Beiträge von BieBoss

    .....Show sind i.d.R. weniger sportlich zum teil sogar extrem weniger...

    Genau aus dem Grund würd ich nie ne Showlinie wählen für die Rettungshundearbeit! Da kann man mit so schweren Hunden net viel anfangen. Wenn ich sehe, wie solche Hunde nach ner kurzen Runde schnaufen und nach Luft ringen - ne, echt net. in der Rettungshunearbeit heißt es laufen, laufen, laufen..... Und wer keine Luft mehr kriegt, der kann nimmer gescheit mit der Nase arbeiten.

    Wenn schon Retriever, würd ich da fast sogar zum Toller raten (mehr Kondition, wendiger), oder zum Flat. Haben wir beides in der Staffel.

    Mein Bossi findet diese "Riesenhunde" auch ganz toll und fordert die immer kläffend zum Spielen auf, wenn er welche auf einer Weide sieht, oder ihn gar eines durch den Zaun durch anschnaubt. Aber nur durch den Zaun durch - is mir zu riskant, denn wenn der ins Jagen kommt, hab ich ein Problem, dann krieg ich ihn nimmer rausgeholt, und der Besitzer würde mich sicher töten *gg

    Angst um den Hund hätt ich weniger - der is kleiner und wendiger. Wie das beim Döggelchen aussieht, kann ich nicht beurteilen, aber nachdem beide Seiten ihren Spaß miteinander hatten, wär ich glaub ich nicht allzu besorgt und würde weiterhin Kontakt zulassen (in Absprache mit dem Halter des "Monster-Hundes" :-) ).

    Du schreibst, daß der Hund problemlos nachts 8 Stunden durchschläft - könnte es einfach sein, daß er dann halt vormittags Durst kriegt wie verrückt, weil lange nix getrunken, dazu dann Trockenfutter und evtl. beim Gassi noch ein gutes Stück gerannt/getobt? wenn ein Hund dann beim Heimkommen erstmal die Leitung leersäuft, würd´s mich jetzt nicht wundern..... :-)

    Irgendwo gibt´s hier nen Thread zum Thema, ob jeder Hund das Alleinsein lernen kann. Such den mal raus - da gibt´s tausend Tips, was man machen kann oder nicht machen sollte, und ganz viele Erfahrungsberichte zu den jeweiligen Hunden der Schreiberlinge :-)

    Wie sieht´s bei Euch daheim aus: verfolgt sie Euch oft, oder ist sie in der Lage, mal allein in nem Zimmer zu bleiben, wenn Ihr ins nächste geht? Neigt sie eher zu Kontrollwahn, oder hat sie Angst beim Alleinbleiben? Habt ihr getestet, mal nur ein Zimmer zur Verfügung zu stellen? Habt Ihr nen regelmäßigen Ablauf, den Ihr üben könnt - z.B. jeden Tag um 10 Uhr früh mal 5 Minuten allein lassen, dann 7 Minuten, dann mal wieder nur 3 - aber immer um dieselbe Zeit? Regelmäßigkeit gibt auch Sicherheit, und der Hund lernt so, daß Ihr immer wieder kommt. Den Ablauf dann auch mit entsprechendem Kommentar, jedes Mal dasselbe vorher machen, das gleiche Leckerli geben, bevor man geht etc. - richtig ein Ritual draus machen. Das gibt Sicherheit.

    Solange es nicht klappt, daß der Hund z.B. im Wohnzimmer gechillt liegenbleibt, wenn ihr in die Küche wechselt oder mal ins Bad geht, braucht ihr nicht anzufangen, das Rausgehen zu probieren.

    Seid ihr evtl. anfangs immer daheim gewesen, und habt jederzeit Blick- oder Körperkontakt gehabt? Wenn ja, kanns schon sein, daß es hinterher schwieriger ist, dem hund ein Alleinsein beizubringen. Schwieriger - aber nicht unmöglich.

    Wie gesagt, sucht Euch mal den Thread raus, es kommt viel auch auf die individuelle Situation und den Hund an, konkrete Tips, was Euch hilft, kann nur jemand geben, der sch Euren gesamten Umgang mit dem Hund mal anschauen kann.

    Bis das richtig geübt werden konnte und gut klappt, würd ich den Hund lieber zu einem Sitter bringen (wenn er da streßfrei sein kann), ansonsten immer mitnehmen (wenn möglich) - solang der Hund Streß bem Alleinsein hat, würde ich ihm das nicht antun, sondern erst daran üben. Denn wenn der das Alleinsein erstmal mit ganz viel Streß verbunden hat, dann ist es sehr schwer, den wieder ruhig zu kriegen, und daran arbeiten zu können.

