst ihn ja nicht mehr ranziehen. Und er soll ja lernen: "KOMM" heißt, daß ICH zu Frauchen komme, nicht, daß ich zu Frauchen gezogen werde *gg Daher: wenn er nicht gleich reagiert (aufs ERSTE Ranrufen), gehst hin, nimmst ihn an die kurze Leine (also ganz am hundeseitigen Ende der Schlepp anfassen, der Rest kann schleifen) oder sogar am Halsband, und führst ihn (wortlos) damit genau zu der Stelle, von der aus Du ihn gerufen hattest. Leckerli gibt´s aber nur, wenn er von alleine sich in Bewegung setzt, nicht fürs Abholenlassen! So lernt er, daß ER sich selbst an die Stelle hinbewegen soll, von der aus gerufen wurde, und wirds irgendwann direkt machen, weil Du holst ihn ja sonst eh wieder hin, dann kann er auch gleich selbst laufen....

    Um den Hund auf Dich zu konzentrieren, kannst Du ihm auch beibringen, daß Du der Schlüssel zu allem Tollen bist. Futter gibt´s nur noch, wenn er Dich vorher anschaut/absitzt o.ä., wenn er raus will, muß er sich auf Dich konzentrieren. Will er mit nem Hund spielen, muß er zu Dir kommen und vorsitzen o.ä. - was auch immer, aber er kriegt NUR die Freigabe, dem Gewünschten nachzugehen, wenn er DICH um Erlaubnis fragt - und die kriegt er natürlich erst, wenn er tut, was DU willst. NUR DU kannst ihm diese tolle Beschäftigung o.ä. ermöglichen, NUR DU kannst ihm Futter geben. Damit erreichst Du, daß er öfter nach Dir guckt, und irgendwann auch automatisch anfängt, nach Dir zu schauen, bevor er losstürmt zu anderen Hunden, daß er lernt, Du bist interessant und auch wichtig für ihn. Wenn er das im Alltag auch daheim nebenbei lernt (auch ein Sofakuscheln kann an eine vorherige Freigabe Deinerseits gebunden werden), wird er sich draußen leichter tun, das dort ebenso umzusetzen. Auch hier belohnst Du wieder mit dem, was der Hund jetzt gerne tun würde ("funktioneller Bestärker", der beste/wirkungsvollste überhaupt), und kannst Dir daher die Leckerli sparen. Wenn er also künftig auf Sofa geht, ohne nachzufragen, "fliegt" er wieder mittels Kommando "Runter!". NUR mit Deiner Freigabe darf er überhaupt noch was tun. (ok, aber laß ihn bitte ohne Freigabe auch atmen oder pinkeln, man muß es ja nicht übertreiben :ugly: - aber wenn ers oft genug so erlebt, dann lernt er es schneller, als wenn mans nur sporadisch so durchführt).

    Man sagt nicht umsonst "Bällchenspielen macht blöd im Kopf". Das stimmt-der Hund ist (wie der Mensch) nicht in der Lage, unter Streß richtig zu arbeiten und zu denken. Stell Dir mal die Situation eines Schülers vor, der totaaaal aufgeregt ist vor der Schulaufgabe. Und 5 Minuten, bevor er ins Klassenzimmer geht, um die Schulaufgabe zu schreiben, fällt ihm ein, er hat irgendwas nicht verstanden. Wenn ihm jetzt einer versucht, das noch schnell zu erklären - der wird absolut gar nix kapieren - weil er so unter Streß steht wegen der Schulaufgabe und der Kürze der Zeit bis zum Start, daß er nicht in der Lage ist, irgendetwas aufzunehmen. Und das ist der Grund, warum Du erstmal den Streß rausnehmen mußt aus dem Hund, bevor es überhaupt einen Sinn macht, mit ihm zu arbeiten zu beginnen.

