http://www.johanniter.de/dienstleistung…fel-regensburg/
Ansprechpartner für erste Informationen steht mit drin ;-)
Oder hier:
http://drv-bayerwald.de/
Ist aber ne freie Staffel.
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Zitat......
5. Wenn der Hund die Zähne zeigt, dann respektiere das fürs Erste und bedränge ihn dann nicht noch, indem er sich auf die Seite legen muss! Man, ich wäre nicht so mutig bei einem Hund auch noch Hand anzulegen, der mich anknurrt und mir die Zähne zeigt........
Sie schreibt doch: "ICH SAG IHM DANN, ER SOLL SICH HINLEGEN" - woraus im Himmels Willen schließt hier mehrfach jemand, daß die TS Hand anlenge oder ihn auf den Rücken drehen würde? Wer lesen kann, ist klar im Vorteil...... ![]()
Also, ich schließ mich da den Anderen an mit der Aussage: ein Hund, der draußen einen anderen akzeptiert, will ihn nicht töten. Punkt. Was sollte ihn daran hindern, selbiges zu tun, wenn er draußen ist und an den rankommen kann??
Daß der Hund mit Sicherheit ein anderes, größeres Problem hat, ist klar, wenn der sich auch selbst verletzt hat. Diese Trainerin meines "Vertrauens" hätt mich zum letzten Mal gesehen - keinen PFENNIG würd ich der mehr in den Hals stecken, wenn sie mir diese Verhaltensstörung (die Selbstverletzungen) unterschlagen hätte! Der arme Kerl muß dringend zur Verhaltenstherapie, da würd ich nix selbst dran rumdoktern.
Ich selbst habe seit inzwischen 5 Jahren mit meiner Frieda einen Hund, der auf andere richtig aggressiv reagiert. (ich bekam sie mit 8, also nicht mehr die Jüngste, Jagdterrier-wer nimmt sowas-, seit 7 Monaten nur in ner Box, weil sie andere Hunde in der Auffangstation angriff, und sie war damals schon blind...).
Ich wußte das auch vorher schon. Ich war ein bißchen übermütig, das hatte man von Bossi im Tierheim auch schon gesagt, daß der mit anderen Hunden nicht könnte. Alles Quatsch, er war halt ein bisserl leinenpöbelig und machomäßig drauf und wußte nicht, wie man das Wort "Benehmen" schreibt - aber das war´s auch schon. Seit er ausgelastet ist und ein bisserl Benehmen kennt, ist das alles kein Thema mehr, der läßt sich zwar gern mal provozieren und krempelt dann die virtuellen Ärmelchen hoch, aber der ist und war auch noch nie einer, der andere Hunde absichtlich beschädigen würde. Also, gemäß dem Motto "bei Bossi wars auch nur viertels so schlimm, als die im Tierheim das erzählt hatten", dachte ich mir "das kriegen wir schon...." Ich sag ja, übermütig war ich......
Aber: es ist möglich, solch einen Hund zu halten, auch wenn man ander Hunde hat. Ich hab nur eine Wohnung, kein Haus - aber zumindest hast Du geschrieben, daß die Besitzerin auch ein Schlafzimmer mit Türe hat. Warum muß der Hund in die Box, wenn er im Schlafzimmer sein könnte? In der Box hat der Andere alle Möglichkeiten, ihn zu mobben: fixieren, seine Individualdistanz unterschreiten, anmaulen, vor ihm herstolzieren etc., ohne daß der sich wehren kann! Und dann wundert sie sich, wenn der sonst eingesperrte Hund losgelassen wird, daß der dann auf andere Hunde losgeht? Oh je.....
