Beiträge von BieBoss

    Danke, Tengri. Das ist dann aber wohl ne lokale Vorschrift in Niedersachsen - denk ich zumindest, weil das ja ein Behördenbescheid ist, der "Unterschrift" nach zu urteilen (Bürgermeister).

    Um was es mir ging, war eine deutschlandweite Vorschrift, daß gechipt werden müßte. Und die gibt es m.W.n. nicht (zum Glück *gg).

    Ja, Maulkorb ist eigentlich nur eine Management-Maßnahme, bis das mit dem AUS-geben oder Tauschen funktioniert. Der Hund kann keinen Erfolg mehr haben mit Aufsammeln, wenn er den Mauli draufhat - egal, wie langsam der Halter guckt, er kanns net fressen. UNd das ist ausschlaggebend für den Trainingserfolg.

    Kannst z.B. mit Mauli Leckerli auslegen, und wenn Du dran vorbeigehst, und der Hund auch nur hinguckt, sagen "Nein, weiter!" (dabei aber ja net stehenbleiben, das würde dem Hund nämlich signalisieren, daß Du ihm Zeit gibst, das Teil ausgiebig zu untersuchen und aufzunehmen! Und das willst ja eigentlich nicht, schätze ich..... :-) ) - und sobald der Hund auch nur zuckt und in Deine Richtung guckt, sofort Leckerli und toll bestätigen. Nach ein paar Malen (oder vielen Malen...) wird er evtl. schon anfangen, wenn er was liegen sieht, Dich anzugucken - sozusagen um Erlaubnis zu fragen, ob ers nehmen darf. Das dann ganz besonders toll bestätigen - so, daß er lernt, er darf das anzeigen, und DU entscheidest dann, ob ers haben darf oder net. Kleines Risiko: der Hund könnte anfangen, den Boden zu scannen nach Freßbarem, weil er von Dir bestätigt wird, wenn er Dich anguckt, nachdem er was entdeckt hat. Aber das kann man ja dann abbauen mit dem Bestätigen. Wichtig ist nur, daß hängenbleibt, daß er nix aufzunehmen hat, ohne daß Du es zum Verzehr freigibst.

    Der Andere Punkt ist das Tauschen. Fang daheim an, gib dem Hund ein Spieli o.ä., und halte ihm ein Leckerli vor die Nase. Läßt er das Spieli dafür aus, wird er bestätigt, indem Du ihm das Leckerli gibst.
    Wenn das zuverlässig funktioniert, füge einfach während des Hinhaltens des Leckerlis das Kommando AUS ein. Anfangs kann der Hund damit nix anfangen (schönes Wortspiel *gg), aber im Lauf der Zeit wird er verknüpfen, daß jedes Mal, wenn er das Spieli losläßt, Du AUS sagst. Irgendwann teste mal, ob ers schon verknüpft hat, indem Du AUS sagst, bevor Du überhaupt zum Leckerli gegriffen hast oder die Hand hinhälst, um das Spieli zu bekommen. Wenn er dann auch schon ausgibt, hat er das Wort verstanden, und Du kannst im nächsten Schritt weiter üben (immer noch daheim) mit Ablenkung (laufender Fernseher, spielende Kids daheim im Nebenzimmer, was auch immer), oder mit attraktiveren Spielis, die er nur ungern hergibt (ist natürlich schwieriger, als nen langweiligen Gegenstand herzugeben), oder mit Leckerli. Trockenes Brötchen dem Hund geben, und er soll´s Dir geben gegen was gaaanz Tolles (damit der Anreiz groß ist, das Teil loszulassen), z.B. ein Stück Fleisch oder nen Knochen, den Du ihm vor die Nase hälst, und dann toll loben.

    Mit diesen 2 Schritten bist eigentlich gut bedient:
    - grundsätzlich beibringen, daß nix genommen wird vom Boden (da kann auch helfen, dem Hund beizubringen, daß er ohne Deine Freigabe gar nix zu futtern hat, auch keine Leckerli von Passanten - nur mal so als alternative Trainingsidee)
    - und dann, falls das mal net klappen sollte, dann eben gegen was Tolles tauschen. Will heißen, Du solltest dann aber auch immer irgendwas Tolles dabeihaben - dan helfen oft so Leberwurst-Portionspäckchen in Aluschalen, die man im Hotel o.ä. manchmal kriegt, gibt´s auch bei uns beim Hundezubehörgeschäft als Leckerli. Wenn man´s verwendet, ist gut, wenn mans net braucht auf einem Spaziergang - macht nix, hält sich ja, weil verschlossen.
    Und in der Lernzeit nicht vergessen: immer mit Maulkorb raus, damit er es nicht doch schafft, ohne Deine Freigabe was aufzunehmen.....

