Beiträge von BieBoss

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    Weil ich bei der Architektur unseres Hauses dann entweder eine ganz kurze Leine bräuchte (d.h. dann wieder viel Spaß beim Nähern, wenn sie durchdreht), oder die gesamte Einrichtung entfernen kann.

    Das versteh ich grad net so ganz - recht viele Winkel/Ecken, wo sie hängenbleiben könnte, oder zu eng? Eigentlich dürfte mit 1-2 Metern Länge ohne Schlaufe dran nix passieren. Muß man halt, wenn man weggeht, abmachen, damit der Hund sich nigendwo erwürgen kann..... nur unter Aufsicht verwenden. Kann man auch mit Gassi gehen, dann wickelt man halt das Ende einmal um die Hand bei 2 Metern Länge. Dann muß man nicht zum Wechseln auf die normale Leine ans Halsband fassen.

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    .......Bitte, bitte, sagt mir, was ich tun hätte sollen! ......

    In der Situation am besten zeigen, daß man verstanden hat (und damit dem Hund die Notwendigkeit nehmen, das ganze eskalieren zu müssen, weil Du offenbar nicht verstehst, was sie will, nämlich, daß Du fern bleibst), sich etwas entfernen o.ä., bis sie aufhört (nicht ganz aus dem Zimmer, damit sie nicht lernt, mit Knurren kann ich Herrchen vertreiben, der hat Angst, nur soweit, daß Du ihr signalisierst, Du hast verstanden).

    Ich würde glaub ich echt als Nächstes mal ne Tierklinik alles nur Erdenkliche durchchecken lassen. Wenn das nichts bringt, nen Verhaltenstherapeuten fragen.

    Der soll einfach mal bei Euch im Haus angucken, wie so das Verhalten vom Hund in einzenen Situationen ist - und wird dann auch gezielt mal Situationen provozieren lassen, die so ein Geknurre auslösen, um zu sehen, auf was genau der Hund da reagiert (bitte nicht selbst rumtesten). Problem ist auch, von hier aus kann keiner beurteilen, ob der Hund nun ängstlich ist, weil er schlecht sieht/hört oder so, oder meint, er müßte seinen Kopf durchsetzen, weil er zu lange zu viel machen und entscheiden durfte oder vielleicht einfach auf eine Körpersprache von Euch reagiert, die ihn erschreckt - wenn Du da trainieren möchtest, ist das jeweils ein ganz anderer Ansatz, und wenn Du den falschen wählst, geht´s erst richtig in die Hose... Die Reaktion in dem Ausmaß ist nicht mehr normal, wenn sie tatsächlich vorher nichts zeigt, daher würd ich nicht mehr selbst experimentieren. Aber Du schreibst ja, Termin Trainer steht schon - gut so.....

    Bis der Trainer das gesehen hat und Euch Tips zum Verhalten geben kann, würde ich das mit der Hausleine probieren und den Tip umsetzen, den Hund nicht mehr anzufassen, und nach Möglichkeit immer mit Abstand zu handhaben, auch die Große von ihr zu trennen, wenn Ihr weg seid. Der Tip, nicht zu konsequent zu sein, könnte daraus resultieren, daß der Trainer sagt, wenn der Hund bislang machen durfte, was er will, und plötzlich dann massivst eingeschränkt wird, daß er dann versuchen könnte, seine bislang gewährten Sonderwünsche mittels Zähnchen durchzusetzen, weil Ihr plötzlich wagt, Euch zu widersetzen. KÖNNTE, wie gesagt, Grund für den Tip sein, weil sie eben offenbar dazu neigt, nach vorne zu gehen, wenn ihr was nicht paßt.

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    Na ja, wie machen es andere arbeitende Leute? Ich hab das Glück, dass ich derzeit von zu Hause aus arbeiten kann, das wird sich aber ändern. So schön es wäre den ganzen Tag zu faulenzen und sich nur um den Hund kümmern zu müssen, so unrealistisch ist das einfach.

