Beiträge von BieBoss

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    Es spukt auch noch die Mär umher, das man bei Epilepsie getreidefrei füttern sollte, doch das stimmt so nicht, denn auch gebarfte (Frischfleischfütterung) Hunde haben Epilepsie und nur wenn ein Hund allergisch auf Getreide reagiert würde ich es weglassen......

    Klar haben auch gebarfte Hunde Anfälle - aber Getreide steht in dem Verdacht, Anfälle auszulösen. Daß es viele andere Auslöser geben kann, die dann bei gebarften Hunden eine Rolle mitspielen, ist klar.

    Das heißt ja nicht, daß man behaupten wollte, Epileptische Anfälle kommen nur von Getreide. Nein - aber Getreide kann sie u.U. auslösen. Der Verdacht besteht nunmal, wenn auch glaub ich bislang nicht über Studien bewiesen.

    Außerdem: ich kann auch beim Barfen Getreide (z.B. in Nudeln aus Weizenmehl.....)füttern. Barfen heißt doch nciht notwendigerweise getreidefrei....

    Aber gern doch:

    - niemals im Revier von einem der beiden kennenlernen, also eher mal irgendwohin fahren ins Grüne, das keiner der beiden kennt und als Revier beanspruchen würde. Nehme an, nachdem Deine Hündin bei der Nachbarin schon öfter war, daß sie dort evtl. auch anfangen könnte, deren Wohnung und Garten als ihr Revier zu sehen, daher besser irgendwo außerhalb.

    - Wenn man dort ist, erstmal die Hunde aus den Autos rausnehmen und anleinen, dabei aber noch nicht zusammenlassen. Dann losgehen mit etwas Abstand. Dann sieht man schon die Reaktion. Normalerweise sollte die auf beiden Seiten halbwegs gesittet und freundlich bis desinteressiert ausfallen. Wenn alles normal verläuft, also friedlich, dann kann man nach ner Weile gemeinsamen Laufens die beiden mal loslassen und schauen, wie sie miteinander agieren. Und wenn das alles ok ist, dann würde ich mit beiden Hunden zusammen ins Haus der Nachbarin gehen. Dieses vorher entsprechend vorbereiten: jedem Hund einen festen Platz zuweisen, kein Spielzeug oder Futter rumliegend (Ressourcenverteidigung!). Der Hündin gleich klarmachen, wo sie zu liegen hat (mit einer eigenen Decke o.ä.), alles Andere ist das Reich vom Gastgeberwelpi bzw. der Gastgeberin. Wichtig: den Welpen dann von diesem Platz fernhalten, damit sie nicht anfängt, ihre Decke zu verteidigen!

    Deine Hündin darf sich wehren (in seine Richtung schnappen, grummeln, was auch immer), wenn der Kleine zu aufdringlich wird; oft führt es dann zu Schreianfällen beim Welpen, wenn sie dann korrigiert werden vom erwachsenen Hund: die können supergut "schauspielern"..... *gg Hört sich dann an, als würden sie grad bei lebendigem Leib aufgespießt! Nicht ins Bockshorn jagen lassen, meist ist gar nichts passiert, als daß der Kleine sich für sein freches Verhalten angemessen eine "eingefangen" hat! Ob die Hündin überreagiert, sieht man nomalerweise recht schnell: wenn der Welpe in der nächsten Viertelstunde etwas vorsichtiger geworden ist, sich ihr aber weiterhin nähert, war die Korrektur der Hündin adäquat. Verkriecht er sich unterm Bett und kommt nimmer raus, hat sie wohl etwas übertrieben. Dann lieber nochmal angucken, daß der Zwerg nirgends verletzt ist oder nen Kratzer hat.

    Wenns der Hündin zu viel wird mit Bedrängen, nehmt sie raus und haltet den Welpen etwas fern.

    Beim ersten Mal würde ich vielleicht auch nur zusammen ne Runde gehen, und dann beim zweiten Mal anschließend alle zusammen zur Nachbarin gehen. So gewöhnen sie sich langsam aneinander.

