Beiträge von BieBoss

    Auf alle Fälle zum Doc - erstens könnten da Bazillen drin sein, die Du mit Wasser nicht rausgewaschen kriegst. Wenn sich da was entzündet, kanns böse enden.

    Zweitens zum Zwecke der Dokumentation des Schadens - wie´s der Teufel will, triffst den Kerl auf der Faschingsparty heut Abend (oder wo auch immer halt, verstehst schon), oder ein Nachbar kennt die Leute, und Du kannst den doch noch anzeigen. Aber den Schaden kannst dann nur noch geltend machen, wenn Du Belege hast - und ein Arztbericht ist ein Solcher....

    Ansonsten: Ordnungsamt nachfragen, ob ein Hund der oder jener Rasse gemeldet ist, wenn die Rasse erkennbar war. Oder zumindest melden, ob die nen Hund kennen, der auf Leute geht im Kaff, und dann beschreiben, wie Dein "Angreifer-Hund" aussah, vielleicht paßt die Beschreibung ja, und Du kannst Dir die Halter zu dem hund mal anschauen, ob die das waren.

    Hundefreunde fragen, ob die nen Hund mit der Beschreibung kennen.

    Am nächsten Tag oder am selben Tag der Folgewoche an derselben Stelle warten (in Begleitung) ind er hoffnung, die Leut haben ja doch meist so ihre Standard-Gassirunden, und der kommt evtl. wieder zu selben Zeit vorbei.

    Hundevereine/-trainer fragen, ob ihnen ein Hund mit der Beschreibung bekannt ist, der auf Menschen losgehen würde.

    Anwohner an der Stelle fragen, ob sie einen Hund mit dieser Beschreibung hier öfter langlaufen sehen und evtl. sogar wissen, wers ist.

    Ansonsten: auf alle Fälle Anzeige gegen (vorläufig) Unbekannt wegen Körperverletzung, die Polizei muß ermitteln bei sowas. Das Unbekannt kann man ja dann streichen, wenn man herausfindet, wers echt war.

    Nächstes Mal geht´s vielleicht net so glimpflich ab, und der Hund verletzt richtig ernsthaft mit bösen Folgen! Dann machst Dir ewig Vorwürfe, wenn Du nichts unternommen hast.

    Es kann mal passieren, daß ein Hund (wenns ganz blöd kommt oder der Halter einen neuen/Gassihund falsch einschätzt) außer Kontrolle gerät, oder zu fest zupackt oder was auch immer - aber dann entschuldigt man sich als Halter, meldet den Vorfall seiner Versicherung - aber der hat ja im Prinzip "Fahrerflucht" begangen, bzw. hier eher "unterlassene Hilfeleistung" - und DAS kommt bei der Polizei gar nicht gut.....

    Drück Dir die Daumen, daß da nichts Großes draus wird, und wünsche viel Erfolg bei der Suche nach dem Verursacher! *tröst...

    Naja - mit dem Erlebnis, daß der Hund erstmal stiften geht, haben sie ja schon den ersten "Erfolg" mit der Konfrontationsmethode - hoffentlich lassen sie das jetzt sein.

    Mein tip (wie von den Anderen auch): erstmal Hundi ankommen lassen, merken lassen, daß er dem Halter vertrauen kann.

    Hausleine, so oft wie nötig mit Hausleine in den Garten, sodaß er dort sich lösen und den Garten als sicher kennenlernen kann. Regelmäßige Zeiten udn Abstände zum Rausgehen, damit der Hund recht schnell lernt, ok, alle 3 Stunden geh ich kurz in den Garten und darf dann wieder rein, wenn ich gemacht habe --> schafft Sicherheit dahingehend, daß er weiß, was von ihm erwartet wird, und dahingehend, daß er sich regelmäßig lösen darf.

    Bevor da kein Vertrauen zum Halter da ist, würde ich nicht weiter rausgehen, einfach, weil man ihn ja damit ohne "Fluchtmöglichkeit" (beschützenden Halter als Lösungsmöglichkeit in (Konfliktsituationen) ins kalte Wasser wirft. Da würde er als Alternative sonst sicherlich die Flucht wählen.

    Erstmal muß er lernen, daß er dem Halter vertrauen kann und somit bei ihm Halt suchen kann, wenn er sich dann später draußen fürchtet.

