Beiträge von BieBoss

    Zitat

    Ach und übrigens... Ich bekomme hier Tonnenweise Privatnachrichten von Menschen die das gleiche durchgemacht haben und die mir ein Haustier dringend empfehlen bzw mir sagen "das würde dir sicher helfen". Und an Menschen mit Erfahrung und Einfühlungsvermögen werde ich mich auch halten.

    Es tut mir sehr Leid, dass ich mich oben im Ton vergriffen habe, ich kann den Beitrag nicht mehr editieren, aber an der Entscheidung von Jessica83 nichts mehr zu lesen halte ich fest. Ich lasse mich von genug Leuten verletzen da muss das nicht noch in einem Internetforum so sein.


    Hallo, EinBick, ich nochmal :-)

    Ich kann gut verstehen, daß Dich das posting von Jessica enttäuscht, man hätte das Ganze auch etwas diplomatischer ausdrücken können.... :-) Aber letztlich hat sie nur das etwas deutlicher ausgedrückt, was ich schon an Bedenken rüberzubringen versucht habe.... Ich glaube nicht, daß das böse gemeint war, sondern einfach nur im Sinne des anzuschaffenden Hundes - wir sind hier in einem Hundeforum, und "Hundler" sehen die Situation vielleicht mit einem anderen Schwerpunkt als ein Kranker, der den Hund als Hilfe in seiner Situation empfindet.

    Du mußt bei der Bewertung der Postings eines berücksichtigen: die Dir solche Tips gaben, das sind alles Leute, die danach urteilen, wie es IHNEN mit dem Hund erging in ihrer Krankheit. Was Du hier aber im Forum eher sehen wirst, das sind Leute, denen es UM DEN HUND geht, nicht um Dich selbst. Und daher kommen eben gewisse Zweifel, ob die Anschaffung eines Hundes FÜR DIESEN in der Situation wirklich optimal ist, wie Du Dir das vorstellst, am Anfang der Behandlung ganz besonders, klar. Den Menschen geht es um den Hund, der dann mit der Situation wird leben müssen, wenn Du die Entscheidung dazu triffst. Der kann sich dagegen nicht wehren, der leidet im Zweifelsfalle einfach nur mit.

    Wenn Du hier im Forum allgemein Anfragen von Leuten liest, die sich einen Hund anschaffen wollen, kommt meist alles, was gegen die Anschaffung spricht, aufs Tapet - die Zeit, die derjeinige zu haben glaubt, die Finanzen, die Familie, die Zukunftsplanung, der Hundesitter etc. etc. - obwohl die Situation des Anfragenden oft auf den ersten Blick optimal scheint.

    Und wenn dann eben jemand kommt, dessen Zukunft wie in Deinem Fall in keinster Weise gesichert scheint (ich schreibe bewußt scheint, denn keine(r) von uns kennt mehr von Deiner Lage als das, was Du schreibst hier, ganz klar :-) ) - daß da dann kritische Kommentare dabei sind, sollte Dich nicht wundern.... Nimms als das, was es ist - ein Aufzählen von Risiken, die Du minimieren kannst, indem Du darüber nachdenkst und ehrlich zu Dir selbst bist bei der Einschätzung Deiner/Eurer Situation. Im Übrigen wolltest Du ja Argumente für und gegen die Anschaffung, sonst hättest Du ja nicht nachgefragt, oder? Also - nicht gekränkt sein, wenn die Antworten zum Teil nicht ganz Deinen Wünschen entsprechen *gg Die sind einfach nur ehrlich.

    Die Entscheidung mußt letztlich immer Du selbst treffen, und auch damit leben. Und natürlich Deine Mutter, die sich vielleicht eh schon schwer tut (entnehme ich zumindest ihrem von Dir zitierten Kommentar - wenn ich ehrlich bin, kann ich den zumindest ein bißchen nachvollziehen.....) und sich sicherlich auch Sorgen um Dich und Deine Zukunft macht, die sich dann noch zusätzlich um den Hund kümmern müssen könnte, wenn Du mal in ein "Loch" fallen würdest, aus welchem Grund auch immer (ich kenne die Krankheit nicht aus eigener Anschauung, kann mir aber vorstellen, daß eine Heilung nicht immer gleichmäßig bergauf geht, sondern es auch mal Rückschläge und schwierigere Zeiten gibt, gerade bei so langwierigem Heilungsverlauf wie hier von einigen geschildert).

