Daß das kurze Alleinbleiben noch nicht so gut klappt, liegt wahrscheinlich schlichtweg daran, daß sie dann bewußt merkt, daß jemand weggeht. Solange sie einfach draußen ist, weil es ihr so gefällt, bemerkt sie ja noch lange nicht, daß Du das Haus verläßt für eineinhalb Stunden oder so - wenn sie´s dann aber mal bemerken sollten, hast Du Spaß..... ;-( Daß sie lange alleinbleiben kann, und kurz nicht, halte ich für ein Gerücht, das kann nicht sein.
Insofern weißt Du ja jetzt, was Du nun üben kannst: ganz gezielt mal ein paar Minuten in die Küche sperren, wenn Du auf dem Sofa liegst, oder kurz raus in den Garten, Türe zu, und dann wieder reinholen, wenn sie kurz ruhig blieb - notfalls angefangen von ein paar Sekunden. Das Ganze steigern bis zu der Zeitdauer, die sie dann später wird alleinbleiben müssen. So hab ich das mit Biene damals auch gemacht - die kam in ihre Küche, anfangs blieb die Türe auf, bzw. konnte ich durch die Durchreiche mich melden, wenn sie sich bemerkbar machte, aber nur so hat sie gelernt, daß es vormittags schlichtweg keine Action gibt, und nicht-schlafen sich in der Zeit nicht lohnt.
Wenn der Hund noch Probleme mit dem Alleinsein hat (logisch in dem Alter), ist das jetzt die beste Zeit und DIE Chance, das Schritt für Schritt zu lernen!
Nen Welpen in dem Alter würde ich allerdings nicht so lange alleinlassen, auch wenn er das selbst entscheidet, draußen zu bleiben. Spätestens, wenn dem mal langweilig ist draußen, und Du nicht da bist, vertreibt der sich evtl. die Zeit mit Passanten-Verbellen oder Vögel-Jagen, Löcher-buddeln oder ähnlichem Unsinn, weil er gelernt hat, er kann da draußen mangels Beobachtung walten und schalten, wie er möchte, das ist "sein" Reich. Und wie willst Du ihm verklickern, daß er normalerweise tun soll, was Du möchtest, wenn er draußen immer selbst entscheiden kann, was er gerade tun möchte? Damit erschwerst Du Dir wahrscheinlich selbst die Erziehung, könnte ich mir vorstellen.