...
Also jegliche Art der Kommunikation hätte ich auch verstanden von knurren über bellen über weggehen aber schnappen?
Was ist denn darauf die richtige Reaktion? Ich kann das doch nicht umkommentiert lassen?
Hm - was soll er denn noch tun - Dir nen Liebesbrief aufsetzen? Leider war wohl grad die Tinte leer...... ;-(
Du warst nicht daneben gestanden - es gibt sogenannte "Eskalationsstufen" beim Hund. Das heißt, er zeigt ein Zeichen nach dem Anderen, wenn er etwas nicht mag, bis man´s versteht. Dazu gehören Kopf wegdrehen, züngeln (Lefzenablecken als Beschwichtigung), steif werden (hattest Du das nicht erwähnt, daß er das gemacht hat?), Lefzenhochziehen (sodaß man die Zähne sieht), und eben auch schnappen, das geht weiter bis hin dazu, die Zähne wirklich einzusetzen. Weggehen gehört auch dazu - aber je nach dem, vielleicht war er grad müde und wollte seine Ruhe, und hatte keine Lust aufzustehen, und zeigte eben andere tausend Signale dafür, daß er Ruhe möchte. Dem hund stehen davon ja so viele zur Verfügung - wenn man sie denn wahrnimmt und richtig interpretiert.
Ein Schnappen wird bei einem sauber kommunizierenden Hund nur dann gezeigt, wenn die anderen Signale, die er mit Sicherheit vorher gezeigt hat, "ignoriert" wurden. Ich schreib das deswegen in Gänsefüßchen, weil das Kind das natürlich net mit Absicht gemacht hat - aber wenn ihr die Signale (und wenns nur wegen Abwesenheit ist!) nicht erkennt, daß ihm grad was unangenehm ist, dann könnt Ihr´s auch dem Kind net beigebracht haben, darauf zu achten.
Langer Rede kurzer Sinn: Euer Hund HAT mit Sicherheit gezeigt, daß ihm was net paßt, aber das Kind dies nicht "gelesen" - das ist altersentsprechend zu viel verlangt vom Kind. Und genau das ist der Grund, warum man Kinder, die das noch nicht verstehen können, nichtmal mit dem eigenen Hund alleinlassen sollte - niemals! Weil es die Kommunikation vom Hund einfach nicht verstehen kann.
und dann den hudn nochmals auf dieselbe Weise bedrängen, nachdem er schon mal geschnappt hat und seeeehr deutlich kommuniziert hat, wie sch.. er das findet - das ist schlichtweg das Kindeswohl aufs Spiel gesetzt. Was hat er von diesem "auf den Rücken legen" gelernt? "Wenn das Kind in der Nähe ist und mich bedrängt, wird Frauchen auch noch unberechenbar!" Und was passiert beim nächsten Mal, wenn das Kind sich dem Hund nähert??? ("Hilfe, das Kind, jetzt flippt Fraule gleich wieder aus - weg damit!!" *schnapp) Hilfe! Mach das BITTE BITTE nicht mehr..... Ich möchte mir die Folgen gar nicht ausdenken....
Aus Hundesicht hat er vollkommen richtig gehandelt - er hat versucht, auf verschiedene Arten mitzuteilen, daß er nicht gestört werden möchte. Und wird nicht nur nicht verstanden, sondern dafür dann auch noch bestraft.
Halter handelt falsch - und letztlich geht´s dann am Ende am hudn raus, der abgegben wird, weil "er sich mit dem kind nicht versteht" - NEIN - das Kind kann ihn nicht verstehen, und es ist EURE Aufgabe, es dem Hund fernzuhalten, wenn Ihr seht, es ist ihm grad unangenehm. Ein Hund ist kein Plüschtier, sondern ein Lebewesen, das, mißverstanden, echt gefährlich werden kann.
Achso - zur Frage, was DU tun kannst: Dabeisein, den hund richtig lesen, seine Körpersprache dem Kind erklären, und das Kind evtl. wegschicken, wenn es dem Hund zu eng wird. Erklären, daß der Hund sich evtl. bedrängt fühlt, müde ist etc. Das Kind wird es lernen, braucht halt bisserl, solang muß man eben dabeisein.