    Du siehst, es ist ein ganzes Maßnahmenbündel, das Du da anwenden und umsetzen mußt - sonst ist es nicht zu schaffen. Aber es ist machbar, Du mußt Euch nur etwas Zeit geben, und kannst auch langsam nach und nach die Ideen umsetzen, alles auf einmal ist vielleicht ein bisserl viel... Das hat sich so lange jetzt eingeschliffen, das wirst nicht von heute auf morgen rauskriegen.

    Am besten, Du machst Dir selbst ne Liste oder Übersicht aus all den hier im Thread genannten Punkten, und entscheidest dann für Dich und notierst das so, was DU als erstes anpacken willst. Am besten Dinge, die leicht umzusetzen sind, damit auch Du gleichmal selbst einen Erfolg siehst, das ermutigt, weiterzumachen. Dann vielleicht die Dinge, die Du ab jetzt immer beachten möchtest, z.B. die Sache mit dem Abrufen vorm Füttern, Geschirr zum Spazieren/Halsband zum Leinenführigkeit-üben, oder das Rückruf-üben: z.B. "auf jedem Spaziergang dreimal an der Schlepp abrufen" oder so. Die Liste würde ich mir wo aufhängen, wo ich immer wieder nen Blick darauf werfen kann, um mich selbst daran zu erinnern, diese Dinge durchzuführen und konsequent zu bleiben.

    Such Dir raus, was Dir (dem Hund dürfte es wurscht sein, Hauptsache suchen....) an Suchspielen gefallen könnte (http://www.spass-mit-hund.de erklärt da glaub ich auch bisserl was, es gibt auch viele Infos zur Zielobjektsuche im Web, die hatte ich oben vergessen, aufzuzählen), und beschaff Dir nen Überblick (Bücher, Web), wie Du das gewählte aufbauen kannst, evtl. mit Hilfe eines Kurses/Seminars, udn plane dieses mit ein. Du kannsdt Dir vornehmen, jeden Mittwoch und Samstag (z.B.) mit dem Hund diese Sucharbeit zu machen. Also wanns Dir halt am besten in den Kram paßt, aber regelmäßig, dann kommt nicht so schnell dies oder jenes dazwischen, sodaß man schleichend wieder aufhört.

    Generell gilt: wenn Du grad schlecht drauf bist oder keine Zeit zum Üben hast, setz Dich bitte nicht unter Druck. Das Ganze wird eh dauern. Dann nimm lieber ein Geschirr und laß Dich damit ungestört rumziehen beim Gassigehen, als ein halbherziges Leinenführigkeitstraining am Halsband zu absolvieren, das würde Dich zurückwerfen, wenn der Hund merkt, er kommt mit Ziehen ab und an "durch" bei Dir, je nach Laune.

    Und vergiß bei alldem den Spaß mit dem Hund nicht. Wenns Dich gerade nervt, viel zu arbeiten, nimm Dir auch die Zeit, einfach mal nur zu toben mit dem Hund. Du darfst z.B. auch Ballspielen mit ihm. Aber nicht wie bisher, sodaß der Hund sinnlos hinterherrast, sondern: Hund anleinen. Ball werfen. Dann Freigabe, daß er ihn holen darf. Und die kriegt er nur, wenn er vorher anständig ruhig saß. So übt er gleichzeitig seine "Steadyness" und Selbstkontrolle, sprich Du übst Impulskontrolle mit ihm. Das kostet wiederum Konzentration und pusht den hund nicht so wie das normale Hitnerhergerenne. Oder, fällt mir grad ein, wenn er Balli so liebt: Du gehts demonstrativ mit Balli in den Garten, "verlierst" ihn dort, und dann (wenn Hundi ruhig saß), kriegt er die Freigabe, den zu suchen. Wenn er ihn gefunden hat, wirfst Du ihn EINMAL zur Belohnung. Ein einzelnes Mal pusht net so hoch, er hat seine Bestätigung. Und dann ist gut, er darf den 5 Minuten behalten und rumtragen, was auch immer, und dann kommt Balli wieder weg. Anschließend Kuschelrunde - auch sowas fährt den Hund wieder runter, wenn er mal zu hektisch ist.