    Quälerei ist ein Maulkorb übrigens keineswegs - das ist Einstellungssache. Wenn der positiv eingeführt wird, ist der für den Hund auch nicht unnormaler als ein Halsband oder eine Leine.
    Klar - zum Spielen mit anderen Hunden würd ich ihn abmachen, weil die Kommunikaton sonst net klar rüberkommt, wenn ein Mauli im Gesicht sitzt. Und wenn er an der Leine ist und Du aufpaßt, kannst den auch weglassen, denk ich.

    Ich habs da auch eher wie najira: wenn geschoren wird, dann wird halt geschoren. Ob der Hund grad scharf drauf ist, ist mir da ehrlich gesagt, grad mal wurscht - da gibt´s (inzwischen) ein sauberes STEH, und dann wird da gekämmt. Natürlich mit kurzen Pausen und mal Belohnung zwischendurch, und mit viel Lob, wenn sie schön steht.

    Dazu ruhige Bewegungen beim Kämmen/Scheren, oder mal ein "warte", wenn sie weg will, bevor die Stelle fertig geschoren ist. Sobald die Stelle fertig ist, kommt dann die kurze Pause, wo sie sich mal schütteln kann oder so (oder am Anfang ist das Training dann für dieses Mal beendet). Oder ein Berühren mit Kommentar "da lang", wenn ich will, daß sie sich ein Stückerl dreht. Oder "Füßi", wenn sie mir die Pfoten zum Ausschneiden geben soll.

    Klar, am Anfang macht man da mal erstmal kurze Sequenzen, damit Hundi net gleich ne Stunde dumm rumstehen muß - aber wenn ich so kleinschrittig trainiere wie im Video, geht der Hund in Rente, bevor ich ihn einmal am Stück anständig scheren oder kämmen kann..... *gg

    OK, kommt natürlich auch auf den Hund an, ob der schon Vertrauen zu mir hat, das STEH kennt etc. Wenn man nen Hund hat, der panisch vor menschlichen Berührungen flieht, dann kommt man wohl nicht drumherum, das so kleinschrittig zu machen....

    Hm, meine letztes Jahr verstorbene Hündin hatte weder Tätowierung noch Chip. Hat auch nie jemand danach gefragt. Komisch...

    Weils eben nix gibt, wo das stehen würde..... :-) Wäre Dein "persönliches Risiko", wenn Hundi entkäme und Du´s net wiederkriegst, ist aber hier keine Vorschrift. Gibt ja auch keine Pflicht, irgendwas zu impfen in D, was kontrolliert werden müßte, sodaß die Kennzeichnung deswegen eine Voraussetzung wäre, um vorgeschriebene Impfungen nachzuvollziehen.

    Das glaub ich net - welche Vorschrift sollte das sein? Wüßte nicht, daß es da was Schriftliches gäbe. Geht ja nur darum, das Tier beim Verbringen in ein anderes Land dem Impfpaß zuordnen zu können. Oder wie schon beschrieben in diversen Bundesländern, für die Identifizierung eines großen oder Listenhundes. Aber hier in Bayern wüßte ich keien Vorschrift.

    ........habe aber gemerkt, dass die Hundetrainerin sich mit ihrem Handicap etwas schwer tut...

    Sowas find ich echt traurig.... Ein guter Trainer sollte schon in der Lage sein, sich mit dem Thema etwas zu beschäftigen, sich darüber zu informieren, damit er helfen kann, sich dafür zu interessieren, wie er helfen kann, und wenigstens versuchen, Deinen Hund mal kennenzulernen, und Kontakt zu einem ruhigen Hund herstellen zu helfen. So ne Reaktion ist ein Armutszeugnis für nen Trainer, echt....

    Daß ein blinder Hund nicht kommuniziert, halte ich für ein Gerücht.......

    Meine blinde Frieda kommuniziert ganz deutlich, wenn sie einen anderen Hund in der Nähe hat, daß sie das nicht mag, und zeigt auch mir sehr gut verständlich, wenn ihr was net paßt.

    So erstarrt sie z.B., wenn ihr einer was zu futtern wegnehmen möchte (außer bei mir) einfach, und warnt den Anderen damit, das ist ein vollkommen normales Verhalten. Auch ein Schnappen/Knurren aus Unsicherheit raus ist vollkommen normal und versteht jeder andere Hund. Auch auf ein Knurren meiner zwei anderen Hunde reagiert sie oft richtig, indem sie geht - wenn nicht, zeige ich ihr, wo sie hingehen kann, um denen auszuweichen. Sie sieht halt nicht, wie das Gegenüber reagiert, und das verunsichert sie.

    Bei uns gibt´s aber nur Begegnungen mit ihr an der Leine, weil sie, als ich sie bekommen habe, sich aggressiv auf jeden Hund gestürzt hat, Panik kriegte, schrie etc. (Anriff als beste Verteidigung), und ich bei evtl. kurzen Begegnungen da seeehr vorsichtig bin und evtl. dazwischengehen können muß, wenn sie nervös wird, weil sie sonst nach wie vor drauf geht als Lösung... Sie lebt ganz gut ohne Kontakte, aber wenn möglich, sollte ein Hund schon Kontakte haben können. Halt vielleicht mit ruhigen Hunden mit hoher Reizschwelle, die nicht gleich auf nen Schritt in die falsche Richtung überreagieren :-) und auch net den blinden Hund überrumpeln in Spielabsicht.