Meine Frieda hat das ganze Schlafzimmer zur Verfügung, darf da auch auf dem Bett rumliegen, und fühlt sie so pudelwohl. Ist Besuch da (v.a. neugierige Kinder, die die Nase reinstecken wollen könnten und dann das Schließen wieder vergessen könnten), wird das Zimmer abgeschlossen und ich steck den Schlüssel ein, damit nichts passieren kann. Gassi wird getrennt gegangen mit ihr, Hundebegegnungen gemanaged, da haben wir lang dran gearbeitet, weil ich ja auch erstmal rausfinden mußte, was am besten hilft, die Situation möglichst ruhig überstehen zu können - dem Hund, aber auch mir. Das wird bei diesem Hund sicherlich anders sein als bei Frieda (v.a. kann das andere Ursachen haben, wenn da noch die Selbstverletzungs-Problematik dazukommt). Auch kann ich Frieda mit ihren knapp 9 Kilo sicher einfacher beherrschen, wenn sie mal nen Ausraster kriegt, als einen 25-Kilo-Hund *gg...... (nebenbei bemerkt: ich kenn kein Kindergitter, das das Gewicht eines 25-Kilo-Hundes, der ausrastet, aushalten würde - die Dinger werden doch nur zwischen die Türrahmen gespannt, oder? Da sollte man schon auf "Nummer sicher" gehen.)
Ich habe Frieda auch schon aus ner Beißerei mit Bossi (in ihren ersten Tagen bei uns, war der erste Versuch, die zwei Kontakt aufnehmen zu lassen, mit nem Zaun dazwischen - aber der hat die Terrine schlichtweg nicht interessiert... *gg) einfach rausgenommen, gepackt und fertig. Da hatte ich auch nicht lange überlegt, ob ich mich das jetzt traue oder nicht, oder ob die schnappt.
Es mag anstrengend sein, ja, weil man getrennt Gassi gehen muß, kostet halt Zeit, und man muß mit dem Hund arbeiten. Ziel: "Box ist unnötig" innerhalb absehbarer Zeit. Also keine 5 JAhre Boxenhaltung oder so!
Frieda konnte von Anfang an problemlos daheim alleine bleiben, das war unser großer Vorteil. Inzwischen hat sie gelernt, mir so weit zu vertrauen, daß sie ein kurzes Anschnuppern fremder Hunde hinnimmt, ohne gleich auszurasten, und ohne Streß zu empfinden, das war mir wichtig - kein Panik-Durchfall mehr nach jeder Hundebegegnung, kein Geschrei mehr ( das war früher kein Kläffen, sondern panisches Geschrei, alle haben mich dann immer angekuckt, als hätt ich den Hund geprügelt, weil die so schrie, wenn ihr ein Hund auf 5 Meter in die Nähe kam, sie war wirklcih außer Rand und Band, ich konnte sie kaum halten, hat gezappelt wie ein Fisch auf dem Trocknen, wenn ich sie hochnahm in so ner Situation, und war noch nach der Begegnung minutenlang unfähig, sich zu beruhigen). Aber es ist durchaus möglich, ohne sich der Tierquälerei schuldig zu machen, wenn man willens ist, die Situation zu optimieren, soweit das irgendwie geht. Auch Frieda hat ab und an "Boxenknast" - aber die Box ist nen Meter breit, entsprechend tief und hoch, da würde sie dreimal reinpassen, und die Zeit ist eben sehr begrenzt. Wenn ich mal die Wohnung durchlüfte, oder wenn sie nen Fleischknochen futtert (die geht damit aufs Bett, wenn ich net guck - igitt....). Oder wenn meine Tochter net daheim ist, und alle drei in meinem Zimmer schlafen sollen, weil ich ungerne immer Hunde aussperre nachts - dann sind inzwischen (nach langem Training) alle drei total entspannt, wenn Frieda mal in der Box schläft, und die beiden Anderen in meinem Bett. Die Box gibt ihr die Sicherheit, daß keiner sie meucheln möchte, und die anderen Beiden wissen, daß die da nicht rauskommt.