    So - Roman zu Ende. Wenn das alles so klappt, dann kannst auch anfangen, Fußgehen zu trainieren. Solang der Hund auf 180 ist, wäre das vergebliche Liebesmüh.....

    Viel Spaß in den nächsten Monaten! Hoffe, Du wirst berichtetn über ganz viele Fortschritte ;-)

    Also, alle auf einmal ginge glaub ich net - ich finde, man sollte immer genug Zeit für den einzelnen Hund haben, und wenn ich arbeite, gehen nicht mehr als jetzt da sind.

    Aber was mich reizen würde (zu meinen dazu oder irgendwann später in kleinen Teams):
    - Jagdterrier - jederzeit wieder, am besten im Rudel... (dann aber nur mit genügend Zeit, die zu beschäftigen)
    - Großpudel
    - Barsoi (der darf jagende Jagdis hetzen, einfangen und lebend zurückholen *gg Das mit dem "lebend" müssen wir dann aber gründlich clickern und shapen *gg)
    - Riesenschnauzer
    - Irish Terrier
    - Foxl
    - Dt. Pinscher
    - Rotti (ja ich weiß - das paßt irgendwie so gar nicht rein *gg Aber ich find die einfach toll.....)

    - Dobi, aber unkupiert. Aber solang die so oft krank sind (Stichwort DCM), kämen sie mir nicht ins Haus. TA-Besuche sollen nicht zum nächsten Hobby werden müssen..... Oder ich heirat nen reichen Tierarzt dazu *gg Vielleicht hat der ja sogar ein großes Grundstück, wo die alle draufpassen *hust.....
    - Catahoulas find ich cool, aber ich würd nie nen Hund haben wollen, den ich schon als Welpen übern Ozean schippern (lassen) müßte. Armer Kerl, das würd ich keinem Welpen antun wollen.

    Alle werd ich sicher nicht haben können - aber nen Teil davon werde ich mir sicherlich noch verwirklichen... Ob Jungs oder Mädels, ist mir relativ wurscht inzwischen..... Das würde ich entscheiden je nachdem, was ich schon da habe, damits am besten paßt. (und dann schlägt die Realität wieder mal zu, und ich find irgendwas, was mit keiner der genannten Rassen auch nur im Entferntesten zu tun hat, und der isses einfach *gg)

    Zitat

    Wo wohnst Du doch gleich? Dann würd ich mal mit einem großen Auto kommen :-)

    Echt? Welchen Deiner Hunde möchtest Du denn dort abgeben? *gggggg

    Also, das mit dem "unter mir stehen" vergiß bittebitte mal ganz schnell wieder. Sowas ist vollkommen überholt! Das hat überhaupt nichts mit Chef oder so nem Kram zu tun. Kein Welpe/Junghund will die Welt erobern - die testen vielleicht mal an, was geht, und stellen Regeln in Frage, wie ein pubertierender Mensch halt auch. Aber das heißt noch lange nicht, daß er gleich die Weltherrschaft an sich reißen will. Spar Dir also Dinge wie "zuerst aus der Tür gehen" u.ä.

    Sein Verhalten hört sich ganz nach einer normalen Pubertät an *gg Da hilft nur eines: konsequent bleiben, auf Einhaltung von Regeln bestehen, und länger durchhalten als er, irgendwann legt sich das wieder..... ;-)

    Zum Pieseln: wenn mein Hund innerhalb von 5 Tagen 3x ins Bett machen würde, wäre mein erster Gang der zum Tierarzt- mit dem Verdacht auf Blasenentzündung..... Laß das bitte erstmal abchecken, bevor Du irgendwelche "drastischen Maßnahmen" planst ;-)