    Am wichtigsten sind halt klare Regeln wie die mit dem eigenen Platz für die Hündin bei der Nachbarin- und alles außer diesem Platz gehört der Nachbarin selbst, hat sie nicht zu beanspruchen. Und eben keinen Grund geben, Ressourcen zu verteidigen, indem man mögliche Streitpunkte vorher wegräumt.

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    Danke :-)
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    Morgen werden wir das Anzeigeverhalten einführen. Er bietet normalerweise immer "Männchen" an, wenn er etwas haben will (warum weiß ich nicht), aber das wäre ja irgendwie albern, oder? Was findet ihr besser? Sitz oder Platz? Bellen soll er nicht, das wäre ja kontraproduktiv, nehm ich mal an.

    Ich würde immer das nehmen, was der Hund anbietet - es sei denn, es ist ein 200-Kilo-Exemplar, das partout aus dem vollen Lauf anspringen möchte *gg Kommt einfach am Zuverlässigsten, und wenn er was zeigen soll, das er nicht so toll findet, kanns passieren, daß er das mal vergißt, wenn er ne besondere Schwierigkeit drin hatte, und das dann nicht mehr zuverlässig von alleine kommt. Wenn das Männchen ist, dann ist das eben so - fänd ich süß....

    Aber auch Bellen - wenn er das gerne tut, warum nicht, was spricht dagegen?

    Bossi traut sich bei Fremden manchmal nicht, zu springen, das Bellen klappt bei ihm nur, wenn man ihn total hochdreht (und das möchte ich nicht - nicht beim Terrier *gg), und im Spiel. Aber wenn er soll, weiß er nimmer, wie´s geht *gg Also darf er vorsitzen. Das findet er toll, und wedelt dabei wie doof ;-)

    Litmann: find ich klasse - entspannt Euch einfach und genießt Euer Baby.

    Kann schon verstehen, daß man gerade bei einem Hund, der oft für Angst sorgt unter Passanten, alles richtig perfekt machen möchte. Aber warum mit viel Aufwand, wenns entspannt auch und sogar einfacher und besser funktioniert und Vertrauen schafft... ;-)

    Ich freue mich, daß ich ein bißchen dazu beitragen konnte, das Leben für Euch etwas enntspannter zu gestalten, und Ihr Euch gegenseitig wieder genießen könnt. :gut:

    Nochmal - hatte Dein Hund je Würmer?

    Man verwendet eine Wurmkur normalerweise nur dann, wenn der Hund Würmer HAT. Denn das Zeugs tötet nur vorhandene Würmer. Nicht weil er vielleicht welche haben KÖNNTE. Die Dinger werden nachgewiesen, indem man die Dinger entweder sieht im Geschäftchen beim Aufsammeln, oder aber indem der Doc in einer Kotprobe Würmer sieht. Nicht, indem der Hund sich am Hintern leckt oder sich dreimal im Kreis dreht!

    Das Wort Wurmkur ist ja an sich schon ne Frechheit - so hab ich das noch nie wahrgenommen - eine "KUR" ist ja was, von dem man nur Gutes erwartet. Voll die Leutverar...ung... ;-)

    Und dann wird, je nach entdeckter Wurmart, das passende Wurmmittel gegeben. Einfach entwurmen, weils "hier halt Wild gibt", ist vollkommener Käse. Frißt Dein Hund überhaupt Kot von Wildtieren? Oder wälzt er sich darin? Wenn nein - wie soll er an die Würmer kommen?