Gestern am frühen Abend hab ich meine Schwester besucht und hatte alle drei dabei. Da stand Frieda dann halt in der Box im Garten und chillte im Halbschatten, während die anderen beiden mit Schwesterchens Welpen frei laufen durften. Sie mag ihre Box. Bin dann auch zweimal zwischendurch mit ihr ne Runde übers Feld gelaufen, damit sie genügend Bewegung hatte, bis wir heimgefahren sind. Ich kann sie also auch zu anderen Hundebesitzern mitnehmen, solang die anderen Hunde sie nicht direkt vor ihrer Box "belästigen" oder sie anbellen und um sie herum wild bellend getobt wird. Es geht alles, klar, mit Management - aber darauf war ja Deine Freundin auch vorbereitet, wie Du schreibst.
Bei diesem Hund wäre mein erster Gang nochmal der zu der Trainein - die soll gefälligst jetzt -letzte Chance (!)- ALLE Karten auf den Tisch legen, den Hund betreffend. Nicht, daß da noch andere Baustellen verschwiegen wurden. Mit der Drohung, wenn die Freundin noch IRGENDWAS rausfindet, das unterschlagen wurde, würde sie ihr den Hund wieder kommentarlos vor die Tür stellen (auch, wenn sie das so nie tun würde...). Ich wäre sowas von sauer, wenn das einer mit mir gemacht hätt, echt..... Je mehr sie erfahren kann über Herkunft und bisheriges Schicksal des Hundes, desto besser kann der Verhaltenstherapeut einschätzen, wie man daran später wird arbeiten können.
Dann der nächste Gang ins Internet, sich über Verhaltenstherapeuten mit anständiger Ausbildung informieren. Leute, die mit Problemhunden erfolgreich gearbeitet haben. Aber nicht mit Prügel, sondern mit Verständnis und fundiertem Hintergrundwissen. Evtl. kann hier im Forum noch wer nen Tip geben in Deiner Nähe - aber ich würde für so nen Hund und erste Tips auch gern weiter fahren, solang ihm dann nur geholfen werden kann. Man muß ja nicht dreimal die Woche hinfahren zum Training, man kann auch zusammen den Hund angucken, Trainingsansätze erklärt kriegen, einüben, und in den folgenden Wochen daheim dann umsetzen, evtl. mit zusätzlicher Mail-Beratung des Trainers nach dem Termin, so als Coaching halt. Bis zum ersten Termin Hund genau beobachten, wie reagiert er in welcher Situation, was hat man vorher mit ihm gemacht etc. Auch daraus kann man Hinweise erarbeiten, wie man am besten an die Probleme rangeht.
Man muß auch dann ein bisserl ausprobieren, was dem Hund in welcher Situation am besten hilft, sich zu beruhigen. Kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein.
Gab´s schon nen "Generalcheck" in Sachen Gesundheit? Die Schilddrüse wird ja hier im Forum oft genannt, kann wohl Usache für alle möglichen Verhaltensauffälligkeiten sein. Da gibts aber bestimmt noch mehr Möglichkeiten. Diesen Check würde ich vor jeder Verhaltenstherapie machen wollen, weil kein Verhaltenstherapeut der Welt hormonell oder generell gesundheitlich bedingte Auffälligkeiten wegbekommen kann, die körperliche Ursachen haben. Evtl. sagt Dir der Verhaltenstherapeut dann auch direkt, auf was man den Hund untersuchen sollte.
Wenn Deine Freundin wissen möchte, wie ich Frieda so weit gekriegt habe, daß wir zumindest einigermaßen ruhig Gassi gehen können und nicht allen Leuten mit Hund ausweichen müssen, kann ich das gern nochmal beschreiben, notfalls per PN - ich habs hier schonmal mehr oder weniger lang und breit geschildert im Forum, weiß aber nimmer, wo, sonst könnte ichs verlinken. Aber bei Interesse schreib ich nochmal bissel was zusammen. Aber eine generell Lösung aller Probleme kann das in dem Fall sicherlich nicht sein, weil diese Unverträglichkeit ja nicht das einzige Problem ist, und sie daher evtl. auch Ursachen dort haben kann, wo auch die Selbstverletzung herkommt. Das würde also allenfalls erstmal den Umgang erleichtern, aber nicht die Arbeit am eigentlichen Problem ersetzen - wobei ich die Selbstverstümmelung eindeutig bei der Behandlung prioriseren würde, weil gefährlicher für den Hund, und evtl. auch sogar damit die Ursache für die Unverträglichkeit sich erledigen würde, wenn beides dieselbe Ursache haben sollte.