    Sorry, bin erst jetzt wieder drin ;-) Ich meinte damit, daß der Hund, wenn er ausgelastet ist, besser alleine bleiben wird, ohne sich für Dich eher unliebsamen Beschäftigungen hinzugeben, und Du mit der Einstellung, das Unterhalten des Hundes sei nicht Deine Pflicht, eben Gefahr läufst, daß der Hund sich selbst was sucht, und das ist unter Umständen dann eben was, das dem Hundehalter nicht immer gefällt - wie bellen, jagen etc. Dann hat man nämlich Baustellen, an denen man arbeiten muß, die sich bei genügender Auslastung gar nicht ergeben hätten, und macht sich damit unnötig Streß ;-)

    Ich arbeite auch und lasse die Hunde alleine - das geht schon.

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    OT beginnt
    Als meine Schwester so 6 war, sind wir nach Bayern in den Urlaub. Auf einmal mitten auf der Autobahn schrie sie "Stopp! Wir müssen umdrehen!" "Warum denn?" "Wir haben gar kein Geld gewechselt!" :lachtot:
    OT zu Ende...

    Nochmal OT> Jetzt wissen wir endlich, was man den Kids in Norddeutschland von Bayern so alles erzaehlt.......
    gg

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    ich dachte es ging um die arbeit die mit den hunden gemacht wird und wie und nicht um preise, zertifikate und die gestaltung der homepage.


    Einerseits ja - aber man kann auch einfach nur vorhandene Infos auf der Website auswerten. Dafür macht sich ein HH ja vorher schlau, bevor er in die Stunden geht, um festzustellen, ob das was für ihn wäre. Und da gibt´s halt die genannten Punkte, die mich eher abschrecken würden, weil da keinerlei Nachweis für Kompetenzen vorhanden sind. Daher kann das WIE nicht beurteilt werden, hab ich ja deutlich geschrieben. Dumm nur, da- derjenige mir nie wird sagen koennen, was er kann und meinem Hund was ganz toll zeigen kann, wenn er vorher aus der Auswahl schon rausfliegt.... und das ist doch schade, wenn ich als Trainer was zu bieten habe, oder

    Du schreibst, Dir war´s das Geld wert - ganz ehrlich, so ne Grunderziehung kriege ich jederzeit für ganz andere Preise. Wie gesagt, ich war im Verein, und meine Hunde sind mit 40,- € Jahresbeitrag ganz toll geworden und haben die Begleithundeprüfung. Bei Sonderproblemen hätt ich jederzeit geholfen bekommen über den Verein, d.h. ohne Extrakosten, und bei Fragen waren die Ausbilder auch per Telefon für mich da, ebenfalls ohne Zusatzkosten. Ich konnte f[r den Betrag in s'mtliche Gruppenstunden gehen, und den Platz auch nutzen, wenn keiner da war, z\B. um mein Jagdgetier frei laufen zu lassen.

    Warum dann allein für Basics-Kurse, wie ich sie mit Welpen/Junghunden belege, über 500 Euronen loehnen, wenn mir derjenige keinen Grund dafuer nennt, naemlich eine entsprechende Qualifikation, etwas, das ihn EINZIGARTIG macht. Dafuer finde ich au-er dem Namen keinen noch so geringen Anhaltspunkt auf der Seite. Und wer was verkaufen will, gibt das normalerweise an. Alleinstellungsmerkmale rausstellen / das ist das erste, was man im Marketing lernt.....

    Ganz doof kann an auch sagen , wenn Du mich mit Deinem Auto fahren laesst, fragst Du ja auch vorher, ob ich nen Fuehrerschein habe, oder....Wuerde es Dir reichen, wenn ich ja sage, oder wuerdest Du ihn sehen wollen.

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    ......Als Endkunde bekommt man sowohl mit wo sie ihre Ausbildung gemacht hat und auch Fortbildungen, zu denen sie regelmässig geht. ...

    Das ist schön - aber warum nur als Kunde? Und was für Fortbildungen? Als Interessent ist mir das doch sehr wichtig, und wer das nicht angibt, hat entweder keine gescheite Ausbildung (sonst würd ers angeben) oder gar keine. So interpretiere ich das, und damit fliegt derjenige raus, bevor ich Endkunde werden möchte und das erfahren könnte. Wenn ich also Kunden haben möchte, gebe ich genau DAS an - denn eine gute Ausbildung ist DIE Referenz schlechthin. Warum also damit hinterm Berg halten? Selbst DU als Kunde von denen schreibst jetzt nicht, wo die Ausbildung gemacht wurde..... Warum? Ist das so geheim, daß Du schweigen mußt?