    Nochwas: bei Verdacht auf Epilepsie würde ich weder impfen [size=10](und schon gleich dreimal nicht jährlich! Oft findet sich in einer Tierklinik eher ein Doc, der nur 3jährig impft, vielleicht machen normale TÄ auf dem Land das meiste Geld mit Impfungen, meiner hier macht´s auch so, und die TK leben eher von OPs, nicht von der Impferei. Also TK suchen und anrufen, ob die die dreijährige Impfung anbieten, und dort impfen lassen. Selbst die Ständige Impfkommission im Vet-Bereich empfiehlt nur die 3jährige Impfung, und das will was heißen.) und schon gar nicht "auf Verdacht" entwurmen und das Giftzeugs dauernd in den Hundekörper bringen, genausowenig SpotOns verwenden. Mein Schwesterchen hatte nen Epi-Hund, daher weiß ich, daß das Zeugs alles im Verdacht steht, Anfälle hervorzurufen. Nachdem sie die Impferei gestrichen hatte, hatte der Hund alle eineinhalb Jahre mal nen kleinen Anfall (unter Medikamenten stand er aber immer, weil die Anfälle sonst wieder heftigst wurden-sie hatten einmal versucht auszuschleichen und nie wieder....). Allein aus dem Grund würde ich nur noch Kotproben zur Wurmkontrolle zum Doc bringen und nur noch bei tatsächlichem Befall behandeln lassen, und die jährliche Impferei weglassen.

    Hi, Tim,

    erstmal Glückwunsch zum Nachwuchs! Ich finde es klasse, wenn jemand gegebene Tips auch umsetzen kann und bereit ist, bisherige Methoden/Einstellungen zu hinterfragen ;-)

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    Unser kleiner hält uns natürlich gut auf Trab. Wir sind ab und zu auch mal 1 stunde spazieren. Unsere "Große Runde" drehen, viel Spiel etc.


    Das ist zu viel! Ein Welpe ist doch erstmal vollauf damit beschäftigt, die Umgebung überhaupt kennenzulernen. Ab und an mal ein kleines Spiel von 5 Minuten zwischendurch, ok - aber keine Dauerbespaßung.

    Und zum Thema Laufen gibt´s ne allgemeine Faustregel, die besagt, daß der Hund max. 5 Minuten pro Lebensmonat am Stück laufen soll. Also mit 4 Monaten 4x5 = 20 Minuten am Stück. Und dabei geht es nicht darum, wie viele denken, daß der Hund sich nicht bewegen oder nicht toben darf, sondern um eine gleichförmige Bewegung, die den Körper an immer denselben Stellen belastet und schließlich überlastet. Wenn Du also ne Stunde draußen bist, und nach 15 Minuten gehen mal 15 Minuten Pause einlegst und auf ner Bank sitzt und er im Gras schnuppern gehen darf, anschließend ne Runde mit anderen Hunden rennt, ist das vollkommen ok - aber nicht eine Stunde am Stück nur laufen. Damit werden (gerade bei schweren und großen Rassen wie dem Rotti) schnell mal Bänder und Sehnen so überlastet, daß das zu Folgeschäden führen kann. Klar, wenn Du mal an einem Tag länger unterwegs bist oder eine 2-stündige Wanderung machst, wird der Hund nicht davon sterben. Es wird auch niemand verhaftet, wenn er mal länger als 20 Minuten Gassi geht mit dem Hund *gg Und es dürfen auch mal 22 Minuten sein - das ist eben als Anhaltspunkt gedacht, keine strenge Vorschrift.

    Aber in der Regel sollte man gleichförmige Bewegungsabläufe erst langsam von der Zeitdauer her verlängern, damit die Muskulatur Zeit hat, sich daran zu gewöhnen, und den ganzen Bänderapparat etc. halten kann, damit´s eben keine Spätschäden gibt. Stell Dir einfach vor, Du machst nie Sport, und ich komm her und verlange von heute auf morgen, daß Du untrainiert 20 km joggen gehst, und frage Dich, wie Deine Muskeln/Sehen/Bänder das aushalten würden.... Irgendwann verknackst man sich das Fußgelenk, weil die Muskeln die erhöhte Belastung nicht tragen können, oder holt sich Muskelfaserrisse in der Wade, oder nen Bänderriß vom Umknicken. Vielleicht zeigt Dir dieser Vergleich, worauf mit der Regel abgezielt wird.