Aber der wichtigste Punkt ist echt der erste Satz in diesem Beitrag von mir: der Hund will nicht andere töten. Evtl. sogar nur Verhalten aus Unsicherheit? Die Selbstverstümmeln könnte auch einfach aus Streß resultieren, könnt ich mir vorstellen - aber das ist nur eine Vermutung, bitte nicht drauf versteifen.... ;-) . Das muß dann der Profi entscheiden.... Und dann auch der Halterin beibringen, daß der alte Hund keine Prinzenrolle mehr haben darf. Ich denke auch, daß sie sich mit diesem Verhalten auch die Situation unnötig verschärft. Klare Regeln für die beiden in der Wohnung, ja, unbedingt - aber nicht in der Form, daß der Neue ne schriftliche Genehmigung des Alten fürs Einatmen braucht! Das hat der Alte nicht zu regeln.
So - habe fertig meinen Roman ;-)
Gib ihr doch mal diesen Thread zu lesen, vielleicht hilft Dir das bei Deiner Überzeugungsarbeit! Deine Freundin soll nicht gleich aufgeben....
Tip: geh beim Diskutieren mit ihr weg vom Thema Box, zeig ihr besser Möglichkeiten, wie es machbar wäre, und was sie tun kann. Biete an, zum Termin mit der Trainerin mitzukommen.
Damit zeigst Du, daß Du auch in schwierigen Zeiten für sie da bist, hilfst damit ihr und auch dem Hund (weil Du evtl. was ändern kannst, wenn Du für sie da bist), und sie akzeptiert Deine Tips sicher eher, als wenn Du nur Kritik anbringen würdest. Die Tips, den alten Hund mal zum Gassi mitzunehmen etc., die hier schon gebracht wurden, sind ne tolle Idee.
Das mit dem Ordnungsamt o.ä., das würde ich erstmal lassen - erst als letztes Mittel, wenn echt nichts anderes hilft, und die Freundin so uneinsichtig wäre, daß auch kein Gesundheitscheck gemacht würde oder ein Trainer nicht konsultiert würde, dann kann man mit sowas immer noch drohen. Aber bislang erst 2 Wochen Boxenhaltung in einer schwierigen Situation, die sie so spontan nicht anders zu managen in der Lage ist, rechtfertigen in meinen Augen nicht gleich eine Anzeige gegen eine gute Freundin!
Solche rigorosen Tips werden dem Hund (und um den geht es doch hier, oder?) nicht zu einer besseren Situation verhelfen - denn Alternative wäre ein weiterer Besitzerwechsel (und wer nimmt so nen Hund???) und damit verbunden erneut massiver Streß für den ohnehin schon verhaltensauffälligen Kerle, oder gar das Tierheim, wenn keiner den Hund nimmt. An die Schreiber solcher Tips: wäre das besser?? Glaubt Ihr echt, daß sich da dann schneller jemand findet, der auch noch kompetent genug ist, das zu händeln?
Zitat..... Und was zuhause toll ist, kann unterwegs völlig uninteressant sein....
Das kann ich nur unterschreiben - Bossi nahm draußen z.B. Leckerli eher nicht an, weils da zu Vieles gab, das Wichtiger war, nicht mal aus Streß. Aber hier gucken, da gucken, dort ein Hund, dann mal dahin springen - da ist keine Zeit für Leckerli. Aber nem fliegenden Spielzeug konnte er noch nie widerstehen, dann hab ich draußen halt das genommen. Inzwischen kennt er unsere Standard-Strecken und ist entspannter unterwegs (er durfte wohl vorher nicht viel ohne Leine, das war halt anfangs spannend), sodaß er auch immer gerne Leckerli nimmt.
