Beiträge von BieBoss

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    .....Wie man Hunde trainiert, die wirklich nur auf Sicht jagen, frag ich mich aber auch. Solche Trainingssituation kann man ja schwer beeinflussen...

    Naja - man kann erstmal selbst so gut aufpassen, daß man das Wild so rechtzeitig sieht, daß man den Hund noch stoppen kann - also nicht erst das Wild wahrnimmt, weil eben "vollkommen unvorhergesehen" der Hund losgerannt ist *gg

    Und dann halt bei Wild in größerer Entfernung Alternativverhalten trainieren (bei uns SITZ). Das schafft Zeit, zu ihm zu laufen und ihn anzuleinen. Dann Entfernung verringern.

    Und dann halt Abbruchsignal - wenn der losgelaufen ist, weil das Vieh sich bewegt hat, kriegst Du ihn sonst nicht mehr... (Bossi kriege ich mit Rückruf von der Spur, aber nicht vom Wild hetzen weg).

    Ich trainiere sichtbares Wild bei uns problemlos - ich weiß genau, auf welchem Feld und in welchem Wald die größten Chancen bestehen, Wild zu treffen (und halt zu den passenden Zeiten - mittags um 12 eher selten, zwischen 17 und 19 Uhr doch wahrscheinlicher) (wohne aber auch mitten in der Natur in ner Kleinstadt, hab nur 2 Minuten aufs Feld raus).

    Letzten Samstag im Forst, wir (Biene, Bossi und ich) waren schon ne Stunde spazieren (leinenlos durch den Wald, abseits der Wege, weil ich ne Abkürzung nehmen wollte zu einem bestimmten Ziel), und ich wollte noch ein bißchen Entspannung konditionieren - saßen dann irgendwann auf nem kleinen Erdhügel am Wegrand mit den beiden Grazien, Bossi im Platz, die Natur genießend, Biene auf dem Schoß (Bauchi könnte ja sonst schmutzig werden *gg). Wollte total entspannen - meinem Jäger ein "Wald ist langweilig" zeigen. Ähm - ja. Bis ich ein ganz kurzes Auffiepen hörte hinter mir, so ein aufgeregtes "Jip!" und Bossi statt zu liegen saß. Entspannt sah der auch nimmer wirklich aus :hust: das sehen und die Schlepp einklinken war Eins ;-). Weiter geguckt - dann sah ich sie: 8 rehbraune zarte Füßchen.... Waren da 2 Rehe am Äsen zwischen in paar Bäumen, offenbar von der anderen Waldseite her gekommen. Bossi fiepend, blieb aber neben mir sitzen (er weiß, mit Leine hat er keine Chance *gg). Irgendwann wurde den Viechern das Geschrei zu laut, und sie zogen entspannt weiter. Bis Bossi im selben Zustand war (den ich ihm ja eigentlich hatte demonstrieren wollen), hats allerdings ne halbe Stunde gedauert...... |) Erst dann sind wir wieder weitergegangen - ganz entspannt, wie ich das ursprünglich geplant hatte - und nach ner Weile hab ich auch die Schlepp wieder abgemacht, er war echt wieder entspannt.

    Es geht schon - man muß halt austesten (oder mal nen Jäger fragen?), wo das Viechzeugs sich häufig rumtreibt. Wenn ich nen Jäger fragen würde, dann eher mit dem Argument "daß ich die Gegenden mit meinem jagenden Hund meiden kann" - wenn Du sagst, Du möchtest am Wild trainieren, stößt die Idee womöglich unter Umständen nicht auf so viel Gegenliebe.....*hust.... (kannst auch beim Waldspaziergang mal nach Futterraufen für Rehe schauen oder nach Futterstellen zum Anlocken von Wildschweinen (damit sie an der Stelle dann erlegt werden können), meist so Getreidezeugs auf Baumstümpfen o.ä. verteilt - da trifft sich das Wildvolk am ehesten.) Oder halt wo es viele Hochsitze gibt, ich geh mal davon aus, daß die nicht dort errichtet werden, wo sich kein Wild rumtreibt.....