    Ich drück Dir die Daumen und wünsche Dir ganz viel Erfolg bei Deiner weiteren Behandlung, und hoffe, daß Du die für Dich richtige Entscheidung finden kannst! :-)

    ...und um auch noch was Konstruktives zum Gespräch beizutragen: ich bin ein bißchen zwiegespalten.

    Einerseits kann ich den Wunsch, mit Hilfe eines Tiers da herauszufinden, gut nachvollziehen, und mir geht es selbst so, daß wenn ich gerade "Problemchen wälze", ich nach einer Runde mit den Hunden wesentlich entspannter bin, und auch trotzdem wieder lachen kann, weil garantiert einer von denen irgendeinen Unsinn gemacht hat, über den ich lachen muß, oder einfach ansteckend fröhlich ist (dafür kann ich übrigens die Terrier sehr empfehlen *gg).

    Andererseits würde ich aber auch empfehlen, sich erstmal einen geregelten Tagesablauf anzugewöhnen und zu sehen, wo das Leben einen hinführt, bevor man die Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernimmt, das eben so tagtäglich seine Ansprüche hat, auch wenns einem gerade schlecht geht.

    Ich hab mit solchen Therapien (zum Glück) keinerlei Erfahrungen, aber wenn Du von bislang 5 Sitzungen schreibst, erweckt mir das den Eindruck, als wärst Du erstmal ganz am Anfang einer Therapie? Das wäre in meinen Augen sicherlich noch nicht der richtige Zeitpunkt für eine Anschaffung.

    Ansonsten: was Du Dir an Gedanken machst, spricht generell schon dafür, daß ein Hund gut bei Dir aufgehoben wäre, Du mußt halt nur selbst abschätzen können, ob das für Dich jetzt schon der richtige Zeitpunkt ist, bzw. wann dieser gekommen ist, und ob es Dir dann tatsächlich auch auf Dauer besser gehen wird, oder die Gefahr besteht, wieder in die Depressionen zurückzufallen. Ein Hund braucht die Zuwendung nämlich immer, egal, ob Herrchen sich grad aufraffen kann oder nicht, und es darf halt nicht die Gefahr bestehen, daß er im Falle eines Rückfalls leidet, sprich, da sehe ich Dich noch mehr als sonstige Hundehalter "in der Pflicht", Dir Plan B, C und D zu überlegen, was passiert, wenn Du mal wirklich nicht mit dem Hund raus kannst - sprich, verläßliche Sitter zuverlässig an der Hand zu haben (nicht ein "Naja, der XY wird dann schonmal mit dem Hund gehen" oder so, denn das kann klappen, muß aber nicht, und schon gar nicht, wenns ne längere Depessive Phase ist. MAL aushelfen tut jeder bestimmt gern, aber auf Dauer halt doch net immer.).

    Und: ich weiß halt nicht, ob der Zeitpunkt optimal ist, wenn Du noch nicht mal weißt, was Du machen willst: Studium oder Ausbildung. Gerade in einer Ausbildung muß man dann doch gleich mal 8 Stunden in der Arbeit sein, und das direkt nach ner Hunde-Anschaffung vielleicht etwas unglücklich. Du kannst in keinster Weise absehen, was Du später mal machen wirst, also auch nicht beurteilen, wie wahrscheinlich es ist, genügend Zeit für den Hund zu haben, ihn ins Büro mitnehmen zu können etc. Ist halt alles ein bisserl unsicher. Kein Hinderungsgrund notwendigerweise, aber man muß sich dessen bewußt sein, und entsprechende Alternativen an der Hand haben. Und wenns nur ist, daß man sagt, man hätte notfalls immer mindestens 400,- € pro Monat für nen Vollzeithundesitter übrig. Der kostet nämlich......

    Du könntest Dir zur ersten Information erstmal auf der Homepage des VDH gewünschte Rassen ansehen, oder über die Sites verschiedener Rassen (Rasseclubs wie der Terrier-Club o.ä.). Da stehen schon immer schöne Rassebeschreibungen drin, genauso auf Züchter-Seiten, und so könntest Du Dir ein erstes Bild über die Ansprüche der jeweiligen Rassen machen, und dann die in Frage kommenden genauer unter die Lupe nehmen, Züchter besuchen, um sie live zu sehen etc. Und die Idee mit dem Tierheim, um Regelmäßigkeit in den Tagesablauf reinzubringen bzw. ständiges Gassigehen auszutesten, finde ich auch gut :-)

    Zitat

    diese rasseanfragen hier machen mich immer wieder ratlos.
    auf der einen seite haben die leute ganz genaue wünsche , auf der anderen seite so überhaupt keine ahnung - und
    auch nicht den willen sich etwas anzueignen - von hunden........