    So sah bei uns das "Auto-Training" aus: Hund abgeholt, in die Box m Auto reingesetzt, losgefahren - fertig..... :-) Egal, ob Welpi oder ausgewachsener Hund.

    Ist Deiner besonders ängstlich, daß Du das extra üben möchtest?

    Wenn der Hund sich auf der Rückbank einrollt, ist das eigentlich für mich ein Zeichen, daß ers dort echt gemütlich findet, und keine Angst vorm Auto hat. Ich würd einfach mal kurz ums Haus fahren und schauen, ob der überhaupt Streß dabei zu haben scheint - wenn net, kannst weiteres Training sparen und einfach fahren.

    Anfangs am besten imnmer irgendwo hin, wo´s Spaß gibt. Also nicht das Auto nur nutzen, um zum TA zum Impfen zu fahren oder so *gg

    Ganz einfach: unter Ablenkung erstmal mit Schlepp sichern und ausprobieren. Und auch da wieder DIE Super-Belohnung geben.

    Du kannst auch funktionale Verstärker nutzen: wenn er grad zu spielenden Hunden sprinten möchte, und an der Schlepp zu Dir rumdreht auf Pfiff, dann kannst ihm, wenn er dann bei Dir ist, nach Absprache mit den anderen Haltern die Leine abmachen und freigeben, daß er dort hin darf. Das ist das, was er in dem Moment am liebsten machen wollte, und damit auch der beste Verstärker in dem Moment und in dieser Situation.

    Nur mit DEM Super-Bestärker überhaupt kriegst ihn dann später auch ohne diese Sicherung durch die Schlepp problemlos zu Dir gerufen. Weil er dann gelernt hat, wenn er auf Pfiff kommt, gibt´s DEN Superspaß, DAS Superleckerli oder was auch immer.

    Viel Spaß!

    Edit: Hach, falsch gelesen: bevor Du das machst, erstmal ohne Ablenkung die Schlepp weglassen..... :-) Und wenn das funktioniert, langsam (aber wieder gesichert) die Ablenkung einführen.....

    Ein souveräner Hundehalter ist einer, der immer ruhig und gelassen reagiert, seinem Hund Sicherheit gibt (zuverlässiges Abschirmen vor anderen Hunden oder in Situationen, die ihn ängstigen; aber auch: "komische Dinge" zeigen, sodaß er lernt, Du weißt, daß die ihm nix tun, und beschützt ihn), der sehr konsequent ist (nicht heute darf der Hund das, morgen nicht), der immer gleich reagiert auf das gleiche Verhalten vom Hund (wenn ers falsch macht, z.B. warten, bis ers richtig macht, oder nochmal zeigen, wie es richtig geht - aber nicht heute schimpfen, morgen ins Körbchen schicken, und übermorgen hast grad Kopfweh, dann isses grad mal wurscht, wenn ers falsch gemacht hat). Berechenbar sein im eigenen Verhalten, dem Hund immer gleiche Grenzen setzen, innerhalb derer er sich gefahrlos bewegen kann, sodaß er nicht mit negativen Konsequenzen rechnen muß.

    Es gehört auch dazu, den Hund lesen zu können, d.h. zu erkennen, wenn er grad unsicher wird oder pöbeln möchte, damit man ihm zeigen kann, was man in der Situation erwartet, bevor er nach vorn geht und eigenständig Lösungen anbietet, die Dir unwillkommen sind. Also: Hund baut sich zum Pöbeln auf, in dem Moment drehst Du mit einem "Weiter"-Kommando ab oder so, noch bevor er lospöbelt. Du agierst, und das kannst Du nur, wenn Du rechtzeitig erkennst, was der Hund grad vor hat/im Hinterkopf hat. Ansonsten bleibt Dir nur das Reagieren, und damit hinkst Du immer einen Schritt hinterm Hund her, und er sieht die Situation so, daß Du unsicher bist und er sich daher nicht auf Dich verlassen kann, und wird weiterhin versuchen, Situationen auf seine Art und Weise zu lösen, weil er andere Möglichkeiten gar nicht erst kennenlernt. Er hat ja dann Erfolg mit der Methode.....

    Es ist auch wichtig, authentisch zu sein - wenn Du innerlich lachen mußt über irgendeinen Blödsinn, den der Hund verzapft hat, dann versuch gar nicht erst, ihn dafür zu tadeln. Der merkt genau, daß Du diesen Tadel in dem Moment nicht ernst meinst. Wenn Du etwas vom Hund verlangst, mußt Du das wirklich wollen - ansonsten merkt er das, und macht das, was ER grad möchte..... (wenns Dir z.B. eigentlich grad egal ist, daß er nicht kommt - dann lieber gar nicht erst rufen!). Wenns Dir grad schlecht geht, dann üb lieber an dem Tag gar nicht, als Kommandos zu verlangen, die dann von Dir nicht durchgesetzt werden (können), weil Du einfach grad nicht die Kraft dafür hast (z.B. bei Kopfschmerzen hinrennen und den Hund abholen, wenn er auf den Rückruf nicht reagiert).