    Falls er doch gesund sein sollte - dann laß ihn mal ein paar Tage nicht ins Bett, sondern schick ihn konsequent ins Körbchen, und schau was passiert. Wenn er dort auch reinmacht, hast sogar den Beweis, daß das nichts mit Dir zu tun hat. ;-)

    Und geh einfach abends vorm Schlafengehen nochmal raus, kurz pieseln. Du darfst nicht vergessen, zur Zeit ist es wieder recht warm, kann sein, daß der Kerle einfach nur vermehrt säuft und daher halt einfach mehr muß, und das im Tiefschlaf nicht merkt....... Macht Ihr abends noch große Runden oder Getobe? Kann auch sein, daß er danach vermehrt trinkt, und deswegen muß. Kannst Dir auch mal für nachts den Wecker einmal stellen ein paar Tage lang, und ihn dann kurz rausbringen und gucken, ob das hilft.

    Oder kriegt er Trockenfutter abends und säuft deswegen recht viel? Dann evtl. stattdessen morgens füttern, oder wenn er noch 2x täglich kriegt, lieber morgens etwas mehr geben, und abends nur ne Kleinigkeit, damit er nicht viel trinken muß. Hattet Ihr ne Futterumstellung, die vermehrtes Trinken verursachen könnte? Wart Ihr irgendwo schwimmen/planschen, wo er vielleicht einfach viel Wasser getrunken hat beim Planschen?

    Das alles würde ich erstmal checken und bedenken, bevor ich auch nur an weitere Schritte denke. Viel Spaß noch mit dem "Kleinen" ;-)

    Hm - also ich würd nicht hingehen. Erstmal schon die Startseite mit den tausend Lobhudeleien der ehem. Kunden, das sieht schon mal aus, als hätt sie´s nötig *gg Was gemacht werden soll, klingt schon, als hätt sie System drin, also net irgendwie unsinnig - aber ich liste mal auf, was mir so spontan auffiel und mich abhalten würde:

    Auf der Kurse-Seite die Aussage, wenn der Hund an der Leine zieht, hat er schon die Führung im Haus übernommen, das reicht mir schon..... Wer hat Ressourcen im Griff und wie ist die Rollenverteilung, müsse dann geprüft werden. Was haben um Himmels Willen Ressourcen damit zu tun, daß ein Hund draußen neugierig oder aufgeregt ist, oder keine Impulskontrolle hat, oder schlichtweg einfach nicht gelernt hat, anständig an der Leine zu gehen, und deswegen zieht er?? Oder der zieht, weil er nicht ausgelastet ist? Da braucht ich keine Ressourcen zu verwalten.... Sie stellt das aber als Standard-Lösung für Leinenziehen hin.

    Dann der Hinweis, daß das Training immer Geld und Zeit (man beachte die Reihenfolge-auch wenns grundsätzlich natürlich stimmt - aber selbst bei Berücksichtigung aller Kosten und Steuern sind die geforderten Sätze in meinen Augen seeehr hoch) kostet, und IMMER MINDESTENS 10 Stunden gebucht werden müssen (sonst soll man sich nen Anderen suchen! Deutlicher geht´s ja net.....). Dann das Basistraining mit Einzel- und Gruppenstunden für 550,- € - Hilfe...... Ich wußte ja, daß Hunde teuer sind - aber daß man für nen Grundkurs mit dem Wesentlichen erstmal ein Jahr lang sparen muß, war mir nicht bewußt (ich hab im Verein 40,- € im Jahr gezahlt....Und das hat für Begleithundeprüfungen und alltagstaugliche Hunde durchaus genügt - auch bei dem Jagdi-Monster *gg)

    Der reißerische Spruch "Wir beginnen da, wo andere aufhören" - ach - Leinenführigkeit, Alleinbleiben, Besucher anspringen & Co. ist also für andere Schulen nicht lösbar? Wäre mir neu. Für mich sind das Alltags-Problemchenchen.....