    Und auch dann erstmal nur kleine Runden, und zwar immer dieselbe anfangs, bis er da sicherer ist. Und dann mal ne Ecke mehr dazunehmen, wiederum ne ganze Zeit lang. Tempo je nachdem, wie der Hund auftaut. Kann Monate dauern, oder aber recht schnell gehen, wenn er dem Halter erstmal zu vertrauen gelernt hat und auftaut.

    Ansonsten: nicht gleich sämtliche Freunde einladen zum "Begutachten" des Hundes, das wäre extremer Streß, und auch nicht gleich die ganze Familie besuchen oder Stadtbummel mit dem Hund machen. Zeit lassen und sich nicht unter Druck setzen lassen.

    Evtl. mal eine fremde Person mit souveränem Hund dazuholen (Trainer?), der im Garten zeigt, daß dort nichts passiert, und dem Neuling Sicherheit geben könnte.

    Im Haus: möglichst in Ruhe lassen und selbst kommen lassen, Ruheecke einrichten, wo er garantiert nie gestört oder rausgezerrt wird. Lieber mit Futter herauslocken, als ihn in der Ecke zu belästigen. Kommt er nicht, obwohl gewohnte Pipizeit, muß er vielleicht grad net Pipi, dann lieber lassen. Einfach nur anbieten, daß er mit dem Halter rauskann, wenn er mag, evtl etwas später nochmal anbieten, oder wenn er von alleine aus der Ruheecke kommt --> bestätigen und Rausgehen in den Garten.

    Sag mal - könnte es sein, daß es gar nicht der Hund ist, auf den Dein Hund reagiert, sondern die Halterin?

    Du schreibst, die Frau sei Alkoholikerin, vielleicht geht sie manchmal unsicher, oder so, und Hunde merken ja viel schneller als man selbst, wenn ein Mensch irgendwie "neben der Spur" ist. Dann hat er evtl. den anderen Hund mit der "komischen Frau" verknüpft, und führt sich nur deswegen so auf? Daß es also quasi gar nicht direkt am Hund liegt?

    Ich kenn das nämlich mit meiner Biene - alkoholisierte Leute findet die mal so richtig schei.e...... Dann kläfft die auch furchtbar, wenn die in ihre Richtung kommen...

    Wenn dem so wäre, hätte ein Training nur dann Sinn, wenn man mit der Frau arbeiten könnte, nicht mit dem Hund - aber das, was Du schreibst, hört sich nicht an, als könnte man mit der sinnvoll trainieren - schade, nachdem sie offenbar bereit war, Euch zu helfen.

    In dem Fall hilft echt nur eines: Hund an die Leine, zügig das Haus verlassen in eine Richtung, wo Ihr die zwei nicht trefft, und fertig. Eurem Hund dabei klipp und klar machen, daß hier weder gebellt noch geschnuppert wird - ihr geht jetzt, und fertig, alles andere fällt unter "ungebührliches Betragen" und wird mit Abbruchsignal geahndet. Dabei selbst nicht stehenbleiben (das gibt dem Hund Zeit zu schnuppern und signalisiert ihm, daß Schnupper ok ist!), sondern zügig weitergehen, raus ausm Haus, bis ihr aus der engeren Umgebung des Hauses weg seid.

    Sollte die Frau irgendwo in der Nähe zu sehen sein, signalisiert einfach, daß alles ok ist, kein Grund zur Aufregung besteht, indem Ihr (notfalls mit einem freundlichen aber auffordernden "Weiter!") ganz ruhig, aber bestimmt weitergeht, und den Fokus auf Euch lenkt - z.B. indem Ihr ein Stückchen zu rennen beginnt, sodaß der Hund auf Euch guckt "Häh - warum rennen?", oder ein Geräusch macht, und dann in genau dem Moment, wo er guckt (da habt Ihr seine Aufmerksamkeit) bestätigen, und mit ihm zusammen weitergehen: "Jawoll, komm mit, so is fein!" Irgendwann sollte er dann "anderer Hund = sch.egal" verknüpfen..... (setzt aber voraus, daß Du nicht immer die Umgebung aufmerksam scannst, sobald Du das Haus verläßt, -das merkt der Hund- sondern den Nachbars-Hund ebenfalls vollkommen ignorierst, Dich nur auf Deinen und den Weg konzentrierst).

