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Danke! Jedes Mal, wenn er von sich aus zu mir kommt, wird er gelobt. Rufe ich seinen Namen und er rennt auf mich zu, gibt`s ein tolles Leckerlie. Ich möchte das Zurückkommen sehr positiv gestalten. Mir ist bewusst, dass ich später bei Ares keine Chance habe ihn bei Wildsichtung abzurufen. Aber ich glaube mit dem Verhalten habe ich schon den Grundstein dafür gelegt, dass es sich immer lohnt zu mir zu kommen. Ja, Rückruf und STOP hätte ich bei meiner Hundetrainerin mit ihm geübt. Mir ist es nun passiert, dass ich ihn rufe und er kommt nicht, weil z.B. etwas anderes undheimlich spannend ist. Wie verhalte ich mich? Ich möchte ihn auch nicht zig Mal rufen, da er dann weiß: okay, beim ersten Mal muss ich eh nicht kommen...
Dann würde ich ihn abholen. Hingehen, anleinen und dorthin führen, von wo aus Du ihn gerufen hattest. Ganz ruhig - nur halt konsequent. Wenn er nicht selbst kommt, wird er eben geholt - also kann er auch gleich gehorchen ;-) (wenn Du auf ihn zustürmen würdest, könnte es Dir passieren, daß der Kleine dann ein nettes Fang-Spielchen daraus macht. Sollte das passieren: umdrehen und weggehen. Laß ihn einfach stehn.....).
Ansonsten: anfangs kannst Du davon ausgehen, daß, wenn Du ihn rufst und er nicht kommt, die Anforderung in dem Moment noch zu schwierig war - zu viel Ablenkung, der Hund schon zu müde, um sich auf Dich zu konzentrieren, oder der Hund ist zu weit weg gewesen, sodaß Du einfach auf diese große Strecke noch keinen Einfluß auf ihn hast. Dann wieder ein Stückchen zurückgehen mit dem Üben, die Entfernung und Ablenkung verringern und das nochmal besser üben, bis man wieder einen (dann mit Schlepp abgesicherten) Versuch über größere Entfernung oder mit starker Ablenkung startet.
Wenn der Hund sich dank Ablenkung noch nicht auf Dich konzentrieren kann, dann hilft oft auch ein ungewohntes Geräusch, ihn aus seinen Träumen zu holen: ein Schlüsselklimpern, Händeklatschen oder Pfiff. Wenn er Dich daraufhin anguckt, kannst nochmal rufen, dann hat er nämlich "auf Empfang" geschaltet.
Du kannst generell auch jetzt schon einen Rückrufpfiff etablieren: jedes Mal, wenn der Hund was zu essen bekommt, davor Deinen Pfiff geben, und das Essen hinstellen. So wie man den Klicker konditioniert, eben den Pfiff konditionieren. So lernt er, auf den Pfiff gibt´s immer was Tolles und kommt unterwegs auf Pfiff gern zu Dir. Der Pfiff hat den Vorteil, daß der schrille Ton der Pfeife es bei Ablenkung eher schafft, in sein Hirn durchzudringen.... ;-) Durch die ganze Ablenkung hindurch....
Und wenn Du ihn dann noch, wenn er kommt, in 90% der Fälle nicht gleich anleinst, lernt er auch nicht "Herkommen = Spaß zu Ende" - mit sowas versaut man sich den Rückruf nämlich ganz schnell, wenn jedes Mal nach dem Rückruf der Spaß zu Ende ist, die Leine kommt oder der Rückweg nach Hause. Ich hab ne ganze Zeit lang meine Hunde nur abgerufen, um ihnen ein Leckerli zu geben oder ein wildes Zerrspiel mit ihnen zu machen. So verknüpfen sie "Herkommen = toll". Wenn man dann unbedingt anleinen will, kann man ja erstmal abrufen, dann Leckerli und ein kurzes Spiel, und dann erst anleinen, mit einem erwartungsfrohen, freudigen "Hey, gehn wir nach Hause?" oder "Hey, gehn wir zusammen?", und dann beim ersten Schritt, den er mit Dir kommt, gleich nochmal loben. So macht Herkommen Spaß ;-)