Wir füttern Hühnerhälse (auch an die Kleine, 5 Kilo), Markknochen, neulich gabs mal Wildrippchen. Ansonsten gibt´s auch mal ganzes Hähnchen gewolft, da sind die Kochen mit drin - hatte da noch nie Splitter drin, wahrscheinlich sind die Viecher viel zu jung bei der Schlachtung, als daß die Knochen schon so fest wären.
Wenn, dann nur rohe Knochen, nix Gegartes, und halt weiche - Kalbsbrustbein haben wir auch manchmal.
Wenn ich denke, der Knochen war zu groß und das könnte zu harten Kot ergeben, gibt´s halt ein Stückerl Leber dazu, oder irgendein Gemüse, sodaß das keine Probleme gab bislang.
Daß man Knochen nur unter Aufsicht füttert, versteht sich eh von selbst - dann kann man Markknochen, die Hundi sich um den Kiefer wickelt, entfernen helfen, und auch verhindern, daß wenn mal ein großer Splitter abgehen würde, der Hund den so am Stück schluckt, indem man den dann wegnimmt. Und wenn der Hund vor lauter Gier an nem größeren Knochenstück im Hals herumwürgt und halb erstickt, möcht ich den auch net grade allein daheim wissen...... ;-)
PS: ich find die Idee mit der Wasserflasche (so eine wie diese Sport-Isodrink-Flaschen, mit denen man so gut spritzen kann) trotzdem toll - mußt sie nur richtig anwenden: Hundi steht in der Leine, Du zückst die Flasche (bitte was möglichst Klebriges, Ekliges drin!) und Hupps - "oh, es tut mir so leid, ich wollte eigentlich den Hund treffen, mein Gott, ist mir das peinlich..... Entschuldigen Sie bitte...."
Ob die sich nochmal so aufführen? *gggggg
![]()
Zitat.....
Gesetzt den Fall, einer von uns bekommt das in den Griff, ist das dann automatisch beim anderen auch so?
Wenn Du es richtig angehst, ja - das bedeutet, der Hund lernt, mit der Situation umzugehen. Wenn er das kann, ist es normalerweise egal, wer hinten dranhängt. es sei denn, der Andere ist dann vollkommen hilflos, sodaß er meint, denjenigen verteidigen zu müssen. Aer wenn er gelernt hat, daß nichts passiert, auch wenn einer mal BUUUH macht, dürfte das nicht passieren..... Denn wer mit dem Hund unterwegs ist, bleibt ja automatisch ruhiger, wenn er weiß, Hundi kann damit umgehen.
Ein hübsches Kerlchen hast Du da..... ;-)
Das mit der Autorität (ohne H drin, verzeih, aber nachdem Du´s jetzt mehrfach so geschrieben hast, erlaube ich mir mal diese kleine Klugschei.erei.... *gg) vergiß mal ganz schnell wieder. Ich weiß nicht, warum so viele Menschen immer gleich wollen daß sie als "Autorität" angesehen und respektiert werden von ihren Hunden.
Autorität entsteht dadurch, daß Du Deinen Hund souverän durch Alltags- und auch ungewöhnliche Situationen führst, daß Du verläßlich bist, gut für ihn sorgst etc. - nicht, weil Du Dir ein Schild "Chef" ans Revers heftest *gg oder vor Dir her trägst. Will heißen, Chef wird man durch souveräne Führung und die Sicherheit und Verläßlichkeit, die man dem Hund gibt- nicht, indem man den Hund "knechtet" und möglichst bald möglichst viele Kommandos "reinprügelt" (in Bezug auf die Kürze der Zeit - nicht, daß Du denkst, ich wollte Dir Tätlichkeiten unterstellen ;-) ) in den Kerle, und fünfmal täglich erwartet, daß er sich auf den Rücken wirft. Vertrauen und Bindung sind hier die Schlagworte. Oder möchtest Du nen Chef haben, der Dir 3mal täglich erzählt, daß ER der Chef hier ist, und Du deswegen jetzt den Kaffee zu holfen hast? *gg Ich mags jedenfalls lieber, wenn mein Chef mir den Job erklärt, den ich tun soll, er mir das nötige Rüstzeug mitgibt, und weiterhilft, wenn ich micht weiterkomme. Der mir ansonsten die Freiheit gibt, den Job auch gut zu erledigen, statt mir den ganzen Tag hinterherzuschleichen, ob ich auch alles richtig mache, und mich dauernd "antanzen" läßt zum Rapport, um den Chef raushängen zu lassen.