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    ...Meine Überlegung mit dem Fell war, das ich was brauche wo sie voll drauf abfährt und alles stehen und liegen lässt. Der Hund einer Freundin hat als Belohnung für den Super Rückruf ein "normales" Spielie. Dafür lässt er beim Super Pfiff alles stehen und liegen. Das würde ich halt auch gern erreichen, nur weiß ich, das ein "normales" Spielie nicht reicht. ......

    Und genau DAS ist der Punkt, an dem dann der Abbruch greifen muß, und zwar zuverlässig.....

    Mein Bossi ist auch jagdlich äußerst ambitioniert (beide Eltern im jagdlichen Einsatz). Geht er auf die Spur, funktioniert der Rückruf heute (nach langem Üben; und besonders gut mit Pfeife!) super.
    Geht irgendwo ein Reh hoch, hilft da kein Rückruf mehr - da muß ich abbrechen. Der ist bei Bewegung so blitzschnell auf 180, da dringt der Rückruf nimmer durch (will heißen, ich komm auch nimmer zum Anleinen, sobald er mehr als 1 Meter weit weg steht). Solang das Reh noch steht, gibt´s "nur" ein Konzert vom Feinsten, sodaß alle Rehe der Umgebung hören können, sie sollten jetzt besser nen Abgang machen *gg Aber wenn sich das Tier in Bewegung setzt, oder er zu lange beobachtend steht, dann reißt´s ihn derart, daß er sich nicht mehr halten kann, und los geht´s. Dann hilft nur noch der Abbruch.

    Ansonsten geh ich komplett konform mit gorgeous2000.

    Echtfelldummies verwende ich nicht, weil ich da etwas anders arbeite als Gröning - ich verbiete die Hinterherschnupperei komplett (sie nimmt glaub ich z.T. Echtspuren zum Hinterherschnüffeln, wenn der Hund gut vorsteht o.ä., statt loszurennen, wenn ich das richtig in Erinnerung hab nach dem Buch), weil das bei Bossi einfacher ist, als ihn dann noch zu bremsen, wenn der sich schon "high" geschnüffelt hat. Wildduft ist also komplett tabu bei uns, da werd ich ihm kein Echtfell hinlegen zum Spielen oder als Bestätigung, dann könnte er das Tabu nicht verstehen.

    Etwas, das toller ist, als das zu jagdende Tier in dem Moment, wirst Du eh nicht finden - außer, Du verwendest nen Stallhasen und hast den in der Tasche und kannst mit dem winken *hust.... (selbst das würde voraussetzen, daß Hundi in der Lage ist, sich zu Dir rumzudrehen, und das Teil erstmal entdeckt *gg)

    Und mit Spieli wedeln, birgt das Risiko, daß Du nen eh schon auf 180 hochgespulten Hund noch weiter pushst, und er deswegen erst recht losrennt - das würde ich, WENN überhaupt, nur machen, wenn er schon wieder an der Leine hängt. Aber für die Entspannung in dieser Situation wird das sicherlich nichts beitragen..... und Ziel in so ner Jagd-ichmöchtegerne-Situation ist doch eher, daß der Hund wieder runterkommt, und sich kontrollieren kann (oder zumindest läßt).

