Beiträge von BieBoss

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    Und - ehrlich gesagt kann ich nachvollziehen, warum unsere Trainer uns das raten. Ist ja nicht so, dass ich nix ausprobiert hätte. Über Monate Dinge ausprobiert... aber bei einem weder verfressenen noch verspielten Hund, der eigentlich immer nur Angst hat, ist es echt schwierig, Alternativen zu finden.......

    Ja, ich auch - weil sie nicht weiterwissen.... Aber dann sollen sie´s auch zugeben, und Dir keine Anleitung geben, die den hund dann noch mehr versa..t.....


    Was will der Hund: Sicherheit. Was probierst Du aus: Futter und Spieli. Merkst was? Gib ihm doch, was er braucht, dann wird er in der Lage sein, sich in den Griff zu kriegen. Weil er merkt, Du machst das schon.

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    Das mit anderen Menschen würd ich organsisieren. Hol dir paar Leute aus dem Bekanntenkreis, und die bekommen alle Wurststückchen in die Jackentaschen. Und dann übt ihr das Vorbeigehen. Erstmal natürlich mit viiiel Abstand, und erst näher gehen, wenn das klappt. Und die anderen sollen den Hund erstmal dann weder angucken, ansprechen, noch anfassen. Einfach gerade aus gucken. Und hin und wieder ein Leckerli fallen lassen, und dann kannst du ja auch ganz begeistert sagen "Ja guck mal schnell was ist denn da feines ???" ....weißt du wie ich mein? ...

    DAS würd ich mit nem unsicheren Hund lieber nicht machen - nichts, was dem Hund andere Menschen interessant erscheinen läßt. Dann lieber Unterordnung (Fuß) als Alternative geben und mit ihm weitergehen und fordern, daß er anständig mitläuft, und zwar auf der dem "Feind" abgewandten Seite, sodaß Du als Halter dem Hund Sicherheit gibst. Ich glaube, Du willst nicht wirklich, daß ein Schäfi(mix) anfängt, andere Leute interessant zu finden..... Sonst hast bald das nächste Problem, daß der Hund Dich zu jedem hinzieht, in der Erwartung, es könnte ein Leckerli fallen...... *gg (und dann erzählen Dir alle im Forum, Du wärst selbst Schuld, weil Du´s ihr beigebracht hast....)

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    Meine Fragen:

    Was habt ihr bezahlt (Erstuntersuchung, anschließende Behandlungen)?
    Hat es was gebracht?

    Ich muss ja zugeben, ich traue dem Braten irgendwie nicht so richtig und muss vielleicht noch überzeugt werden, dass Physio und Osteo wirklich langfristig Erfolg bringen? Für die Erstuntersuchung soll ich jetzt 95 Euro zahlen. Für die weitere Behandlung (35 Minuten) 45-55.

    Erfahrungsberichte würden mich auch interessieren.

    Also, ich kenn Osteopathie nur von der Anwendung an mir selbst her - einfach klasse, was die mit ein paar Handgriffen bewirken können! Meist braucht´s 2, höächstens 3 Termine, und alles ist wieder im Lot. Ich hatte damals Rückenprobleme, konnte nicht laufen, stehen, liegen, sitzen - alles hat wehgetan, ich lag zeitweise heulend am Boden vor Schmerzen. Arzt immer nur mit Cortison gespritzt, hat er aber auch dazugesagt, das behebt die Ursache nicht, ist nur Rumdoktern am Symptom - daher bin ich dann zur Osteopathin. Die hat mich angeguckt von hinten, kurz Rücken gefühlt, und gesagt, was kaputt war. Dann 2 Termine zum Behandeln gehabt, und gut war´s - ich hab seitdem (ist schon Jahre her) nie wieder solche Rückenprobleme gehabt. Klar, bisserl ZIepen ab und an, der Verschleiß läßt sich ja nicht ungeschehen machen, aber solche Schmerzen oder Bewegungsunfähigkeit hatte ich nie wieder.