    Cool finde ich die Idee mit dem Umgang mit behinderten Hunden, weil das die wenigsten Hundeschulen auch nur ansprechen bzw. bedenken und eine Lösung bieten können. Aber das kann man auch alleine austesten, wenn man sich damit etwas beschäftigt, was für den einzelnen Hund individuell nötig ist. Hat zumindest bei uns geklappt. Wenn man wie die Jungfrau zum Kind zum behinderten Hund kommt, könnte das schon hilfreich sein - aber zu dem Preis?

    Und die Ausbildung zum Familienbeschützer - ich weiß nicht, ich weiß nicht - ich denk da an den Spruch "die Geister, die ich rief...." Hund soll "Böse" spielen, aber in solchen Situationen doch beschützen - also doch nicht nur "spielen"?? Und das für 950,- € für 15 Stunden - ich glaub, ich bilde künftig auch Familienschutzhunde aus...... 3 im Monat, dazu noch n paar Privatstunden-Kunden, und mir geht´s echt gut...... *gg Und die Teilnahme an Gruppenstunden setzt gewisse Traininsziele voraus. Klar - damit man Einzelstunden verkauft kriegt....

    VIP-Hundetrainer mieten - ne pfiffige Geschäftsidee...... pro Stunde 100,- € im Schnitt - ääähm, jaaaaa.... |) Nun ja - wer sich keine Zeit für seinen Hund nehmen will zum Erziehen, der soll ruhig löhnen *gg Nicht mein Problem....

    Und was von einer Internatsausbildung zu halten ist, ist ja hier im Forum reichlich bekannt - in meinen Augen sinnlos, weil der Hundehalter dadurch nicht lernt, mit dem Hund umzugehen, sondern nur der Hund die Kommandos beherrscht. Aber wie setz ich die als Hundeführer dann durch? Ein guter Trainer sollte das gar nicht erst anbieten, finde ich. Denn es geht in ner Hundeschule doch erfahrungsgemäß meist eher darum, dem Menschen den Umgang mit dem Hund nahezubringen, und nicht dem Hund ein paar schicke Kommandos beizubringen. Und eine Ausbildung des Hundes in Abwesenheit des Menschen ignoriert diese Tatsache vollkommen.

    Sie hat wohl eine 2jährige Ausbildung zum Trainer gemacht und diverse Seminare und Fortbildungen besucht - aber welche Ausbildung und Seminare, das steht nirgends dabei, das würde mich schon sehr interessieren, bevor ich hinginge. Normalerweise nennen sämtliche Hundetrainer gerne und ausschließlich ihre Ausbildungs-Institute, da deren Ruf ja auch für ihre Seriosität Werbung macht, und man stolz ist auf seine tolle Ausbildung. Daß diese hier in keinster Weise genannt wird, macht mich skeptisch. Es werden weitere Trainer verlinkt, deren Websites z.T. genauso aufgebaut sind und auch dieselben Problemstellungen thematisieren, scheint also dieselbe Ausbildungsstelle dahinterzustecken, aber auch auf diesen Seiten: keinerlei Infos, wer ausgebildet hat......

    Und last but not least: die Fülle an Angeboten, wie will die das gesamte Angebot umsetzen zeitlich? Das wird alles von einer Person angeboten, so viele Kurse? Wie soll das gehen? Was passiert in einem 1-Mann-Betrieb, wenn die mal krank ist, wer vertritt?

    Was wohl in der Ausbildung sehr effektiv war: die Marketing-Kurse, die sie belegt hat lt. Info über sich selbst.... *gg Ich darf das sagen, ich bin ausbildungsmäßig selbst in dem Bereich unterwegs gewesen.....