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    .....Nach der begleithundeprüfung vor 4 Jahren hat sich durch ein neues Familienleben mit Babys bzw. Kindern der Alltag eingeschlichen und dem Hund fehlen doch vielleicht ab und zu klare Signale meinerseits. Also arbeiten. ;)

    Schön, daß Du´s selbst erkennst *gg Meine Antwort wäre nämlich gewesen: er tut´s, weil Du es nicht unterbindest.... Woher soll er wissen, daß er das nicht tun soll, wenn Du bislang nicht daran gearbeitet hast, wenn er leichte Anzeichen (Grummeln) von Unwohlbefinden gezeigt hat in solchen Begegnungs-Situationen. Aber Du kriegst das bestimmt wieder hin - Wenn man schonmal die Ursache kennt, ist alles Andere ja nur ne Frage der Zeit und Übung! ;-)

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    ......Ich würde meinen Junghund, bei dem der Rückruf nicht zu 100 % erfolgt (auch wenn hier einige meinen, dass das nicht geht, bin ich anderer Meinung) niemals unangeleint auf einer Hundewiese laufen lasse,......

    Ja, wo um Himmels Willen denn dann? Genau dafür sind doch solche Wiesen da, damit man auch nen Hund, der sonst (noch) nicht 100% ig hört, mal frei laufen lassen kann, und weiß, es wird nichts passieren! Mit einem Hund, bei dem der Abruf funktioniert, kann ich problemlos auch durch den Park spazieren und weiß, daß nichts passieren wird.

    Und dasselbe gilt für läufige Hündinnen - vielleicht geht man mit einer Solchen auf die Freilaufwiese, weil man hofft, sie dort eher unter Kontrolle zu haben, als freilaufend im Wald o.ä.? Ich les hier überall, läufige Hündinnen gehören angeleint, wenn was passiert, wäre man selbst Schuld, weil sie frei lief - ich bin der Meinung, ein bißchen Erziehung reicht da (fast immer) schon, sodaß man die Hündin nicht zwangs-anleinen muß für 3 Wochen in jeder Läufigkeit. Meine Biene ist jetzt 7,5 Jahre, und ich war bislang durchaus in der Lage, evtl. Avancen gegenüber Fremdhunden zu unterbinden, und sie dann bei mir zu halten - auch auf bzw. neben der Freilaufwiese (die zufälligerweise im Gassigebiet ist). Ich bleib dabei, daß das Absicht gewesen sein muß.... ;-)

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    Hallo,

    also wenn man eine läufige Hündin in der Stehzeit frei laufen lässt, ist man irgendwie selbst Schuld wenn sie gedeckt wird oder legt es darauf an.......

    Oder weiß, daß selbige Hündin anständig erzogen ist! Wobei ich hier tatsächlich der Schilderung nach Absicht unterstellen würde....

    Aber es ist durchaus möglich und kein Kunststück, auch ne läufige Hündin im Freilauf in Anwesenheit von Rüden bei sich zu behalten.

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    ......Wie ich schon mal geschrieben habe, wenn der Hund z.B. aggressiv nach vorne geht bei Leinenbegegnungen, kann ich natürlich richtiges, ruhiges oder beschwichtigendes Alternativverhalten loben, aber wenn ich sein 'nach vorne gehen' nicht abbreche, ist das für den Hund oft beides lohnend.
    Nichts tun = Futter/Spiel/Zuneigung > super!
    Kläffen/bellen/verjagen = keine Reaktion ('Strafe')/aus der Situation gehen > selbst belohnend > auch super!

    Es gibt halt immer wieder Situationen die man eben nicht optimal meistern kann. Und da bin ich der Meinung braucht man eben auch mal ein Abbruchsignal um die Situation zu klären, um dann eine Alternative anzubieten und diese wieder zu verstärken :)

    Das kann ich nur bestätigen - wenn Frieda anfangs noch voll in die Leine ging, sobald ein freilaufender Hund uns von hinten überrascht hat (und ioch daher nicht rechtzeitig geblockt habe), dann war sie schlichtweg nicht mehr ansprechbar. Da half auch kein Abbruch, die war schlichtweg "weg" dann. Mit brüllen, kreischen, springen und umgehendem Panikdurchfall, so richtig wässerig. Erst, als ich längere Zeit alles mit 4 Füßen von ihr ferngehalten hatte (sodaß sie sah, ich war in der Lage, sie zu beschützen, und sich sicherer fühlte), war sie in der Lage, überhaupt mal auf ein Kommando zu hören bei Hundebegegnungen.

