Beiträge von BieBoss

    Zitat

    Das Ding ist halt, dass er das kennt, weil das so ein normales Ritual ist:
    Kurz vor dem Rausgehen (letzte Pipirunde) komm ich zu ihm runter nicht in der Hocke sondern auf Augenhöhe. Er liegt da mit offenen Augen ich streichel ihn und er knurrt.....ich war einfach irritiert.......hm...also ganz normal weitermachen......o.k...

    Kann auch sein, daß er einfach nur gepennt hat und noch seine Ruhe haben wollte ;-) Oder Du ihn dabei erschreckt hattest - ich würd mir echt nix bei denken.....

    Zitat

    .......Seit ich das weiß, dass er da Angst hat vermeide ich solche Kontakte, was nicht weiter schwierig ist.
    .......zu ihm kurz runter und wollte ihn streicheln und kam ihm wohl zu nah????? DA knurrte er!!!!......

    Vor dem Bedrängen durch Kinder und Jugendliche beschützt Du ihn - und dann gehst Du selbst her und bedrohst ihn, und wunderst Dich dann über sein Knurren? Du bist -zigmal größer als Dein Hund un beugst Dich über ihn, klar, daß er sich im ersten Moment bedroht fühlt....

    Sei froh, daß der Hund so gut kommuniziert und Dir mitteilt, daß er das doof findet, statt zuzulangen.... Wenn mein Hund mich derart anknurrt, ist das für mich ein Zeichen, daß ich gerade dabei bin, eine Grenze zu übertreten, und das gibt mir nachzudenken - spätestens in dem Moment sag ich "is gut", und geh nen Schritt auf die Seite, oder bleibe einfach stehen und spreche in ruhigem Ton mit ihm, damit er merkt, ich will ihm nix Böses, à la "hey, bin doch nur ich".

    Nimm das Knurren jetzt also bitte nicht persönlich (die Schreibweise läßt sehr vermuten, daß Dich das Knurren geschockt hat, à la "er WAGT es, mich anzuknurren"), sondern als Zeichen, daß Du ihn grad ein bißchen erschreckt oder verunsichert hast, und er Dir das netterweise mitteilt, statt sich zu wehren. Das zeigt nämlich auch, daß er normalerweise weiß, daß Du seine Warnungen verstehst und sie akzeptierst und richtig "antwortest" in Deinem Handeln, denn sonst würde er einfach schnappen, statt mit Dir zu kommunizieren.

    Einfach beim nächsten Mal aufpassen, oder erst ansprechen, bevor Du Dich drüberbeugst, oder besser noch, geh in die Knie und sei damit eher auf einer Höhe mit ihm, sodaß Du nciht so bedrohlich wirkst.

    Zitat

    ......Das Fell riecht dann einfach entsprechend.....

    *heul..... Dann muß ich die schwarzen Riesen wohl von meiner "Must Have"-Liste streichen....... ;-( Fand die immer sooooo toll und dachte mir "irgendwann vielleicht..."....... Aber ich find nix Ekliger als diesen Nasser-Hund-Müffelgeruch *gg

    So richtig Hundegeruch hast ja bei Terriern (wenn gut getrimmt) und Pudeln nicht, insofern fällt mir das bei anderen Hunden immer extrem auf, wenn die müffeln. Manchmal geht man 15 Meter hinter so nem Wollfussel-Hund und riecht sogar als Mensch schon, daß der am Vormittag mal im Wasser war. Sowas mag ich net in der Wohnung, ich glaub, den Duft kriegst nie wieder raus, oder? ;-)

    Der arme Hund ist erst seit 2 Tagen bei Euch. Neue Leute, neue Umgebung, sie weiß nicht, wie Ihr auf was reagiert. Sie pennt den ganzen Tag, weil die gesamte neue Situation sie so herausfordert und anstrengt.

    Wenn ein Hund im Streß ist, wird er nicht (viel) fressen. Das würde erklären, warum der Hund noch recht zurückhaltend ist und nur gerade futtert, wenns Bäuchle schon heftig knurrt. Ist einfach noch unsicher.

    Ansonsten gibts hunderttausend Möglichkeiten, den Hund zu bestätigen: verbales Lob mit ruhigem Tonfall. Ihm das geben, was er gerade möchte. Das kann Schutz vor fremden Hunden oder Menschen unterwegs sein, im Gegenzug zu einem Hinsetzen am Rand, während diese passieren.

    Das kann auch sein, einfach aufzuhören, ihn "anzugrapschen". Der Hund ist noch ganz fremd, er mag es nicht, von Leuten angefaßt zu werden. Das bringt den Hund in Streß, weil er es eigentlich nicht mag, sich aber nicht zu wehren traut, weil er Euch noch nicht kennt. Ich würde warten, bis er von alleine kommt und um Kontakt bemüht ist, sich anlehnt etc. Dann könnte es auch eine Belohnung sein, nach dem Geschirr-Anziehen den Körperkontakt zu beenden und einfach nur rauszugehen, wo der Hund Pipi machen kann o.ä. Also das Beenden des Körperkontakts oder das Rausgehen selbst als Belohnung fürs Stillstehen und Berührung-Dulden beim Geschirranziehen. Hat der Hund Hunger und setzt sich auf Dein Kommando vorher hin, ist wiederum das Futter im Napf die Bestätigung.