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    ........Das typische halt mit den beachteten Punkten: Ich fang an und beende das Spiel etc etc etc. AAAAAllleesss perfekt...


    Um Gottes Willen, hör mit dem veralteten Zeugs auf.... Wo auch immer Du das her hast - ignoriere den Menschen, der das erzählt hat, für immer und ewig, oder wirf das Buch, in dem das steht, in den Mülleimer. KEIN Hund der Welt will die Weltherrschaft an sich reißen, auch nicht, wenn er Dich mal zum Spielen auffordert oder gar ungebeten aufs Sofa hüpft! Weißt Du, warum ein Hund aufs Sofa hüpft? Na? Genau - weils bequem ist..... Hat nix mit einer sogenannten Dominanz zu tun oder irgendeinem Käse, daß der Mensch der "Rudelführer" sein muß. Im Wissensstand ist man heute wesentlich weiter, der Hund lebt als Teil der Familie, als Familienmitglied, nicht streng hierarchisch à la "Du Chef und Hundi springt". Ein Trainer, der sowas erzählt, den würd ich nicht mal mehr fragen, wie das Wetter heute ist....*gg

    Zum souveränen Führer wirst Du für den Hund nicht, indem Du möglichst viele Vorschriften generierst, Dir ein Schild "Chef" an die Brust hängst, und ihn möglichst gut herumscheuchst und möglichst nicht ohne schriftlichen Antrag an Dich atmen läßt, sondern indem Du verläßlich und berechenbar und konsequent bist (und das ist auch noch dazu viel weniger anstrengend, und macht mehr Spaß, als ständig um seine imaginäre "Rudelführerschaft" fürchten zu müssen - wie angenehm....).

    Lieber ein paar weniger Vorschriften, und dann konsequent auf deren Einhaltung bestehen. Immer ruhig bleiben, sich nicht provoziert fühlen, wenn Welpi mal rumspinnt - hey, das ist ein Baby, der WILL nunmal toben und spielen und auch austesten, was er bei Euch darf und was nicht. Souverän bist Du, wenn Du ihm dann einfach geduldig immer wieder zeigst, was erwünscht ist und was nicht, notfalls zwanzig Mal am einen Abend. Und zwar immer dasselbe, nicht heute darf er dies, morgen aber nicht. Das verunsichert und gibt kein gutes Bild vom "Führenden" ab. Gilt beim Führen von Hunden genauso wie in der modernen Personalführung - auch wenns immer noch net jeder Personaler mitgekriegt hat..... :headbash:

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    ... das er nicht bei uns im Schlafzimmer schlafen darf.

    Und Du wunderst Dich, wenn der plärrt? Ein Hund lebt ab der Geburt im sicheren Familienverband. Ein Welpe in dem Alter ist, wenn er draußen leben würde, ohne seine Familie vollkommen ungeschützt jeglichen Feinden ausgeliefert - der hat erstmal Todesangst, wenn er alleingelassen wird! Ein Hund muß es erst lernen, alleinzubleiben, er muß die Erfahrung machen, daß ihm dann nichts passiert, wenn niemand da ist. Oder daß Ihr in Rufweite seid, während er schläft. Der braucht Sicherheit! Alles Andere ist Streß pur für den armen Zwerg und schafft auch nicht wirklich Vertrauen Euch gegenüber, wenn Ihr ihn immer solchen gefühlt "gefährlichen" Situationen aussetzt. Der Kleine weiß ja nicht, daß niemand in Eure Wohnung kommen kann, der ihn fressen wollen könnte..... Er empfindet es so, daß Ihr ihn ausschließt aus der Familie, also sozusagen "Höchststrafe", oder als würde Ihr ihn aussetzen.