    Der Abbruch fand dann jeweils dadurch statt, daß ich sie einfach von oben am Geschirr gepackt und da rausgenommen habe (eigtl. ein positiver Abbruch, weil sie ja damit den benötigten Abstand bekommen hat), und ihr dann die Alternative genannt habe (bei uns ein Sitz). Dieser überraschende Abbruch hat sie dann meist so weit ansprechbar gemacht, daß sie zumindest kurz mal saß, auch wenn sie dann wieder aufsprang, weil hektisch und so - aber der Moment hat zumindest mal zum Bestätigen gereicht.

    Also Abbruch als Management-Maßnahme in einer unvorhergesehenen Situation - aber auch da nicht generell als Trainingsansatz, da war eine vorsichtige Annäherung auf erstmal größere Entfernungen mit Bestätigung durch mich sinnvoller.

    - Ruhe und Selbstbeherrschung, und über mich nachzudenken. Wenn der Hund (Bossi) bei nem wütenden Grummeln von mir (das sich auf das dumme Geschirr bezieht, das sich wieder mal -ohne mein Zutun- in der Spüle gestapelt hat *gg) sich unter der Eckbank versteckt, ist das ein ziemlich eindeutiger Zaunpfahl, meine Laune doch mal wieder zu überdenken. Und schon ist das Leben nur noch halb so nervig, und man weiß wieder, was wichtig ist - und der Abend ist gerettet, weil mein Versteck-Hund wieder zum Spülhund (neben meinen Beinen klebend und an mich gelehnt) mutiert.

    - Und: ich habe gelernt, daß man mit Humor und Geduld auch beim Hund fast immer weiter kommt als mit Böse-sein und ekligen Hilfsmitteln. Wenn ein Hund (Frieda) austickt, sobald ein anderer Hund sich nähert und Frauchen deswegen panisch wird, aber nach relativ kurzer Zeit ruhig sitzenbleiben kann, wenn man einfach souverän und ruhig bleibt, ist das ein guter Lerneffekt für Fraule ;-) find ich. Positive Verstärkung mal andersrum.

    - Und: Hunde nicht einfach als "dumme Befehlsempfänger" zu sehen, die halt funktionieren müssen, sondern als Lebewesen, die auch mal nen schlechten Tag haben dürfen, aufsässig sein dürfen, und die Konsequenz von Frauchen austesten dürfen (Biene - nicht etwa die Terrier.....). Über sowas ärgere ich mich heute nicht mehr, da lache ich inzwischen, und gehe mit einem "Hey, Du Kröte!" einfach weiter - und hab dann nen ebenfalls breit grinsenden Hund neben mir...

    - Ordnung in der Küche - Geschirr, das auf dem Tisch vergessen wird, gehört den Hunden (denken die zumindest)...

    - Und: Biotonnen sind überflüssig, habe ich gelernt. Alles, was eßbar ist, ist verwertbar..... Bei 3 Biotonnen auf 4 Füßen und 3 Sittichen, die auf Obst- und Gemüsereste stehen, bleibt der armen braunen Tonne nur noch der Hungertod (Apfelschalen, Paprika, Gurkenschalen, Karottenschalen, Obststückchen - alles wandert in die Viecherln).

    - Daß ich das tollste Spielzeug auf der ganzen Welt bin, dazu braucht´s keine Spielis mehr, wenn ich mitmache. Ob das Tricks sind, auf die Biene steht, oder ein Rennspiel mit Bossi, oder ein Durchknuddeln oder kurzes Gerangel (sie fängt immer meine Hand und kaut drauf rum) mit Frieda - geht alles ohne.... Bin glaub ich hier in der Gegend auch eine der wenigen Hundehalter, die nicht ständig und ausschließlich mit nem Pfund Leckerli in der Tasche rumrennen. Manchmal, klar - wenn ich grad lustig bin oder den Rückruf-Pfiff auffrischen möchte, aber in der Regel eher nicht. Denn die beste Bestätigung (das "Frauchen-Spieli") ist ja dabei.