    Ich kann und möchte ihr keineswegs irgendwelche Kompetenzen absprechen, weil sie genau diese eben nicht nennt oder erwähnt in der Seite (aber halt auch nicht belegt....Ich hätte zumindest ein Abschluß-Zertifikat der ausbildenden Institution erwartet, ein "Kundendankeschreiben" ist für mich kein echter Beleg....). Aber das ganze Angebot, die Aufmachung und die Preise sehen schon seeehr nach Geldverdienen aus statt nach "Ausbildung von Hunden ist meine Leidenschaft". Wer solche Preise nimmt, sollte in meinen Augen schon einen Namen haben und Referenzen bieten (nicht nur zufriedene Kunden, sondern ausbildungsmäßig mein ich da)...... Wenn eine Blaschke-Berthold oder Pia Gröning 50,- € für ne Einzelstunde nehmen, das würd ich noch zahlen, ohne mit der Wimper zu zucken. Selbst bei meiner Ausbilderin im Verein damals, wenn ich spezielle Probleme im Einzeltraining hätte beheben müssen, hätt ich das gezahlt, weil ich da weiß, was die drauf hat. Aber so?

    Das wären so meine Anmerkungen, was mir so aufstößt an der Website - wie gesagt, mir ist keine Beurteilung einer Kompetenz möglich, aber sehr wohl ein "würde ich" oder "würde ich nicht" anhand der Aufmachung und (nicht) vorhandenen Infos.

    Zitat

    .... der ist bei großen immer direkt auf Abwehr :/ ...

    Er? Oder DU? *gg Wenn Du Angst hast bei Großen, spürt der das natürlich und reagiert entsprechend. Aber das hast ja schon erkannt..... ;-)

    Ich kann mir vorstellen, daß man etwas ängstlich ist, wenn man schonmal schlechte Erfahrungen gemacht hat - aber vielleicht muß man sich dann erstmal wieder klarmachen, daß die eher die Ausnahme sein sollten..... (wenn nicht, würd ich das Gassigebiet definitiv wechseln, oder zumindest die Gassizeiten, wo möglich).

    Ich weiß nicht - ich hab mir mit meiner Biene (5 Kilo) nie irgendwelche Sorgen gemacht, daß ihr einer wehtun könnte. Und - oh Wunder, es ist nie was passiert in den ganzen 7einhalb Jahren bisher. Zufall? Oder einfach meine Gelassenheit? Weil ich weiß, daß mein Hund ganz normal hundegerecht kommuniziert, wo es nötig ist, auch mal deutlich wird, und ich auch beobachtet habe, daß es egal ist, wie groß oder stürmisch der heraneilende Hund ist - der zuckt bei ner deutlichen Ansage von ihr zusammen und bislang hat´s immer geholfen. Nichtmal vor nem Dogo Argentino ist sie zurückgeschreckt (war im Verein, ein ganz süßer, der wollt mit ihr spielen, war erst ein knappes Jahr jung, und hat sich dann vor Schreck nach ihrer Ansage hinterm Herrchen versteckt *gg).

    Beobachten des eigenen Hundes halte ich für hilfreich: wenn mein Hund keine Unsicherheit zeigt, ist das für mich ein Zeichen, daß der fremde Hund ihr gegenüber definitiv keinerlei Bedrohung zeigt, das würde sie erkennen- viel eher als ich selbst. Und sie würde dann beschwichtigen, ausweichen, zu mir gucken, was auch immer. Und das gäbe mir Zeit, zu reagieren oder auszuweichen.

    Aber auch Lesenlernen fremder Hunde kann helfen, aber dazu gehört jemand, der einem das mal in Ruhe erklärt, am besten unterwegs bei verschiedenen Begegnungen in der Situation, aber auch mal einfach auf der Hundewiese oder auf dem Sofa sitzend, den Hund beobachten und genau gucken, was der aussagt mittels Körpersprache. Sehr geholfen hat mir die CD zum Thema Körpersprache von Blaschke-Berthold, ist sehr empfehlenswert, gerade wenn man da noch unsicher ist, und weils anhand verschiedener Hunde und Rassen-unabhängig erklärt wird.