    Gezahlt hatte ich fürs erste mal incl. Anamnese (gesamt 60 Min.) 40 Euro, danach (nur Behandlungen) 30 Euro die Stunde... Kommt sicherlich auf die Erfahrung der Person an, was man zahlt, ob derjenige schon nen Namen hat etc., aber auch auf die gegend - ein Osteopath in den Innenstadt hat sicherlich mehr Kosten als einer, der im eigenen (abgezahlten) Häuschen auf dem Land praktiziert.

    Aber die von Dir genannten Preise erscheinen mir doch etwas sehr hoch gegriffen......

    Du mußt halt einfach schneller sein als er. Wenn jemand kommt, den er interessant finden könnte, einfach "dableiben!" oder "Komm mit!" (dazu leicht beschleunigen, sodaß er mit Dir bzw. Hinterherkommen zu tun hat und damit keine zeit für die Leute hat) sowas als Kommando geben, oder kurz Fuß gehen lassen (wenn ers schon kann). Jedenfalls irgendwas, das die anderen Leute nicht noch interessanter macht - Absitzen z.B. find ich doof, weil das den fremden Menschen so viel Bedeutung gibt, wie soll er da verstehen, daß die unwichtig sind, wenn Du ihm mit Absitzen die Zeit gibst, die auch noch zu fixieren.

    Mußt halt momentan sehr aufpassen, daß er nicht zu seinem Ziel kommt, mit den Leuten Kontakt aufnehmen zu können, ohne daß Du das erlaubt hast. ich hab für diesen Zweck ein Freigabekommando eingeführt - der Hund darf hin, wenn ich ihn freigebe, ansonsten hat er dazubleiben. Sodaß er nach der Weile gelernt hat, erst mal "Rücksprache" zu halten, bevor er auf die Leute losstürmt. Wenn ers eigenmächtig schafft, und dann auch noch ein quietschendes "Ach Du bist ja sooo ein süßer!" dafür erntet oder ein Streicheln der Passanten, kriegst das nämlich nie mehr raus, weil das ja dann auch noch ne Bestätigung für das Hinrennen ist.

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    Auf dem Video wird der Hund zur Verlorensuche geschickt. Das dürfte dem, was du suchst recht nahe kommen - ....

    Aber auch da besteht wieder das Risiko, weil ich den Hund gezielt zum Stöbern ins Gebüsch schicke, und er damit über die nächsbeste frische Spur stolpern könnte, und schon hab ich keine Kontrolle mehr-wäre aus diesem Grund nicht mein Ansatz. Kann nix Blöderes passieren, als daß ich bei der Verlorensuche den Hund dann am Ende geradewegs auf ne Spur hinschicke *gg

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    ........Wir also tiefer ins Unterholz und plötzlich sieht Madame irgendwas jagbares und kriegt einen gepfefferten, völlig unkontrollierten Triebausbruch mit Geschrei, als würde man sie abstechen und wilden Ausbruchversuchen, so dass ich einfach nur noch mit aller Kraft die Schleppi festhalten konnte, bis sie ein bisschen ruhiger wurde.
    Da bin ich dann nach Hause gegangen. ...

    Wenn Dir das nochmal passiert: setz Dich mit dem Hund an genau der Stelle hin, bis er sich beruhigt hat! Und wenns 3 Stunden dauert...... So lernt der Hund, sich angesichts von Wild selbst runterzufahren (ohne Kommandos oder Einflußnahme von Dir, ganz wichtig! Einzig ein PLATZ würde ich geben, weil sie sonst wahrscheinlich rumtigern würde).

    Wenn Du so hochgedreht aus der Situation rausgehst, wird sie Dir beim nächsten Wildanblick sofort wieder in genau dieser Stimmung sein - auf 180!