    ......Es ist nur der Anblick der abschreckt, das habe ich die letzen Tage gelernt, die unterscheidet sich außer von der Art sich fortzubewegen GARNIX von anderen Hunden in ihrem Alter (außer dass sie noch frecher und bekloppt ist :ugly: )

    Ich denke, das ist der entscheidende Punkt bei den meisten Menschen - die sehen den Hund und gleichen das im Kopf ab mit dem Bild, das sie für "Hund" abgespeichert haben (4 Füße und rennen), und erschrecken erstmal. Das darf man nicht überbewerten.

    Solchen Äußerungen wie von dieser Frau würd ich erstmal gar nichts entgegensetzen - höchstens ein "Immerhin hat MEIN Hund gelernt, sich zu benehmen Fremden gegenüber...." oder "Besser ein Bein amputiert, als gleich das Hirn!!" oder "Bei uns konnte wenigstens noch der Arzt helfen!!" oder so..... :-) (ja, ich kann gemein sein......*hähä....)

    Mit was Anderem braucht man solchen Leuten net zu kommen, für sowas ist jegliche Diskussion zu schade. Außerdem würde jede andere Antwort bedeuten, daß Du Dich zu rechtfertigen beginnst, und das hast Du doch gar nicht nötig!

    Klar - sieht beim ersten Anblick seltsam aus, und etwas beschwerlich, wenn der Hund sich auf seine Art durchs Zimmer bewegt (v.a., wenn man das "Vorher" nicht gesehen hat und damit die Verbesserung wahrnehmen kann!).

    Aber man darf dabei eins nicht vergessen: sie konnte dies bislang überhaupt nicht tun und üben, da sie seit recht früher Zeit in ihrem Leben dauerhaft Schmerzen an dem jetzt amputierten Bein hatte, und im Moment fehlt ein Stück des einen Beins, was auch ein ungewohntes Körpergefühl sein mag, und der Gewöhnung bedarf, hier das Gleichgewicht beim Fortbewegen zu finden. Ich denke, wenn sie das jetzt ein bißchen kennenlernt, wird sie herausfinden, wie sie sich am besten im Haus fortbewegen kann, ohne dabei allzuviel Mühe aufwenden zu müssen.

    Wie ich das Video sehe: ich seh da ne total freche und mutige kleine Maus, mit einem zum Spiel oder Leckerligeben auffordernden Bellen, die Spaß am Leben hat, kämpft und sich durchkämpfen wird - nicht die nicht funktionierenden Hinterbeinchen.....

    Kleiner Erfahrungsbericht: meine Frieda ist ja blind, und auch ich durfte mir von einem wohlmeinenden Bekannten schon anhören (aber eher aus Sorge um den Hund als aus Gemeinheit oder Dummheit), ob es nicht besser sei, den Hund einzuschläfern, weil so ein Hund doch gar keine Lebensqualität hätte - während sie sich grad nach dem Maiausflug mit einem breiten Grinsen und wohligem Grunzen im Gras in der Sonne wälzte, und den Bauch der Sonne genießerisch entgegenstreckte...... :-) Sowas tut weh im ersten Moment - aber ich kenn meinen Hund und weiß, wie es ihr bei uns geht. Also geb ich auf sowas nix.

    Danke für die schönen Videosequenzen :-) Wer immer noch dran zweifelt, wie es dem Hund geht, soll doch einfach genau hingucken.... Alles Gute weiterhin, ich freu mich schon auf die ersten Rolli-Rennfotos und das Gesicht der Maus, wenn sie ihre Welt laufend erobern darf! :-)

    PS: zu dem Zerstören der Pflanze: ich glaub, ich würde mich über jedes abgerupfte Blatt und zerstörte Möbelteil freuen, da das bedeutet, daß die Süße einfach "ganz normal" ist, und Spaß daran hat, die Welt zu entdecken und Unsinn zu machen! Ist schon lustig, wie sich Prioritäten durch so ein Lebewesen ändern können..... :-)

    .......Wenn wir abends heimkommen und er gefressen hat. Dann ist für ihn einfach Nachtruhe. So hab ich manchmal einfach das Gefühl...

    Na, wenn das der Fall ist, dann nutz das doch - dann gibt´s halt Abendessen erst nach dem letzten Gassigang um 22 Uhr oder so, und schon wird der langen nächtlichen Einhalt-Dauer Einhalt geboten *gg