    All dieses Scannenlassen, Schnuppern- und Bellenlassen signalisiert dem Hund, daß Ihr ihn dies tun laßt, und daß das so richtig ist - sonst würdet Ihr unterbrechen. Daß es sein Job wäre, Euch gegen diesen Hund (dieses Team) zu verteidigen.

    @bullemitblacky - Pudel sind mäkelig? Na, das hat meiner Biene aber noch keiner erzählt - die frißt (solang kein Fleisch da ist) alles, was sie finden kann..... *gg Wenns natürlich Fleisch gibt, wird nur das gefuttert, dann ist alles Andere egal. Sogar das angebotene Leckerli auf der Hundewiese, wenn sie weiß, Fraule hat Wienerle dabei :-) Einmal hat sie das mal probiert: im Urlaub gab´s viele Käserändchen (waren im Allgäu, frische handgemachte Käse ohne irgendwelches Kunstzeugs dran). Als wir wieder daheim waren, hat sie jegliches Futter (damals noch kein BARF, sondern TroFu) verweigert, weil sie ihre Käserändchen wieder haben wollte! Nach 3 Tagen ohne Futter hatte sie dann doch mal langsam etwas Hunger, sodaß das schnöde TroFu auch wegging..... *gg

    An die TS: generell: hast Du es schonmal versucht, in Gegenwart eines anderen Hundes zu füttern? Ab und an wirkt Futterneid Wunder....

    Anfangs hat Biene auch alles aussortiert, was nicht Fleisch war, und mit der Nase ausm Napf geschoben.... ich hab dann nur noch gewolft gefüttert (das ist so matschig, daß die da nix rausgepult kriegt) - und Gemüse püriert untergemischt, oder halt eingeweichte Flocken. Aber Du schreibst ja, daß Du schon nur noch gewolft gibst?

    Ansonsten: wenn Du mal Zusätze füttern willst, mal versuchen, in einen Fleischwürfel einen kleinen Schnitt zu machen, und das Zeugs da drin zu "verstecken"? Klar, oft riechen die das raus. Aber mein Territier könnte ich dann mit Fleischstückchen-Zuwerfen dazu bringen, das zu schlucken, ohne groß dran rumzuschnüffeln..... :-)

    Aber ich würd auch mal ein Blutbild machen lassen, wenn das ok sein sollte mit der bisherigen Fütterung, warum dann nen Aufstand machen.....

    Gaby: danke für den Lacher des Tages..... Ist der süß..... :-)

    Claudia: ich hätte gern vertretungsweise für Ursula getestet (aber nur, um mal wieder nen Russen live zu sehen ausßerhalb einer Messe *gg Die sind hier sowas von selten.....) - was dabei rauskommt, stell ich mir allerdings ähnlich vor wie Gabys Video..... *lach..... Aber leider wohn ich am anderen Ende von Deutschland..... :-(

    (Nein, Neufundländer teste ich nicht, ich bin wasserscheu - Wasser unter mindestens 60 Grad Celsius is "bä" *gg)

    Zitat

    ...
    Wieso hilft es nicht? Es wäre doch für Hund und Halter viel entspannter.
    Mir würde es keinen Spaß machen, dauernd einen geifernden Hund in Schach zu halten.


    ... und genau deswegen muß man daran üben - weil man leider nicht im Wunderland ist, wo sich Hundebegegnungen komplett wegträumen lassen..... Irgendwann muß das doch auch im Alltag funktionieren können, oder? Kein Bock auf lebenslang Terz an der Leine, sobald ein Hund auftaucht, und ich glaub, ein Hund braucht den Streß auch nicht unbedingt mehrmals täglich...... Der kommt ja gar nicht mehr runter.....

    Zitat

    Ehrlich gesagt, wenn ich einen unverträglichen Hund hätte, würde ich in der Pampa mit dem spazierengehen, dort wo mir niemand begegnet und ich keine "dummen Sprüche" zu hören kriege...

    ...und wie soll der Hund dann lernen, mti solchen Situationen umzugehen? Ich arbeite mit meiner Frieda, seit sie sich soweit entspannt hat, daß sie ohne Streß Gassi gehen kann, immer wieder mal daran, Hundebegegnungen auch auf größere Nähe auszuhalten. Einfach, damit sie lernt, mit dem Streß anders umzugehen, und damit den Streß minimiert bzw. gar nicht erst mehr empfindet auf Dauer.