    Und das mit dem Blocken kleiner Hunde zu üben, finde ich auch ne tolle Idee. Meine Frieda ist ja auch nicht ganz unproblematisch mit anderen Hunden *hust.... (ok, sie hat sie anfangs regelrecht gefressen, wenn sie konnte...) - und mit ihr gehe ich heute z.T. ganz bewußt in nen Hundeauslauf-Park, um einzelne kurze Begegnungen zu üben. Weil ich gelernt habe, daß mein Blocken anderer Hunde bislang immer erfolgreich war, kann ich da trotz Leinenmonster dabei entspannt Gassi gehen, und dann nach Belieben einen (ruhigeren) Hund herlassen zum Üben (Nähe anderer Hunde ertragen, ohne zu reagieren bzw. um ihre Reaktion hinauszuzögern, damit ich immer mehr Zeit kriege, einzugreifen) oder (wilde oder kläffende - da dreht sie heut noch auf) abblocken. Das hat mir also sehr geholfen. Anfangs hab ich erstmal alles 4beinige gemieden wie die Pest, dann aber irgendwann angefangen, gezielt auszutesten, wie ich andere Hunde abblocken kann - weil irgendeiner begegnet einem immer trotzdem, und da hatte es ganz gut funktioniert. Also dann mal ganz bewußt ausgetestet bei unterschiedlichen Hunden. Bis eben zu heute, wo ich recht entspannt gehen kann, weil ich Hundi lesen kann (und sehe, wann sie hochdreht, und ob sie die Nähe noch aushalten kann), andere Hunde lesen kann (Interesse zeigen an uns, loslaufen) und dann spontan entscheiden kann, ob die kommen dürfen oder lieber nicht - dann blocke ich eben und drehe frühzeitig ab (auf großer Wiese geht das toll), schaue weg, gehe besonders aufrecht, Schultern runter, etwas beschleunigen etc. Notfalls noch mit der Handinnenfläche in deren Richtung (das reicht manchmal, wenns so dezent ist, daß es der Halter nicht mal merkt, aber der Hund kanns lesen!).

    Nett ist es auch, den anderen Hundehalter mal zu lesen: ist es jemand, der grad eifrigst mit dem Handy telefoniert, und den Hund nicht im Blick hat? Dann weiche ich eher aus.

    Holt derjenige den Hund zu sich? Das kann Höflichkeit sein, aber auch bedeuten, daß er den Hund vorsichtshalber nicht zu Dir läßt, weil er fremde Hunde angehen/anpöbeln könnte. Dann würd ich meinen nicht hinlassen, aber hätte auch keine Angst, denn das zeigt ja, daß der Besitzer den Hund richtig einschätzen kann, und dann wahrscheinlich auch adäquat reagieren wird.

    Weicht derjenige höflich aus auf dem Weg, wenn er entgegenkommt, oder geht er mitten im Weg, und erwartet, daß Du ausweichst (kann -muß aber nicht- auf gewisse Rücksichtslosigkeit schließen lassen und damit das Benehmen auch des Hundes erahnen lassen).

    Hat der Entgegenkommende mehrere Hunde dabei, gucke ich, wie sie sich benehmen - wild am Rennen oder angeleint, dann behalte ich meine eher bei mir (in ne Gruppe reinzupreschen könnte ungesund werden), wenn sie aber gesittet (frei) rumlaufen und einfach nur schnüffeln, dann dürfen meine schon mal hin, um zu gucken, ohne daß ich da Angst hätte.

    Kommt mir einer entgegen, der mich sichtlich wahrnimmt mit meinen Hunden, evtl. schon auf Entfernung grüßend lächelt, und seinen Hund im Griff zu haben scheint, lasse ich sie anstandslos laufen.