    - authentisch zu sein - wenn ich tue, als wäre ich sauer, fordern mich meine Hunde bestenfalls zum Spielen auf, aber daß ich sauer bin, nehmen die mir dann einfach net ab. Dann lieber offen und ehrlich lachen, wenn sie nen Schabernack getrieben haben, und hinterher aber sagen, was Sache ist ("Du bist ne Kröte - gib´s mir her", wenn der Hund was genommen hat, das ihn nix angeht und mit dem er aber lustig aussieht, wie ers grad rumträgt). Dazu zählt auch, sich ehrlich zu freuen, wenn der Hund was gut gemacht hat. Ein gelangweiltes "is gut" ist halt kein Lob für den Hund. Da muß dann zumindest schon der Tonfall dazupassen: ein "guuuut!" oder "feeeeeine(r)" voller Überzeugung - darf gern ruhig sein, aber halt überzeugend.

    - Decken auf dem Sofa zusammenzulegen: Decken (bes. Fleecedecken) gehören nämlich bei uns normalerweise dem Hund. Wo Fleecedecke, da darf Hund hin, so ungefähr. Ich hab nur eine einzige Kuscheldecke nur für mich - aber wenn die aufm Sofa liegenbleibt, gehört sie nach spätestens 5 Minuten Bossi *gg (die is weiß und (meist) haarlos......*ähemmmmm)

    - Das Wichtigste: ein gutes Stück Menschenkenntnis. Es ist wirklich erstaunlich, was man über andere Menschen erfährt, wenn man einfach nur beobachtet, wie sie sich verhalten im Umgang mit einem Tier.... Ist es eher "bäh", wird man gebeten, es daheim zu lassen, oder akzeptieren die Leute es wie selbstverständlich oder können sie einfach nix mit anfangen (das sagt dann natürlich auch nicht viel aus, wenn sie´s einfach nicht kennen), wie reagieren sie auf Deinen Umgang mit dem Tier (der Typ Besserwisser outet sich da gerne, à la "also, da würd ich ja mal dazwischenhauen", weil einer erst fertigpieselt, bevor er kommt o.ä.). Neulich hab ich z.B. mal wieder die zwei "Großen" (Frieda ist an dieser Stelle mal "die Kleine", weil sie zuletzt dazukam *gg - die war an dem Tag daheim) dabei gehabt in der Arbeit. Wenn ich mit einem Bekannten Mittagessen gehe und nehm die mit, der kann damit einfach nix anfangen, fragt aber schonmal ("dürfen die Pommes essen?" *gg) was über sie. Ein Anderer sieht mich mit dem Hund, und sagt:"Ach, hast heute Gesellschaft mitgebracht?" und begrüßt erstmal beide, während wir dann zum Essen lostigern, als hätte er die beiden gestern zuletzt gesehen - obwohls gar nicht mal so ein Tiernarr ist. Andere wiederum reagieren dann mit "kannst die nicht im Büro lassen?" (nachdem sie dort schon 4 Stunden brav dösend verbracht hatten und jetzt vielleicht doch mal "müssen") - das sind dann die, mit denen ich eben NICHT mehr Mittagessen gehe *gg

    Gibt ja auch genug Leute, die angesichts eines Hundes sagen "der macht doch bloß Dreck und kostet Geld" oder ähnliche Klugheiten - wer so ne Einstellung einem Lebewesen gegenüber zeigt, hat für mich (dezent ausgedrückt) noch nicht so ganz die Prioritäten im Leben entdeckt (wenn Schmutz und Geld wichtiger sind als ein fröhlich springender Hund, der täglich aufs Neue Freude bereitet)... Solche filtere ich dann gern mal aus in meinem privaten Umfeld - denn die werden mich nie verstehen...