    Will der Hund zu einer Person hingehen, laß ihn sich z.B. hinsetzen oder freu Dich über den Blick zu Dir, und gib dann als Bestätigung die Freigabe, zum anderen Hund zu gehen.

    Das alles sind sogenannte funktionelle Bestärker, alles, was der Hund gerade möchte, ist die beste Bestätigung, die er überhaupt kriegen kann. Hast Du Besuch, und der Hund zieht sich ins Körbchen zurück, weils ihm zu viel wird, ist die beste Bestätigung, ihn im Körbchen in Ruhe zu lassen.

    Du kannst auch gucken, was der Hund sonst gern mag: einen Ball holen, mit Dir ne Runde rennen, Zerrspiele, einen Gegenstand apportieren - was macht er so den lieben langen Tag daheim? Auch schnupperndürfen in der Wiese kann eine Bestätigung sein, z.B. für einen gelungenen Abruf: dann einfach wieder gehenlassen zum Schnuppern, aber nicht WEGschicken von Dir, sondern halt z.B. darauf aufmerksam machen, daß die Wiese interessant ist (indem ich ein Leckerli reinwerfe oder so - er muß es ja net futtern, aber er schnuppert dann halt).

    Auch, wenn der Hund mit Dir mitgehen darf, kann das eine Belohnung sein. Wenn z.B. meine Biene mal Ruhe gibt, nachdem sie ein Klingeln angezeigt hat, darf sie aufstehen und mir in die Küche folgen o.ä. Also Nähe zulassen als Bestärker (also nur, wenns der Hund haben will - wenn er das noch nicht mag, dann natürlich nicht, war jetzt nur ein Beispiel von uns! Nicht, daß Du jetzt nen Hund, der vielleicht lieber im sicheren Körbchen bleiben möchte, mit Gewalt mit in die Küche schleppst *gg Für Bienchen ist es halt das Höchste, dabei sein zu dürfen.).

    Ganz ehrlich? Ich glaub, Du siehst das Problem nicht an der Stelle, wo es wirklcih auftauchen wird. Die 33 m² sind nicht das Problem.

    Aber den Aufwand für´s Studium siehst Du glaube ich äußerst blauäugig. Ein Studium heißt net den ganzen Tag irgendwo abhängen und in der Sonne sitzen, das bedeutet richtig Arbeit. Und nur, weil Du nicht 8 Stunden Vorlesung am Tag hast, heißt das nicht, daß Du deswegen nicht 8 Stunden am Arbeiten bist. Ein "bisserl" Lernen und Klausurvorbereitungsn oder Praktika/Übungen gehören nämlich zu so nem Studium auch dazu - sonst könnte (und wahrscheinlich auch würde, nicht nur könnte) ja jeder studieren, wenn das so pipifaxi ginge.

    Ansonsten: Du siehst (zumindest in den oben beschriebenen Planungen, mehr sehe ich ja nicht) lediglich die Studienzeit - ein Hund wird aber hoffentlich etwas älter als nur 3 Jährchen. Was ist danach? Ich weiß nicht, warum so viele Leute (auch im DF) immer davon ausgehen, sie könnten den Hund mit ins Büro nehmen, wenn sie später arbeiten. Nur, weil das hier der Ein oder Andere beschreibt, daß es bei ihm klappt, ist das noch lange nicht die Regel. Im Gegenteil, in fast keinem Job kann man den Hund in die Arbeit mitnehmen. Gerade in größeren Firmen sind da Probleme vorprogrammiert - Leute mit Angst vor Hunden, Leute mit Allergien gegen Hunde, Chefs, die sagen "klar, und der nächste bringt dann sein Pferd mit; nix gibt´s" etc - DAS ist die Realität! (ich nehme meine ab und an mit - aber nur wenns sein muß, und weil ich durch den Hintereingang komme und ein eigenes Zimmer habe, hat es schlichtweg bislang niemand bemerkt, den es stört, die Kollegen im Stockwerk finden die Hundis toll *gg Ich glaube, die offizielle Variante ist das net.....) Will heißen, der Planungshorizont sollte schon die voraussichtliche Lebensdauer der Hundes umfassen und nicht nur die eben aktuelle Situation (die noch dazu in meinen Augen von Dr heiftig unterschätzt wird). Klar - gehen tut alles. Aber man muß eben berücksichtigen, daß später bei 8 Stunden Arbeit täglich (plus Wege- und Pausenzeiten; plus Deine Einkaufszeiten, Arztbesuche, Konzerte o.ä., etc. von Dir) der Hund nen Sitter brauchen könnte. Hast Du das mit eingeplant? Könntest Du das finanziell leisten? Fühlst Du Dich später nach 10 Stunden Abwesenheit von daheim noch in der Lage, mit dem Hund Halligalli zu machen (nicht nur ne Runde ums Haus-ich weiß, wovon ich spreche, das kann anstrengend sein, und immer hat man nicht unbedingt Lust dazu)?