    Hm - ganz ehrlich? Vor der Anschaffung meines ersten Hundes hatte ich wesentlich weniger Ahnung, die hab ich nämlich schlichtweg nach Aussehen und Größe ausgesucht.....

    Da ist jemand, der sich danach erkundigt, welcher Hund zu ihm passen würde, doch schon ein wesentlicher
    Fortschritt, find ich, und derjenige schon ein ganzes Stück weiter als ich damals war..... :-)

    Naja, ok - ich war auch bereit, mit dem zu arbeiten, was ich bekommen habe, aber als "DIE" richtige Vorgehensweise würd ich das jetzt nicht propagieren für nen Hundekauf, gerade beim Einsteiger.

    Ich würd die Dinger einfach vor die Wohnungstüre stellen udn fertig. Dann hast sie bereitstehen, wenn Du sie häufig brauchst, aber nicht in Hundereichweite, weil die Tür dazwischen ist :-)

    Zitat

    ....
    Weil das meine Ersthündin extrem verunsichert. Bis sie Ohren anlegt, Rute einzieht und Fuß geht weil sie nicht weiß was sie den falsch macht. Obwohl sie nicht gemeint ist.


    DAnn üb halt ein Warte-Signal mit ihr ein, dann weiß sie, was sie zu tun hat und wird nicht verunsichert. Sobald die Jüngere zieht, gibst der Älteren das WARTE-Signal, zeigst Handzeichen dazu, und gehst mit der Jüngeren los Richtung wechseln. Dabei kannst notfalls noch der Älteren ein Leckerli zuwerfen, wenn Du an ihr vorbeikommst.

    Zitat

    ....Und wenn sie frei läuft hilft es mir nichts mit der anderen "ein paar Minuten zu üben", danach zieht sie ja wieder wie ein Ochse. Ich müsste den ganzen Spaziergang an ihr dran bleiben. Wo wir aber auch wieder dabei sind, dass ich nicht weiß wie ich das mit einer längeren Leine anstelle. Abgesehen davon, dass meine andere ständig angelaufen kommt weil sie glaubt sie kann auch was abhaben, auch spielen und Aufmerksamkeit will. Sie ist eben ein Sensibelchen und ganz ein anderer Charakter als die Junge...

    Macht doch nix - ein paar wenige Minuten Konzentration, mehr willst Du doch (zunächst) gar nicht und kannst es auch nicht fordern. Der Hund muß doch erstmal lernen, was er überhaupt tun soll, die Zeitdauer des "ordentlich laufen" kannst dann später ausdehnen. Von nix auf 100 is nicht, Abitur in der ersten Klasse auch net. Das braucht schon a weng. Dann kannst noch ein Freigabe-Signal einführen, daß Du bei Übungsende gibst, sodaß der Hund merkt, ab jetzt ist wieder Spaß angesagt, und er braucht nicht mehr ordentlich zu laufen. So kann er deutlich Übungssituation von Gassi unterscheiden, und Du kannst nach und nach die Übungssituationen immer wieder mal ein wenig verlängern, bis der Hund dann irgendwann mal nur noh anständig am Halsband läuft.

    Und meine Hunde können schon deutlich unterscheiden, wenn ich gerade mit einem spiele, und dem Anderen signalisiere, daß jetzt gerade nicht seine Zeit ist - auch ohne Meideverhalten o.ä. zu erzeugen. Das kann man auch freundlich erklären/klarstellen. Kann es sein, daß Du mit dem Sensibelchen auch ne Zeitlang etwas zu hart umgegangen bist, wenn die jetzt dauernd so empfindsam reagiert? Ist kein Vorwurf, um Gottes Willen, nur eine Anregung, da mal drüber nachzudenken. Lieber immer konsequent und freundlich als inkonsequent und dann dauernd draufhauen müssen, wenn man´s doch mal ernst meint, verstehst? :-)

    Zitat

    ....Da würde ich sie dann mit Beißwurst voll reizen wollen, aber dann hängt mir die andere wieder am Bein und versteht die Welt nicht, wenn ich nicht mit ihr spiele. Dann will ich nicht wissen was ist wenn sie Hasen und Rehe hinterherlaufen könnte.