    Wild ist laaaaaangweilig, es passiert schlichtweg mal 2 Stunden gaaar nix, wenn man Wild gesehen hat..... Boah, wie ätzend..... Bossi hat beim ersten Mal geschlagene 27 Minuten gebraucht (Gott, man glaubt gar net, wie lang 27 Minuten sein können!), ich war erstaunt, hätte mit mehr Zeit gerechnet.... *gg
    Anschließend stand er auf, schüttelte sich (den Streß ab!) und zeigte mir damit deutlich, daß er jetzt wieder ansprechbar war - und ging völlig entspannt mit mir nach Hause. Wahnsinn, hätt ich nie gedacht! Man darf nur nicht den Fehler machen, ein hibbeliges Aufspringen als "habe fertig" zu interpretieren, könnte nen Rückfall geben. Lieber einmal länger dageblieben als unbedingt nötig, als zu früh wieder aus der Situation gehen, während noch Spannung im Hund ist, das wär ein Schuß ins eigene Knie..... ;-)

    Vorteilhaft ist es, sowas gezielt zu üben, weil man dann nicht in Zeitnot kommt, früh vor der Arbeit oder so wäre da fatal (man strahlt nicht wirklich Ruhe aus, wenn man weiß, man ist schon (fast) zu spät dran *gg). Dann lieber dort gehen, wo man Wild eher nicht trifft, und sich dann abends öfter mal Zeit nehmen, und passende gegenden entsprechend nutzen.

    [quote="Shiro"]Hunde brauchen 7000 erfolgreiche Wiederholungen in verschiedenen Situationen, bis Verhalten als sicher etabliert gilt. Also beim 21- Mal herumstrafen kann kontraproduktiv sein.

    Das kommt drauf an, welches Verhalten - müßte ich ein Abbruchsignal 7000 trainieren, bis es wirklich sitzt, ich würd mich erschießen! Bis dahin ist der Hund schon unter der Erde.... ;-)

    In alltäglichen Situationen mit nicht übermäßig viel Ablenkung sollte ein Kommando schon schneller sitzen. Klar, die Erfolgsrate nimmt mit zunehmender Übung und Generalisierung zu - aber verstehen, um was es geht, sollte Hundi schon schneller. Sitz heißt Poppers auf den Boden. Daß das auch draußen, im Auto und sonstwo gilt, klar - das dauert, das zu generalisieren.

    Man sagte früher auch, man müsse Lateinvokabeln 7000 mal lernen, bis sie wirklich sitzen. Hab ich NIE im Leben! Trotzdem war ich meiner Tochter in ihrer Schulzeit (nach 20 Jahren aus der Schule und seither nie wieder damit beschäftigen, ich schwör´s!) immer noch ein wandelndes Lexikon.....Zu ihrer riesigen Verblüffung..... *gg

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    Oder meinst du, wenn ein Verhalten deines Hundes dich sauer macht, dann gibst du das an den Hund weiter und nennst es "authentisch sein"?

    Auch das ist kein Training. Das ist "Laune an anderen auslassen"....

    Das ist keine Laune, das ist das direkte Feedback auf sein Verhalten.

    Der Hund kriegt lediglich durch ein lautes "Hey!" oder nen Stupser oder was auch immer ein umgehendes Feedback: "So nicht, hier spielt die Musik". Wie soll er sonst wissen, was er tun soll? Klar, man trainiert das gewünschte Verhalten natürlich positiv auf. Aber wenn er weiß, was er tun soll, verhält sich aber falsch, darf er das auch gerne erfahren von mir. Irgendwie muß ich den wieder aufnahmebereit kriegen.

    Es gibt nunmal Situationen, in denen der Hund, dem ich was beibringe, das einfach noch nicht kann - Engstellen mit leinenaggressiven Hunden z.B., da hilft halt nur noch Management, ihn da rauszukriegen. Klar, wenn man natürlich perfekt und so umsichtig ist, auch in fremder Umgebung überall sich perfekt verhalten, alles vorhersehen und Alternativverhalten abfragen zu können, braucht´s das natürlich nicht... Sagt ja keiner, daß sowas ein Trainingsansatz ist - aber vielleicht eine durchaus adäquate Reaktion in einer unvorhergesehenen Situation, um den Hund wieder in den Griff zu kriegen, die Hundi auch versteht, oh Wunder...