    Umgekehrt wird eher ein Schuh draus - die anderen können sich oft ihr nicht verständlich machen, weil sie deren Körpersprache ja nicht erkennen kann. Aber bei einem vom Fraule begleiteten Kontakt würde ich mir an Deiner Stelle keine Sorgen machen - Du kannst das Verhalten anderer Hunde ja quasi "übersetzen", indem Du ihr sagst "warte mal" oder "bleib", wenn wie unsicher wird, oder "geh auf die Seite", wenn Du siehst, daß ein anderer Hund verwarnt, weil sie zu nah kommt.

    Könnte natürlich sein, wenn ein Hund etwa unsicher läuft o.ä. wegen der Blindheit, daß die anderen Hunde das seltsam finden und erstmal auf Abstand kennenlernen sollten oder so.

    ...... weil ausgerechnet ein Kilo Knochen fehlt und ich bei der Bestellung natürlich schon den Speiseplan meines Hundes im Kopf habe...

    Macht doch nix, Hundi wird net gleich sterben, weil net haargenau xy Milligramm Calcium dabei sind in der 4-Wochen-Ration oder so - so genau kann man den Bedarf eh net ausrechnen, insofern, was solls.

    Kam bei mir auch schonmal vor bei meinem Lieferanten - und ich hab mit denen generell ausgemacht gehabt, wenn was fehlt, sollen sie einfach was Anderes dazuschmeißen von etwa demselben Wert, bevor sie ne Woche oder länger mit der Auslieferung warten, weil ein Produkt nicht verfügbar ist. War mir lieber als immer diese Gutschreiberei, weil da auf Dauer dann keiner mehr durchblickt, wenn jedesmal irgendeine Gutschrift dabei ist. Und man braucht ja das Zeugs irgendwann, jedes Mal ewig warten ist auch doof..... Die Truhe sollte ja halbwegs leer sein, wenn ich bestelle, damti das neue Zeugs reinpaßt, wenn die also über ne Woche warten, bis die was verschicken, bin ich ohne Fleisch für die Hundis - auch doof. Dann lieber was Anderes mitgeliefert als Ersatz.

    Meine steht im Kofferraum ohne Befestigung, aber rutscht dank ihrer Größe auch kaum, is net viel Spielraum. Seitlich klemm ich den alten Verbandskasten rein, dann steht sie, ohne zu rutschen.

    Dadurch, daß sie auch recht hoch ist, würde sie auch im Fall eines Unfalls nicht nach vorn fliegen können.

    Ich hatte bei uns schon mehrfach ne Gasthündin da. Meine beiden finden das total schei.e, also darf die Maus, wenn sie da ist, ohne schriftliche Genehmigung nicht atmen, Plätze benutzen, aufs Sofa oder sich von mir streicheln lassen *gg Da sind meine beiden echt tyrannisch und mobben die geradezu. Klar, fremder Hund, nur mal kurz gesehen vorher, auf einmal dauernd in der Wohnung, da muß Hund Grenzen abstecken...

    Aber mit bisserl in-die-Schranken-weisen meinerseits haben sie dann Ruhe gegeben. Bei uns sind in jedem Zimmer irgendwelche Körbe, da durfte sich jeder was aussuchen, keiner braucht um Körbchen zu streiten. Spielzeugs oder sonstige Ressourcen würde ich aus dem Spiel nehmen, das ist daheim für Deinen Hund was Anderes, als unterwegs, wo er vielleicht gern mit Anderen spielt. Also auch getrennt füttern, oder zumidnest nur in Deiner Anwesenheit, kommt auf die Hunde an, Du kennst Deinen ja und seine Reaktionen.

    Geschlafen haben sie dann alle bei mir (Hilfe....4 Hunde im Schlafzimmer.... welch ein Glück, daß die alle so klein sind..... *gg), einfach, damit ich evtl. eingreifen konnte, wenn meine rumgezickt hätten. Wenn trennen, dann würde ich die eigenen Hunde ausquartieren und den Gasthund ins Schlafzimmer mitnehmen - immerhin ist das für ihn ne komplett fremde Situation, eh schon stressig, da würd ich ihn nie alleine irgendwo in der für ihn fremden Wohnung rumliegen lassen. Für die eigenen Hunde ist das egal, die kennen ja die Wohnung und können dann gechillt z.B. im Wohnzimmer liegen, in der Küche oder wo auch immer (bei uns dann auch mal in Töchterchen´s Bett *gg), wenn man net alle im Schlafzimmer haben möchte.

    Wenn das mit dem Übernachten denn überhaupt notwendig sein wird bei Euch....