    Normalerweise dauert es monatelang, bis ein Hund gelernt hat, alleinzubleiben, wenn Du das Haus verläßt - und Du verlangst von dem Zwerg, daß der 2 Zimmer weiter (für nen Welpen "ewig weit weg"), wo er Euch wahrscheinlich nicht mal hören kann, und sich noch nicht sicher fühlt, problemlos schläft? Wenn Du Kinder hast: hast Du die vom ersten Tag an in ihr Zimmer gesperrt, und Dich dann beschwert, wenn sie geweint haben? Vielleicht erklären Dir meine Fragen ein bisserl, warum der Kleine heult. Dann kannst Du ja künftig entsprechend vorgehen: erstmal mit ihm zusammen dort schlafen für die ersten Wochen, bis er dort sicherer ist. Dann mal zum Einschlafen mit reingehen, kurz rausgehen, wieder reinkommen - sodaß er merkt, egal, wenn Du gehst, Du bist immer da und kommst auch wieder zu ihm, er kann entspannen. Wenn er allein dort drin ist und leise meckert, ruf ihm zu "ich bin da, alles ok", und komm nach ein paar Minuten wieder rein, um ihm zu zeigen, Du bist bei ihm. Vertrauen schaffen, daß er sich auf Dich/Euch verlassen kann. Das Zimmer soll vom Gefühl her zu einem Rückzugsort für ihn werden, nicht zur Strafe.

    So wird das dann langsam aufgebaut. Wenn ein Welpe Panik hat, alleinzubleiben und verlassen zu werden, dann hat das nichts mit Weltherrschaft -Verzeihung, Rudelführerschaft zu tun (obwohl - selbst in einer "Rudeltheorie" wäre es ja Aufgabe des "Rudelführers", sein "Rudel" zu beschützen, oder?). Der hat einfach Angst, der braucht Eure Sicherheit, Euren Schutz, Eure Führung. Das heißt nicht, Ihr müßt Euch auf der Nase rumtanzen lassen, keinesfalls. Aber man muß den Hund nicht rund um die Uhr mit tausend Regeln einschränken, damit er auch nicht auf der Nase rumtanzt, das geht auch mit liebevoller Konsequenz. Klare Regeln ja, aber in Maßen und lieber konsequent eingehalten. Wäre ja auch super anstrengend, wenn man den ganzen Tag nur darauf achten müßte, daß der Hund nicht Regel 1 bis 99 irgendwo verletzt... In der Hinsicht könnt Ihr Euch das Leben einfacher machen, indem Ihr es auch ihm vereinfacht.

    Und ein Tip noch, der mir sehr am Herzen liegt: glaubt nicht alles bedingungslos, was Ihr irgendwo lest, aufschnappt oder neunmalkluge Halter und Trainer Euch erzählen (das hat schon so manchen Hundehalter anfangs verrückt gemacht). Laßt ein bißchen Euren gesunden Menschenverstand walten und Euren Bauch mitentscheiden. Lest Euch selbst ins Thema Hundeerziehung und Körpersprache des Hundes ein, lernt die Bedürfnisse Eures eigenen Hundes kennen. Wenn sich was komisch anfühlt, was jemand sagt, oder Euch oder den Hund in Streß bringt - laßt es lieber. Beobachtet Euren Hund und lernt, was er Euch wie sagen möchte - er zeigt Euch, was er braucht ;-) Nämlich Eure Nähe.... Ihr macht das schon! ;-)

    Ich würde einfach nochmal mit dem Mann reden - wie könnte ein Kompromiß aussehen? Rasse, Größe, was würde ihn am meisten stören. Lösungen, bei denen einer verzichten muß, weil der Andere das will, kämen für mich da nicht in Frage. Erstens wird dann immer einer nicht glücklich sein, und zweitens: wo komme ich hin, wenn ich auf meine Träume verzichte, nur weil der Partner das nicht will? Auf welche Träume soll ich dann noch verzichten? In meinen Augen ein heikles Spiel. Eine Partnerschaft ist ein Geben und Nehmen, nicht ein "ich mach alles, was er will"-Vertrag *gg

    Dann eben einen Hund aussuchen (am besten von ihm mit aussuchen lassen), mit dem er auch leben könnte, und dann müßte das doch klappen?