    Und ein bisserl ists natürlich auch das Bauchgefühl, nach dem ich das entscheide... ;-) Und Selbiges ist bei uns mangels schlechter Erfahrungen sehr großzügig ;-)

    Für den Fall der Fälle, daß Du mal beeindrucken mußt, da würd ich mir den Schirm sparen (dann hast die Hände frei). Ich hab immer meinen Schlüsselbund in der rechten Jackentasche (ohne wirst Du ja auch nicht Gassi gehen, sonst kommt man ja nimmer heim *gg) - sollte also einer trotz Abblocken wie wild auf uns zustürmen und tatsächlich aggressiv (nicht nur übermütig) wirken, würd ich dem erstmal mit einem lauten und angesichts der Unhöflichkeit auch empörten Schrei ("EEEEY!") den Schlüsselbund vor die Füße knallen, um den auszubremsen.

    Zitat

    Sie bekommt aber die zweite Spritze der Grundimmunisierung und diese muss nach vier Wochen erfolgen.
    Das Tierheim sagte mir, sie sei komplett fertig geimpft und das habe ich trotz Blick in den Impfausweis geglaubt und nicht großartig hinterfragt....

    Der Hund ist erwachsen, und beim erwachsenen Hund reicht ne einmalige Impfung für die Grundimmunisierung aus, wenn ich das richtig im Hinterkopf habe - weiß jetzt leider nicht wo das steht, aber da solltest Du Dich nochmal schlau machen, bevor Du nen Hund mit Durchfall dann vielleicht auch noch umsonst (oder vergeblich, wie auch immer *gg) impfen und damit zusätzlich belasten läßt. Dann könnte das Tierheim nämlich recht haben...

    Zitat

    Ich hab gestern vielleicht eine Lösung gefunden xD

    Hermann hat nach dem Saufen sein Plüschtier gekrallt und reingebissen. Plüschtier klatschnass, Maul trocken... vielleicht sollte ich darauf aufbauen :D

    ;-) ;-)

    Meine Biene hat sich auch selbst erzogen: nach dem Trinken geht sie in den Flur, wo einzig noch Teppich liegt in der Wohnung, und rubbelt sich die Schnute dort am Teppich trocken...... *gg Im Bärtchen bleibt ja doch gern viel Wasser hängen.... Aber am Napf ist die zumindest anständig, da wird nix verplanscht.... (Wasser am Fell ist bäh, egal, ob Fluß, Regen, Dusche oder ausm Napf)

    Wegsehen könnt ich gar nicht - hab selbst ne Tochter, und egal, wie man sich mal streitet als Mama und Tochter, aber sowas von durchprügeln, das geht einfach nicht. Das hat auch nichts mehr mit nem Klaps zu tun, das ist massive Mißhandlung und Bedrohung. Und wenn sie es dann noch direkt im Kinderzimmer macht, in das man in dem Moment direkt reinschauen konnte von der eigenen Wohnung aus, ist das schon reichlich dumm.... (und wer schaut nicht wenigstens mal, was los ist, wenn plötzlich ein Kind um Hilfe schreit....)

    Ist echt erschütternd, zu was die Menschen fähig sind, noch dazu, ohne daß es ihnen hinterher auch nur leid tut, so ausgeflippt zu sein. Unbeherrschte Reaktionen mit ner Entschuldigung anschließend sollten nicht, können aber vorkommen - dann kann derjenige auch dran arbeiten, sich zu beherrschen. Aber die sieht ja nicht mal, daß sie was falsch macht, geschweige denn, daß sie sich entschuldigen oder gar damit aufhören würde. Das Mädel lebt in ständiger Unsicherheit, wann die nächste Prügel kommt, weil die ein Jahr ältere Schwester ihre "Missetaten" (und wenns nur was versehentlich Kaputtgemachtes ist!) ihr in die Schuhe schiebt, wahrscheinlich aus Angst vor der Prügel. Dann lieber die Schwester schlagen lassen für nichts als Lappalien.....