    Ich will Dir den Hund keinesfalls ausreden - aber Du solltest Dir halt bewußt sein, was da weiterhin auf Dich zukommen kann außer Hund in Uni mitnehmen drei Jährchen lang, damit Du´s mit einplanen kannst ;-)

    Wie gesagt, die 33 m² sehe ich auch nicht als Problem, die sind dem Hund wurscht (es sei denn, Du fängst dann noch an mit Tabuzonen oder so nem Käse *gg)

    Zitat

    Wie hat sie das denn begründet? Jagdhunde unterscheiden das ständig. Die rennen schließlich nicht alle durch den Wald und stöbern munter sondern arbeiten z.B. in der Schleppen- und Schweißarbeit auf Befehl. Mein Rüde weiß ganz genau, wie so eine Schleppe zu arbeiten ist und macht das auch mit Hingabe, aber deshalb arbeitet er im Freilauf doch noch keine Rehwildfährten aus (obwohl er auch die ganz genau erkennt :D )....

    Ja - aber auch Du hast dem Hund irgendwann gesagt, daß er bitteschön keine Rehfährten ausarbeiten darf, oder? Woher soll er das sonst wissen, nur weil er ab und an ner Menschenspur folgen darf. *gg Nur Menschenspur verfolgen heißt noch lange nicht, daß er Tierspuren nicht verfolgen darf, das kann er nicht riechen.
    Also: Hund KANN das unterscheiden - aber nur, wenn Du ihm beibringst, daß er da bitteschön einen Unterschied macht, und nur das Eine verfolgt und das Andere sein läßt. Ansonsten ist´s ganz klar - er lernt "Spurenverfolgen ist toll" und die TS wundert sich dann, warum Trailen nix hilft gegen Spurenverfolgen.....

    Zitat

    ...... dass Mantrailing z.B. den Jagd-Trieb fördern kann. Ich habe das Trailen absichtlich zum Umleiten des Triebs gewählt (geändert hat es nichts). Sie meinte, dass der Hund nicht unterscheiden könne warum er einmal eine Spur verfolgen soll und beim Wild-Stöbern nicht. Das macht für mich schon Sinn. Sie arbeitet ausdrücklich mit Apportier-Arbeit, alledings auch mit Impulskontrolle, sprich nicht einfach losspurten nach dem Werfen, sondern der Hund bleibt im Platz bis er geschickt wird.

    Das ist Quatsch - der Hund weiß doch nach ner Weile, was er suchen soll, nämlich Menschen. Grundsätzlich gilt dann eben: Spuren werden nur auf Kommando gesucht, und ohne Kommando mußt eben dann in der Freizeit dasselbe abbrechen - von alleine hört der Hund natürlich nicht damit auf, warum sollte er, beim Trailen wird er ja sogar fürs Spurenverfolgen gelobt! Beim Trailen geht´s darum, daß der Hund den Jagdtrieb (Spurenverfolgen) gezielt und kontrolliert ausleben kann, damit er nicht duchdreht, wenn Du´s im Alltag verbietest. Will heißen: er DARF auf Spuren gehen, aber nur auf Befehl, und ansonsten: "Ne - is nicht!. In der Freizeit wird das Spurenverfolgen ausdrücklich untesagt und abgebrochen. Dazu mußt natürlich Deinen Hund lesen können, um zu erkennen, wann er einfach nur schuppert, mal hier mal da, und wann er auf der Spur ist - Letzteres gehört dann abgebrochen.

    Zum Umleiten kannst also Trailen nicht nehmen - weil Du damit nicht umleitest, sondern ihn nur sein Bedürfnis ausleben läßt. Aber die Grenzen, was verfolgt wrid und was nicht, an Spuren, das legst Du fest und mußt ihm natürlich auch entsprechend mitteilen - woher soll er´s sonst wissen..... *gg

    Impulskontrolle ist immer gut - und wenn Dein Hund mit Apportieren ruhiger wird, ist das auch vollkommen ok, das ist sicher nicht falsch, wenn Ihr das macht. Aber einfach sagen "Trailen hat nicht geholfen" geht nicht, weil das Trailen kein Anti-Jagdtraining ist oder so, da brauchts eben dazu noch im Freizeitbereich die klare Ansage, daß JETZT nix verfolgt wird. Nur Menschenspuren, und nur, wenn Du Kommando gibst. Ansonsten ist´s klar: Hundi verfolgt Spur, wird gelobt, warum soll er das in der Freizeit nciht auch machen - und so lernt er natürlich auch nicht, daß Menschenspuren ok sind, Tierspuren aber nicht. Das mußt ihm schon näherbringen vorher, das kannst nicht voraussetzen. Der Hund denkt nicht "Ah, wir trailen, also darf ich keine Rehspur verfolgen". Das kann er nicht verstehen.