    Ich würde ihm ein paar Rassen zur Auswahl stellen, die nicht haaren und zu Euch passen würden (riechen auch am wenigsten, denk ich-meine Pudeline müffelt höchstens mal nach Pansen aus dem Maul *gg), und auch keine so dick befellten Hunde, die dann dauernd müffeln, wenn sie im Sommer ins Wasser gehen. Vereinbaren, daß die Pflege Du übernimmst. Ihn dann aber Regeln festlegen lassen: Hund darf aufs Sofa, aber nicht ins Bett. Oder Hund kriegt ne Ecke mit Decke aufm Sofa, und nur dort darf er liegen. Schlafzimmer darf nicht betreten werden o.ä., aber im restlichen Bereich kann Hund frei laufen. Da gibt´s doch tausend Möglichkeiten. Du hast den Hund, und er darf mitentscheiden bzgl. Rasse und seine Regeln festlegen, unter denen er mit dem Hund leben könnte. Das kann auch ein Hundesitter für Zeiten sein, in denen Du nicht daheim bist. Oder ein Urlaub im Jahr mit Hund (Wandern o.ä.), einer ohne Hund (da kann man dann Strand/Städtereisen machen etc., was Ihr halt gerne mögt). Oder halt ein Jahr mit Hund, ein Jahr ohne Hund, wenn 2mal net geht.

    Kann bedeuten, daß Du die Fellpflege übernimmst täglich, oder eine Stunde nur für ihn abends reservierst, in der der Hund im Körbchen liegt, falls der Mann Angst hat, vernachlässigt zu werden. Oder man macht aus, daß man ein hundefreies Wochenende im Monat veranstaltet, wo der Hund dann halt bei Eltern/Schwiegereltern/Sitter oder so ist. Kann auch sein, daß man ausmacht, daß der Hund im Garten keine Geschäfte zu erledigen hat.
    Oder daß er an dem Tag, wo Du mit dem Hund in der Hundeschule bist, sich mit seinen Freunden zum Karteln treffen darf - irgendwas halt, was er gerne macht und vielleicht derzeit einschränkt oder gar nicht macht mit Rücksicht auf Dich? Ein freier Abend zum Saufen mit Kumpels pro Woche? Könnte auch bedeuten, daß Du anbietest, einmal pro Monat das Auto generalzureinigen wegen der Hundehaare, wenns das ist, was ihn stört. Und ansonsten ne Box, weil die Haare sich dann auf die Box beschränken im Auto. Oder eben gleich nen nichthaarenden Hund holen, wie oben schon geschrieben.

    Außerdem würde ich echt eher nen Welpen nehmen als einen erwachsenen Hund - da kommt noch der "süß"-Faktor dazu, erleichtert evtl. das Einleben der beiden miteinander doch etwas. Beim erwachsenen Hund hast halt immer das Risiko, daß Du Fehler Anderer in der Erziehung wieder gutmachen mußt, udn ich finde es einfacher, dem Hund alles selbst beizubringen, als die Fehler der Erziehung Anderer auszubügeln. Wie hab ich gekämpft, bis Bossi kapiert hatte, daß ich nicht wünsche, daß jeder fremde Hund gleich vor Begeisterung über den Haufen gerannt wird...... Oder daß er nicht mehr einfach so jagen geht.....

    Da gibt´s doch tausend Möglichkeiten, was man als Kompromiß-Vorschlag in die Waagschale werfen kann, laß Dir halt was einfallen....

    Und ganz ehrlich (weiß nimmer, wers geschrieben hat)- wenn mein Freund mich daheim besucht, und ER meint, entscheiden zu wollen, wer auf meinem Sofa liegt und was nicht, dann zeig ich ihm, wo der Maurer das Loch gelassen hat, ehrlich! Wenn das DA schon anfängt, was veranstaltet der dann erst mit Dir, wenn Du mit ihm zusammenlebst?