    Mensch, Mädel - dann nimm 2 von den Dingern mit, und wenn die Ältere kommt und spielen will, schmeiß ihr eine in den Rachen, und wedel der Andern gleich weiter zu mit der zweiten Beißwurst, damit die kommt, und bestätige sie dann damit. Bist ein "Umstandskrämer" *gg Gerade wenn Du nen Moment mit der Ersten spielst und dabei Halligalli machst, das macht die zweite doch erst richtig auf Dich aufmerksam - und sobald sie dann guckt, schrei freudig "Jawoll!" laß die Beißwurst der Älteren los, und wedel der Jüngeren auch mit einer und ruf sie im selben Moment ab. Denn in dem Moment, wo sie zu Euch guckt, hast Du ihre Aufmerksamkeit, dann wirst Du nicht vergebens rufen.

    Zitat

    ...... Aber nach der Arbeit zuerst mit der einen eine Stunde gehen, die andere muss noch warten und dann nochmal eine Stunde mit der anderen. Oder auch länger weil ich mit beiden im Garten noch topen und spielen will. Weil im Finstern (Stirnlampe) am Feldweg kann man nicht spielen. Sorry, aber das kann mir keiner erklären, dass sich das jemand antun und dann noch freudig und entspannt beim Training ist... :verzweifelt:
    ...

    Hm - das mußt mir echt erklären, warum das nicht gehen soll.... Du mußt doch nicht ne ganze Stunde mit jedem Hund gehen! Üben sollte man eh nur in mini-Sequenzen, solang der Hund noch Spaß daran hat und sich konzentrieren kann. Und wenn die Ältere Suchspiele liebt, ist die nach 20 Minuten genauso ausgelastet oder besser, als wenn Du ne Stunde nur Gassi gehst ohne Suche. Muß ja nicht immer Zerrseil-Spielen sein, im Finstern lassen sich Leckerli besonders gut suchen - der Hund sieht nämlich nicht, wo die hinfallen, und kann NUR nach der Nase gehen. Suchspielchen = Handvoll Leckerli aufm Gras/Acker verteilen, Hundi sucht.... Das mach ich sogar manchmal abends daheim: ne Handvoll Trockenfutter in der Küche strategisch verteilen: auf der Lehne der Eckbank, auf der Eckbank, darunter, auf dem Stuhl, hinter die Türe, unter die Hundedecke, in den Türgriff des Küchenschranks, auf die Mini-Gefriertruhe zwischen den drei Blumentöpfchen etc., und so dürfen sie sich ihr Abendessen zusammensuchen, oder zumindest nen Teil davon (Rest ist Fleisch, das möcht ich net unbedingt am Küchentürgriff haben *gggg)- und dann sind die glücklich.....

    Ich glaub ja, Du machst Dir das Leben ein bisserl selbst schwer mit Deinem Anspruch, daß jeder Hund so lange Gassizeit braucht.... Man muß auch nicht jedes Gassi getrennt gehen oder immer mit dem hund üben. Kannst Du wenigstens mal alle 2 Tage einen getrennten Spaziergang machen? Oder halt dann zusätzlich am Wochenende noch einen. Ansonsten zusammen gehen und unterwegs mit viel Spaß üben. Gerade Abruf und Grundgehorsam kann man auch bei ner gemeinsamen Gassirunde zwischendurch super mal 5 Minuten üben: einer sitzt ab, der Andere wird abgerufen. Und damit hast sogar schon eine Impulskontrollübung fürs Anti-Jagdtraining absolviert mit dem liegenden Hund (und erzähl mir net, nen Mali (war doch einer, hab ich das richtig im Hinterkopf?) kriegt man nicht allein mit der Stimme so motiviert, daß er nicht zu Dir kommen würde.... *gg).

    Noch ein Tip: so lange der ganz stinknormale Abruf nicht sitzt als absolute Grundvoraussetzung, kannst Dir jegliches (teure) Anti-Jagd-Seminar sparen - denn gehorsam im Alltag ist ein absolutes Muß, damit man Gehorsam in Spezialsituationen mit höchster Ablenkung überhaupt erst trainieren kann.

    Generell: ich glaub, Du setzt Dich selbst zu sehr unter Streß, das merken die Hunde natürlich auch. Wenn ich mit diesen Erwartungen schon rausgehe "das kann man nicht, das geht nicht", dann KANN gar nix klappen, was ich unterwegs übe! :headbash: Also: entspann Dich, ruf Dir in den Kopf, wie viel Freude Du mit den Hunden hast, lach mal über nen Unsinn, den sie machen. Mit Humor geht alles viel leichter, wirst sehn! :-) Es geht, ich mach´s täglich :-)

    Zitat

    .........
    Derzeit definitiv nicht, dafür funktioniert das abrufen noch viel zu wenig, außerdem würde sie jagen. Das ich am Abrufen auch trainieren muss ist mir klar, aber mit zwei Hunden bleibt eben nicht mehr viel Zeit übrig und das kann ich auch nicht trainieren wenn ich mit beiden unterwegs bin...

