Also, bei Preisen für ein so großes Haus in Innenstadt lage in der Höhe würd ich aus Prinzip absagen. Das Ding hat irgendwo einen Haken. So schön kann das gar nicht sein, daß ich da blind unterschreiben würde.
Wir haben in der Nachbarschaft (Innenstadtlage, 8.000-Personen-Städtchen) auch so ein altes Riesending - wäre echt toll. Bis auf den Zustand.... *hust....
Da müßte echt ALLES neu gemacht weden: feuchte Wände trockenlegen, schiefe Wände begradigen, sonst kannst keinen Schrank aufstellen, Böden begradigen, neue Leitungen für Gas/Wasser/Strom, neue Heizung, neue Isolation, das Haus steht auch noch reichlich schief (Gutachten Statiker vor Kauf wäre hier sicher nicht verkehrt).
Für das Haus verlangen die trotz dieses Zustandes noch 80.000 Euro (mit max. 100 m² Garten dran)! Da muß man mindestens das eineinhalbfache nochmal reinstecken, bevor man da leben kann. Wie ist das dann erst bei nem Haus in ebensolcher Innenstadtlage, das für 20.000,- € angeboten wird? Idee: Schadstoffe im Haus verarbeitet? (Holz-Bearbeitung Dachstuhl o.ä. mit DDT-haltigen Stoffen, Dach mit Asbest o.ä.) Schimmel in den Wänden? Denkmalschutzauflagen ohne Ende??
Ohne ein ausführliches Gutachten würd ich da den VErtrag nichtmal anfassen, geschweige denn ne Unterschrift druntersetzen, da gebe ich Gudrun recht, wenn sie sagt, bei 2 Wochen Frist muß ein Haken sein. In der Zeit kriegst nämlich ein solches Gutachten gar nicht erstellt, jede Wette..... Und bevor man sich für ein Haus entscheidet, sollte man auch Zeit bekommen, die Finanzierung mit der Bank zu besprechen, auch dafür kriegt man nicht innerhalb 2 Stunden einen Beratungstermin, geschweige denn das OK der Bank. Idee, wenn Ihrs unbedingt doch wollt: Kauf unter der Bedingung, daß ein vom Verkäufer nachzulieferndes Gutachten zum Haus incl. Schadstoffgutachten und Statik positiv ausfällt.
Zum Brainstorming: Dinge wie Sanitär- und Elektroinstallation würd ich vom Profi machen lassen. Sollte es nämlich dann irgendwann zu einem Brand ooder Wasserschaden kommen, wird sich jede Versicherung weigern, zu zahlen, mit der Ausrede, die Leitungen seien womöglich nicht fachgerecht verlegt worden. Dann habt Ihr Versicherungen fürs Haus gezahlt und habt nix davon (Planung: Brandschutzversicherung, Haftpflicht, gegen Wasserschäden, was auch immer man für Versicherungen braucht, müßtet Ihr mal fragen. Evtl schreibt die Bank auch welche vor, als Sicherheit für die Hypothek aufs Haus? Könnt ich mir zumindest vorstellen.).
Berücksichtigung von Gutachter-Kosten, Entsorgung von Schadstoffen, Planung durch Euch/Architekten, Lieferzeiten von Handwerkern (habe Freunde, die warten seit Monaten auf Erledigung von Aufträgen am Haus, egal, welches Gewerk!).