Klar - anständiges Benehmen muß er lernen, der soll später nicht über Tische und Bänke gehen, und es ist auch sehr vorausschauend von Dir, zu sagen, ein 45 Kilo Hund soll später halt nicht Leute belästigen etc. Aber als erstes kommt mal, daß Ihr zusammen die Welt entdeckt, und die wichtigsten Dinge sitzen: Rückruf, Abbruchkommando (Nein o.ä.), und ruhig bei Dir bleiben, wenn Du wo stehst oder sitzt. Und ein bisserl Leinenführigkeit, jetzt ist´s eh am Einfachsten, weil er noch net so viel wiegt, und gut lernt.
Das muß dann aber nicht notwendigerweise so sein, daß der Welpe schon 20 Minuten im perfekten Fuß neben Dir sitzt oder geht oder so, ich würd den einfach neben mir lassen, wenn ich stehenbleibe, egal ob liegend oder sitzend oder im Kopfstand
, Hauptsache er hält Ruhe und belästigt z.B. nicht Dein Gegenüber, während Du Dich mal unterhälst oder so. Und daß er lernt, wo er draußen hinzumachen hat (nämlich nicht an Straßenlaternen/Pfosten/Gartenzäune und Häuser anderer Leute), die Grundregeln bei Dir im Haus (Sofa ja/nein; Zimmer, die evtl. tabu sind; Benehmen Gästen gegenüber - z.B. im Körbchen bleiben etc.), solche Dinge beschäftigen in den ersten Wochen genug, da muß der Knopf nicht schon so viel Grundgehorsam können. Man überschätzt oft, was der Wechsel von der Mutter in einen komplett fremden Haushalt mit komplett fremden Menschen für den Hund für eine Umstellung bedeutet, und was er da alles erstmal lernen muß, um irgendwie durch den Alltag zu kommen, ohne "anzuecken". Das ist Aufgabe genug für die ersten Wochen.
Ich unterscheide da immer: Erziehung ist das, was der Hund fürs Leben braucht. Benimmregeln sozusagen. Und alles Andere ist Ausbildung von Kunststückchen, die durchaus noch ein bißchen Zeit haben. Sitz, Platz, Fußgehen, all das Zeugs. Braucht eigentlich kein Hund, erleichtert uns aber manchmal das Zusammenleben mit dem Hund...
ZitatIch kann unsere Wildschweine nicht so erziehen, dass sie mich nicht angreifen, wenn sie Junge haben!
Wie macht ihr das?
Mei - wie hast Du es nur geschafft, Deinen Hund zu erziehen? Mit positiver Bestärkung natürlich!
Immer wenn sie aufhören, hinter Dir herzurennen, ne Handvoll Leckerli hinwerfen..... Obwohl - das gibt ne Verhaltenskette: Frau mit Hund ein Stück verfolgen gibt anschließend Leckerli... Hm... *nochmalnachdenkengeht....
Hab ich schon erwähnt, daß ich keine Haftung für meine Trainingstips übernehme?.....
Zum Thema Leckerli: ein Hund, der im Streß ist, nimmt keine Leckerli. Ich denke, deswegen nimmt Deiner auch noch keine, weil er Euch halt einfach noch net so gut kennt oder die Umgebung unbekannt ist etc. Ich denke, das gibt sich mit der Zeit. Bis dahin würde ich mit ruhigem, leisem Lob arbeiten, und mit der Ermutigung und Sicherheit, die Ihr ihm gebt in "komischen" Situationen, die ist ja schon Bestätigung genug.