    Warum - was hindert Dich daran? Abrufen, und wer zuerst kommt, kriegt Leckerli oder ne Spielrunde. Was meinst, wie schnell die Kleine merkt, daß sich Kommen lohnt! Die wird nach ein paar Malen gar nicht mehr nachdenken, bevor sie zu Dir losrennt mit full speed..... ;-)

    Oder einfach gemeinsame Spielchen unterwegs: beide Hunde mit ausreichend Abstand absitzen lassen, Du rufst die Alte, und wenn die kommt - Bestätigung. Dann wird die Junge gesehen haben, daß sich für die Alte das KOmmen lohnte, und nur noch darauf warten, auch abgerufen zu werden. Voraussetzung ist bei der Variante natürlich, daß zumindest das Sitzenbleiben auf Entfernung schon klappt :-)

    Abgesehen davon: wo ist das Problem, mal getrennt zu gehen? 10 Minuten mit der "Kleinen", ein paarmal abrufen, ein paar Übungen, dann die Alte dazugeholt und zusammen Gassi gegangen. Die 10 Minuten sind doch wohl übrig? Ich gehe ständig getrennt, weil Frieda sich mit den anderen beiden nicht versteht - morgens, mittags, abends.... Wenns sein muß, geht auch das - und Du mußt es ja nicht immer machen, sondern nur ab und an.

    Zitat

    .........Und ich habe eigentlich gehört, dass wenn der Hund zieht man ihn nicht rufen o.ä. soll, denn dann lobt man ja nur das reagieren auf das zurufen und nicht, dass die Leine locker ist.

    Wenn ich mit ihr alleine gehe und die Leine ist gespannt, bleibe ich stehen oder gehe 1 - 2 Schritte zurück, spätestens dann ist sie jetzt schon an meiner Seite und dann bekommt sie ein Lobwort und oft ein Leckerlie (wird vom Futter abgezogen).

    Wenn Bossi anfangs zog, ging ich einfach mit einem kurzen freundlichen "Hey!" ein paar Schritte zurück. Sobald er mich auch nur ansah, gabs ein "Ja feiiiiin! Komm mit!", und sobald er bei mir war, ging´s wieder vorwärts. Inzwischen reicht ein Stehenbleiben oder ein (dann strengeres - immerhin weiß er jetzt, was er soll) "Ey!", und er läuft halbwegs anständig. Der Kerle kanns nämlich, muß ihn nur ab und an erinnern, daß nicht nur er stur sein kann *gg

    Jedes Mal, wenn die Leine Spannung kriegte, bin ich wieder rückwärts gegangen. Erst gab ein Ansehen Lob, dann nur noch, wenn er sich in meine Richtung in Bewegung setzte, heute nur noch, wenn er auf der richtigen Höhe ist und mitläuft. An sich ist das Weiterlaufen genug Belohnung (er will eigentilch nur vorwärts kommen), aber so kriegst natürlich einfacher Schritt für Schritt die richtige Position verdeutlicht. Nachdem ich erstmal rausgefunden hatte, was bei ihm "zieht" an Vorgehensweisen, ging´s eigentlich recht fix, daß ers kapiert hat. Klar - Klein Terri probiert immer mal wieder, aber er weiß, was er soll, er kann´s, und wenn ich drauf bestehe, tut er´s auch... |)

    Im Übrigen ist das mit dem Zurückgehen oder Leinelaufen üben doch kein Problem, wenn die Ältere frei läuft, weil die ja vor sich hinschnuppern kann, und Du nur die Kleine immer ansprichst und mit ihr zurückgehst, insofern sollte das Vorhandensein der Älteren dabei nicht stören. Und Du mußt den jungen Hund ja nicht "anpflaumen", sondern ihm nur ruhig, immer wieder und konsequent zeigen, was genau Du möchtest - dann kannst üben, so viel Du willst, ohne die Andere dabei zu erschrecken oder ins Meideverhalten zu bringen! Evtl. hilft Dir dabei eine Unterscheidung Halsband - Geschirr: Am Halsband wird grundsätzlich anständig gelaufen, am Geschirr darf sie ziehen - daß sie sich anfangs nicht 2 Stunden am Stück darauf konzentrieren kann, ist ja klar, daher vereinfacht dem Hund das das Üben.