    Natürlich gehe ich dafür nicht dreimal am Tag auf die Hundewiese, weil ich für sowas fit sein muß, schnell reagieren können muß und die nötige Geduld mitbringen muß (was ich nicht habe, wenn ich eh genervt bin *gg). Aber ab und an tu ich das tatsächlich - aber dann hab ich auch sowohl meinen Hund "im Griff" (sprich, ich kann sie einschätzen, wie weit ich einen anderen Hund herlassen darf heute), gehe auch nicht miten rein, sondern so, daß ich im Zweifel einfach weitergehen kann in eine Richtung, in der keine tobenden Hunde sein, und ich kann fremde Hunde blocken, wenn z.B. ne Horde von mehreren Hunden gleichzeitig auf uns aufmerksam wird und heranstürmen möchte.

    Erst am Wochenende hab ich es gewagt, einfach mal mit meinen Dreien zusammen spazierenzugehen (hab ja Übungsexemplare daheim *gg Allerdings vorbelastet, weil Frieda auf die schonmal losgegangen ist, daher muß ich da mit besonderer Vorsicht vorgehen). Die zwei ganz normal am Bauchgurt jeweils auf einer Seite, Frieda mit Flexi, weil die gerne weiter vorn läuft (und oft unvermittelt stehenbleibt, wenn sie was in die Nase kriegt, sodaß ich drüberstolpere). Ab und an kehrte sie zu mir zurück, wenn sie recht weit vorne war, oder ich warten muißte, weil die anderen zwei markieren wollten, ging dabei schön an den anderen beiden vorbei, und als ich sie auf dem Gehsteig kurz nehmen mußte, lief sie anständig neben Bossi (Biene blieb lieber in sicherer Entfernung hinter mir), ab und an stieß sie versehentlich seitlich an ihn (ist ja blind), voraufhin sie wieder seitlich nen Meter Abstand suchte, statt zuzupacken und zu toben wie früher - all das habe ich aber nicht erreicht, indem ich mit ihr grundsätzlich nur dort spazierengehe, wo es keine Hunde gibt.....

    Immerhin, wir waren 1,5 Stunden unterwegs, Fremdhunde wurden ignoriert, und es ging alles gesittet ab *freu.....

    In einem Auslauf habe ich vor einiger Zeit angefragt, aber die sind voll und Ares- jung und dumm- würde leider nur Unruhe in ihre Gruppe bringen. Ich kann`s verstehen... :pfeif:

    Na, das macht ja mal wieder Sinn..... *grrrr

    ...und deren Hunde waren alle von Anfang an perfekt, und bis dahin haben sie ohne Auslauf geübt, oder? *kopfandiewandschlag.....

    Notfalls nimmt man halt im Anschluß an die normalen Auslaufzeiten mal erst nur 1-2 Hunde und läßt die mit Deinem mal 10 Minuten laufen. Souveräne Hunde, die wissen, was sie tun, und adäquat kommunizieren. Wie soll er´s sonst lernen, sich in so ner Gruppe zu bewegen, ohne sie aufzumischen?? Ich frag mich echt immer, auf welchen Wolken solche Leute leben.....

    Das wird nicht nur geglubt, das ist Physik - halte ich die Leine am Geschirr, ist der Schwerpunkt vom ziehenden Hund (Schulter!) ein ganzes Stück weiter vor meinem Körper, weil die Leine in der Mitte des Rückens ist, und er kann mich somit mitziehen (warum sonst haben schlittenhunde Geschirre an - damit sie mit den Schultern ziehen können, weil da die meiste Kraft ist).

    Halt ich ihn am Halsband, hab ich seinen Schwerpunkt näher an meinem Körper und kann ihn daher besser halten.

    Und letztlich - der Körper geht dahin, wo das Hauptgewicht hinzieht/guckt - frag mal nen Tänzer..... :-)

    Das hat also nichts mit irgendwelchen Philosophien zu tun oder damit, daß der Hund am Halsband sich würgt. Ja, tut er - man kann notfalls doppelt sichern und mit beidem halten, damit er sich nicht schadet. Aber von der Physik her tut man sich als derjenige, der das "monsterli" halten muß, mit Halsband eben leichter.