    Ich würde noch verstehen, wenn einer das nicht angibt, weil er einfach meint, es reicht, DAß er ne Ausbildung hat, weil der Endkunde die einzelnen Ausbildungsrichtungen als Anfänger eh net beurteilen kann (aber jemand mit Marketing-Schulung WEIß, daß dem nicht so ist, und vergißt sowas nicht einfach). Aber keine einzige der verlinkten Hundeschulen hat diese Info auf der Website, also wird die Ausbildungsstätte wohl systematisch nicht genannt, und genau das läßt mich dann skeptisch werden. Weiß mich das auch darauf schließen läßt, daß die Ausbildungsstätte (wenn überhaupt vorhanden) gemeinhin eher kontovers diskutiert wird und deswegen nicht offen genannt wird. Wie z.B. - war´s nicht Canis nach den Videos mit der Blechschüssel etc . (nicht, daß ich hier was Falsches nenn.... *gg) Oder ich verstehe es so, daß derjenige sich inzwischen vom Ausbilder distanziert hat und keine Werbung mehr dafür machen möchte. Wie auch immer.... Spricht alles nicht dafür, verstehst Du?

    In meinen Augen Erziehungssache. Wenn der Hund nicht macht, was ich will, dann muß ich halt konsequent bleiben und darauf bestehen, daß es durchgeführt wird.

    Bei uns sieht das so aus, daß ich dem Hund dann halt notfalls körperliche Hilfen gebe (ich hasse es, im Park zu stehen und hilflos rumzukreischen...) - bei nem nicht befolgten Sitz kann das sein, daß ich ihn so lange anstarre, bis er reagiert, einfach nur mit erhobenen Augenbrauen ansehe, oder sogar einen kleinen Schritt frontal auf ihn zugehe oder auch nur das Körpergewicht nach vorn verlagere in seine Richtung (das Schöne ist, etwaige Passanten merken das überhaupt nicht, weils ne ganz kleine Geste ist, und sind beeindruckt, daß der Hund gehorcht, wenn auch mit 2 Sekunden Verzögerung *gg). Sobald der Hund das dann ausführt, kommt sofortige Entspannung in meinen Körper, ich gehe wieder zurück, und lobe verbal in den höchsten Tönen. Oder bei einem nichtbefolgten Rückruf kann das auch sein, daß ich in die Hände klatsche, mich seitlich drehe (weniger bedrohlich aussehen), in die gewünschte Richtung loslaufe o.ä. Oder wenn der Hund nicht gleich auf die Seite geht, weil ein Auto kommt, dann zeigt halt die Hand in die gewünschte Richtung nach dem Kommando "auf die Seite", meist unbewußt kommt dazu noch ne Kopfbewegung in die Richtung.

    Inzwischen klappt das auch, wenn der Hund nicht kommt und einfach weiterläuft: ich steh dann breitbeinig in Laufrichtung da, die Arme verschränkt, ernster Blick und fixier ihn (Hintergedanke: eine "ich wart schon noch ein Weilchen, mein Freund...." - Haltung). Irgendwie scheint ihm das ungemütlich zu sein, er dreht innerhalb kürzester Zeit ab und kommt wieder her *gg

    Anfangs hatte ich mit sowas null Chance, Bossi war eineinhalb, als er kam, und hatte gelernt, daß Nichtbefolgen keine Konsequenzen hat. Der hat halt einfach gemacht, was er wollte, und dann hat man auf die Entfernung (wenn er am Weglaufen ist) natürlich auch keinen Einfluß mehr, weil noch keinerlei Bindung da ist. Dann hab ich schon recht häufig mit nem recht lauten Rufen agiert, um klarzumachen, daß es mir ernst ist. Oder ich mußte ihn abholen, weil er nicht herkam. Aber das Rumschreien find ich gräßlich.... Ist auf Dauer auch echt anstrengend. Aht lange gedauert, das ganz rauszukriegen, sodaß der Hund heute auf leise Kommandos gut hört.