    Zitat

    Ja, von Hannover nach Ungarn sind es nur 30 Gehminuten.

    --> Naja, könnte ja sein, von der Wohnung in Ungarn, wo sie 2 Wochen gewohnt hat, bis zur Züchtern in Ungarn. Soll vorkommen, wenn man nicht direkt dort wohnt..... :headbash:

    Zitat

    .....
    Und du hast da ab der 4. Lebenswoche von Anju in einem Hotel, nur 30 Gehminuten entfernt gewohnt, um sie täglich besuchen zu können, aber die "Abholung", nein das Verbringen nach Deutschland, musste dann doch organisiert werden, wahrscheinlich weil dein Urlaub beendet war.


    Ich könnte mir vorstellen, wenn sie aber der 4. Woche für 2 Wochen dort gewohnt hat, daß der Hund nach den 2 Wochen eben "komischerweise" erst 6 Wochen war und sie ihn dann nicht direkt mitgenommen hat, sondern bis zur 8. Woche oder länger gewartet hat? Nur so ne Idee...... |)

    Zitat

    .....
    Nun ist es der Onkel in Italien, der Welpen hat, dann noch einer Rasse, die du haben wolltest. Cool, solch eine Freundin und so einen Onkel hätte ich auch sehr gerne, wenn sie Züchter wären. All deine Wunschrassen im Verwandten - und Freundeskreis, wenn auch weit weg.....

    Vielleicht sind es auch die Wunschrassen, weil sie sie lange Jahre im Verwandten- und Familienkreis kennen- und lieben gelernt hat?

    Man muß doch net überall irgendwelche Sachen reinlesen? Außerdem - selbst wenn dem so wäre, was tut das zur Sache für die Beantwortung der Frage, wie sie bei der Zusammenführung vorgehen soll?

    Nachdem die Pubertät gerade erst beginnt, und der Jagdtrieb erst anfängt, sich richtig auszubilden, würde ich mit so nem Hund vorläufig NUR noch an der Schlepp gehen!!

    Daß er das eine Mal (noch) auf den Rückruf gehört hat, ist lediglich Zufall oder Gewohnheit oder weil die Pubertät noch nicht voll ausgebrochen ist. Kommt da erstmal ein pubertäres "ich will aber!" dazu, wird Dein ganzer Rückruf für´n A.. sein in dem Moment.

    Und wenn der Hund dann einmal Erfolg gehabt hat (indem er hetzen durfte, obwohl er den Abruf ignoriert hatte), kannst Du mit dem Abruftraining von vorne beginnen. Vor allem brauchst Du dann ein Abbruchsignal, das funktioniert, wenn der erstmal losgestartet ist, und das einzutrainieren, ist ein gutes Stück Arbeit.

    Achja - "einmal die Woche kommt er in die Verlegenheit" ist gut: das heißt konkret, Du gibst ihm jede Woche, nein, jeden Tag (Du weißt ja nicht, wann genau ein Vieh vor Euch stehen wird) aufs Neue die Chance, Deinen Rückruf zu ignorieren und zu jagen zu beginnen! Wenn der losrennt, IST das bereits Hetzen, also Jagdverhalten! Und Selbiges ist selbstbelohnend, daher wird er das dann immer wieder versuchen. Es reicht bereits ein einziges Mal Hetzen, damit der Hund Geschmack daran findet. Willst Du das Risiko eingehen?

    Also ich sag Dir ganz ehrlich - mir ging´s anfangs mit Bossi genauso, ich hab den gekriegt mit Erfahrung im Hetzen. Glaub mir, die Arbeit, den Hund dann wieder unter Kontrolle zu kriegen, war nicht einfach und langwierig. Das hätt man sich alles sparen können, hätte man den Hund nicht erst Geschmack daran finden lassen (die Vorbesitzer bereits, aber ich dann anschließend auch - war mein erster Hund mit jagdlichem Interesse, Biene guckte bestenfalls mal neugierig bei Wildsicht, aber rannte nie los deswegen - und ich ließ ihn laufen aus Unerfahrenheit. Würd mir heute nicht mehr in die Tüte kommen - nur noch mit Leine, bis das im Griff ist).

    Muß jeder selbst wissen, was man macht, und wer keine Herausforderungen hat, macht sich welche - ich würd´s jedenfalls nicht mehr riskieren..... ;-)