Auch, wenn der Hund was Schweres bewältigt hat (z.B. auf einen unbekannten "komischen" Gegenstand zugehen), ist die beste Bestätigung eh die, daß der Gegenstand ihm dann tatsächlich nichts tut, und er entspannt weitergehen kann. Und wenn dann natürlich noch von Euch ein ruhiges "suuuper hast Du das gemacht" kommt oder so, ist alles perfekt.
Zusätzlich gibt diese Situation, die Ihr dann ja gemeinsam "bewältigt" habt, entsprechend Selbstvertrauen, und sorgt für Bindung zu euch durch das gemeinsame Erleben.
Insofern denke ich nicht, daß es momentan unbedingt Leckerli braucht, darum würde ich mir nicht wirklich Gedanken machen - man kann allerdings welche, die Hundi daheim sehr gerne nimmt (Wurststückchen o.ä.) nach draußen mitnehmen, einfach als Streßindikator. Wenn er nach der Weile doch anfängt, die Leckerli zu nehmen, wißt Ihr, der Streßlevel ist so weit gesunken, daß er in der Lage ist, draußen zu fressen, und daß Ihr daher auf dem richtigen Weg seid ;-)
Wegen der Angst vor Autos: setzt Euch doch mal an einer Stelle auf eine Bank, von der aus man den Verkehr relativ sicher überblicken kann, und wo auch nicht allzuviel an Fahrzeugen los ist. Laßt dem Hund einfach mal Zeit, das Ganze zu boeobachten, setzt ihn zwischen Eure Füße o.ä., wo er eben Sicherheit empfindet, und schaut, was er tut. Guckt er nur, dann laßt ihm Zeit, sich daran zu gewöhnen (ein Zeichen, daß er entspannt, wäre z.B., wenn er sich hinlegt oder nicht mehr hechelt vor Streß. Wenn es so weit ist, könnt Ihr ganz ruhig wieder heimgehen - der Hund hat genug erlebt für heute, und er hat gelernt, sich selbst zu beruhigen, weil ihm im Verkehr nicht passiert ist. Das öfter mal machen, dann Abstand zur Straße verringern. Halt im Tempo des Hunes vorgehen, wie ers eben verkraftet und verarbeiten kann). Ist er aber so hibbelig, daß er dauernd aufsteht und versucht, in Richtung "weg von der Straße" zu gehn, ist der Abstand vermutlich noch zu groß, dann würde ich mir eine andere Stelle suchen - nichts erzwingen.
Das mit dem Nicht-Anfassen macht ihr super, ich denke, das würde ich auch so beibehalten. Laßt ihn einfach von sich auskommen - er wird euch schon zeigen, wenn er genug vertraut, um berührt zu werden.
Zum Thema Angst vor Menschen: vorläufig würde ich ihn beschützen, und verhindern, daß andere Menschen ihn irgendwie einengen, bedrängen oder gar berühren. Evtl. daher auch wo gassi gehen, wo nicht allzu viele Leute rumlaufen, zumindest anfangs, bis er mal das Vertrauen gefaßt hat, daß Ihr ihn vor Fremden beschützen werdet. Und dann erst anfangen, ab und an "zufällig" etwas näher an den Leuten vorbeizugehen, das kann man auch mit Freunden planen, daß die Euch entgegenkommen, und dann auf etwas Abstand deutlich sichtbar für den Hund etwas (Leckerli) "verlieren". Damit er sieht, die tun nix, sind sogar nett. Ob er das dann nimmt, ist was Anderes, aber erkennen tut er sicher trotzdem, daß das was Gutes ist, was die fallenlassen *gg Du kannst ihn auch dort hinschicken, adß er dem Menschen quasi "hinterherschnuppert" und dabei das Leckerchen findet. Vielleicht nimmt ers zu diesem Zeitpunkt ja sogar schon, wenn er Euch schon vertrauen kann.
Viel Spaß mit Eurem künftigen Mitbewohner ;-)