    Ich denke, das ist auch mit dem Vergleich mit hundlichem Verhalten (irgendwo auf den vorherigen Seiten) untereinander gemeint. Nein, die Hunde führen sich nicht gegenseitig an der Leine -aber sie geben direktes Feedback, wenn ihnen was nicht paßt, unabhängig von der Situation, in der sie grad stehen. Die schreiben keinen Roman, die warten auch nicht ab, bis der andere Hund abläßt von seinem in ihren Augen unangemessenen Tun, um ihn dann mit nem Schwanzwedeln zu bestätigen, sondern die sagen "Das paßt mir jetzt und so nicht, benimm Dich", und fertig. Und siehe da - der gegenüberstehende Hund begreift´s. Hunde schreiben nunmal keine Romane oder denken sich aus, wie sie das dem Gegenüber nun positiv rüberbringen können *gg

    Und in der beschriebenen Situation mit dem Wasserspritzer scheint´s ja funktioniert zu haben: der Hund hörte auf zu bellen, er saß anschließend da, war aufmerksam und aufnahmebereit, und zeigte ein Alternativverhalten (offenbar bereits bekannt, sonst hätt ers nicht zeigen können, die Halterin arbeitet also schon dran!), das vom Halter bestätigt werden konnte. Hund war also nicht verängstigt oder so. Solch eine (Management-)Maßnahme (nicht Trainingsansatz! Da würd ich mit Begegnungen auf Entfernung anfangen zu arbeiten o.ä.) ist in meinen Augen nicht übertrieben, wenn der Hund dadurch echt nur wieder aufnahmebereit für weitere Kommandos wird, sodaß man ihm zeigen kann, welches Verhalten gewünscht wird. Solange der Hund auf 180 am Bellen ist, brauch ich keine Kommandos zu plärren, die nimmt er doch gar nicht wahr in dem Moment. Ihn keifend vorbeizuzerren macht die Situation für ihn ja auch nicht angenehmer, und umdrehen/ausweichen etc. geht grad net. Also: Stupser, Wasserspritzer o.ä. - und der dreht sich rum "Häh - is was?", und das ist der Moment, in dem ich ihm die Alternative sagen kann. Ich würd sagen, das ist nichtmal erschrecken, sondern Aufmerksamkeit auf sich lenken.

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    Mir ist es manchmal auch schleierhaft, wie man gewisse Dinge rein über positive Bestärkung erziehen soll. Wenn ich nicht will, dass mein Hund in der Küche ist und er läuft trotzdem rein, sage ich in "bösem" Ton "Raus aus der Küche", bis er draußen ist. Dann gibt es ein Lob. Und wenn er völlig beratungsresistent ist, kommt auch schon mal ein "HEY!".

    Wie macht man das nur positiv? :???:

    Ganz einfach: Hund im Auge behalten, sobald er in Richtung Eingang geht, STOP-Signal, und dann bestätigen, wenn er stehenbleibt ;-) Geht er weiter, kannst immer noch blocken. Aber mit dem richtigen Timing müßte das so klappen...
    Oder, wenn er schon drin ist, RAUS trainieren, indem man RAUS dazu sagt und ein Leckerli aus der Küche rauswirft. Dann ist es kein "Rausschmiß", sondern ein positiv besetztes Kommando, das Du bestätigen kannst.

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    ...Wenn ich Hund wäre, würde ich da auch nicht kommen, wenn man doch Angst haben muß, daß einem gleich das Klimperzeug entgegenfliegt.....

    Ne, das mußt Du richtig sehen - das Klappern ist die Drohung, daß das Ding gleich fliegt, wenn der Hund net sofort angaloppiert..... *gg