    Insofern lernt man über den Hund schon auch andere Menschen ein wenig näher kennen, finde ich.

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    Tja, so arbeiten noch viele Trainer. Dass es unnötig ist, beweisen die anderen.

    Hab den Rest noch net gelesen, vielleicht kommts noch - aber: wie willst Du sonst mit dem Hund an einer Situation arbeiten, wenn Du nicht in die Situation gehst? ;-)

    Klar - wenn ein Hund aggressiv auf Andere reagiert, geh ich net und zwing den in die Hundehütte zu dem anderen mit rein :headbash:

    Aber auch mit Langsam-dran-Gewöhnen auf Abstand oder Schönfüttern o.ä. muß ich den Hund zumindest in die Situation bringen, in der er den anderen Hund wahrnimmt, damit ich ihn dann loben kann für´s "noch-ruhig-bleiben" oder gucken (beim C&B) oder der Hund den Anderen mit dem Schönfüttern oder Markern verknüpfen kann - oder? Insofern finde ich die Aussage schon richtig, daß man die Situation braucht, um daran arbeiten zu können. Klar - vielleicht mit Vorarbeit (z.B. positiven Marker vorher antrainieren oder ein Entspannungssignal o.ä.) und mit noch-halbwegs-Wohlfühl-Abstand, aber irgendwann muß man in die Situation gehen.

    Ich finde, das hört sich doch gut an - festschnüffeln passiert schonmal. Und wenn der Hund grad Pipi macht und ich seh das, rufe ich ihn gar nicht erst. Kann ja nicht sein, daß der Arme mittendrin aufhören muß, nur weil ich will, daß er springt, wenn ich mit den Fingern schnipse.

    Für mich muß der Hund (abseits vom Jagen) so gut hören, daß ich ihn frei laufenlassen kann, und dabei weiß, er wird nicht irgendwo so losdüsen, daß er vors Auto kommt, oder daß ich ihn abrufen kann, wenn er zu anderen Hunden hinrennen möchte, aus dem Spiel abrufen kann etc. Schon anspruchsvoll, klar, das geht nicht alles mit 3 Monaten. Aber das kommt mit der Zeit schon, und wenns nicht klappen würde, würd ich die Kröten nicht laufen lassen.

    Frieda hört derzeit z.B. total sporadisch, ich hab den Verdacht, daß sie jetzt auch noch schlecht hört. Daher läuft die nur noch an der Flexi. Muß ich halt mal ein Stückerl rennen, wenn sie kurz übermütig ist, aber mit ihren etwa 13 Jahren hält sich da die Anforderung an meine Kondition in Grenzen *gg

    Achja - das von Labraddora erwähnte "Gummibandkommando" (das Wort find ich süß) gibt´s hier auch - ebenfalls das Komm. Ansonsten gibt´s HIER oder nen Doppelpfiff. Darauf hat der Hund sich umgehend umzudrehen. Macht er auch. Wenn nicht, ist halt mal wieder ne Runde Auffrischen mit Spiel und Bestätigungen etc. angesagt.

    Wir haben den Hund einer Freundin (Goldie) mal im Garten abgeduscht und einshampooniert (der brauchte das Shampoo für die Haut grad).

    Ich hab den Kerle gehalten am Halsband, und meine Freundin kam mit dem Gartenschlauch, der an den warmen Wasserhahn im Haus angeschlossen worden war. Beim Shamponieren schön durchgewalkt, das gefielt ihm, und als Retriever fand der Wasser eh gut - ob das was für Euch wäre, kann ich natürlich net sagen (evtl. Garten bei Freunden, wenns kein eigener ist).

    So hat man zumindest kein Geschiß mit Hund heben-müssen und will er oder will er nicht - der hat einfach zu stehen, wird ganz ruhig von einem gehalten und durchgewuschelt vom Anderen mit dem Shampoo, so hat derjenige dann auch beide Hände frei.