    Das Dumme ist, wenn der Hund mehrfach nicht tut, was man will, kommt Mensch relativ schnell an nen Punkt, wo er sauer wird und zu schreien beginnt. Und wenn der Hund erstmal gelernt hat, daß er erst zu kommen braucht, wenn Fraule schreit - dann hast ein Problem *gg Aber auch das ist rauszukriegen. Inzwischen ist das Geschrei bei uns zu 98% verstummt, würde ich sagen - brauch ich nur noch, wenn er hochdreht, weil auf der Spur oder am Pöbeln ist oder im Ansturm auf fremde Hunde, die aber angeleint sind. Dann laß ich nen Schreier los, und der dreht ab. In solchen Situationen ist er doch recht auf das Gegenüber konzentriert, da kann es sein, daß er mal beim ersten normalen Ruf nicht reagiert.

    Eigentlich braucht man das Geschrei überhaupt nicht - man muß nur von Anfang an mit der Stimme so arbeiten, daß der Hund merkt, man meint es ernst. Also quasi unterscheiden zwischen "Rumnörgeln", wie ich immer sag (á la "jetzt komm halt endlich her...") und "ernst meinen", indem man die nötige Energie in die Kommandos legt - da reicht oft ein sehr leise gesprochenes, grummelndes und seeehr deutliches "JJJJJETZT!" (im Sinne von "wenn Du jetzt nicht sofort reagierst, passiert was").

    Natürlich ist das Ganze auch etwas hundeabhängig - ein Sensibelchen brauch ich so nicht anzugehen, da muß ich das etwas dosierter machen. Da reicht vielleicht mal das Hochziehen einer Augenbraue, und der merkt, ich mein´s ernst. Wenn er zu weit geht, und ich spreche ein donnerndes NEIN aus, bricht er zusammen - dann muß ich natürlich etwas weniger machen, sozusagen immer den geringsten nötigen Grad an Strenge mitschwingen lassen im Tonfall.

    Bestimmt ist es auch rasseabhängig, wie sensibel der Hund ist. Der eine Hund hört auf jedes Kommando, weil er nur aus "sag mir nur, was ich tun soll, und ich mach es" besteht (find ich ja fürchterlich *gg), der Andere ist sehr abgelenkt (z.B. ein Jäger in der Dämmerung im Wald unterwegs), den muß man erstmal aus seiner Begeisterung für all die Spuren rausholen, wenn man was will von ihm. Aber auch da kann man generell daran arbeiten, daß der Hund sich mehr auf einen selbst konzentriert als auf die Umwelt, und Frauchen auch bei Ablenkung immer im Hinterkopf behält, und muß dann nicht schreien. Aber einen gewissen Ernst muß man schon in der Stimme haben, der Hund muß merken, daß ich das auch wirklich von ihm will. Bin ich da nur halbherzig, kann ich mir das Kommando schlichtweg sparen.... Dann wird´s nur befolgt, wenn er tatsächlich grad nix Anderes vor hat, und ich bin auf seine Gnade angewiesen sozusagen.

    Wenn ich vielleicht nem Kangal ein Kommando gebe, das für ihn eigentlich sinnlos ist (könnte mir vorstellen, daß Sitz und Platz für diese Hunde nur lästig sind, weil ihr Job halt das Bewachen ist, und solche Kunststückchen dazu nichts beitragen), und ich sag das im "Plüsch-Tonfall", der wird sich wahrscheinlich totlachen darüber, oder mich verständnislos angucken. Der braucht ne souveräne Führung, kein Bittebitte im Tonfall. Aber auch das bedingt kein Schreien (da macht so ein selbständiger Hund höchstwahrscheinlich eher dicht, könnte ich mir vorstellen - hab selbst noch keine Erfahrungen mit denen gemacht).

    Man muß also beim Thema "Tonfall" glaub ich nicht laut und leise unterscheiden, sondern "ich mein es ernst" oder "mach was Du willst, und wenn Du Zeit hast, mach mal xy"....

    Das Problem ist, wenn man im Alltag schon ständig rumschreit - was mach ich dann in ner Extremsituation, wenn z.B. der Hund im Schweinsgalopp hinterm Hasen her Richtung Autobahn läuft.....